Wenn eine Erbse das Leben umkrempelt...

  • Liebe Ocean76 , das würde ich alles den Arzt fragen bei Deinem nächsten Termin.

    Es ist nämlich nicht immer alles gleich.

    Bei mir wurde der Wächter z.B. nicht vor sondern während der OP markiert.

    Du siehst, es ist vieles individuell und auf Dich zugeschnitten.

    Am Montag hast Du ja einen Termin, soweit ich das verstanden habe.


    Ach, BH! Falls Du einen Sport-BH hast, gut, falls Du Dir einen kaufen solltest, dann gib nicht zu viel Geld aus, denn der wird orange durch die Desinfektion und das kriegst Du nie wieder raus.

    Oder Du kaufst Dir gleich einen schwarzen. 😊

    Am Tag nach der OP kommen sowieso die Damen vom Sanitätshaus, denn Dir stehen zwei BHs auf Krankenschein zu (pro BH 10 Euro Zuzahlung).

    Wenn Du zu kalten Füßen neigst, dann nimm Deine Lieblingswollsocken mit, darfst Du im J. sogar im OP anlassen.

    Und Du bekommst gleich einen Psychoonkologen oder Psychoonkologin mit denen Du reden kannst.

    Und die Brustschwester kümmert sich um viele andere Belange, wie Schwerbehinderung, etc.


    Mehr fällt mir grade nicht ein. 😊

  • Liebe Ocean76 Ich habe auch ein lobuläres mamma ca.Bei mir wurde kein Mrt gemacht. Das wird nur gemacht,wenn Mammo oder Sono nicht aussagekraftig oder unklar sind.So wurde das mir erklärt. Das Mrt ergibt wohl auch zu oft falsch positive Befunde...Ich habe auch lange damit gehadert..Letztendich muß man wohl darauf vertrauen,daß die Ärzte die richtige Entscheidung treffen.Das ist nicht immer leicht :hug:

  • Hey ihr Lieben, ich habe heute versucht zu arbeiten, aber es hat überhaupt nicht geklappt. Ich kann mich nicht konzentrieren und bin extrem kaputt nach Hause gekommen. Morgen hole ich den ganzen Bericht ab und am Donnerstag bin dann endlich im Brustzentrum und werde hoffentlich mal einen Fahrplan bekommen. Denke ab dann geht es auch wieder etwas bergauf. Ging es euch auch so, dass ihr euch so schlecht konzentrieren konntet und alles mögliche vergessen habt? Ganz liebe Grüße an euch alle ❤️

  • Hey, liebe Ocean76 , da bist Du ja.


    Ja, es ging mir genauso, mein Kurzzeitgedächtnis war so gut wie nicht vorhanden, ich bin manchmal wie ein Zombie durch die Gegend gelaufen, dass es mir schon Angst gemacht hat, weil ich beinahe einmal fast bei rot über die Straße gelaufen wäre.

    Also, es ist völlig normal, Du bist in einem Ausnahmezustand, Deine Seele kann grad nicht geradeaus schauen.

    Ich habe mich dann übrigens krankschreiben lassen, weil die Arbeit mich echt überfordert hat. Bin dann viel hier bei uns im Landschaftsschutzgebiet rumgelaufen, das hat mich wieder geerdet.

    Und wenn Du dann Deinen Fahrplan hast, dann geht es auch wieder besser.


    Liebste Grüße

    Milli

  • Huhu liebe Ocean76 ,


    meine Brustkrebs Diagnose habe ich dieses Jahr im Januar bekommen. Ich war und bin auch im J-Krankenhaus in Behandlung und dort sehr zufrieden.

    Ich wollte nochmal Bezug auf dein Biopsieergebnis (teilweise lobuläres Ausbreitungsmuster) nehmen. Mach dich bitte deshlab nicht verrückt. In meinem Biopsiebericht stand auch drinnen " vorwiegend lobuläres Ausbreitungsmuster". Natürlich habe ich auch alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die richtige Nachsorge (MRT) und so zu bekommen. Habe mit dem Krebsinformationsdienst geschrieben, um zu erfahren welche Antihormontherapie am Besten wirkt usw. Dann bin ich mit all dem Wissen zu meinem Onkologen gegangen und wollte da nochmal das weitere Vorgehen besprechen. Bei dem Termin fragte er dann wie ich denn darauf kommen würde lobulären Brustkrebs zu haben. Ich zeigte ihm dann meinen Biopsiebericht und er meinte, dass die Biopsie nur ein kleiner Ausschnitt ist. Es kann also in der kleinen Gewebeprobe lobulär erscheinen ohne es zu sein. Wirklich beurteilen könnte man es erst nach der OP und es hat sich bei mir nicht bestätigt. Klar, weiß ich nicht wie es bei dir ist, aber hak da doch nochmal nach.


    Nach meiner Diagnose konnte ich mich auch nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren. Ich habe mich dann Krank schreiben lassen und nach 12 Tagen ging es auch schon los mit der OP, dann Chemo und zum Schluss noch Bestrahlung. In der Zeit hat es mir sehr geholfen sich mit meinen Freunden zu treffen oder etwas schönes mit meinen Kindern zu machen. Also ganz viel ablenken, damit das Kopfkino keine Chance hat ;-)


    Und wie Milli schon sagt, wenn du deinen Fahrplan hast, also dein Kampfplan geht es meistens schon besser.


    Ganz liebe Grüße

    Susanna

  • Hallo liebe Ocean76 ,


    Das Warten macht einen wirklich dröge im Kopf, da hast du leider ganz recht. Mittlerweile hat die Spannung etwas nachgelassen.

    Meine Stanzbiopsie war am 8.11. und am 15.11. hatte ich es dann schwarz auf weiß, das es tatsächlich Krebs ist. Das ist ein furchtbarer Moment. Danach liefen in einer Woche alle Untersuchungen (Details in meinem Status). Alle okay!! Da ist man erstmal beschäftigt.

    Nun warte ich noch immer auf den OP-Termin, da sie das Ergebnis des Gentests noch abwarten wollen (bin Risikopat., da Mutter und Tante Brustkrebs hatten und mein Vater an Lungenkrebs verstarb). Das kann jetzt, wenn ich Pech habe noch 2 Wochen dauern. 8|;(

    Ich kann dir also ganz gut nachfühlen, wie es dir geht. Ja, man horcht ständig in sich hinein. Bei mir kommt noch dazu, daß ich seit fast 30 Jahren auf einer Intensivstation arbeite und schon so manche schlimme Dinge gesehen haben. Da kommt das Kopfkino von ganz allein. ||

    Aber ich habe jetzt gelernt, man muß Geduld und Vertrauen haben. Und jeder Krebs und jede Frau ist anders. Habe mich seit der Diagnose krankschreiben lassen, so kann man nicht arbeiten. Meine Freunde und Kollegen kümmern sich ganz lieb um mich, fragen ständig nach, treffen sich mit mir, das lenkt dann auch gut von der Sache ab.

    Laß den Kopf nicht hängen, es gibt heutzutage so viele gute Behandlungsmöglichkeiten. Paß auf dich auf...


    LG A. :*

  • Hey ihr Lieben, vielen Dank für eure aufbauenden Worte und dass ihr so ehrlich auch schreibt wie es euch geht oder ergangen ist. Ich hatte heute endlich den Besprechungstermin und es gibt jetzt endlich ein Datum für die OP. Am 16.12 ist es soweit. Leider hat sich der verdacht auf lobulären Brustkrebs bestätigt, das bedeutet nächsten Donnerstag noch ein MRT weil der wohl gerne an mehreren Stellen in der Brust sich breit macht. Davon hängt dann auch ab wie operiert wird, ob brusterhaltend oder vielleicht auch komplett. Das macht mir natürlich sehr zu schaffen, ich hoffe einfach, dass er nicht an mehreren Stellen sich breit gemacht hat. Bestrahlung und Hormontherapie ist wohl gesetzt, wenn der MRT nicht gut ausfällt vielleicht doch auch Chemo. Ich bin jetzt bis zum OP Termin krankgeschrieben, hab deshalb auch ein extrem schlechtes Gewissen, aber mir geht es einfach echt schlecht, kann mich auf nichts konzentrieren... zum Glück habe ich einen Partner der mich ganz toll unterstützt, dafür bin ich unendlich dankbar. Es gibt da auch noch etwas, das mir sehr zu schaffen macht. Hormontherapie bedeutet glaube ich auch, dass ich den Kinderwunsch wohl an den Nagel hängen kann. Das muss ich auch erstmal verdauen... bitte drückt mir die Daumen für das MRT! Ich wünsche uns allen ganz viel Kraft und Mut! 💪❤️

  • Liebe Ocean76 ,


    Du darfst kein schlechtes Gewissen haben wegen der Krankschreibung. Das ist kein Schnupfen und erst einmal stehst Du jetzt an erster Stelle, und an zweiter, und an dritter ... nicht die Kollegen oder die Arbeit. Das läuft nicht weg.


    Es ist gut, wenn Dein Fahrplan nun Formen annimmt, und Du Dich in der Klinik wohl fühlst. Wenn es los geht wirst Du Dich besser fühlen, weil aktiv etwas gegen den Brustkrebs getan wird.


    Bzgl. Kinderwunsch und Hormontherapie musst Du nichts an den Nagel hängen. Es gibt die Möglichkeit die Hormontherapie nach 2 Jahren zu unterbrechen. Vielleicht liest Du mal dort und fragst ggf. nach: Brustkrebs und Kinderwunsch


    :hug:

  • Liebe Ocean76 ,

    da schließe ich mich Tempi an, ein schlechtes Gewissen ist fehl am Platz.

    Du brauchst jetzt Dich, Deinen Rhythmus, Deine Zeit.

    Ich freue mich für Dich, dass Du einen tollen Partner hast, es macht viel aus, wenn man liebevolle Unterstützung hat, und dass das hilft, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

    Ich bin auch froh für Dich, dass Du im J. gelandet bist. 😊

    Hast Du dort Deinen Kinderwunsch mal angesprochen?

    Das, was Tempi sagt, habe ich auch schon mal gehört. Besprich das doch mal mit Deinem Arzt, vielleicht kann Dir dann schon eine kleine Bürde von Deinen Schultern genommen werden.

  • Hey ihr Lieben, ich hatte letzte Woche den Besprechungstermin im Brustzentrum des J. Krankenhauses. Glaube ich bin dort in sehr guten Händen. Die Ärztin hat mir noch zu einem MRT geraten, da es sich ja um einen lobulären Typ handelt und der wohl dazu neigt an mehreren Stellen aufzutreten. Ich hatte heute dann den MRT Termin und jetzt sind noch zwei kleine Stellen gefunden die die Ärztin aber nicht klar einordnen kann. Deshalb soll ich morgen noch mal zum Ultraschall... ich hab schlimme Angst, wenn sich das bestätigt könnte es sein, dass nicht brusterhaltend operiert werden kann... und ob dann Bestrahlung reicht? Ich halte dieses Warten bis zur vollständigen Diagnose kaum mehr aus 😔😔😔und wenn dann muss sich ja auch alles nächste Woche klären, da ich schon am 16.12 den OP Termin habe... ich bin so traurig und kaputt...

  • Liebe Ocean76 ,

    befinde mich auch gerade in dieser Wartephase. Ich kann das nur bestätigen, dass macht einen schier verrückt. Ich möchte unbedingt noch vor Weihnachten operiert werden und Weihnachten wieder zuhause sein. Und es ist noch soviel zu klären. Ich habe jetzt am 09.12. einen Termin im Brustzentrum und hoffe, dass ich danach etwas klarer sehe, wie es denn weitergeht. Ich fühle also mit dir! Und ich würde mich freuen, weiterhin von dir zu hören!

  • Liebe Marina24 , genau das wollte ich auch unbedingt vor Weihnachten die OP haben. Ich hab am 16.12 den OP Termin. Ich drück dir die Daumen! Das wird bestimmt klappen! Heute war ich noch mal beim Ultraschall und leider sitzt da in der Nähe des gefundenen Carcinoms noch einer, sie wollen Montag noch mal eine Stanze nehmen, aber ich denke es ist ein Ableger des Haupttumors. Zum Glück ist auch dieser mit knapp 5 mm noch sehr klein, aber ich bin trotzdem ziemlich traurig 😔 gleich zwei in der Brust macht mir noch mehr Angst. Die Ärztin sagte aber, dass sie es als positiv wertet, dass sonst nix ist und die zwei Spots so gut lokalisiert gewachsen sind. Der lobuläre Typ macht das wohl auch gerne, dass er total versprenkelt auftaucht und dann ist die Brust kaum noch zu retten. Mir wurde auch zu diesem Gentest geraten, dann könnte ich auch in Ruhe falls der positiv ausfällt über die komplette Entfernung der Brüste nachdenken. Ein riesiger Schritt, den ich mir jetzt noch kaum vorstellen kann, aber immer mit dieser Angst zu leben, ist ja auch nicht einfach... wie seht ihr das? Ich drück euch alle ganz doll und schicke jedem der es gerade braucht ganz viel Kraft 💪Mädels wir schaffen das!

  • Liebe Ocean76,

    den Test, ob das genetisch veranlagt ist, habe ich bereits bei meiner Ersterkrankung machen lassen. Da wurde bei mir nichts festgestellt.

    Jetzt geht es mir um den Test, der das Rückfallrisiko einschätzt. Danach wird entschieden, ob Chemo oder nicht. Da ich zum 3. Mal erkrankt bin, habe ich mich entschlossen beide Brüste entfernen zu lassen. Ich hatte das nach der 2. Erkrankung für mich schon beschlossen, wenn noch mal was kommt, dann lasse ich das machen. So locker wie es jetzt vielleicht klingt, fällt es mir trotzdem nicht. Meine Brüste waren immer mein Stolz und so fällt es mir recht schwer. Aber ich weiß, es muß sein. Ich will auch keinen Aufbau. Ja ich werde das schaffen und allen anderen, die in einer ähnlichen Situation stecken, wünsche ich das auch! Die liebe Ocean76 wünsche ich viel Kraft und Zuversicht! Ich würde mich freuen, wenn ich weiter von dir hören würde. Alles Gute für Deine OP!

    Lg

    Marina