Chemotherapie

  • Vielleicht kann mir jemand helfen...

    Nach 9 Jahren hatte ich ein Rezidiv meines Granulosazelltumors. Nach Komplett-OP wurde mir nun eine sehr extreme Chemo ans Herz gelegt.

    Gibt es jemanden, der damit Erfahrungen gemacht hat?

    Ich habe zwei kleine Kinder, weshalb ich Probleme mit der Behandlung habe.

  • Hallo Kik79 ,


    willkommen im Forum. :)


    Magst Du ein bisschen mehr erzählen, damit Dir besser jemand helfen kann?


    Wo war der Tumor und was heißt Komplett-OP in Deinem Fall?

    Was für eine Chemo (Medikamente) sollst Du bekommen?


    Chemomedikamente können sehr unterschiedliche mögliche Nebenwirkungen oder Beeinträchtigungen haben. Darum wäre es hilfreich, wenn Du genauer sagen kannst, was Du bekommen sollst.


    Du schreibst, Du hast zwei kleine Kinder und darum Probleme mit der Behandlung. Vielleicht schaust Du auch mal in das Unterforum: Betroffene mit minderjährigen Kindern. Es gibt auch die Möglichkeit Haushaltshilfen zu bekommen ...


    Aber schreib erst einmal noch ein paar Infos, dann geht das mit dem Helfen besser. :hug:

  • Kik79 Guten morgen,

    um dir in deiner Entscheidung etwas Unterstützung zu geben, müssen wir schon etwas mehr über deinen Tumor und der Möglichkeit der Behandlung erfahren.

    Ich hab erst mal nachschauen müssen, was ein Granulosazelltumor ist. Dabei hab ich gelesen, das dieser im Ovar sitzt aber zu den niedrigmaligen Tumoren gehört.

    jetzt kann ich mir die Entscheidung der Chemo nur so erklären, weil du noch sehr jung bist. Anfang 30 Erstdiagnose und jetzt ein Rezidiv😏

    Hattest du denn diesbezüglich ein Gespräch, Tumorboard, Zweitmeinung???

    Erzähl doch noch ein bisschen mehr, wenn es für dich in Ordnung ist

    Gruß Baybsie

  • Vielen Dank für die Antworten.

    Mit Anfang 30 würde bei mir ein bösartiger Tumor am linken Eierstock entdeckt. Tumor, Eierstock und umliegendes Bauchfell wurden damals entfernt und der Tumor als Granulosazelltumor benannt. 2019, bei der Geburt meiner Tochter, wurden Tumore am Darm entdeckt, mit den gleichen Zellen wie damals - also Rezitive. Nach Rücksprache mit meinem Onkologen wurde eine komplette Hysterektomie durchgeführt. Um das Risiko einer erneuten Erkrankung zu minimieren wurde mir zu einer Chemotherapie geraten. Ich habe zwei Optionen erklärt bekommen: eine heftige mit extremen Nebenwirkungen und eine schonende mit weniger Nebenwirkungen. Meine Kinder sind 4 und 6 Monate und ich möchte sie ungern 8 Wochen mehr oder weniger allein lassen. Ich tendiere deshalb zu der schonenden Variante.

    Eine Haushaltshilfe habe ich und auch Hilfe durch Familie und Freunde. Trotzdem möchte ich meinen Kindern wieder eine Mutter sein. Ich bin bis jetzt schon 5 Wochen am Stück im Krankenhaus gewesen und durch eine Verletzung des Harnleiters auch jetzt nicht wirklich da.

    Vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht?

    Ich hätte so gerne wieder mehr Lebensqualität und möchte meine Kinder genießen.

  • Kik79


    Ich bin sicher, dass du hier viele Informationen über die unterschiedlichen Chemomedikamente bekommst, aber wir müssten wissen welche Chemos dir vorgeschlagen werden, wenn du schon wählen kannst. Die Nebenwirkungen können ganz unterschiedlich sein, aber jeder Körper reagiert anders. Ich hatte z.B. Chemos (Caelyx) die keinen Haarausfall verursacht haben, aber ziemliche Probleme mit den Schleimhäuten. Paclitaxel z.B, verursacht andere Nebenwirkungen (Polyneuropathie). Generell, jede Chemo ist zu schaffen, auch wenn es manchmal anstrengend ist.

    Bitte, frag den Onkologen wie die Präparate heissen, dann kannst du von den Erfahrungswerten der Foris hier profitieren und deine Entscheidung treffen.

    Alles Gute für Dich und liebe Grüsse aus Wien und aus der Eierstockkrebstruppe