Picasso - Metaplastisches spindelzelliges Mammakarzinom Triple negativ bei meiner Mama

  • Hallo! Bei meiner Mama hat man am 9.10.2019 bei einer Routineuntersuchung ein metaplatisches spindelzelliges triple negatives Mammakarzinom entdeckt. Die Lymphe sind, soweit die Ärzte das beurteilen können, frei. Am Freitag hatte sie die erste Chemo. Volles Programm: zuerst 4x alle drei Wochen eine Dosis und dann 12x wöchentlich eine. Dann Op, dann Bestrahlung. Beim Leber-MRT hat man etwas gesehen, von dem man nach dem Ultraschall ausgeht, dass es sich um eine Zyste handelt. Die Untersuchung, ob das Ganze genetisch bedingt ist, steht noch aus.

    Ich habe nun viel im Internet gelesen, auch in diesem Forum. Meine Mama hat eine sehr positive Einstellung u mich zerfrisst aber die Angst. Will das meiner Mum aber nicht zeigen. Ich weiß, dass diese Form Krebs sehr selten ist. Die Ärzte meinen, dass der Krebs, wenn er mal weg is, bei dieser Form Krebs wirklich weg ist, das beruhigt mich aber nicht sehr.

    Da ich meine Ängste meiner Mama nicht sagen will, dachte ich, ich wende mich hier an euch.



    Lg Picasso

  • Liebe Picasso,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Deine Ängste verstehe ich sehr gut, deshalb ist es gut, dass Du Dich hier angemeldet hast. Warum willst Du mit Deiner Mutter nicht über Deine Ängste sprechen? Meine Tochter und ich reden da ganz offen darüber. Vielleicht magst Du ja auch beim Krebsinformationsdienst nachfragen: https://www.krebsinformationsdienst.de/. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Alice!
    Danke für die Rückmeldung und den Tipp. Auch für deine Wünsche! Das kann ich momentan auf jeden Fall brauchen! Werde mich auf jeden Fall auch an diese Stelle wenden. Ich möchte meiner Mama keine Ängste machen. Sie hat bisher nicht im Internet recherchiert u vertraut ihren Ärzten voll und ganz. Ich höre auch ständig, dass positive Energie das Wichtigste ist u das möchte ich nicht kaputt machen, indem ich sie mit Dingen konfrontiere, die ich im Internet gelesen habe. Jetzt mach ich eben das Meiste mit mir alleine aus u das fällt mir sehr schwer.

    Hat hier jemand Erfahrungen mit dieser Art Brustkrebs?

  • Hallo!

    Meine Mama (61 Jahre) hat die Diagnose Brustkrebs metaplastisch spindelzellig triple negativ erhalten. 😭😭Sie hatte heute ihr dritte EC. Bis jetzt verträgt sie die Chemo ganz gut. Bald wird eine Sonographie gemacht u ich habe solche Angst, dass die Chemo vielleicht nicht anschlägt. Ich finde kaum Informationen zu dieser Art Karzinom. Das was ich gefunden habe, war aber bisher eher erschreckend. würde mich über einen Erfahrungsaustausch (auch per Pn) sehr freuen, da ich momentan schlaflose Nächte habe und mich diese Ungewissheit fertig macht.
    Lg

  • Hallo!

    Ich habe gestern hier schon einmal eine Nachricht gepostet, aber plötzlich ist sie verschwunden. Vlt habe ich vergessen, sie abzuschicken. Ich versuche es einfach noch einmal 😅

    Meine Mama hat eine seltene Form von Brustkrebs (metaplastisch spindelzellig triple negativ). Laut den Ärzten haben das nur 1%. Dementsprechend finde ich nur so wenige Informationen im Netz u die, die ich finde, machen mich panisch. Generell geht es mir, seit der Diagnose, auch sehr schlecht. Ich komme damit überhaupt nicht klar und mache mir unfassbar viele Sorgen um meine Mama. Die Angst, sie zu verlieren ist riesig. Vor allem während der Feiertage zu Weihnachten u Silvester war es ganz schlimm. Ständig muss ich an das Schlimmste denken. Viele Leute verharmlosen die Krankheit meiner Mama, habe ich das Gefühl. Immer wieder höre ich Sätze wie “ist ja quasi schon eine Volkskrankheit“...so was macht mich dann unfassbar wütend, vor allem wenn ich hier zb so viel über Rezidive bei Triple neg. usw lese. Meine Mama ist sehr positiv und vertraut auch den Ärzten und dass sie schon wissen, was sie tun. Das ist natürlich sehr wichtig u gut, sie setzt sich aber auch nicht so mit ihrer Diagnose auseinander bzw liest nicht so viel nach wie ich. Vielleicht ist das auch gut, denn das würde ihr vlt nur Angst machen u sie runterziehen u sie braucht ja positive Gedanken. Dementsprechend mag ich sie mit meinen Ängsten nicht belasten oder noch schlimmer ihr selbst Angst machen.

    Vielleicht kennt ihr ja auch jemanden mit einer ähnlichen Diagnose u mögt euch mit mir ein bisschen austauschen?

    Lg Picasso

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  • Liebe Picasso,


    ich kann deine Sorge um deine Mutter sehr gut verstehen. Auch ich habe eine Tochter, sie ist 45 Jahre alt, und auch sie sorgt sich sehr um mich.

    Auch ich habe die seltene Diagnose, metaplastisch spindelzellig, triple negativ, G3.


    Du schreibst von deiner Mutter, dass sie sehr gut mit der Diagnose und der vorgeschlagenen Therapie zurechtkommt und sie sehr positiv ist.


    So ging es auch mir. Ich war ganz schnell in der Annahme und Akzeptanz. Ich denke, dass das auch mit der Reife und dem Alter zusammenhängt. Ich war 66 Jahre alt, als ich die Veränderung in meiner Brust im Nov /18 selbst ertastet hatte.

    Der Krebs tut ja nicht weh. Ich hörte die Diagnose von den Ärzten, ich konnte den Befund auf dem Papier nachlesen, ich konnte den Tumor auch tasten, doch da tat nichts weh, mir ging es eigentlich ganz gut und ich sah nicht krank aus.


    Ich hatte vor der Chemo, 4x EC 12x Taxol, 2 brusterhaltende Operationen, die auch nicht so tragisch waren, die CHT sollte dann nur vorbeugend sein.


    Doch der Tumor war von Beginn an bei den 2 OP´s nicht richtig ausgeräumt worden, er wuchs währen der CHT weiter, und das wurde leider erst zum Ende der CHT entdeckt.


    Die CHT ist nicht einfach, der Haarverlust ist das geringste Übel, so habe ich das jedenfalls erlebt, doch dank der Begleitmedikamente gegen die Übelkeit ist das auch ganz gut zu überstehen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich das ganz gut hinbekommen habe.


    Ich hatte dann nach der CHT noch eine Brustoperation, die Brust wurde dann ganz abgenommen, was ich allerdings auch ganz gut verkraftet habe.


    Ich habe auch bei mir das Gefühl, dass ich als Betroffene besser mit der Diagnose klarkomme als meine Familienangehörigen.


    In mir ist, seit dem ich mit dem Thema zu tun habe, eine neue Kraft und Stärke entstanden, die vorher nicht da war, und die mir hilft ganz gut damit zu leben. Ich genieße jeden Tag ganz bewusst und versuche in den Gesprächen mit meiner Tochter auch sie davon zu überzeugen, dass ihre Sorgen mir nicht helfen. Mütter möchten, dass es ihren Kindern gut geht, sie wollen ihre Kinder nicht leiden sehen.

    Bei mir sieht es jetzt so aus, dass ich noch eine Tabletten CHT, Xeloda, mache, doch ob diese auch wirklich alle Krebszellen erwischt ist nicht vorhersehbar.

    Ich habe akzeptiert, dass ich jetzt erst einmal Dauerpatientin sein werde, ich fühle mich in meinem BZ gut aufgehoben, und lebe im Jetzt, im Hier und im Heute, und versuche mich an all dem Schönen zu erfreuen was immer auch da ist.


    Ich wünsche dir, dass du mit der Zeit aufhörst dir Sorgen zu machen, wenn du Fragen hast dann antworte ich gerne..


    LG Leonie

  • Liebe Leonie und liebe Picasso,

    ich habe die gleiche Art von triple negativem Mammakarzinom mit metaplastische Plattenepithelgewebe. (spindelförmig)

    Ich wurde am 21,4,2020 wegen des 3. Rezidivs operiert und die nächste OP steht mir im Mai 2020 bevor.

    Wie geht es euch ?