Entscheidung gegen Chemo, Bestrahlung und Antihormontherapie

  • Liebe Frauen, gibt es in diesem Forum Frauen, die sich gegen die empfohlenen schulmedizinischen Behandlungen entschieden hat?


    ich würde mich gerne mit Frauen vernetzen, die einen anderen Weg gehen wollen oder bereits gegangen sind....


    Ich hoffe ihr respektiert meine Entscheidung....


    Herzliche Grüße

  • Liebe Shining , hier haben immer mal Frauen reingeschaut, die dieselbe Frage wie Du hatten, aber ich glaube nicht, dass hier Frauen sind, die ohne Schulmedizin ihren Krebs besiegt haben.

    Ich bin überzeugte Anhängerin der Schulmedizin kombiniert mit Komplementärmedizin, letzteres bietet sogar mein Mammazentrum an.

    Aber ohne Schulmedizin?

    Was hat Dein Tumor denn für eine Formel?

    Warum möchtest Du es ohne Schulmedizin schaffen?

    Ich respektiere Deine Entscheidung, weil es Dein Leben ist, aber ich hätte einfach zu viel Angst.

    Nach den Behandlungen kann man schauen, was einem aus der Naturmedizin helfen kann, das mache ich und es tut mir gut.

    Aber so richtig kann ich Deinen Wunsch nicht nachvollziehen.

  • Hallo Shining

    ich schließe mich meiner Vorschreiberin an. Ich drücke dir die Daumen, dass alles wieder gut wird.

    Es wird hier keinen geben, der deine Entscheidung nicht respektiert, schließlich ist es dein Körper, über den du nur allein entscheiden kannst. Wenn du dich für diesen Weg entschieden hast, dann ist das eben so.

    Viel Glück und Kraft wünsche ich dir!

  • Liebe Shining ,


    Da müsstest du dich durch die Vorstellungsrunden lesen.


    Mein Leben war sehr Öko und Spiri, dieser Körper hat vor dem Brustkrebs kaum eine Pille gesehen.

    Als der Krebs kam war mir eins klar, da bei/trotz/mit meinem Lebenswandel der Krebs gekommen ist, wird er durch/trotz meines Lebenswandel nicht verschwinden.


    Vielleicht magst du ja bleiben und uns weiter von deinem Verlauf berichten.

    Wenn alle Alternativen immer verschwinden, werden diese hier keine Hilfe finden.


    Alles Gute und liebe Grüße


    Caro

  • Liebe Shining , wenn du diesen Weg gehen möchtest, hast du meinen vollen Respekt und - wenn es irgendwie geht - meine Unterstützung.


    Du wirst wenig Frauen hier finden, die diesen Weg gegangen sind. Meistens erfahren sie hier auch ziemlich starken Gegenwind. So oder so kenne ich keine persönlich oder hier im Forum, die diesen Weg bis zum Ende (Heilung oder Progress) gegangen sind. Einige haben erst beim Rezidiv Gebrauch von der Schulmedizin gemacht, einige nur Teile davon (ZB OP ja, Chemo nein). Vielleicht wenden sie sich direkt per PN an dich.


    Diejenigen, die den harten Weg von Chemo, Antihormone, OP und Bestrahlungen gegangen sind, haben natürlich sehr mit uns gerungen. Keine von uns hat das gerne gemacht und ganz klar haben wir uns damit andere (auch Krebs-) Risiken erkauft. Aber wir haben eben auf die Erkenntnisse der Schulmedizin vertraut. Ich kann für mich sprechen - ich vertaue evidenzasierten Erkenntnissen aber bin offen für alles was mir sinnvoll und logisch erscheint. Ich halte nichts von Hörensagen und Esoterik ist auch nicht meins. Aber ich glaube daran, dass die Wissenschaft eben nicht alles weiss und nicht alles darstellen kann. Und jeder ist anders und hat andere Bedürfnisse und andere Quellen um die Selbstheilungskräfte (an die ich auch glaube) zu aktivieren.


    Wenn du dich hier erklären möchtest, wäre ich über deine Beweggründe sehr interessiert. Ich hoffe stark dass du eine sogenannte "informierte" Entscheidung triffst und dich nicht Gerüchte und Ängste zu dieser Entscheidung bewegt haben.

    In jedem Fall sei gewarnt, du wirst hier auf eher wenig Verständnis stossen.


    Sei lieb gegrüßt von Busenwunder


    PS; gerade den Beitrag von Caro gelesen. Sie trifft es auf den Kopf. Es wäre schön, wenn die "Alternativen" hier bleiben würden, damit wir von ihnen lernen können und sie unterstützen können.

  • Liebe Shining ,


    das ein oder andere Mal gab es hier Frauen, die nicht-schulmedizinische Wege gehen wollten. Wie es weiter ging oder ihnen heute geht, hab aber zumindest ich nie gelesen.


    Persönlich hätte ich auch zu viel Angst auf die Schulmedizin zu verzichten. Selbst der Versuch es ohne und alternativ zu versuchen - mit Option ggf. später auf die Schulmedizin zurück zu greifen -, würde mich ängstigen, ob ich nicht zu viel Zeit verlieren würde.


    Ich drück Dir aber die Daumen für einen erfolgreichen Weg. Berichte bitte, das kann ja auch anderen helfen. 🙂


    Weil schon einige gefragt haben nach OP etc. kopiere ich hier mal einen älteren Beitrag von Dir hin, der einige der Infos enthält.

    ich stehe gerade vor einem ähnlichen Problem, mein Tumor ist zu 100 Prozent Östrogen und Progesteron positiv, Nach meiner Biopsie Mitte September wurde mir, aufgrund der Tumorbiologie meines Mammakarzinoms in der rechten Brust, ein Biomarker-Test empfohlen. Da ich mich gegen eine empfohlene Klinik entschied, wurde der Test storniert. In der Klinik in der ich operiert wurde, hielt man den Test nach der OP 1,6-1,8 cm großes Karzinom und 9 Lympfknoten, wobei in zwei Sentinel Lymphknoten Tumorzellen nachweisbar waren, nicht mehr für notwenig und empfahl mir direkt eine Chemo. Eine zweite Beurteilung in einer renomierten Klinik in Berlin, sowohl des Biopsiebefunds als auch des OP Befundes ergab die klare Empfehlung für einen Biomarkertest. In den Kriterien zu diesen Tests werden eindeutig das persönliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt und neben der klinischen Beurteilung auch die Berücksichtigung der persönlichen Umstände der betroffenen Patientin in den Vordergrund gestellt. Ich fühlte mich leider von meiner operierenden Ärztin nicht ernstgenommen, wurde wegen des Beginns der Chemo unter Druck gesetzt und mir wurde, aufgrund einer persönlichen Befindlichkeit, mir eine Zweitmeinung eingeholt zu haben, verweigert den Test, obwohl ich zugesichert hatte ihn bei fehlender Übernahme durch die GKK selbstständig zu finanzieren verweigert, diesen Test in der Pathologie in Auftrag zu geben. Es war ein langer beschwerlicher Weg es doch noch zu erreichen. Somit ging wertvolle Zeit verloren. Sollte dieser Test eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs aussagen, werde ich die Chemo annehmen. Ich möchte jedoch das Gefühl haben alles ausgeschöpft zu haben, denn eine solche Therapie würde mich in meinem neuen Lebensentwurf massiv zurückwerfen.

  • Liebe Shining ,

    es ist Deine Entscheidung und ich akzeptiere sie, denn es ist Dein Körper, Dein Leben.

    Ich habe versucht immer sehr gesund zu leben, mich gesund zu ernähren, habe nie irgendwelche Medikamente genommen sondern auf Hausmittel zurückgegriffen.

    Trotzdem hatte ich, ungewollt kinderlos gewesen, dann vier Kinder adoptiert, ausgerechnet ein Endometriumkarzinom. Das ist nicht Ironie des Schicksals, wie man meinen könnte, sondern ein Signal meines Körpers - Kinder können auch Sorgen machen, manchmal überschreiten diese unsere Kräfte.

    Ich mache viele Dinge neben der klassischen Schulmedizin und das tut mir gut. Ich habe diesbzgl. sehr viel gelesen und für mich eine klare Entscheidung für die Schulmedizin getroffen unter Einbeziehung natürlicher und ergänzender Mittel.

    Vielleicht hast Du Lust und berichtest hier über Deine Erfahrungen.

    Dir alles Gute, Daria

  • Caro_caro , Busenwunder , versteht mich bitte nicht falsch, aber womöglich sind deswegen keine "Alternativen" mehr hier, weil diese Alternativen nicht mehr leben.

    Es ist ja nicht so, dass jedem Krebskranken automatisch eine Chemo oder eine Bestrahlung aufgedrängt wird. Es gibt Erkrankte, die brauchen weder noch, dann gibt es welche, die ohne das "Komplettprogramm" kaum eine realistische Überlebenschance haben, weil der Krebs hochaggressiv ist und/oder schon gestreut hat, und schlussendlich gibt es noch Patienten, denen man weder mit Chemo noch mit Bestrahlung helfen kann, weil die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten ist.

    Was ich damit sagen will: (Auch Schul)Mediziner sprechen Empfehlungen für Behandlungen mit solch schwerwiegenden Neben- und Langzeitwirkungen, wie sie beispielsweise eine Chemotherapie nach sich ziehen kann, nicht leichtfertig aus. Wenn diese Empfehlung aber steht, und man entscheidet sich dafür, eine Hochrisikoerkrankung unbehandelt zu lassen, ist die Wahrscheinlichkeit leider hoch, dass man später nicht mehr von seinen Erfahrungen berichten kann.

  • Ich war mal auf einem Vortrag Misteltherapie bei Pankreaskrebs. Da wurde anhand von Studienergebnissen aufgezeigt, dass

    ausschließlich Misteltherapie die Lebenserwartung verdoppelt (gegenüber gar keiner Behandlung)

    ausschließlich Chemo hat die Lebenserwartung zur nur-Mistel verdoppelt

    und die kombinierte Anwendung von Chemo+Mistel hat die Lebenserwartung wiederum verdoppelt zur nur-Chemo.


    War ein interessanter Vortrag. Ist mit der Mistel aber auch nicht so einfach, weil es verschiedene Misteln gibt und die passende gefunden werden muss.

  • Hallo Shining ,


    ich habe neulich privat mit einer Frau gesprochen, die vor 10 Jahren einen sehr kleinen Tumor hatte (ohne Lymphknotenbefall und ohne Metastasen), ihn sich hat entfernen lassen und und sich danach für eine Klinik entschieden hat, die über

    -Ernährung

    -Entgiftung

    und

    -Energetische Arbeit

    Heilung verspricht.

    Sie lässt sich per Dunkelfeld- Blutanalyse und Irisdiagnostik regelmäßig kontrollieren.

    Ihr drei Kinder waren damals 5, 10 und 12.


    Sie ist sehr überzeugt davon.


    Ich weiß, dass ein Tumor meist schon 10 Jahre alt ist, wenn er entdeckt wird und ich weiß, dass meiner in einer sehr kritischen Situation in meinem Leben entstanden ist, die ich komplett zum Positiven verändert habe.


    Ich habe mich ohne zu zögern für Chemo, Antikörpertherapie und Bestrahlung entschieden, weil ich unbedingt leben will und weiß, dass meine Lebensveränderung den Tumor nicht im Wachstum behindert hat...

    Dennoch mache ich parallel vieles Alternativmedizinisches ergänzend.


    (Ich habe nochmal meine Ernährung umgestellt, hatte bereits im Februar (lange vor der Diagnose..) eine Darmentgiftung und stelle die Themen meiner Krankheit regelmäßig systemisch auf.)


    Mein Sohn ist 12 und ich habe Verantwortungsbewusstsein ihm gegenüber...


    Man könnte das als "noch immer von Angst (vor dem Tod)" geprägt sehen, aber meine Haltung ist eine andere: ich sehe es als letzten dankbaren Reinigungsprozess der alten toxischen Dinge in meinem Leben!


    Dies beinhaltet keinerlei Wertung, es soll lediglich Einblick in meinen Abwägungsprozess geben.


    Jeder muss den eigenen Weg gehen und je nach Einstellung zum Tod ist körperliche Heilung auch nur ein Teil des Lebens...

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  • Ich weiß, dass ein Tumor meist schon 10 Jahre alt ist, wenn er entdeckt wird und ich weiß, dass meiner in einer sehr kritischen Situation in meinem Leben entstanden ist, die ich komplett zum Positiven verändert habe.


    Nicht jeder Tumor braucht 10 Jahre. Die Tumorbiologie ist stellenweise ähnlich, aber trotzdem ganz individuell, dann kommen noch andere Bedingungen dazu.


    Sehr glückliche Menschen haben auch Krebs bekommen, konnten es nicht abwenden, und starben, in der Regel unglücklich weil das Leben zu Ende ging.


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    Ich persönlich hätte vor Glück aufgeschrien, wenn ich tatsächlich eine objektive Wahlmöglichkeit gehabt hätte, meine Therapiebausteine abzuwählen.


    dann gibt es welche, die ohne das "Komplettprogramm" kaum eine realistische Überlebenschance haben, weil der Krebs hochaggressiv ist und/oder schon gestreut hat, und schlussendlich gibt es noch Patienten, denen man weder mit Chemo noch mit Bestrahlung helfen kann, weil die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten ist.


    Genau so ist es Britt. Und das sollte man sich klar machen.

  • Liebe Sil ,


    deshalb schreib ich ja auch "die meisten Tumore".

    Du bist mit Deiner Diagnose sehr am Ende der Bandbreite und es ist absolut nachvollziehbar, dass Du über Wahlmöglichkeit sehr glücklich wärst!

    Nun gibt es ja auch ein anderes Ende der Bandbreite und mir war nur wichtig zu sagen, dass es dort mehr Wahlmöglichkeit gibt. Und dass man die Risiken selber verantworten muss.


    Das Leben ist absolut unberechenbar (ich war nach der Tumorkonferenz so aufgeregt, dass ich fast einen LKW im toten Winkel übersehen hätte, der dann 30cm hinter mir wie verrückt hupte, weil er fast nicht ausweichen konnte....) und mir ging es wirklich nur darum, die Bandbreite zu NENNEN.

    Meine Wahl wäre das auch absolut nicht, aber ich beziehe all die Dinge mit ein, die für mich eine Rolle spielen.


    Der beste Tipp kam von einem Freund, der seine Freundin in den Lungenkrebstod begeleitet hat. Er sagte: "folge IMMER Deiner Intuition!". Die speist sich aus allem, was ich weiß (und noch mehr) und so kann ich jeden Tag leben.


    Du hast wirklich heftige Phasen hinter Dir, ich wünsche Dir alles Gute!!!

  • Liebe Shinning,


    meine Schwester hat einen alternativen Weg gewählt. Sie hatte Brustkrebs. Als er entdeckt wurde hat sie ca 9 Monate mit der OP gewartet, weil sie dachte das sie den Krebs mit mentaler Stärke und vielen anderen alternativen Methoden bekämpfen kann.

    Weil ich es damals nicht besser wusste, bzw mich nicht richtig informiert habe, habe ich immer gesagt ich respektiere Deine Entscheidung und sie auf ihren Weg unterstützt. Das war auch viel einfacher als sich mit den gruseligen schulmedizinischen Behandlungen auseinander zu setzen.

    Voila - wir haben einen netten Weg gefunden und wir bekommen das schon hin. Wir haben nichts mit diesen fürchterlichen Krankenhäuser etc zu tun. Das können schön mal die anderen machen. Wir sind viel gescheiter.


    Wir waren naiv und deswegen ganz sicher das sie das packen wird. Die Prognosen waren gut. Der Krebs hatte nicht gestreut etc.


    Chemotherapie nach der OP hat sie abgelehnt. Stattdessen hat sie ihre Arbeit auf Teilzeit reduziert und sich mehrere Jahre lang in die Hände von diversen interessanten Behandlern. begeben. Zudem tägliche mentale Übungen.


    Sie war glücklich und überzeugt, das sie den richtigen Weg gefunden hat. Und dann kam der Krebs zurück. Als sie es gemerkt hat war es bereits zu spät. Sie ist innerhalb von drei Monaten gestorben.


    Natürlich kann dir Schulmedizin nicht versprechen, das Du geheilt wirst. Nur als die zweite Diagnose kam, könnten wir es einfach nicht fassen. All das, an was meine Schwester und ich geglaubt haben, war in wenigen Minuten zerbrochen. Sofort hat sie der Chemotherapie zugestimmt. Sie hätten jeden Strohhalm, ergriffen. Aber es war zu spät. Und sie musste mit dem Bewusstsein sterben, das sie aufgrund ihrer Ablehnung von Schulmedizin, viele Chancen ausgelassen hat. Würde sie heute noch Leben wenn sie einen anderen Weg zusätzlich zugelassen hätte?


    Eine befreundete Medizinerin sagte zu mir: Als sie sich zur Ablehnung der Schulmedizin entschieden hat, hat sie sich für ihren Tod entschieden. Als ich sie fragte, warum sie mir das nicht vorher in dieser Dramatik gesagt hatte, sagte sie mir. Es ist so schwierig mit den Menschen die darum bitten sie zu respektieren. Ich weiß es besser, aber ich muss eben respektieren, damit sie es für sie nicht noch schwerer wird und ich weiterhin unterstützen kann.


    Liebe Shinning schau Dir die Menschen, die dir einen Verzicht auf Schulmedizin raten ganz genau an. In diesen Bereich wird ein Wahnsinns Geld verdient. Und viele der Behandler haben nicht einmal Medizin studiert. Da tummeln sich elende gescheiterte Existenzen, die sich gerne wichtig machen. Sie können vor allem eines, überzeugend nachplappern und mit Angst Menschen einfangen. Höre nicht auf jede dümmliche Phrase wie zB die Pharmaindustrie / Medizinlobby blockiert alternative Methoden weil sie kein Geld damit verdienen.


    Klar, die Schulmedizin ist auch keine heilige Kuh und es wird viel Schindluder auch dort getrieben.

    Aber es gibt niemals nur schwarz oder weiß.


    Dennoch kenne ich mittlerweile wesentlich mehr Ärzte die den alternativen Weg respektieren und zur Kombination raten, als Alternativanhänger die den schulmedizinschen Weg respektieren. Die sind meistens äußerst intolerant.


    Unterschätze diese Krankheit nicht, sie kann ernsthaft tödlich ändern. Manchmal ist man einfach machtlos.

    Prüfe ganz genau anhand von tatsächlichen Fakten. Lass dich nicht von Bequemlichkeit, Arroganz oder Angst zu einer Entscheidung leiten.


    Meine Schwester hätte, wenn sie eine zweite Chance gehabt hätte, einen anderen Weg gewählt. Sie hätte nicht abgelehnt sondern kombiniert und die Schmerzen der Behandlung ertragen.


    Aber es gibt sie eben nicht, die zweite Chance.


    Ich wünsche Dir nur das Beste


    Liebe Grüße

    Marie

  • Milli , danke, allmählich muss ich mich mit Chemo Brain auseinander setzen. 🤣🤣🤣🤣

    Tempi , was für ein Überblick! Respekt


    Marie123456

    Das ist der alles entscheidende Satz, danke:

    “ Aber es gibt sie eben nicht, die zweite Chance."


    Und an einer vielleicht unnötigen Chemo stirbt frau höchstwahrscheinlich nicht.

    Allerdings finde ich, dass du deiner befreundeten Ärztin den Kopf waschen solltest, oder besser die Haare abrasieren. Es ist arg bequem eine auf ihrem vielleicht friedlichen Weg in den Tod zu beobachten.


    Shining

    Woher der Sinneswandel? Weil sie dich mit dem Gentest genervt haben?

    Bist du sicher, dass du dich nicht im Zustand der Sebstsabotage befindest?

  • Liebe themisabeth

    Ich bin dann wohl eine von der anderen Bandbreite...Mit meinem 100%hormonabhängigen,sehr langsam wachsenden Sch ... kerl habe ich laut Ärzten genau den, den man sich aussuchen möchte,müsste man eine Wahl treffen. Allerdings sehe ich nicht wo ich jetzt mehr Wahlmöglichkeit hätte im Behandlungsspektrum? Bin ich jetzt prädestiniert für alternative Medizin? Bei mir kann ja nix passieren? Gut, ich brauche keine Chemotherapie, darüber bin ich auch wirklich sehr,sehr dankbar! Sie würde bei mir mehr schaden als nutzen....Und, die Wahrscheinlichkeit,daß in den nächsten 5 Jahren was zurückkommt ist sehr gering. Meine Tumorbiologie spricht eher für ein Rezidiv in etwa 10-15 Jahren. Da bin ich dann 55 Jahre alt.Meine Kinder 14 und 18. ...

    Ich sehe die Wahlmöglichkeit nicht! Ich entscheide mich für das Leben! Unbedingt. Keine Zeit für Experimente, es steht zu viel auf dem Spiel!

    Es klingt für mich auch etwas zu einfach,wenn es heißt, man müsse nur die Botschaft seiner Krankheit verstehen und dann ist man geheilt. Heißt das im Umkehrschluß, alle ,die jetzt immer noch Krank sind, sich mit Metastasen herumschlagen müssen,etc.....alle die haben es nur nicht kapiert?? Solche Aussagen lassen mich dann fassungslos da stehen.

    Liebe Shining , du bist hier viele Antworten schuldig.....

  • Es ist arg bequem eine auf ihrem vielleicht friedlichen Weg in den Tod zu beobachten.

    Meine jetzige Onkologin wollte mich als Patient fast ablehnen (hat das erst mit ihrem Team beraten), weil ich keine Chemo wollte. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch gearbeitet und mich trotz (großem) Tumor noch "gesund" gefühlt. Meine Gedanken waren: Lieber gesund und kurz als länger und krank.

    Ihre Meinung als Ärztin war: "Ich kann keinem Patient beim Sterben zusehen, wenn ich noch eine Chance sehe."

    Nun habe ich die Chemo doch gemacht und bin krank geworden, kann nicht mehr arbeiten. Vielleicht gibt es ja doch noch "ein Leben danach". Im Moment ist es ein Auf und Ab der Erträglichkeit. Schwierig.

  • Liebe Herbst , das ist eine ganz andere Entscheidung, finde ich: lieber gesund und kurz zu leben.


    Ich hocke hier auch nach der Chemo und hadere mit meinem Sosein, vor der Chemo bin ich 5km durch den chiemsee gekrault, jetzt komme ich grad mal so in den 2. Stock zu meiner Wohnung. Meine Entscheidung war lange zu leben.