Entscheidung gegen Chemo, Bestrahlung und Antihormontherapie

  • Ms.Verzweifelt mag sein, dass sie eingeschüchtert nicht mehr schreiben...



    Deine nur 20%, frei nach dem Motto

    Was sind Rosen gegen Pusteblume?


    Bei einem Rezidivrisiko laut genexpression, von 50% sinkt es auf 30, dazu strahlen und aht weiß grad nicht exakt, meine Merker unterm Strich war 10 % restrisiko. von 50 auf 10, die will ich sehen die das nur findet...

    MEIN Metastasenrisiko von 9, minus 5 chemo, Lande ich bei 4

    Hallelujah! Preiset die Medizin.


    Ich habe Liebe Menschen denen ich mich verpflichtet fühle, eine gibt's die würde ihres Lebens nicht mehr froh wenn sie nurnoch kerzchen und Blümchen an mein Grab stellen könnte.


    Da sind "nur" 20 % hammer viel!


    Aber ich weiß, abgeklärt Angehörige.. Als vor 20 Jahren meine Mutter in genau meinem heutihen Alter entscheiden musste, habe ich auch öfter gedacht. Sooo mache ich das nicht. Tja...

    Wenn die Pistole auf der Brust, bzw in der Brust sitzt ändern sich schwerpunkte

  • so wie Angela schreibt ... jeder muss den Behandlungsweg gehen, mit dem er sich am wohlsten fühlt. es bringt kein hinein zwingen oder hineinquatschen. es kann nicht mit prozentual niedrigen prognosen überzeugt werden.

    Im Endeffekt muss die Entscheidung jeder für sich fällen. Ja, ich bin nicht betroffen, aber ich bin es auch leid mir genau das anzuhören. ich habe nicht nur einen Krebsfall in Familie und Freundschaft erlebt, habe schon so einige verloren und war hautnah dabei zu sehen wie nicht der Krebs selbst, sondern die schwere Chemo die Schmerzen bereiteten und den Menschen regelrecht zusammenklappen ließ.


    Und weiterhin bin ich der Meinung, dass sich kaum einer hier ein fachmännisches Urteil erlauben kann ob die Chemo, Bestrahlung, Hyperthermie, ... ihm helfen wird oder geholfen hat, noch weiß er ob er ohne leben würde oder bereits gestorben wäre denn erstens sind 99% hier keine Onkologen und zweitens haben wir keinen Reset Knopf.

    Ja, die Onkologen erklären uns, was vor sich geht. wie die Tumorbiologie in uns aussieht aber auch sie sind keine Götter und wissen zu 100% was passieren wird.


    Ich finde es falsch pauschal zu sagen, nur die Schulmedizin kann dich heilen. Wehrst du dich, bist du jetzt schon tot.

  • Ms.Verzweifelt ,

    es ist schon ein großer Unterschied, ob man selbst betroffen ist, oder Angehöriger oder Freund eines Betroffenen.

    Du magst es ahnen oder fühlen, aber die Angst kennst Du nicht, die Schockstarre, dieses Wissen, dass in Deinem Körper etwas passiert, dass Du nicht einordnen kannst.

    Ich weiß noch, wie es war, als ich meinen Knoten beim Duschen entdeckt habe, ich wusste in dem Moment, dass es bösartig ist. Auch wenn ich keine Onkologin bin.

    Ich habe hier auch bei keiner das Gefühl, ein "fachmännisches" Urteil gefällt zu haben.

    Jede Betroffene hat von sich erzählt, weshalb sie Chemo, Bestrahlung, Antihormontherapie o.ä. gemacht hat.

    Und ich denke schon, dass ich, wenn mich jemand fragt, eine ehrliche Antwort geben darf, die da heißt: "Ich respektiere Deine Entscheidung, allerdings würde ich mich das nicht trauen!"

    Weil ich weiß, wovon ich spreche, da ich Krebspatientin bin.

    Und natürlich hat jeder das Recht, selbst zu entscheiden, aber wenn man fragt, dann muss man auch Kritik aushalten können.

  • Liebe Ms.Verzweifelt ,ich stimme Dir voll zu.Der Gegenwind hier ist kein fachmännisch er und ja,jede Frau sollte den Weg gehen,den sie für den Richtigen hält. Anstatt zu zweifeln,sollten wir uns hier stützen. Die meisten haben keine medizinischen Vorkenntnisse...und was bei Einer gut und richtig ist...muss es nicht bei der Anderen sein! Ich wage mir das hier zu sagen weil ich über dreißig Jahre als Krankenschwester gearbeitet habe...bissl medizinisches Wissen habe...jemand,der an der Schulmedizin zweifelt,sollte nicht verurteilt werden,oder vom anderen Weg überzeugt werden.Jede Frau muss das selbst entscheiden.Und hier getragen werden.Ohne Wenn und Aber!!! Sorry,musste raus.

  • Liebe Ms.Verzweifelt ,

    es stimmt, dass niemand, der wie ich das volle Programm an Behandlungen gebucht hat, wissen kann, wie es ohne weiter gegangen wäre. Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus.

    Mir geht es bislang übrigens gut, trotz überstandener Mastektomie, 16 x Chemo, 28 x Bestrahlung, nun AHT.

    Und zahlreiche Frauen im Bekanntenkreis, alle ebenfalls schulmedizinisch und nach Leitlinien behandelt, leben auch nach Jahren und Jahrzehnten noch rezidiv- bzw. metastasenfrei. Wohingegen die Mutter einer Freundin, die sich (zu) lange gegen diese Behandlungen gewehrt hat, hier nicht mehr mitdiskutieren kann. Sie hat es leider nicht geschafft.

    Du hast recht, jede soll selbst entscheiden. Doch Angst, z.B. vor der Chemotherapie, ist der denkbar schlechteste Berater!!

    LG, Moni13

  • Curly 66 Ja,aber auch die Meinung derer, die der Schulmedizin zugeneigt sind, sollte Ms. Verzweifelt respektieren.


    Ms.Verzweifelt Dieses Forum ist nun mal ein Erfahrungsaustausch. In diesem Forum haben eben viele Menschen gute Erfahrungen mit der schulmedizinischen Behandlung gemacht und berichten darüber. Andere Berichte aus der alternativen Medizin sind genauso willkommen.


    Ich denke, was viele Frauen hier nicht wollen ist, dass man ihren Weg, den sie mit der Krankheit hinter sich haben, schlecht macht, Jeder Betroffene mit Krebsdiagnose steht irgendwann an dem Punkt, dass er sich für einen Weg entscheiden muss. Und dann kann man hier von seinen Erfahrungen berichten, um anderen Frauen eine Stütze in ihrer Wegfindung zu sein.

  • Der schlechteste Berater ist eher die Angst vor der Krankheit selbst denke ich, denn man kann nicht rational entscheiden.

    Leider ist es aber nun mal sehr beängstigend, wenn da was im Körper wächst, was alles zerstören kann.

    Also, ich hatte panische Angst, als ich die Diagnose erfuhr.

    Andererseits ist es aber auch ein schlechter Ratgeber, auf die Chemo zu verzichten, nur weil man Angst vor den Nebenwirkungen hat.


    Liebe Kyscia , sehr gut beschrieben, danke! So sehe ich das auch.

  • Richtig, in welche Richtung auch immer. Ob man sich für die Schulmedizin entschieden hat oder ob man diese verweigert, es sollte nicht mit dem Finger auf die Person gezeigt werden sondern zugehört werden. Denn nur so öffnen wir alle unsere Augen für alle Möglichkeiten.

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    Andererseits ist es aber auch ein schlechter Ratgeber, auf die Chemo zu verzichten, nur weil man Angst vor den Nebenwirkungen hat.

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    Aber muss man denn die Chemo zwingend machen? Nein, muss man nicht. Ob Angst vor Nebenwirkungen oder was auch immer der Grund ist, man ist nicht gezwungen.

  • Aber muss man denn die Chemo zwingend machen? Nein, muss man nicht. Ob Angst vor Nebenwirkungen oder was auch immer der Grund ist, man ist nicht gezwungen.

    Ich habe von noch niemandem gehört, dass er "gezwungen" wurde.

    Sorry, ich stelle mir gerade einen Arzt vor, der mir ne Knarre an die Stirn hält ...

    😂😂😂

    Entschuldigung für meinen albernen Einwurf, aber ich musste einfach lachen.

  • Psycho Druck ist für mich Zwang und das habe ich selbst erlebt.


    Aber du sagst ja selbst, keiner wird gezwungen, darum sollte man auch nicht verurteilt werden wenn man sich dafür oder dagegen entscheidet.

  • Liebe Ms.Verzweifelt , verurteilen nicht, aber ich kann doch so eine Entscheidung kritisch hinterfragen, was ist denn daran verkehrt?

    Wenn ich hier im Forum eine Frage stelle, dann will ich kein heiteitei, ich möchte ehrliche und offene Antworten. Dann muss ich auch aushalten, wenn die Meinungen von meiner weit entfernt sind.

  • @Alle , Ms.Verzweifelt , ich finde auch dass es ein großer Unterschied ist ob.man selber betroffen ist oder nicht.

    Als mein Schwager vor 18 Jahren zweimal hintereinander eine Chemo machen musste, einmal eine Stammzellentherapie, und er eher so aussah als wäre er dem Tod näher als dem Leben, habe ich gesagt das ich sowas für mich niemals möchte.

    Meine Schwägerin hat vor 12 Jahren die Diagnose Blutkrebs erhalten. Sie hat sich nicht schulmedizinisch behandeln lassen. Leider ist sie verstorben.

    Tja, und dann kam meine Diagnose, Ovarialkarzinom 😦. Ich habe nicht einen Moment gezweifelt dass ich alles, schulmedizinisch und auch alternative Medizin , für mich in Anspruch nehmen. Jedes Prozent das mir mehr Monate schenkt ist für mich ein Geschenk.

    Und auch jetzt, 9 Jahre später, mit der Diagnose Brustkrebs, werde ich wieder den Weg gehen. Ich hoffe und wünsche allen, egal wie sich sich entscheiden, dass es hilft. Jeder muss das für dich entscheiden.

    lG Michaela

  • Vermutlich muss man tatsächlich selbst in der Situation sein. Ohne betroffen zu sein, ist es auch leicht zu sagen, dass man auf Schulmedizin verzichtet. Da hängt ja auch nicht das eigene Leben von ab. Aber wenn man selbst betroffen ist, dann tut man sehr viel für ein Stückchen mehr Wahrscheinlichkeit geheilt zu werden.


    Curly 66 So ist es in meinen Augen auch richtig. Beide Seiten haben etwas, was uns hilft. Wir wären dumm nicht alles zu nutzen.

  • Ms.Verzweifelt Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man selbst betroffen ist oder nicht. Das kannst du mir glauben! Als ich 16 war starb mein bester Freund an Krebs, bis ich 21 war 3 Angehörige mit Mitte 20 habe ich meine Mutter- die ich 1,5 Jahre gepflegt habe- begraben und im Laufe der letzten Jahre mehre weitere Freunde und Angehörige. Trotzdem konnte ich mir nicht im Entferntesten ausmahlen, wie das ist, wenn man selbst erkrankt. Ich bekam meine Krebsdiagnose mit 32. Wenn man da keine Angst hat und ALLES menschenmögliche tut, um zu überleben, kann man gleich zum Fenster rausspringen. Sorry, dass ich das so krass sage, aber so ist es eben. Was zur Hölle helfen mir 2 Jahre? 5 Jahre? Ich liebe mein Leben. Ich will mehr! Ich muss noch leben, denn ich bin damit noch lange nicht am Ende...

    Und ich finde es auch schwierig, das Toleranz und Akzeptant als Argument angeführt wird, ohne diese selbst aufzubringen.

  • da bin ich bei dir. "ich habe leicht reden". ist schon richtig, aber dennoch unfair hier nicht gehört zu werden, wenn man NUR angehörige ist, die bereits 75% der Familienmitglieder durch diese Krankheit verloren hat und einige Bekannte :(

    Ich habe sie alle leiden sehen, das geht einen ans Herz.


    was aber wenn ich sage, dass bei meiner Mama die Situation so war, dass sie selbst - als Betroffene - die Schulmedizin (Chemo im speziellen) nicht haben wollte, verweigert hat. Sie wollte einfach in ihrer labilen physischen und psychischen Situation nicht noch mehr gebeutelt sein und hat den Kampf ohne diese Therapie aufgenommen. Die Ärzte wussten um Ihre Labilität (unbehandelte und verschleppte Schlaganfälle, mehr möchte ich nicht sagen) und wollten sie dennoch hartnäckig (das war wirklich Psycho Druck der ausgeübt wurde) zur Chemo überreden. "Sie machen einen Fehler, wenn sie keine Chemo machen, sind sie jetzt schon tot".


    Ja, ich kann hier nicht mitreden, ich bin gesund, ... :/