Wie verläuft die Brustkrebs-Nachsorge

  • Hallo Hanka ,

    das muss man nicht verstehen, möchte man aber gerne!

    Ich schließe mich an, dass es eine Geldsache ist und das ist doch echt traurig. Ich habe auch dieses Gekribbel im Rücken, dachte aber das kommt vom Anastrozol, das ich seit Mai nehme, vorher hatte ich es nicht. Bekomme noch Herceptin und meine Anfragen dazu landen auch im Nichts. Heute wieder Antikörper und die Ärztin meinte, es könne sich um Parasiten (!) handeln, da ich meinte es fühle sich an als wenn Ameisen drüberlaufen. Ohne Worte!LG Sally11

  • Anne79 , bei mir waren die Leberwerte ganz leicht erhöht (2 dieser Werte). Vorher während der normalen Nachsorge wurde leider nie Blut kontrolliert. Ob das dann aufgefallen wäre, weiß ich nicht. Mein Onkologe schaut sich während der Behandlung der Metastase jetzt immer die Leberwerte an (auch wenn er meint, bei mir waren die nicht so ganz aussagekräftig). Jetzt wo die Metastase kleiner geworden ist, sind auch die Leberwerte o.k.

    Bei mir ist es keine Metastase in der Leber, sondern etwas unüblicher ein Lymphknoten direkt an der Leber, aber auch im Ultraschall zu sehen.


    Wobei, was hier auch gesagt werden muss, trotz der Metastase, und auch, wenn sie sicherlich schon 3 Monate vorher entdeckt hätte werden können, generell bin ich guter Dinge. Auch jetzt ist das alles noch gut unter Kontrolle zu halten für eine hoffentlich lange Zeit (wenn ich negativ eingestellt bin, gehe ich von 6 Jahren aus, ansonsten von durchaus 30 Jahren). Bevor die Metastase entdeckt wurde, hatte ich vor soetwas natürlich panische Angst - aber es gibt noch viele Behandlungsmöglichkeiten, die einem als "Neupatient" gar nicht so bewusst sind. Das wollte ich noch gesagt haben, damit nicht alle in Panik verfallen wegen der nicht so tollen Nachsorge

  • Hanka , von wegen, dass es während der Chemo nicht zu Metastasenbildung kommen kann. Da müssen wir nur mal Kampfjule fragen. Und bei mir wurde heute ganz genau auf die Lymphknoten geschaut, ob sie jetzt doch befallen sind, da ja die Chemo nicht anschlägt und der Tumor wächst. Die Aussage des Onkologen kann man also in die Tonne treten.... sorry, aber so etwas regt mich auf. Es ist vielleicht ungewöhnlich aber nicht ausgeschlossen

  • Teafriend Mich macht diese Ignoranz bzw. Herunterspielerei auch wütend. Deshalb musste ich heute auch mal Dampf ablassen😤😤😤.


    Seit ich in diesem Forum bin zeigen mir leider hier einige Schicksale😥, dass das Metastasen jederzeit auftreten können...leider. Mittlerweile habe ich echt das Gefühl, dass die Onkologen einfach ihren Therapieplan abwickeln wollen ohne nach links und rechts zu schauen. Alleine schon die Aussage im Hinblick meines Gewichtsverlust "... dann nehmen Sie halt mal einen Löffel mehr Zucker in den Kaffee oder gönnen sich öfter mal einen Eisbecher" ist für mich ein No-Go🙄. Das war für mich keine Unterstützung/Hilfe, eher für sie eine Arbeitsplatzsicherung.

    Es ist doch bekannt, dass Zucker den Tumor nährt!

    Wir sind doch keine "Versuchskaninchen"!


    Sally11 Genau gekribbel wie Ameisen trifft es auf den Punkt ... willkommen im Club😬🙈. Ich bekomme Paclitaxel und Carboplatin wöchentlich.

    Hat die Ärztin dann wenigstens bei dir einen "Parasiten-Test" gemacht? Ich hätte sie glaub ich auf diese Aussage festgenagelt.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo ihr alle,

    ich kann verstehen, dass ihr euch mehr Kontrollen wünscht. Leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass einen auch das nicht unbedingt vor dem Unheil bewahrt. Ich hatte im Rahmen meiner Hautkrebsnachsorge sehr enge Kontrollen mit CTs, MRTs, Tumormarker und Sonos vom Bauch und Lymphknoten.

    Letztes Jahr im August war bei meinem Onkologen noch alles in Ordnung (Sono und Tumormarker). Ende Oktober war ich zum Thoraxröntgen wegen Husten, der nicht wegging - oB. Anfang November hatte mein Hausarzt noch eine Sono vom Bauchraum gemacht, weil ich da Beschwerden hatte, und er hat nichts auffälliges sehen können. Und Ende November war mein ganzer Körper mit Metastasen durchsetzt, auch die Leber.

    Es gibt leider keine Sicherheit. Auch wenn wir uns das noch so wünschen.

    Jetzt stehe ich übrigens kurz vor R0. Den letzten beiden Metastasen soll es in zwei Wochen an den Kragen gehen.

    LG Danka

  • Es ist doch bekannt, dass Zucker den Tumor nährt!

    Entschuldige Hanka , aber das ist eher ein Gerücht als dass es eine evidenzbasierte Tatsache wäre und wird kontrovers diskutiert. Das man das immer wiederholt, macht es nicht richtiger.


    Ich hatte übrigens Nierenschmerzen, bei denen es sich rausstellte, dass die höchstwahrscheinlich von der Verstopfung kamen.

  • Hanka ,

    ich werde dir nichts neues sagen - auch, wenn es viele nicht wahrhaben wollen, natürlich ist erwiesen, dass Krebszellen mehr Zucker verbrennen als andere Zellen.

    Was vermutlich nicht möglich ist, ist es, den Krebs auszuhungern. Der Krebs holt sich seinen Zucker halt auch aus anderen Sachen, Obst, Kohlehydrate, im Notfall aus den Muskeln. Weswegen vermutlich selbst die ketogene Ernährung es nicht schafft, den Krebs auszuhungern. Aber das versuchst du ja auch gar nicht, du willst ja nur vernünftigerweise Zucker weglassen.


    Dass man gegen Gewichtsverlust Süßigkeiten empfiehlt, habe ich auch erlebt - und finde es unmöglich. Unabhängig davon, ob Krebs sich nun von Zucker ernährt oder nicht, und ob man ihn mit Zucker "anfüttern" kann, Zucker ist einfach nicht gesund und sollte einem Krebspatienten nicht empfohlen werden.

    Bei mir hat gegen Gewichtsverlust geholfen, mehr Käse und Joghurt zu essen (Calcium und Nicht-abnehmen gleichen für mich die negativen Sachen wie tierische Fette und Hormone aus). Auch mehr gesundes Öl ins Essen tun und häufiger Nüsse und Mandeln essen. Und ich esse relativ viel Eier, das hilft glaube ich auch.


    Danka - oh je, was eine heftige Geschichte. Aber toll, dass am Ende deiner Nachricht die guten Neuigkeiten stehen!! Wahnsinn, weiter so!

  • Hauptsache meine Seele hat wieder etwas Ruhe....

    mir hat es die Sprache verschlagen, weil ich gelesen habe, dass man keine großen Nach-Untersuchungungen macht, um die Patienten nicht zu beunruhigen. Und- haltet euch fest- dass es bei Metastasenbildung keinen Unterschied für das Überleben macht, wann man sie findet.

    Da habe ich fast einen Schreikrampf bekommen, obwohl ich alleine im Raum war. :cursing: Für mich als Patient macht die Größe eines Tumors einen deutlichen Unterschied.

    Als Konsequenz habe ich beschlossen mich alleine zu kümmern und alles nachzufragen, was ich brauche um zur Ruhe zu kommen.

    Z. B. ein großes Blutbild, Ultraschall, Belastungs EKG, Tamoxifen Test...

  • Liebe IBru ,


    ich kann nur empfehlen, sich selbst um alles zu kümmern! Das Schema F versagt leider manchmal, und dann ist der Schlamassel groß.

    Und auch mir kann keiner sagen, dass die Größe eines Tumors oder die Anzahl der Metastasen unerheblich ist für das Überleben - was für ein Käse!

    Man kann doch überall nachlesen, dass man einzelne Metastasen (je nach Lage) operieren kann - bei multiplen Metastasen ist das eher ausgeschlossen. Und es sind ja nicht von Anfang an unzählige Tumoren da oder Tumoren mit einer riesigen Größe! Auch die Tumoren wachsen erst mit der Zeit und sind nicht von heute auf morgen z. B. 10 cm groß.


    Aber das ist nur meine persönliche Meinung als "gebranntes Kind".


    LG

    Pschureika

  • Ein herzliches Hallo an alle!


    ich möchte kurz meine Situation schildern: ich wurde im Feb. 19 Brustkrebs (G1/Her2neu+, ohne Lymphknoten, Ki 7%,stark Hormon abhängig ) operiert. es folgte Chemo (11 mal pacli plus Herceptin) (Ende: 25.6) und Bestrahlung mit Boost. (Ende vor 2 Wochen). es wurde alles entfernt und nichts weiter gefunden.. die Therapien waren also "für den Fall dass da doch noch was ist.. ")


    so langsam ist der Kampf mit den Behandlungen durch.. ausser dass ich alle 3 Wochen Herceptin nehme (wegen Her2+)... in 2 Wochen fange ich mit Tamoxifen an. (Gynäkologe sagt, die Nebenwirkungen werden nicht anderes als die die jetzt schon habe (Wechseljahrbeschwerden) ... mal schauen...


    Aber ich fühle mich jetzt nicht so gut betreut von meinem Hausarzt.


    Meine Nebenwirkungen: Neuropatien an Zehen. ich habe ein Taubheits- , Wattegefühl an den Zehen. Vielleicht ist das ein Luxuxproblem (ich habe keine Schmerzen).. trotzdem ist es etwas, was ich lieber weg haben möchte und mich behindert .. . manchmal kribbelt es auch an Händen (beim Schlafen) .. .ebenso bin ich in die Wechseljahre katapultiert worden.. (damit gehe ich irgendwie um, indem ich es einfach akzeptiere.. das Schlafen geht schon besser.. ich nehme gefühlt 100 mal die Decke weg im Schlaf.. und decke mich wieder zu wenn ich friere. .. also ein richtig ruhiger Schlaf ist es nicht.. )
    was mich mehr belastet im Moment: ich bin spätestens nachmittags sehr müde..


    Ich habe hier im Forum gelesen, dass Vitamin B und auch Vitamin D wichtig sind gegen Neuropatien. Ich hätte gerne die Blutwerte testen lassen, um zu wissen, ob mir da was fehlt. Auch weiss ich nicht, ob mein Körper überhaupt mit den (vermutlich immer noch Geschädigten ) Schleimhäuten die Vitamine oral aufnehme würde. soweit komme ich aber gar nicht, meinen Arzt zu fragen. denn er ist (seit ich hier (kleines Dorf) her gezogen bin der Meinung, Vit B und D müsse man nicht testen. (ich habe es dann jeweils selber gezahlt) (früher haben meine Hausärzte von ich aus ab und zu Vit B12 kontrolliert.. hat sich da was bei den Krankenkassen geändert, oder liegt das an meinem Hausarzt? ist das je nach Bundesland verschieden?


    Wie ist das bei Euch? machen die Ärzte Blutuntersuchungen nach den Therapien ? müsst ihr die selber zahlen oder nicht? Ich überlege mir, einen andern Hausarzt zu suchen (in unserem Dorf gibt es nur noch einen zweiten.. aber vielleicht muss ich halt weiter fahren) .. es geht mir nicht nur um's zahlen. ich wäre bereit, die Untersuchungen selber zu zahlen, .. nur, wenn ich das bei diesem Arzt mache, dann bekomme ich dann auch keine Beratung, was ich tun soll...er fühlt sich womöglich noch beleidigt, weil ich trotzdem die Blutuntersuchung will, obwohl er mir abrät.. (es sei sowieso zu viel durcheinander nach den Therapien.. das mache nur unruhig.. )

    Mein Hausarzt hätte mir ein Antidepressivum leicht dosiert gegeben. mein Gefühl sagt mir aber dass mein Körper Zeit braucht und aber evlt. unterstützt werden musste durch Vitamine/Mineralien. Da macht mein Hausarzt nicht mit.. er sagt: gehen sie 5 mal die Woche raus, machen Sie Sport und ernähren Sie sich gesund, und basta..

    Was sind Eure Erfahrungen mit Blut-Untersuchungen? was wurde bei Euch gemacht, nach den Therapien? Im Moment nehme ich eigenständig ein Vit B-Komplex Präparat und eine Vit D Tablette pro tag.. aber eben: ich hätte lieber eine Betreuung von einem Arzt der genau sagt, was ich tun soll.... und auch kontrolliert, ob die Einnahme was bewirkt...

    Ich grüsse Euch: Claudia

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  • Hallo Claudia Nachtigall69 ,


    meine Hausärztin hat gerade letzte Woche von sich aus vorgeschlagen, dass wir mal wieder Blutwerte komplett checken, incl. Vit. B usw. Und bezahlen muss ich nichts.


    Aber ich hab auch eine Hausärztin, die immer für mich da ist, egal, ob ich da nur heulend aufgeschlagen bin, als ich die Diagnose bekam oder eben auch während der ganzen Therapie, während der bei ihr alles zusammen gelaufen ist, sie nötigenfalls jeden Befund, Bericht, Therapieschritt erklärt hat. Und vieles mehr. - Ich weiß aber auch, das so etwas eher selten ist.


    Du willst Sicherheit und nicht wahllos Pillen in Dich reinwerfen, das kann ich voll verstehen. Außerdem ist Vitamin B Komplex ungleich Vitamin B Komplex, auch da möchte man einen Rat, bevor man sich kaum wirksames Zeugs aus der Drogerie kauft.


    Wäre eine Alternative für Dich die Blutuntersuchungen beim Gyn machen zu lassen? Wer kümmert sich denn bei Dir um die Nachsorge, bei welchem Arzt läuft das zusammen?

  • Hallo Nachtigall69 ,

    den Tipp wollte ich Dir auch geben, zur Gyn. zu gehen. Sie/Er stellt dich auch die Überweisungen für das BZ aus, oder? Dann bekommt sie auch alle Berichte und kann sicher nachvollziehen, dass ein Blutbild in Sachen Vitaminen sinnvoll ist.

    Du kannst aber auch einfach bei der KK mal nachfragen, ob Dein Wunsch nach besonderem Blutbild nach einer Krebserkrankung so abwägig und selbst zu zahlen ist.

  • ja, das ist eine gute Frage, bei wem das zusammenkommt. beim Gynäkologen habe ich alle 3 Monate Nachsorge.. da war ich gerade, (er hat alle Berichte) habe da aber nicht nach Blutuntersuchungen gefragt, und er hat auch nichts vorgeschlagen. Aus seiner Sicht kann man da nicht viel machen gegen Neuropathien.. er ist ein sehr erfahrener Gynäkologe, der aber schon über 70 ist und eigentlich seine Praxis abgegeben hat und nur noch "Brustvor-nachsorge" macht.. ich habe einen andern Termin bei einem anderen Gynäkologen (der am Brustzentrum operiert hat).. vielleicht werde ich zu ihm wechseln..

    Tempi ist interessant.. dann sind die Hausärzte doch verschieden gestrickt.. schon sehr merkwürdig.. ich habe früher in Kiel gewohnt und der Arzt hat ohne dass ich gefragt habe manchmal Vit B12 kontrolliert. denn ich habe auch Hashimoto..


    Kleeblatt69 KK ist auch eine gute Idee..

  • ach ja.. mein Hausarzt.. (ich denke eigentlich sollte da alles zusammenkommen, oder??) .. ist der Meinung, dass grundsätzlich Vit B12 , D untersuchungen nicht notwendig sei.. obwohl er weiss dass ich Hashimoto habe und ich ihm gesagt habe dass an meinen früheren Wohnorten (Kiel und halle an der Saale) Vit B12 und D regelmässig und nicht auf meine Kosten kontrolliert worden sind" seine Meinung: was man im Internet so liest, sei alles gesteuert von Leuten, die Geld machen wollen.. "..


    also: entweder hat sich da bzgl. Kostenübernahme einiges geändert in den letzten Jahren.. oder ich muss Arzt wechseln, wenn ich das so lese was ich geschrieben habe... ;-)

  • Liebe Nachtigall69 , vieles was du geschrieben hast , habe ich auch mitgemacht. Es dauert noch einige Zeit , bis Du von den ganzen Therapie Erholen wir's , natürlich neben Wirkungen von weitere Therapie werden immer zu spüren. Bei mir wurde keine Blut Kontrolle gemacht für vit.D und B.., und ich hatte mich auch immer gefragt warum Onkologie macht das nicht,und ich nehme vit D , Calcium , für meine Knochen , weil ich bekomme Denosumab , und ich nehme auch Selen und Zink es wurde vom Arzt erlaubt. Mit Polyneuropathie muss ich kämpfen , aber bis jetzt nichts besonderes gefunden , nur pflege und Creme. Aber dafür braucht man manchmal auch Zeit, bis dass besser wird. Mit B- Vitamine würde ich besser mit dem Arzt sprechen , mache Vitamine unterstützen die Zell Wachstum. Viele Erfahrungen hier im Forum haben mir auch viel geholfen. L.G . Vera.25.

  • Ich habe in der Reha Vitamin B-Komplex bekommen und soll es kurmäßig immer mit mehreren Wochen Pause dazwischen nehmen. Mir hat es sehr geholfen, das pelzige Gefühl an meinen Zehen ist fast weg. Meine Hände waren nicht betroffen.

  • @klekhi-petra

    Danke für diese Information! Ich denke ich werde das einfach mal nehmen. Was für eine Dosierung wurde Dir empfohlen?


    Ich hab im Forum gestöbert und bin auf das medi onl... fe gestoßen (warum darf man eigentlich die Namen nicht nennen? Und dann will ich doch mal bei einer inneren Medizinerin anklopfen, ob ich Evtl zu ihr wechseln kann...

    Ja... und senlen und Zink? Da fängt dann eben das gebastel an, was ich nicht möchte.. ins Blaue hinaus was nehmen... aber ich bin dank dem Forum schon ein Schritt weiter...Danke euch!


    Herzliche Grüße! claudia