Wie verläuft die Brustkrebs-Nachsorge ?

  • Hallo Lenchen,


    das hört sich doch zunächst mal ziemlich gut an :thumbup: .


    Im Grunde hast du nix zu befürchten. Die Untersuchungen sind sehr allgemein, sprich wie du so klar kommst, Wundheilung und und...


    ich habe einen Nachsorgepass bekommen. Darin stehen zu jedem Termin die notwendigen und möglichen Untersuchungen und ihre Ergebnisse werden dann ausgefüllt. Mein Gyn. macht das sehr sorgfältig, verlässt sich aber immer auch auf das was er sieht und fühlt.


    Mach´ dir nicht zu viele Gedanken (leicht gesagt)... Nachsorge ist auch für mich Stress...aber hinterher auch immer ein tolles Gefühl. Du wirst sicher auch mit einem "Alles gut" raus gehen :thumbsup:


    Lossi, die sich ihre Fragen immer auf ewinen Zettel schreibt :S

    Die Pflicht ruft ......... sag ihr, ich ruf zurück

  • Liebes Lenchen,


    ich kann dir erzählen, was bei mir bei den dreimonatlichen Nachsorgeterminen ansteht: Tastuntersuchung und Sonographie. Zweimal im Jahr Mammographie der operierten Brust, einmal jährlich die gesunde Brust. Und ja, ganz spurlos gehen diese Termine auch an mir nicht vorüber. Da hilft nur Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung. Wir haben halt einmal die Erfahrung gemacht, dass aus dem Nichts eine sehr heftige Veränderung in unserem Leben stattfand. Wenn man das einmal hinter sich hat, ändert sich wohl irgendwie das Bewusstsein dafür, dass "so etwas" nicht nur anderen passiert...


    Ich drücke dir die Daumen! :thumbup:

  • Hallo,


    ich hatte letzte Woche 3 Monate nach der letzten Bestrahlung und 6 Monate nach der OP meine erste Nachsorge in Krankenhaus wo auch operiert wurde.
    War sehr enttäuscht von der Ärztin. Sie ist auf meine Frage nicht wirklich eingegangen, hat die Brust nur abgetastet und gemeint die nächste Kontrolle in 3 Monaten könnte ich bei meiner Gynäkologin machen, in einem halben Jahr wird dann US und Mammographie wieder bei ihnen im Krankenhaus gemacht.


    Das wäre dann erst ein Jahr nach der OP????!!!! Die Gyn kann ja auch nichts anderes machen als die Brust abtasten.


    Ist das normal? Ich meine, wenn ich mich auf einen Tastbefund alleine verlassen hätte, wüsste ich mit Sicherheit heute noch nicht, dass ich Brustkrebs habe.


    Wie oft habt ihr Kontrollen und was wird da gemacht?


    Liebe Grüße
    Elke

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Auch ich habe mich oft gewundert, wie unterschiedlich die Nachsorge läuft, was bei wem in welchen Abständen gemacht wird - es scheint wirklich sehr unterschiedlich zu sein....
    Ich kann also nur von mir reden.
    Also, noch bin ich (2 Jahre nach Diagnose bzw. 2,5 - mich erwischte es zweimal) im halbjährlichen
    Rhythmus in der Klinik/dem BZ, in dem ich operiert wurde. Gemacht wird bei mir keine Mammo (wegen beidseitiger Implantate nur bei Bedarf) , aber ein seeeeehr gründlicher US ( dauert jedes Mal rund 40,45 Minuten) von Brüsten und Achseln - wenn etwas auffällt, wie letztes Mal, geht´s weiter mit Biopsie oder MRT.
    Zwischen den halbjährlichen Kontrollen gehe ich ebenfalls halbjährlich zu meiner Gyn, einmal pro Jahr sowieso wegen Vorsorge, das zweite Mal wegen Tam und meiner Angst, dass dieses noch weiteres verursachen KÖNNTE... Auch sie guckt dann noch mal die Brust an, tastet ab, auch die Lymphknoten (Achsel, Hals) .
    Aber ehrlich gesagt - ich weiß nicht, ob mich mehr nicht noch mehr verunsichern/beunruhigen würden...
    LG

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenblümchen ()

  • Liebe Amberbaum,


    ja leider wird die Nachsorge wirklich unterschiedlich gehandhabt. Heute bei der Selbstshilfegruppe hatte unsere betreuende Ärzt gesagt, das nach der Akkuttherapie
    viertel jährig bei Risikopatientinen Mammo gemacht werden sollte.
    Jetzt bin ich ziemlich verunsichert. Hatte bis jetzt einmal Mammo und ein Jahr drauf MRT und zweimal Sono, seit 2013.
    Ansonsten abtasten der Brust und einmal Ultraschall vom Unterleib. Finde das shon ziemlich wenig.
    Habe dann von einer anderen Frau gehört, das Ihr Gyn, alle 3 Monate Sono von der Brust macht. sie hatte keine Chemo wie ich.
    Finde es schon sehr verwirrend, nirgends kann man sich die Leitlinien für die Nachsorge besorgen, oder weiss Jemand wo man sie einsehen kann?
    Man möche schon wissen was einem Zusteht um es auch verlangen zu können.

  • Hallo Amberbaum,
    auch ich finde das Thema "Nachsorge" etwas verwirrend. Erst, während der Akkuttherapie wird man fast "zuviel betreut" und danach... ist man total verunsichert.
    Bei mir wird alle 6 Monate Sono und Mammo gemacht. Mammo alle 6 Monate die operierte Seite und 1x im Jahr beide Seiten. Was immer ich sonst untersucht haben möchte muss ich selbst organisieren, zum Teil auch privat bezahlen da es nicht zur "üblichen Nachsorge gehört" ...
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Dank für eure Antworten!
    Also geht es euch auch nicht anders. Ich finde ja alle 3 Monate volles Programm auch übertrieben. Aber jetzt mal ein Jahr lang nix anderes als Brust abtasten, nichtmal US dann doch sehr wenig.
    Die Ärztin meinte zuviel Röntgen wär nix wegen der Strahlenbelastung. Da hat sie ja auch nicht unrecht, aber nach 33 x Bestrahlung der erkrankten Brust klingt da ein bisschen lächerlich ... wenn ich denke welcher Strahlenbelastung ich da ausgesetzt war .... ?(


    Ich werde nochmal im Krankenhaus anrufen und einfach auf einen US in drei Monaten bestehen!

  • gestern hatte ich meine 3. Nachsorge. Ich glaube ich habe nicht länger als 5 min. im Arztzimmer verbracht. Früh war ich zur Mammo und hinterher gleich zum Gyn. Einmal Ultraschall beider Brüste und das war´s. Es geht nur noch alles schnell, schnell. Tastuntersuchung hat er gleich mal weg gelassen und ein Gespräch und Nachfrage nach Beschwerden fand nicht statt.
    Ach ja, und dann sagte er noch in einem Jahr die nächste Mammo.
    Bin froh, dass ich noch regelmäßig in meinem Brustzentrum bin wegen meiner X Geva Spritze. Dadurch habe ich monatlich eine Blut- und Urinuntersuchung. Und mein Doc dort kümmert sich auch um alle allen nötigen Untersuchungen wie CT/MRT.
    Ich wechsel ja jedesmal ab mit Nachsorge, einmal Gyn und einmal Brustzentrum. Nun bin ich eigentlich soweit mir bald einen neuen Gyn zu suchen.
    Liebe Grüße Angelina

    Einmal editiert, zuletzt von Angelina ()

  • Hallo Foris,


    nachdem ich eure Berichte über eure Nachsorge-Untersuchungen im großen Umfang gelesen habe, stelle ich fest, um wie viel umfangreicher bei mir die Nachsorge-Untersuchungen sind - die letzte war erst letzte Woche, am 11. 11. um 11 Uhr!


    Es erfolgt generell ein Eingangsgespräch, in dem es um mein Befinden geht. Sowohl das mentale, wie das körperliche Empfinden kommt zur Sprache. Anschließend erfolgt eine Anamnese durch eine intensive internistische Untersuchung - Blutdruck, Puls, Herztöne, Lunge "abhören", Tast-Untersuchungen des gesamten Bauchraumes, der Nieren, Abklopfen der Wirbelsäule, Tast-Untersuchungen in den Achseln (bds. Entfernung von Lymphknoten 1998, bzw. 1999), Tast-Untersuchungen beider Leisten, Kontrolle der Beine auf Haut-Metastasen. Anschließend erfolgt eine gründliche Sonografie der inneren Organe, auch der Nieren. Weiter geht es mit der "Sono" der Leisten, der Achseln und jedes Jahr 1 Mal eine "Sono" der Schilddrüse. Dauer - ca. 20 Minuten! Anschließend erfolgt ein weiteres Gespräch, in dem eine Absprache über die Parameter der Blutentnahme gesprochen wird. Wenn die Lunge noch geröntgt werden muss, schließt sich das auch noch an. Alles in allem dauert das ca. 35 Minuten und wird alles durch den Onkologen durchgeführt. Wenn das alles gewesen ist, wird noch das Blut abgenommen.
    Nach all dem erfolgt der Hautcheck - bei Hautkrebs ist das 2 Mal im Jahr der Fall. Wieder erfolgt ein Vorgespräch, werden Fragen gestellt. Auch ich habe "Fragen", die ausführlich beantwortet werden. Anschließend erfolgt der Check der Haut....vom Scheitel (im wahrsten Sinne des Wortes) bis zu den Zehenspitzen. Mit dem Auflicht werden viele Muttermale gesondert untersucht. Von als auffällig empfundene Male werden mehrfach unter dem Auflicht begutachtet. Nach dem Ankleiden erfolgt erneut ein Gespräch und mit dem Satz: "Alles Gute und tschüss bis in 6 Monaten!" bin ich entlassen.
    Die Dauer der gesamten Untersuchungen - ca. anderthalb Stunden, wenn nicht etwas Unvorhergesehenes angeordnet wird, was schon mehrfach vorkam.


    Seit 18 Jahren - die gleiche Klinik, den gleichen Onkologen. Bei den Hautärzten ist ein ständiger Wechsel, was okay ist, weil mehr Augen viel mehr sehen. Gewöhnlich schauen sich erst ein/e Assistenzärztin/ -Arzt und dann ein Oberarzt "Alles" an. Ggf. wird der Leiter der Dermatologie auch noch hinzugezogen. Es ist logisch, dass die Klinik dem gleichen Kostendruck ausgesetzt ist, wie alle anderen Kliniken und Zentren auch.


    Eine weite Anfahrt nehme ich für diese Untersuchungen weiterhin in Kauf. Einen ganzen Tag bin ich dafür unterwegs. Der Klinik und den med. Abteilungen vertraue ich uneingeschränkt. Mir wurde wiederholt gesagt, ich könne die Nachsorge in meinem Umfeld machen lassen. Meine Antwort war: "Ich weiß. was ich an Ihrem Haus habe, weiß aber nicht, was ich bei anderen Ärzten bekomme"! Ja... ich habe mit DER Klinik und allen "Beteiligten" sehr viel Glück gehabt!


    Ich bin Kassenpatient!


    Gruß aus NRW


    Mannix

  • für deinen Beitrag. Es geht eben auch anders und vor allem besser!!!!
    Ich habe mir heute einen Termin bei einer anderen Frauenärztin geholt. Das gute, sie ist onkologische Gynäkologin. Und sie hat ihre Praxis in meiner Heimat Klinik. Und diese wird im Frühjahr nächsten Jahres auch zertifiziertes Brustzentrum. Also kann ich mir dann auch überlegen ganz hier her zu wechseln. Aber erst mal abwarten und schauen wie ich hier betreut werde.
    Liebe Grüße Angelina

  • Liebe Foris,


    ich habe nun mal in die S-3-Leitlinien für Melanome geschaut: die Untersuchungen, die bei Mannix im Rahmen der Nachsorge erfolgen, gehen weit über die Leitlinien-Vorgaben hinaus. Das kann entweder von den behandelnden Ärzten abhängen oder aber es liegt daran, dass Mannix aufgrund der verschiedenen Rezidive, die er hatte, als Risikopatient eingestuft wird.


    Außerdem ist zu berücksichtigen, dass es bei Patienten mit Melanomen deutlich häufiger zu Rezidiven und/oder Zweittumoren kommt, als bei uns von der Brustkrebsfraktion.


    Ich selbst habe mit meinem Gyn die Erfahrung gemacht, dass ich die Untersuchungen, die ich zu meiner "Beruhigung" brauchte, auch immer bekommen habe. Es ist also sehr viel auch von Eurem Arzt abhängig. Und hier kann ich Euch nur empfehlen: sucht Euch jemanden, dem Ihr vertrauen könnt, der Euch zuhört und der auf Eurer Wellenlänge ist.


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Liebe Foris,
    auch ich war heute Morgen nahe dran einen Beitrag zu verfassen um auf die oben beschriebene Melanom-Nachsorge einzugehen. Aus Zeitgründen geschieht das allerdings erst jetzt:
    - Ich war 2010 an einem sehr seltenen, aber hochaggressiven seltenen Weichteilsarkom (G3) auf der Haut erkrankt. Meine Haut-Kontrolle war nach der OP (Ablatio der betroffenen Brust) anfangs alle 6 Wochen, dannach alle drei Monate, alle sechs Monate ... . Heute, nach fünf Jahren ohne Rezidive :thumbsup: , gehe ich nur noch 1 x jährlich zur Haut - Nachsorge. Auch ich wurde und werde bei der Haut-Nachsorge von meinem Hautarzt oder von der mich behandelnden Hautklinik von Kopf bis Fuß genauestens untersucht. Das Ganze dauert, inklusive Gespräch, sowohl beim Hautarzt, als auch in der Hautklinik nicht mehr als 10 - 15 Minuten. Denn vor der Tür warten ja noch weitere Patienten / Patientinnen! :D
    - Zusätzlich zur Haut-Nachsorge kommen noch bildgebende Untersuchungen wie CT-Thorax und MRT-Oberbauch, da Sarkome gerne in diese Bereiche streuen. Wenn sie alle o B sind, hefte ich die Arztbriefe ab! :thumbup: Bei unklaren Befunden ziehe ich die Hautklinik bzw. das nächstgelegene Sarkomzentrum zu Rate. Aber seit ca. zwei Jahren ist alles oB. :D
    - Ich habe mir für die Nachsorge der Haut- und Brusttumore Ärzte/Ärztinnen meines Vertrauens gesucht. Also genau das, was Saphira uns hier anrät. Bisher haben mir meine FÄ immer alle (bildgebenden) Untersuchungen verschrieben, die in der Nachsorge SINN machen. Und wenn ich sage, dass ich bspw. Schmerzen in den Knochen habe, dann bekomme ich ANSTANDSLOS eine Überweisung zum Knochenszinti.
    - Wer mit seinem gynäkologischen Onkologen oder mit dem BZ unzufrieden ist, sollte wirklich wechseln. Ich habe durch einen Anruf beim KID die Adressen der in Wohnnähe praktizierenden Spezialisten gefunden.


    Und ganz zum Schluss möchte ich hier noch etwas loswerden:
    Wir sind hier ein Forum, in dem alle eines gemeinsam haben: Die Tumorerkrankung und die Angst, die daraus resultiert. Klar kommt sie bei jeder / jedem von uns verstärkt auf, wenn z.B. eine Nachsorge ansteht. ABER da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf! Jede Tumorart hat ihr spezifisches Behandlungsprogramm, ihren spezifischen Nachsorgerhythmus und vor allem sehr unterschiedliche Untersuchungsschwerpunkte. Man kann nun mal Äpfel nicht mit Birnen vergleichen! :D
    In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes und entspanntes Wochenende mit vielen schönen Momenten.
    Liebe Grüße von
    Angie :)

  • Hallo Foris,
    grundsätzlich stimme ich dem zu, was Saphira in ihrem letzten Post angedeutet hat. Es wird nach den jeweiligen Leitlinien vorgegangen, die es nun mal gibt. Das ist auch gut so. Ob sich im vollen Umfang an die Leitlinien gehalten wird, gerade bei der Nachsorge, versehe ich mal mit einem Fragezeichen - so entnehme ich das den Posts dieses Threads!


    Was mich als Melanom-Patient betrifft, hat der Verlauf gezeigt, dass ich tatsächlich ein "High-risk-patient" war/bin! Entsprechend versorgt zu werden, entspricht nun mal den Leitlinien.
    Bei einem "einfachen" Melanom werden die Nachsorge-Untersuchungen bei weitem nicht so intensiv betrieben. Ich habe ein Zweit-Melanom, was als "einfaches" Melanom gilt. Dabei wird lediglich die Narbe in Augenschein genommen...mehr nicht. Mit der OP mit Sicherheitsabstand beim Zweit-Melanom galt ich sofort als "geheilt"!


    Ich bin mir allerdings sicher, dass es bei anderen Krebserkrankungen gleiche/ähnlich ausgelegte Leitlinien gibt, die entsprechend zur Anwendung kommen. Wie beim Melanom nicht alles "gleich" gehandelt wird, wird auch beim BK mit all seinen Facetten nicht "gleich" behandelt...das ist auch gut so! Ich weiß von der ehem. Leiterin der SHG vor Ort, dass sie bei ihrem hochaggressiven BK eine ganz andere Nachsorge erfährt.


    Viel wichtiger ist es, sich überhaupt über diese Thematik auszutauschen, weil sich erhebliche Unterschiede bei gleicher Krebsart in der Nachsorge zeigen, obwohl es Leitlinien gibt, an die sich alle Behandler zu halten haben und doch sehr "individuell", bzw. eigenwillig zur Anwendung gebracht werden. Es ist den Beiträgen zu entnehmen, dass es trotz Leitfaden-Regelung zu Missverständnissen und damit zu Unzufriedenheit von Patientinnen und Patienten mit den Behandlern kommt und auch vom Wechsel des Arztes die Rede ist


    Gruß aus NRW


    Mannix

  • ich versteh schon was du mir sagen willst und mir ist auch klar, dass es verschiedene Krebserkrankungen gibt und demzufolge verschiedene Nachsorge Richtlinien.
    Ich habe mich natürlich darüber informiert, was in den Richtlinien zur Brustkrebsnachsorge steht. Und egal wieviel Patienten noch vor der Tür warten, kann ich wohl erwarten, dass sich mein Arzt annähernd an diese hält. Das Geld erhält er ja auch für alles was er da abrechnet. Und da meine ich nicht die bildgebenden Verfahren die ich eh in meinem Brustzentrum erhalte.
    Liebe Grüße Angelina

  • Liebe Angelina,
    klar kannst du erwarten, dass dein Arzt mehr als 5 Minuten für dich Zeit hat, sonst musst du ihm wirklich die rote Karte zeigen und dir einen anderen suchen. Und das hast du ja, wenn ich deinen Post richtig gelesen habe, schon in die Wege geleitet.
    Ich bin übrigens von meiner damaligen Gyn weg, weil ich alles in eine Hand geben wollte, nämlich in die des gynäkologischen Onkologen, zu dem ich vollstes Vertrauen habe. Er arbeitet mit einem ausgezeichneten Radiologen in der gleichen Praxis zusammen, sodass ich dort immer Mammo und Ultraschall machen lasse bzw. ließ. Seit 2013 natürlich nur noch US! Die Ergebnisse werden meinem gynäkologischen Onkologen hausintern übermittelt. Auch kann ich jederzeit mit meinem FA einen Gesprächstermin vereinbaren, wenn ich meine, dass in den Arztebriefen der bildgebenden Nachsorgen etwas erwähnt wird, was mir Sorgen macht.
    Mein Beitrag hat sich überhaupt nicht auf deinen bezogen, sondern schlicht und einfach auf die Melanomnachsorge. Diese unterscheidet sich, was den sehr großzügigen zeitlichen Rahmen für die Hautuntersuchung mit anschließendem Gespräch betrifft, fundamental von unseren Nachsorgen als Frauen mit Brustkrebs. Aber auch von meinen Erfahrungen als Hochrisikoptientin mit einem Angisoarkom der Haut. Das wollte ich hier eigentlich nur noch einmal klarstellen.
    Es gilt für uns, was wir hier immer wieder im Forum lesen: Wenn wir mit den ärztlichen Leistungen nicht zufrieden sind, dann sollten wir einen Arztwechsel ins Auge fassen.
    Ich bin überzeugt, dass die derzeitgen Leitlinien bei Frauen mit nichtmetastasierten Brustkrebs völlig ausreichend sind. Schließlich sollen wir ja irgendwann einmal zwischen den Nachsorgeintervallen zur Ruhe kommen können. Und niemand wird uns bei Syptomen wie bspw. massiven Knochenschmerzen, ein Knochenszinti verweigern. Und wenn doch, dann eben rote Karte! ^^
    In diesem Sinne wünsche ich dir viel Glück mit der neuen Praxis und den neuen Ärzten.
    Liebe Grüße
    Angie

  • Hallo ihr lieben,


    in dieser woche habe ich meine erste nachsorge bei meiner onkol. Gyn. Ich habe jetzt schon gelesen, dass der umfang der nachsorge recht unterschiedlich ist. Ich habe schon ein paar sachen aufgeschrieben, die ich fragen möchte damit ich auch nix vergesse. Es geht aber im wesentlichen um die vermeintlichen nw vom tam. Habt ihr noch einen tipp für mich was evtl. wichtig ist und aber vielleicht im ersten moment nicht so scheint. Gibt es untersuchungen auf die man bestehen sollte?


    Schöne Woche für euch alle
    Tina

  • Liebe tina376,
    Du machst schon alles richtig wenn Du Dir alle Fragen aufschreibst. Alles was DIR wichtig erscheint ist auch wichtig. Vergesse nie es gibt keine dummen Fragen. Bis zu Deinem nächsten Termin bei Deiner Gyn werden wahrscheinlich wieder ein paar Wochen vergehen und Du würdest Dich ärgern wenn Du nicht alles fragst was Dich beschäftigt.
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Hallo Tina,
    vielleicht kannst Du Dich noch nach Vitamin D erkundigen. Bei mir wurde jetzt 3mal die Nachsorge gemacht mit Abtasten der Brustkrebs und Ultraschall. Natürlich auch ein persönliches Gespräch mit ausführlichen Informationen meiner Fragen.
    Viel Glück wünsche ich Dir.

  • Liebe Alle,


    bei meinen Diagnosen Anfang 2014 wurde ja eine Knochenmetastase im Brustbein ferstgestellt, die nach der Chemo auch mit operiert wurde, wobei keine Krebszellen mehr gefunden wurden. Anschließend wurden im September 2014 die Brust und der linke Brustkorb einschl. Brustbein ganz ordentlich bestrahlt. Kurz nach der Bestrahlung war natürlich die betroffene Brust sehr schmerzempfindlich. Doch jetzt bin ich immer noch empfindlich gegen Druck aufs Brustbein und die Rippen, einschließlich auf der rechten, nicht betroffenen Seite.
    Ich fragte im Brustzentrum, ob das vielleicht doch noch Knochenmetas sein könnten, aber der Arzt meinte, das sei normal nach der Bestrahlung. Ein bildgebendes Verfahren sei erst angesagt, wenn die Schmerzen stärker würden.
    Habt ihr auch so empfindliche Rippen nach der Bestrahlung? Könnte es vielleicht auch einfach Muskelkater sein? Ich mache ja regelmäßig Krafttraining und Yoga (inkl. Training der Atemmuskeln).
    Mich nervt es, dass ich jeden Tag, wenn ich z.B. meine Narbe auf dem Brustbein massiere oder leicht an meine Rippen stoße, darüber nachdenke, ob es doch Metas sein könnten. Am liebsten hätte ich ein MRT, aber der Radiologe hat mir erklärt, dass das keinen Sinn macht, sondern er eine Knochenszinti machen würde. Mein onkologischer Gynäkologe möchte auch eine Untersuchung haben und hat mich zur Szinti überwiesen.
    Ich überlege aber immer noch, ob ich gehen soll oder nicht. Denn schließlich ist das ja auch wieder eine Untersuchung, die nicht gerade gesund ist.
    Macht Ihr auch manchmal ähnliche Überlegungen? Gehört Szinti bei Brustkrebs mit Knochenmetas zur normalen Nachsorge? Oder ist es egal, ob mit oder ohne Metas und Szinti wird nur bei starken Schmerzen gemacht?
    Aber als ich die kirschkerngroße Knochenmetastase hatte, habe ich doch auch nichts davon gemerkt!!


    Liebe Grüße und alles Gute für alle, die bevorstehende Nachsorgetermine haben!
    Olivia