Metastasierter Brustkrebs bei meiner Schwiegermutter

  • Hallo,

    mein Name ist Sia.Erst einmal gute Besserung an alle Betroffenen, ich bewundere Eure Stärke.


    Bei meiner Schwiegermutter wurde im November 2018 metastasierter Brustkrebs entdeckt (Knochen und Lymphknoten), der Nacken musste durch eine OP stabilisiert werden. Anschliessend hat die Klinik mit der Chemotherapie begonnen.


    Im Juli diesen Jahres hat man ein CT machen lassen um zu schauen, inwiefern die Chemo angeschlagen hat. Das Ergebnis war sehr erfreulich, eine Chemopause Ende des Jahres wurde sogar in Aussicht gestellt.


    Gestern dann der Schock, nach Schwindelanfällen sind wir uns KH, es wurde direkt ein CT gemacht, eine weitere Metastase im Nackenbereich entdeckt und jetzt weder Chemopause und sehr viele Fragezeichen.


    Die Familie meines Mannes ist sehr eigen, damals bei der Diagnose wurde keine Zweitmeinung eingeholt. Jetzt sind alle verunsichert, weil niemand so richtig sagen kann, ob Chemotherapie überhaupt das Richtige in diesem Fall ist oder ob man lieber den Haupttumor bzw. die Brust hätte entfernen lassen müssen.


    Ich kann den Medizinern nicht so ganz folgen und finde Erfahrungsberichte aussagekräftiger.

    Hätte eurer Meinung nach der Haupttumor bzw. die Brust entfernt werden müssen? Wie steht Ihr zur Chemotherapie? Und wie verhält es sich mit der Entwicklung von Metastasen.


    Vielen Dank für Eure Hilfe.

  • Hallo liebe Sia! Tut mir leid zu hören, dass die Therapie nicht wie erhofft angeschlagen hat. Ob bei Metastasen operiert wird, hängt davon ab ob dies einen Mehrwert für die Situation des Patienten bringt. Eine OP ist natürlich anstrengend für den Körper und gerade bei Knochenmetastasen, welche selbst nicht operabel sind, wird der Haupttumor normalerweise nicht operiert. Wichtig ist die systemische Therapie, also Chemo oder auch Immuntherapie. Kennst du die Tumorbiologie deiner Schwiegermutter? Bei Her2neu gibt es zur Chemo z. B. noch eine Immuntherapie.


    Ich selbst mache gerade eine Chemo und wenn diese von den Ärzten empfohlen wird, ist dies meiner Meinung nach der einzig richtige Weg. Mit Metastasen gilt die Erkrankung als chronisch und wir Betroffene brauchen ein Leben lang Therapien um die Metastasen in Schach zu halten. Sie können stabil bleiben oder in Ausnahmefällen kann es sogar zu einer kompletten Remission kommen. Aber natürlich kann auch das Gegenteil eintreten, dann schlägt die Therapie nicht mehr an und muss umgestellt werden. Alles Liebe deiner Schwiegermama!

  • Liebe Oz34, ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und bewundere deine Stärke ✨.


    Die genaue Tumorbiologie weiß ich nicht, da müsste ich nochmal meine Schwägerin fragen. Bei der heutigen Visite wurde von der Onkologin behauptet, dass das CT sauber wäre, wobei die zwei Radiologen von gestern was anderes behauptet haben. Das verwirrt einen nur noch mehr. Morgen wird noch einmal ein MRT gemacht.


    Meine Sorge ist einfach, dass die Chemo in dem Sinne den Krankheitsverlauf verschlechtert, da es einfach eine starke körperliche Belastung darstellt und der Mensch mit der Zeit einfach abbaut. Und die Frage, ob es ohne Chemo schneller metastisiert oder nicht, ist eigentlich grundlegend für die Wahl der Behandlung bzw. die Entscheidung des Patienten.

  • Hallo sia,


    herzlich willkommen im Forum der FSH.

    Sicherlich können die Foris von ihren Erfahrungen berichten, trotzdem ist die Behandlung individuell, da ja Jede(r) eine eigene Lebensgeschichte hat.

    Besprecht doch alles nochmal mit den Ärzten und wenn nötig löchert sie mit Euren Fragen. Eine Zweitmeinung kann auch ganz hilfreich sein.

    Ich hoffe, dass das MRT morgen mehr Klarheit verschafft.

    Kennt Ihr schon den KID?: https://www.krebsinformationsdienst.de

    Ich wünsche hier im Forum einen guten Austausch und Deiner Schwiegermutter eine passende Therapie.

  • Hallo Maia,


    vielen Dank für deine lieben Worte. Ich gebe dir recht, es ist tatsächlich eine individuelle Betrachtung notwendig und eine zweite Meinung hinzuziehen wäre eigentlich ein logischer Schritt.


    Der heutige Tag ist ohne Resultat verstrichen, es wurde zwar ein MRT mit Kontrastmittel gemacht, allerdings konnte die Ärztin noch keine Befunde mitteilen.