Meine Mama hatte DCIS, Masektomie einer Brust nun Rezediv?

  • Hallo ihr lieben,


    Ich war Stille Leserin eures Forums und ihr habt mir schon viel beantwortet oder auch Mut gemacht. :)


    Zu meiner Person, ich bin selber nicht betroffen, sondern meine wirklich großartige Mutter 56 J.

    Uns hat das alle so geschockt und ich leide massiv unter der Diagnose!


    Der Krankheitsverlauf:

    2015 hat meine Mama eine sehr große Zyste über Nacht bekommen und ist direkt am nächsten Tag zur Gyn und dann ins BZ. Sofort wurde operiert und festgestellt das sich Mikroverkalkungen in den Milchdrüsen befinden (pathologischer Befund DCIS ) die Zyste war somit ein kleiner Retter, denn in der Mammographie ist nichts gesehen worden und die war ca. 5 Monate zuvor!

    Mit dem Brustaufbau hat meine Mama super Schwierigkeiten, schmerzen und das Ergebnis ist anfangs auch nicht der Bringer gewesen. Dennoch war diese Zeit irgendwie überstanden.


    Nun hat meine Mama wieder schmerzen in der Brust gehabt und ist ins BZ überwiesen worden. Die haben nichts auf dem Ultraschall gesehen und ein Mrt veranlasst. Da waren mehrere Stellen sichtbar und es wurde eine Stanzbiopsie gemacht. Die letzten Tage waren die Hölle vorallem für meine Mama. Wir haben viel geweint weil die Angst so groß ist das ein schlimmes Ergebnis dabei rauskommt. Nun waren wir gestern im BZ und die sagten uns das die Biopsie negativ sei. Sprich nichts gefunden wurde! Aber der Mrt Bericht ist mit Briads 5 eingestuft und daher machen sie eine zweite Biopsie!

    Wir sind also wieder am Anfang. Ich weiß garnicht wie ich meine Mama auffangen soll? Wegen des Kissens ist nur so wenig Platz zwischen Brustkorb und Silikon und daher sind sie nicht sicher alles getroffen zu haben?! Zudem sind beide Lymphknoten vergrößert unter den Achseln. Obwohl meine Mama auf der linken Seite, wo auch das Kissen sitzt, keine Wächter mehr hat? Ist das eigentlich schlimm?

    Kann ein Rezidiv im Narbengewebe entstehen und wie wahrscheinlich ist es das eine Stanzbiopsie (5 Stanzen) nicht getroffen hat?


    Ich habe so viel geschrieben und ich hoffe das jemand überhaupt die Muße besitzt das alles durchzulesen :)


    Den Mrt Bericht kann ich gerne mal Anhängen wenn das jemanden interessieren sollte;)

  • SusiSonnenschein Hallo! Fühlt euch beide erst mal gedrückt- die Wartezeit bis zur Diagnose ist immer die schlimmste, finde ich. Schön, dass du deiner Mama zur Seite stehst.

    Briads 5 bedeutet, dass es mit ziemlicher Sicherheit bösartig eingestuft wird. Das bei der Biopsie nicht genug Material erwischt wurde, kann durchaus sein. Bei mir wurde beim letzten mal nur der vergrößerte Lymphknoten biopsiert, da waren Brustkrebszellen enthalten und dann hat man erst den Brustkrebs festgestellt, da dieser im Bild nicht gut zu sehen war.


    Ja, sogar sehr häufig ist das Rezidiv im/am Narbengewebe. Auch das hatte ich schon😔 war damals am MRT nicht zu sehen, aber ich habe immer gesagt, dass sich die Narbe verändert hat, irgendwie verhärtet. Und weil ich nicht locker gelassen habe, hab ich dann das Ergebnis mit der Biopsie erhalten.


    Der Wächterlymphknoten ist immer die Lymphe, in die der Krebs als erstes streuen würde. Wenn der Tumor jetzt woanders liegt, ist der Wächter auch wieder ein anderer. Bei mir konnte man den auch zweimal in der gleichen Brust festlegen.


    Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Erfahrung etwas helfen, sonst einfach nochmal fragen. Gruß Baybsie

  • Baybsie

    Vielen Dank für deine liebe Art und Weise eine Antwort zu schreiben.


    Bei meiner Mama war es nur diesmal im Mrt zu sehen. Die Ärztin aus dem BZ meinte noch nach dem Mrt Ergebnis, das Sie diese Stelle im Sono nie gesehen hätte. Ich habe bei der Stanzbiopsie meiner Mama Händchen gehalten und genau auf dem Ultraschall gesehen wie die Nadel in diesen senkrecht aussehenden Schatten stach! Aber natürlich kann alles sein. Ich denke mir ja auch das es gut ist, dass Sie das weiter abklären aber meine Angst das meiner Mama was passiert ist unbeschreiblich! Ich bin halt so hilflos und kann nur zu sehen. Ich bin vor meiner Mama aber stark und stehe ihr immer zur Seite! Ich frage mich wie ihr alle so stark hier sein könnt und bewundere euch. ❤️

  • SusiSonnenschein Es wird immer unterschätzt, wie sehr auch die Nahestehenden unter der Krankheit leiden. Gerade das Gefühl der Hilflosigkeit ist besonders präsent. Du kannst deiner Mama nichts abnehmen, aber dass du da bist, bei den Untersuchungen dabei bist, ihr zur Seite stehst- das hilft schon ungemein. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, es gibt so viel Kraft, wenn man weiß, dass man nicht allein ist. Im Moment steht deine Mama unter Schock, es gibt Höhen und Tiefen- und es hilft ungemein, wenn man durch das Tief nicht alleine durch muss und wenn man das Hoch mit lieben Menschen teilen und erleben darf. So schlimm die Krankheit auch ist, aber sie verbindet uns noch mehr mit unseren Lieben 🥰

  • Hallo SusiSonnenschein ,


    fühle Dich auch von mir gedrückt - wenn Du magst. :hug:


    Ich bin etwa so alt wie Deine Mama und bei mir wurde bei der ersten Mammografie nach meiner Brustkrebserkrankung in der anderen Brust eine Veränderung festgestellt, die als BIRADS4 eingestuft wurde. Daher kann ich wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen, wie es Deiner Mutter gerade geht. Bei mir hat es sich lediglich um Kalk gehandelt, was durch eine Vakuumstanzbiopsie und eine anschließende Untersuchung des entnommenen Gewebes festgestellt wurde. Aber die Wartezeit war schlimm.


    Ich wünsche Deiner Mutter und Dir, dass bei der nächsten Biopsie "getroffen" wird und drücke meine Daumen :thumbup::thumbup:für das bestmögliche Ergebnis. Steht der Termin denn schon fest?


    Lilyrose

  • Lilyrose


    :hug:danke erstmal für die lieben Worte.


    Der Termin ist am Dienstag und da wollte Radiologin, die ausschließlich Mammographie und Mrt macht, die zweite Stanzbiopsie selber machen. Wenn Sie glauben das Sie nicht treffen muss meine Mama spezielle Aufnahmen der Brust machen lassen in einem anderen Zentrum, dass haben die uns schon gesagt. Aber wieso sind die sich so unsicher das, dass erste Ergebnis so falsch ist?


    Ich weiß halt nicht ob ich positiv über die Sache denken soll, sprich ist es gut das meine Mutter so engmaschig untersucht wird oder ist es eher so, dass die Ärzte eh nicht an das gute glauben?

    Kann man verstehen was ich ungefähr meine?

  • Liebe SusiSonnenschein,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Gut, dass Du uns gefunden hast, denn der Austausch hier hilft Dir sicher, Deine Gedanken zu sortieren. Klar, die Angehörigen sind genauso betroffen, sie haben auch Angst, stehen daneben und können nichts tun. Du hast aber etwas getan: Du hast Dich hier angemeldet und suchst nach Antworten und Unterstützung. Ich wünsche Euch alles Gute und schicke Euch ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe SusiSonnenschein ,


    ich war ein paar Tage auf Geschäftsreise und in der Zeit nicht hier im Forum. Der Termin müsste am Dienstag, den 3. Dezember gewesen sein?

    Hat die Stanze dieses Mal geklappt?


    Die Ärzte wollen ganz sicher gehen, um was es sich bei der Veränderung handelt, dazu müssen sie Gewebe an der richtigen Stelle entnehmen.

    Es ist gut, dass wir nach einer Erkrankung so engmaschig überwacht werden. Wenn es sich um ein Rezidiv handeln sollte, kann Deiner Mutter sofort behandelt werden. Wenn es sich wie bei mir als harmlos herausstellen sollte, umso besser.


    Ich drücke Euch nach wie vor die Daumen :thumbup::thumbup:!


    Ein ganz fester Drücker :hug:von Lilyrose