Impfungen während der Therapien

  • Hallo, ich wollte mich mal so umhören wie ihr zum Thema Grippeimpfung steht, da es ja grade wieder Grippe Saison ist.
    Würde mich freuen von euch zu hören!

  • Hallo Kitkat,


    Du hast Recht, es ist Winter und eine Grippewelle könnte kommen.


    Aber warum fragst Du hier in unserem Krebsforum nach dieser Impfung? Bist Du selbst Betroffene (bitte entschuldige diese direkte Frage, aber in Deinem Alter treten Krebserkrankungen - zum Glück - zumeist nur sehr selten auf) oder hast Du Angehörige, die von Krebs betroffen sind?


    Ich bitte um Dein Verständnis für diese Fragen. Denn es kommt in den letzten Tagen gehäuft vor, dass unser Forum "nur einfach mal so" (also von Menschen ohne jeden Bezug zu einer Krebserkrankung) genutzt wird. Und falls Du selbst Krebsbetroffene oder Angehörige eines krebskranken Menschen bist, weißt Du ja sicher, dass eine solche Erkrankung eine große Belastung darstellt und das Foren zum ernsthaften Austausch untereinander gedacht sind.


    Vielen Dank für eine kurze Antwort und viele Grüssles


    Saphira

  • Hallo Kitkat21,


    die Grippeschutzimpfung ist, finde ich, für uns sehr wichtig, da wir durch die Therapie ein geschwächtes Immunsystem haben und uns deshalb unbedingt schützen sollten. Ich habe mich bereits im September, vergangenen Jahres, bevor die "Grippewelle" anrollt, impfen lassen. Dies war direkt bei meinem Onkologen möglich, der mich auch darauf hingewiesen hat, wie wichtig diese Impfung jetzt ist. Ich habe natürlich nicht gezögert.


    Kann Dir auch nur empfehlen, Dich impfen zu lassen!


    Alles Gute und viel Kraft :)


    Lg Miami

  • Ich habe mir auch die Grippeimpfung geholt, gerade weil ich im Kindergarten arbeite und ich mir bei der wiedereingliederung nicht gleich was einfangen möchte


    sally

    Aus der Liebe wächst die größte Kraft :love:

  • Guten Abend,


    ich will mich eigentlich nächste Woche gegen Grippe impfen lassen. Nun habe ich beim meiner
    Lymphdrainage darüber gesprochen und man sagte mir ich sollte mir das gut überlegen, weil viele danach
    eine dicke Erkältung bekommen. Mein Rehearzt hat zwar auch dazu geraten, aber ich habe da so meine
    Zweifel. Auch unsere Nachbarin ist jedesmal nach der Impfung krank.


    Wie seht ihr das? Impfen ja oder nein?


    LG
    Gartenfee :)

  • Hallo Gartenfee,
    an Deiner Stelle würde ich mich auf die Meinung der Ärzte verlassen und nicht auf andere, schon gar nicht auf die Reaktion Deiner Nachbarin.
    Auch hier gilt jeder reagiert anders darauf.
    Viele Grüsse
    Lisa

  • Als mein Hausarzt im letzten Jahr meine Diagnose erfahren hatte, bekam so schnell eine Impfung, so schnell konnte ich gar nicht gucken.


    Er meinte damals: ganz wichtig, dass auch mein näheres Umfeld geimpft ist. Ich könnte jetzt alles gebrauchen - aber keine Grippe.


    Nein, ich habe keinerlei Nebenwirkungen bekommen und mir die Impfung in diesem Jahr gleich freiwillig geben lassen.


    Bis zum letzten Jahr war ich total dagegen und habe alle möglichen Ausreden benutzt, warum ich das nicht will. Heute sehe ich das anders


    LG Greta

  • Eine echte Virusgrippe (Influenza) ist keine einfache Erkältungskrankheit, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung!!!
    Die Symptome können ähnlich aussehen und deshalb sprechen wir meist von Grippe.
    Es bleibt immer noch eine Erkältung, auch wenn es eine “dicke Erkältung“ ist!
    Eine Grippe ist eine viel erstere Erkrankung und wird durch Influenzaviren verursacht!
    Ganz besonders chronisch Kranke, wozu auch Krebspat. zählen und ältere Pat. sollten sich impfen lassen, da bei dieser Gruppe
    ein erhöhtes Risiko besteht.
    Für medizinisches Personal gilt die Impfempfehlung gleichermaßen, durch enge Patientenkontakte besteht grundsätzlich
    eine erhöhte Ansteckungsgefahr.


    Da die Grippewelle in Deutschland häufig nach dem Jahreswechsel auftritt sind Okt. und Nov.
    die idealen Monate für die Impfung.
    Auch eine spätere Impfung zu Beginn des Jahres ist meist noch sinnvoll, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt hat.
    Der Impfstoff für die aktuelle Saison setzt sich aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten von Viren zusammen,
    deshalb ist der Impfstoff nicht unbedingt vergleichbar mit dem aus dem Vorjahr.

    Liebe Gartenfee,
    dass deine Therapeutin so eine Aussage macht, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn du gerade akut Erkältet bist oder
    Fieber hast, dann ist es klar, dass keine Impfung erfolgt. Auch dann wäre eine Manuelle Lymphdrainage nicht zulässig!
    Wenn du dir unsicher bist, sprich mit deinem Hausarzt oder mit dem Onkologen, Lisa hat schon darauf hingewiesen!


    Nebenwirkung der Impfung gibt es wie bei jeder andern Impfung auch………………………..


    Liebe Greta,
    ich finde, dein Hausarzt hat verantwortungsvoll gehandelt!


    Grüßle :) Ika :)


    Ergänzung: es gibt natürlich auch Fälle, wo eine Grippeimpfung kontraindiziert ist! Deshalb ist eine Rücksprache mit
    dem beh. Arzt immer notwendig!

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

    Einmal editiert, zuletzt von ika-ulm ()

  • Ika, da hast du vollkommen Recht!
    1,2 oder auch mal 3, mitunter auch wirklich dicke Erkältungen sind bei mir normal, ich werde in meinem Beruf ständig mit allen Viren und Bakterien jeder Art praktisch ¨bombadiert¨ (da gilt auch die Impfempfehlung...) - eine Virus-Grippe erwischte mich vor fast 20 Jahren - ich lag so was von auf der Nase- und zog mir in Folge eine (zum Glück völlig ausgeheilte) Herzmuskelentzündung zu - lag 4 Wochen komplett auf der Nase, aber so was von, kam kaum von Stube die 17 Stufen zum Schlafzimmer hoch...
    Gut, dass ihr mich daran erinnert - muss mal Dok anrufen wegen Impfung! DANKE!

  • Hallo,


    ich habe in dieser Woche meine Hausärztin wegen der Grippeimpfung gefragt. Als Arzthelferin bin ich es gewohnt, mir diesen Impfschutz jeden Herbst abzuholen. Meine Hausärztin meinte, dass wir die Bestrahlungen und die Reha abwarten können. Im Januar ist die Impfung eh sinnvoller, weil die echte Influenza meistens erst ab Februar auftritt.


    Grüßle


    rose 55

  • Sowohl mein Onkologe, mein Frauenarzt als auch mein hausarzt haben dringend zzr grippeimpfung geraten. Ich bin noch voll in der chemo und habe die impfung schon machen lassen. Hatte überhaupt keine Nebenwirkungen. ( bin da aber wohl eh ne Ausnahme da ich auch unter der chemo nur wenig nw habe.) Wie gesagt meine Ärzte fanden die Impfung unbedingt notwendig da uns eine echte Grippe total umschmeissen würde und unter Umständen auch nicht ganz ungefährlich wäre. Ich würde mit dem Onkologen darüber sprechen. Der hat bei mir auch die impfung vorgenommen. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Lg petra

    Begene dem Unvermeidlichen mit Gelassenheit. :P

  • Hallo


    Ich hab mich bisher immer gegen Grippe impfen lassen - auch vor der Krebserkrankung. Da hab ich mich auf den Wegen zur Arbeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln gleich ein bisschen wohler gefühlt. Ich hab ja leider den Termin für die "Massenimpfung" in der Firma versäumt - und mich gruselt der Gedanke mich in das virenverseuchte Wartezimmer beim Hausarzt zu zu setzen, wenn es nicht unbedingt sein muss. ;( Hat jemand von euch Erfahrung wie lange man warten muss/sollte mit Schutzimpfungen nach erfolgter Chemo? Ich will mich nicht impfen lassen, wenn es sowieso nix bringt, weil die Chemo noch zu frisch vorbei ist.


    LG
    Kaktus

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen."

  • Es tut mir leid, das ich das Thema wieder hochkrame.
    Ich bin jetzt total erstaunt ( und verunsichert) dassich hier soviele gegen Grippe impfen lassen.
    Mein Hausarzt hat mir Ende November/ Anfang Dezemver letzten Jahres eine Grippeschutzimpfung empfohlen. Weil ich aber wieder Antikörper bekomme, hat er sich mit meinem Onkologen kurzgeschlossen: keine Grippeschutzimpfung, weil wärend der Antikörperbehandlung zu gefährlich!

  • Liebe Chrissie,
    deine Verunsicherung kann ich nachvollziehen. Vielleicht ist der Grund für die unterschiedliche Entscheidung der Ärzte im Hinblick auf die Grippeschutzimpfung, die Verschiedenartigkeiten der Chemotherapien. Nicht jede erhält Herceptin und dann ist es vielleicht während der Chemo kein Problem. Ich hatte mich noch vor der Chemo impfen lassen, werde aber in der nächsten Saison, wenn ich nur noch Herceptin bekomme, wachsam sein und nachfragen, ob sich das mit der Grippeschutzimpfung verträgt.


    Übrigens hat meine alte Hausärztin immer auch die Ansicht vertreten, dass die Grippeschutzimpfung zwar nur gegen die echte Grippe schützt - aber durch die Impfung auch erst einmal das Immunsystem angekurbelt würde. Also auch dadurch phasenweise einen gewissen Schutz vor grippalen Infekten bieten würde.


    Liebe Grüsse und allen einen infektarmen und vor allem grippefreien Winter wünscht

  • Danke für Deine schnelle Antwort Joni!


    Ich sage es mal so: ich war über die Entscheidung "keine Grippeschutzimpfung" nicht böse.
    Generell bin ich keine Impfgegenerin, habe mich aber immer gegen eine Grippeschutzimpfung entschieden. Mein immunsysthem ist ganz brauchbar :D
    Vor grippalen Infekten bin ich anscheinend ganz gut geschützt, denn die habe ich seit zig Jahren nicht mehr gehabt.
    Was die Influenza betrifft: ich weiss das ich mich davor nicht wirklich schützen kann, versuche aber Orte zu meiden, wo ich mich anstecken könnte.

  • habe ich für mich beschlossen. 2013 wurde ich geimpft und dann ging es mit meiner Gesundheit rapide bergab. Wie hoch ist das Risiko eine echte Grippe zu bekommen? Noch dazu die, gegen die geimpft wurde? Ich habe keine Argumente dagegen, außer meine Erfahrungen. Und die sind anders als die euren. Impfungen werden zu sehr verharmlost.


    viele Grüße Micha

  • Hi ich habe mich auch jeden Herbst gegen Grippe impfen lassen, da ich im Verkauf war und mit vielen Menschen in Kontakt kam.
    Herbst 2013 hatte ich mich nicht impfen lassen, weil es mir noch zu kurz nach der Akutbehandlung war.
    2014 wollte ich mich impfen lassen, hatte da aber eine leichte Erkältung und dann es versäumt.


    Nun brachten sie gestern im Radio man könnte sich jetzt auch noch impfen lassen und ich bin hin und her gerissen, denn seit geraumer Zeit habe ich wieder einen
    Schlleimklos im Hals und das Gefühl das in mir was steckt was ich mit homeop. Mittel soweit im Griff habe.
    Meine Tochter kränkelt auch herum, sowie alles im mich herum.
    Ja was mache ich nun?
    Auch wenn man eine Grippeimpfung hat, ist man vor normalen Erkältungen nicht gefeit. Hatte auch schon eine Lungenentzündung trotz Impfung, das sind dann immer
    andere Viren. Man wird nur gegen die gefährliche Grippe geimpft.

  • ... in meiner Firma wird jedes Jahr eine Grippeschutzimpfung angeboten, so auch letzten Herbst. Während ich mich sonst immer in der Firma habe impfen lassen, war ich aber bei meiner Hausärztin. Sie hat zumindest sorgfältig geprüft, ob es zu irgendwelchen Wechselwirkungen mit dem Aromatasehemmer kommen könnte... was nicht der Fall ist.


    Eine echte Virusgrippe bekommt man sicher nicht so leicht, aber wenn das Immunsystem ohnehin angeschlagen ist (wovon ich nach meiner OP und der Bestrahlung ausgegangen bin) wollte ich das Risiko nicht eingehen. Denn wenn man sie dann bekommt, ist eine Virusgrippe langwierig und kann einen sehr schweren Verlauf nehmen.


    Natürlich hilft die Impfung nicht gegen Erkältungen und grippale Infekte. Um mich hiergegen zu wappnen, habe ich im Herbst eine Eigenblutbehandlung (die mache ich ohnehin jedes Jahr) und eine Vitaminkur gemacht. Bislang bin ich damit auch gottseidank glimpflich über den Winter gekommen und hoffe sehr, die restlichen Wochen schaffe ich auch noch.


    Ich wünsche Euch allen, welchen Weg ihr auch wählt, eine husten-, schupfen- und infektfreie Zeit.


    LG Johanna

    „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ :)