BK mit Lebermetastase

  • Hallo liebe Mädels,

    ich bin nur eine stille Leserin. Nach langem habe ich mich jetzt doch entschieden euch etwas Mut zu machen.

    Ich hatte meine ED im Oktober 2018 erhalten, BK mit zwei Lebermetastasen. Ich erhielt die Chemo TCBH mit 6 Zyklen. Antikörper laufen noch bis Ende des Jahres. Im Juni 2019 wurde ich operiert. Mastektomie links und Entfernung eines Lebersegmentes. Ich hatte in der Brust wie auch in der Leber eine pCR erreicht, obwohl man vor der OP im MRT noch Reste sehen konnte was nur totes Gewebe war.

    Ich drücke euch die Daumen für eure weiteren Behandlung.

    LG Simi

  • Liebe Simi ,


    das ist eine wunderbare Mutmach-Geschichte!! Vielen Dank dafür und ganz herzlichen Glückwunsch dazu :*:*.


    Du weißt gar nicht wieviel Mut mir das gerade macht! Vor allem die Leber ist ja so eine heikle Sache, und dann zu lesen, dass das so toll laufen kann, das ist für mich persönlich gerade Balsam auf meiner doch angeschlagenen Seele :).


    Ich wünsche dir nur das allerbeste weiterhin und strenge mich an, ein ähnliches Ergebnis zu erzielen.


    GLG:hug:

    Pschureika

  • Guten Abend Simi

    das freut mich sehr für Dich 😁.

    Ich habe im Sommer die Diagnose erhalten ED Brustkrebs mit 2 Lebermetastasen und schwanke zwischen Zuversicht und Abgrund !


    Meine Frage ist vielleicht blöd ,aber ich stelle sie trotzdem :Warum wurde operiert ? Wo lagen die Metastasen in der Leber ?


    Danke fürs Daumen drücken!

    Pit

  • Hallo zusammen, ihr Lieben, ich häng mich mal hier rein. Ob meine Geschichte Mut macht weiß ich nicht, aber als meine Geschichte begann, hätte ich mir nie vorgestellt, dass es mir heute so vergleichsweise gut geht. 11 Jahre nach hormonpos. BK und bds. Mastektomie sind bei mir im Mai 2018 zahlreiche Metas in Knochen und Leber sowie ein paar wenige in Lunge und Lymphknoten diagnostiziert worden. Nach 6 Zyklen Taxol, Trastuzumab und Pertuzumab (der Tumortyp hatte sich teilweise zu her2neu3 gewandelt) sind Lunge und Lymphknoten frei, und die größte Lebermeta (eine unter ca. 30 Genossinnen) von 6 auf 1,5 cm geschrumpft. Die Verlaufskontrolle im Oktober 2019 ergab Progress in zwei Lebermetas auf 3 cm, und die Therapie wurde auf Kadcyla ungestellt. Eine weitere Verlaufskontrolle vorgestern ergab keine sichtbaren Veränderungen gegenüber Oktober. Jetzt schleppe ich die Untermieter also schon fast zwei Jahre mit mir rum, und ich bin noch da! Klar, ist noch nicht grandios, aber ich denke, da geht noch was. Es ärgert mich natürlich auch, dass sich ein Untermieter wieder breiter eingerichtet hat. Was ich sagen will: sogar mit einer zunächst so niederschmetternder Diagnose von dieser riesigen Menge Metas in der Leber sind es bis jetzt zwei gut gelebte Jahre geworden. Die Leber ist robust, die haut so schnell nichts um. Meine FÄ spricht immer gern von einer Patientin, die aktuell in der 15. Linie ist und nur deshalb seit inzwischen über einem Jahr noch nicht in der 16. ist, weil die 15. noch anschlägt. Auch wenn das Kadcyla mich in diesem Zyklus schon etwas gebeutelt hat, arbeite ich in Vollzeit, und will das so lange wie irgend möglich!

    Passt auf euch auf :*

    LG

    Haselinchen

  • Liebe Mogli65 , lieb von dir :hug:

    Ich war lange nicht mehr im Forum unterwegs, vielleicht auch, weil es mir trotz dem Gedöns ganz gut geht. Ich arbeite, bin in die Alltagsroutinen eingebunden - da vergesse ich oft die Krankheit :)

    Jetzt wollte ich auch erst mal abwarten, wie es mit Kadcyla wird, und einen ersten Eindruck hab ich ja. Schon etwas enttäuschend, dass es die Metas nicht weggebrutzelt hat, aber erstens ist es vielleicht noch zu früh, und zweitens gibt es seit 10 Wochen auch keinen Progress. Abwarten.

    SusiSum , es geht auf und ab. Solange nichts wirklich wehtut und man den Alltag gut meistern kann: nur an heute denken. Vielleicht noch an morgen. Aber nie an übermorgen. Wozu?


    Alles Gute :*:*

  • Mogli65 , das freut mich 😘


    Übrigens hab ich heute einen Mann in der Frauenklinik (war mein regulärer 4wöchiger Termin dort) wohl ziemlich geschockt ... er überhörte ein Gespräch mit einer Mit-Patientin und fragte mich dann was ich eigentlich hätte ... da ich offen mit der Erkrankung umgehe, sagte ich ihm in Kurzform was ich habe, ihm klappte fast der Unterkiefer runter und er starrte mich an und stammelte „das kann doch garnicht sein, sie sehen doch aus wie das blühende Leben!“ Ich lächelte ihn an und sagte, das beweist dass man mit metastasiertem Krebs nicht unmittelbar ein Todeskandidat ist. Ich habe wohl sein Weltbild erschüttert - aber vielleicht bekommt mal jemand in seiner Umgebung die Diagnose Krebs und dann kann er sagen, er hat jemand getroffen, der es trotzdem gut ging - und so habe ich vielleicht geholfen, einmal Instant-Panik zu vermeiden. Wie es bei etlichen der Neuen der Fall ist.