Erwerbsminderungsrente

  • hallo liebe Elenear ,


    Ja, es ist nicht schön so aus dem Arbeitsleben gerissen zu werden.


    Allerdings braucht meine Therapie richtig viel Zeit, so dass mein bisheriger Job in keiner Weise parallel realisierbar wäre.

    Selten ein Tag ohne Termin. Und immer im Takt der Chemo. Und mir geht es einfach nicht gut genug.


    Die Therapie geht noch bis Oktober. Dann die zweite Operation. Dann hoffentlich Reha.

    Ich glaub dann brauch ich mal ne Therapiepause.

    Mal raus aus allem. Vielleicht ein Badeurlaub.

    Aber wer weiß, was noch alles kommt.


    Ich wünsch dir eine wunderbare Freiheit, in der man tun und lassen kann, wie es einem gerade das Herz sagt.


    Liebe Grüße

    Die Schwefelbadhexe

  • Liebe Elenear , Eli,


    auch für mich ist die Zeit mit Familie und Freunden das Wichtigste. Aber ich möchte auch mit dieser Krankheit etwas Normalität und da gehört für mich meine Arbeit, die ich sehr gern mache, mit dazu. Und ja, auch das Finanzielle ist wichtig. Mein Mann ist selbstständig und wir haben 2 Söhne, die noch studieren. Außerdem, kannst du dir vorstellen, in einem Haushalt mit 3 Männern, wer putzt, kocht etc. wenn ich nicht mehr arbeite ? 😉 Ne, ne, ne...

    Inzwischen hab ich mich beruhigt, denke es wird sich eine gute Lösung finden 😊


    Allen einen schönen Tag ☀️

  • Hallo Erna66 und alle anderen Mädels,


    ich kann dich sehr gut verstehen, man möchte trotz der Erkrankung etwas Normalität in seinem Leben.

    Familie ist wichtig aber auch das andere.


    Mir ist es auch sehr schwer gefallen auf einmal nicht mehr arbeiten zu können.

    Bei mir ging es sehr schnell habe im Juni den Antrag gestellt und 4 Wochen später den Bescheid der vollen Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen, rückwirkend ab Januar 2019.

    Man darf aber dazuverdienen, etwas über 6000 Euro im Jahr.

    Erkundige dich mal auch wenn es nur ein paar Stunden sind aber man kommt mal raus aus dem Alltag.

    LG und allen einen schönen Tag

    Felucie (Karin)

  • Hallo Karin Felucie ,


    da hattest du aber eine Turbo-Sachbearbeiterin. Über wen hast du den Antrag gestellt? Hattest du gleich volle Erwerbsminderung beantragt? Ist die Rente auch auf 3 Jahre befristet? Sorry für die vielen Fragen, ich versuche zu verstehen wie da gearbeitet wird.

    Theoretisch kann man ja mehr als die 6300€ pro Jahr verdienen, von dem Mehrverdienst werden dann 40% von der Rente abgezogen, aber ich geh mal davon aus, dass man nicht mehr als 3 Stunden arbeiten darf.

    Bekomme von meinem AG erst einmal einen neuen Vertrag für einen Minijob, der alte ruht solange. Gibt mir Zeit um in Ruhe mir die Infos zu holen die ich brauche.

  • Hallo Erna66 ,


    ich war selber sehr erstaunt das es so schnell ging.

    In der Reha wurde mir gesagt das ich in der Pflege nicht mehr arbeiten sollte.(Knochenmetastasen linkes Becken)

    War dort bei der Sozialberatung.

    Ich habe mir dann von dort einen Termin zur Rentenberatung in Köln geholt, dieser Termin war am 25.06.2019.

    Ich habe vorher 20 Std. in der Woche gearbeitet, bin dann gleich auf volle Erwerbsminderung gegangen.

    Mir fällt es schon schwer, da mir die Menschen fehlen, ich habe in einem Behindertenwohnheim gearbeitet.

    Mitte Juli kam der Bescheid volle Erwerbsminderung sogar rückwirkend vom 01.01.2019.

    Meine Rente ist befristet bis Ende August 2025 dann gehe ich normal in Rente.


    VG

    Karin

  • Eine Frage an die Steuerfachleute.


    Ist es normal und richtig, das in der Steuerklärung das Krankengeld unter Progressionsvorbehalt berücksichtigt wird und die Rückwirkend genehmigte EU Rente auch versteuert wird?


    Das ist doch dann doppelt versteuert? Und die EURente ging doch rückwirkend an die Krankenkasse und nicht an mich.


    Danke Grüße Eli

  • Ich meine, es handelt sich hierbei um zweierlei Schuh.


    Der Progressionsvorbehalt des Krankengeldes besagt nicht, dass das Krankengeld im Nachhinein versteuert wird. Es bleibt steuerfrei, jedoch werden weitere Einkünfte in voller Höhe versteuert unter Einbeziehung des steuerfrei gewährten KG. Man bekommt also das KG steuerfrei, aber z. B. nicht pauschale Freibeträge auf andere Einkommensarten.


    Hinsichtlich der nachträglichen Gewährung von Sozialleistungen und einem damit ggf. einhergehenden Wegfall bzw. einer Kürzung und etwaigen Rückforderungen hat der Gesetzgeber eine sozusagen interne Verrechnung eingeführt. Speziell in der hier vorliegenden Konstellation bedeutet das:

    Wird während des Krankgeldbezugs eine Rente bewilligt, ist der Anspruch auf Krankengeld entweder ausgeschlossen oder das Krankengeld ist zu kürzen. Die Krankenkasse erwirbt einen Erstattungsanspruch gegen den Rentenversicherungsträger und greift auf die Rentennachzahlung zu. Die Vorschrift verhindert, dass zweckidentische Sozialleistungen zeitgleich bezogen werden.

  • Ich bin momentan auf Reha und habe einen sehr verständnisvollen Reha-Arzt.

    Er meinte doch glatt, wenn ich der Auffassung bin, ich könne nicht mehr

    arbeiten, könnte er mich auf Rente schicken. Ich sagte, dass ich das nicht

    will und nun schreibt er mir ins Attest, ich könne Vollzeit arbeiten. Das traue ich

    mir aber auch nicht mehr zu.

    Wie handhabt ihr das? War vor der Krebserkrankung arbeitssuchend, gibt also keinen

    Job, in den ich zurück kann.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt.

  • Liebe ubuntu777 ,

    lass dich bitte ausführlich vom Sozialdienst der Rehaklinik beraten, die sind meist sehr kompetent.

    In deiner Situation würde ich mir alle Optionen offenhalten, auch die Option auf Rente. Es gibt ja auch eine Teilerwerbsminderungsrente.

    Lass dich auf jeden Fall "arbeitsunfähig" entlassen, so gewinnst du noch Zeit um dich zu informieren und um dann die richtige Entscheidung für dich zu treffen.

    Liebe Grüße, Gabra

  • ubuntu777 Dieser Thread hat mich neugierig gemacht.


    Ich habe auch TNBK. Momentan stecke ich noch in der Chemo. OP, Bestrahlung, REHA folgen noch.

    Von meiner Versicherungsgesellschaft, bei der ich auch eine Krankenzusatzversicherung habe, wurde ich aus diesem Grund angeschrieben. Aufgrund meiner Diagnose hätte ich nach sechs Monaten ab Erstdiagnose Anspruch auf 100% Erwerbsminderungsrente. Sie haben mir auch gleich alle Unterlagen mitgeschickt. Das hat mich schon etwas geschockt! Ich frage mich echt, wie die darauf kommen.


    Ich persönlich fühle mich auch viel zu jung für die Rente. Geschweige denn, dass die BU viel zu gering ausfällt.

    Laut meinen Ärzten ist es auch realistisch in den Beruf wieder zurück zukehren. Ob ich wirklich wieder 100% arbeiten kann, dass weiss aktuell allerdings noch keiner.

    Aber trotzdem sagt mir mein Bauchgefühl, Rente - jetzt noch nicht.


    Mich würde interessieren welche Erfahrungen hierzu haben andere TN-Kämpferinnen gemacht?

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Liebe Hanka , das mit der BU ist ein ganz normales Procedere. Nach 6 Monaten steht Dir diese zu🤷‍♀️

    Ich selbst bin nach 4 Monaten Therapieende immer noch in der BU ( allerdings privat). Und werde da erst rausgehen, wenn ich sicher zu 100% wieder arbeiten kann.

    Also nicht geschockt sein, ist eine ganz normale Vorgehensweise, und sagt nix über Prognose ect aus.

    LG😃

  • ubuntu777 , das Reha Team könnte in den Entlassungsbrief schreiben, dass du nur 3-6 Stunden arbeiten kannst. Das ist dann so ein Mittelding zwischen voll arbeitsfähig und erwerbsunfähig. Vielleicht wäre das gut, da es dir mehr Optionen gibt?


    Du kannst schwer beeinflussen, was die Ärzte tatsächlich in den Entlassungsbrief schreiben. Aber zumindest darum bitten und sagen, wie du dich fühlst .

    Es gibt in der Reha normalerweise eine Sozialberatung, frage da auf jedem Fall nach einem Termin


    Ein paar Gedanken von mir:

    Bekommst du derzeit Arbeitslosengeld? Rente ist normalerweise um einiges niedriger als Arbeitslosengeld. Oftmals schockierend niedrig. Dann käme evtl Wohngeld usw dazu.


    Wer auch immer für die Zahlung des Arbeitslosengeldes zuständig ist, im Zweifel sind sie froh, wenn sie dich an die Rentenversicherung "abschieben" können.

    Wenn du zu 100% erwerbsunfähig geschrieben bist, könnte es in deinem Fall sein, dass du keine andere Möglichkeit hast, als die Rente zu beantragen. Wohlgemerkt "könnte" - da kann die Sozialberatung dir Infos zu geben.


    Wenn jemand arbeitet, ist die Situation anders. Man kann selbst entscheiden, ob man einen Antrag auf Rente stellt. Möchtest du das von dir aus irgendwann tun, hättest du bei einem Reha Bericht, der aussagt, dass du 8 Std am Tag arbeiten kannst, schwierige Karten. Deshalb mein Vorschlag mit den 3-6 Std.


    Wenn man die Rente beantragt und genehmigt bekommt, und derzeit arbeitet, kann man immer noch entscheiden, ob man tatsächlich in Rente gehen möchte oder nicht. Das ist in deinen Fall aber komplizierter, wegen der Arbeitssuche.


    Der Arzt wird sich mit diesen ganzen finanziellen Sachen nicht auskennen. Evtl möchte er dir etwas gutes tun, führt aber für dich zu Nachteilen. Deshalb kann die Sozialberatung helfen. Am besten hast du bald einen Termin, damit du am Ende noch einen zweiten Termin mit deinen Rückfragen machen kannst.


    Viel Erfolg in der Reha, lass es dir gut gehen!


    Hanka - ich wäre in deinem Fall etwas vorsichtig. Deine Versicherung würde sich freuen, wenn du in Rente gehst. Du bist sicherlich noch länger krankgeschrieben. In dem Fall muss die Versicherung Krankengeld zahlen. Wenn du nun plötzlich berentet wirst, sparen sie sich das Geld. Das ist nicht unbedingt uneigennützig mit deren Schreiben.

  • AufGehts ... ja das glaube ich auch. Die Versicherungen schauen in der Regel immer auch auf ihre eigenen Vorteile.


    Ich bin aktuell ja noch krank geschrieben und befinde mich im Krankengeldbezug. Dieses bekomme ich von der gesetzlichen Krankenkasse.

    Die BU wäre von einem privaten Anbieter. Diesen Vertrag habe ich mal vor über 15 Jahren abgeschlossen ( hatte ich schon fast vergessen).

    Die Krankenzusatzversicherung hatte ich im Hinblick auf die bevorstehende OP kontaktiert. So kam das Ganze ins rollen🙈.


    Mutze 70

    Vor einer Erwerbsminderungsrente (auch wenn nur Teil) habe ich zum jetzigen Zeitpunkt etwas Bedenken. Ich bin ja auch noch in der Therapiephase, nach den OP's sieht es vielleicht anders aus....

    Ich möchte halt nicht in eine gewisse Schiene gedrückt werden, aus der ich evtl. dann finanzielle Nachteile hätte.

    Darf ich fragen, wie es aktuell bei dir ist? Hast du in dem Fall ein bestimmtes Stundenpensum, dass du täglich arbeiten darfst/kannst?

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Liebe Hanka , bei mir ist es so, dass die BU Rente deutlich höher ist, als das Krankentagegeld. Ich bin selbstständig und habe mich, Gott sei dank ,dementsprechend abgesichert. Ich darf Max. 49% arbeiten und auch verdienen, zusätzlich zur privaten BU. Ich bin froh, das es so ist. Ich war zwar die ganze Zeit fit, auch während der Therapie, habe aber jetzt tatsächlich Probleme, voll zu arbeiten. Ich bin Physiotherapeutin und hab noch ziemlich Schmerzen 🤷‍♀️, ist halt körperlich sehr anstrengend.

    LG🙋🏼‍♀️

  • Hallo zusammen,


    Ich habe vor der TN-Diagnose Vollzeit gearbeitet (41Std/Woche).

    13 Monate hab ich wegen der Therapien gefehlt. Es folgten 8 Wochen Wiedereingliederung. Seitdem arbeite ich nun wieder Vollzeit (40 Std, da schwebehindert bekomm ich 1 Std "geschenkt").


    Ich bin 28. Ich kann jetzt nicht in Rente gehen ubd 40 Jahre daheim bleiben. Das klappt finanziell nicht.

    Gerne würde ich in Teilzeit gehen bzw mich "Teilweise dienstunfähig" schreiben lassen (das ist bei Beamten ähnlich wie die teilweise Erwerbsminderungsrente bei Angestellten). Aber die finanziellen Einbußen wäre echt heftig.

    Also mach ich weiter. Und hoffe, dass ich irgendwann soweit bin, dass ich mir Teilzeit leisten kann, ohne auf vieles verzichten zu müssen.

  • Kajuscha ... du sprichst mir aus der Seele.

    Finanziell kann Ich es mir auch nicht wirklich leisten. Ich habe vor meiner Erkrankung 39 Std. bzw. 100% gearbeitet. Und da will/muss ich wieder hin. Selbst mit BU hätte ich gewaltige Einbußen.

    80% wäre evtl. eine Option.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo, ich habe vor der Erkrankung vor 6 Wochen Vollzeit mit 37 Stünden gearbeitet. Ich gehöre zu denen, die keine Op hatten, sondern die Hemmer bei hormonbedingten Krebs bekommen.

    Ich habe noch 16 Monate bis zur Regelaltersrente. Ich war bei der Rentenversicherung und habe mir alle Varianten durchrechnen lassen, Teilrente, Erwerbsminderungsrente usw. Unter dem Strich kam bei jeder Variante eine große finanzielle Einbuße heraus.

    Ich möchte, wenn es die Gesundheit es zulässt und davon gehe ich aus, in zwei Wochen wieder Vollzeit arbeiten gehen.

    Ich habe einen Job, der mich ausfüllt und super nette Kollegen, die darauf warten, dass ich wieder komme.