Bin die Mutter einer Tochter mit Eierstocktumor

  • Guten Abend,

    Ich habe mich hier angemeldet ,

    um mehr über diese Krankheit zu erfahren. Um mich über meine Sorgen und Ängste auszutauschen.

    Meinen Mann habe ich vor 13 Jahren schon an Prostatakrebs verloren. Und nun meine Tochter.


    .

  • Liebe Aime ,

    erstmal herzlich Willkommen bei uns im Forum.Hier wirst du sicher Antwort finden und Trost.Ich kann verstehen das du Angst hast und verunsichert bist, das ging meiner Familie/Mama auch so.Manchmal beruhigt es, mehr zu wissen und das Gefühl zu haben etwas tun zu können, als nur zu warten.Ich komme aus der Brustkrebs Ecke und kann dir daher in Fragen bei Eierstock Krebs nicht viel helfen.Bei mir ist diese Art (Brust & Eierstock Krebs)aber Genetisch bedingt und leider wurde mir mitgeteilt das ich zu 50%die Erbmasse weitergegeben haben könnte🙈.Meine Tochter ist jetzt 20 Jahre alt und ich soll sie zum Gen Test schicken wenn sie 23j ist.Bei diesem Gedanken, dreht es mir den Magen um🥺.Ich kann dich gut verstehen, mich beruhigt Wissen auch.Ist deine Tochter schon in Behandlung? Wie wurde das festgestellt?Ich wünsche Dir und deiner Tochter ganz viel Liebe und Kraft, für den weiteren Weg.

    Ganz liebe Grüße

    Jacqueline

  • Liebe Aime,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Deine Angst verstehe ich sehr gut, Du möchtest gerne helfen und unterstützen, aber Du weißt nicht wie. Magst Du ein wenig über Deine Tochter berichten? Ich wünsche Euch beiden alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Ja, meine Tochter fühlte sich letztes Jahr so ab September einfach nicht mehr wohl. Sie bekam Schmerzen im linken Unterbauch, die wurden immer schlimmer.

    Von Leistenbruch über Lendenwirbelverschleiß bis zu Divertikulitis war alles auf der Hitliste der Ärzte. Sie war zweimal in der Notaufnahme in zwei verschiedenen Krankenhäusern.

    Ein MRT wurde bei einer Praxis gemacht, da es hieß vor Februar wäre in dem einen Krankenhaus nix frei 🥺.

    Schließlich 4 Wochen Entzündungshemmer gegen Divertikulitis . Dann Darmspiegelung, alles in Ordnung. Die immer schlimmer werdenden Schmerzen, ja das könnte vielleicht auch noch Einbildung oder psychisch sein.

    Spritzen in die Wirbelsäule, Einrenken, es war ein Irrsinn.

    Dann hatte sie in einem Krankenhaus einen Termin in der chirurgischen Ambulanz, und wurde aufgrund der ungenügenden Angaben auf der Überweisung weggeschickt . Sie solle eine Woche später kommen, heute wäre nur Sprechstunde für Knochendinge.

    Halb wahnsinnig vor Schmerz ist der Lebenspartner meiner Tochter mit ihr zurück zum Hausarzt und von da direkt in ein anderes Krankenhaus gefahren.

    Und da war endlich eine Ärztin, die sofort erkannt hat, daß etwas Schlimmeres in ihr war.

    Der Op Plan wurde sofort über den Haufen geworfen.

    Endergebnis ein Eierstockkarzinom. 10 cm.

    Der Arzt sagte, es sei noch verkapselt gewesen,und Stufe 1.

    Alles sei sonst sauber, und auch laut histologischer Befund nichts weiter vorhanden. Ist jetzt etwas laienhaft, aber besser kann ich es jetzt nicht sagen. Sie muß keine Chemotherapie machen, allerdings unter Kontrolle bleiben.

    Meine Tochter ist jetzt noch sehr geschwächt, sie hatte nur noch 46 kg. Es geht langsam aufwärts, aber das Entsetzen und die unglaubliche Art und Weise der Behandlung ,sitzen tief.

    Ich mache mir große Sorgen, traue dem Frieden nicht so ganz.

    Jetzt wo sie so weit unten war,jetzt überschlagen sich alle Akteure, sie wird behandelt wie ein rohes Ei.

    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen.

    Soviel mal fürs Erste.

    Ich weiß nicht, ob ich das hier im Forum richtig mache, muss noch etwas üben.

    Damal bei meinem Mann habe ich auch nächtelang im Forum für Prostatakrebs gelesen und mich schlau gemacht.

    Liebe Grüße

    Ich habe noch viele Fragen, und auch noch zu erzählen. Es hilft mir, wenn ich schreiben kann

    Meine Tochter will das lieber nicht so viel erörtern, will einfach weiter ihre Arbeit machen und sonst nix. Ihr Vater war auch so.

    Liebe Grüße.

  • Aime


    Hallo und Willkommen in der EK Truppe. Du bist Angehörige und auch das ist sehr schlimm das alles als Mutter miterleben zu müssen.

    Eierstockkrebs ist leider schwer zu erkennen, ich hatte auch Darmspiegelungen, Magenspiegelung und kein Resultat. Alles was ich hatte war Gewichtsabnahme und Durchfall......


    Wichtig ist, dass sie jetzt operiert ist! Da ist schon mal ein grosser Schritt in die richtige Richtung gemacht. 46 kg klingt nicht prickelnd, ich hatte nach der OP 48 kg und du darfst nicht vergessen, es war eine schwere OP, aber das Resultat klingt ja schon mal TOP! Gratuliere, dass der histologische Befund gut ist, eine optimale Voraussetzung für eine Genesung.

    Ich verstehe auch deine Tochter, dass sie derzeit nichts hören will über dieses Thema. Ich habe mich hier erst nach OP und Chemos angemeldet, vorher wollte ich von nichts wissen, die schlechte Diagnose zu verkraften und in den Kopf „hineinzubekommen“, das ist sehr schwer. Mitten aus dem Leben ausgebremst zu werden, das ist ein grosser Schock.


    Bitte, lies dich im Forum in Ruhe ein, aber denk dran: wir sind alle keine Ärzte, wir sind Betroffene und jeder Körper ist anders.
    Alles Gute für Dich und deine Tochter und bitte, halte uns auf dem Laufenden.
    Küsschen aus Wien

  • Liebe Aime

    Ach, was für ein Albtraum, erst Dein Mann und nun Deine Tochter. Bewundernswert, dass du soviel Kraft hast und wie gut für Deine Tochter. Kenne mich mit Eieestockkrebs nicht aus, aber es klingt doch hoffnungsvoll. Nun soll sie schnell wieder zu Kräften kommen.


    Ich habe Brustkrebs und bin nächsten Monat fertig mit der Behandlung.


    Liebe Grüße und alles Gute für Euch

    🍀🍀🍀🍀

    Caro