Medikamentenknappheit

  • Bonny und Frieda: Das stimmt so nicht. Unsere Krankenkassen wollen Medikamente zum Schleuderpreis. Diese können mit ständig steigenden Qualitätsanforderungen und steigenden Löhnen nicht kostendeckend in D produziert werden. Also wird die Produktion dorthin verlagert, wo die Löhne und die Qualitätsanforderungen der Bezahlung unserer Krankenkassen entsprechen. Das ist schlimm, aber Lebensrealität. Man kann es auch daran merken, dass kaum noch ein inovatives Medikament in D erstzugelassen wird. Auch das war früher anders.

  • Weiss jemand wie es mit Capecitabin aussieht?

    Ich habe noch Tabletten für etwa eine Woche. Am Montag bekomme ich erst das neue Rezept.

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Liebe SusiSum , es ist ein Teil der Geschichte. Es sind die Entwicklungskosten aller Produkte und zukünftiger Produkte, die auf alle verkaufsfähigen Medikamente des Herstellers beaufschlagt werden, diesen Kostenanteil zu tragen haben.

    Gleichzeitig will der Hersteller eine Gewinnrendite, in den 80er Jahren war dies mindestens 10%, und dies nach Steuern.

    In der Medizinbranche sprach man immer vom Vergoldungsfaktor, hier kann man satt Geld verdienen.


    Die Zeiten haben sich geändert. Die Krankenkassen kämpfen ums Überleben, grosse Rücklagen habe diese nicht. Eine Krebsbehandlung kostet enorm viel. Jeder weitere zusätzliche Krebspatient ist für die Kasse eine finanzielle Herausforderung. Leider ist die Tendenz steigend, steigend in Erwartung der Erhöhung von Erkrankungen, besonders bei jüngeren Menschen.


    Das verlagern ins Ausland bedeutet nur, Kostenvorteile auszunützen. Die Produktionen sind vollautomatisiert, so viele echte Menschen sind bei Brot und Butter Medikamenten nicht mehr beschäftigt. Die Lohnsteigerungen waren in den letzten 20 Jahren sehr moderat. Wenn ich dir sage, dass ein deutscher Arbeitnehmer im Hinblick auf Inflation, Währungsumstellung, Lohnentwicklung und Preisentwicklung, nicht einmal das verdient, was annährend Ende der 80ger Jahre verdient hat, wirst du es mir vermutlich nicht glauben.


    Der Skandal ist doch, dass die Kontrollen sehr lasch sind, und nicht gewissenhaft garbeitet wird. Aufträge bekommen Subunternehmer die absichtlich betrügen, Fälschung und Verunreinigung zulassen, damit dieser Gewinn grösser wird.


    Die hiesigen Auftraggeber werden handeln müssen, auch ihr guter Name steht auf dem Spiel.


    Sil

  • Ich habe heute, aufgrund der Diskussion hier, bei meiner Apotheke angerufen. Sie haben für mich eine Packung Letrozol beiseite gelegt. Guter Service, finde ich.

    LG, Moni13

  • Sil

    Naja, wenn ich meine krankenkassenbeiträge und die meines Arbeitgebers der letzten 40 Jahre addieren, kann ich einige Krebs Therapien finanzieren. Bis jetzt bin ich trotz Faktor 3,5 bei 60.000 euro. Ok strahlen fehlen noch, dann ist die primärtherapie abgeschlossen...

    Also kostet die gesetzliche Behandlung keine 20.000.


    Da finde ich es nicht fair zu sagen wir krebsis sind so teuer sodass nurnoch minderwertige Medikamente aus Asien bezahlt werden können.


    Der Skandal ist dass die Unsummen unserer Beiträge in einem maroden System versacken indem ich als Patientin durchs Krankenhaus renne um meine Akten zu finden, damit mir der Operateuer sagen kann, was er operieren wird.

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Liebe Caro_caro ,


    Da finde ich es nicht fair zu sagen wir krebsis sind so teuer sodass nurnoch minderwertige Medikamente aus Asien bezahlt werden können.

    Manche Themen sind so komplex und werden leider sehr vereinfacht dargestellt. In Twitter-Zeiten mittlerweile üblich, ich kenne es Gott-sei-Dank noch anders, es gibt kein Schwarz-Weiß.


    Ich breche eine Lanze für die Krankenkassen, keine(r) von den Verantwortlichen will Krebskranke mit minderwertigen Medikamenten behandeln lassen. Im Gegenteil, es werden die hohen Preise an die Krankenkassen weiter gereicht. Das Preiskartell konnte ja erst durch die Pauschalen teilweise gebrochen werden. Ist in anderen Branchen ebenso. Die Kostenvorteile einer Auslandsprodution kommen in die Kalkulation, die Preise bleiben als hätte man im Inland produziert.


    Die hohen Medikamentenpreise sind eben ganz pauschal einfach gesagt, Forschungkosten + Produktionskosten + Gewinn. Und der Forschungsanteil ist sehr hoch, der sich oft in Luft auflöst und nicht in eine erfolgreiche Produktion umgesetzt werden kann.


    Krankenkassenbeiträge müssen bezahlbar bleiben, wenn es für oben keine Grenze gibt, dann gibt es eine Entwicklung die sehr sehr ungerecht wird und unsozial ist. Es kann doch nicht sein, daß sich tatsächlich nur reiche Bürger versichern können. Bis jetzt haben wir Versicherungspflicht, wer weiß was in 10 Jahren ist.


    Sil

  • Liebe Rosa25 , die Apotheken hier (Baden-Württemberg) bestellen öfters mal im Ausland, wenn etwas hier nicht lieferbar ist. Das dauert dann 1 bis 3 Tage.
    Oder es kommt grundsätzlich aus dem Ausland.

    Mein Letrozol z.B. kommt aus England, das vertrage ich ganz gut, bekomme es allerdings von Anfang an (seit Ende Mai 19) und kann deshalb nicht vergleichen.

    Wenn der Brexit vollzogen ist, werde ich vermutlich auf einen anderen Hersteller umsteigen müssen.

    Mein Schmerzmittel Ar..xi. (Wirkstoff Etoricoxib) wird z.T. in Italien oder sonstwo als Import oder „Re-Import“ bestellt, da zahle ich dann freiwillig einen zusätzlichen Betrag, zusätzlich zum 10 € Selbstbehalt. Es macht mir nichts aus, und die Apotheke fragt mich dann vorab ob ich mit einem Import oder Re-Import einverstanden bin, bzw beim Ar..xi. sage ich der Apotheke dass ich nur etwas will wo Ar..xi. draufsteht, egal welcher Hersteller und dass ich die Differenz zahle.

    Es müsste doch möglich sein, dass die Apotheken in Österreich auch im Ausland bestellen können.
    Viel Glück und liebe Grüße, Tina

  • Liebe Sil,

    Du scheinst dich mit den gesetzlichen bzw. privaten Krankenkassen auszukennen.

    Dann erklär mir mal bitte, warum wir in Deutschland weit über 100 GKV brauchen, also AOK, Ersatzkassen, Betriebskrankenkassen usw.


    Jede dieser GKV hat drei Vorstände und jeder Vorstand geht mit mindestens 250k Jahresgehalt nach Hause.


    Ich musste erleben, dass drei Tage nach der 2. bzw. 3. Chemotherapie eine Mitarbeiterin der GKV anruft und fragt, wie lange meine Behandlung andauern wird? Ich dachte, das darf nicht wahr sein. Damals hätte ich gute Lust gehabt, die in ihrer Geschäftsstelle aufzusuchen, die Perücke vom Kopf zu reißen und auf die Theke zu knallen und sie zu fragen, ob sie mit mir tauschen will.


    Tut mir leid, dass ich mich so ereifere, aber ich hab kein Mitleid mit den GKV!

    Warum reichen nicht soviele GKV wie es Bundesländer gibt, aus?


    Hier ist die Politik gefragt, aber die Lobbyisten tun da ganze Arbeit!

    Liebe Grüße nach Stuttgart

  • Liebe Dorca , was Du da erlebt hast ist unverschämt von der KK Sachbearbeiterin - oder einfach gedankenlos ? Mir persönlich ist so etwas ähnliches noch nie passiert, Mann und Sohn auch nicht.


    Was die Vorstände der KK angeht, so verdienen die bei den „großen“ bekannten GKVs mit Auto, Boni usw erheblich mehr (bis zu knapp 400000) die bei diversen AOKs, BKKs und IKKs auch erheblich weniger (auch weit unter 200000), je kleiner, desto niedriger, bei manchen ganz kleinen ist „Vorstand“ wohl eher ehrenamtlich mit einer kleinen Vergütung.


    Dass es in Deutschland soviele gibt, ist historisch gewachsen.

    Früher waren sie - bis auf die AOKs, die allen offen standen - begrenzt auf bestimmte Berufsgruppen oder Branchen.
    Ich als kaufmännische Angestellte war bei der KKH, Alternative war die DAK und natürliche die AOK. Das war in den Siebzigern.

    Mein Vater als Maschinenbau Ingenieur war natürlich in der TK.

    Die großen Firmen hatten ihre eigene BKK, meine Mutter arbeitete bei Bosch und hatte als Alternative auch die TK.
    Die IKKs waren natürlich für die Handwerker, und da kamen auch nur Mitarbeiter der Handwerksfirmen rein.

    Im Zuge der Liberalisierung wurden - da man sich vom Wettbewerb niedrigere Kosten erhoffte - all diese Kassen für Alle geöffnet; natürlich konnte der Gesetzgeber nicht einfach welche schließen, das wäre ja u.a. schlecht für den Wettbewerb gewesen. Und wir sind hier eine Demokratie, keine Diktatur.

    Inzwischen haben sich ja manche KKs zusammen getan, es sind also weniger geworden. Viel weniger.

    Über 1100 im Jahr 1990. Dann von 420 im Jahr 2000 runter auf jetzt 105 , Stand 01.01.2020.


    Liebe Grüße, Tina :hug:


  • Liebe KatzenMom 64, liebe Tina,

    historische gewachsen ist gut, so ähnlich verhält es sich auch mit den Kirchen nach der Säkularisierung , da treibt heute noch der Staat das Geld ein.

    Bis vor 3 Jahren waren es noch mehr als 300 GKV, das ist mir schon bekannt. Es ist mir auch bekannt, dass die GKV Abteilungen unterhalten, um die Mitglieder durch Ablehnungen und Anrufe einzuschüchtern.


    Für mich sind diese Gehälter der Vorstände unnötig, denn die Leistungen der GKV unterscheiden sich nicht wirklich.


    Okay, die BK vom Daimler zahlt für die Perücke rund 150 Euro mehr, als der Rest der GKV, aber da kommt auch nicht jeder rein. Was ich mit meiner GKV, während den letzten Monaten erlebt habe, hätte ich mir nie vorstellen können.

    Liebe Grüße Doris

  • Liebe Dorca , so wie KatzenMom 64 geschrieben hat, geht diese Konsolidierung schon über längere Zeit. Eine Ende ist noch nicht da. Geplant sind weitere Zusammenschlüsse die in den nächsten 10 Jahren geschehen sollen. Politisch arbeiten die Parteien an diesem Konzept. In Ba-Wü gibt es noch politische Fürsprecher gegen dieses Konzept.


    Eines kann ich Dir aber mit Sicherheit sagen, du wirst davon keinen persönlichen Nutzen haben.


    Unser Wirtschaftssystem heisst freie Marktwirtschaft und alles ist auf Gewinnorientierung ausgelegt. Für uns als Wähler und BürgerGesellschaft, wäre es doch einmal legitim, dies in Frage zu stellen.

    Warum müssen Krankenhäuser und Pflegeheime Gewinne erwirtschaften ? Reicht nicht die schwarze Null ? Stellt doch einmal diese Fragen an eure Abgeordneten. Höchstwahrscheinlich bekommt ihr keine Antwort, ich bekam auch keine :/


    Sil

  • Liebe Caro_caro , ich habe in den letzten 20 Jahren nicht schlecht verdient, mein Arbeitgeber und ich haben gut eingezahlt, war nie richtig krank außer in 1999 mal 1 Woche in Klinik, aber keine OP, und vor 3 Jahren mal 3 Wochen krank geschrieben, zu Hause, war billig für die KK; hab mich immer dagegen gewehrt in eine Private KV zu wechseln (Gottseidank :hot:jetzt könnte ich nicht mehr zurück weil über 15 Jahre freiwillig in GKV versichert), habe immer gerne für die Gemeinschaft mitgezahlt - und mir nicht träumen lassen dass ich mal „chronisch“ krank werde.


    OP oder Bestrahlungen hatte ich (bis jetzt) nicht, aber meine “Palliative Therapie” kostet ca 2950 € für 4 Wochen (Kleinigkeiten wie Letrozol, IBU 600, Ar..xi. inkl.) das sind 38350 € im Jahr, wobei die “Kleinigkeiten” nur ca 400 € im Jahr ausmachen.


    Das teure sind die 2 Medis der Originalhersteller, weil noch unter Patentschutz, nehme ich an. Kisqali und Xgeva. Ob ich noch leben werde, wenn der jeweilige Patentschutz aufhört oder die Hersteller Lizenzen an andere Pharmafirmen vergeben - so dass die Medis VIEL VIEL BILLIGER werden ? Keine Ahnung.

    Schlecht für meine KK und die Versichertengemeinschaft wenn ich noch 7 oder 8 Jahre leben sollte - ab September bin ich Rentnerin - grob überschlagen wäre in 7 bis 8 Jahren dann alles „aufgebraucht“ was für mich in den letzten 30 Jahren eingezahlt wurde.


    Und bei diesen 38350 € pro Jahr sind die Kosten für 3-4 monatliche Re-Stagings (Ganzkörper CT & Schädel/Orbital MRT) und die Besuche in der Tumorsprechstunde Frauenklinik alle 4 Wochen, beim Hausarzt 1-2mal pro Quartal und zur Tumor Sprechstunde & diverse Untersuchungen in der Augenklinik alle 3 Monate NICHT mit eingerechnet !!! Ich hab keine Ahnung was diese kosten.


    Also ich krieg schon manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich an die Kosten für mein Überleben denke - andererseits funktioniert meine Therapie (noch) sehr gut, und ich lebe gerne. Sogar sehr gerne solange es mir noch so gut geht.


    Noch sind wir Alten und Kranken nicht in der „Soylent Green“ Verarbeitung angekommen (SF Film von 1973, Ökokrimi nur war „Öko“ zu der Zeit kein Schlagwort).


    Und ich danke von ganzem Herzen Gott, den Sternen, der Vorsehung, dem Schicksal, wer oder was auch immer mich vor 30 Jahren zurück in die BRD geführt hat, und die weise Vorausssicht (und Möglichkeit - Beamte z.B. dürfen wohl nicht in die GKVs) dass ich immer brav in der GKV geblieben bin.


    Liebe Grüße, Tina

    :hug:

  • Liebe Sil , erstaunlich wie fit wir nach Mitternacht noch am diskutieren sind ... ;)


    Ganz im Ernst, ich stimme Dir bei, einen Nutzen für die ganzen Konsolidierungen (egal so) wird es für Max Mustermann nicht geben.

    Und warum müssen wir an der unseligen freien Marktwirtschaft und Profitorientierung um jeden Preis festhalten ?

    Vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich sind die Auswirkungen ja besonders schlimm.

    Weil die Mehrzahl der Bürger (zumindest der wählenden Bürger) es anscheinend so will.

    Ein Umdenken ist in so vielem dringend nötig, ich weiß nicht ob ich noch eine Änderung zum Guten erleben werde; wenn ich ganz ehrlich bin, meine letzte Teilnahme an einer Demo liegt so 3 Jahre zurück, und jetzt habe ich nicht mehr die Kraft, mich auch noch aktiv politisch einzusetzen ?( das überlasse ich jetzt anderen.

    Liebe Grüße und eine gute Nacht, Tina :hug:

  • Liebe KatzenMom 64,


    als ich Deinen obigen Beitrag las dachte ich zum Teil es wäre meine Geschichte.

    Seit fast 20 Jahren freiwillig mit Höchstsatz in der GKV versichert, weil ich den Solidaritätsgedanken sehr wichtig finde.

    Trotz 100% Schwerbehinderung wegen einer schon länger bestehenden Erkrankung/Behinderung kaum zu Lasten der Solidargemeinschaft krank gewesen.
    Auch OP und Bestrahlung ohne Arbeitsunfähigkeit hin gekriegt.

    Endopredict - von meiner Kasse auch im Widerspruchsverfahren abgelehnt. Es spiele keine große Rolle, dass dadurch Chemo mit vielen Kosten (dann auch Krankengeldhöchstsatz für mich) eingespart werden kann. Soviel zur ökonomischen Kalkulation in meiner Kasse.

    Im März ist ein Jahr nach der Erstdiagnose um. Der Tumor konnte in der Mamographie nicht und im Ultraschall nicht wirklich gesehen werden. Also geht nur MRT. Das aber will meine KK nicht. Sie zahlen ja schließlich schon mein Letro... welches auch aus England kommt.

    Wenn es also hart auf hart kommt werde ich auch das MRT selbst bezahlen wenn ich eine Nachsorge haben möchte, die aussagefähig ist.


    Vor dem Letro....wechsel habe ich große Sorgen, denn ich kann mich vor Schmerzen jetzt schon kaum noch bewegen. Da ist diese Abhängigkeit von der Unberechenbarkeit der Weltpolitik und der internen Politik in diesem Land manchmal Angstmachend.


    Ich habe aber auch 30 Jahre meines Lebens (genau die Hälfte) in einem Land gelebt, wo Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund stand. Besser war das auch nicht wirklich, weil ohne Leistungsgedanken und Leistungsanreize eben auch nichts wird. Die Wahrheit liegt m.E. irgendwo in der Mitte und im Moment scheint alles zwischen Extremen zu pendeln, was dazu führt dass viele, auch besonders Gutwillige überfordert werden und entweder innerlich kündigen oder nur noch partiell reagieren.

    Das ist insgesamt schlimm, aber wir werden wohl damit leben müssen.


    Ich denke in ein paar Jahren haben wir noch weniger Krankenkassen. Wir werden sehen was dann anders ist.


    Ich verfolge das alles mit Interesse, normalerweise auch mit einer gewissen Distanz und versuche mich so gut es geht auf Veränderungen vorzubereiten. So sind 2 Packungen Letr..... im Vorratsschrank.


    Susi

  • Liebe KatzenMom 64 ,

    Mach dir bitte kein schlechtes Gewissen.

    Ich wäge ab, welche Leistungen ich in Anspruch nehme. Was ich brauche, erst recht zum Überleben, nehme ich.


    Meiner Meinung nach läuft es auf eine Kopfversicherung hinaus mit privaten Bausteinen.

    Und dass eine Bundesrepublik, die mal die Apotheke der Welt war, sich Lieferengpässe leistet ist schon harter Tobak.

    Noch gibt es keine Pille die ausgeschöpften Humane Ressourcen in die ewigen Jagdgründe befördert.

    Kenne da auch so einen Film. 😀 Der heimliche Traum vieler BWLer.


    Lg Caro

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

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    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Liebe KatzenMom 64 ,


    ich glaube wir beide haben Schlafstörungen:)


    Soylent Green kenne ich auch sehr gut, dieser Film aus grauer Vorzeit, hat mich auch einmal sehr bewegt. Es bewahrheitet sich doch. Überbevölkerung, große Armut, eine kleine Sonderklasse von Menschen, erschöpfte Ressourcen.


    Vorräte von wichtigen Medikamenten anzulegen, ist eine gute Idee.


    Sil

  • Hallo zusammen,


    Meine gyn hat ja versucht an den Impfstoff für die Gürtelrose für mich zu kommen der ist auch nicht überall sofort verfügbar.


    Stehe in meiner Apotheke auf einer Liste und wenn ich dran bin rufen Sie mich an. Da man allerdings 2 Impfungen innerhalb von 6 Monaten dazu benötigt hat mir die gyn direkt zwei Rezepte mitgegeben was sie normal so nicht darf.


    Sie erzählte mir das es mit dem Impfstoff für Gebärmutterhalskrebs noch schlimmer ist weil in China selbst gerade eine impfpflicht dafür eingeführt wurde und so erst für die Chinesen selbst produziert wird.


    Schade das unsere Pharmafirmen alles ins Ausland verlagert haben und nun nicht mehr reagieren können.

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Gestern erst, habe ich in den Nachrichten gehört, dass manche Politiker fordern, dass die Produktion wieder teilweise zurück verlegt werden soll. Wenigstens zurück nach Europa.


    Im Süddeutsche Raum wurden mal viele Medikamente hergestellt. Was kommt schon aus 🇨🇳?

  • Das wäre tatsächlich sehr wünschenswert. Nur leider kann unsere Politik nur fordern/ sich was wünschen. Entscheiden tut die Pharmaindustrie.😡 Und Strukturen, die einmal kaputt sind sind schwer zu reaktivieren.

  • Tja, jetzt liegt das Kind im Brunnen! Ich denke auch, es wird dauern, bis wieder in Europa produziert werden kann. Ich frage mich, was mit anderen lebenswichtigen Medikamenten ist, die z. B. im Intensivbereich oder der Anästhesie dringend benötigt werden?

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.