Bestrahlung bei gynäkologischen Krebserkrankungen

  • Hallo liebe Foris,

    jetzt versuche ich es auf diesem Weg.

    Ich bin Brustkrebspatientin und hatte bei meinem ersten Krankenhausaufenthalt eine sehr liebe Bettnachbarin, mit der ich auch immer noch Kontakt habe.

    Sie möchte aber selber nicht schreiben, wäre aber für Infos von anderen Betroffenen sehr dankbar.

    Sie hatte einen großen schnellwachsenden Bauchtumor (laut Histologie Gebärmuttergewebe)

    Es folgten sehr große OP mit Entfernung vieler Lymphknoten, 3 x Chemo, 30 Bestrahlungen u aktuelle wieder 2 x Chemo.

    Leider haben die Bestrahlungen bei ihr viele Probleme im Bauch verursacht, Krämpfe von Blase u Darm, manchmal Inkontinenz, Nahrungsunverträglichkeiten, u.ä. Sie macht sich große Sorgen, was bleiben könnte , was mit der Zeit verheilt u ich habe die Erfahrung hier in dem Forum gemacht, das Betroffene es am besten verstehen können. Vielleicht gibt es auch Tipps, die die Beschwerden lindern.

    Bin gespannt auf eure Antworten joinma

  • Moin @All!


    Ich habe Gebärmutterhalskrebs, wurde bereits tumorfrei operiert, aber das Mistvieh hatte eine Lymphbahn infiltriert. Lymphknoten waren allerdings frei.

    Die Empfehlung ist in jedem Fall Bestrahlung, wie ich heute erfahren habe. Über Chemo wird noch entschieden, da ich mich mit meinem Befund in einem absoluten Graubereich bewege und nach Aussage der Strahlenärztin noch so jung bin...


    Kann mir jemand sagen, was mich bei der Bestrahlung erwartet? Wie das für jemand mit ähnlichem Befund war?

    Ich weiß, dass ich 28x Bestrahlung von außen bekommen soll, danach noch ein paar mal von innen :|


    Bin für eure Antworten dankbar!



    Herzlichst Kiki

  • @Kiki72 Hallo Kiki, ich hatte zwar einen Gebärmutterkrebs aber habe auch Bestrahlung von innen bekommen.

    Ich persönlich fand die Bestrahlung nicht so schlimm, du liegst auf einem Gynologischem Stuhl oder Bett und bekommst eine Art Trichter in die Scheide, dadurch läuft dann das Teil was die Strahlen abgibt. Es ist zwar ne etwas blöde Situation aber es tut zumindest nicht weh.

    Das ganze dauert etwa insgesamt ne dreiviertel Stunde, die Bestrahlung selbst war bei mir 10 Minuten.

    Wenn du mit den Bestrahlungen durch bist, kann es sein das deine Scheide von innen sehr trocken ist, ich musste dann mit Bepan....

    getunkte Tampons, die ich extra vom Krankenhaus bekommen habe, immer Nachts einführen.

    Das ganze ist jetzt bei mir gut 2 Monate her, meine Scheide ist immer noch enger und empfindlicher wie vorher, du kannst dir aber auch einen Delator vom Arzt verschreiben lassen, der ist zum weiten der Scheide gedacht, fängt bei kleinem Umfang an und steigert sich dann.

    Zu der Bestrahlung von außen kann ich dir leider nichts erzählen aber vielleicht meldet sich Dorca noch ,die hat das ganze gerade hinter sich gebracht und kann dir sicher etwas dazu sagen.

    Bei mir war es im übrigen auch so das mein Befund sich in einem Graubereich bewegte, ich habe die Bestrahlung dann auf anraten der Tumorkonferenz als Vorsichtsmaßnahme gemacht.

    Ich persönlich kann besser damit Leben es gemacht zu haben auch wenn vielleicht doch noch ein Rezidiv kommt als . Aber so kann ich immer sagen ich habe alles getan was möglich ist.

    Es tut mir Leid das auch du dich mit diesem scheiß Thema befassen musst:(

    Aber hier im Forum wird immer jemand sein der dir zuhört :)

    Lieben Gruß

    Manuela

    Du kannst den Wind nicht ändern aber die Segel richtig setzen

    Einmal editiert, zuletzt von bela63 ()

  • Liebe @Kiki72,

    Bei mir wurde Endometriumkarzinom diagnostiziert. Nach 2 OP’s hat sich herausgestellt, dass einer der 17 entfernten Lymphknoten Krebszellen aufweist. Deshalb wurde Chemotherapie und Bestrahlung empfohlen. Es waren 28 Bestrahlungen von außen, insgesamt mit zirka 50 Gry, aufgeteilt. Ich hab die 28 Bestrahlungen gut überstanden. Es kann der Darm und die Blase zicken. Bei mir war’s der Darm mit Durchfall und vermehrten Stuhlgang. Sobald ich oben was rein gesteckt habe, also etwas gegessen habe, musste ich auf die Toilette. Aber Durchfall war besser als die Verstopfung unter Chemo. Ich hab das immer gleich den Damen am Bestrahlungsgerät berichtet, dann hatte ich ein Gespräch mit dem Strahlenarzt. Der empfahl Banane und dunkel Schokolade. Die Schleimhäute sind bei mir auch sehr trockenen, ich soll ebenfalls Tampons mit Beph. über Nacht einführen und das bis 8 Wochen nach Bestrahlungsende. Ach ja, die Bauchdecke fühlt sich gespannt an. Laut Arzt, ist das die Muskulatur und vergeht wieder. Müdigkeit ist nach zirka 14 Tage aufgetreten. Ich bin täglich mit dem Taxi in die Klinik gefahren. Wichtig ist, immer gleich mit den Leuten sprechen, wenn es zu NW kommt. Ich hatte eine Erkältung, aber die Bestrahlungen wurden trotzdem durchgeführt, erst bei Fieber 🤒 wird ausgesetzt. Einmal die Woche gibt’s ein Gespräch mit dem Arzt. Ich hab ein DIN 4 Blatt mit Empfehlungen erhalten. Wie keine enge Kleidung tragen, welche NW auftreten können ect. Das schaffst du!

    LG Doris

  • Liebe bela63 und liebe Dorca !

    Toll, dass ihr euch gemeldet habt. Danke dafür!

    Das liest sich ja gut schaffbar.

    Wobei ich zugeben muss, dass ich lieber darauf verzichten würde. Aber ich möchte mir auch nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben, um gesund zu werden und zu bleiben!


    Eine Frage noch: wart ihr krank geschrieben? Hättet ihr arbeiten können?


    Herzlichst

    Kiki

  • @Kiki72

    Ich bin seit Anfang der Diagnose krank geschrieben, was aber auch mit daran liegt das meine Arbeit relativ schwer ist, ich werde im Februar mit Wiedereingliederung anfangen.

    Das liegt ein bisschen an jedem selbst und natürlich daran was du für einen Job ausgibst.

    Du kannst den Wind nicht ändern aber die Segel richtig setzen

  • Liebe @Kiki72

    ich war vom Folgetermin Screening au, allerdings Diagnose gutartige Brusterkrankung, dann einen Tag arbeiten (Arbeitsplatz aufräumen) und bin dann ind KH uns war ab da auf Brusterkrankung bösartig au. Ich hoffe auf Wiedereingliederung ab März. Bissel Zeit will ich mir nach der Reha schon noch lassen.

    Wenn dir das Schicksal Steine in den Weg legt, heb sie auf und bau ein Schloss draus! ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Beitrag geteilt.

  • Danke, ihr Lieben, für eure Rückmeldungen!

    Ich hatte heute ein einstündiges Gespräch mit der Strahlenärztin. Bestrahlung soll ich auf jeden Fall machen. 28 x perkutan, 2 Brachy.

    Die Risiken und Nebenwirkungen sollte man besser auch nicht alle wissen. Gegen die mögliche Scheidenverengung hat sie mir Sex empfohlen ;)

    Warum nicht?

    Wir hatten ein echt gutes Gespräch und daher war diese Aussage gut und überhaupt möglich!


    Ob zusätzlich noch Chemo erfolgen soll, dazu konnte sie mir nicht raten. Auch die Kollegen von der Onkologie waren unsicher. Ich kann es also auswürfeln.

    Hm...

    Ich werde drüber schlafen...

  • Liebe bela63, liebe Danka ,


    Während der Chemo- und der Bestrahlungstherapie ging’s mir eigentlich besser als zur Zeit. Seit 10 Tagen habe Probleme mit der Muskulatur. Ich kann mich kaum bewegen. Bestrahlungsende war 18.12. ich war so gut drauf. Ich vermute, dass es mit der Bestrahlung zusammenhängt. Denn schon während der Bestrahlungen hat sich die Bauchdecke hart angefühlt. Beim Abschlussgespräch meinte der Arzt, dass das wieder nachlässt. Pustekuchen, Stehen, liegen sitzen, gehen nur unter Schmerzen.


    Habt ihr auch solche Probleme?


    Wenn’s nicht besser wird, dann geh ich am Montag in die Notaufnahme der Klinik. Ich soll doch am Donnerstag in Reha fahren, aber unter den jetzigen Voraussetzungen trau ich mir das nicht zu.


    Liebe Grüße Doris

  • Hallo Dorca , die Probleme mit den Muskelschmerzen hatte ich auch. Letzte Chemo war ende April und erst rd. 7 Monate später ist das besser geworden. Meine Vermutung war immer, dass das die Chemo war (4xEC und 12xPacli). Die Paclichemos gehen ja auf Nerven und die hat man ja auch in den Muskeln. 6 Monate Chemo brauchen auch zeit wieder abgebaut zu werden.

    Aber so schlimm wie du es schilderst war es bei mir nicht.

    Vlg & hoffentlich geht es dir schnell besser

  • @Kiki72


    Ich verstehe nicht warum du keine chemo dazu bekommst?

    Mir wurde erklärt das eine radiochemo besser als nur Bestrahlung ist, die chemo wird auch „nur“ als Katalysator für die Bestrahlung eingesetzt um potentielle metas die noch nicht nachweisbar sind Platt zu machen.

    Bist du denn schon in der bestrahlungsrunde? Und wenn ja wieviel hast du schon geschafft?

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe BiggiL !


    Kein Arzt hat bei meinem Befund definitiv ja oder nein zur Chemo gesagt. Die Leitlinien sind zu schwammig, Fachliteratur gibt auch nichts her. Ich habe schon den Eindruck, dass sich alle Beteiligten viel Mühe gegeben haben. Mein Tumor hatte Konferenz in der Klinik, in der ich operiert wurde und in der, in der ich bestrahlt werde. Die Kombi, die ich mitbringe, ist einfach sehr selten.


    Die Entscheidung gegen Chemo habe letztlich ich selber abgewogen und getroffen. Ich glaube, dass mir diese mehr geschadet als genützt hätte.


    Ich habe morgen meine 10. Bestrahlung. Dann ist 1/3 geschafft!

  • @Kiki72


    Dann drücke ich dir die Daumen das du weiterhin gut durch die Therapie kommst und das du wieder gesund wirst ✊🏻✊🏻


    2 Brachy stehen auch an, ambulant oder stationär?

    Liebe Grüße

    Biggi

    _______________________________________________________


    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • BiggiL

    Ja, 2 Brachy darf ich auch "genießen". Ambulant.

    Die habe ich in die insgesamt 30 Bestrahlungen schon eingerechnet.


    Ich danke dir, für deine guten Wünsche.

    Einen positiven Verlauf wünsche ich uns allen! :)

  • Moin!

    Ich habe jetzt die Hälfte der Bestrahlungen rum. Zum Glück!

    Mir schlägt das ziemlich auf den Darm und ich bekomme Lop***id dagegen. Seit dem Wochenende habe ich immer wieder das Gefühl, mir stößt jemand einen großen Stein/Stamm in den Bauch. Alles verkrampft sich. Ich habe das Gefühl, es ist muskulär. Außerdem fühle uch mich schlapp und kränklich.


    Kennt das jemand so ähnlich?

  • Liebe Dorca Bei mir wurde der komplette Bauch bestrahlt in 22 Sitzungen,das ist jetzt fast 5 Monate her.Ich habe große Magen Darm Probleme mit Durchfall oder Verstopfung und fast immer einen Blähbauch,esse nur Baby Gläschen oder flüssig Shakes.Die Blasen Probleme und Entzündungen sind fast weg.Die Ärzte sagen mir immer Geduld, das Dauert halt alles seine Zeit.

  • Liebe @Kiki72,

    Gratulation, mehr als die Hälfte der Bestrahlungen sind geschafft.


    Sprich die Verkrampfung bei den Ärzte an. Frag was man machen kann. Das würde ich unbedingt tun. Hinterher heißt es, wie Nessie75 sagt, man muss Geduld haben.

    Grüße

  • ...noch 12 von 30. Yes!!


    Liebe Dorca !

    Ich habe die Verkrampfungen angesprochen. Gestern wurde Blut abgenommen, ein Ultraschall gemacht. Beides o.B.

    Meine Blutwerte sind sogar ziemlich gut.

    Heute Röntgen Mittelbauch. Dort konnte man dann an unzähligen Stellen im Darm dunkle Flecken sehen... Alles Luft!

    Dagegen hilft nur absolute Schonkost, keine Kohlensäure, viel Kräutertee (am besten Fenchel-Anis-Kümmel - wer mag, ich leider nicht) und Ibero***st.

    In ein paar Wochen ist der Spuk vorbei. Hoffe ich.


    Jetzt mache ich mir erstmal einen Kamillentee und schlafe dann ne Runde...:S

  • Liebe Mitstreiterinnen!


    Heute hätte ich eine von zwei Brachys gehabt, dann wäre ich nächste Woche endlich mit Therapie durch gewesen...

    Und? Was ist?

    Auf einmal eine Kontaktblutung bei der gynäkologischen Voruntersuchung. ?(


    Natürlich muss ich jetzt erst zu meiner Gyn zur Kontrolle, da die das in der Strahlentherapie nicht können mangels Geräten und mangels Befugnis.

    Und vielleicht ist dann kommenden Mittwoch die eine Nahbestrahlung...


    Was ein Sch***X/

    Ich wollte einfach nur mal fertig werden...


    Frustrierte Grüße von Kiki