Ich freue mich über jeden noch so kleinen Tip

  • Hallo zusammen,

    ich bekam April 19 die Diagnose Brustkrebs.

    Im Mai und Juni 19 also zweimal wurde ich brusterhaltend rechts operiert. Im Sept 19 bekam ich Bestrahlung. Mit Beginn der Bestrahlung begann ich Letrozol einzunehmen, seit 3 Monaten nehme ich Anastrozol .

    Ich habe extrem Nebenwirkungen auch unter Anastrozol . Extreme Gelenkschmerzen, besonders in den Fingern welche zudem geschwollen sind. Habe auch Schnappfinger, Sehnenentzündung seitlich vor Hand beidseitig, Schleimbeutelentzündung beide Schultern .

    Abgesehen davon dass diese Krankheit mir sehr zusetzt, werde ich Tag und Nacht durch diese Nebenwirkungen gequält.

    Ich erhoffe mir hier Tipps und Hilfe zu bekommen. Ich weiß nicht mehr weiter.

    Ich nehme seit Monaten Eq...sowie Vitamin D , Calcium, Magnesium und Kurkuma ein. Ebenfalls mache ich Sport Rehasport, Gerätetraining und bekomme Krankengymnastik und Lymphdrainage.

    Seit kurzem versuche ich durch Akupunktur die Nebenwirkungen zu minimieren.

    Aber bis jetzt ohne Erfolg.

    Gibt es evtl bei den Herstellern von Anastrozol bzgl der Qualität evtl Unterschiede?

    Ich freue mich über jeden noch so kleinen Tip!

  • Liebe Nali ,

    tatsächlich kann es sein, dass du das Medikament von einem anderen Hersteller besser verträgst. Das liegt dann aber nicht am eigentlichen Wirkstoff, denn der ist immer gleich. Ein anderer "Träger" des Wirkstoffs macht den Unterschied aus, so habe ich gelesen. Leider kann ich es nur laienhaft erklären. Auf jeden Fall solltest du einen Herstellerwechsel mit deinem Arzt besprechen.

    Allerdings sind die Aromatasehemmer bekannt für ihre Nebenwirkungen Muskel- und Gelenkschmerzen. Ich kämpfe auch damit. Bin aber dennoch froh, dass mir diese zusätzliche Waffe zur Verfügung steht.

    LG, Moni13

  • Ich nehme zwar Letrozol, liebe Nali , aber ich habe eindeutig Unterschiede bei verschiedenen Herstellern festgestellt. Das kann also möglich sein.


    Muss man einen Herstellerwechsel absprechen, Moni13 ? Bei mir ist es bei jedem neuen Rezept eine Wundertüte, welchen Hersteller meine KK denn dieses Mal akzeptiert.

  • Liebe Nali,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Deine Nebenwirkungen hören sich sehr schlimm an. Auch ich würde mit dem behandelnden Arzt sprechen, damit der über diese Beschwerden Bescheid weiß. Hier: "Hemmeraustausch" - das etwas andere Tagebuch zum Mitschreiben kannst Du schon über die Erfahrungen anderer Foris lesen, wenn Du magst. Vielleicht kommen hier ja noch gute Tipps von den anderen Foris. Ich wünsche Dir baldige Besserung und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

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  • Lieben Dank für eure schnellen Antworten!!

    Ich werde das mit dem Herstellerwechsel dann direkt mal angehen.

    Darf und kann mir da jemand von euch zu einem Hersteller raten oder wo kann ich das recherchieren?

    Ich möchte sehr gerne wieder im Februar arbeiten gehen, denke das wird meiner Psyche besser tun.

    Doch die Sehnenentzündung wird auch immer heftiger 😔 So kann ich kaum etwas leisten😴

  • Liebe BirgitDoT ,


    die Krankenkassen haben mit den jeweiligen Pharmaunternehmen Veträge, darum kann man sich auch nicht aussuchen von welchem Hersteller man sein Medikament bekommt.

    ABER, dein Arzt kann auf dem Rezept ein Kreuzchen machen, dass du nur das Medikament eines bestimmten Herstellers bekommst.

    Sprich deinen Arzt mal darauf an.

    Ich nehme TAM auch nur noch von einem bestimmten Hersteller, denn nach einem Wechsel ging es mir auch nicht so gut.


    Liebe Grüße Anja

  • Hallo liebe Nali und BirgitDoT , ich habe zuerst auch nicht gedacht, dass es bei den Herstellern solche Unterschiede gibt.(Letrozol)Als ich dann endlich auf die Idee kam, dass meine Bewerden damit zu tun haben könnten, wurde ich erstmal belächelt...Ich habe dann konsequent recherchiert, wann ich welches Rezept bekam und welcher Hersteller mir von der Apotheke gegeben wurde. Dazu habe ich meine NW dokumentiert...und es hat sich tatsächlich gezeigt, dass zumindest ein Produkt gar nicht geht, ein anderes aber relativ gut. Meine Ärztin hat mir es so verordnet...und dann war es nicht lieferbar ;(...als es dann wieder lieferbar war, hatte es meine KK es aus der Liste gestrichen...Meine Ärztin hat dann auch ein X bei Aut idem gemacht. Zusätzlich hab ich mir eine"Notfallpackung" auf PrivatRezept besorgt (Kosten ca.70€), falls es wieder Lieferengpässe geben sollte. Liebe Grüße Jorinde

  • Hallo und herzlich Willkommen Nali

    ich hatte unter Anastrozol ebenfalls mit (allerdings leichten) Gelenkschmerzen zu tun. Mein Tip diesbezüglich ist immer Sport, den du ja schon regelmässig machst. Ich musste dann nach einem Rezidiv auf Exemestan wechseln, seitdem habe ich bezüglich der Gelenke eigentlich keine nennenswerten Probleme mehr. Es wäre evtl. noch ein Plan B......ich wurde damals eigentlich vorgewarnt, daß Exemestan schlechter verträglich sei, ich vertrage es jedoch relativ gut. Mal mehr, mal weniger Hitzewallungen und meist leicht erhöhte Leberwerte. Gerade diese Nebenwirkungen schwanken ständig, was evtl. auch an den verschiedenen Herstellern liegen könnte(?!)

    Alles Gute und LG:)

  • Die Problematik kenne ich schon aus der "Vor dem Grinch"-Zeit.

    Der Wirkstoffgehalt mag derselbe sein, aber die Füllstoffe sind erheblich unterschiedlich. Darauf hat mich meine Sis (Apothekerin) aufmerksam gemacht. Und deswegen verträgt man bei gleichem wirkstoffgehalt das eine Mittel besser als das andere... und die Kassen zahlen standardmässig nur das günstigste Generikum... es sei denn die Verordnung isr explizitauf ein bestimmtes Mieel eines bestimmten Herstellers erfolgt.

    Seitdem setzt meine Hausärztin auch das Kreuzchen dass ich nicht mit irgendeinem Generikum abgespeist werde.

    Bei der Grinchbehandlung bin ich noch am mitnotieren wann mit welchem Medi welche NW auftreten...

  • Hallo und lieben Dank erst einmal für eure Nachrichten!!

    Die Frage steht nun im Raum welches Präparat von welchem Hersteller nun verträglicher ist?

    Und die Option auf Exemestan zu wechseln ziehe ich dabei auch in Erwägung.

    Ich war vor der Erkrankung sehr fit und habe auch da Sport gemacht. Dieser Unterschied zu jetzt ist dermaßen heftig. Fühle mich oft vor Schmerzen und Fartigue zu kaum was in der Lage. Ich weiß! Ich jammere 😔 Aber diese Krankheit war der Gipfel vom Eisberg. Die letzten Jahre waren sehr arg inkl Trennung und Auszug aus unserem geliebten Haus

    Wo ich dann Anfang des Jahres meinte ich wäre wieder auf einem besseren Weg kam die Diagnose

    Jetzt diese heftigen Nebenwirkungen mit dem Gedanken diese mindestens 5 Jahre ertragen zu müssen 😴

    Sorry, doch musste jetzt mal raus

  • Nali ich hoffe, du findest ein Präparat, das besser verträglich ist. Für mich ist es aber immer auch ein Abwägen, ob ich mehr von einer Therapie profitiere, oder mehr davon, uneingeschränkt Sport machen zu können. Dazu gibt es hier einen spannenden Artikel, in dem es unter anderem heißt: "

    Bei Frauen mit hormonabhängig wachsendem Brustkrebs senkt Sport den Östrogenspiegel in Blut und Gewebe – ebenso wie eine medikamentöse antihormonelle Therapie."

    Ganzen Artikel hier lesen: https://www.krebsgesellschaft.…rebs-so-wichtig-wie-.html

  • Liebe Tiscali, klar ist es ein Faktor mit der Therapie evtl zu profitieren.

    Ich mache wie erwähnt regelmäßig Sport usw.Doch bin ich durch die Entzündung in Sehnen und Schulter auch da eingeschränkt! Wenn es bei den Gelenkschmerzen bliebe wäre es nochmal was anderes und erträglicher.


    Herzlichen Dank für den Artikel!!

    Ich war vor einigen Wochen auf einem Vortrag Onkosport von Zentrum in Heidelberg.

    Ich bin da auch sehr überzeugt von was Sport ganzheitlich bewirken kann.

    Es gibt jedoch zuviel Tage da kann ich mich wegen der Schmerzen Tag und Nacht nicht hochraffen. Ständige Schmerzen gehen total auf die Psyche 😔

  • Nali das ist es ja, worüber ich nachdenke. ist es wirklich sinnvoll, ein Medikament einzunehmen, das dich tagelang am Sport hindert, wenn dadurch Körper und Psyche so leiden? Ist da nicht der Schaden größer als der Nutzen? Ich habe keine Antwort darauf, da muss jede für sich selbst entscheiden. Ich habe noch nicht mit der AHT begonnen, würde aber jetzt mal behaupten, dass ich bei solchen NW auf die Einnahme verzichten würde - aber ich hab vor kurzem auch noch behauptet, dass ich niemals eine Chemo mache...

  • Liebe Tiscali ,

    Ich habe auch bereits darüber nachgedacht die AHT abzubrechen. Doch das ist so eine Sache mit der Angst😴 Diese Krankheit versetzt mich nach wie vor und oft in eine Starre vor Angst.

    Die Hoffnung dass die AHT evtl meine Chance erhöht kein Rezidiv zu bekommen nimmt mir zumindest etwas an Angst.

    Ich würde jedoch niemand anderen verurteilen der die AHT abbricht oder seine Meinung ändert!! Jeder hat ein Recht darauf seine eigene Meinung zu haben und zu ändern und verdient jede Unterstützung gerade bei dieser Art von Krankheit


    Liebe Elisa , ich danke dir für deine guten Wünsche und Mut machen!!

  • Mir sind die Hemmer auch suspekt, was mir helfen könnte sind regelmäßiger östreogenspiegel um die dosis von den Pille auf ein minimum zu bekommen und auch der Bluttest Maint...


    Ich denke auch drüber nach ob Tam nicht sinnvoller wäre, sofern es wirkt, siehe die entsprechende diskussion..


    Aber dann frage ich mich ob ich meine Krankheit ernst genug nehme oder mir alles nur schönrechne.

  • Mit anastrozol habe ich keine erfahrung.mit tam. hatte ich gravierende probleme.ich hab nur das von hex.vertragen war froh,als ich auf exem.umgestellt wurde.sport hab ich die ganze zeit gemacht.moderates training im gym ging super. Aktuell soll ich leider nicht, hoffe ich pack bald ein bisserl mehr anstrengung. Seit auftreten der metas bekomme ich u.a. letr.bei mir momentan alles gut damit,lieber Nebenwirkungen als eine nicht ausgeschöpft Möglichkeit

  • Liebe Caro_caro ,

    über diesen Bluttest habe ich auch schon nachgedacht, da ich wegen der NW´s unter Anastrozol am Verzweifeln bin.

    Hast du schon mal geguckt, was der kostet? Günstig ist was Anderes.

    Werde das alles am 27.01. bei meiner Nachsorge im BZ ansprechen, vielleicht haben die eine Möglichkeit das abzurechnen oder selbst zu machen. Wenn es keine Linderung gibt, bin ich wirklich am Überlegen die AHT abzubrechen, denn meine Lebensqualität ist mir wichtiger. Wirklich Angst vor einem Rezidiv oder Metastasen habe ich momentan nicht.

    Bin ich zu optimistisch?

    LG Gabra