Schmerzen im Oberarm nach Brust OP

  • Liebe Biman,
    Deine Gefühle kann ich nur zu gut verstehen! Aus Deinem Beitrag kann man das auf und ab förmlich spüren! Nach dem Schock kommt die Angst und das hat nix mit Hypochonder zu tun, das ist nur zu verständlich. Ob es besser wäre man wüsste nicht alles ?( Ich glaub' die Angst hätten wir trotzdem.
    Vielleicht ist es ja noch zu früh für Dich, aber wenn Du mal "Ablenkung" brauchst, komm doch mal auf Sonnendeck. Da geht es uns allen gut und vielleicht könntest Du uns ja zu unserer Musik dort ein paar Schritte zeigen ;)
    Nochmal alles Liebe und Gute für Deine OP, wie Du ja selbst sagst, da wird dann der Rest "vom Schalentier" entfernt!!!
    Ganz liebe Grüße
    Lisa :hug:

  • Hallo Biman,


    Du musst Dir keine Sorgen machen, dass Du zum Hypochonder wirst - wirklich nicht. :) Nach meiner Krebsdiagnose hatte ich immer furchtbare Angst, wenn es irgendwo gezwickt oder gezwackt hat. Jedes Mal dachte ich mir "herrjeh, das ist wieder Krebs" und bin total panisch zum Doc gegangen. Zum Glück habe ich gute Ärtze um mich, die mich ernst genommen haben, die mich untersucht haben und dann auch beruhigen konnten. Mittlerweile liegt meine Diagnose eine Weile zurück und die Panik, die ich am Anfang hatte, hat sich gelegt. Ich beobachte zwar noch immer meinen Körper recht genau, aber ich habe auch gelernt, Schmerzen gut zuordnen zu können (z.B. wenn ich mir mal wieder zu viel zugemutet habe, dann muckt mein Rücken eben). Und wenn mich etwas beunruhigt, dann gehe ich nach wie vor zum Arzt und frage nach.


    Und dann noch etwas zu den Krebs-Geschichten, die Du von anderen hörst: manche erzählen, dass sie Lokalrezidive bekommen haben (also Krebs an derselben Stelle), manche über Krebs in der anderen Brust, manche (leider) über ihr Leben mit Metastasen. ABER: die überwiegende Anzahl von Frauen hat nach der Erstdiagnose niemals wieder mit Krebs zu tun. Diese Frauen triffst Du aber nicht mehr bei irgendwelchen Ärzten, in irgendwelchen Krankenhäusern. Sie gehen nach der Diagnose in ihr eigenes Leben zurück und Du weißt zumeist gar nicht, dass sie einmal von dieser Erkrankung betroffen waren. Du erfährst also immer nur die "schlimmen Geschichten", aber die vielen Fälle, in denen alles gut gegangen ist, treten fast vollkommen in den Hintergrund, weil Du nichts mehr von diesen Frauen hörst! Ich habe mich immer an Frauen orientiert, deren Krebserkrankung schon länger zurücklag, denn auch das hat mir gegen die Angst geholfen. Vielleicht wäre das auch ein Denkansatz für Dich, der Deine Angst etwas mindern könnte.


    Durch Deinen Spaziergang bist Du hoffentlich ein bisschen auf andere Gedanken gekommen ... versuche möglichst, Dich von der Gedankenmühle abzulenken mit etwas, was Dir Freude macht :)


    Viele liebe Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Lisa und Flora,


    inzwischen geht es mir schon wieder etwas besser. Wahrscheinlich habt ihr Recht, dass die Angst da ist so oder so. Das man beim Arzt meistens nur Kranke trifft, stimmt natürlich auch. Hatte noch gar nicht so darüber nachgedacht, dass man die Frauen, die nach der Erstdiagnose nie wieder mit Krebs zu tun haben , dort nur selten antrifft. Ich werde versuchen mich auch an den Erfolgsgeschichten zu orientieren. Ist sicher gescheiter.


    Das mit der Reckstange scheint auch ein wenig zu nutzen. Tut zwar ordentlich weh, vor allem morgens nach dem Aufstehen, aber ich merke, dass es besser wird wenn ich ganz ruhig atme und versuche mich zu entspannen. Zu Anfang muss ich mich auf die Zehen stellen, um an die Stange zu kommen, Nachdem ich eine Minute dort gestanden habe kann ich dann langsam die Füße senken und die Knie leicht beugen. Der rechte Arm wird jetzt schon etwas gerader. Wird sicher noch lange dauern bis das nicht mehr wehtut, aber eigentlich empfinde ich die Dehnung nach einiger Zeit sogar als angenehm. Im Moment versuche ich das 5-10x am Tag zu machen.
    Ist jedenfalls einfacher passiv zu dehnen als zu versuchen den Arm aus eigener Kraft in die Streckung zu bringen.


    Liebe Grüße und allen noch ein schönes Wochenende


    Biman

  • Hallo Biman,
    schön zu hören/lesen dass Du Dich ein bissi besser fühlst! Mach Dir keine Gedanken wenn auch Deine Gefühle "rauf und runter" gehen, das ist normal. Ich sag' immer "meine Achterbahn" dazu ;)
    Überfordere Deinen Arm mit den Übungen nicht zu sehr! Deine OP liegt noch nicht lange zurück. Stimmt gleich nach dem Aufstehen "zieht es" am meisten und mit der Bewegung läßt es dann nach.
    In unserem Mutmacher-Blog findest Du tolle Berichte, schau mal rein.
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Hallo!


    Ich bin neu hier. Ich bin am 22.12.20 brusterhaltend operiert worden. Nächste Woche habe ich den ersten Beratungstermin für die Strahlentherapie. Es war ein kleiner Tumor in der linken Brust. Wächter wurde mit entfernt. Er war frei. Die ersten Tage nach OP hatte ich normale Wundschmerzen und ein Taubheitsgefühl an der Unterseite des Oberarm. Nachdem die Drainage nach zwei Tagen gezogen wurden, habe ich nun ein wahnsinnigen Brennen an der Unterseite des Oberarm. Es fühlt sich an wie eine Verbrennung. Der Operateur hat es ab getan und meinte da verbinden sich die Nerven neu. Ist normal. Die Onkologie und der Gyn meinten das kann Monate dauern bei manchen geht es gar nicht mehr weg. Dieser Schmerz hält mich schlaflos und macht mich wahnsinnig. Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Ich kann im Netz dazu nichts finden.


    Vielen Dank für Eure Antworten


    -Nordlicht123-

  • Nordlicht123 ich kenn dieses „brennen“ im Arm auch. Hab es zwar selten und auch nicht nachts aber es ist auf jedenfall unangenehm. Mir wurde auch gesagt das es die Nerven sind. Vitamin B Komplex kann da evtl helfen, auch gegen die Taubheit. Hab es aber selbst noch nicht getestet da es mich nicht soooo sehr stört.

  • Hallo Ihr Zwei,

    ich hatte zwar das Problem nicht. Aber eventuell mit Osteopathie ausprobieren? Wenn das verklebte Faszien oder sowas sind oder eben neu verbindende Nerven, dann ist das sicherlich schmerzhaft.

    Ich habe erst im Jahr 2020 (Diagnose und OP waren 2015!) eine Osteopathin aufgesucht wegen meiner Brustnarbe. Ich hatte extrem "verklebtes" Gewebe. So im täglichen Leben hab ichs nicht bemerkt, aber es war immer unangenehm, wenn man die Stelle berührt hat. Die Osteopathin hat das echt super hinbekommen. Ach und natürlich hat das meine Krankenkasse nicht bezahlt :rolleyes:

    LG und alles Gute

    Denke nicht so oft an das, was dir fehlt,
    sondern an das, was du hast!