Und noch ein eierstockkrebs

  • Hallo an alle!


    Mein Name ist Karin und ich komme aus Wien. Bei mir wurde der Eierstockkrebs zufällig im Rahmen einer Nabelbruch OP entdeckt. Das war 2018, und danach ging alles so schnell, dass ich gar keine Zeit zum Nachdenken oder auch für Angst hatte.


    Jetzt bin ich schon fast ein Jahr wieder arbeiten und immer mehr beunruhigt, wenn es zur Kontrolle geht.


    Ich habe, vor allem bei den EK-Mädels, immer mal reingelesen und bewundere Eure Kraft und Stärke wirklich sehr!


    Ich hoffe, dass auch ich aus dem Forum in dunklen Momenten Kraft schöpfen kann.


    Liebe Grüße aus Wien

    Karin

  • Liebe Vienna,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Es wäre toll, wenn Du in Deinen dunkleren Momenten aus dem Forum Kraft schöpfen kannst. Wir stärken Dir gerne in Deinem Kampf den Rücken. Vielleicht magst Du ja Deinen Kontrolltermin auf die Daumendrückliste setzen Termine für Daumenliste, dann werden viele an Dich denken und Dich begleiten. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Vienna


    Hallo Karin, schön dass du dich angemeldet hast und toll, dass du schon wieder arbeiten gehst. Deine Geschichte klingt ja abenteuerlich, aber gut, dass man die Erkrankung so schnell erkannt hat. Glück im Unglück, so dumm das klingen mag.

    Wie sieht es bei dir mit der Nachsorge aus?
    Ja, die Sorge vor einem Rezidiv bzw. das Muffensausen vor Kontrollterminen, das ist der blanke Horror, das kennen wir leider alle hier.
    Liebe Grüsse aus Wien (Umgebung) nach Wien

  • Hallo ihr Lieben!


    Das mit der Nachsorge kann ich noch gar nicht richtig beurteilen. Es gab erst einen Termin Ende November im großen Haus am Gürtel ;), da wurde aber "nur" eine ganz gewöhnliche gyn. Untersuchung gemacht, ohne Ultraschall, ohne Tumormarker etc.

    Da mich das doch etwas irritiert hat, bin ich dann zu Weihnachten selber ins Labor gegangen, demnach sind meine Werte ganz gut. Der nächste Termin ist dann am 18.02. In der Ordination vom Professor, dann schauen wir weiter.


    Wie gesagt, ich lese ja schon einige Zeit mit, aber dass es in letzter Zeit so vielen von euch schlecht geht, erschüttert mich.


    Liebe Grüße

    Karin

  • Ach, das ist etwas kompliziert: Ursprünglich wurde ich im St. J. In Hietzing operiert, war ja nur ein Nabelbruch, verbunden mit der Bitte, meine GM zu entfernen, da sie mir seit längerem Probleme bereitet hat. Ich war damals 49, also raus damit! Dann kommt nach der OP die Ärztin und eröffnet mir, dass sie etwas gefunden haben und mir noch eine weitere OP ins Haus steht. Aber zunächst durfte ich mal nach 9 Tagen nach Hause, wo ich dann am nächsten Tag einen Platzbauch hatte. Also mit Blaulicht wieder zurück und nochmal zumachen.

    Die eigentliche staging OP hab ich dann nicht mehr so gut verkraftet, war 5 Tage auf der Intensivstation. Ins Haus am Gürtel bin ich gewechselt, weil ich auch noch MS habe und dort in Behandlung bin. Da dachte ich mir, wenn bei der Chemo was schief geht, hab ich alles griffbereit. Im Mai hätte die Chemo starten sollen, aber da kam leider eine Not-OP dazwischen, weil ich ein Riesenabszeß im Bauch hatte. Das war dann die vierte OP innerhalb von 11 Wochen, da war ich dann schon angfressn8)


    Also ich hatte während der Chemo und avastin wirklich viele Ärzte, aber "meiner", zu dem ich jetzt im Februar auch gehe, ist Prof R.


    Ups, wurde jetzt länger als gedacht :saint:


    Liebe Grüße

    Karin

  • Vienna


    Na, das klingt ja nicht prickelnd! Du hast aber auch pausenlos HIER gerufen...


    St. J. im 13. hat einen guten Ruf, kenne eine Fori die dort in Behandlung ist, aber am Gürtel sind halt die Profis und UniKlinik ist halt Uniklinik. Prof. Rein... hat auch einen sehr guten Ruf und die PrivatOrdi im 19. Ich hab am Gürtel auch Avastin alle 3 Wochen bekommen.


    A propos, wenn du @VOR dem Namen machst, dann wirds gelb hinterlegt und die Angesprochene kriegt eine kurze Verständigung.


    Alles Liebe für dich aus Wien (Umgebung) nach Wien

  • pupi1230


    Danke für die Info, bin techn. nicht so versiert.


    Ja, genau, das ist er, der Professor :). Der hat einen beruflichen Lebenslauf, nach dem müsste er schon 150 Jahre alt sein.


    Jetzt gehe ich mal zu "unseren" EK-Mädels, schauen, was dort los ist.


    Wie geht es dir denn heute?


    Liebe Grüße

    Karin

  • Vienna


    Hallo aus Wien Umgebung! Freut mich, dass du dich hier eingeloggt hast!

    Ich bin auch im St. J. wegen Endometriose-Verdacht operiert worden und hab dann die Diagnose EK erhalten. Das war im Mai 2018. Dort erfolgte dann auch die große Staging OP. Und ich bekam 8x Chemo. Die HIPEC hatte ich im November 2018 im Bhs im 6. Bezirk. Dort gibt es super Internisten und Darmspezialisten.

    Zur Zeit suche ich aber einen Internisten in Wien, der meinem Darm hilft, sich zu regenerieren und sich auch onkologisch gut auskennt. Ist gar nicht so leicht für mich, einem Arzt wirklich zu vertrauen...

    Liebe Grüße!

  • Hallo Wisky2868

    Ich hatte kein Stoma und meine Probleme sind nicht mächtig. Ich habe halt relativ oft Durchfall und bin empfindlicher als früher was das Essen betrifft. Ich möchte die Darmflora gerne aufbauen, weiß aber nicht genau wie. Ein guter Internist würde mir vielleicht dabei helfen. Man sagt ja, dass ein gut funktionierender Darm sehr wichtig für die Gesundheit, das Immunsystem, ist.

    Was sagt dein Internist zu deinen Problemen? Nimmst du Medikamente für den Darm?

    LG

  • Hi Nature ,

    ich habe einen allgemein Arzt. Im BHS hat man mir bei der letzten Nachsorge zwei Tips für die Darmflora gegeben. Es hat auch eine Weile gut funktioniert. Aber seit einiger Zeit helfen die Mittel auch nicht mehr. Ich habe extrem mit Blähungen zu kämpfen, dir mir teilweise die Luft abschnüren und bis in den Rippenbogen und Magen drücken. Ich habe kein Durchfall aber ich muss sehr oft am Tag zur Toilette. Das sind wohl noch die Folgen vom Stoma.

    LG Wisky

  • Hallo Nature und Wisky2868 !


    Das freut mich, dass ihr euch gemeldet habt. Wenn ich eure Beschwerden sehe, bin ich ja richtig gesegnet, ich habe "nur" neuropathie an den Füßen behalten.


    Mein eigener Internist ist leider spezialisiert auf Venen, aber mein Schwager schwört auf seinen Arzt, allerdings weiß ich nicht, wie firm der in Sachen Onkologie ist.


    Die Darmzentren in St. J. Oder bei den bhs können dir bzw. Euch nicht helfen?


    Liebe Grüße

    Karin

  • Hallo Vienna !


    Möchte als EK-"Mädel" aus Ö auch "Pieps" sagen. Ja, die EK-Stränge sind derzeit zum Weinen. ;(

    Trotzdem - die Hoffnung lebt! Dass Du bei Prof. R.... in Kontrolle bist ist :thumbup:meiner Info nach eine der besten Adressen in W...

    Ich darf zu denen gehören, denen es gut geht. Vor 3 Jahren war ich kurz nach den Chemos auf Reha. Bin nach 9 Monaten trotz

    Avastin wieder ins Berufsleben zurück, da ich nicht mehr "krank" sein wollte. War echt hart, aber im nachhinein hat es sich als

    sehr gute Entscheidung herausgestellt - in Bezug auf meinen Arbeitsvertrag.

    Habe seit 1 Jahr das Glück, durch Altersteilzeit eine sehr gute Work-Life-Balance zu genießen. Jeder Tag ist kostbar!


    Die Nachsorge habe ich beim niedergelassenen Gyn. Habe öfters den Eindruck gehabt, er hat noch mehr Angst als ich. :S

    Mein Glück ist, dass ich selber in der Pflege arbeite und somit Zugang zu zwischenzeitigen Befunden habe, wenn ich verunsichert bin.

    Gott sei Dank sind meine nachhaltigen NW auch eher gering. Dass die Kraft nachgelassen hat, ärgert mich manchmal, aber im Vergleich

    "Jammern auf hohem Niveau".


    Ich wünsche Dir nur Gutes! Du hast ja die MS auch noch zu wuppen....?(

    LG ML

  • Hallo Marie Louise !


    Vielen Dank für deine Nachricht, sind ja doch ein paar Mädels aus Wien dabei.


    Die MS ist Gott sei Dank ruhig, da hatte ich den letzten Schub 2012. Ich hoffe, das bleibt so.


    Ja, ich setze auch sehr auf Prof. R., und auf meinen histologischen Befund von damals, den habe ich mir gestern Abend wieder durchgelesen, alle Lymphknoten waren Tumor frei.


    Ich war auch inkl. Reha 10 Monate krank, und jänner 2019 habe ich auf Wunsch vom Chef meinen Urlaub von 2018 abgebaut, da ich im November schon wieder 6 neue Wochen bekommen habe. Also habe ich dann nach 11 Monaten wieder gestartet, ging aber auch nur, weil ich einen Bürojob habe, wäre ich im Verkauf, hätte ich mir das nicht zugetraut.


    Schwach bzw. schwächer als früher fühle ich mich bis heute, muss allerdings gestehen, dass ich nicht die sportlichste bin. War ich noch nie und werde ich wohl auch nicht mehr werden :(


    Aber dafür, dass ich alleine bin, komm ich ganz gut zurecht, und wenn ich wirklich mal Hilfe brauche, gibt es Familie und Freunde, da bin ich sehr froh und dankbar.


    Schönen Abend!


    Karin