Prophylaktische Mastektomie (ohne BRCA)

  • Liebe Andrea16 , schön zu lesen, dass es dir ähnlich ergangen ist. Natürlich ist es keine leichtfertige Entscheidung, sich von einem gesunden Körperteil zu trennen, aber wie du schon sagst, es ist eine absolut persönliche Entscheidung! Was mich gelegentlich gestört hat, war das (dumme) Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Die Diskussion mit den Ärzten war in der Tat intensiv... Natürlich gibt es nie eine 100%ige Sicherheit, aber mein Seelenfrieden ist wieder hergestellt - und das bedeutet mir mehr als eigenes Drüsengewebe mit, wenn auch nur in meiner Einbildung vorhandenem, damoklesschwertähnlichem Gefährdungspotential! Liebe Grüße!

  • hallo ihr lieben,


    Meine Mutter hat auch brustkrebs (triple negativ, g3) und beim gentest kam eine unklare Signifikanz raus. In ihrer Familie gibt es auch sehr viele Krebserkrankungen. Sie möchte jetzt auch eine beidseitige Mastektomie und sich die eierstöcke entfernen lassen, sie hat unheimliche Angst vor einem rezidiv. Wie läuft das denn alles ab? Wir haben bald das op Gespräch. Sollen wir um einen Kostenvoranschlag bitten und damit einen Antrag auf Kostenübernahme bei der kk stellen? Wie lange dauert es etwa, bis das Ergebnis kommt? Denn dass muss ja alles bis zur op fest stehen. Und könnt ihr mir sagen, was ich so in einen antrag schreiben muss und was icj dazu legen muss? Vielen Dank:)

  • Hey Ilas5 ,


    bei mir reichte die Aussage von der Humangenetik, um die Kostenübernahme der KK zu erhalten .

    Dort stand unter anderem, dass sie die beidseitige Mastektomie befürwortet.

    Und die Empfehlung der Entfernung der Eierstöcke.


    Mit diesem Schreiben kannst du dann die Kostenübernahme beantragen.


    Wünsche dir viel Erfolg 🍀


    Liebe Grüße Jess

  • hallo Jess danke für deine Antwort.

    Der humangenetiker meinte bei meiner Mutter ist vorsorglich nichts nötig, trotz der unklaren Signifikanz. Ich habe ihm vor einer Woche eine Mail geschrieben, ob er denn trotzdem ein schreiben für die kk aufsetzen kann, aber bekomme darauf leider keine Antwort:(

  • Hallo ihr Lieben,


    kurz ein paar Infos vorab: vor vier Jahren wurde bei mir während meiner 2. Schwangerschaft Brustkrebs (inkl. Lymphknotenbefall) festgestellt und es wurde brusterhaltend operiert. Nach einem Jahr kam trotz Chemotherapie, Bestrahlung und Antihormontherapie der Krebs wieder und die Brust wurde entfernt und ein Silikonimplantat eingesetzt.


    Nun, zwei Jahre später, ist in einem der noch übrig gebliebenen und bestrahlten Lymphknoten wieder Krebs. Zudem habe ich eine Kapselfibrose, die behandelt werden muss, da sie stark schmerzt.


    Nun würde ich auch gerne meine gesunde Brust abnehmen lassen und würde dazu gerne einen Antrag bei der Krankenkasse stellen. Meine Psychoonkologin würde mir dazu auch ein Schreiben aufsetzen. Sie weiß nur nicht genau, was sie dort am besten rein schreiben soll. Habt ihr Erfahrungen damit? Welche Formulierungen kommen bei der Krankenkasse bezüglich der Entfernung einer gesunden Brust gut an?


    ich würde so gerne endlich ein Ende von diesem ganzen Mist finden und habe keine Lust mehr auf mein Brustdrüsengewebe und weitere Krebserkrankungen!


    Liebe Grüße und passt immer gut auf euch auf!

    Steffi

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  • Liebe SteffiBerlin ,

    schlimm, das Du schon zum 3.Mal diese Diagnose bekommen hast. Das ist meiner Meinung nach Indiz genug, um die "gesunde" Brustseite abnehmen zu lassen. Da müsste Dein Brustzentrum eigentlich die Begründung schreiben und den Antrag stellen ( 2. Rezidiv= erhöhtes Risiko)


    Ich denke, das die Krankenkasse auch die OP genehmigen würde.3x Operation, 3x Chemotherapie und 3x Bestrahlung sind auch nicht kostengünstiger als eine Ablatio. Schade, das immer die Kosten im Vordergrund stehen, das ist leider so im Kapitalismus.

  • Ablatio gesunde Brust


    Ihr Lieben,

    meine Frage richtet sich an die Mädels, die sich nach Ablatio der erkrankten Brust, die gesunde Brust auch haben entfernen lassen. Habt ihr einen Antrag bei der KK gestellt?


    Es gibt bei mir keine genetische Komponente.


    Ich habe mehr als 15 Jahre Zysten, Mastopathien und Entzündungen in beiden Brüsten gehabt. Wegen sehr dichtem Brustgeweve gehe ich ebenfalls schon so lange zur jährlichen Mammographie.


    Der invasive Tumor wurde 9 Monate als harmlose Zyste deklariert. Nun ist die linke Brust ab, ohne Wiederaufbau. Ich möchte die rechte Brust auch entfernen lassen, auch hier ohne Wiederaufbau. An meinem BZ will man diesen Eingriff nicht vornehmen. Wie sind eure Erfahrungen?


    Habe ich mit meinem aktuellen Befund Anspruch auf Verkleinerung der noch vorhandenen Brust?


    LG Kathrin

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  • Liebe KathrinK , ich weiß nicht, ob dir meine Erfahrungen weiter helfen, aber ich versuche es mal.... 2013 hatte ich rechts BK, der war nicht soooo dramatisch - dazu aber kam DCIS als Vorstufe , und wie sich nach BET herausstellte, komplett über Brust verteilt und Mastektomie nach sich ziehend. . 2001 hatte, ich an gleichem Ort, schon DCIS, keine Vorstufe.... Parallel wurde 2013 links aber auch Vorstufe festgestellt, auch nicht malig. Ich habe daraufhin aber bestanden auf beidseitige Mastektomie - und traf dabei auf keinerlei Gegenwind..... (Entscheidung war absolut richtig, denn links wurde auch noch Ca mit 7mm und G2 entdeckt, das so blöd am Boden lag, dass Bildgebung es nicht gezeigt hatte.... Bauchgefühl danke!) Allerdings muss ich als PKV/Beihilfe immer unterschreiben, dass ich Kosten übernehme, falls....... Aber ich habe tatsächlich alles ersetzt bekommen. Hoffe, das hilft dir irgendwie weiter. Frage gerne nach bei Bedarf.

    LG und :thumbup::thumbup:

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Liebe KathrinK ,


    ich hatte im Juli 2016 auch eine Mastektomie ohne Aufbau. Da ich sehr große Brüste hatte, hat mich die schwere Prothese zunehmend gestört.

    Hatte dann im Sommer 2018 einen Termin bei einem plastischen Chirurgen und wollte mir die gesunde Brust auf eigene Kosten entfernen lassen. Der Arzt meinte, bei diesem Größenunterschied muß die Krankenkasse die Kosten übernehmen. Er hat dann in meinem Namen einen Antrag gestellt. Dieser wurde innerhalb zwei Wochen von der KK genehmigt.:)


    Ganz liebe Grüße Kylie :hug:





  • Hallo KathrinK ,

    das Krankenhaus hat mich darauf hingewiesen, dass ich einen Antrag stellen muss, da er vor der Op nicht bearbeitet wurde musste ich das Geld vorstrecken, heute habe ich erfahren, dass der Antrag abgelehnt wurde, dagegen werde ich Widerspruch einlegen.

    Die Ärzte im BZ haben meine Entscheidung unterstützt, hier musste ich nicht kämpfen.

    Näheres zu meiner Geschichte findest Du hier:

    Mastektomie ohne Aufbau

    LG Rike

  • Hallo Rike,

    mir steht eine Mastektomie in wenigen Tage bevor. Nun mal meine Frage: trägt die Krankenkasse die Entfernung auf eigenem Wunsch?

    Denn bei mir wurde auf meiner schon einmal operierten Brust ein neuer Tumor entdeckt und sie soll nun ab. Ich möchte auch keinen Aufbau und habe auch den Wunsch, meine noch gesunde Brust mit abnehmen zu lassen. Die Klinik hat mich darauf hingewiesen, dass es sein kann, dass die KK diese OP nicht übernimmt.... Ehrlich, ich weiß nicht was ich machen soll, bekomme ich eine Rechnung - ich lebe von EM-Rente...

    Wie kann ich es argumentieren, dass die OP für mich wichtig ist und von der KK bezahlt wird ????

    Liebe Ostseegrüße vom

    Ostseewurm

  • Ich habe das gleiche Problem. Die kranke Brust wurde im Januar entfernt ohne Aufbau. Jetzt kämpfe ich darum auch die andere Brust entfernen zu lassen. Das würde schon von der KK abgelehnt, da ich weder einen Gendefekt habe noch das an dieser Brust irgendwelche Zysten oder Mikrokalk gefunden wurden.

    So bin ich gezwungen einen Prothesen Bh zu tragen, hab Probleme mit dem Rücken und es nervt total.

    Jetzt wurde mir vorgeschlagen aus der verbliebenen Brust (D-E) zwei zu machen, Masse wäre genug da. Dabei handelt es sich um eine relativ neue OP Methode, dem sogenannten "Mamma Splitting". Eine zeitaufwendige und risikoreiche OP und ich hab dann zwei "Baustellen"... Ich will das nicht, es ist einfach zum K.....!

  • Bin ja auch als Amazone unterwegs und habe eine verbliebene Brust mit Doppel-D... sehr groß und schwer.


    War jetzt zur "Jahreskontrolle" im Brustzentrum und die haben gesagt und notiert, dass man optisch bereits einen sichtbaren Schiefstand erkennt...die Schulter der operierten Seite ist sichtbar höher als die andere und die Haltung und Wirbelsäule seitlich geneigt, sprich deutlich schief...TROTZ Rehasport, der dagegen ankämpft.


    Meine betreuende Hausärztin konferiert derzeit mit meinem (kompetenten) Orthopäden... je nachdem was dabei rum kommt kann man die Kasse dann doch zur Kostenübernahme einer Reduktion der verbliebenen Brust bewegen. Wobei Reduktion oder Ablatio im Prinzip dasselbe kostet...

    Da ich ja eine fortgeschrittene Arthrose habe, ist da aus orthopädischen Gründen ev. was machbar....schaun mer amol...

  • Lieben Ostseewurm

    (cooler Nick 😀 😉)

    Ich musste für die Op der nicht betroffenen Seite eine Vorauszahlung an das Krankenhaus leisten weil keine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse vorlag

    Wenn Du das nicht musstest werden die sich schon was einfallen lassen um mit der Krankenkasse abzurechnen.

    Rezidivprofylaxe hat meine Krankenkasse nicht als Grund für die Mastektomie der nicht betroffenen Seite anerkannt und die Kostenübernahme abgelehnt.

    Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt und als Grund einen Ausgleich angegeben, also Abbau links statt Aufbau rechts.

    Den Aufbau, in welcher Form auch immer, würden sie ja problemlos bezahlen, wie ja auch das Beispiel von IT IS Back 2007 zeigt.

    Ich denke, dass sich die Entscheidungsträger einfach nicht vorstellen können, dass wir auch brustlos glücklich sein können.

    In der nicht betroffenen Brust wurde eine Atypische Duktale Hyperplasie (ADH) gefunden, die ist eigentlich nicht behandlungsbedüftig, aber vielleicht hilft mir das jetzt als Argument bei der KK, wobei der Wunsch nach einer Ausgleichsop nach meinen Vorstellungen eigentlich reichen sollte.

    Sollte der Widerspruch abgelehnt werden, werde ich weiter streiten, ich sehe es überhaupt nicht ein, dass bei dem Wunsch nach Aufbau alles gezahlt wird, und in unserem Fall nichts. Ich lasse es mir nicht nehmen, selbst über meine Therapie zu entscheiden.

    LG Rike

  • Hey liebe Rike, ich drücke dir mal beide Daumen, drück drück drück....

    Ja ich denke auch, die Entscheidung müssen wir alleine treffen und machen es uns bestimmt nicht leichtfertig damit...

    Ich brauchte nicht in Vorkasse gehen, hatte beim Vorbereitungsgespräch der OP entschieden dass sie bitte gleich beide abnehmen sollen und meine Ärztin hat dann das Kreuz für beide gesetzt...

    Ich bin nun schon auf dem OP-Tisch, in Narkose und den Klinikaufenthalt, somit kostet es der KK doch nur geringfügig mehr der Mehraufwand durch die zweite Abnahme... ich habe auch keinen Aufbau in Anspruch genommen, da wird die Zeit für die zweite Abnahme wohl drin sein in der Bezahlung, hoffe ich mal... oh manno...:saint:

    Es ist nervig und seelisch echt ein Desaster, nun habe ich in ein paar Tagen meine OP, komme nicht zur Ruhe, bin müde und leer, meine Gedanken kreisen um die Rechnung welche ich im Falle von der Klinik bekomme ;(

    Okey, warten wir und hoffen, alles Gute dir weiterhin und Kampfkraft, liebe Grüße nach Hessen

    Ostseewurm :hug:

  • Liebe Ostseewurm ,

    ja, das Warten auf die Op ist belastend...

    Hatte mir einiges vorgenommen um mich abzulenken.

    Es bringt nichts über die mögliche Rechnung nachzugrübeln, Du änderst dadurch nichts und stresst Dich nur...

    Ich habe mich, eigentlich zufällig, vor der Op mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt, das hat mir durch diese Zeit geholfen.

    Ich hoffe, dass Du noch ein bißchen Ruhe und Kraft tanken kannst, und dass Du gut durch die Op kommst, die komplett von Deiner Krankenkasse übernommen wird 👍🍀✊🍀:hug:

    Lieben Gruß von Rike