Prophylaktisch Entfernung der Eierstöcke und Gebärmutter sowie Mastektomie in einer OP

  • Hallo ihr Lieben,


    ich habe die BRCA1 Genmutation und möchte mir die Eierstöcke prophylaktisch entfernen lassen. Für eine zusätzliche Entfernung der Gebärmutter spricht die Hormontherapie ohne Progesteron. Da ich allerdings überlege, auch das Brustdrüsengewebe entfernen zu lassen, ist eine Gebärmutterentfernung nicht von Nöten, oder?

    Außerdem wurde mir gesagt, dass Mastektomie u Eierstockentfernung nicht in einer OP gemacht werden. Aber warum 2x in den OP quälen. Einmal genügen mir die Ängste u Strapazen.

    Wie wurdet ihr beraten? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


    Ganz liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo Bine108 ,

    Ich hatte zwei OPs. Die Entfernung der Eierstöcke habe ich ein halbes Jahr nach der beidseitigen Mastektomie ambulant gemacht, morgens rein, am Nachmittag wieder nach Hause. Das war sehr unproblematisch, allerdings habe ich eine Weile suchen müssen nach einem Chirurgen, der das ambulant macht.
    Liebe Grüße

    Snowflake

  • Hallo giecher71

    Ich möchte nichts unversucht lassen und alles tun das dieser Mist nie wieder kommt.

    Ich komme mit der Diagnose überhaupt nicht klar und habe so schreckliche Angst sterben zu müssen.

    Ich bin schon in psychologischer Betreuung und versuche auch alles das es mir besser geht.

    Aber ich stehe morgens mit Angst auf und gehen abends mit ihr ins Bett.

    Ich bekomme am Mittwoch meine zweite Chemo

    Die erste habe ich erstaunlich gut vertragen bis auf kleinere ( aber erträgliche ) Nebenwirkungen.

    Insgesamt bekomme ich 6 Stück und hoffe das ich alle anderen auch einigermaßen gut vertragen werde.

    Aber ich glaube das wünschen wir uns alle hier

  • Hallo,habe auch so eine Diagnose, wie du, aber erstmal chemo dann OP. Erste chemo fängt am 7 Februar an. Werde auch das Thema ansprechen, hab wie du grosse Angst, möchte alles machen, was hilft

  • Ich gehöre leider auch zum Club der BRCA1-Trägerinnen. Ich hätte am liebsten auch sofort die beidseitige Mastektomie samt Eierstockentfernung machen lassen. Aber mir haben Die Ärzte davon abgeraten, da so ein Eingriff so kurz nach der Chemo (bei mir waren es 12 Tage) zu risikoreich wäre. So habe ich Ende November die Mastektomie mit Aufbau der Tumorbrust machen lassen lassen.

    Die Eierstöcke und die kontralaterale Seite wären dann eigentlich in diesem Frühjahr geplant gewesen. Wie gesagt wäre ... denn die Tumorkonferenz hat mir nun zuerst einmal eine Tablettenchemo nahegelegt, in der ich nun gerade stecke. Ich setze nun darauf, dass evtl. Nachfahren meines Untermieters damit nun gehörig nochmals eins auf die Glocke bekommen.


    Im Herbst werde ich dann definitiv die anderen beiden Eingriffe durchführen lassen. Solange hoffe ich halt, dass die Nachfahren meines Schalentier nicht irgendwelchen Unfug anstellen und gehe brav zur Vorsorge bzw. Nachsorge.


    Eigentlich müsste ich froh sein. Denn seit der OP gelte ich als tumorfrei. Klar das Risiko erneut an Brustkrebs, Eierstockkrebs und Darmkrebs zu erkranken ist weiterhin erhöht, diese Angst schwebt im Hinterkopf immer mit. Trotzdem versuche ich nun diese Angst nicht Oberhand über mein Leben werden zu lassen. So sage ich mir, dass das Leben auch jeden Tag ohne dieses Mistvieh genauso schnell vorbei sein kann (z.B. durch einen Verkehrsunfall, etc.). Ich genieße jeden Tag mache das Beste daraus.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo Bine108


    Ich hatte beides in einer OP. Eierstöcke, Gebärmutter und links Ablatio. Allerdings gab es dazu einen triftigen Grund. Bei mir wurde zu bestätigtem BK links auch starker Verdacht auf Endometriose Karzinom geäußert. Da Therapie davon abhing, welchen Krebs man gefunden hätte, war dies die beste Wahl. Daher wurde auch OP vor Chemo gemacht mit Bauchschnitt und Brust Ablatio in einer OP. Von einem gleichzeitigen Aufbau wurde mir aber aus Zeitgründen abgeraten. Man rechnete schon mit 10 Stunden OP..wurden dann aber nur 5. Endometriose war dann ein Glück kein Karzinom, war nur riesig.

  • hi Bine108 Ich hab Brüste mit Silikonaufbau, eierstöcke und Portentfernung in einer op gemacht. 4 Wochen nach der letzten Chemo. Alles bestens, würde es immer wieder so machen. Hatte extra den Termin eine Woche nach hinten gelegt wg erholung von der Chemo, wär aber auch früher gegangen ich hab mich sehr schnell nach der Chemo aufgerappelt.

    Gebärmutter wurde abgeraten. Risiko wäre nicht besonders hoch und alles was fehlt, macht Platz für darmschlingen die sich absenken können und dann Probleme machen könnten.

  • Hallo,


    bei mir hat man es abgelehnt, alles in einer OP zu machen. Sollte etwas warten, bis ich mich von der Chemo erholt habe.

    War auch gut so!

    7 Wochen nach der ersten OP sind die Nähte aufgegangen und die Implantate wurden gewechselt. Warum das passierte, weiss ich nicht.

    Die OP war aber schon 3 Wochen nach der letzen Chemo (4 EC, 12x PAcli + Carboplatin) und die Blutwerte waren so lala. Nach der OP brauchte ich wegen unerkannten Nachblutungen 3 Blutkonserven.


    Habe nächste Woche noch mal einen Termin bei der Humangenetik, weil bei mir das Thema auch noch prasent ist.

    Wollte es mit der 2. Reha und mit der Portentfernung verbinden. Kann dazu jemand was berichten?


    Bine108 : Bekommst Du die Chemo vor der OP - also neoadjuvant? Bekommst Du Carboplatin?


    LG Coco5

  • Danke für die zahlreichen Erfahrungen.

    Coco5 : Bei mir wird das eine prophylaktische OP. Ich hoffe und bete, dass noch nichts gefunden wird.


    Euch allen wünsche ich alles Gute u gute Nerven!

    Mich treiben Ängste, dass da schon was ist um. Ich spüre immer mehr Symptome u hoffe, dass das meine Psyche ist...

    Kennt ihr das?

    Ganz liebe Grüße

    Sabine