Bin neu dabei

  • Guten Morgen ihr Lieben,


    Nun bin ich auch dabei und mochte mich mal vorstellen. Ich bin 31, verheiratet und habe 2 Kinder (6 und 4).

    Im November spürte ich bisschen oberhalb der Brust ein Knoten. Dann war er weg oder ich habe ihn nicht mehr gefunden... Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist der Knoten seit dem Weihnachtsferien (wieder) da. Anfang Januar dann gleich Termin bekommen, danach Termin im brustzentrum stanzbiopsie und dann wurde mir am Mittwoch gesagt es ist ein mammakarzinom. Es hat mir den Boden unter den Füßen weg gezogen. Das Leben scheint still zu stehen. Bin nur noch am weinen. Aber ich bin froh dieses forum gefunden zu haben und habe auch schon viel gelesen und finde euch so bewundernswert.

    Muss mich hier auch noch bisschen zurecht finden und weiß noch gar nicht so genau wo ich meine Fragen stellen kann. Ist irgendwie alle sso viel im Moment.

    Lg

  • Herzlich Willkommen hier, Arjani . Auch wenn der Anlass unseres Kennenlernens viel schöner hätte sein sollen.


    Du bist gerade in der schlimmsten Zeit. In der Zeit des Wartens auf Untersuchungen und Ergebnisse.

    Versuch dich so gut es geht abzulenken. Da werden dir deine Kinder sicher bei helfen. Haben meine zumindest (waren bei der Diagnose 2018 6 und 8).


    Wenn dann der Schlachtplan steht und du gegen den ungebetenen Untermieter in den Krieg ziehst, wird es besser. Versprochen. Denn dann kann man endlich was tun.


    Weißt du schon näheres? Die Tumorfirmel? Oder kommt erst noch das genauere Gespräch?


    Ich drück dich, wenn du magst. :hug:

  • Guten Morgen liebe Arjani , herzlich Willkommen hier im Forum:*

    Du erlebst gerade eine sehr schlimme Zeit. Mit der Diagnose und der Anfangszeit muss man erstmal klar kommen.

    Es wird besser, das verspreche ich Dir, aber im Moment ist alles doof.

    Du kannst Deine ganzen Fragen einfach hier stellen. Wir versuchen Dir so gut es geht zu helfen:hug:

  • Liebe Arjani ,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Es ist normal, dass du völlig von der Rolle und voller Angst bist. Schliesslich wurdest du vom normalen Leben in einen Ausnahmezustand geschleudert. Weisst du denn deine Tunorbiologie schon?

    Wenn alle Voruntersuchungen abgeschlossen sind, der Behandlungsplan steht und die Behandlung startet, wird es dir besser gehen.

    Brustkrebs ist heute gut behandelbar und meist auch heilbar. Auch die Behandlung, ob OP, Chemo oder Bestrahlung, ist dank moderner Begleitmedikation echt zu schaffen. Lass aber bitte die Finger von google, da bekommst du viele alte, längst überholte Suchergebnisse, die nur unnötig Angst machen. Seriöse und aktuelle Informationen gibt es auf http://www.krebsinformationsdienst.de

    Um die schlimme Anfangszeit zu überstehen, hilft es, sich abzulenken. Umgib dich mit deinen Liebsten, geh raus in die Natur. Nachts hat mir ein Hörbuch gegen schlaflose Angstnächte geholfen.

    Kopf hoch, du schaffst das!

    LG, Moni13

  • Danke.

    Im Moment weiß ich noch nicht mehr. Die gewebeprobe wird noch auf irgendwas weiter untersucht.

    Nächste Woche kommen gleich nächste Untersuchungen. Irgendwas mit den Skelett und strahlen am Montag und dann noch Donnerstag CT. Die Woche darauf die Besprechung.

    Ich hab solche Angst dass ich Metastasen habe oder einen sehr aggressiven brustkrebs. Meine Brust tut zwischendurch auch weh bzw so ein brennendes ziehen das macht mich wahnsinnig. Weil doch brustkrebs eigentlich keine Schmerzen verursacht.

    Ich habe Angst vor der chemo, Angst davor nicht mehr lange für meinen Mann und meine Kinder da sein zu können. Sie wollen doch nicht ohne Mama aufwachsen müssen.

    Wie kann ich mich an einen Psychologen wenden? Über die Klinik oder kann ich auch selber nach einem bei mir in der Nähe schauen?

    Lg

  • Das Gewebe wird noch auf Hormonrezeptoren untersucht. Bedeutet, man muss wissen, ob Dein Tumor Hormonabhängig ist oder Du einen Triple Negativen Tumor hast. Darauf baut die weitere Behandlung auf.

    Nächste Woche steht dann die Knochenszintigrafie an. Diese dauert ca. 4 Stunden. Du bekommst radioaktives Zeugs gespritzt, welches sich gut 2-3 Stunden im Körper verteilen muss. In dieser Zeit kannst Du Dich aber frei bewegen. Die Szintigrafie selbst dauert dann so 20 Minuten.

    Leber und Lungen CT geht schneller.


    Vielleicht beruhigt es Dich etwas zu wissen, das Metastasen bei Erstdiagnose eher selten der Fall sind.


    In Deinem Brustzentrum sollte man Dir den Kontakt zu einer / einem Psychoonkologen herstellen können.

  • Liebe Arjani,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Hoffentlich hilft Dir der Austausch ein wenig, wieder ruhiger zu werden. Diese Zeit, in der Du Dich befindest, mussten wir alle durchstehen. Man weiß nur, dass nichts mehr so ist, wie es mal war, aber kennt den Weg noch nicht. Wenn Du konkreter weißt, was Du hast, wirst Du mit Deinen Ärzten einen Schlachtplan entwerfen und wir werden Dich gerne bei der Schlacht unterstützen. Für Deinen Befund drücke ich Dir alle Daumen und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Ich danke euch von Herzen.

    Das forum hier hilft mir wirklich. Jetzt weiß ich wenigstens mal was das für eine Untersuchung am Montag ist. Ich konnte der Ärztin am Telefon nur halb zuhören.

    Was im Moment auch schlimm ist dass ich mich vor meinem eigenen Körper ekel. Ich möchte auch meine Brust gar nicht mehr berühren nicht mal beim Duschen weil ich das Gefühl habe ich würde den Krebs verteilen.

    So viele komische Sachen die in meinem Kopf rum gehen.

  • Arjani :


    Vielleicht kannst Du versuchen es so zu sehen: Du hast Dir ohne Dein Zutun einen bösen Untermieter eingefangen.

    Du brauchst nun alle Reserven um den wieder loszuwerden:


    Deinen Verstand (für Informationen und kluge Entscheidungen)


    Deine Gefühle (fürs verarbeiten und fürs stark sein in schwierigen Momenten)


    Deinen Körper (soll bei der Vertreibung des Untermieters alle körperlichen Reserven zur Verfügung stellen, dass Du möglichst ohne schwere dauerhafte Einschränkungen überlebst).


    Ich würde mir gut überlegen, ob ich in so einer Situation meiner Körper verärgere. Ich würde ihn eher bestärken für den Kampf und meine Wut gegen den ungebetenen Gast richten. Das ist zweierlei, das muss man trennen!

  • Liebe Arjani,

    ich habe damals eine Psychoonkologin über meine Krankenkasse für eine 20 Stunden Therapie genehmigt bekommen. Da gibt es nicht so viele, die gelistet sind. Von Vorteil ist eine Psychonkologin oder auch Psychonkologen. Sie wissen einfach mehr über Krebserkrankungen. Später habe ich eine Psychoonkologin über meine Uni Klinik bekommen. Sie ist u.a. auch auf der Palliativ Station tätig. Sie weiß alles über den Krebs und die Angst. Wenn ich Bedarf habe, kann ich zu ihr zum Gespräch gehen. Aber meine Situation ist eine ganz andere.
    Sehr geholfen hat mir die Telefon Seelsorge. Man kann telefonieren oder auch per Email schreiben. Im Internet findest Du den Kontakt. Ich finde es gut, dass Du Dich kümmerst. Deine Ängste und Bedenken sind total nachvollziehbar. Ich möchte Dir trotzdem sagen, dass Brustkrebs gut behandelbar ist. Wir können das Leben auch genießen. Ich wünsche Dir eine wirksame Therapie und eine schnelle vollständige Heilung. Liebe Grüße von Gitti 🍀🍀😇😇💕✊✊

  • Hallo Arjani ,

    Ich kann Dich so gut verstehen, auch ich hatte unglaubliche Angst vor Metastasen. Die Warterei auf Ergebnisse ist das Schlimmste. Ich hatte das Glück meine Ergebnisse direkt im Anschluss nach dem CT und Knochenszinti erhalten zu haben. Ich hoffe, dass es bei Dir auch so gehandhabt wird.

    Bei mir wurden keine Metastasen festgestellt und ich bin zuversichtlich dass es bei Dir bestimmt auch so sein wird. Nur 4% aller Ersterkrankten haben Metastasen da ist die Statistik klar auf unserer Seite ;) Die Untersuchungen an sich sind auch gar nicht weiter wild.

    Das brennen in der Brust hatte ich auch. Ist nun aber wieder weg.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und super Ergebnisse! LG:hug:

  • Ihr macht mir grad echt wieder bisschen Mut. Danke

    Ich hoffe dass ich die jeweiligen Ergebnisse auch nach der Untersuchung bekomme. Diese Warterei und weiterhin das Ungewisse sind echt nicht zum aushalten.

    Und ich möchte auch nicht meinen Körper verärgern ich brauche ihn ja. Im Moment ist es gefühlsmäßig dass mein Körper gegen mich ist. Ich weiß auch dass das nicht so ist. Ich werde mit meinem Körper... Gegen den Krebs kämpfen und weiter kämpfen

  • Herzlichen Willkommen, wenn auch wegen eines traurigen Umstands.
    Ich kann dich sehr gut verstehen. Zwischen Diagnose und OP konnte ich meine Brust nicht im Spiegel angucken oder sie anfassen. Einfach, weil sie einenm so viel Unglück bringt.
    Meine beiden Kinder (5 und 9) haben mir sehr geholfen. Ich war und bin auch 6 Monate nach der Krankheit oft noch sehr traurig wenn ich sie angucke, weil ich Angst habe , dass sie ohne Mutter auswachsen könnten. Da ist man hin und hergerissen. Die Kinder geben einem einen Sinn diesen ganzen Sch.... durchzustehen, aber man möchte ihnen das gar nicht zumuten. Da kommen ja noch so viele Sachen, die Eltern und Kindern gemeinsam erleben sollten.
    Und genau deshalb werden wir das auch schaffen. Wenn Du erstmal Klarheit hast wie es die nächste Zeit weitergeht, dann gewöhnt man sich wohl oder übel irgendwie an die Situation.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Extra Kuscheleinheiten werden dir bestimmt helfen 😘

  • Arjani


    Das ist ein guter, wenn auch manchmal schwerer Weg. Per Luftpost kommt von mir ein Rucksack, der gepackt ist mit Kraft, Mut und Fähigkeit zur Geduld an der richtigen Stelle und viel Kampfesmut gegen Eindringlinge. Möge er Dir ein Stück Deines nächsten Weges weiter helfen.


    Susi

  • Vielen vielen Dank

    Ja meine Kinder geben mir auch viel Kraft. Auch wenn mir die Tränen manchmal kommen wenn ich sie ansehe. Unser Sohn hat diesen September auch seine Einschulung.

    Bekommt man bei brustkrebs eigentlich prinzipiell immer chemo? Oder geht auch OP und Bestrahlung?

    Nach der Angst vor Metastasen etc ist die Angst vor der chemo einfach riesig.

  • Es kommt auf den Tumor an, ob Du Chemo oder Bestrahlung brauchst.
    Ich hatte nur OP und nehme jetzt für 5-10 Jahre Tamoxifen und 2-3 Jahre Zoladex.
    Ich hatte zum Glück einen recht unaggressiven Tumor (G1, Her negativ, KI bei 11%, Tumor war 15 mm groß), damit bin ich aber für mein Alter (38) leider eine Ausnahme.
    Aber ich lese hier so viel, dass es auch Frauen gibt denen die Chemo nicht so schlimm zusetzt. Ich hatte mich wegen der Antihormontherapie auch total bekloppt gemacht, weil man da sehr viel negatives zu finden kann. Aber ich hab mir gesagt, dass ich keine NW haben werde. Und nach ein paar Monaten muss ich sagen, dass es gar nicht soooo schlimm ist. Ich kann gut damit leben. Nur mein Kopfkino ist noch ziemlich wild unterwegs.
    Nach der Diagnose und der Behandlung ist es halt nicht mehr so unbeschwert wie früher. Dafür muss ich aber sagen, dass der Familienzusammenhalt und die Sichtweise auf ein normales Leben eine ganz andere wird.

    Mein Sohn kommt übrigens auch diesen Sommer in die Schule. Bis dahin bist du bestimmt schon mit allem durch und ihr könnt den Schulstart entspannt gemeinsam feiern ☺️

  • Liebe Arjani ,


    Der Beginn war für mich die schlimmste Zeit. Ich konnte es auch nicht glauben, aber es wird besser! Du darfst darauf vertrauen.


    Ich wünsche Dir alles Gute!


    Brustkrebs ist gut erforscht und gut behandelbar!!!


    Glaub mir, es wird besser. Ich kann mich noch gut an meine Panik erinnern nach der Diagnose. Ich bin fast durchgedreht. Bin auch Mutter. Hab auch ein 6-jähriges Mädchen.


    Hoffentlich hat das WARten bald ein Ende!


    Alles Liebe,

    Keva

  • Hallo Arjani , willkommen im Forum. Vieles haben die anderen lieben Forumsmitglieder schon geschrieben. Ich wollte sie noch sagen dass mein Tumor auch geschmerzt hat. Die Staging Untersuchungen sind nervlich oft belastend, weil man immer auf Ergebnisse warten muss. Da hilft leider nur Ablenkung. Ich wünsche dir dass du dich gut ablenken kannst und alle Ergebnisse zügig da sind.

    LG Michaela

  • Es tut wirklich so gut hier mit Leuten zu schreiben, die das auch durch gemacht haben oder gerade durch machen. Das ist einfach was ganz anderes. Ihr wisst wie man sich fühlt. Ich habe zum Glück auch sehr viele aus dem Familien und Freundeskreis, die mich unterstützen und alles mit mir durchstehen wollen.

    Gestern hatte ich auch den ersten Tag wo ich mal nach vorne schauen konnte. Ich werde das schaffen.