Kleene - Dieses warten 🙄🙄🙄

  • Hallo zusammen:)

    Ich bin neu hier und lese seit einigen Tagen mit. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet, 3fache Mutter (14,11 und 9 Jahre)

    Ich selbst hab kurz vor Weihnachten ne Verhärtung in der rechten Brust entdeckt und war letzte Woche Montag beim Gyn. Meine Ärztin meinte das das wohl keine Zyste ist und ich zur Mammografie und ggf. zur Gewebeprobe muss. Sie machte auch sofort Termine für mich innerhalb der nächsten Woche. Bei der Mammografie vier Tage später sagte die Ärztin auf meine Frage, ob sie mir was sagen könne nur das es keine Zyste sei und die Chancen 50/50 stünden und ich zur Biopsie soll und es gut wäre das ich da schon einen Termin habe. Dann war endlich Dienstag der Tag der Biopsie und mir ging genau wie vor der Mammografie der Po auf Grundeis.... Aber wie ihr es wahrscheinlich auch kennt, gesagt wurde da nicht viel sie haben 5 Proben genommen und nächsten Donnerstag ist Befund Besprechung. Seit der Biopsie hab ich sowas wie ne Leck mich am A.... Stellung und bin ruhiger als vorher, warum weiß ich nicht, vielleicht weil ich weiß das mir vor nächsten Donnerstag sowieso keiner etwas sagen wird und ich sowieso warten muß.... aber was ich weiß egal was dort in meiner Brust ist, es wird gegen mich keine Chance haben💪💪

    Aber das warten ist schon hart, es kommen einem so viele Gedanken in den Kopf....

    Ich denk bei euch war das nicht anders oder?


    Lg

  • Hallo liebe Kleene ,


    Willkommen hier im Forum, ich bin auch noch neu hier und weiss wie sich das anfühlt!

    Ich hoffe inständig, dass Du nur kurz Gast hier bist und Dein Ergebnis einfach gut ausfällt! Auch das kommt sehr oft vor! Ich arbeite seit 25 Jahren bei einem Gynäkologen und es ist nicht selten der Fall! Die Hoffnung sollte man nicht verlieren!

    Die Gedanken kreisen aber unaufhörlich, das ist bei mir auch immer noch so. Ich glaube wirklich es wird besser, wenn die Warterei aufhört. Ich habe gestern meinen "Schlachtplan" bekommen und bin dadurch schon etwas ruhiger!

    Sollte das Ergebnis sche.... sein, heil eine Packung, schrei eine Runde und dann kämpfst Du und lässt Dich nicht unterkriegen! Hier im Forum sind so viele tolle Menschen, die einem sehr helfen!

    Toi toi toi und viel Kraft für die Wartezeit 💪🍀

  • Hallo Kleene,


    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Ja die Warterei auf Termine und Untersuchungsergebnisse ist grausam, aber da führt leider kein Weg dran vorbei. Lenk dich ab, so gut es geht. Und halte dir vor Augen, dass eine Brustkrebsdiagnose kein medizinischer Notfall ist, der sofortiges handeln erfordert. Ganz wichtig ist auch, nicht zu googeln . Denn da bekommst du veraltete, längst überholte Suchergebnisse, die nur unnötig Angst machen. Informieren kannst du dich auf der Webseite http://www.krebsinformationsdienst.de

    Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Heike2010 vielen lieben Dank für die netten Worte.

    Kämpfen werde ich auf jeden Fall wenn es nötig ist das, steht ausser Frage, aber es haut einen trotzdem so um und man fällt wie in eine Ohnmacht, und dann kämpfen Kopf und Bauchgefühl miteinander.... Und die schlimmste aller Fragen die mir im Kopf rumschwirrt:Wie erklären wir das den Kindern, bei dem Gedanken könnt ich jedes mal heulen...



    Ich hab schon gemerkt das hier ne Menge toller und stärker Frauen sind und hier mega lieb miteinander umgegangen und geholfen wird, dafür schon mal ein riesen Lob und Danke<3

  • ich weiß was Du meinst Kleene . Meine Tochter ist 14 und ich hab mit meinen Gefühlen gekämpft, wie ich es ihr sage. Und dem Gewissen, dass ich ihr Leben nun ebenfalls auf den Kopf stelle und sie belaste.

    Erkläre es erst, wenn Du den Befund hast. Und erkläre es altersgerecht. Meine Tochter hat erst geweint, weil dieses Wort direkt mit dem schlimmsten verbunden wird. Ich habe ihr gut die Unterschiede erklärt und auch, dass das nun ein schwerer Weg für mich ist, aber das dies sehr gut heilbar ist. Wichtig sind die Formulierungen. Ich würde keine Versprechungen machen, die ich selbst nicht wirklich weiß. Aber Du kannst Ihnen die Angst etwas mildern. Meine Tochter sagte : "heutzutage bekommt ja jeder irgendwann Krebs, da kannst Du ja froh sein, dass es nur Brustkrebs ist. Das ist zu 95% heilbar." Ups, ok! Vergiss nicht, das grad die älteren auch google nutzen. Ich habe meiner Tochter versprochen, sie nicht zu belügen. Wir reden sehr offen. Wenn ich mal nicht schaffe stark zu sein und sie meine Tränen mal mitbekommt, erkläre ich ihr, das ich einfach auch Angst vor der Therapie habe, aber natürlich alles mache. Sie meinte mal :" Mama, die Haare sind egal, wir suchen zusammen eine schöne Perücke aus". Ja, die Haare sind egal! Waren sie mir immer. Die Ängste sind ganz andere, aber davor schütze ich sie. Deswegen ist die Dosierung wichtig, was genau Du Preis gibst von Dir und Deinen Gedanken. Und den kleinen würde ich nicht zuviel sagen.


    Ich weiß genau wie Du Dich fühlst. Es wird alles werden.... Schritt für Schritt...

    Mir ist eine große Last von den Schultern gefallen, als ich das Gespräch mit meiner Tochter hatte. Erwartet hätte ich das so niemals, weil meine Tochter ein sehr sensibles, ruhiges Mädchen ist. Kinder sind stärker, als man denkt! Deine auch! Und wenn sie Dir sagen, Mama Du schaffst das schon, dann entwickelst Du einen ungeahnten Willen!

  • Bei meiner Erstdiagnose 2007 war mein Sohn 16 und meine Tochter 14.

    Als klar war, es ist Krebs, habe ich mit meinen Kindern gesprochen und auch geweint. Wenn man diese Diagnose zum 1. Mal bekommt steht die Welt Kopf.

    Auch für die ganze Familie. Wir haben unsere Kinder "mit ins Boot geholt", so daß sie auf alle Schritte vorbereitet waren (soweit dies möglich ist). Und sie haben mich im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt. Sie hatten das Gefühl "wir können Mama helfen" und ich denke das hat ihnen geholfen die Erkrankung auch besser zu verarbeiten.

  • Wir haben nur ganz engen Freunden was erzählt sonst keinem, nicht bevor es nichts genaues gibt.

    Bei uns in der Familie ist momentan viel los, auch gesundheitlich, allein deshalb würden wir die Kinder nicht grundlos belasten. Meine Hausärztin hat gesagt wir sollen den Kindern auch erklären, daß ich mich vielleicht äußerlich verändern werde, keine Haare und so, aber dennoch derselbe Mensch nämlich ihre Mama.

    • Kinder sind stärker, als man denkt! Deine auch! Und wenn sie Dir sagen, Mama Du schaffst das schon, dann entwickelst Du einen ungeahnten Willen!

    Das denk ich auch

  • Liebe Kleene , du/ihr müsst eure Kinder unbedingt mit ins Boot nehmen und informieren. Auch sie müssen mit deiner Krankheit umgehen, sie bekommen z. B. den Haarverlust mit. Sie müssen wissen, daß du vielleicht nicht so gute Tage haben wirst. Sie werden vielleicht auch mal die eine oder andere Aufgabe übernehmen müssen. Deine Kinder sind ja nicht mehr klein, auch das jüngste Kind mit neun Jahren kann das verstehen. Es ist wichtig, daß sie wissen, daß du sehr krank bist und es dauert, bis du wieder gesund bist. Informiere sie, beantworte alle ihre Fragen ehrlich und angemessen. Du kannst nichts verheimlichen, sie merken ja die Veränderungen!

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Charlottaa danke fürs willkommen heißen, das ist hier wirklich eine tolle Seite und Forum und der Umgang miteinander so respektvoll und nett obwohl jeder hier sein eigenes Päckchen hat.

    Das mit dem googeln stimmt, wobei sonst hätt ich euch auch nicht gefunden;)


    Heike2010 ich wünsche dir und deiner Tochter natürlich auch ne Menge Kraft für die nächste Zeit.


    IT IS Back 2007 ich denk auch das es Kindern gut tut mit ihnen zu sprechen, das stärkt das Vertrauen und gibt ihnen denk ich das Gefühl das wir gemeinsam kämpfen was wir ja ja auch irgendwie tun werden wenn es so sein sollte jeder auf seine Art.


    Bonny und Frieda wir werden falls es bösartig ist vor dem Behandlungsbeginn mit ihnen sprechen, damit sie auch bevor alles losgeht Zeit haben es sacken zu lassen darauf zu reagieren und vielleicht erste Ängste schon besprochen werden können.



    Nächstes Wochenende feiern wir den 70. Geburtstag sie hatte am 22.01., meiner Mutter mit der ganzen Familie, es weiß noch keiner was und das soll an diesem Wochenende noch so bleiben, ich habe gesagt das wird wenn ich brustkrebs haben sollte das erstmal "letzte" ganz normale Familienfest sein wo keiner fragt was, wie wo warum... Ich hoffe ihr wisst was ich damit meine. Auf der anderen Seite fühlt es sich so mies an meine Mutter am Telefon anzuflunkern das alles ok sei es mir gut gehe, sie ist meine Mutter und merkt das nicht alles ok ist, aber ohne was genaues zu wissen will ich sie nicht belasten damit. Ich habe beschlossen wenn es bösartig ist Leibe Familie am Ende des Treffens aufzuklären....

    Wie habt ihr das gemacht mit Freunden und Familie? Was ist mit dem Arbeitgeber, wann hat der was erfahren?


    Ich wünsche Euch allen einen schönen Start ins Wochenende

  • Meine Schwester und der Bruder meines Mannes haben 2007 jeweils den Rest der Familie informiert, mit der Bitte mich nicht mit Anfragen zu "bombardieren". Den Arbeitgeber hat mein Mann über meine Erkrankung in Kenntnis gesetzt.


    Bei der Zweiterkrankung, also 2019, habe ich selbst alle informiert und gebeten, mir Zeit zu lassen bis ich mich selbst wieder melde. (Natürlich ausgenommen mein Mann und die Kinder) Die meisten haben es akzeptiert, bis auf ein paar die mich über WhatsApp mit Nachrichten "überschütten". Das kann ich sehr gut ignorieren.


    Heute darf ich ENDLICH wieder nach Hause und ich freue mich sehr.:love:

  • Ich habe beim erstmal 2015 und auch jetzt 2018 gleich meinen Arbeitgeber informiert.Meiner Meinung nach ist das wichtig und erfahren tut er es ja eh .In so einen großen Pflegeheim wie bei mir eh.Mit Freunden habe ich auch abgemacht,das ich mich melde in der ersten Zeit jedenfalls.Ging ganz gut.Bei jedem ist das anders,der eine will reden ,der andere nicht.lg Lissy

  • Das glaube ich, das das warten mitunter das schlimmste ist, aber zu Hause kann man sich doch besser ablenken denk ich;) tu wonach dir ist und was dir gut tut:)


    Auf was für ein Ergebnis wartest du denn jetzt wenn ich fragen darf IT IS Back 2007


    lissie ich denk auch das, ich es wenn es so sein sollte meinem Chef auch direkt sagen werde und den Kollegen auch bevor es Gerede oder sowas gibt....

  • Kleene ja mit vielen Frauen ist das ja auch manchmal schwierig.Ich war Wohnbereichsleiterin im Pflegeheim,da ich ja schon zweimal betroffen war in über drei Jahren,kann ich das nicht mehr machen.Am 15 .2 läuft mein Krankengeld aus ,will eigentlich dort wieder was machen.Jetzt haben sie mir eine Stelle in der Betreuung angeboten.Viele leichte Arbeiten in so einem Heim gibt es ja nicht .Bis Donnerstag soll ich mich entscheiden.Mein Kopf raucht ,ich weiß nicht ,was richtig und falsch ist.lg Lissy :hug:

  • Hallo Kleene. Ich bin auch neu hier im Forum. Ich finde es toll, dass man sich austauschen kann. Ich finde die Wartezeit auch schlimm. Ich war auch zur Mammographie, Diagnose Birads 3. Nach MRT dann Birads 4. Mein Frauenarzt hat seit 1 Jahr von einer Zyste geredet. Da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Der Radiologe empfehlt eine Biopsie. Mein Frauenarzt hat sich bei mir noch nicht gemeldet. Ausserdem ist da noch ein Fibrom am Eierstock, das verunsichert mich noch mehr. Jetzt hole ich eine Zweitmeinung. Als Krankenschwester geht man irgendwie immer vom schlimmsten aus. Mein Mann findet, dass ich übertreibe. Ich sehe das halt anders.

  • lissie ja ohne körperliche Arbeit ist es schwer in der Pflege, auf der anderen Seite finde ich es aber nett das das Heim dir eine Alternative bietet und nicht gleich mit Kündigung droht, gibt es ja auch an vielen Stellen. Ich hoffe und wünsche dir das du für dich die richtige Entscheidung triffst:) lass doch mal hören wie es weitergeht

    Ja zum einen gibt es bei uns viele Frauen zum anderen nicht das beste Arbeitsklima aber ich mag meinen Job und manchmal ist Angriff dann doch die beste Verteidigung ;)



    Seerose74 ich würde auch ne Biopsie machen lassen, dann hast du Gewissheit. Und ruf einfach am Montag selbst beim FA an und frag nach. Ich drücke alle Daumen das es gutartig ist;) aber das warten zermürbt einen das stimmt, Lenk dich ab, mach schöne Sachen und nimm dir sofern es geht Zeit für dich...

    Ich muss noch bis Donnerstag warten und weiß dann endlich was los ist, mein Kopf bleibt tapfer und sagt die ganze Zeit "ach das wird alles gut werden falscher Alarm, und mein Bauchgefühl sagt mir rechne lieber mit dem schlimmsten dann kann es nur besser werden... Naja bald weiß ich es...

  • lissie :


    Auch auf die Gefahr hin mich jetzt ganz unbeliebt zu machen schreibe ich mal was ich zu Deinem Wiederbeginn denke.

    Die Frage ist schon auch wie lange Du schon in dem Heim bist. Wenn > 10 Jahre finde ich das Betreuungsangebot eine Unverschämtheit für eine WBL vom Träger.


    In einem Heim bei uns hier in der Gegend wurde das folgendermaßen geregelt:

    Die Kollegin zog um ins Büro der PDL.

    Dort ist sie zuständig für verschiedene Org.-Arbeiten: Kommunikation mit Ärzten und Apotheken, einschließlich Rezeptbestellungen und Verstorbenenmeldung. Außerdem hält sie verschiedene Listen auf dem aktuellen Stand. Sie hat genug zu tun, aber keine körperliche Arbeit mehr. Auch betreut sie Praktikanten etc. Sie kann ihr Wissen als WBL nutzen und hat Freude an ihrer Arbeit.


    Die Betreungsgeschichte finde ich aus mehreren Gründen suboptimal. Wie oft ist eine Betreuerin alleine, weil Personalmangel? Dann hebst Du beim Toilettengang etc. doch wieder schwer.

    Und wenn Du vom Mangel in der Pflege weisst rufst Du eben dann doch keinen anderen.

    In den meisten Heimen kommen den ganzen Tag verschiedene Leute zur Betreuung -> ständige Umstellung nötig.

    Das Infektionsrisiko steigt dadurch auch erheblich.

    Außerdem begibst Du Dich als Gelernte auf Helferniveau - willst Du das wirklich?

    Betreuung würde ich daher keinesfalls Ganztags machen.

    Wenn nichts anderes geht Berentung und dann 3 Stunden. Da findest Du wahrscheinlich dann aber auch wo anders einen besseren Mini-Job.


    Sorry falls ich zu deutlich war.


    Susi