Rückblick auf die Monate vor der Diagnose - Habt ihr was gemerkt?

  • Über diese Frage habe ich auch schon nachgedacht...

    Ich war im Winter bzw über den Jahreswechsel 2016/2017 außergewöhnlich oft krank.

    Ich hatte 3 heftige Erkältungen direkt nacheinander, das Ganze zog sich über 4 Wochen. Ganz ganz ungewöhnlich für mich.

    Gerade in 2016 hatte ich sehr viel Stress mit der Arbeit und auch familiär.

    Meine persönliche Meinung ist, dass mein Immunsystem bei dem ganzen Stress in die Knie gegangen ist und der entarteten Zellen nicht mehr Herr wurde...

  • Gute Frage, die ich mir auch oft gestellt habe..... ohne wirkliches Ergebnis....

    Ich hatte 2013 extremen psychischen Stress wegen meiner damals 18jährigen hochpubertierenden Tochter und deren Aktionen... Kurz bevor ich etwas in meiner Brust fühlte, litt ich unter Schweißausbrüchen bei körperlicher Belastung. Sonst nichts. Das, was ich gefühlt hatte, war dann tatsächlich eine harmlose erbsengroße Zyste - darunter verbarg sich aber der 2 cm große Tumor, absolut nicht tastbar und auch erst nach mehreren Untersuchungen entdeckt .

    Ich habe mich damals gefragt, ob der extreme emotionale Stress der letzten Monate...... Klare Aussage der Ärzte: Nein. Das "Ding" sei über bestimmt 10 Jahre gewachsen.

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Gonzi und alle anderen, ich hab mir da auch schon Gedanken drüber gemacht. So diffuse Anzeichen, das was nicht stimmt, hatte ich auch. Ich war irgendwie groggy.

    - z.B. Müdigkeit d.h. wenn ich mich nachmittags mal kurz hingelegt hab, bin ich eingeschlafen

    - trotz 1-2 x wöchentlich 1h walking und 1x 1h schwimmen hab ich mich im Jahr vor der Diagnose nicht so richtig fit gefühlt ( war dann beim Hausarzt und hab mal nen Check machen lassen, alles i.O....)
    - in den 2 Monaten vor der Diagnose wars mir andauernd so, wie Erkältung/Infekt, nichts halbes und nichts ganzes, wie man so sagt... (hatte das auf die Jahreszeit geschoben und das man ja nicht jünger wird)

    Alles irgendwie eigenartig.

  • Hallo Gonzi , ich hatte ab ca. ein Jahr vor der Diagnose eine deutlich erhöhte Infektanfälligkeit und war oft mittags so müde, dass ich an der Arbeit am Computer eingeschlafen bin. Dann habe ich die Stelle gewechselt, weil ich dachte, ich hab zu viel Stress. Aber an der neuen Stelle ging es mir wieder so. Danach kam die Diagnose...

  • Gonzi


    Mir ging es wie vielen Betroffenen hier.

    Starker Stress am Arbeitsplatz, lange Pendlerwege und natürlich noch private Verpflichtungen.

    Gegen 14:00 konnte ich am Rechner die Augen kaum noch offen halten. Hatte sogar Sekundenschlaf. Das war nicht einfach nur Müdigkeit...

    Hatte dann mit dem Chef vereinbart, die Arbeitszeit auf drei Tage die Woche zu reduzieren. Brachte aber auch keine Besserung. Blutbild war super, bis auf den Vitamin D Wert, der war unterirdisch. Auch der Entzündungswert war ohne sichtbare Ursache erhöht. Na ja, und dann kam die Hammerdiagnose.

  • Bei mir waren es Hitzewallungen und eine starke Erschöpfung, die von jetzt auf gleich wie angeflogen kam. Ich habe das zunächst als beginnende Wechseljahrsbeschwerden gedeutet.

    Auch wenn du heute das Gefühl hast die Welt bricht zusammen darfst du nicht dran zerbrechen, denn irgendwann wird alles gut.

  • Gonzi  

    Ich habe gar nichts gemerkt, weder was in meinem Körper noch in meiner Brust.
    Eher das Gegenteil war der Fall.
    Fühlte mich richtig gut, hatte das "Tal" entstanden durch meinen Herzinfakt 2018 , durchschritten und mein Leben hatte sich wieder stabelisiert und normalisiert. Ich hatte es wieder ohne Angst genossen. Das Gefühl ist oft um so stärker wenn man so einen Kampf erfolgreich bewältigt hat.

    Um so größer war der Schock nach der Routine Mammografie, die alle Frauen ab 50 machen sollten.

    In ganz schlechten Momenten flüstert mir manchmal so ein kleines Teufelchen ins Ohr: "wärest du doch bloss nicht hingegangen"

  • Ja, ich habe etwas gemerkt...ich hatte vor der Diagnose bereits Fatigue, wie ich heute weiß. In der Reha habe ich dann erfahren, daß Fatigue typisch bei der Entstehung von Lymphomen ist. Doch wer denkt bei absoluter Erschöpfung gleich an Krebs?

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • ich hatte im Frühjahr letzten Jahres einen Armbruch.Danach kam die Schuĺtersteife dazu. Ich hatte monatelang Schmerzen in der Schulter und ich konnte nachts vor Schmerzen nicht schlafen.Mir ging es schlecht.Dann kam noch eine Gürtelrose dazu.Ich fühlte mich schlapp und müde. Obwohl ich sehr viel in der Natur bin ,konnte ich nachts nicht schlafen.Ausserdem war ich sehr deprimiert.Eigentlich hatte ich immer Pläne.Aber plötzlich waren meine Träume verschwunden.Anfang des Jahres kamen meine Träume wieder und es ging mir körperlich sehr gut.Und heute nun die Diagnose Eierstockkrebs zu 50 %.Ich weiss nicht weiter.

  • Ihr Lieben.Gerade lese ich wie ihr den Krebs bemerkt habt.Jede schreibt fast immer kaputt und müde.Ehrlich bin ich das auch immer Mittagsruhe mache ich auch . Ich dachte das liegt daran,das ich nach zweimal Krebs und Chemo so kaputt bin .Untersuchungen hatte ich ja eigentlich.Misst jetzt habe ich Angst und die Gedanken kommen.Seit lieb gedrückt Lissy

  • liebe Bonny und Frieda.Dieses Erschöpftsein hast du das jetzt auch noch,ich dachte du hattest es mal geschrieben.Hoffentlich geht die Angst wieder weg.Da das so viele von Euch vor den Krebs gemerkt haben und ich jetzt auch nur müde bin.lg Lissy

  • Hallo Miteinander,

    ich komme zwar aus der Eierstockfraktion aber möchte auch etwas dazu sagen. Ja im Nachhinein hatte ich schon Anzeichen. Nicht nur Blähungen und wechselndes Stuhlverhalten, weil das ist mir geblieben, da ja mein Darm auch befallen war. Aber ich hatte Abends immer schwere Beine und Wassereinlagerungen obwohl ich sehr sportlich bin. Da zu sich das letzte halbe Jahr vorher mein Bauch verändert. Ich konnte ihn irgendwie nicht mehr angreifen zum Eincremen. Er war mir fremd. Ja und auch ich war sehr, sehr müde. Tagsüber bin ich fast vor dem PC eingeschlafen. Mein Sportpensum täglich habe ich aber immer super geschafft, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob irgendwas in mir steckt. Ich war auch nie Erkältet oder sonst was. Ab und zu hatte ich mal eine ganz kurze Schmierblutung oder die Regel ist ganz ausgeblieben, trotz Pille. Ich habe mir dabei nichts gedacht, war ja regelmäßig beim Frauenarzt und ich dachte, die Wechseljahre stellen sich ein. Viel Nachtschweiß, sehr extrem, habe geschwitzt wie in der Sauna. Aber meistens von Sonntag auf Montag bzw. Anfang der Woche, da hab ich es dann auf die Arbeit geschoben. Nachdem alle Vorboten jetzt weg sind, bis auf meinen verrückten Darm und ich meinen Bauchi wieder liebe und anfassen kann trotz der vielen Narben, denke ich, dass es schon einige versteckte Vorzeichen gegen hat. Dann ja aber der Durchbruch. Der Eierstock ist in den Enddarm gewandert, hat lebensbedrohliche Blutungen ausgelöst und so musste ich handeln und zum Arzt gehen. Was dann kommt wisst Ihr alle nur zur gut.

  • Ihr Lieben,

    auch ich war vor der Diagnose oft müde, hab Mittagsschlaf gehalten, wenn es möglich war. Allerdings konnte das auch an den Wechseljahren liegen. Die waren nicht ohne!!

    Nun nehme ich Letrozol und habe auch ein erhöhtes Schlafbedürfnis, was als Nebenwirkung im Beipackzettel steht.

    Ob wir es wirklich vorher merken konnten, werden wir wohl nie mit absoluter Sicherheit erfahren.

    LG, Moni13

  • Interessante Frage,


    mein Tumor war bei Diagnose schon ca. 5cm, 1 Monat später bei OP 8cm.


    Ich hatte einige Wochen oder Monate vorher ein starkes Herpes, nicht an der Lippe wie 'normal' sondern direkt im Gesicht. Sah aus, als ob mir jemand eine verpasst hätte. Wie lange vorher das war, weiß ich allerdings nicht mehr. Im Nachhinein wundere ich mich, ob mein Immunsystem hier einen Moment nicht aufgepasst hatte.


    Zusätzlich hatte ich in den Monaten vor Diagnose öfter das Gefühl ich roch in der einen Achsel ( die betroffen war) müffliger als in der anderen. Aber auf Krebs kam ich natürlich nicht, da ich vorher recht unbescholten und unerfahren war was Krebs anging, auch keine Familienfälle. Heute denke ich schon, dass auch wir Menschen Krebs riechen könnten, wüssten wir nach was wir riechen sollten.


    Ich habe nie einen Knoten bemerkt, bei mir war eine Hauteinziehung der Brust dann mein direkter Hinweis.


    Ich kann mich aber nicht erinnern müde gewesen zu sein, mein Leben vorher lief ganz normal, stressiger Fulltimejob, Kind, Hund.

  • Ich war Januar 2019 total fit, regelmäßig im Studio trainiert. Dort habe ich auch einen kleinen Schmerz in der Brustbeingegend gespürt bei einer bestimmten Übung, ich dachte, ich hätte zuviel Gewicht genommen. Dann war meine Mitarbeiterin erkältet und ich habe mich zum ersten Mal in 3 Jahren angesteckt. Nach der Erkältung war ich extrem müde, hab ja im Rerformhaus alle möglichen Mittel zur Stärkung und eins davon hat mich wieder fit gemacht. So langsam fiel mir auch auf, dass die rechte Brust kleiner war als die linke. Das habe ich im April bei einem Routinebesuch bei der Gyn angesprochen, und sie tastete dann den Knoten...

  • Ich hatte meine Diagnose im August 17, war im Mai 17 bei meinem Hausarzt und lies mich auf den Kopf stellen, da es mir einfach schlecht ging. Müde und schlapp war ich, habe einfach gespürt, das etwas nicht stimmt. Mein Tumor in der Brust war ein Jahr lang eine Zyste 🙄.....und eines abends beim tasten hab ich plötzlich so ein Gefühl gehabt, als würde mir jemand den Boden unter den Füßen wegziehen, ich wusste, dass das keine Zyste mehr ist, oder vielleicht auch nie eine war. Am nächsten Tag ging ich zur Gynäkologin, bestand auf eine Überweisung ins Brustzentrum und dort wurde gleich eine Stanze gemacht..... so war das bei mir

    lissie - ich bin heute auch noch oft müde, einfach nicht mehr so belastbar und fit wie vor der Diagnose. Die letzte chemo war im Januar 18, Antikörper bis Dezember 18, nun noch Letrozol. Ich fühle mich - meist- gesund , nur eben durch all die Medikamente geschwächt.

  • lissie auch bei mir war es so wie bei Bonny und Frieda , schon vor der Diagnose Kaputt und Müde, meine Blutergebnisse hatten bei den Entzündungswerten abweichungen, ich hab damals alles auf den ungewohnten neuen Job geschoben, und in der Reha hat man mir gesagt das könne schon Fatigue gewesen sein, und das habe ich auch immer noch obwohl ich eigentlich durch bin mit allen Behandlungen, mach dir also nicht zu große Sorgen

  • Ich hatte keinerlei Anzeichen, im Gegenteil, war so fit wie nie und habe es gut geschafft, Job (Lehrerin, also nicht gerade der ruhigste Job auf Erden), Kinder und Sport (Hindernisläufe) unter einen Hut zu kriegen... Tja, und bei der Diagnose war der Krebs schon in der gesamten Brust unterwegs, so dass eine Mastektomie gemacht werden musste...

  • Ich hatte schon was bemerkt. Müde und schnell kaputtbar, wie andere schon schrieben. Ich kannte dieses Gefühl von vorherigen (eher schweren Erkrankungen). Daher war ich, als ich den Knoten tastete, ziemlich sicher, dass da was Ernstes ist. Die Brust selbst war zu der Zeit sehr hart (Hormonersatztherapie), daher war diese kein verläßlicher Symptomgeber. Aber das allgemeine Krankheitsgefühl war schon da.