Rückblick auf die Monate vor der Diagnose - Habt ihr was gemerkt?

  • Ich hatte schon länger bemerkt, dass sich meine Blase vergleichsweise häufig meldet. Störte mich aber nicht besonders.

    Meine Mutter hatte eine Gebärmuttersenkung, und man hatte ihr die Gebärmutter entfernt.

    Das wollte ich nicht. Und Hormonbehandlung in den Wechseljahren, wie bei meiner Mutter, wollte ich auch nicht.

    Hitzewallungen hatte ich schon immer wieder.

    Da ich ohnehin zuviel um die Ohren hatte, war ich eine Weile nicht mehr zum Gynäkologen gegangen.

    Mitte Januar dann ein minimales Ziepen im Unterleib. Kaum spürbar. Nur - was das wohl war, dass da ziepte?

    Hatte ich womöglich die alte Spirale doch nicht entfernen lassen, und sie gammelte seitdem im Bauch vor sich hin?

    Also hin zum Gyn, der im US etwas sah - eingeblutete Zyste oder Myom, solle ich mir entfernen lassen, entweder im Kreiskrankenhaus oder in der Privatklinik xy. Nachdem das Kreiskrankenhaus den großen Längsschnitt machen wollte, dann doch in die Privatklinik gegangen, weil Gyn meinte, Myome entferne man nicht mit langem Bauchschnitt, sondern minimalinvasiv. Und die Fälle, in denen mal etwas bösartig sei, seien derart selten, das käme praktisch nie vor.

    Naja, im Lotto zwar nie Gewinn, aber hier Volltreffer - nix Myom sondern bösartiger GIST-Tumor.

    Am schönsten ist es für mich zwischen den Wurzeln meines "Wunderbaums", mit Blick in die Krone.

    Auch der Baum ist nicht mehr ganz gesund, so passen wir gut zusammen.

  • Bei mir zeigte sich einige Wochen eine Thrombose und das scheint nicht selten zu sein

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener


  • Nein habe nichts vorher bewusst gemerkt. Zum Glück gibt es Vorsorge und screening. Was witzig ist, ich war eine Woche vorher bei einer Thetra Healing Therapeuten die auch Heilpraktikerin ist. Wir haben etwas für /gegen meinen nichts tun machen wollen. (Ich bin Mrs. Perfekt mache Listen und Pläne komme aber nicht ins Tun.) wir haben dann ein wenig Energiearbeit gemacht. Dabei wird die Hand auf verschiedene Körper Teile gelegt und man sagt was man spürt. Meine linke Brust war immer eiskalt. Gleiche Hand auf dem Bauch und es fühlte sich ganz heiß an. Ob das schon ein Signal war kann ich natürlich nicht sagen. Vielleicht auch nur Zufall .

  • Merkwürdige Vorahnungen


    Hallo liebe Mitstreiterinnen.

    Ich trage jetzt schon einige Wochen etwas mit mir herum. Habe auch noch mit niemandem darüber gesprochen, weil mir das Ganze selbst etwas suspekt ist. Also, ich schreibe jetzt einfach mal drauflos.

    Jeder kennt bestimmt solche merkwürdigen Gefühle, das bald etwas schlimmes oder auch Gutes passiert. Ich habe das immer wieder, aber es sind keine konkreten Ahnungen. 2 oder 3 Monate, bevor mein Eietstockrezidiv entdeckt wurde, passierten mir aber sehr seltsame Dinge. Einmal, während des Haarewaschens, schoss mir durch den Kopf: Schade, bei der nächsten Chemo fallen sie wieder aus. Kurz darauf, als ich Klamotten und Taschen für das Rote Kreuz aussortierte, packte ich eine ewig nicht benutzte Reisetasche in den Abstellraum und dachte, die gebe ich nicht weg, die brauche ich bald fürs Krankenhaus. Die schlimmste Vorahnung war aber, dass ich wie aus heiterem Himmel dachte, bei mir ist irgendwas im Bauch. Ich habe mich vor mir selber erschrocken und solche Gedanken schnell beiseite geschoben. Aber ein ungutes Gefühl blieb.

    In den ganzen 9 Jahren ohne Rückfall hatte ich nie solche Gefühle.

    Ist das jetzt einfach alles Zufall oder wusste meine Seele schon mehr als ich.

    Ich bin generell ein sehr sensibler und einfühlsamer Mensch.

    Habt Ihr auch schon etwas Ähnliches erlebt? Ich komme mir manchmal etwas merkwürdig vor.

    LG Naticatt

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Liebe Naticatt,


    Deine Geschichte bringt Gänsehaut. Ich glaube einfach fest daran, dass man bestimmte Sachen spürt, welche man nicht rational erklären kann! Es gibt Dinge im Leben, die einfach außerhalb unserer Vorstellungskraft liegt.


    Ich glaube fest an Bestimmung, Schicksal und Vorahnungen. Ich hatte auch 3 gruselige Erlebnisse im Leben gehabt.

    Irgendwie ist es auch tröstend, dass man Dinge spürt, Schutzengel hat oder Verbindungen zu lieben Personen.


    Liebe Grüsse Mareen

  • Liebe Naticatt


    Auch ich habe mein Sarkom gespürt, obwohl weder Onkologe noch Gyn etwas feststellen konnten. Ich hatte sie aufgesucht , weil ich es eben "fühlte", dass etwas nicht gut war.


    Da ohnehin das jährliche MRT anstand, hat man sich entschlossen, einfach zu warten. Und meine Befürchtung bestätigte sich, ich dachte allerdings an ein Rezidiv, es kam schlimmer...


    Ich denke, dass man nach unserer Erkrankung feine Antennen hat....


    LG, Viviane

  • Liebe Naticatt

    Ich kenne das in Form einer bestimmten Art und Qualität von Traum, nenne sie meine devinatorischen Träume, wenn ich so über mir nahe Menschen träume sterben sie in nicht allzu weiter Zukunft, wenn sie Glück haben bricht nur eine riesen Katastrophe über sie herein,

    Ist gruselig, ist aber so.

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Liebe Naticatt
    diese Erzählung finde ich mehr als beeindruckend-du erzählst diese genauen Momente, ohne vorher was in diese Richtung gespürt oder gar annähernd gewusst zu haben. Ich denke auch, da wusste deine Seele mehr als du sozusagen.

    Was meine Erkrankung angeht, da habe ich gar nichts in der Seele oder im Bauch gespürt vorher.
    In anderen Situationen, war mein Bauchgefühl sehr oft leider richtig.
    LG

  • Ich finde es sehr interessant und auch tröstlich, dass auch andere Menschen diese Erfahrungen machen. Ich persönlich traue mich gar nicht solche Empfindungen anderen zu erzählen. Die gucken einen dann oft an, als hätte einen Sprung in der Schüssel oder wolle sich einfach nur wichtig machen.

    Wahrscheinlich sind wir wirklich durch die Erfahrungen, die wir gemacht haben und die Flut an Gefühlen die über uns hereinbricht, sensibler für solche Empfindungen geworden.

  • Liebe Naticatt !


    Ein interessantes Thema, das Du da aufgriffen hast. :/

    Ich habe vor meiner Erstdiagnose bereits seit Monaten immer wieder meinen Bauch mit Skepsis massiert und abgetastet. Allerdings komme ich aus einer Familie mit zahlreichen Carcinom-Erkrankungen. Leider hat mein Gyn mich nicht aufgeklärt, dass bei einer Familienanamnese wie meiner eine genetische Beratung möglich wäre.

    Andererseits fragt man sich immer wieder, ob man der Angst zu viel Raum einräumt. Angst ist ein schlechter Berater!


    Alles Gute für die OP, die Dir bevorsteht!

    Gute Erholung für nachher und alle Unterstützung von rundherum, die Dir guttut!

    LG ML

  • Danke liebe Marie Louise .

    Ja, die Angst ist wirklich ein schlechter Berater. Aber ich finde es echt schwierig, gerade in unseren Situationen, die Angst von der Vernunft abzutrennen.

    Dir auch alles Liebe und Gute.

  • Liebe Naticatt ,


    Ich kenne solche Situationen auch. Alle Frauen in meiner Familie haben so eine Art 6. Sinn (so nennen wir es). Ich habe in meinem Leben schon viele komische Ereignisse erlebt, die ich mir auf natürliche Art und Weise nicht erklären kann. Es gibt da auch eine ganz besondere Geschichte, aber die wäre leider zu lang zum posten 🙈.

    Ich wünsche dir alles gute weiterhin.

    LG Knutschkugel84

  • Ich kenne solche Vorahnungen ohne Anlass aus dem Nichts heraus auch. In der Pubertät fing es an, es gab einige Ereignisse. Als bei mir das Thema Krebs ein Thema wurde, wusste ich, ich habe es. Ich wusste vorher, daß es ohne Therapie nicht geht. Ich habe meinen Onkologen darauf angesprochen. Er meinte, wenn man es zulässt, wissen ca. 60 bis 70% der Patienten, wie es um sie steht.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Naticatt

    Seit meinem 1.Bk bekomme ich jährlich ein MRT.

    2017 hätte ich erst Juni /Juli hingehen müssen. Aber ich hatte im Januar schon ein ungutes Gefühl u hab dann vorgezogen u bin Anfang März gegangen. Mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht, es war ein 2. BK in der anderen Brust.


    Meine Radiologin sagte ich hätte ein enormes Körpergefühl.

    Tja wie man es nimmt.

    Hier war es von daher gut, weil das Carzinom sonst weitere Monate gewachsen wäre.


    Aber ansonsten ist es auch etwas beängstigend,denn man soll ja positiv denken und sein Leben so gut es geht geniessen, ohne sich zu ständig zu beobachten.


    Alles Liebe

    Mariechen

  • Naticatt

    Ich habe erst vor einigen Jahren mein Bauchgefühl gespürt. Als meine Schwiegermutter vor einigen Jahren auf der ITS lag und man nicht wusste ob sie es schafft, war ich die einzige die sofort gespürt hat, sie schafft es, und so war es auch. Es gibt diese Dinge, die man nicht erklären, ich habe das schon in vielen Situationen erlebt. Ein sehr spannendes Thema.

  • Ich kenne sowas auch! Mir ging es schon Monate vor der Diagnose sehr schlecht, habe nur noch funktioniert. Schon seit einem Jahr habe ich oft an den tot gedacht, was ich vorher nie gemacht habe.
    Ich wusste aber ganz genau dass etwas nicht stimmt weil mein Hund mich nicht mehr aus den Augen liess.
    Er hat manchmal nur da gesessen und mich beobachtet, vorsichtig an mir geschnueffelt.
    Dieser Hund ist mein buddy. Er geht mit mir zu Bett und steht mit mir auf. Laesst mich nicht aus den Augen.

  • Ihr Lieben.

    Meine Mutter hat mir früher oft erzählt, ihre Mama hätte oft solche Vorahnungen gehabt. Und bei mir ging das relativ früh los damit. Weil aber nicht jede Vorahnung auch ein "Treffer" ist, bin ich manchmal verunsichert. Und man will sich ja auch nicht dauernd verrückt machen.

  • Vorahnungen hatte ich nicht wirklich- aber typische Symptome, nämlich Blutungen- zuerst ein Tropfen alle 4 Wochen, dann wurden sie allmählich häufiger. 3 Monate bevor das begann hatte mein Gynäkologe bei einem Routine-Ultraschall Flüssigkeit in der Gebärmutter festgestellt, ich hatte eine Curettage, bei der nichts Negatives gefunden wurde. Er hat sie-als Oberarzt im Spital- noch dazu selbst gemacht.

    Natürlich meinte er, da könne nichts Böses dahinter stecken, hat mich aber genau- inkl. Ultraschall und Abstrich- untersucht, und es war wieder nichts.2 Monate später zog es leicht im Bauch, wie vor der Regel, und da hatte ich das alles satt und bestand auf einer Gebärmutter-Entfernung., um einer eventuellen bösartigen Veränderung vorzubeugen. Ich hatte allenfalls an eine Vorstufe gedacht.


    Es zog sich dann noch etwas hin- erst Warten auf den Termin in Spitalsambulanz, dann Warten auf den OP-Termin. Es sah nach der OP gut aus- aber der Pathologe war anderer Meinung... In einer zweiten OP kamen die Lymphknoten heraus, 3 waren da schon befallen.


    Die Assistenzärztin in der Gyn-Ambulanz , die ebenfalls nicht im Ultraschall gesehen hatte (ebenso wie der operierende Oberarzt und eine Stationsärztin) meinte, wenn eine Patientin mit dem strikten Wunsch nach einer Hysterektomie komme, wäre das für sie ein Alarmzeichen- und offenbar auch für ihre Chefin, die einer OP zustimmte. Das war mein Glück.


    Wenn ich irgendwann nochmals ein ungutes Gefühl bekommen sollte- egal welcher Körperteil betroffen ist- werde ich noch energischer vorgehen, auch wenn ich womöglich für eine Hypochonderin gehalten werde.