Noch ein Neuling

  • Guten Morgen zusammen,


    bei mir (56) wurde vor knapp 2 Wochen die Diagnose Brustkrebs gestellt. Meine Frauenärztin hatte im Nov. einen Befund im Ultraschall gesehen (nachdem ich eine Veränderung an der Brust bemerkt hatte) und mich in ein erfahrenes Brustzentrum geschickt (wo ich auch schon mehrmals war), wo Mammographie und Ultraschall gemacht wurden, Befund: alles in Ordnung! Es wurde mir aber zur MRT geraten (selbst zu zahlen: 500 Euro), da man bei meinem dichten Brustgewebe sonst nicht 100%ig sicher sein könnte. Der Radiologe meinte aber noch, das sei nur zur Vorsicht, er sei sich sicher, dass da nichts sei. Und dann vor 2 Wochen der Schock: ein 1,6 großer Tumor in der li. Brust. Dass der Radiologe im Nov. nichts gesehen hat liegt mir auch schwer im Magen, da so 2 1/2 Monate vergangen sind, wobei ich noch wirklich froh bin, dass ich die MRT überhaupt habe machen lassen.


    Der Tumor hat auch noch ein G3 Grading (Hormonrezeptor pos., HER2 neg., KI67 35-40%), sodass ich vor der OP eine Chemotherapie machen muss. Das Staging läuft gerade noch, bisher gibt es keinen Anhalt für Metastasen oder LK-Befall.


    Nachdem der erste Schock überwunden war, ging es mir eigentlich halbwegs. Meine beiden Söhne (sind erwachsen und wohnen 800 bzw. 250 km entfernt, wir haben ein tolles Verhältnis) sind gleich gekommen, mein Mann hat sich krankschreiben lassen und ich hatte und habe viel Unterstützung. Gestern war das erste Gespräch in der onkologischen Praxis, wo die Chemo durchgeführt wird, und seitdem stecke ich in einem tiefen, schwarzen Loch. Der Arzt gestern meinte, dass ich sehr starke, toxische Medikamente bekommen würde (was genau, weiß ich noch nicht) und dass mir 100%ig, wahrscheinlich schon nach der ersten Behandlung, die Haare ausfallen. Ich solle mich während der Zeit der Chemo ein bisschen zurückziehen, man müsse nicht bei jedem Geburtstag dabei sein. Die Chance auf Heilung liege bei 70-80%.


    Ich habe bisher ein sehr ausgefülltes Leben geführt: anstrengender, aber auch erfüllender Vollzeitjob, den kompletten Urlaub mit Reisen verbracht (wir wären heute in 1 Woche für 3 Wochen nach Thailand gereist), 3 x die Woche Sport, in der Freizeit viel mit Freunden getroffen und viel unternommen. Also kurz gesagt: ich komme mir zzt. vor wie von 100 auf 0! Ich hatte es mir so vorgestellt, dass es mir während der Chemo zwar an 2,3 Tagen schlecht geht, ich aber ansonsten in der therapiefreien Zeit doch mein gewohntes Leben zumindest teilweise weiterführen könnte. Auch das mit dem Haarausfall hat mich umgehauen, da ich bisher dachte, dass das nicht immer vorkommt und ich vielleicht Glück habe. Und zuguter letzt: eine Prognose von 70-80% ist zwar nicht schlecht (ich weiß, dass viele hier mit viel schlimmeren Krankheitsbildern leben müssen!),. aber bedeutet ja trotzdem auch, dass die Chancen 3:1 stehen, wieder gesund zu werden und ein nicht ganz geringes Risiko bestehen bleibt. Die Ärzte, mit denen ich bis gestern zu tun hatte, haben mir eigentlich alle Mut gemacht und sich sehr zuversichtlich geäußert.


    Kurz gesagt: Ich habe einfach eine Scheißangst! Vor der Chemo, vor dem Jahr, das vor mir liegt und nicht zuletzt, nicht wieder gesund zu werden.


    Danke fürs Lesen, ist doch etwas lang geworden...


    LG, Scout

  • Hallo Scout, es tut mir leid, dass du auch durch dieses Jahr hindurch musst. Aber ich kann dich beruhigen: du musst überhaupt nicht von 100 auf 0 zurückfahren. Ich bin selbständig, habe ein Reformhaus und habe fast die ganze Zeit über gearbeitet. Ich bekam die erste Chemo immer Donnerstags, blieb dann bis Montag zuhause und konnte dann wieder arbeiten. Mit Einschränkungen natürlich, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme vorwiegend, aber es ging. Wenn du im Threas 4mal EC 12 pacli stöberst, wirst du feststellen, dass viele mit geringen Nebenwirkungen davon kommen. Es ist super, dass du so viel Sport gemacht hast, mach weiter damit, so gut es geht, dann kommst du besser durch.

    Wenn du EC bekommst, ist allerdings der Haarausfall sehr sicher, und da fließen oft Tränen, wenn es los geht - aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran, und die Haare kommen wieder. Und bei den Chancen konzentrieren wir uns einfach auf die 80 % und befassen uns mit dem Rest, wenn es so weit kommen sollte...

  • Liebe Scout,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Du stehst noch ganz am Anfang und bist natürlich geschockt.

    Deine Ängste kann hier jeder verstehen.

    Kennst du schon den Krebsinformationsdienst? Dort kannst du dich kostenlos über deine Erkrankung/Therapien informieren, da sind erfahrene Ärzte, die dir per Mail oder Telefon gerne Auskunft geben.


    Ich hoffe, du kannst dich bei uns gut austauschen und fühlst dich bei uns wohl. Für Deine folgenden Therapien wünsche ich Dir alles gute.

  • Liebe Scout

    erst mal lass Dich drücken. Jeder von uns ist am Anfang geschockt. Mir ging es genau so. Die Angst ist normal, aber sei froh jetzt kannst Du anfangen zu kämpfen . Ich hatte zwar keine Chemo aber eine Mastektomie und war auch erschrocken. Viele hier im Forum haben zu mir gesagt "Ein Schritt nach dem anderen" und das stimmt. Mach Dir noch keine Sorgen um ungelegte Eier. Freue Dich über die Unterstützung Deiner Familie. Das ist Gold wert:!::!::!:Konzentriere Dich auf die Prozente, die für Dich sprechen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und schicke Dir eine Luftumarmung<3<3<3

    Gruß knacky

  • Ich hatte es mir so vorgestellt, dass es mir während der Chemo zwar an 2,3 Tagen schlecht geht,

    das kann niemand vorhersehen, denn wir vertragen die Chemo alle unterschiedlich. Es kann sein, dass du durchaus nach 2-3 Tagen ziemlich fit bist. Ich habe eher 6-8 Tage gebraucht, bekam alle 3 Wochen die EC...später bei der Paclitaxel, die man wöchentlich bekommt, verläuft die Woche wieder anders. Das wird dir alles noch genauer erklärt. Vielleicht bekommst du auch einen anderen Zyklus. Es wird sicher Tage geben, wo du dich wirklich krank fühlst. Aber sicher auch viele, an denen du viel unternehmen kannst.

    Ich kann mich aber auch noch an diese große Unsicherheit und den Frust erinnern, als ich dachte, das dauert alles auch noch so lange. Ein blödes Gefühl. Diese Diagnose muss man erstmal akzeptieren. Das mit den Haaren konnte ich gut akzeptieren, sie kommen ja wieder. Aber es ist eben sichtbar, dass man etwas ernsthaftes hat.

    Als ich raushatte, wann es mir wie geht, bin ich trotzdem Wandern gefahren, ins Kino oder Theater gegangen. Also alles meiden musst du nicht. Aber etwas vorsichtiger sein. Häufiger Hände waschen etc. versuche, dich weiter zu bewegen, aber dich nicht zu überfordern.

    Eins nach dem anderen.

    Sei lieb gegrüßt!

  • Liebe Scout , ich bin zwar aus der Sarkom-Ecke, doch ich grüße Dich trotz des blöden Anlasses hier im Forum. Das ist jetzt gerade alles viel, was hier auf dich einschlägt. Das Gute ist aber, dass Du Menschen hast, die hinter Dir stehen. Du bist nicht alleine und musst da auch nicht alleine durch. Als ich meine Diagnose bekam, gingen mir im ersten Moment such 1000 Dinge durch den Kopf. Das war im Aufwachraum. Frau.... ich muss Ihnen leider mitteilen, dass es bösartig war. Um Termine für Chemo und Bestrahlung müssen Sie sich keine Gedanken machen. Das können wir von hier koordinieren. Letztlich hab ich keines von beiden bekommen, da sich da was ganz tolles rauskristallisiert hat. Ich kann aber nachempfinden, was Du durchmachst. Ich kann dir nur den Rat geben, dich hier auszutauschen, den Mut nicht zu verlieren und trotzdem dein bisheriges Leben nicht aufzugeben. Es wird anders, doch es liegt viel in Deiner Hand. Frag bei den Ärzten viel nach und lass Dich gut beraten.

    LG Jojo

  • Sei lieb Willkommen hier bei uns im Forum liebe Scout und bitte fühle dich hier verstanden

    Die Chemotherapie ist wirklich zu schaffen , es gibt zwar Tage die du lieber nicht haben willst aber die meisten Tage sind gute Tage .

    Ich habe mir gleich ganz realistisch gesagt ich habe lieber eine Glatze am Kopf u d Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh .

    Ja es ist nicht schön das Haar zu verlieren und der Spruch die wachsen wieder fand ich auch total daneben . Da wäre ich am liebsten hin und hätte denen auch eine Glatze geschoren mit dem Spruch ach die wachsen doch wieder . 😉 . Ich hatte mir nach der ersten Chemo einen Zopf geflochten und mein Mann hat mir die Haare geschoren und nun hängt mein Rapunzelzopf am Schminkspiegel 😁

    Ich selber fand es aber schlimmer das die Augenbrauen auch fallen ....ja in einem Krieg fallen Soldaten das ist klar , aber die Augenbrauen geben dem Gesicht den Rahmen . Ich habe mir während der Chemotherapie ein Mikroblading machen lassen denn ich hätte es niemals hinbekommen mir meine Brauen zu malen . Das ging mit einem ärztlichen Attest da keine Einwände bestehen , denn das Kosmetikstudio muss ja abgesichert sein . Manche Kosmetikstudios mache das für Chemopatienten auch kostenfrei .

    Heute liebe ich meine Kurzhaarfriese und ich denke ich werde keine langen Haare mehr haben wollen .

    Hab eine positive Einstellung , denn es ist so das die Chemotherapie deine beste Freundin werden wird die dir hilft gesund zu werden, ich habe meinem Port einen Namen gegeben , mein Willy ♥️ auch er hat mich nicht im Stich gelassen . Meine Diagnose triple negatives Mammakarzinom hatte ich im Februar 2018 bekommen und ich über die Chemo , die brusterhaltende OP und die Bestrahlungen überstanden und bin krebsfrei . Ich habe zwar einige Nebenwirkungen aber ich kann sehr gut damit leben und umgehen . Es können aberes müssen keine Nebenwirkungen kommen . Ich habe die Epiburicin und Cyklophospamit sehr gut vertragen , ein paar Schrammen halt ....wo andere Frauen mehr Nebenwirkungen hatten , die Paclitaxel und Carboplatin wo mein Onkologe sagte die ist besser verträglich hatten es dann in sich ab Mitte der Gaben ...wie du siehst es ist bei jeder anders . 😉 ich bin immer sehr viel an der Luft gewesen mit meinen beiden Hunden , das hat mich fit gehalten und der Kopf wurde ruhiger . Gönne dir viele schöne Dinge und Momente , alles was deiner Seele gut tut . Umgebe dich mit Menschen die dir die Kraft geben und die anderen die dir die Kraft rauben entsorge . Alles hat auch positive Seiten ... dann hast aufgeräumt .

    Als ich keinen Geschmack mehr hatte habe ich mir gesagt dann muss ich nicht mehr kochen , kein Geruch mehr : auch gut nicht jeder schnuppert wie der Morgentau, wenn ich zu müde war hab ich geschlafen und weniger rumgekramt und musste weniger richten . Wer in den Krieg zieht muss auch Kratzer einstecken können , die werden wieder heilen , die auf der Seele auch . :hug:

    Es ist wirklich zu schaffen , bei der ersten bildgebenden Kontrolle wurd schon gesehen das mein Karzinom um das vierfache geschrumpft ist

    Dann war es nicht mehr zu erkennen und die zu Beginn befallenen Lymphknoten waren auch wieder zart und unauffällig.

    Hab bitte Vertrauen in die Schulmedizin, die Ärzte und dich . Du wirst es schaffen . :hug:

    Ich möchte dir Mut machen und ich möchte dir sagen das es wieder gut werden kann .

    Hast du dei e Staiginguntersuchungen schon hinter dir ?sobald die Therapie los geht wird es dir schon etwas besser gehen .

    Mein Mann durfte sogar bei der ersten Chemo bei mir sein , als ich gemerkt ha edas ich das gut schaffe hab ich ihn Beim geschickt . Die Chemoschwestern sind so auf zack das ihnen nichts entgeht und schnell zur Stelle sind , die sehen einem an der Nasenspitze an obs dir gut geht :hug: ich ha e mich immer auf die Chemotherapie gefreut denn das war meine Stunde es dem Mietnomaden heim zu zahlen ;)

    Ich drücke dich lieb ...wenn ich darf :hug:

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe alle,

    ganz vielen Dank für die Antworten und den Zuspruch:)<3 Es tut einfach super gut! Ich habe zwar auch liebe Freundinnen, die mich unterstützen, aber es ist einfach was anderes, wenn man sich mit Betroffenen austauscht!


    Ich hoffe auch sehr und glaube es auch, dass es mir besser geht, wenn nächste Woche die erste Chemo überstanden ist und vielleicht nicht ganz so schlimm war, wie ich es mir jetzt vorstelle. Und dann sind es ja auch nur noch sieben!


    kruemelmotte : Mein Staging ist noch nicht abgeschlossen, die Szintigraphie war schon, aber CT Lunge und Abdomen steht noch aus, ist in 3 Tagen. Mein Mann hat sich auch krankschreiben lassen und will mich zur ersten Chemo begleiten, er ist auch vorher bei allen Untersuchungen dabei. Es tut mir alleine schon gut, dass ich nicht fahren und Parkplatz suchen muss, ich bin doch ziemlich durch den Wind:S


    Was ist ein Mikroblading? Der Arzt meinte gestern, dass die Gesichtsbehaarung auch ausfallen könne, aber nicht muss. Also hoffe ich erst mal, dass wenigstens der Kelch an mir vorübergeht.


    Gut, dass es dieses Forum gibt, ich werde mich sicher von Zeit zu Zeit hier melden und um Rat fragen.


    Liebe Grüße, Scout

  • Liebe Scout

    Ist wie ein Permanent Makeup ...verblasst aber wieder nach 1,5 bis zwei Jahren

    Bei einem Mikroblading werden die Härchen der Augenbruen nachgezeichnet , da wird desinfiziert, abgezeichnet das es dir gefällt mit einem augenbrauenstift und lokal betäubt ,dann mit einer sehr filigranen Klinge die ausgeguckt wie ein Kämmchen als Stift wird oberflächlich in die Haut geritzt und dann mit Farbe gefüllt .....die Farbe erwächst sich wieder . Ist also kein Tattoo . Das schaut dann aus wie deine eigenen Augenbrauen . ......bei mir blasst es langsam aus . Meine Augenbrauen sind alle ausgefallen und die Wimpern auch ...also alle Körperbehaarung. Ich finde es toll das dein Mann an deiner Seite ist . Mich beruhigt dd auch immer . Die restlichen Chemos habe ich allein geschafft nur eben die erste halbe Stunde...da war ich durch den Wind u d hatte Angst . Aber dann habe ich meinen Mann Heim geschickt .

    Von Anfang an , auch bei Arztgesprächen da ist es eh besser denn vier Ohren u d zwei Köpfe verstehen mehr . Jetzt bei den Nachsorgen ist mein Mann auch mit bei , allein das ich allein warten muss in der Radiologie finde ich nicht so prickelnd. Es ist beruhigend für mich und mein Mann erfährt dann auch immer gleich was ist .

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe Scout ,

    zum Thema Sport/am Leben teilnehmen unter Chemo kann ich beisteuern, dass das funktionieren kann. Hab schon vor der Diagnose regelmäßig Sport gemacht und konnte es bis jetzt auch - mit Einschränkungen beibehalten und es tut soooo gut, ein Stück Selbstbestimmtheit bei all der Fremdbestimmung!

    Falls du die Standart chemo 4x E C alle 3 Wochen & 12x Taxol wöchentlich bekommst, hast du von den 3 Wochen EC-Pause sicher 2, in denen du sporteln kannst. Ich bin immer nach ca. 6 Tagen wieder eingestiegen, statt joggen beim 1. Mal spinning, Krafttraining mit etwas weniger Gewicht. Der Puls beim 1. Mal immer höher als sonst gewesen, das wurde immer schnell besser.

    Wie es unter Pacli ist, werde ich in den nächsten Tagen sehen, hatte heute die 1.


    Auf dem Kopf, um das Thema Haare aufzugreifen, trage ich beim Sport ein kleines Kopftuch, das fällt nicht groß auf... Ich schließe mich den anderen Mädels hier an, der Haarausfall ist das kleinste Übel... Bei mir wächst sogar schon wieder ein kleiner Flaum, während sich Brauen und Wimpern langsam verabschieden...


    Dir alles Gute! LG Ontsch

  • Liebe Scout ,


    herzlich willkommen bei uns! Kein netter Anlass, aber hier bist du unter Gleichgesinnten!:)


    Klar, die Chemo ist sehr toxisch, aber ich verstehe nicht, warum dein Arzt das nicht etwas netter verpacken konnte...:rolleyes:


    Aber der Krebs ist auch irgendwie auf seine Art sehr toxisch, mit dem Unterschied, dass er nicht irgendwann von alleine wieder verschwindet! Die Nebenwirkungen der Chemo sind größtenteils irgendwann einfach so Geschichte! Manche NW dauern länger, andere sagen nur mal kurz "Hallo"!


    Es gibt heutzutage tolle Begleitmedikamente, ich habe einige Frauen in der Chemo kennengelernt, die wirklich so gar keine Probleme hatten (außer:"Maaaaaann, das nervt alles, ich habe keinen Bock mehr!":D:D:D) Und die hatten das volle Programm!


    Ich selber habe die EC-Chemo nicht machen müssen, ich hatte nur 12 x Pacli. Manchmal denke ich, ich gehöre hier gar nicht richtig dazu, ich hatte ja nur "Baby-Chemo". Ich bin da auch locker durchmarschiert, mir ging es immer gut! Meine Nebenwirkungen kamen erst nach der Chemo, aber alles ist nicht wirklich schlimm, eher nervig. Erst heute war ich wieder beim Hausarzt, weil sich ein Nagel stark entzündet hat. Aber sowas hatte ich früher auch schon mal, kann ich gut mit leben.... ok, Haare waren auch weg, aber hey! Ich musste nicht mehr epilieren!!!:D:D:D Die sind ja dann überall weg! Und auf dem Kopf wachsen sie seit Dezember schon wieder, ich bin ein Zausel und muss jetzt mal zum Friseur, bisschen Konturen schnippeln... tolles Gefühl! Überhaupt ist diese Sache mit der Glatze interessant, ich wusste gar nicht, dass ich eine hübsche Kopfform habe! Leider wachsen all die anderen Haare auch wieder...X(


    Weißt du, wenn ich Nebenwirkungen erdulden muss, damit mein Krebs verschwindet, dann mache ich das einfach! Es ist eine überschaubare Zeit, in der ich die habe. Und diese Zeit vergeht soooo schnell!!!!!!


    Du wirst das auch alles gut hinter dich bringen, da bin ich mir sicher! Ich drücke dir die Daumen für alles!


    LG Gonzi:)

  • Hallo zusammen,


    ich habe ziemlich daran zu knabbern, dass mir (laut Arzt) mit 100%iger Sicherheit die Haare ausfallen werden. Meine Haare (und auch mein Äußeres) waren mir immer ziemlich wichtig. Außerdem ist das der Punkt, an dem alle sehen, dass man (schwer) krank ist.


    Ich frage mich, warum eigentlich gerade bei den Zytostatika, die man bei Brustkrebs gibt, immer die Haare ausfallen!? Ich weiß von anderen Krebserkrankungen (z.B. Darmkrebs mit Lebermetastasen), dass die Haare nicht ausgefallen sind, obwohl der Krebs schon gestreut hat. Im Internet finde ich nichts dazu.


    Ich weiß, dass andere Faktoren viel, viel wichtiger sind und ich werde bestimmt auch irgendwann damit klarkommen. Aber im Moment belastet es mich einfach.


    Liebe Grüße, Scout

  • Hallo Scout , es tut mir sehr leid, dass du mit deinem Schicksal haderst. Ich kann es gut nachvollziehen, bevor es losgeht erscheint es einem wie ein unbezwingbarer Berg. Aber was wäre die Alternative? Du hast keine. Klar ist das ganze beschi.... und ich wünschte mir auch, dass ich diese Sch...Krankheit nie bekommen hätte. Es wird ein schweres halbes Jahr mit der Chemo, aber es ist nicht so, dass du überhaupt nichts mehr machen könntest. Viele hier haben die Chemo sehr gut vertragen (ich leider nicht), vielleicht gehörst du auch zu denen. Warum man bei BK eine Chemo kriegt bei der die Haare ausfallen, kann ich dir nicht sagen. Es ist aber keine böse Absicht der Ärzte. Liebe Scout, es nützt alles nichts, die Haare werden fliegen. Ich hatte schöne Mützen, mit denen ich gut über Die Zeit gekommen bin. Vielleicht ist aber eine Perücke für dich das Richtige.


    Im Moment bist du verzweifelt und wütend auf den ungeliebten Mietnomaden. Wir waren es auch alle. Ich hatte immer den Eindruck, dass diejenigen, die die Krankheit annehmen konnten und in den Kampfmodus übergegangen sind, am besten durch die Therapie gekommen sind. Versuche dein Schicksal anzunehmen, das Leben ist noch nicht vorbei....


    Fühl dich ganz lieb gegrüßt

  • Guten Morgen,


    ich verstehe dich, die Unsicherheit jagt einem immer sehr viel Angst ein, aber Versuch nicht zu viel im Internet oder Google zu recherchieren das bringt nicht viel.
    Ich hatte eine Mastektomie und mache jetzt die Chemo. EC und dann P, ja die Nebenwirkungen sind da, aber wie andere schon erwähnt haben fällt bei jedem anders aus. Haare sind leider ausgefallen aber Augenbrauen und Wimpern noch dran.

    Habe vorher auch viel Sport getrieben, Tennis, joggen. Ist im Moment nicht ganz drin weil ich schnell außer Atem hin aber das stört nicht, man möchte gesund werden und dann beisse ich in den sauren Apfel und warte bis mein Körper wieder fit ist. Ist nicht ganz einfach wenn man davor volles Programm hatte.
    Mach dich nicht verrückt,genieß trotz allem das Leben weiter, zwischen den Zyklen kannst du immer noch ein paar Tage weg und dich erholen wenn du das mit deinen Ärzten besprichst.


    Wünsche dir alles Gute 🍀🍀

  • Liebe Scout ,

    gegen unterschiedliche Krebsarten helfen unterschiedliche Zytostatika. Bei BK ist das leider so, dass die Haare davon ausfallen. Das ist für die meisten Frauen eine zusätzliche Belastung aus den von dir genannten Gründen. War bei mir nichts anders.

    Und es tröstet auch nur wenig, dass alle sagen, die Haare kämen ja wieder. Das stimmt zwar, aber erstmal muss man da durch. Wie du diese Zeit am besten überbrückst, wirst du herausfinden. Ich habe meine Perücke nur zum Duschen und Schlafen ausgezogen. Andere Frauen nehmen lieber Tücher oder Hüte. Lies mal ein wenig quer hier im Forum, dann findest du viele Tipps und Erfahrungsberichte.

    Alles Gute dir.

    LG, Moni13