Sprecht ihr ganz offen mit eurem Partner/Familie, was ist wenn... was ihr möchtet ?

  • Liebe kruemelmotte ,

    ich kann mit niemand über sowas sprechen. Ich glaube mein Mann würde mir nach den ersten Worten gar nicht mehr zuhören, denn ich bin ja gesund ( im Moment).Man sieht mir nichts an, ich gehe arbeiten, alles ist wieder gut... Meine Tochter will davon auch nichts hören, sie würde ich damit auch nicht belasten und meine Eltern will ich damit nicht belasten. Es haben doch alle keine Ahnung wie hinterlistig der Sch....sein kann und ich weiss es ja auch " nur" durch das Forum, ansonsten spricht doch keiner darüber. Aber ehrlich gesagt, über Bestattung habe ich mich selbst noch nicht getraut nachzudenken. Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich alles aufschreiben, anders funktioniert das bei uns nicht. Ich habe mir letztens im Internet von Ro..e ein Hefter, durch die B...ins H..., mit Formularen bestellt, " ich sorge vor" das ist für so einen Fall gedacht, da werde ich mich mal drüber machen.

    Ich denke/hoffe aber auch, dass wir von sowas noch seeeeehhhhhrrrr viele Jahrzehnte entfernt sind.

    L.g.von Amy48

  • kruemelmotte , bei AC DC bin ich dabei🤩... Achtung, jetzt wird makaber... Highway to Hell😅🙈


    Muss ganz ehrlich sagen, ich habe mir noch gar keine Gedanken gemacht, irgendwie habe ich für 4 Personen die Vorsorgevollmacht, nur für mich habe ich noch nichts geregelt. Wird echt Zeit...

    Am liebsten wäre mir eine Beerdigung bei uns im Garten, neben dem Kater und unserer Hündin, aber das geht ja leider in Deutschland nicht.

    Am liebsten wäre es mir, alle würde eine Party feiern und jeder würde lustige Episoden erzählen, die sie mit mir erlebt haben....

    Ich mag den Umgang mit Tod und Beerdigung in Deutschland nicht...

    🙏🙏🙏auf das wir alle alt wie Meister Yoda werden...

    Möge die Macht mit Euch sein

    Liebe Grüße Annett

  • Liebe Annett1972

    Nein das ist nicht makaber das ist genau mein Lied 😁♥️

    Als ich meine Diagnose bekommen habe war das me

    Mein Mann wird dieses Lied so laut spielen lassen das es scheppert wie ich immer sage , denn gute Musik gehört gehört 😁

    Ja genau möge die Macht mit uns sein und wir werden alt wie Meister Yoda ....und auch so weise ....

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

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  • Ich habe mir nicht erst während meiner Krebserkrankung darüber gemacht, sondern schon mit Ende Zwanzig, als meine liebe Freundin Karin aus heiterem Himmel eine Hirnblutung kriegte und starb.

    Da habe ich mir das alles überlegt, hat sich über die Jahre immer wieder ein bißchen geändert, aber mir war schon duch obiges Erlebnis klar, dass mein Leben endlich ist und es schnell vorbei sein kann. Das hat mich aber nicht zu einem depressiven Menschen gemacht, eher das umgekehrte, weil ich jede Sekunde meines Leben genießen möchte.

    Ausnahmen sind natürlich die Regel. 😜

  • Ich schließe mich der Meinung von Milli an.

    Egal ob gesund oder krank , alt oder jung - JEDER kann JEDERZEIT sterben.

    Auch wenn es schwierig ist, sich mit dem eigenen Tod zu befassen, man nimmt den Hinterbliebenen viel ab, wenn man im Vorfeld vieles geregelt bzw mit seinen Angehörigen gesprochen hat, wie man bestattet werden möchte.

    Erst gestern habe ich mich aus aktuellem Anlass sehr lange mit einer guten Bekannten über dieses Thema unterhalten. In unserer Heimatstadt gibt es zur Zeit leider viele schwerkranke Menschen ( alt aber auch noch nicht so alt ), die wissen, dass sie am Ende ihres Lebens angekommen sind. Und dann traf es von heute auf morgen zwei Menschen, von denen man nie gedacht hat, dass sie so plötzlich versterben...

    Wie oben schon geschrieben : Es kann JEDEN von uns von jetzt auf gleich treffen. Kranke sterben nicht zwangsläufig vor den Gesunden und Alte nicht immer vor den Jungen . Deswegen finde ich es für uns alle wichtig, rechtzeitig alles zu klären 👍

  • Ich will schon die ganze Zeit endlich aufschreiben, wie ich es gerne hätte... vergesse es aber immer wieder.

    Ich will auf jeden Fall anonym beerdigt werden, weil alles andere viel zu hohe Kosten verursacht. Friedwald finde ich schön, kostet aber noch mehr als eine normale Liegestelle, das ist doch verrückt. Mit dem Tod wird leider viel Geld gemacht, das ärgert mich. Die mich kannten und mochten, werden mich auch ohne Grab nicht vergessen.

    Also falls es jemand wissen möchte. Wir haben eine Friedhofsgärtnerei mit Gartencenter. Man kann in der Schweiz einen Antrag stellen um in der Schweiz als Urne beigesetzt zu werden. Die Pietät stellt den Antrag und die Schweiz genehmigt diesen. Es kontrolliert aber keiner von der Schweiz ob du auch wirklich dort beigesetzt wirst. Du kannst dann mit deiner Urne machen was immer du möchtest. Wir haben hier auf unserem Gelände Schaugräber. Meine Oma war 20 Jahre in Kassel als Urne beigesetzt. Die Grabstätte lief nun aus. Auf meine Nachfrage was Kassel den mit der Urne macht hieß es die hauen wir kaputt und streuen sie in die Hecke. Über eine Pietät habe ich einen Antrag gestellt für die Schweiz, habe die Urne von der Pietät in Kassel ausgraben lassen, habe Ihr eine neue Aschekapsel gekauft (der Deckel mit Name war noch ganz) und die alte Aschekapsel war nicht mehr so prickelnd und habe sie nun hier in meinen Schaugräbern beigesetzt. Jede Woche am Samstag zünde ich ihr eine Kerze an und freue mich riesig diesen Schritt getan zu haben. Leider wissen das nicht viele. Aber wäre ein Tipp für jeden hier der wissen will. Liebe Grüße an Alle Lilobett

  • Ich habe da doch noch andere Gedanken, entstanden durch den Tod meiner Eltern vor vielen Jahren. Die Beerdigung ist doch für die Hinterbliebenen wichtig. Wenn denen nun nicht nach Party zumute ist? Sie einen Platz der gefühlten Nähe - das Grab auf dem Friedhof - brauchen? Ich würde meiner Familie nicht vorschreiben wollen oder sie durch meine Wünsche nötigen wollen, eine Bestattung zu organisieren, hinter der sie gar nicht stehen und ihrer Stimmung nicht gerecht wird. Ich möchte, dass sie entscheiden, was für sie passend ist. Wenn sie mich gern als Kompost im freien Feld haben möchten ok, wenn es ein Grab wird: auch ok. Bestimmte Ängste bzgl. Würmer oder Feuer habe ich nicht, auch da wären sie frei in ihrer Entscheidung und Musik? Ja! das was meine Lieben mit mir verbinden. Was ich sehr wohl mitbestimmen möchte ist das Ende meines Lebens, wieviel Verlängerung, Technik oder Leiden. Denn da muss ich das aushalten. Nach meinem Tod müssen die Hinterbliebenen das aushalten.Was und wie sollen sie meiner Meinung nach ganz allein entscheiden. Was ich als Bestattung allgemein schön finde, sage ich sehr wohl und wenn meine Lieben meinen, sie möchten das dann auch so machen: bitte sehr. Ach und traurige Musik auf den Beerdigungen finde ich manchmal sehr hilfreich, damit die Tränen leichter fließen. Ich tu mich damit manchmal schwer.

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Ich möchte, wenn es auf das Ende zugeht, unbedingt in ein Hospiz. Dieter wäre mit der Pflege überfordert, dann der Haushalt, das alles packt er nicht. Im Hospiz kann er mich besuchen, mich betüddeln, doch alles ist entspannt.


    Wenn ich dann gestorben bin, möchte ich verbrannt werden und entweder in einem Friedwald oder anonym, eventuell noch in einem Kolumbarium bestattet werden. Alle meine Freunde und Familie sollen in bunter Kleidung kommen. Ich wünsche mir als Musik Stücke, die Jessye Norman singt. Der Rest ist mir egal, das soll so gemacht werden, daß die Hinterbliebenen getröstet sind. Beim anschließenden Essen sollen sie dann ein Gläschen Champagner auf mich trinken.


    Mit Dieter kann ich nur punktuell über meine Wünsche reden, er erträgt das nicht so gut, was einfach schade ist. Ich werde das alles auch noch schriftlich nieder,egen müssen.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Hallo Annett1972 und Busenwunder ,

    unser Blut und unsere Organe möchte niemand mehr. Ich habe auf meinen Organspenderausweis meine Diagnose mit erfolgter Behandlung und Datum vermerkt. So können die Ärzte im Fall der Fälle entscheiden, was von mir eventuell noch brauchbar ist.


    Ich kann mit meinem Mann über das "was ist, wenn" gar nicht sprechen. Er hört mir auch nicht zu, wenn ich ihm sage, wo ich Testament, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung hinterlegt habe. Ich muss mich noch aufraffen und einen Ordner mit allen wichtigen Daten und Passwörtern anlegen.

    Da hinein werde ich auch meine Vorstellungen zu meiner Beerdigung heften.


    Mögen unsere Angehörigen unsere Wünsche zu diesem Thema noch lange nicht erfüllen müssen!

    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Hallo Ihr Lieben,...


    ich kann das mit meinem Mann auch nur sehr schwer besprechen obwohl, ich als palliativer Fall eingestuft bin und es sinnvoll wäre, da ist meine Mutter der bessere Part. Ich musste leider sehr schmerzvoll erfahren wie es ist plötzlich alles zu regeln ohne sich vorher damit jemals befasst zu haben, als mein Vater mit 56 morgens plötzlich Tod im Bad lag und meine Mutter erst total überfordert und dann ruhig gestellt war.


    Im Freundeskreis haben wir eine Bestatterin bei der auch meine Mama bereits eine Bestattungsvorsorge getroffen hat, mit Ihr werde ich mich bald zusammen setzen und die gesamte Angelegenheit festlegen, wie ich beerdigt werden möchte bzw. wie es Ablaufen soll.

    Bei der Beerdigung bin noch nicht 100% sicher.... entweder verbrennen und auf einer Berg / Almwiese verstreuen oder Friedwald oder als Körperspende an unsere Uni


    Die Trauerfeier soll in unserer Kirche stattfinden und nicht in der Trauerhalle von Friedhof und Musik wünsche ich mir von Unheilig und Gregorian.......

    Ich hoffe das ich einen Angehörigen so etwas abnehmen konnte und sie nicht mit plötzlichen Entscheidungen überfordere.


    Auf das es och lange, lange dauert......bis dieser Schritt ansteht

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten:P ... denn ...der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung wechseln kann! ;):thumbup:

  • Ich versuche es auch immer anzusprechen, gelingt mal gut mal weniger gut. Und damit meine ich alle, meinen Mann, der Rest der Familie und auch Freunde.


    Alles notwendige wie Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht, Testament etc. sind gemacht. Auch eine Liste wer informiert werden sollte, denn ich weiß nicht ob ich, wenn ich mal in Trauer wäre, sofort an alle denken würde.


    Für meine eigene Beerdigung und das drum rum mache ich keine Vorbereitungen oder Vorschriften. Meine Liebsten kennen mich und wissen ja jetzt auch was ich mag und was nicht, warum sollten sie es am Tag meines Abschiedes anders sein?


    Mir ist nur wichtig nicht verbrannt zu werden. Da sind mir Würmer und Maden egal, ich liebe meinen Garten und da liebt man den Kreislauf und das Gärtnergold.


    Ja und ich möchte das man weint, während der Trauerfeier, aber danach beim Kaffee so herzhaft lacht bei Anekdoten über mich und das sie wissen das mich genau das erfreuen wird. Ich weiß das ich in vielen Herzen und Gedanken lange weiterleben werde, dafür waren meine Spuren hier schon sehr tief.

    Es muss auch keiner an mein Grab kommen, aber für den es wichtig ist hab ich einen Platz wo er/sie mich findet.


    Ich war vor Jahren auf einer Beerdigung einer lieben Freundin und sie hatte 7 Tage zuvor ihr Kind auf die Welt gebracht. Durch einen blöden Arzt verlor sie in der gleichen Nacht ihr Leben weil man ihre Schmerzen nicht ernst nahm und sie innerlich verbluten musste. Diese Trauerfeier von einem „Freiredner“ mit Familie und Freunden gestaltet war die schönste Beerdigung die ich bisher miterlebt hab. Da wurde meine Freundin und ihr Leben so wirklich wiedergegeben - mit richtigem Gänsehauteffekt. Und es würde mich freuen wenn es ähnlich wäre, mit viele Tränen über den Verlust, das Lachen wenn über eine Erinnerung gesprochen wird die vielleicht viele kennen, erstaunte Blicke wenn Dinge erzählt werden die nur wenige wussten.


    Wir sind an dem Tag mit Tränen um den Verlust aus der Kapelle raus aber auch mit einem Lächeln und Dankbarkeit das man sie auf ihrem Weg hier ein Stück begleiten durfte.


    Ihr Mann hat übrigens eine tolle Frau mit mehreren kleinen Kindern kennen und lieben gelernt und sind heute wieder glücklich. Das hätte zu dem Zeitpunkt der Beerdigung kein Mensch geglaubt.


    Annett1972   Busenwunder

    Leider werden wir aussortiert was Organspende, DKMS und Blut anbelangt.


    Habe das von der DKMS schriftlich bekommen das sie sich für meine langjährige spenderbereitschaft bedanken aber ich mit Krebs nun nicht mehr Spender sein darf.


    Wenn Werbung kommt sag ich immer „mich wollt ihr ja nicht mehr“ 😭 und ich bin seit meinem 18 Lebensjahr mit Organspendeausweis, alle 5 Jahre neu ausgefüllt, unterwegs gewesen.

    Es stimmt mich schon traurig, aber ich möchte auch nicht das jemand ein Organ bekommt und dann wegen mir Krebs.



    Amy48

    Kannst du mir das mal als PN schicken? Komme nicht dahinter was es sein kann.

    ....letztens im Internet von Ro..e ein Hefter, durch die B...ins H..., mit Formularen bestellt, "....

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • kruemelmotte und an alle anderen Foris, die hier gepostet haben...


    Danke an kruemelmotte für das Thema und Danke an alle die hier gepostet haben. Es tut so gut zu lesen wie ihr mit diesem Thema umgeht. Jede von uns hat schon diese Gedanken gehabt und jede von uns geht anders mit dem Thema um. Wir versuchen alle unsere engste Umgebung zu entlasten und sind mit Dingen beschäftigt, mit denen hätten wie uns noch gerne viiiiel Zeit gelassen.
    Ich habe für mich alles erledigt und es ist alles in Ordnung gebracht und....es ist ein gutes Gefühl es getan zu haben. Auch wenns innerlich weh getan hat....

  • Als mein Vater vor 4 Jahren vormittags ins Hospiz eingezogen ist, wollte ich mit ihm die unvollständig ausgefüllte Vorsorgevollmacht fertigstellen. Die hatte ich bei ihm zu Hause auf dem Wohnzimmertisch gefunden.

    Ich habe sie dann nach seinem Willen vervollständigt. Und als er unterschreiben sollte, sagte er völlig erschöpft zu mir: „Das unterschreibe ich morgen, wenn Andi da ist.“ (Andi ist mein Bruder, der weit, weit weg bei Berlin wohnt und zu Himmelfahrt für ein langes Wochenende kommen wollte.)

    Ich habe meinen Vater dann damit in Ruhe gelassen. „Morgen“ war ja okay.


    Am Nachmittag kam dann der Anruf aus dem Hospiz, dass mein Vater verstorben sei.


    Nun standen wir da. Nichts geregelt und wir mussten hinter allem verrennen. Erbschein vom Nachlassgericht besorgen und so‘n Mist, was mein Vater eigentlich vermeiden wollte.


    Das will ich meiner Familie ersparen. Deshalb ist das alles seit letztem Jahr geregelt.


    Meinem Mann habe ich auch gleich ein Blankoformular hingelegt, zusammen mit meinen ausgefüllten Unterlagen. Das ist immer noch blanko... 🙁

  • Liebe Foris

    Ich bin dankbar, als Schweizerin die Möglichkeit des begleiteten Freitodes zu haben, und bin auch Mitglied bei einer dieser Organisationen Ex... . Mit meinem Mann habe ich offen über alles geredet, da meine Prognose sehr schlecht war, war das einfach unabdinglich.

    LG, Viviane