Gedanken rund ums Corona-Virus

  • Hallo da die Zahlen ja wieder überall steigen ziehe ich mich bis auf ein Minimum aus dem sozialen Leben zurück. Wie geht es Euch dabei gefühlt habe ich seit fast einem Jahr keine normale Begegnungen. Ich chatte, telefoniere und lebe auf demselben Grundstück wie meine Mutter, aber ansonsten mit Hund alleine und arbeite freiberuflich tja und trotz das ich mir sage es ist richtig fehlt mir was. Wie ist das bei Euch habt Ihr noch Kontakte außer dem notwendigen???

  • Hm, man gewöhnt sich so dran.

    Wir sind nicht so die Leute, die tausende Bekannte haben und dauernd unterwegs sind.

    Aus dem Urlaub mit der Regierung ausgeflogen zu werden, dann im Homeoffice sein zu müssen (für mich eher Strafe als Segen), dann wieder einigermaßen normales leben mit teilweise in die Firma gehen,... das alles nun ja. Wir sind im Juli Großeltern geworden, das war schon auch blöd, daß wir nicht ins Krankenhaus durften, aber wir konnten sie hinfahren und auch abholen, was man dadurch sehr zu schätzen lernt.


    Mein Mann und ich sind es gewohnt, jeden Tag zusammen zu sein, wir arbeiten auch in einer Firma. Wir gehen uns zum Glück nicht auf den Geist. Spontan mit Freunden auf ein Weinchen haben wir uns auch während Corona entsprechend Sicherheitsmaßnahmen getroffen, mit ein oder zwei Pärchen. das ist eh lieber als große Gelage.


    Shoppen geh ich gar nicht mehr, macht mir keinen Spaß, im HO brauch ich ja nur Jogginghose. Was ich ganz schlimm finde allerdings, daß keiner mit zum Arzt darf, das ist für mich schlimm, aber auch für meinen Mann, der so gefühlt "außen vor" ist. Gerade jetzt in der Anfangszeit der Krebsdiagnose, wo alles so neu, so fremd, so unheimlich ist, ist das nicht schön.


    Aber ich schweife ab, ja wir haben Kontakte, die notwendigen ja klar, aber auch Treffen mit Pärchen im ganz kleinen Rahmen, was wir eh lieben. Vermisse ich was? Eigentlich nicht. Mein Mann mußte jetzt 14 Tage in Quarantäne, das ist allerdings wirklich besch...n, wenn man gar nicht raus kann. Hörte man ja immer nur von anderen, nun waren wir selbst betroffen... nee das brauchen wir nicht nochmal

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

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  • Das Einhalten der "notwendigsten Kontakte" scheint bei mir nicht geholfen zu haben.


    Liege seit Freitag Nacht flach mit zunehmenden "Grippesymptomen", Hausmittel übers WE haben diesmal nicht geholfen, heute wurde der Coronaabstrich gemacht und ich bin erst mal bis zum Ergebnis in Quarantäne.


    Hab starke Antibiotika und ein "Anti-Fiebermittel bekommen fürs Erste, wenns mit "der Luft schlechter werden sollte", soll ich einrücken.


    Meine Tochter hat sicherheitshalber ne Kliniktasche gepackt, sie hat Angst, dass es mich tatsächlich erwischt haben könnte.


    Ich selber hoffe noch, dass es nur eine ausgeprägte Bronchitis ist....

  • Also wir gehen im Moment nicht ins Café, Restaurant oder ähnliches.

    Mir fehlen ein bisschen so spontane Treffen mit Freunden, auf einen Kaffee oder einen Wein.

    Einkaufen gehe ich und auch shoppen, sofern die Geschäfte nicht zu voll sind. Und ich sehe meine Patenkinder regelmäßig. Das ist mir sehr wichtig.

    Und da ich momentan oft von den Chemos ausgeknockt bin, fällt es mir nicht schwer, es mir Zuhause gemütlich zu machen.

  • Hallo Daumen gedrückt.

    Danke für die schnellen Antworten- ja es muss ja weiter gehen und unter Chemotherapie ist man ja eh vorsichtig. Nur die Ungewissheit wie lange die persönlichen Einschränkungen noch anhalten machen mir zu schaffen. Und jetzt in der dunklen Jahreszeit werden die Kontakte noch weniger seufz... 🤕😩

  • Razshara Razsauch ich wünsche dir einen negativen Test und eine schnelle gute Besserung.


    Auch ich vermeide, wo es möglich ist soziale Kontakte. Dabei ist das gar nicht so einfach. Wir sind vier Personen (manchmal fünf) und ich gehe nicht einkaufen ect. Wir haben einen großen Garten in dem ich viel zu tun habe. Dennoch, bei uns ist es sehr dunkelrot. Mein Sohn fährt öffentlich zur Schule, meine Tochter macht eine Ausbildung in einer Kita, mein Mann ist auch arbeiten. Obwohl alle Familienmitglieder die Coronaregeln befolgen hab ich schon Angst davor. Besonders, wenn es um meine Terapie geht....bei uns hier sind es noch 4 Tage bis zu den Ferien, hoffentlich geht das gut....am Freitag darf ich ins Krankenhaus wegen meines OP Befundes. Bitte drückt mir die Daumen!

  • @Razshara


    Im Seniorenheim, in das ich vor 3 Jahren gezogen bin, ist das Virus grassiert, und es hat mich offenbar auch erwischt. (1. Test- mit Erkältungssymptomen- negativ, einige Tage später positiv). Es war aber nicht arg- etwas Halsweh, Schnupfen, Husten, 1/2 Tag Durchfall, 3 Tage starke Müdigkeit, wenig Appetit- und der Kaffee hat mir nicht geschmeckt, aber das ist auch bei einer Erkältung so. 1 kg habe ich abgenommen, das ist aber schnell wieder drauf gekommen.


    Wir haben im Haus auch Leute- z.B. vom Pflegepersonal- die positiv getestet wurden, keinerlei Symptome haben und nach der Quarantäne wieder arbeiten. Einige gesundheitlich bereits vorher stark angeschlagene Bewohner sind allerdings wirklich erkrankt.

    Ich bin ja theoretisch auch ein Risikokandidat- über 65, Diabetes (leicht) und Krebs- aber offenbar hat sich mein Immunsystem nach der Chemo und Strahlentherapie wieder erholt.

    Eine Freundin von mir hatte ähnliche Symptome- nach Alter und Diabetes ist sie auch ein Risikofall. Nach einer Woche war alles wieder weg.


    Ich würde mich also nicht verrückt machen- auch ein positiver Test bedeutet nicht automatisch eine schwere Erkrankung.


    Ich lebe mein soziales Leben- soweit mit Corona möglich- weiter. Ich gehe in Konzerte und in die Oper, essen mit Freunden (in kleinem Kreis), benütze die Öffis - alles mit Maske und Abstand. Ich bin auch während der Chemo ins Theater usw. gegangen, das ist für mich absolut notwendige Lebensqualität.

  • Ich halte mich sehr zurück.

    Treffe keine Freunde/Familie, gehe nur am Abend zum Einkaufen oder auf den Markt. Und dann ganz schnell.


    Spazieren mit meinem Mann oder alleine oder mit einer Freundin, die einzige die ich treffe, ich trage dabei eine Maske.


    Ich muss aber sagen, das ich die größte Gefahr bei meinem Onkologen sehe, da ist es immer total voll. Abstand unter den Patienten können kaum eingehalten werden. Weil man im Gang warten muss.


    Desinfektionsmittel am Eingang gibt es nicht. Zur Chemo sitzt man in einem Raum mit 3-4 anderen.


    Fenster werden auch nicht geöffnet.

    Am Empfang wird nach Symptomen gefragt, aber gestern hörte ich drinnen viele husten.


    Leider muss ich da gerade ständig hin, weil meine Leukozyten auch noch niedrig sind und das ständig kontrolliert werden muss.


    Ich hoffe mal ich bleibe gesund.


    Allen anderen wünsche ich gute Besserung und dass es keine Spätfolgen gibt.

  • Ich halte mich auch zurück, bin aber aktuell auch quasi in freiwilliger Quarantäne...

    Bin gestern mit einem leichten Kratzen im Hals aufgewacht. Ich hatte sowieso einen Termin bei meiner Hausärztin und die hat einen Abstrich gemacht. Das Ergebnis steht noch aus, sollte aber heute irgendwann vorliegen.


    Gestern sollte bei mir der Wasserzähler ausgewechselt werden.

    Ich hab dann dem Herrn gesagt, dass ich ihn nicht reinlasse, weil eben das Testergebnis noch aussteht. Er wurde bissel komisch, er müsse doch auch nur seinen Job machen und nochmal wiederkommen, das wäre doof...

    "Früher" hätte ich mich bequatschen lassen und ihn auf eigene Verantwortung reingelassen. Diesmal nicht. Ich kann ja nicht aufgrund irgendwelcher Termine bestimmen, wann ich welche Symptome entwickle und selbst, wenn der Test negativ ausfällt - wovon ich ausgehe, ich hab ja kaum Kontakte - dann ist es immer noch besser wiederzukommen, als sich was einzufangen. Ich versteh nicht, warum der Monteur überhaupt mit mir diskutiert hat...

  • Tolea


    Wir hatten erst vor kurzem begonnen, uns wieder im kleinsten Kreis mit Freunden zu treffen. Das war schön. Ich bin noch im Krankenstand, habe gerade die letzten Bestrahlungen und dann kommt Xeloda. Ich wünsche mir so sehr mehr Normalität, aber jetzt sieht es danach gar nicht aus. Einmal die Woche arbeite ich ehrenamtlich mit Deutschlernenden, wenn das auch wieder stillgelegt werden muss, wird mich das hart treffen. Ich finde die Situation gerade nicht leicht.


    Razshara

    Gute Besserung für Dich und einen negativen Test. 👍👍👍

  • Testergebnis steht noch aus.

    Fieber ist medikamentös auf 39,2 gedrückt, ansonsten gehts mir gefühlt ziemlich elend. Soo schlimm war bei mir ne Erkältung noch nie... aber solange ich keine ernsteren "Probleme mit der Luft" habe,soll ich mich daheim auskurieren. Bisher "rasseln" nur die Bronchien.

    Der Doc war gestern da und will auch heute nach der Sprechstunde vorbei schauen.


    Naja... ich mach grad immer wieder kalte Wadenwickel und übe für den Hustinetten-Chor... falls noch jemand diese uralten Werbespots kennt.


    Hamster

    bitte überdenke deine Äußerung. Ja, viele kommen mit einem blauen Auge davon oder haben bestenfalls leichteste Symptome. Aber bei einigen schlägt es eben leider auch sehr heftig zu. Deswegen finde ich deine Bemerkung reichlich unsensibel.


    Stell dir vor jemand sagt dir auf deine Diagnose Brustkrebs: Ach das ist doch nicht so schlimm....kriegen ja nur 10% der Frauen und von denen überleben heutzutage sowieso etwa 95%.... wie fändest du das, wenns dir grad (zB nach der Chemo) so richtig dreckig geht?

  • Razshara


    Wir haben uns missverstanden. Ich wollte Dir die Angst vor dem Testergebnis etwas nehmen und nicht das Ganze verharmlosen. Dass Du hohes Fieber hast, war aus Deinem ersten Posting für mich nicht ersichtlich.

    Es tut mir leid, dass meine aufmunternd gedachten Worte bei Dir anders angekommen sind.


    Übrigens habe ich so etwa Ähnliches wie Du über BK schreibst bei meinem Endometriumcarcinom zu hören bekommen-.

    Ich sage bei solchen Bemerkungen einfach, dass ich es natürlich anstrebe, zu den statistischen 30% Überlebenden nach 5 Jahren zu gehören, (ich habe eine sehr aggressive Form) und dass ich gerade jetzt das Leben genießen will, soweit mir das möglich ist.

  • Ginome

    Applaus. ..Ich habe eine Gleichgesinnte gefunden. 😍

    Ich lebe im Wald. Mir fällt es irgendwie auch nicht auf, daß ' da draußen " alles anders läuft. Nur Maske in Geschäften und...gelegentlich. ..beim Arzt. Essen gehen ist doof. Ansonsten merke ich nix. Also ich stricke auch anders. 😂