Gedanken rund ums Corona-Virus

  • Hygieneregeln


    Natürlich sind die Hygieneregeln am wichtigsten. Nichtsdestotrotz finde ich einen Entlassungstest wichtig, zumal ja alle Patienten hier bei der Aufnahme getestet werden. Nach einigen Tagen im Spital kann dann auch der Test positiv sein.


    Von den Massentests hier in Österreich halte ich wenig. Ich war - trotz leichter Symptome- erst einmal negativ und habe mich daher so verhalten wie üblich - inklusive Konzertbesuch. Etliche Tage später, als die Symptome schon abgeklungen waren, wurde ich bei einer Durchtestung im Haus positiv getestet.


    Die Angestellten im Ärzteheim werden seit einiger Zeit wöchentlich getestet und sind dazu aufgefordert, bei auch nur leichten Symptomen zu Hause zu bleiben. Wenn dann einmal 2 oder 3 negativ Getestete auf einem Balkon zusammen rauchen, finde ich das nicht schlimm.

    Ansonsten ist das Seniorenheim schon seit Beginn der Corona-Pandemie zugesperrt und der Zutritt von Besuchern und Lieferanten wird kontrolliert. Man bemüht sich hier wirklich sehr.

  • Ja, klar wären Entlassungstests wichtig, aber eben nicht am Tag der Entlassung, sondern 4-5 Tage später, damit im Fall einer Infektion, die zeitnah an der Entlassung liegt, der Test das dann auch anzeigt. Ideal wäre dann natürlich auch Quarantäne bis zum (negativen) Testergebnis.

  • Enola , ich bin die Letzte, die andere Menschen in die „Pfanne“ hauen!
    Jedesmal wenn ich aus dem Haus gehe, sehe ich die rauchenden Pflegekräfte. Ich rege mich nicht auf, finde es nur äußerst bedenklich.

    Gerade Pflegepersonal kann während der Arbeit kaum Abstand wahren. Die arbeiten sich teilweise kaputt, kriegen schlecht bezahlt - auch ohne Corona.

    Da lass ihnen doch ihre Zigarette miteinander, die brauchen zwischendrin einfach ein bisschen Normalität.

  • Enola


    Das Heim hat die letzte Corona-infizierte Dame auch getestet, weil sie entsprechende Symptome hatte- allerdings kam sie mit diesen Symptomen bereits aus der Klinik.


    Im Frühjahr gab es einen Fall, in dem das Heim die Betroffene umgehend wieder zurück in das Spital geschickt hat, weil es ihr so schlecht ging, und dort zeigte sich dann Corona. Die Patientin war nur wenige Stunden im Haus, es wurden aber zwei Pflegekräfte und durch diese ein anderer pflegebedürftiger Bewohner angesteckt, der auch ins Spital musste. Die Pflegekräfte steckten dann- unwissend- auch noch Familienmitglieder an, diese und sie selbst hatten aber keine Symptome und mussten nur in Quarantäne.

  • Liebe Hamster das ganze Corona Thema ist total schwierig. Testen ja aber wann, bzw wie oft? Meine Ärztin meinte auch - das ist eine Momentaufnahme- morgen kann es schon ganz anders sein. Wir sind bei meiner Mama (70+) auch sehr vorsichtig. Schon ewig keine Umarmung mehr 😓 obwohl ich kaum außer Haus gehe. Ich kann dich voll und ganz verstehen. Die Bewohner in einem Heim sind nun mal auf das Pflegepersonal angewiesen. Ich hoffe, dass bald eine bessere Lösung gefunden wird. Bleib gesund! Lg Dani

  • Hamster das bestreitet doch keiner das sich die Personen trotz größter Vorsicht auch im Krankenhaus anstecken , genauso wie man sich trotz bestem Hygienkonzept auch woanders anstecken kann. Die geforderte Therorie sieht leider ganz anders aus als sie in der Praxis besonders in den Gesundheitseinrichtungen umgesetzt werden kann. Ich kann beispielsweise von meinem Haus sagen. Wir im Haus machen erst seit Anfang November!!! regelmäßige Tests auch am Personal. Bis dahin war weder Geld, noch Personal noch überhaupt die Tests da. Ok, eigentlich ist es das ja immer noch nicht, aber es wird besser;) Deswegen zielgerichtet testen und wichtiger noch Hygiene und im idealsten Fall Quarantäne besonders in "Zweifelfällen".

  • Enola


    Dass Hygiene besser ist als Tests ist mir schon klar. Aber wir haben hier im Seniorenheim mindestens 3 Fälle ( seit dem Frühjahr) gehabt, die sich im Spital infiziert haben und trotz Symptomen von dort entlassen worden sind. Ob es noch mehr waren, weiß ich nicht, theoretisch gibt es ja Datenschutz, aber so etwas spricht sich ja zumindest unter den Leuten, die im Speisesaal essen, herum.


    Im Seniorenheim ist man sehr aufmerksam. Seit dem Frühjahr wird zweimal täglich bei jedem Bewohner- sei es im Appartement oder auf der Pflegestation- Fieber gemessen. Alle vom Personal, Besucher, Handwerker usw. müssen ebenfalls beim Betreten Fieber messen und das in einer Liste festhalten. Getestet wurde das Personal anfangs bei Verdacht bzw. wenn es Kontakt mit einer infizierten Person hatte, inzwischen erfolgt die Testung einmal pro Woche. Anfang Oktober hat die Stadt Wien alle - Bewohner und Personal- in allen Pflegeheimen testen lassen. Da es einige positive Fälle gab, wurde der Speisesaal geschlossen und das Essen imehrere Wochen lang ns Appartement geliefert- deutliche Mehrarbeit für das Küchen- und Servierpersonal.


    Bei den allgemein gültigen Maßnahmen in Österreich wird auch besonders auf die Heime hingewiesen- regelmäßige Tests des Personals, Minimierung der Besucher usw.

  • Hamster ich verstehe total das Problem.Aber was genau spricht denn dagegen auch positiv getestete nicht entlassen zu können, wenn sie keinen Spitalsbedarf haben? Da wird man immer abschätzen müsen wie arg die Symptome sind und das sich das von jetzt auf gleich wahrscheinlich dramatisch ändern kann...... IEs ist auch schwer von aussen zu sagen was bei euch in dem Fall richtig oder falsch war. Damit rechnen das man es sich überall holen kann muss man immer! Genau das ist ja das schwierige. Wie lange soll man denn warten bis der positive nicht mehr positiv ist um ihn entlassen zu können? Evt. ist er deutlich länger positv als sein Symptome sind oder er wirklich auch ansteckend ist. In aller Regel sind besonders die mit positiven Test noch deutlich länger auch positiv, wie lang sollen die denn im Spital bleiben und evt die Plätze dann belegen die wirklich andere dann dringender brauchen? Den Optimalfall wird es niemals geben! Und ja hingewiesen wurde schon im Frühjahr und passiert ist leider größtenteils besonders in den Gesundheitseinrichtungen wenig. :rolleyes:

  • Ein Altenheim in der Region hat da eine etwas...fragwürdige... Regelung getroffen. Da aktuell keine Kurzzeitpflege bei denen mehr aufgenommen wird, werden positive Bewohner ins Dachgeschoss auf eben die Kurzzeitpflegestation verlegt. Positiv getestetes Personal, dass keine oder nur sehr milde Symptome hat, wird aufgefordert zu arbeiten...eben auf der "C-Station"! Zutritt nur über den hinteren Fluchtweg (Feuertreppe zum Hinterausgang). Fahrstuhl ist da nicht, also kommen die dort stationierten Bewohner nicht mehr runter in die Aufenthaltsräume, sondern sind in den kleinen Mansarden regelrecht interniert. Getestet wird 2-3x die Woche.


    Meine Freundin hat zu Beginn November deswegen in dem heim dort gekündigt...das war der Katastrophenbunker, in dem ich kurzzeitig in Pflege war. Die älteren oft schon altersverwirrten Bewohner kommen mit der Regelung überhaupt nicht klar....vor allem der Heiminterne Jargon "KZ-Station" für Kurzzeitstation hat da wohl Ängste geweckt.


    Meine Freundin hat jedenfalls die Flucht ergriffen. Da sie seit 2 jahren schon neben dem Job an ihrer Weiterbildung gebosselt hat,ist sie jetzt quasi im Nachbarheim mit Kusshand als Stationsleitung genommen worden. Dort wird anders mit C umgegangen, etwa so, wie es Hamster schildert.

  • Die Aufforderung, mit geringen Symptomen zu arbeiten, ist schlichtweg eine Frechheit. Außerdem gibt es ja auch die Spätfolgen...also ich würde bei einer Infektion zuhause bleiben. Ich habe seit Montag Symptome, also Halsschmerzen und vor allem Knochen-bzw. Gelenkschmerzen, allerdings kein Fieber. Ich habe in dieser Woche den Klavierunterricht abgesagt und bin zuhause geblieben, davon zwei Tage im Bett. Am Freitag ist meine Freundin mit meiner Mutter zum Einkaufen gefahren, Dieter und ich sind in Quarantäne. Nur der Hund muss raus, hilft alles nix. Dieter geht mit ihm zum Garten und da, wo er keine Menschen trifft, das klappt ganz gut. Ich weiß nicht, ob ich wirklich Corona habe, ich tu so, als ob. Jedenfalls steckt mir was in den Knochen! Liebe Razshara , was du so erzählst, ist hanebüchen!

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Hallo ihr Lieben


    Ich weiss seit heute, dass mein Mann positiv ist.


    Morgen hätte ich theoretisch meine 3. Pacli bekommen.


    Jetzt sind wir aber alle erstmal 10 Tage in Quarantäne.


    Ich drehe gerade durch....hab Angst mich angesteckt zu haben....und Angst, dass ich wegen dem Therapie-Unterbruch einen Nachteil gegen den blöden Krebs habe.


    Ach....warum das auch noch? Ich mag mir nicht noch mehr Gedanken machen müssen...


    Sorry für's Jammern....musste raus.

  • Liebe Mieze66


    Danke für deine Worte.

    Ich werde hier in der CH nicht automatisch auch getestet. Erst bei Symptomen.

    Oder vielleicht vor Chemo...keine Ahnung.


    Mein Mann ist isoliert im Zimmer. Mein 6jähriger Sohn, welcher auch "erkältet" ist, nicht.


    Selbst wenn ich die Chemo Morgen machen darf, stelle ich mir immer noch tausend Fragen...wie komm ich dahin...wo soll mein Kind in der Zeit bleiben...was wenn die Blutwerte runter gehen...und, und, und...


    Ach ja...und wer mit dem Hund laufen geht ist das nächste Rätsel...

  • Ach du liebe Zeit, liebe MamaMelone ,das sind so viele offene Fragen. Habt ihr jemanden in der Familie oder Freunde, die äuch hilfreich zur Seite stehen können? Für die Fahrt zur Chemo steht dir ein Taxi zu, wird von der KK auch bezahlt. Vielleicht kann dir dein Onkologe irgendwie helfen.Die Betreuung des Kleinen bleibt noch offen, oje.

    Ich hoffe, dass du ganz schnell eine Unterstützung erhälts. Ich sende Dir eine Umarmung und liebe Grüße. Mieze66 ❤❤❤

  • Danke liebe Mieze66


    Unterstützung für Dinge wie Einkaufen und mal mit dem Hund Gassi gehen, habe ich durch meine Mama.


    Die Fragen bezüglich Chemo haben sich erledigt. Habe erst am 17.12. den nächsten Termin. Vorher wollen sie mich nicht sehen. Und dann auch erst wieder kurz vor Jahresende...mach mir jetzt schon Gedanken was das für meine Prognose bedeutet...andererseits bin ich froh um die Pausen.


    Dafür habe ich jetzt neue Fragen...hab gerade festgestellt, dass ich sowas wie meine Periode bekomme...hatte ich seit kurz nach der 1. EC nicht mehr und es hiess die käme auch nicht wieder unter der Chemo...jetzt bin ich irritiert. Aber das gehört wohl nicht in diesen Thread. Sorry...