Krankengeld bei Teilzeit und Minijob

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass du als Minijobber keinen Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse hast. Als Minijobberin zahlst du ja selbst keine Beiträge zur KK, deshalb bist du auch kein Mitglied der Krankenkasse im Hinblick auf den Minijob. Nur als solches hättest du Anspruch auf Krankengeld. (Dein Arbeitgeber zahlt seine 15% Abgaben an die KK nur pauschaliert).


    Die Idee, auf einen Midijob aufzustocken, würde ich mit einer Krankenkassenberatung abklären. Als Midijobberin bist du tatsächlich Mitglied der KK, weil du ja dann auch selbst Beiträge, wenn auch verminderte Prozentsätze, zahlst. Ob man erst eine gewisse Zeit Mitglied sein muss, weiß ich allerdings nicht - deshalb besser bei einer KK nachfragen.

  • Bezugnehmend auf meine eigene Arbeitssituation ist es wohl so, dass das Krankengeld (bzw.- kein Krankengeld) sich danach richtet, ob du mit Krankheitsbeginn einen Minijob oder Teilzeitjob ausübst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas ändert bzw. dass du Krankengeld erhältst, wenn du nach Krankheitsbeginn, d.h. nach dem Einreichen der 1. Krankmeldung den bestehenden Minijob in einen Teilzeitjob änderst.

    Bei mir war es jedenfalls so, dass ich, während ich in einem befristeten Arbeitsverhältnis in einem Minijob beschäftigt war, an Krebs erkrankt bin. Zum Zeitpunkt der beginnenden Krankengeldzahlungen, also nach 6 Wochen, sollte ich eigentlich schon wieder in einem Minijob arbeiten. Das war vorher (vor meiner Krebserkrankung) schon alles so mit dem Arbeitgeber vertraglich vereinbart. Zunächst ging ich davon aus, dass ich gar kein Krankengeld bekommen würde, da ich zum Zeitpunkt der beginnenden Krankengeldzahlung bereits wieder im Minijobarbeitsverhältnis gewesen wäre. Doch dem war nicht so; ich bekam Krankengeld, das sich aus dem Gehalt, das ich mit Krankheitsbeginn verdient hatte, berechnet hatte.