E94 - Meine Mutter hat Brustkrebs

  • Hallo! Nach ganz viel googeln habe ich diese Seite gefunden und so viele Geschichten von euch gelesen. Ihr seid Frauen Vorbilder! Nach alles was jeder von euch erlebt hat oder immer noch erlebt, ihr seid einfach Kämpfer und ihr habt ein offenes Ohr für einander, das finde ich so toll! Da ist meine Geschichte: vor ein Paar Wochen habe ich zufällig ein Knoten in der Brust meiner Mutter entdeckt und ich habe sie gefragt wie lange sie das hat, weil es tastbar war und warum sie nichts gesagt hat. Sie hatte die Situation unterschätzt und gedacht, dass es nicht böses sei. Danach habe ich alle Termine für sie vereinbart Gyn, mammographie, biopsie und so weiter. Nach alle Untersuchungen der Befund: Brustkrebs östrogen abhängig kita 67 35%, G3 mit Lymphknoten befallen aber keine Metastasen, etwa 3,5 cm groß. In 2 Wochen fängt sie mit chemo und Antikörper therapie an und nach 6 Monaten Op. Dann wieder chemo+ Antikörper und Bestrahlung. Nun ich versuche stark zu sein, für sie da zu sein, sie zu begleiten und zu unterstützen aber manchmal fühle ich mich so schwach und hilflos. Ich habe Angst für die Zukunft und wie die ganze Geschichte weiter geht...

  • Liebe E94,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Toll, dass Du Deine Mutter auf ihrem Weg durch die Therapie begeliten willst. Hier darfst Du schwach sein und Jammern, dieses Gefühl der Hilflosigekeit kennen wir alle gut, egal ob Betroffene oder Angehörige. Wenn Du magst, stärken Dir die Foris gerne den Rücken. Ich wünsche Deiner Mutter und Dir alles Gute und schicke Dir zur Unterstützung ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe E94 !


    Ich komme nicht aus der Brustkrebsfraktion, möchte einfach "Hallo" sagen.

    Du bist so alt wie meine Tochter, also ist Deine Mama ungefähr so alt wie ich. Wahrscheinlich jünger ;); ich war schon eine etwas ältere

    Mama.

    Du wirst viele hilfreiche Informationen in den verschiedenen Themensträngen finden. Gib im Suchfeld den Begriff ein, dann bekommst Du alle Nachrichten aufgezeigt, in denen dieser Begriff vorkommt. So kannst Du in den verschiedenen Threads "quer" lesen und bekommst Antworten auf Deine Fragen.

    Möchtest Du jemandem direkt eine Frage stellen, setze ein @ vor den Namen. Dann wird der Name gelb markiert, und die Betreffende bekommt eine Info, dass sie angeschrieben wurde.


    Ich wünsche Deiner Mama und Dir ganz viel Kraft! Der Weg vor Euch ist steil, aber er ist zu schaffen!

    LG ML

  • Hallo E94, ich kann deine Ängste und sorgen sehr gut nachvollziehen. Meine Mutter hat Ende Januar die Diagnose Brustkrebs bekommen. Für mich war das ein Riesen großer Schock und ist es auch immer noch. Ich habe unglaublich Angst vor allem, was noch kommt und kann es manchmal immer noch nicht so ganz realisieren.
    Seit dem ich von der Diagnose weiß, bin ich ganz viel für meine Mama da und unterstütze sie best möglich.
    am Anfang war ich sehr überfordert und habe viel geweint. Da hat es mir immer sehr geholfen, wenn ich einfach offen mit meiner Mutter darüber geredet habe, da sie natürlich auch gemerkt hat, wenn ich traurig war.
    Meine Mama sagt immer, dass sie so froh ist mich jetzt um sich zu haben und das es ihr dadurch schon viel besser geht.
    natürlich bin ich jetzt immer noch oft überfordert und es gibt auch noch Momente, in denen ich weine, aber mit der Zeit wird das immer besser. Mir tut es auch gut, wenn ich merke, dass ich meiner Mama mit meiner Anwesenheit viel Kraft gebe. Wir gehen immer viel spazieren, machen Sport zusammen und kochen lecker und gesund Usw.
    Meine Mama hat bisher 2 mal die Chemotherapie bekommen (geplant ist 4x Ec & 12x pac) und sie bisher auch relativ gut vertragen und so wird das bei deiner Mama bestimmt auch sein!! Sei für sie da, unterstütz sie, aber vergiss auch dich dabei nicht!:)

    Liebe Grüße Maria

  • Liebe E94 , liebe handballerin !


    Bin auch gerade in einer ähnlichen Situation wie ihr, nur dass bei meiner Mama wahrscheinlich schon Metastasen in der Lunge sind (mehr in meinem Vorstellungsbeitrag) und sie somit glaube ich weniger kämpft bzw. ans Positive glaubt als eure Mamas.

    Jedenfalls wollte ich euch beiden sagen, falls ihr mal so von Tochter zu Tochter schreiben wollt, euch ausheulen wollt oder so, ihr könnt mir gerne schreiben.


    Wie ist denn eure Wohnsituation bzw. die eurer Mamas? Wohnt ihr noch daheim, bzw. wohnt sonst noch wer bei euren Mamas zur Unterstützung? Ich wohne immer noch daheim, mein Papa ist letztes Jahr gestorben, und meine Schwester wohnt zwar in der selben Stadt, aber bei ihrem Freund. Somit bleibt der ganze Haushalt und das Nebenwirkungen bekämpfen etc. fast alles an mir hängen...bin zum Glück noch 4 Wochen krankgeschrieben, aber ich weiß nicht wie das werden soll wenn ich wieder arbeiten muss (ist zwar nur Teilzeit und im Schichtdienst, aber trotzdem...). Hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen wenn ich dran denke dass ich Mama dann alleine lassen muss.


    Maria, das klingt jetzt vielleicht doof, aber freu dich darüber dass es möglich ist so Sachen wie spazieren gehen oder Sport oder kochen mit deiner Mama zu machen! Ich weiß nicht wie ich es besser ausdrücken soll, aber das kommt mir gerade sehr wertvoll vor (vermutlich weils bei meiner Mama gerade nicht geht, obwohl heute Tag 9 nach der 1. Chemo war, und ich irgendwie schon hoffe dass vor der nächsten Chemo doch noch ein paar gute Tage kommen :().


    Liebe Grüße an euch beide, Kathi

  • E94 stimmt, meld dich gerne mal, wenn du möchtest! :)


    Ach und das wichtigste habe ich fast vergessen.. Meine Mutter hatte letztens etwas Sorge, weil sie in der anderen Brust einen knubbel entdeckt hatte und war deswegen nochmal bei ihrer Ärztin. Beim Ultraschall kam dann raus, dass es nur eine Zyste und unauffällig ist. Die betroffene Brust hat sie sich dann auch gleich angeschaut und sie meinte, dass der Tumor schon etwas kleiner geworden ist!! :) :love:

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  • Hallo liebe handballerin   kathi91 ,

    Ich habe alle Nachrichten gelesen aber leider nicht geschafft zu beantworten da wegen Corona war die letzte Zeit viel los! Meine Mutter hat schön mit der Therapie angefangen und Gott sei Dank geht es ihr im Allgemein sehr gut. Also manchmal hat sie Durchfall und Übelkeit aber sie nimmt die entsprechenden Tabletten. Manchmal ist sie sehr müde und sie versucht sich zu erholen und zu schlafen aber generell kann sie kochen, spazieren gehen und so.... Nun mache ich mir Sorgen, da wie gesagt die Lymphknoten sind auch befallen und ich weiß nicht inwieweit ihr Erkrankung überhaupt heilbar ist. Ich freue mich mit euch zu sprechen und einander zu unterstützen. Wie geht es eure Mütter und euch? Kathi wie lange dauert insgesamt die Therapie deiner Mutter? Ist ihre Haltung zu der Erkrankung immer noch negativ? Maria es ist so schön, dass du mit deiner Mama so viel qualitative Zeit verbringst. Leider kann ich meiner Mutter nur ab und zu besuchen, da wir nicht in der gleichen Stadt wohnen. Mein Vater unterstützt sie sehr und ich bin Täglich im Kontakt mit ihr und versuche sie immer positiv zu beeinflussen und schicke ihr Geschenke mit der Post. Ich werde sie im Juli und im August besuchen. Im August hat sie auch Geburtstag und wir wollen für sie eine kleine Party organisieren. Ich freue mich auf eure Neuigkeiten und euch zu unterstützen soweit es möglich ist! 🙂🙂

    Liebe Alice und Marie Louise vielen Dank für die Hilfreich Infos bezüglich mit dem Forum und Danke für eure schöne Wörter.

    Liebe Grüße Eva

  • Liebe E94 ,


    ich hab deine Nachricht leider erst jetzt gesehen, tut mir leid!

    Ich hoffe deiner Mama gehts nach wie vor halbwegs gut? Hast du sie schon besuchen können jetzt im Sommer? Und habt ihr schon einen OP-Termin? Wegen den Lymphknoten: das zählt noch nicht als Metastasen...mehr kann ich dir dazu auch nicht sagen, habe über die Lymphknoten gar nicht mehr nachgedacht bzw. nachgelesen als man uns gesagt hat dass meine Mama schon Lungenmetastasen hat. Jetzt sind sich die Ärzte da doch nicht mehr sicher bzw. sagen es sind vielleicht doch keine, deswegen wird sie jetzt am 11.8. operiert. Lebensfreude ist immer noch nicht wirklich da, sie tut sich schwer damit dass niemand weiß wie es weitergeht und wie wirklich die Situation ist. Aber insgesamt ist die Stimmung zuhause schon ein bisschen entspannter als zu Beginn...


    handballerin ich hoffe dir und deiner Mama gehts gut? Was ist denn beim Gentest rausgekommen?


    Liebe Grüße, Kathi

  • Hallo ihr beiden E94 und kathi91 , schön von euch zu hören! :)


    E94 Genau wenn die lymphknoten befallen sind, ist das meines Wissens nicht dramatisch. Klar wäre es besser ohne Befall, aber heilbar ist es trotzdem. Bei vielen Frauen und Männern sind die Lymphknoten befallen. Ich hoffe ihr könnt die Zeit zusammen ohne viele Nebenwirkungen genießen!:)


    @kathi94 Ich kann verstehen, dass das eine enorme psychische Belastung für deine Mama und euch als Angehörige ist :( aber es ist ja schon mal ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass es eventuell doch keine Metastasen sind!! :) Ich drücke euch die Daumen!


    Bei uns waren die letzten Wochen sehr turbulent. Mama hatte die 4x Ec geschafft und dann eigentlich noch 12x Pac vor sich. Nach der Pac litt sie aber zunehmend an Konzentrationsstörungen, die sich dann zuletzt (nach der 4. Pac) soweit gesteigert hatten, dass sie nicht mehr reden konnte, uns nicht mehr zu hören konnte und quasi nichts mehr selbstständig machen konnte außer auf die Toilette zu gehen und sich fertig zu machen. Daraufhin kam sie ins Krankenhaus und nach weiterer Verschlechterung in die Psychatrie, wo ihr Zustand nochmal schlechter wurde. Sie hat ihren Mann nicht mehr erkannt, dachte ich wäre tot, sie war einfach nicht mehr sie selbst.. Daraufhin dachten die Ärzte, dass sie Metastasen im Kopf hat, was aber zum Glück durch ein Mrt ausgeschlossen werden konnte! Nach 2,5 Wochen ging es ihr dann immer besser und sie kam nach Hause. Die Ärzte haben sich dann dazu entschlossen die Chemo abzubrechen, da davon auszugehen ist, dass dieser Zustand durch den Wirkstoff Pac kam (wohl eine extreeem seltene Nebenwirkung). Vor drei Wochen hatte Mama dann eine beidseitige Mastektomie mit Silikonaufbau. Und die Ergebnisse haben gezeigt, dass sie ein Pcr hat !!:) Also trotz des wochenlangen Stress mit unglaublich großer Angst hat sich zum Glück noch alles zum Guten gewendet. Wenn alles besser verheilt ist, kommt sie dann bald in die Reha. Seit dem Krankenhaus Aufenthalt merkt man zwar, dass sie deutlich schwächer ist, aber das ist ja auch normal bei allem was passiert ist. Ich hoffe die Reha hilft da auch nochmal :)

    Beim Gentest wurde leider was gefunden. Und zwar einmal eine Chek2 Mutation und eine unklare Veränderung im Brca 2 Gen, wo man nach heutigem Kenntnisstand noch nicht sagen kann, ob diese Veränderung krankheitsrelevant ist.

    Sorry, dass ist ganz schön viel Text geworden!


    Liebe Grüße Maria :)

  • Hi handballerin und auch nochmal an E94  :-)


    Maria, da habt ihr ja ganz schön was mitgemacht, wow!!! Zum Glück war es "nur" eine Nebenwirkung, aber ich kann mir vorstellen was das für ein Nervenkitzel war, man malt sich ja dann immer schon das Schlimmste aus...

    Gratuliere zur pcr! Ist die Therapie damit abgeschlossen und ihr habt mal Ruhe, oder kommt nach der Reha noch was? Bzw. haben diese Veränderungen im Gentest irgendwelche Konsequenzen wo man was dagegen machen kann, oder kann man eh nur warten?

    Wie lange war denn deine Mama nach der OP im KH? Bzw. wie viel Hilfe hat sie jetzt nach der OP gebraucht? Meine Mama kriegt zwar nur eine einseitige Mastektomie ohne Aufbau, aber ich denk natürlich trotzdem schon darüber nach wie es ihr dann gehen wird und wie viel Hilfe sie brauchen wird in der ersten Zeit.


    Eva, ich hoffe du hast schon ein paar schöne Sommertage gemeinsam mit deiner Familie gehabt, und dass es euch immer noch halbwegs gut geht :-)


    Liebe Grüße an euch beide, Kathi

  • kathi91 Die Therapie ist soweit abgeschlossen, sie muss jetzt „nur“ die nächsten 5-10 Jahre noch Tabletten nehmen, da der Tumor hormonabhängig war. Bis auf mehr Vorsorge, auch in Bezug auf andere krebsarten wie Darm- oder Magenkrebs, ändert der Gentest nichts.
    Dienstags wurde sie operiert und Samstags kam sie schon wieder raus. Die op lief zum Glück auch gut, ohne Komplikationen. Danach war sie auch relativ fit und kann das meiste selbst machen. Nur schwere Sachen heben und putzen tun wir weiterhin.
    Und am 11.8. bekommt deine Mama dann die Mastektomie? Wie geht es dann weiter?

  • handballerin genau, am 11.8. hat Mama die Mastektomie, und der Wächterlymphknoten wird auch angeschaut, eventuell werden dann auch mehr Lymphknoten entnommen (in der Bildgebung waren sie nicht eindeutig zu beurteilen). Und dann hängts wohl eben davon ab ob pcr ja/nein (fürchte nein), und eben auch von den LK. Ich geh aber stark davon aus dass noch irgendwas nach der OP kommen wird, also Chemo oder Bestrahlung. Bzw zumindest die Antikörper sollten noch weiterlaufen, weil der Tumor ja her2-positiv ist. Mal gucken...je näher jetzt der Termin rückt desto nervöser werde ich...

    Ich wünsch euch dass alles ruhig bleibt und es mit den Tabletten gut geht :-) und dass bei der Vorsorge einfach immer alles passt!