kathi91 - Mama hat Brustkrebs

  • Hallo zusammen aus Österreich!


    Ich habe schon einige Wochen bei euch mitgelesen und bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt (auch wenn der Anlass natürlich sch... ist). Ich hoffe ich mach hier alles richtig.


    Bei meiner Mama (63 Jahre) wurde Ende Jänner bei der Mammographie bzw. den nachfolgenden Schritten Brustkrebs diagnostiziert, her2-positiv, mehrere Tumore in der rechten Brust, G3, ki67 war glaube ich um die 40. Im CT wurden dann auch mehrere Rundherde in beiden Lungenflügeln gefunden, aber laut den Ärzten sind sie zu klein um zu biopsieren (der größte hat 6 mm). In der Knochenszinti war eine Stelle am Schädel auffällig, der Arzt fragte ob es da mal ein Trauma gab, Mama meinte ja, somit hat er das nicht als Metastase gewertet. Bei der Lunge gehen die Ärzte aber eigentlich fix davon aus dass das Metastasen sind...


    Letzten Dienstag hatte sie die erste Chemo mit Docetaxel, Trastuzumab und Pertuzumab, 2 weitere folgen noch im 3-Wochen-Abstand, dann wird Restaging gemacht. Kann mir jemand von euch sagen was beim Restaging angeschaut wird? Nur CT wegen Metastasen oder schon auch irgendwas an der Brust? Der Arzt sprach auch von einem MR, wird anstatt des CT manchmal auch ein MR gemacht, und wenn ja was wäre besser?


    Donnerstag, also 2 Tage nach Chemo, musste sie Neulasta spritzen, das KH gibt das automatisch dazu. Am Samstag haben dann die ersten Nebenwirkungen begonnen...Fieber, Gefühl wie eine Grippe, Übelkeit. Gestern kam dann der Durchfall dazu, und heute den ganzen Tag Nasenbluten. Ich hab schon viel im Forum gestöbert und werde morgen eine Nasensalbe kaufen, und versuchen Essen zu kochen das gegen den Durchfall hilft. Heute Abend hat sie sich mit Kopfschmerzen wieder früh hingelegt, obwohl sie eigentlich die letzten 3 Tage eh fast nur im Bett war. Ich wollte ihr vorschlagen etwas gegen den Durchfall oder gegens Kopfweh zu nehmen, aber sie weigert sich. Ich hab das Gefühl jedes Medikament das nicht explizit vom KH angeordnet wurde (so wie Neulasta, Cortison und der Magenschutz) verweigert sie, und das macht mich gerade so hilflos...ich will ihr ja nur was Gutes tun, ich würde nichts vorschlagen was ihr schaden könnte (hab ein fast fertiges Medizinstudium, sie selber war auch Ärztin (und ist trotzdem nie zu irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen gegangen...)).


    Erschwerend hinzu kommt noch dass sie seit 2018 an Depressionen leidet, auch Medikamente nimmt. Letztes Jahr ist mein Vater innerhalb weniger Monate an Darmkrebs verstorben, da hat sie dann mit der Psychotherapie aufgehört weil sie ihn nicht alleine lassen wollte. Im Sommer hatte ich sie dann endlich so weit dass sie wieder hingeht, aber jetzt seit der Diagnose hat sie alle Termine abgesagt. Gut, jetzt mit Corona würde sie wohl auch keinen Termin kriegen...


    Ich hätte noch einiges was mir den Kopf zerbricht, aber der Text ist jetzt eh schon so lange, ich lass es mal fürs Erste. Hatte einfach das Gefühl das alles muss mal raus - danke fürs Zuhören :)

  • Liebe kathi91 alles gut lass raus was dich belastet - momentan eine echt besch.. Zeit - wobei die Diagnose immer sch.. ist - toll das du für deine Mama Da bist - medizinischer Hintergrund ist manchmal nicht förderlich - einige der Nebenwirkungen hatte/habe ich auch also nicht verzweifeln - viele liebe Mitstreiterinnen werden sich bei dir melden - ganz viel Kraft mitten aus der Nacht auch so eine Nebenwirkung Schlaflosigkeit aber wir lassen uns nicht unterkriegen ganz viel Kraft in unser Nachbarland Österreich

  • Guten morgen kathi91 ,


    Es tut mir leid, dass deine Mama die Diagnose bekommen hat. Es ist eine zermürbend und ungewisse Situation.

    Aber du und deine Mama ihr werdet alles meistern mit ganz viel Kraft und Zuversicht sowie grosser Anteilnahme hier im Forum.

    Du kannst hier immer deine Fragen stellen oder einfach dein <3 Ausschütten.


    Liebe Kathi, ich wünsche dir ganz viel Kraft und Hoffnung gibt es immer!!!! Auch für deine Mutti wünsche ich das allerbeste und vor allem Kämpfergeist.:)

  • Liebe kathi91,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Toll, wie Du Dich um Deine Mutter kümmerst. Da Ihr beide einen medizinischen Hintergrund habt, ist das bestimmt nicht einfach - Euch fallen ein Haufen Dinge ein, die schiefgehen könnten. Deine Hilflosigkeit verstehe ich sehr gut, dass geht allen Angehörigen so. Vielleicht tut es Dir gut, Dich hier auszutauschen, wir haben einen eigenen Bereich für Angehörige. Ich wünsche Dir und Deiner Mutter alles Gute und schicke Dir zur Unterstützung ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Toll, wie du dich um deine Mutter kümmerst, kathi91 .


    Die Zeit der Chemo ist kein Zuckerschlecken, aber machbar. Ich bekam zwar andere Giftmittelchen, aber auch mir war beim ersten Mal so richtig speiübel. Das habe ich dem Onkologen gesagt und für das zweite Mal bekam ich dann mehr Medis gegen die Übelkeit und es wurde besser.


    Und der Tipp hier aus dem Forum mit viel Bewegung war Gold wert.

    Vielleicht sollte man nicht gleich mit einem Marathon starten, aber einfacher kochen statt bekochen lassen hat mir schon geholfen, schneller wieder fit zu werden. Und essen ist wichtig. Bei einem völlig leeren Magen war die Übelkeit auch schlimmer. Und trinken ist unheimlich wichtig


    Ich drück deiner Mutter die Daumen, dass sie gut durch diese schwere Zeit kommt.

  • Danke für eure lieben Worte, ich fühl mich hier im Forum schon jetzt sehr geborgen bzw. gut aufgehoben :)


    BirgitDoT , dass Bewegung wichtig wäre hat uns sogar der Arzt in der Onkologie gesagt, und Mama hat eigentlich versprochen sich dran zu halten (ich will auch nicht, dass sie einen Marathon rennt ;), aber so eine Runde spazieren gehen hätt ich mir schon erhofft...).

    Tja, jetzt ist heute aber Tag 9 nach der ersten Chemo und sie liegt nur im Bett. An den Tagen 1-3 wäre sie fit gewesen, aber da gings mir grad schlecht und ich dachte auch nicht, dass an den folgenden Tagen einfach gar nichts möglich sein wird - blöd gelaufen...

    Ich will sie auch zu nichts zwingen, ich tu mir auch schwer damit ob die Müdigkeit bzw. das liegenbleiben jetzt von der Chemo kommt oder von den Depressionen, deswegen halte ich mich mit Forderungen grad eher zurück.

    Wie war denn das bei dir, hat dich jemand gezwungen (zum Kochen z.B.), oder hast du dich selbst motivieren können?

  • Liebe kathi91 ,


    Herzlich willkommen im Forum! Super, dass Du uns gefunden hast! der Austausch tut Dir sicher gut! Lauter nette Leute hier!


    Es ist wirklich super, dass Du Dich so gut um Deine Mama kümmerst. Ich kann fachlich bzgl Brustkrebs wenig beitragen, bin selbst Magenkrebspatientin, aber Chemoerfahrung hab ich... Habt Ihr Elektrolyte versucht gegen den Durchfall? Das hat mir ein bißchen geholfen. Letztlich hab ich auch die üblichen Medikamente genommen. Bei mir haben sie auf der onko gesagt, dass ich reinkommen soll, wenn der Durchfall mehr als 2 Tage dauert. Man wird dadurch einfach so schwach.


    Bei mir wurde ein MRT gemacht, weil man da besser zwischen Metas und gutartigen Zysten unterscheiden kann. MRT ist auch angeblich weniger strahlenbelastend als CT. Ich nehme also an, dass das MRT gemacht wird, um zu schauen, ob es Metas gibt. DAs scheint noch nicht ganz klar zu sein.


    Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser schwierigen Zeit. Deine Mama hat ein Riesenglück mit Dir!


    Alles, alles Liebe,

    Keva

  • Liebe Keva ,


    danke für deine lieben Worte!


    Elektrolyte haben wir bisher nicht versucht, nehm ich aber fürs nächste Mal in meine Liste auf. Seit Dienstag nimmt sie Biof...in, und es ist quasi wieder gut. Sie weigert sich momentan bei jedem Medikament gegen NW sehr lange, das macht das Ganze nicht leichter...


    Das mit der Onko ist bei uns so eine Sache, wir waren für die ganze Diagnostik und Staging und Port in Wien im großen Haus am Gürtel (wenn ich richtig gelesen habe bist du auch dort?), aber nachdem dann klar war wie die Therapie aussieht haben sie gemeint dass das aus Verrechnungsgründen nicht bei ihnen gemacht werden kann, weil wir nicht in Wien gemeldet sind sondern in NÖ. Sind zur Chemo jetzt in Krems, aber der Oberarzt in der Ambulanz war sowas von unfreundlich, kurz angebunden, hätte uns auch eine andere Chemo gegeben als die in Wien (und das ist ja immerhin ne weltbekannte Uniklinik...) - lange Rede, kurzer Sinn: bei NW sollen wir uns zuerst an den Hausarzt wenden, ne richtige Aufklärung bzgl NW oder vorbeugenden Maßnahmen gabs auch nicht - deshalb ist Krems vermutlich eine der letzten Stellen, an die ich mich wenden würde/werde. Wechseln in ein anderes KH in NÖ mag Mama momentan nicht, weil die Schwestern dort nett sind :|


    Danke für deinen Input bzgl. MR vs. CT, das klingt schon mal nach ner Erklärung mit der ich fürs Erste leben kann ;)


    Liebe Grüße von gar nicht so weit weg, Kathi

  • Durch meine Kinder war ich gezwungen zu kochen. Einen Tag konnte mein Mann Tortellini oder Nudeln kochen (erstere mag ich seit dieser Zeit gar nicht mehr). Den zweiten meist Hühnerfrikassee von Fr...a. Und dann musste was anderes her. Auch für mich selber war ein vernünftiges Essen wichtig, habe ich gemerkt. Zumal mir gleich nach der ersten Chemo der Geschmack von Salz abhanden gekommen war, waren schiere Nudeln echt ekelig!


    Gegen die Übelkeit hat mir sehr M.P-Saft geholfen. Das bräuchte ich am ersten, vielleicht noch zweiten Tag abends zwischen 19 und 21 Uhr...

    Aber auch nur bei den EC. Bei den Pacli war die Übelkeit komplett weg.

    Doch mit den Mitteln, die deine Mutter bekommt, habe ich keinerlei Erfahrung.


    Was die Trägheit angeht: Mein Mann leidet auch an Depressionen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die da ordentlich mit reinspielen.

    Versuch weiterhin, deine Mutter so toll zu motivieren, kathi91 . Dann wird sie nach der nächsten Chemogabe hoffentlich etwas besser wieder auf die Beine kommen.


    Das mit dem Onkologen ist ja echt Mist. Ich drücke euch die Daumen, dass trotzdem alles gut läuft, kathi91 !

  • Liebe kathi91 ,


    ich freue mich, dass du dich auch meldest! :) hab deinen Beitrag gerade erst gelesen.

    Das es bei deiner Mama schlechter aussieht, tut mir wirklich sehr leid. Aber soweit ich weiß bedeuten Metastasen nicht gleich, dass der Krebs nicht heilbar ist oder? Oder zumindest können einige damit noch viele Jahre leben.. (ich bin leider auch kein Experte und hoffe ich sage nichts falsches :(


    Ich wohne seit 1,5 Jahren eigentlich nicht mehr zu Hause, sondern ca 1 Stunde entfernt in Dortmund, wo ich studiere. Nach der Diagnose habe ich mir meine Seminare & Vorlesungen aber so gelegt, dass ich nur noch einen Tag in der Woche in Dortmund sein muss und viel zu Hause sein kann. Durch die derzeitige Lage wird aber das ganze nächste Semester vermutlich digital sein und ich kann auch wieder komplett zu Hause einziehen. Meine Eltern sind getrennt, aber meine Mutter ist neu verheiratet und ihr Mann lebt auch mit uns (arbeitet aber Vollzeit). Den Haushalt teilen wir uns immer zu dritt auf.
    Tut mir total leid, dass im Moment alles an dir hängen bleibt :( wenn du wieder arbeiten gehst, könntest du ja vielleicht deine Schwester um Hilfe bitten. Sie wird das ja sicherlich verstehen und möchte deiner Mama bestimmt auch so gut es geht helfen.


    Ja ich weiß das auch wirklich zu schätzen und freue mich da sehr drüber. Aber gut, dass du das nochmal schreibst. Manchmal verliert man sich auch schnell in dem negativen und sieht gar nicht die positiven Dinge.
    Meine Mutter ist noch bei einer Heilpraktikerin, das hilft ihr auch total.


    Geht es deiner Mama denn mittlerweile schon besser, Kathi?


    Und eine Frage hätte ich noch, die mich im Moment selber sehr beschäftigt: macht deine Mutter auch den gentest?
    meine Mutter ist jetzt die fünfte in der Familie mit Brustkrebs und daher wurde mir von Mamas Ärztin geraten, zu der genetischen Beratung mitzugehen. Den gentest würde aber natürlich erstmal nur meine Mutter machen. Irgendwie habe ich aber trotzdem Angst vor dem Gespräch und möchte sowas im Moment am liebsten komplett ausblenden und gar nicht hören :( für mich ist im Moment am wichtigsten, dass meine Mutter wieder gesund wird, da möchte ich nichts über mein eigenes Risiko hören..

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  • Liebe handballerin ,


    da bin ich wohl nicht die einzig Schlaflose gerade ;)


    Also, sobald es Fernmetastasen gibt ist keine Heilung mehr möglich, aber man versucht die verbleibende Zeit zu verlängern bzw. eine gute Lebensqualität herzustellen.


    Das Studieren von zu Hause aus ist wohl das einzig Positive an der ganzen Corona-Lage momentan. Und gut dass es noch den neuen Mann deiner Mutter gibt, dann könnt ihr euch alles ein bisschen aufteilen, jeder kann besser auf sich selbst achten und hat dann auch mehr Zeit und Kraft um gemeinsam mit deiner Mama was zu unternehmen :)

    Meine Schwester hilft mir eh wo sie kann, aber sie arbeitet halt auch Vollzeit. Ihr Verlobter ist aber momentan im Homeoffice und hat auch seine Hilfe angeboten, die hab ich auch schon angenommen.


    Meiner Mama gehts noch nicht wirklich besser, der Durchfall ist wieder mehr, das Nasenbluten ist zwar weg, aber die Müdigkeit bzw. das im Bett liegen bleiben sind nach wie vor da. Aber hey, heute hat sie zumindest selber etwas gekocht, das war mal was Positives.


    Bzgl. Gentest: in der Uniklinik in der wir zur ganzen Diagnostik waren hätte uns der Arzt einen Gentest angeboten, auch wenn er meint dass er wahrscheinlich negativ wäre (es gab bisher nur bei der Oma von Mama BK, und das wird wohl auch mehr ein Verdacht gewesen sein glaub ich). Meine Mutter wollte dann drüber nachdenken, und dann mussten wir leider zur Chemo in ein anderes Spital wechseln, aus Versicherungsgründen. Die haben dort überhaupt nichts angeboten...also ich glaube nicht dass Mama noch zu einem Gentest kommt.

    Bei euch hört sich das aber durchaus sinnvoll an, mit so vielen BK-Erkrankungen in der Familie! Ich seh das so: ich würd alles mitnehmen was euch angeboten wird - je mehr ihr über den Krebs wisst, desto gezielter kann man behandeln bzw. hat vielleicht mehr Optionen zur Wahl. Und meine Meinung ist auch, je früher man Dinge weiß, desto besser kann man dagegen ankämpfen bzw. vermehrt darauf achten, zu Untersuchungen gehen etc. (das ist jetzt schon auf dich bezogen). Außerdem kann man anderen am besten helfen, wenn man selber auf sich achtet und gesund bleibt <3


    Wie gesagt, das ist nur meine persönliche Meinung, aber vielleicht ändert sich ja deine Einstellung zu dem Test ein bisschen...dass du Angst davor hast falls das Ergebnis positiv ist versteh ich aber auch. Vor allem nach den ganzen Wochen Diagnostik und Warten auf Ergebnisse usw., das ist schon sehr belastend.


    Gute Nacht, Kathi

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  • Liebe handballerin

    Lese Deine /Eure Zeilen und fühle mit Euch !

    Ich bin Mutter ,bin erkrankt und meine Mutter war auch erkrankt und auch meine Großmutter!

    Damals gab es noch keine Gentestete !Aber auch schon eine Idee davon ,das es vermehrt Auftritt.


    Erstmal würde sich ja Deine Mutter testen lassen, voher würde sie beraten werden !


    Ich würde sie zu dieser Beratung begleiten und es mir mit anhören !

    In Ruhe!


    Ich möchte damit sagen, ich kann sehr gut verstehen ,das Du das zur Zeit nicht möchtest ! Aber siehe es als Möglichkeit von einfach mehr Aufmerksamkeit und einer besseren medizinischen Möglichkeit!


    Aber nimm Dir die Zeit die Du brauchst !

    Schritt für Schritt!



    Viel Glück auf Euren Wegen !


    Pit

  • Liebe kathi91 ,


    Ja, ich war/bin auch im großen Haus am Ring und ich bin nicht sicher, ob ich mich noch einmal dort behandeln lassen würde. Ich habe meine Onkologin bis jetzt nur ein paar Mal gesehen, auf der Tagesklinik sind ausschließlich Assistenzärzt*innen. Die Schwestern sind ganz nett, aber es ist sehr deutlich, dass sämtliche Kapazitäten total überlastet sind. Vielleicht hat Deine Mama ja recht, wenn die Schwestern nett sind, dann ist das schon viel! Wenn ich noch einmal von vorn beginnen würde, dann würde ich mir privat eine gute Onkolog*in nehmen. Dass Euch der Onkologe in Krems allerdings eine andere Chemo als in Wien geben wollte, das ist schon heftig. Zum Glück hat Deine Mama in Dir so eine starke und gute Unterstützung.


    Hier findest Du eine gute Seite zu allen möglichen Ernährungsthemen bei Krebs/Chemo: https://www.was-essen-bei-kreb…ei/beschwerden/durchfall/


    Ich bin übrigens in Krems geboren und jetzt am A der Welt im Bezirk Krems in Coronaquarantäne :-)


    Melde Dich jederzeit, falls Du/Ihr was braucht!


    Alles, alles Liebe,

    Keva

  • Liebe Kathi , schön dass du dieses hilfreiche Forum gefunden hast. Es tut mir sehr leid, das deine Mutter diese sch....Diagnose bekommen hat. Wie schön, dass du ihr so zur Seite Stehstunden dieser harten Zeit:( Auf deine Fragen kann ich nichts antworten, aber du hast ja schon hilfreiche und liebe Antworten bekommen1

    :)) Ich wünsche dir weiter einen guten Austausch bei Bedarf und drücke deiner Mutti ganz feste die Daumen, dass sie gut durch diese Zeit mit DIR<3 KOMMT. Wünsche euch ganz viel Kraft u Energie, lG 18-09-Sonnenschein

  • Liebe kathi91 ,


    das tut mir unglaublich leid zu hören :(( ich hoffe und wünsche euch, dass euch trotzdem noch einige glückliche jahre bleiben.

    Nach der Diagnose hätte ich wirklich niemals gedacht, dass man sich an dem Krebs irgendwie "erfreuen" kann. Aber letztendlich kann man doch irgendwie noch froh sein, dass Brustkrebs so gut erforscht ist und es so viele Behandlungswege gibt.


    Das ist ja schon mal super, wenn dein Schwager euch auch unterstützen kann. Vielleicht merkt deine Mutter in der Zeit, wo ihr nicht da seid, ja auch dass sie doch mehr schafft als erwartet und ihr der Haushalt vielleicht sogar gut tut, um mal aus dem Bett zu kommen. So ist man einfach mehr "gezwungen" sich aufzuraffen, natürlich nur wenn ihr körperlicher Zustand das auch mit macht.

    Dass sie selber gekocht hat, ist doch auch schon mal ein kleiner Fortschritt! :) Ich hoffe in den letzten Tagen wurde es noch besser, du kannst ja mal berichten!


    Meine Mutter hat im Moment (Donnerstag 26.03. Chemo) mit Schwindel, Übelkeit, Verstopfung und trockenen Schleimhäuten zu kämpfen. Das war nach den ersten beiden Chemos auch so und wurde nach 1-2 Wochen besser. Leider wurde Mamas letzte Chemo aufgrund hoher Leberwerte um eine Woche verschoben und die nächste wahrscheinlich auch, da ihre Werte immer noch nicht optimal waren. Aber so wie man hört, scheint das ja nicht untypisch zu sein und eine Verschiebung kommt ab und zu mal vor. Trotzdem macht man sich erstmal einen Kopf darüber.


    Vielen Dank für eure lieben Worte liebe Pit70 und kathi. Ich sehe das ganze eigentlich auch eher positiv als negativ, aber trotzdem macht man sich schon so seine Gedanken. Gestern hat meine Mutter einen Anruf bekommen, dass die Beratung nun morgen schon am Telefon stattfindet. Heute hat sie die nötigen Unterlagen per Email verschickt und am Donnerstag wird dann wahrscheinlich der Bluttest bei meiner Mutter gemacht. Malschauen ob es für mich dann morgen überhaupt möglich ist auch mit der Ärztin zu reden. Ich werde berichten! :)


    Ich wünsche dir liebe Pit70 auch alles Gute und viel Glück auf deinem weiteren Weg, ich habe mich über deine Nachricht sehr gefreut, danke.


    Liebe Grüße

    Maria

  • Hi liebe handballerin ,


    sorry dass ich erst jetzt antworte - lesen klappt momentan besser als sofort antworten, da fehlt mir gerade oft die Kraft dazu...


    Gibts in Sachen Gentest was Neues? Hat die Beratung am Telefon geklappt und konntest du auch deine Fragen stellen? Wurde gestern dann schon Blut abgenommen?

    Und werden die NW schon etwas besser? Bei meiner Mama ists so ein auf und ab - wenn nicht zwischendurch der Durchfall da wäre könnten wir spazieren gehen, aber so bleibt sie halt nur drinnen, und am Di 7.4. ist schon die nächste Chemo. Mal gucken wies nach Runde 2 wird :/


    Wie gehts dir denn sonst, also abseits der Gedanken an den Gentest und der Chemo-Verschiebung? :hug:


    Ganz liebe Grüße, Kathi

  • Hallo ihr Lieben,


    danke danke danke für eure lieben und aufbauenden Worte :*


    Keva : wie gehts dir denn in der Quarantäne? Bist du allein oder hast du Familie bei dir, bzw. jemanden der dich unterstützt? Ich hoff jedenfalls dass es dir gut geht und dir nicht die Decke auf den Kopf fällt ;)

    Was die KHs betrifft, es ist wohl wirklich so, dass es überall Vor- und Nachteile gibt...ich hab für mich beschlossen, dass ich jeden Vorschlag aus Krems einfach immer von wem zweiten bestätigen lassen werde. Der Onkologe in Wien wollte uns nach der 3. Chemo sowieso nochmal sehen, und falls das doch nicht klappt such ich privat jemanden oder schreibe dem KID oder so. Meine Mutter würde jetzt sagen ich bin ein Kontrollfreak, aber für mich fühlt sich das einfach besser an, wenn ich alles versuche und nicht blind jemandem vertraue.

    Danke auch für den Link, ein paar Rezepte hab ich schon ausprobiert :)


    Lg Kathi

  • Hey kathi91 Das Problem mit dem antworten kenne ich selber nur zu gut :D

    Nein ich habe leider nicht mit der Ärztin gesprochen, aber ich konnte mich mittlerweile auch etwas mehr beruhigen und warte jetzt einfach das Ergebnis ab, bringt ja nichts sich verrückt zu machen. Ja Blut wurde gestern abgenommen, das Ergebnis dauert aber wohl ca 8 Wochen.
    Schade, dass es mit dem Durchfall nicht besser wurde. Habt ihr das denn mal beim Arzt angesprochen?
    Etwas besser ist es bei meiner Mutter schon, ich hoffe die nächsten Tage wird es noch besser.
    Lieb dass du fragst! Mir gehts soweit ganz gut, ich schiebe meine Hausarbeit etwas vor mir her, aber ich kann mich nicht beklagen.
    wie geht es dir denn? Bist du wieder am arbeiten?


    Ach und das wichtigste habe ich fast vergessen.. Meine Mutter hatte letztens etwas Sorge, weil sie in der anderen Brust einen knubbel entdeckt hatte und war deswegen nochmal bei ihrer Ärztin. Beim Ultraschall kam dann raus, dass es nur eine Zyste und unauffällig ist. Die betroffene Brust hat sie sich dann auch gleich angeschaut und sie meinte, dass der Tumor schon etwas kleiner geworden ist!! :) :love:

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  • Liebe kathi91 ,


    Bin hier mit meinem lieben Mann und unserer kleinen Tochter. Es geht uns recht gut hier, wir können spazieren gehen, ohne jemanden zu treffen,... aber ich würde schon gern andere Menschen treffen. Keine Ahnung, wie lang das noch so weiter geht. Aber wir müssen uns jetzt einfach alle gegenseitig schützen!


    Alles ein zweites Mal zu bestätigen ist eine super Sache! Kontrollfreaks sind übrigens super! Das ist total wichtig!


    Paß gut auf Dich und Deine Mama auf!


    Alles Liebe,

    Keva

  • Hallo liebe Foris!


    Wollte mich heute schon den ganzen Tag bei euch ausheulen bzw. Hoffnung suchen, aber nachdem ich gerade die News von Pschureika gelesen habe dachte ich mir zuerst "ach lass, ist nicht so wichtig". Jetzt schreib ich trotzdem kurz, vielleicht liest es ja wer von euch.


    Meine Mama hatte heute Mammo und Sono nach der dritten Chemo (Docetaxel plus Herceptin plus Perjeta), und der Befund ist gleich wie vor Chemobeginn ;( irgendwie hab ich schon gehofft dass sich da was tut...es wurden zwar weder beim letzten Mal noch heute Maßangaben gemacht (vielleicht weil es mehrere Tumore sind die quasi die ganze rechte Brust einnehmen?), aber die Aussage keine Veränderung ist eben da, da kann ich mir nix schönreden.


    Was mach ich denn jetzt??? Wenn der her2-positive Tumor nicht auf die Antikörper anspricht, was bleibt denn dann noch übrig? ;(

    Morgen folgt noch CT Thorax/Abdomen um zu schauen was die Lungenmetas machen, Befund kommt nächste Woche.

    Die Leberwerte sind auch ständig zu hoch, Sono heute war ok, dürfte eine Fettleber sein, macht mich trotzdem unrund. Tumormarker CA15-3 ist seit Diagnose auch immer erhöht...alles in allem tu ich mir echt schwer gerade irgendetwas Positives zu finden bzw. Hoffnung auf ein paar weitere Jahre mit meiner Mama zu haben...