Mama hat Metastasen und ich komme nicht klar.

  • Hallo ihr Lieben, <3


    ich bin ganz neu hier und weiß nicht so genau, ob ich das hier alles so richtig mache.

    Meine Mama hatte im Winter 2017 Brustkrebs und soweit alles mit Chemo & OP überstanden.

    Gestern hat sie mir gesagt, dass im CT am ganzen Knochenskelett Metastasen gefunden wurden, die "wie Pilze aus dem Boden" geschossen seien. Ich habe vor ihr die Starke gespielt, aber ich merke, dass ich damit überhaupt nicht zurecht komme. Die Angst, dass es ihr wieder so schlecht gehen wird wie damals, macht mich richtig krank. Ich habe den ganzen Morgen erbrochen, habe Herzrasen und Schwindel. Habt ihr Tipps, wie ich meine Psyche beruhigen kann? Ich bin mir sicher, dass meine Übelkeit davon (von der Angst um Mama) kommt. In dem Zustand kann ich meiner Mama auch nicht angemessen zur Seite stehen ... wisst ihr irgendwas dazu?


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Katinki

  • Liebe Katinki ,


    Willkommen hier im Forum! Der Austausch hier tut Dir sicher gut! Super, dass Du uns gefunden hast!


    Ich kann verstehen, wie schwer die Situation für Dich sein muß.


    Melde Dich kurzfristig bei der Telefonseelsorge und suche Dir bald psychologische Unterstützung. Vielleicht am besten Psychoonkologie.


    Ich schicke Dir und Deiner Mama Kraft und Zuversicht!


    Alles, alles Liebe,

    Keva

  • Liebe Katinki


    Hier kann man gar nichts falsch machen. Hier kannst du deine Sorgen und Ängste und Nöte schreiben. Für Knochenmetastasen bei Brustkrebs gibt es Therapien und Behandlungspläne.


    Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deine Psyche beruhigen kannst, z.B. indem du

    • deine Sorgen hier ablädst,
    • Vertrauen hast, dass deine Mama ihren Weg gehen wird mit den weiteren Therapien,
    • dass du unsere Strickleiter hochkrabbelst, die wir dir in dein tiefes Loch geworfen haben,
    • indem du die Zeit walten lässt und dir Zeit gibst, an die neue Situation zu gewöhnen,
    • indem du in unserem Strang liest, wie man aus dem Tief wieder rauskommt...Wege aus den Löchern, was tut euch gut - Tipps-Sammlung



    Ich bin auch Mutter und ich würde mir am liebsten wünschen, dass das Leben meiner Kinder so normal wie möglich weiterläuft für sie, und dass sie an sich denken und sich bewusst sind, dass sie nur dieses eine Leben haben, das wunderschön ist.


    Alles Liebe,

    Viviane

  • Liebe Katinka ,


    Willkommen im Forum! Es ist toll, dass du dich angemeldet hast. Du bekommst hier von vielen Frauen aufmunternde und erfahrene Worte und Berichte.

    Es ist schlimm, welche Ängste du derzeit ausstehst. Angst um einen geliebten Menschen zu haben, ist schrecklich. Aber du hast den ersten Schritt gemacht und dich hier angemeldet.


    Du wirst die Stärke haben, deiner Mama beizustehen. Weisst du warum. Weil du es schon geschafft hast, anderen Frauen, deine Geschichte zu erzählen. Das ist mentale und seelische Stärke! <3. Du bist toll.


    Zum Mutmachen. In meinen Brustzentrum gibt es einige Frauen mit Metastasen, auch mit Skelettmetas. Diese tollen Frauen leben seit 16 Jahren damit. Sie bekommen eine Infusion und leben dann ihr Leben weiter! Man sieht ihnen nichts an. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man mit Knochenmetas sehr sehr lange leben kann. Die Medizin ist sehr weit. Es werden dich aber bestimmt Betroffene anschreiben. Einige haben ich bereits kennengelernt. Diese sind voller Energie, Mut und Optimismus.


    Das wünsche ich dir und deiner Mama auch. Das wird alles werden!!!!!!!!! Pass auf dich auf. :)

  • Liebe Katinki ,


    erstmal herzlich willkommen im Forum. Das ist doch verständlich, dass dich diese Nachricht so schockiert. Hier im Forum gibt es auch andere Angehörige und natürlich viele selbst Betroffene, die gerne ihre Erfahrungen teilen und dir den Rücken stärken.


    Vielleicht schaust du auch mal in diesen Stang. Psychologische Unterstützung


    Oder es ist für dich sinnvoll vor Ort jemanden zu finden, der dich psychologisch betreut. Dafür kannst du in einer Krebsberatungstelle anfragen oder beim Krebsinformationsdienst und der DAPO nach Psychoonkologen in deiner Nähe suchen.


    Psychoonkologen sind Psychologen oder Psychotherapeuten, die sich auf die Begleitung von Menschen mit Krebs und deren Angehörigen spezialisiert haben.


    Ich schicke dir und deiner Mama ein dickes Kraftpaket.


    Liebe Grüße

    Lieselotte

  • Liebe Katinki

    Wie geht es dir heute? Ich hoffe, die Tatsache, dass du nun eine Nacht "drüber geschlafen hast" hat dir noch einmal geholfen. Bitte melde dich, wenn dich das tiefe Loch wieder verschlingen möchte! Und bitte über der Krankheit deiner Mama nicht vergessen, das Leben einer 25-Jährigen zu leben, kichern, schatten, lauthals lachen, lieben, unvernünftig lange aufbleiben, ein bisschen unvernünftig essen, denn das Leben ist schön!

    Alles Liebe,

    Viviane

  • Liebe Katinki

    Ich bin selber Mama und meine Mutter war auch betroffen !


    Mir ist ehrlich gesagt das wichtigste das mein Sohn so unbeschwert weiter lebt wie bis her !

    Und ich fänd es total traurig ,wenn er so viel mitleiden würden !Ich sag es echt so wie ich es denke : Ich würde mir nicht helfen ,sondern mich eher belasten !

    Ich finde es für mich am schönsten soviel Normalität wie möglich!

    Ich erzähle ungern von meiner Hirnmetastase ,weil dieses entsetzte gucken mich mehr erschüttert !


    Und ich glaube ich werde mit der Diagnose ,oder ich lebe mit der Diagnose sehr gut !

    An manchen Tagen sogar schöner als voher !


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut in die Zukunft ohne Angst zu gucken !

    Bei uns in der Stadt gibt es eine Krebsberatungstelle auch für Angehörige ,vielleicht auch eine Möglichkeit ?


    Drück Dich einmal ,wenn ich darf !

    Pit

  • Liebe Viviane1968 ,

    wie lieb, dass Du nochmal nachfragst. Mir geht es tatsächlich besser und mein Magen hat sich auch erholt. Ich habe mich auch sofort über Angebote der psychoonkologischen Therapie in meiner Nähe erkundigt, und da sind die Praxen hier wirklich gut aufgestellt, sodass ich mir Hilfe suchen könnte. Vielen Dank für eure Unterstützung <3


    Hallo liebe Pit70 ,

    Dank für Deine aufmunternden Worte! Ich habe meiner Mama nicht erzählt, dass es mir so schlecht ging, weil ich schon weiß, wie sehr sie das belasten würde. Da ich nicht mehr zuhause wohne, kriegt sie das zum Glück nicht mit. Ich versuche, sie so gut wie möglich mit Telefonaten und Nachrichten zu unterstützen und merke, dass ihr das sehr gut tut :) Danke und alles Gute auch für Dich! <3

  • Liebe Katinki


    Das freut mich SEHR, dass du so rasch aus der Schockstarre ins Handeln kommen konntest und nun einen Plan hast! Bravo! Deine Mama hat ein grosses Glück, dass du dich so um sie kümmerst, aber bitte nie vergessen, dass du auch nur EIN Leben hast und dass ein NEIN zu anderen ein JA zu dir selbst sein kann.


    Alles Liebe,

    Viviane

  • Liebe Katinki ,


    Das freut mich, dass es dir besser geht. Es wird immer wieder schwere Phasen geben. Aber du bist bestimmt stark und kannst stolz auf dich sein. Du bist eine tolle Tochter und sorgst dich um deine Mama.

    Ihr beide werdet das schaffen. Gerade Liebe untereinander ist ein wichtiger Baustein der Genesung.:love:<3


    Liebe Grüsse