Sara - Dann möchte ich mich auf mal Vorstellen

  • So wo fange ich an. Seit 7 Februar 2020 habe ich auch diese tolle Botschaft erhalten...Brustkrebs. Wurde von 2 Frauenärzten als Fibroadenoma abgetan aber wurde dennoch zum Spezialisten geschickt. Bis dahin wusste man ja noch nicht viel. Und fühlte sich erstmal verloren. Ich habe ihm erstmal den Namen Theodor gegeben (Theo der tolle Tumor) weil ich das Wort Krebs oder Tumor zu Beginn nicht aussprechen konnte. Zum Glück zum Zeitpunkt der Tests keine Metastasen und ich glaube 3cm ist noch Recht klein?

    Zu dem ganzen Übel hat mein kleines Mädchen, zu der Zeit 10 Monate, durch das abrupte abstillen aufgehört zu essen. Nach 1 Monat KH kamen wir mit Magensonde raus da sie das Essen verweigert. Also Krebs, Baby mit Futterstörung wie ich nun weiß und Corona. Schönes Paket. Heute habe ich meine 5x Chemo hinter mir von 18x im Wochentakt. Ich muss einfach Mal erzählen denn ich habe seit der Geschichte totalen Redebedarf und finde dieses Forum super.

    Habt ihr auch schnell gemerkt wenn der Tumor kleiner wurde oder habe ich Glück oder wie war das bei euch generell?

    Ich muss ihn nun schon fast suchen (ich hab sehr kleine Brüste und er ist einem direkt ins Auge gesprungen).

    Tja mein Kind isst immernoch nicht aber das ist ein anderes Thema.

    Nebenwirkungen sind bis auf Probleme mit den Mundschleimhäuten und Müdigkeit nicht wirklich vorhanden. Habe nur zzt eine Erkältung die schon fast die ganze Chemozeit da ist...

    Ach ja ich bin 32 Jahre und habe eine super süße"nicht essende" Tochter :)


    Liebe Grüße an euch alle kämpfenden da draußen und wir packen das!

  • Herzlich willkommen, Sara 😊

    Wenn du reden möchtest, hier kannst du es immer tun.

    Wir können alle Ängste und Nöte nachvollziehen.

    Zumindest auf den Krebs bezogen.

    Dass mit deiner kleinen Tochter macht ja noch mal zusätzlich Sorgen. Ich hoffe, die Phase geht schnell vorbei.

    Ich habe während der Chemo bemerkt, wie der Knoten immer kleiner und zum Schluß nicht mehr fühlbar war.

    Für mich war das positiv, so wusste ich, dass die Chemo wirkt.

    So scheint es bei dir auch zu sein!?

    Ist dein Tumor hormonabhängig?


    Liebe Grüße,

    Cookie 🍀🍀🍀

  • Danke Cookie für die lieben Worte :)

    Ja er wird bisher nach jeder Chemo kleiner. Das baut sehr auf. Dachte zuerst meine Onkologin wollte mich nur aufbauen als sie mich fragte ob nach dem ersten Mal der Tumor schon kleiner wurde. Aber sie hatte recht.

    Ist mir gerade aufgefallen habe nichts über den Befund geschrieben.

    Habe ein Triple negatives Mammakarzinom. Ki 67 70% die restlichen Daten sagen mir nichts also schreib ich es mal lieber nicht auf;)

  • Liebe Sara Sara,


    herzlich willkommen :) super, dass du schon so viel chemotermine gut hinter dich bringen konntest.

    Das mit dem Aussprechen des Wortes krebs ging mir anfangs genauso, vor allem weil ich die ganze zeit dachte, es sei ein Fehler bzw. ist doch bestimmt harmlos. Ich habe dann immer Mammakarzinom gesagt.


    Die futterstörung macht dir sicher noch zusätzlich Sorgen, hast du eine hebamme? Ich habe meine sofort kontaktiert als es hieß, ich solle so schnell wie möglich abstillen (mein Sohn war aber schon knapp 13 Monate und hat tagsüber schon nicht schlecht gegessen), und sie war und ist immer noch total hilfreich.


    Ich drücke euch die Daumen!

    Liebe grüße,

    Annika

  • Hallo Sara,


    deine Story ähnelt meiner. Mein Sohn war 8 Monate alt als ich sofort abstillen musste. Zum Glück waren wir selbst schon dabei ihn schrittweise an Beikost zu gewöhnen (seit dem 6. Monat) und daher gab es keine größeren Probleme. Allerdings fehlte ihm die Brust zum einschlafen und auch mal nachts. Das war eine schwierige Phase.


    Ich wünsche dir alles Gute!


    LG

    Anna

  • Hallo @AnnaMaus84 und Pingu2806 gut Mal von andere Mamas mit Babys zu hören in so einer Situation.

    Ich muss sagen zzt liegt mir das Problem mit der kleinen schlimmer im Magen als meine Situation und alles zusammen überfordert mich schon aber ich muss meinen Humor behalten und durch die Situationen. Durch Corona bekommt man kaum Hilfe. Leider lag wohl schon zuvor eine Futterstörung vor sie nahm keine Flasche und keine Beikost sie war voll gestillt und wären wir nicht ins kh wäre sie verhungert. Hebammen und ganz viele Ärzte sind auch ratlos mit meinem Sturkopf. Ja das Entwöhnen war grauenhaft auf diese Weise. Sie wurde viel beruhigt durch die Brust zum Glück ist die Phase überstanden aber man merkt die Schäden dennoch die sie dadurch getragen hat. Mir wurde direkt gesagt abstillen als die Diagnose kam. Viele Tränen von beiden Seiten sind geflossen. Hoffe nun auf ein netcoaching Programm. Schließlich braucht man schon genug Kraft für die Chemo und den Krebs.

    Da kommt mir eine Frage in den Kopf. Wie sah es bei euch aus die den Krebs besiegt haben was dir Fruchtbarkeit angeht? Ich bekomme wöchentlich carboplatin myocet und paclitax. Bisschen zu spezifisch die Frage vielleicht.

  • Sara du hast einen arg großen Packen zu tragen... heftig. Die "Futterstörung" erinnert mich daran, was mir jemand von seiner Enkelin erzählt hat, die eine Frühgeburt war und längere Zeit über Sonde ernährt wurde, die hat sich dann auch extrem schwer getan mit dem Essen. Das hat mich auf die Idee gebracht, dass du vielleicht in einem Forum für Frühgeborene (gibts doch bestimmt?) etwas hilfreiches finden könntest. Ich wünsch euch alles Gute.

  • Tiscali das hier ist mein erstes Forum, war nun wirklich am überlegen etwas in der Richtung zu suchen. Allerdings denk ich das der Grund bei meinem Kind ein anderer ist als die Probleme bei Frühgeburten. Da liegt es ja eher an der Mundmotorik. Aber danke für den Tipp :)

  • Liebe Sara

    Das tut mir leid, dass es dich nun auch erwischt hat. Auch das du so Sorgen mit deiner Tochter hast. Ich drücke dir ganz dolle die Daumen:thumbup:, dass zumindest diese Phase schnell vorüber geht.

    Ich bin auch aus der triple-negativen Truppe;). Ich nannte meinen Tumor meistens "Knilch" und ich nie zur Chemo gefahren, sondern zur "Cocktailparty":P. Ich hatte nämlich am Chemotag und den Tag danach meistens die gleichen Nebenwirkungen. So habe ich mir jedes Mal vorgestellt meinen "Knilch" unter den Tisch zu "saufen". Und ging es mir schlecht, so freute mich die Vorstellung, dass es meinem "Knilch" noch schlechter ging. Und so sollte es ja auch sein. Mit dieser Einstellung und viel positiver Energie bin ich gut durch die Chemozeit gekommen.

    Ich wünsche dir für deine weitere Therapiezeit alles alles Gute, weiterhin viel Kraft und Zuversicht, das am Ende alles gut wird.

    Du rockst das!:thumbup:

    LG Hanka

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Hanka Knilch ist auch super! Ich habe noch zahlreiche böse Namen aber das schreibe ich hier Mal lieber nicht ;)

    Ich fühle mich nach der Chemo immer extrem gut erst wenn ich dann die Tabletten nicht nehme Knicke ich etwas ein. Gut habe erst 5 hinter mir da kann man ja nicht viel sagen. Dir Frau in der Chemo die den selben Cocktail bekommt brauchte nach 10x eine Pause und jetzt bei 14 hatte sie eine Lungenembolie :( Aber man darf ja selber nicht den Teufel an die Wand malen. Wird alles gut gehen und wenn nicht muss man halt durch!

    Bisher habe ich noch keinen Beitrag hier gefunden von meinen Medikamenten. Würden mich Mal Erfahrungen interessieren

  • Sara Welche Chemo bekommst du denn?

    Bei TN ist die klassische Chemo 4xAC und 12x Paclitaxel/Carboplatin... so war es zumindest bei mir und vielen Anderen mit TN.


    Jede von uns reagiert übrigens anders auf die Chemo. Am besten gar nicht erst auf Nebenwirkkungen warten;).


    Und das allerwichtigste ist TRINKEN TRINKEN TRINKEN ... um so schneller ist der "Cocktail" wieder aus dem Körper raus.

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Hanka ich bekomme nun 6x myocet/pacli/Carbon zusammen. Die nächsten zyclen weiß ich gerade nicht. Muss mir Mal den Therapieplan geben lassen. Ja meine Nebenwirkungen die ich zzt habe sind ja eh schon anders also einfach Kopf aus und rein in die Situation. Gut dass du es sagst hatte heute Chemo und muss meine 3 Liter noch schaffen :)

  • Hallo Sara,


    mein Tumor war triple positiv, daher hatte ich eine ganz andere Therapie als du. Da dein Tumor nicht hormonabhängig ist, könntest du, wenn du möchtest, recht schnell Kinder bekommen. Die Chance, dass deine Eierstöcke die Therapie überstehen, ist umso besser je jünger man ist (so sagte es mein Onkologe). Du kannst dir aber eine Spritze zum Schutz geben lassen ( z. B. Zoladex). Da ich einen hormonabhängigen Tumor hatte, muss ich erst mindestens 2 Jahre die Antihormontherapie gemacht haben, bis ich sie für eine Schwangerschaft unterbrechen darf. Dieses Problem hast du dann nicht.


    LG

    Anna

  • Liebe Sara, herzlich willkommen hier im Forum.

    Hier ist immer wer der ein offenes Ohr hat.

    Mit deiner Tochter hast du ja zusätzlich ein ganz schönes Paket zu tragen. Ich hoffe das sich das sich das bald legt.

    Mein Tumor war bei Diagnosestellung etwa genauso groß wie deiner und sehr gut tastbar. Er ist auch bei mir spürbar kleiner geworden.

    Du siehst übrigens sehr hübsch mit Glatze aus😉

    Ich ünschr dir das, du deine Therapien weiter so gut verträgst.


    Lg Kleene

  • Liebe Sara,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Ich würde gerne Deine Maus und Dich in den Arm nehmen, das ist jetzt eine schwere Zeit für Euch. Hoffentlich suchst Du die Schuld nicht bei Dir, schuld ist nur der Knilch Theo! Hast Du gute Unterstützung? Ich wünsche Dir für den weiteren Weg alles Gute und schicke Euch ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Sara

    ein liebes willkommen in diesem guten Forum, auch wenn wir uns alle unfreiwillig hier eingefunden haben😌

    Ich möchte alle vorangegangenen Konversationen einfach nur unterstreichen :!::!::!:Und ganz ehrlich, du hast ja schon ein sehr gute Einstellung und diese wird ganz sicher bleiben. Ich finde es toll (wenn auch sehr traurig) dass hier schon ein paar junge Mamas geschrieben haben, das ist sicher sehr hilfreich👍 Ich wünsche dir, dass du weiterhin gut durch die Therapie kommst👍✊lG 18-09-Sonnenschein

  • Danke für all die lieben Worte. Ich hätte früher auf dieses Forum stoßen sollen. In der schweren Anfangszeit hättet ihr mir besser als jeder andere geholfen. Meine Mama ist zum Glück eine riesen Unterstützung. Sie wohnt quasi in der Woche bei uns für den Fall dass es mir schlecht geht oder die kleine zu Terminen muss wie Physio oder ich zur Chemo. Die kleine hatte nämlich so viel Muskeln abgebaut dass wir jetzt von der Grobmotorik bei 8-9 Monaten sind. Also steht das auch noch täglich auf dem Programm und das schaff ich alles alleine nicht. Mein Mann muss ja arbeiten...zum Glück kann er das noch trotz Krise.

    Und Danke Kleene kann ich nur zurück geben das Kompliment :):*

  • Liebe Sara,

    es macht mich natürlich sehr betroffen, wenn ich von so einer jungen Mama lese, die ein Mamma-Ca hat.


    Und dann noch die Schwierigkeiten mit deinem Baby, das ist doppelt hart!


    Trotzdem beeindruckend, du scheinst ja schon mit den widrigen Umständen beachtlich gut klar zu kommen!!


    Was mir bei triple negativ immer einfällt (eigene Erfahrung) ist: Ein Gentest wäre sinnvoll, wenn machbar. Da gibt es bei einem BRCA Typ spezielle Medikamente.

    Ebenso der Test auf PDL1. Dann kann man Glück mit Immuntherapie haben, falls die Voraussetzung beim Tumor vorliegt. Leider bin ich mir aber nicht sicher, ob das ohne Metastasen übernommen wird, da sehr teuer. Aber auf jeden Fall sind beide Untersuchungen den Test wert, weil es ggf. auch später bei Bedarf noch neue Therapieansätze zulässt.

    Und ich habe noch auf Androgenrezeptoren untersuchen lassen, fiel positiv aus. Leider sind die bei Mamma-Ca nicht zugelassen (üblich bei Prostata). Vielleicht gibt es eine Studie oder man kann es beantragen.


    Aber beim Gentest muss man sich auch klar sein, wie man mit einem "positiven" Ergebnis umgeht, denn das hat ja Konsequenzen und nicht immer Vorteile. Bei mir z.B. wurde eine seltene Gen Mutation gefunden, nur leider keine die eine Therapie eröffnet, weil noch zu unerforscht.

    Und man kann es weiter vererben, was natürlich mit Kind wieder eine Belastung ist. Aber man hat dann auch engmaschige Vorsorge- bzw. Nachsorgeuntersuchungen und den Teil "Warum ICH, warum so früh??" beantwortet....

    Ich drücke dir und deinem Baby/deiner Familie gaaaanz fest die Daumen für gutes Durchhaltevermögen und immer die Zuversicht behalten, auch wenn es manchmal schwer ist!

    Alles Liebe