Antonia - besster spät als nie..

  • hallo zusammen,
    eigentlich dachte ich, ich hätte das Thema Krebs abgehakt und auch psychisch gut weg gesteckt.
    seit einem Jahr habe ich die OP´s, und Strahlentherapie hinter mir. Im Mai 2013 kam noch die Reha.. und das wars für mich.
    Inwischen bin ich auch körperlich fast wieder so fit wie vor dem Krebs.. ach ja.. zufällig entdeckter Gebärmutterhalskrebs. Keine Chemo.. wunderbar.
    Mir gehts gut. Ich bin stark.
    so ein Schwachsinn... Montag war ich brav wieder in der Klinik zur Nachsorge und ich darf nicht mal meckern.. alles bestens!
    warum bin ich dann seit dem nur am Heulen? ich hatte wohl irgendwie ein Dejavue... und bekomme es nicht mal im Job in den Griff.


    Tja und darum bin ich jetzt hier. lächerlich.. ich weiss.. ihr seid alle noch mittendrin... Euch gehts viel schlimmer. Trotzdem hat es mich total überrollt und ich komme aus dem Heultief nicht raus. Ich bin 47, alleinstehend.. tja.. die Freunde haben inzwischen von dem Thema Krebs auch die Nase voll. ich sehe gesund aus, also ist das Thema beendet. Hier möchte ich keinen mehr nerven. Meine Familie ist weit weg.
    Darum bin ich jetzt hier.
    Ich denke es hilft, wenn man sein Herz ausschütten kann und verstanden wird.
    Danke schon mal dafür..
    Antonia

  • herzlich willkommen in unserem Forum. Wir freuen uns ganz besonders, dass Du den Mut aufgebracht hast, zu uns zu stoßen. Schaue Dich in aller Ruhe um. Dass Deine Behandlung abgeschlossen ist bedeutet nicht, dass Du alles verarbeitet hast. Und lächerlich ist es schon mal gar nicht. Du wirst feststellen, dass es den meisten von uns ähnlich geht, wobei jeder seinen individuellen Weg geht. Aber man muss ihn nicht alleine gehen. Schreibe Dir ruhig Deine Gedanken und Gefühle aus der Seele und sei nicht so streng mit Dir. Du wirst hier sehr gut verstanden und wir freuen uns, dass Du in unserer Gemeinschaft bist. Alles Liebe und wir wünschen Dir einen guten Austausch :hug:

    Liebe Grüße Monalisa


    Mitglied des Moderatoren-Teams


  • Liebe Monalisa,
    Danke Dir sehr für die lieben Worte.
    ich soll nicht so streng mit mir sein. Hm.. bin ich das? Grübel.. grübel... bin ich wohl.. da könnte was dran sein.
    warum bin ich das?
    weil ich das alles sonst nicht gepackt hätte.. vielleicht.. also aus Angst.
    aber hat man denn die Wahl? Augen zu und durch, oder nicht?
    Schockstarre überwinden, Selbstmitleid wegsperren, tapfer aussehen und es am Ende selber glauben.


    Beim lesen Eurer Posts hier, kommit vieles hoch, das ich selber gefühlt habe und mir nicht wirklich gestattet habe, es zu empfinden.
    ich hab mir ein Programm erstellt mit dem ich mich ganz schnell wieder ins normale Leben katapultieren konnte. ich Trottel bin einen Tag nach der letzten Strahlentherapie wieder ins Büro gerannt (gekrochen trifft es eher). ich konnte nicht mal sitzen.. es war ja alles kaputt in meinem Bauch.
    Das war 10 Wochen nach der OP. Aber es war keiner da der mich aufgehalten hat und ich wollte doch mein normales Leben wieder haben. Ich wollte die Starre abschütteln und Tempo aufnehmen. Ich bin sehr lebensfroh... immer unter Volldampf und immer gute Laune. Eigentlich!
    Nach der Reha bin ich ins Fitness gerannt. Den Körper wieder fit machen und so müde sein, dass man nicht über den Grund nachdenkt, warum man das alles macht.
    Irgendwie bin ich wohl erfolgreich wieder in meinem Leben angekommen.. irgendwann in den letzten 6 Monaten und habs vor lauter Rennen nicht gemerkt. Aber schön ist es schon. Nur dass man keinen Welpenschutz mehr hat. Ich erlaube ihn mir selber nicht. Fehler! ich sollte mir ein Nestchen bewahren und immer wieder mal rein krabbeln um wieder bewusst zu werden.
    Bewusst sein!
    Montag hat es mich dann ausgebremst. Dabei war es nicht die erste Kontrolle.. um Himmels willen.
    ich war wohl nur so weit wieder in meinem "so-tun-als-wäre-es-nie-passiert-Kokon" dass ich unvorsichtig geworden bin.
    Unvorsichtig mit meiner Seele..
    zu schnell gelaufen..
    zu viel verlangt
    zu wenig erholt
    zu wenig bewusst
    jetzt bin ich erschlagen, erschöpft und fühl mich einsam.
    schön, dass es Euch gibt.
    Warum habe ich mich nicht schon viel früher darum gekümmert? warum muss man Krebs bekommen um sich mal um sich selbst zu kümmern?
    und selbst dann vergisst man es ... will es vergessen.. verdrängen..


    ich glaub ich geh mal ne Stunde auf Euer Sonnendeck und leg mich hin...
    Danke!

  • Hallo Antonia,


    schön, dass es Dich bei uns gibt. Keine leeren Worte , ich bin froh, dass Du festgestellt hast, dass viele ähnlich wie Du ticken. Ich habe es selbst erlebt und gestaunt, dass das, was ich im Kreis dachte und immer wieder mal denke, so gut hier verstanden wird. Wie oft habe ich, erst ungläubig, dann wütend, wieder resignierend und dann kämpferisch ,das Wechselbad der Gefühle erlebt. Natürlich habe ich vorher schon gelesen, dass Menschen nach einer schweren Krankheit ihr Leben überdenken. Gefühlsduselei dachte ich, ich bin doch kein Weichei, ich habe immer gekämpft, musste mir auch alles erkämpfen. Und bloss nichts nach außen dringen lassen, cool sein 8) . Man könnte ja wieder mal verletzt werden.


    Wie habe ich den Satz gehasst:"Na, Du sieht ja wieder gut aus" oder "denk positiv". Ich habe verstanden:" hättest du positiver gedacht, wärst du nicht krebskrank geworden." Wie`s drinnen aussieht, geht ja niemand was an. Selbst Mann, Tochter und Freunde konnten gegen diese Wand nicht an. Nur der Austausch mit Mädels jeden Alters und, na ja eine gute Psychologin hatte ich auch mal, erst in der Gruppe und jetzt hier im Forum machten mich nicht so anfällig. Erst habe ich gedacht, wenn ich mich immer wieder diesem Elend aussetze komme ich nie zur Ruhe. Im Gegenteil! Früher war ich eher ein wenig aktiver Internetnutzer, und jetzt muss ich richtig aufpassen, dass ich das schöne Wetter draussen nicht verpasse. Du siehst liebe Antonia, auch nach so viel Jahren meiner Erkrankung berührt mich alles noch sehr. Wie geht es Dir erst nach so kurzer Zeit!


    Ich freue mich über einen wunderschönnen Sonnentag :thumbup: und wünsche Dir, dass es Dir immer wieder mal ein bisschen besser geht und Du hier Trost - ja ich verwende das altmodische Wort - findest. :hug:

  • Liebe Antonia,


    in meinen Augen hat jeder ein Recht darauf ein Heultief zu haben. Du hast schließlich sehr viel verkraften müssen.
    Klar sind viele von uns noch mittendrin, aber das hat mit dir doch nicht´s zu tun.
    Du warst ja auch mal da wo wir stehen. Glaub mir, ich bin schon ein wenig neidisch auf dich :rolleyes: aber natürlich freue ich mich sehr, dass in der Nachsorge alles gut ist und du weiterhin gesund bist.
    Das ist doch unser aller höchstes Gut.
    Ich meine, die Anspannung die du all die Zeit mit dir herumgetragen hast und auch die Angst vor der erneuten Untersuchung, lösen sich jetzt.


    Also lass es einfach raus. Es ist auch gut, wenn man mal richtig weinen kann, denn Tränen sind Perlen der Seele.


    Alles Liebe für Dich


    :hug:

  • Liebe Antonia,
    ich kann dich - glaube ich - auch ganz gut verstehen. Ich bin auch nicht mehr mittendrin (bei mir ging wegen akuter Leukämie alles ganz schnell). Nun bin ich wieder im Alltag und merke, dass meine Seele das alles noch nicht verarbeitet hat, dass ich zwar fast wieder funktionieren kann wie zuvor, aber irgendwie ist nichts wie zuvor. Und das will niemand hören. Ich glaube den meisten Nichtbetroffenen macht das Thema solche Angst, dass sie nur froh sind, wenn sie sich nicht mehr damit beschäftigen müssen, wenn sie das Gefühl haben "ist gut, die hat das überlebt, alles vorbei". Ich würde das auch manchmal gerne denken, würde manchmal gerne wollen, dass wirklich alles vorbei ist. Und dann merke ich, dass ich nicht mehr ganz so bin wie vorher aber auch noch nicht wirklich im "Nachher" angekommen...
    Liebe Grüße Wolke

  • Mädels ich bin echt platt!
    Ihr seid klasse!
    Wolke: Danke... ich bin so erleichtert dass es auch anderen so geht. Meine Güte.. mein Krebs wurde schon vor über einem Jahr (oder erst? ) platt gemacht und ich dachte es müsste alles beim alten sein. Und wie gut es tut, dass auch andere nicht immer voll belastbar sind und das auch mal zugeben.
    Meine Seele hatte ich früher sicher oft vernachlässigt.. war mir der Wichtigkeit nicht ganz bewusst, aber durch das Erlebte hat sich das geändert. Ich glaube ich hatte sie schon wieder zu wenig beachtet und sie hat sich einfach wieder bemerkbar gemacht.
    Heute mit Euch.. Eurem Verständnis (Danke Silberfischle) gehts mir jede Stunde besser. Ich lese hier auch viel nach und merke dass ich immer ruhiger werde. Man gewinnt den Eindruck dass man jetzt die Erlaubnis hat, mal schwach zu sein.
    Die Wand, von der Du, liebe Traumpfadfinderin sprichst, ist mir leider auch schon an mir.. in mir.. aufgefallen. Dass man sein enges Umfeld manchmal nicht einlassen kann. Ich glaube oft hat es mir Angst gemacht mich zu öffnen weil ich nicht wusste was dann kommen würde. bricht man zusammen? schreit nur noch? überfodert man sich oder doch die anderen?
    ich habe noch nie so offen über meine Gedanken und Empfindungen gesprochen wie hier.
    DANKE!
    Liebe Grüße
    Antonia

  • ein herzliches Willkommen hier in unserem netten, offenen unnd familiären Forum. Starke Selbstreflexionen! - Gefühle sind so wichtig und wahrhaftig! Wer entscheidet denn, was du wann und wie fühlen darfst/sollst? Wenn du nach der Nachsorge weinen mußtest, auch wenn sie positiv war, ist das vollkommen okay, irgendetwas in deinem Inneren brauchte dieses Ventil, ein gesunder Vorgang! Und wie du schon selbst erkannt hast, man darf auch schwach sein und Schwäche "zeigen", das ist natürlich. Und die Krebsdiagnose verarbeitest du sicher noch immer. Denke an dich, sorge gut für dich und wenn dann noch Energie übrig ist, kannst du uns ja mit deinen Erfahrungen unterstützen :) .


    Alles Liebe
    und Licht am Ende des dunklen Gefühltunnels,
    Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Danke liebe Wölfin,
    ich hätte schon vor gut einem Jahr hier her kommen sollen. Das hätte mir sicher vieles erleichtert. Es ist unglaublich erwärmend zu sehen wie Ihr hier auf einander Acht gebt.
    Mir gehts richtig gut.. seit Stunden keine Träne mehr zu sehen, alles fein... ich fühl mich wohl.. draussen scheint die Sonne und ich freu mich auf zwei schöne sonnige Stunden bei meinem Pony.


    Na, für die nächste Nachsorge im Mai bin ich dann besser gerüstet. Ich werde auf jeden Fall hier bleiben und mich mit Euch austauschen.
    Wenn ich irgendwem hier helfen kann... Fragen beantworten, usw.. dann werde ich das von Herzen gerne und mit Begeisterung tun! Und im Normalfall heule ich auch nicht rum sondern weiss dass es immer einen Grund gibt um nach vorne zu schaun!
    "Xavas 2012 - und ich schau nicht mehr zurück! " Das war mein Krebs-Lied.
    Habt ihr auch sowas? Ein Lied das Euch begleitet habt? ich habs noch immer auf dem Handy und höre es mir ab und zu an. Dabei bin ich mir jedesmal bewusst wie sich der Blickwinkel im Laufe der Zeit verändert hat.


    Alles Liebe...
    und ich freu mich auf tolle Gespräche
    Antonia

  • Hallo Antonia :) meine Therapie war im Juni 2013 beendet. Meine Diagnose Brustkrebs kam im Mai 2012 dann kam Chemo, OP und Bestrahlung plus Herceptin. Das kann man nicht verdrängen. Das ist einfach zu heftig. Ich bin auch zu früh wieder angefangen zu arbeiten, mache jetzt 3mal 3 Stunden in der Woche und bin danach Doch ich werde bedrängt mehr zu machen. Es heisst dann du hast doch alles hinter dir. Mir fehlt auch manchmal von den Ärzten Unterstützug. Ich habe auch keine Trauer zugelassen. ;( Erst jetzt nehme ich mich wahr und möchte mich mehr um mich kümmern und mich kennenlernen. Uns sieht man oft nicht an wie wir gekämpft haben. Wenn die Therapie beendet ist, dann habe auch ich das Gefühl nicht drüber reden, du hast es doch geschafft. ich bin auch erst seit Januar 2014 hier im Forum und denke wenn nicht jetzt, wann dann!!!! 8) Ich bin auch manchmal nur Zuschauer das hilft auch. Du hast ein Pferd, das ist toll. Sei willkommen und herzlich gegrüßt von der Pferdefreundin

  • Liebe Antonia,


    zuallererst begrüße ich Dich recht herzlich hier bei uns.


    Deine Beiträge haben mich sehr berührt. Mein erster Eindruck war, dass Du Dich eigentlich gar nicht mit der Erkrankung auseinandersetzen wolltest. Ein bisschen Diagnose, ein bisschen operieren, ein bisschen bestrahlen - fertig. Und dann weiter wie vorher. Erfolgreich, fröhlich, unbeschwert. Mein zweiter Eindruck ist anders: Du hast viel über Dich nachgedacht - denn die Gedanken, die Du aufgeschrieben hast, sind nach meiner Meinung nicht erst nach Deiner letzten Untersuchung entstanden. Sie waren bestimmt schon vorher da.


    Der Titel dieses Threads ist "Besser spät als nie". Ja, da hast Du Recht. Jetzt ist einfach nochmal ganz viel in Dir aufgewirbelt worden, jetzt bist Du bereit, Dich diesen Gedanken bewusst zu stellen und jetzt möchtest Du vielleicht auch das eine oder andere verändern.


    Ich wünsche Dir sehr, dass Du es schaffst, ein bisschen vorsichtiger mit Deinem Seelchen umzugehen, ein bisschen langsamer zu laufen, ein bisschen weniger von Dir zu verlangen, Dich ein bisschen mehr zu erholen und vielleicht ein bisschen bewusster mit Dir selbst umzugehen.


    Wenn Dir unsere Erfahrungen dabei helfen können, dann freut mich das sehr! Man liest sich hier wieder :?: :)


    Viele liebe Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Antonia,
    auch von mir herzlich willkommen hier bei uns im Forum. Die Diagnose Krebs ist ein Schock! Dies zu verdrängen, oder zu versuchen aus unseren Gedanken zu verbannen funktioniert leider nicht. Es muß verarbeitet werden und das dauert einfach.
    Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch, Du wirst feststellen dass Deine Gefühle ganz normal sind!
    Viele Grüße
    Lisa

  • Liebe Antonia,


    auch ich möchte dich ganz herzlich hier im Forum bebgrüßen und freue mich das du den Weg hier her gefunden hast.
    Deine Zeilen kamen mir irgendwie bekannt vor, kaum das man sich einigermassen gut fühlt denkt man, man könnte sein früheres Leben zurückbekommen.
    Das das so leider nicht geht, habe ich auch Stück für Stück erst begreifen müssen.
    Man ist auch so hin und her gerissen, sich selber anzunehmen wie man jetzt ist, dann diesen ganzen Schockzustand zu verarbeiten und weitere Achterbahnen zu akzeptieren die unsere jetziges Leben für uns bereit hält.
    Wir sind zwar dünnhäutiger geworden aber nicht schwach, denn sonst hätten wir diese ganze schwere Zeit so prima absolviert.
    Schwach in dem Sinne sich anlehnen zu dürfen, Hilfe anzunehmen und auch weinen zu dürfen, sich verstanden zu fühlen ist für uns sehr wichtig und das alles findest du hier im Forum, worüber ich so dankbar bin.
    Für mich seit ihr ein Teil meiner Familie geworden.

  • Hallo Antonia,


    auch von mir noch ein herzliches Willkommen :)


    Ich freue mich auch, dass du dazu gekommen bist. Wie du merkst, gibt es hier alles: frisch erkrankt, mitten in der Therapie oder bereits "abgeschlossen".
    Und jeder davon ist wichtig. Hier geht es nie um, wem geht's schlimmer, wen hat es ärger getroffen. Das eigene Schicksal haut einen um und jeder muss seinen Weg darin finden. Und jeder Weg ist gleich wichtig. Ich bin außerdem fest davon überzeugt, dass dieses wunderbare Forum nur so gut funktioniert, eben weil es hier alle Situationen gibt. Der Erfahrungsaustausch hilft mir persönlich ungemein und ich hoffe, dass es dir auch so gehen wird :hug:


    Lieben Gruß!
    Sonja

  • Hallo Ihr Lieben,
    danke Euch sehr für das herzliche Willkommen von allen Seiten. Euer Feedback auf meine Zeilen gibt mir sehr viel.
    ich habe gestern hier noch geschmökert und mir oft gedacht: ohweh... ich lesen von Metastasen.. Schmerzen.. Chemo.. echte greifbare Probleme... alles das habe ich ja nicht mehr und doch fühle ich mich von Euch ganz lieb angenommen und aufgenommen.
    Ich finde es wirklich schön, dass hier jeder mit seinen aktuellen Problemen kommen darf und wirklich ernst genommen wird. Es stimmt schon, für mich sind meine Probleme heute vorhanden und fühlen sich manchmal garnicht klein an. Und nach vielen gedanklichen Anregungen (ja, liebe Flora, genaus so wollte ich das durchziehen - wunderbar formuliert) überlege ich mir ob ich mich nicht doch für eine Therapie anmelde. ich hatte in der Reha eine tolle Therapeutin, aber das waren nur wenige Stunden.
    Scheinbar kann ich mich nicht mit wildem Aktionismus von meinen inneren Lasten befreien sondern muss mich ernsthaft mit ihnen befassen.
    Dann lohnt es sich auch,die Wartezeit in Kauf zu nehmen. Ist halb so schlimm.. denn jetzt hab ich ja einen Platz an den ich kommen kann.


    viele liebe Grüße
    Antonia