Beiträge von Donauente

    Hallo ihr Lieben,


    ich dachte, ich melde mich endlich mal wieder... das habe ich eine ganze Weile nicht, weil es mir leider einfach ständig schlecht geht. Nach der ersten Chemo hatte ich eine gute Woche. Dachte ich. In Wirklichkeit war mein Körper schon am Rande des Zusammenbruchs... aber hab es nicht mal mehr gemerkt. An einem Tag ein bisschen Halsweh, dann leichtes Fieber und bäm - auf einmal Leukos bei 200 unten, stationäre Aufnahme, Umkehrisolation, Antibiose, Allergische Reaktion etc..

    Kein Spaß sowas, während Corona in einem vollen KH aber gleich zweimal nicht. Ah und der Haarausfall ging in der Woche so radikal los, dass am Ende der Woche kaum noch was übrig war.


    Irgendwie wurde ich dann aber wieder hochgepäppelt, so dass die zweite EC stattfinden konnte. Das war vor guten zwei Wochen und seitdem isses einfach furchtbar. Eine Woche Übelkeit. Die ist jetzt vorbei, dafür ständig Kopfschmerzen. Die Leukos waren bei der ersten Kontrolle wieder so im Keller, dass ich das Haus nicht mehr verlassen durfte. Gut, das geht wegen Corona eh kaum, aber zB Physiotherapie durfte ich auch nicht mehr machen.


    Montag in einer Woche steht jetzt die dritte Chemo an. Die Leukos haben sich dank einer Spritze L***ex zwar stabilisiert, aber ich bin einfach ko.. und frustriert.

    Ich bin mit so viel Kampfgeist an die Sache rangegangen, aber egal wie hoffnungsvoll und positiv ich bin - und das ist eigentlich nicht meine Grundnatur und dennoch schaffe ich das derzeit recht oft - .... am Ende kommt wieder eine neue Hiobsbotschaft.

    Nachdem der Krankenhausaufenthalt natürlich ungeplant kam, hat das meine Arbeitsplanung auch völlig über den Haufen geworfen und ich versuche diese Woche jetzt die ganze Zeit schon aufzuholen, was liegen geblieben ist, aber ich bin einfach viel langsamer als früher...


    So. Genug Gejammer.

    Hilft ja alles nichts.

    Ich hatte nur im Vorfeld von so vielen positiven Berichten gehört, von Frauen, die echt gut mit der Chemo klar kommen... da hatte ich einfach gehofft, eine von ihnen zu sein. Zumal ich ja noch verhältnismäßig jung bin. Aber... ist nicht so.


    Erschöpfte Grüße und alles Liebe.

    Mundwinkel innen oder außen? Vermutlich innen, weil die Schleimhäute durch die Chmeo ja so angegriffen werden. Sollte es innen sein, würde ich mir (wenn ich sitze) eine kleine Schale mit Öl hinstellen und alle paar Minuten etwas vom Finger darauf verteilen.

    nee, aussen. Dachte mit Creme müsst es weggehen, aber leider nicht...

    Entzündete Mundwinkel nach Chemo

    Hallo, ich bin - seit die Übelkeit rum ist - nach der ersten Chemo noch halbwegs NW frei. Seit drei Tagen hat sich allerdings ein Mundwinkel entzündet und auch mit ständigem Cremen mit einer Panthenol-Salbe wird’s nicht besser.

    Habt ihr Tipps?

    Liebe Grüße und schönen 1. Advent.

    Hallo Ihr Lieben,

    Die zweite Woche nach der Chemo war richtig gut. Hab gearbeitet und viel „unternommen“ - also zwar komplett allein oder mit meinem Freund und in der Wohnung... also was bei Corona halt so geht.
    Psychisch belastend war die Sorge vorm Haarausfall und eines Tages dachte ich plötzlich: das muss ab! Meine super liebe Friseurin hat dann ganz kurzfristig nen Frühtermin für mich gemacht und mir einen Pixie geschnitten... und das für mich völlig überraschende - das sieht gut aus! 😅 meine Freunde meinten, das hätt ich schon vor Jahren machen sollen. So kann’s gehen ☺️

    Nee leider nicht :-/

    Schlimmste Übelkeit - haben am Abend sogar kurz überlegt, ob wir in die Notaufnahme müssen.
    gestern nur geschlafen und extrem schlapp.
    Ich Versuch irgendwie dagegen zu kämpfen, aber mein Kreislauf ist so sensibel, dass nicht viel möglich ist...

    Tut echt gut zu hören, dass viele von euch die Erfahrung gemacht haben, dass es besser wird.

    Gestern hab ich ein paar Stunden gegen die Müdigkeit gekämpft, bis mein Freund irgendwann meinte, ich soll’s doch einfach mal mit schlafen versuchen 😉

    Klingt vielleicht komisch, aber ich hab ja so oft gelesen, man muss versuchen aktiv zu sein und so... aber tatsächlich bin ich um 17 Uhr ins Bett und hab mit kleinen Unterbrechungen bis 7 Uhr am nächsten Morgen geschlafen.


    Essen fällt mir schwer. Nicht nur wegen des metallischen Geschmacks im Mund, sondern auch weil sich mein Magen wie zugeschnürt anfühlt. Dafür - mal was positives- hab ich total viel Durst und komme bestimmt auf die empfohlene Trinkmenge.


    Mein Kopf ist halt gerade wie in Warte gepackt und mein Kreislauf super sensibel... ich glaub, dass ich mich vor allem deswegen so schwach fühle.

    Ich hoffe ich Jammer euch nicht Zuviel rum hier 🤭:hot::hot:

    Moni13 - ich hab auch am Morgen Tabletten bekommen und schon auch währenddessen was gegen Übelkeit. Aber leider hat das alles offenbar nicht gereicht.
    An der Stelle müssen die auf jeden Fall nachjustieren, was die Medikamentation angeht.


    Danke für eure aufmunternden Worte.
    Ich hab mich versucht so einzustellen geistig, dass das erste mal nicht schlimm wird... aber hat einfach nicht sollen sein.

    Hey ihr,

    Ich will niemandem Angst, die es noch vor sich hat, aber leider ging’s bei mir gestern massiv bergab. Bis so ne halbe Stunde vor Ende der Chemo war alles gut. Dann plötzlich starker Kopfschmerz und meine ganze Kopf und Gesichtshaut wie von Nadelstichen überzogen. Hab dann ein Antihistamin bekommen, weil das wohl ne allergische Reaktion war.
    Danach konnte ich heim. Dort ging’s mir erstmal total gut. Nur müde halt. So nach zwei/drei Stunden kam dann die Übelkeit. Mit dem vollen Programm: Kreislaufchaos, Panik, Erbrechenversuchen (ging nicht). Hab dann ne Vo**x Infusion bekommen. Ohne Geistes Ergebnis. So ab Mitternacht konnt ich dann endlich schlafen.


    Bin echt am Boden. Es hieß Übelkeit sei heute gut behandelbar und dass die bei der ersten Chemo eh noch nicht wahrscheinlich sei. :-(((


    Ich weiß gerade nicht, wie’s weitergehen soll und wie ich das Ganze überstehen soll...

    Hey ihr,

    bisher gehts mir gut.... hänge noch so ne halbe Stunde am Tropf.
    ich hab mir für heute eine ruhige Ecke gesucht und zum Glück ging das und ich kann allein im Raum sein. Vielleicht mag ich beim nächsten mal Gesellschaft, aber diesmal wollt ich Ruhe. Hab auch Kopfhörer auf, weils in den anderen Zimmern doch ziemlich zugeht.


    Ich hab mir eure Ratschläge zu Herzen genommen und trinke viel. Bin also quasi nur auf dem Weg zur Toilette ^^

    Das Mittagessen - das natürlich schon um halb zwölf kam - hab ich ausgelassen. Das war ungenießbar und das heißt bei Salat was 8o


    Danke für eure Gedanken 🤗

    Guten Morgen,

    in der Früh ist mein Ohrring in den Abfluss gefallen und in der Chemostation ist das Wlan off.
    mich finde damit ist genug schief gegangen und meine erste Chemo, die so in ner Stunde anfängt, muss ja gut laufen, oder?


    Liebe Grüße von der Front...

    Ich glaube, ich muss schon wieder shoppen... ;-)

    Nee, Scherz. Danke für eure Tipps.


    Ich tendiere dazu mich morgen eher normal anzuziehen, was bei mir eher formell/chic heißt. Mir ist klar, dass das dort jedem total egal ist und dass das nach außen hin vielleicht komisch wirkt. Aber für mich ist das so ein bisschen wie ein Panzer. Wenn ich draußen zu leger angezogen bin, dann fühl ich mich irgendwie schwach.

    Für mich ist es ein bisschen sowas wie: Wenn ich normal aussehe, dann kann ich dem Mist eher mit Kraft entgegen treten. Deshalb kanns sein, dass ich das erste mal overdressed bin, aber... ich mein... wenn's mir hilft, isses doch ok, oder?

    Eine Decke wurde mir auch empfohlen und so Hausschuhsocken. Die Ärztin meinte, dass es evtl angenehm ist, nicht in den Schuhen die ganze Zeit zu sein... weiß ich noch nicht so richtig... ich nehme mal mit.

    Loraine

    Das mit dem nur Klarlack hab ich auch gehört. Meine Onkologen hat mir aber ganz bewusst zu Farbe geraten.

    Hab mir jetzt im Internet einen Silicium-Unterlack gekauft und oben drüber kommt mein ganz normaler Lack.


    Eine Bekannte, die das alles gerade hinter sich hat, hat sich (noch vor Corona) Kunstnägel machen lassen und die immer knallrot anlackiert. Hat ihr emotional geholfen. Mir wären Kunstnägel zu riskant, da das Nagelbett verletzt werden kann.

    Aber für Farbe - und va auch für ganz gängige Lacke, also nix spezielles oder teures, hab ich das Go.

    Keine Sorge, ich bin jetzt nicht durchgedreht und habe eine Modefrage.

    Wobei eigentlich schon ;-)


    Morgen habe ich meine erste Chemo.

    Ich hab tausend Ängste und Sorgen, aber darum gehts mir grad nicht.

    Ich hab eine super banale Frage, die mir zu peinlich war, um sie im KKH zu stellen :read:


    Was zieh ich da an? Damit meine ich: wie ist das mit dem Port? Muss der die ganze Zeit offen liegen?

    Ich bin recht verfroren und kann mir nicht so ganz vorstellen, da halbnackt (naja, ok, Schulter und obere Brust) zu sitzen.


    Die Ärztin meinte, ich solle was bequemes anziehen. Meine bequemen Pullis sind aber halt alle eher hochgeschnitten.

    Klar, ich kann nen Cardigan anziehen, werd ich wahrscheinlich auch, aber auch ein T-shirt oder Langarm-shirt geht ja über den Bereich drüber...


    Wie macht ihr das?

    Hallo ihr Lieben,


    danke fürs Drandenken und Nachfragen :-)


    Am Dienstag war die Portlegung. Chirurgisch alles gut, aber drumherum lief viel schief...

    Der Zugang für die Sedierung wurde schlecht gelegt (In die Hand, obwohl ich das nicht wollte und Armbeuge gar nicht erst versucht wurde..) und weil ich aber nicht so wirklich ernst genommen wurde ("Hmm, tschuldigung die Infusion läuft nicht und die Nadel fühlt sich nicht gut an.), fing mein Arm dann beim Propofol wie Hölle an zu brennen. Ich hab dann wohl geschrien und mir wurde eine Vollnarkose reingeballert...

    War nicht so toll.


    Hab mich inzwischen mit den Verantwortlichen unterhalten und meine Position (Ich Jammer nicht einfach rum, nehmt mich ernst, wenn ich sag ich hab Schmerzen) klar gemacht. Ist für mich jetzt soweit erledigt das Thema... hat mich halt verunsichert, weil ich sofort dachte: was, wenn bei der Chemo was schief läuft, krieg ich dann auch zu hören "Bei den anderen wars kein Problem" oder "ist eine belastende Situation, hm?" (Ja, isses, das hat aber nix mit nem brennenden Arm zu tun...)


    Naja... shit happens.


    LG Judith

    Shiva_001 genau das ist eben auch meine Befürchtung: dass es noch schwerer wird zurück zu kehren, wenn ich so lange raus bin. Und damit mein ich gar nicht in erster Linie arbeitsrechtlich sondern vom Kopf her.


    Ich habe zwei Teilzeitstellen. Das war ne Bewusste Entscheidung nach einem extrem ausbeuterischen 60-Stunden Job vorher, in dem ich viele sehr negative Erfahrungen machen musste (Mobbing - hab mich dann auch juristisch beraten lassen... hätte nie gedacht, dass ich mal in so ne Situation komme). An sich war angedacht durch die Teilzeitlösung mehr Zeit für mich und für freie Projekte zu haben. Aber das haben Corona und die Krebsdiagnose erstmal auf Eis gelegt.

    Caro_caro Finanziell bedeutet das Krankengeld natürlich auch ne Einschränkung. Aber eine, die ich notfalls stemmen kann.

    Bumblebee Wie du das beschreibst - das klingt total nachvollziehbar. Ich hab Momente da denk ich genauso. es muss doch jetzt mal um mich gehen! Oder auch: was muss denn noch passieren, damit ich mal meine Gesundheit in den Mittelpunkt stelle?!

    Und dann wieder schlägt das Pendel in die andere Richtung und ich denk mir: nein, ich will mich von diesem Krebs nicht so tyrannisieren lassen, dass er mein ganzes Leben ändert und will um jeden Zentimeter des Bisherigen kämpfen.
    Wahrscheinlich liegt mein Weg irgendwo zwischen diesen Extremen. Aber mir fällt es sehr schwer, das gerade nicht schwarz-weiß zu sehen.

    Caro_caro Ich glaub ich schwanke beständig zwischen über- und unterschätzen. Klar ist jede Krankheit bei jedem anders, aber das Thema NW und Chemo scheint besonders individuell zu sein. Egal wen ich frage: jede/r hat das anders erlebt. Neulich habe ich eine Frau kennengelernt mit problematischerem BK Befund als meinem. Sie hat das Ganze seit zwei Jahren hinter sich und sie hat voll durchgearbeitet und gesagt, sie fand die NW bei ihr relativ mild. Andere wiederum sieht über Monate extrem krank...

    Deshalb weiß ich gerade halt überhaupt nicht, was kommt. Vom Typ her bin ich so, dass ich mich auf Probleme/Herausforderungen so gut wie möglich vorbereiten will. Das hilft gegen meine Angst. Aber genau das klappt im Falle der anstehenden Chemo irgendwie nicht. Das frustriert und verunsichert mich gerade sehr :-(


    Hase Ich versteh das mit dem In-sich-hineinhören und Leben-ändern sehr gut. Ich war Anfang des Jahres kurz vorm burnout. Immer wieder krank geschrieben und habe dann mit Hilfe eines Therapeuten daran gearbeitet vieles in meinem Leben zu ändern. Damit war ich gerade fertig bzw. Es hätte gerade so richtig mit den neuen Leben (neuer Job, andere Stadt, neue Liebe) losgehen sollen, als die Diagnose kam... ich hatte quasi keine Zeit mit dem, was ich mir erkämpft hatte zu starten, als der Hammer da auf mich fiel. Deshalb klammere ich mich jetzt sehr an das was gerade so da ist - ohne genau zu wissen, wie das eigentlich ist. Soll heißen: ich kämpfe darum in den beiden Jobs zu bleiben - ohne dass ich in denen schon so richtig gearbeitet hab. Mir fehlen da noch total die Routinen...