Beiträge von Claudi209

    Hallo Zusammen, erstmal sorry dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Mir ist das mit dem Forum mittlerweile zu viel, hab aber nicht bedacht dass es hier so viele nette Frauen gibt die an mich denken, daher will ich euch mal Updaten. Vorab: Wenn sich jemand ernsthaft Sorgen um mich macht dann schreibt doch eine PN, dann bekomme ich eine email und natürlich versuche ich dann sobald als möglich darauf einzugehen.


    Wir haben mittlerweile die vierte Therapie abgebrochen, da auch diese nicht von Erfolg gekrönt war. Es kam noch eine Lebermetastase dazu die unter dieser Chemo gewachsen ist. Meine Onkologin sieht mich momentan nicht in der Verfassung dass wir es nochmal angehen sollten mit noch einer Therapie die mich dann ja auch zusehends schwächt.


    Zur Zeit befinde ich mich wieder auf Palliativstation und werde darauf vorbereitet nachhause zu gehen. Wir sind darüber noch sehr unsicher da das auch Ängste mit sich bringt, vor allem bei meinem Mann. Ich leide sobald ich aufstehe oder mir Socken anziehe unter akuter Luftnot und das ist so richtig ätzend. Ich hoffe dass wir das bis zum entlasstermin noch irgendwie besser in den Griff bekommen.


    Mein Wunsch heimzugehen ist darin begründet dass wir die beiden Katzen haben, die ich sehr vermisse. Nun hat die Ärztin mit dem einen Hospiz gesprochen und die würden sich darauf einlassen dass die Katzen mit einziehen. Und schon haben wir wieder was zum grübeln. Aus medizinischer Sicht wär der direkte Einzug ins Hospiz die beste Variante. Mein Mann würde sich beurlauben lassen und somit das mit den Katzen mittragen, damit wär ich erstmal nicht allein denn man muss ja aufpassen dass sie nicht abhauen. Auch nicht einfach, aber vermutlich das kleinere Übel als alles andere.


    Niemals hätte ich gedacht dass sich mein „gut heilbarer Krebs“ so entwickelt. Es ist schrecklich und es gibt keine einfach Lösung die jeden glücklich macht. Allerdings sagt die Ärztin, es ist wichtig dass ich jetzt ausschließlich an mich denke und wenn mein Mann mit der Pflege zuhause unglücklich ist ist das für mich auch belastend. Ich verstehe ihn so gut, er war einmal bei einer wirklich schlimmen Luftnot dabei, das hat ihm furchtbar zugesetzt.


    Nunja, jetzt habt ihr sogar die allerfrischesten Neuigkeiten. Wie gesagt bei ernsthaftem Interesse bitte PN. Ansonsten wird auch im Falle das es vorbei ist dafür gesorgt dass ihr es erfahrt. Wünsche euch alles Gute!

    Ihr Lieben, ich möchte mich herzlich für all Eure netten Worte und Wünsche bedanken, man kann es wirklich mehr gebrauchen als man selbst sich eingestehen will.


    Ja, wir haben ein Hotelzimmer. Es gibt ja auch die Möglichkeit vielleicht nur die (freie und vermutlich sehr unterhaltsame) Trauung anzuschauen und dann sich zurückzuziehen. Der Tag hat noch eine unangenehme Seite, die es mir schwer macht, da wir den Sohn aus erster Ehe nach fast 20 Jahren wiedersehen werden. Das ist für meinen Mann und mich nicht besonders einfach und ich will ihn nicht im Stich lassen. Also naja, schauen wir mal was die Haare machen, Kleid hab ich gestern zur Schneiderin gegeben, dafür ist also gesorgt ;-)

    Ich bin auf der Palliativstation meines Krankenhauses wo auch das BZ angebunden ist dank meiner Radiologin - bei der vor Schmerzen mehr oder weniger zusammengebrochen bin - in eine Schmerztherapie gekommen und nehme nun Morphium plus diverse andere abgestimmte Medikamente, die auch für wirklich sehr guten Schlaf sorgen, was derzeit immens wichtig fürs Immunsystem ist. Das klappt mittlerweile gut. Ich lag noch zwei mal auf der Station, weil ich zuhause Schwierigkeiten hatte, aber das hat sich jetzt eingespielt. Muß zwar jede Menge Tabletten nehmen, was ich an sich zutiefst verabscheue, aber diese Schmerzen waren in der Tat unerträglich und ich kann echt was aushalten. Problem ist, daß jetzt die Schmerzen wieder stärker werden, da ja die Meta nicht mehr bestrahlt wird. Ich hoffe nicht, daß hier eine Dosisanpassung erfolgen muß, mir reicht es eigentlich so schon. Bin mittlerweile wieder klar im Kopf, am Anfang hatte ich regelrechte Wortfindungsstörungen.


    Naja, es wäre mir schon lieb, wenn die Metas auch etwas zurückgehen würden, da sie schon recht groß und sogar tastbar sind. Aber naja, einfach noch ein paar Jahre mit guter Lebensqualität würden mir mittlerweile ja schon reichen, gerade wenn man gefühlt weit weniger im Aussicht hat.

    Debo30, danke für Deine Worte, sie sind sehr aufbauend.

    Man kann ja nur immer eine Therapielinie verfolgen. Aufgrund der BRCA2-Mutation hat man sich nun nach langer Diskussion im Tumorboard erstmal für diese Komi Carbo und Gemcitabin entschieden. Tablettenchemo hat sie mir gesagt nachdem ich nach den weiteren Optionen gefragt habe die mir noch bleiben. Also eins nach dem anderen. Es ist gut zu wissen, daß es da noch weitergehen könnte, wenn das jetzt nicht wirkt. Also Ende ist auf jeden Fall noch nicht, aber es muß halt einfach mal jetzt irgendwas wirken. Wenn die Zwerchfellmetastase weitermacht, dann geh ich irgendwann vor Schmerzen ein. Naja mehr als abwarten kann ich ja derzeit nicht.

    Liebe Claudi209 , gerade bin ich über deine Begründung gestolpert, doch nichts schreiben zu wollen. Ich sehe es nämlich genau anders rum. Gerade weil ich metastasiert bin, überlege ich nun doch, etwas zu schreiben. Ich finde es nämlich ziemlich frustrierend, wenn es, gerade im Zusammenhang mit Brustkrebs, nur um die frühe Erkrankung geht. Denn es gibt ja nunmal leider Frauen mit einer metastasierten Erkrankung. Und ich finde es wichtig, dass diese Frauen auch vorkommen in dem Buch. Auch wenn das dann keine „es war ein hartes Jahr, aber jetzt ist alles super“-Geschichte wird (und mal ehrlich: so scheint es ja auch im frühen Stadium sehr häufig nicht zu sein). Jedenfalls denke ich nun darüber nach, in welcher Form ich das Thema der Metastasierung aufgreifen könnte. „Meine Geschichte“ ist ja noch eher kurz.

    Ja klar den Sinn dahinter verstehe ich auch. Aber wenn man vor ein paar Tagen gesagt bekommen hat, wenn das jetzt nicht anschlägt reden wir von Monaten sehe ich mich alles andere als im Anfangsstadium. Ich muß für mich selbst rausfinden, ob ich die Kraft für sowas habe, aus dieser Situation noch Mut für andere zu haben wenn ich selbst kaum welchen aufbringe.

    Prim72 Na da durftest du ja auch schon einiges Male hoffnungslos zusammenbrechen...es ist natürlich gut, daß es als noch Optionen gibt. Aber daß mal was wirklich nachhaltig wirkt... naja. Bin gespannt, aber irgendwie nicht so positiv. Aber woher soll man das auch ständig nehmen, man ist ja auch nur ein


    Grisu: Ach schade, wär irgendwie nett gewesen im gleichen BZ zu sein, bin selbst im M.-KH und fühle mich gut aufgehoben.

    charlotte2020: Schieben ist keine Option, ich hab ja schon ein halbes Jahr verloren mit Therapien die nichts brachten und es ungestüm in mir wüten konnte. Klar möchte ich an der Hochzeit teilnehmen, aber ich glaube auch ihnen ist es lieber alles in meine Gesundheit zu stecken was geht. Mir geht es ja auch eher darum, ob ich den Tag so durchstehen kann, auch gefühlsmäßig, es hängt etwas mehr dran, was jetzt hier nicht hergehört. Familiäre Geschichte, die an dem Tag sicher aufgewühlt werden wird. Bin stark, aber man muß es auch abkönnen. Ein Kleid hab ich bereits, das lasse ich morgen ändern, also hab ich diese Ausrede schon mal nicht. Aber für alle Beteiliigten steht dennoch meine Behandlung im Vordergrund vor einer Feier.


    Prim72  Grisu Das hört sich ja gut an, aber ist dies Eure erste Therapielinie oder haben bei Euch vorher auch schon andere versagt? Frisur warte ich einfach ab, ich kann es ja eh nicht ändern. Hab mir halt grad nach der letzten Glatze alles recht annehmbar gemacht und nun gehts wieder los. Es ist bitter, trotzdem. Einfach weil "schon wieder".


    Wo bist Du in Behandlung Grisu da Du im Rhein-Main-Gebiet wohnst erlaube iich mir die Nachfrage

    SaDe: Ja, Reha habe ich direkt wieder abgesagt, sie war ja erneut für den 20.4. geplant, ebenso die brustangleichende OP, was mich wirklich am meisten ärgert, daß ich nicht diese Baustelle wenigstens aufräumen kann. Die OP wäre jetzt für den 15.3. vorgesehen. Schon Scheisse.


    Meinem Mann geht es schlecht, ich möchte auch die Rollen nicht tauschen. Er ist uneingeschränkt für mich da. Je nachdem was jetzt dann beim nächsten CT rauskommt fassen wir sogar eine Beurlaubung ins Auge, damit wir noch ein wenig "leben" können. Muß man alles mit Vorsicht genießen, denn das wäre sehr egoistisch von mir. Er ist derjenige der mich mal vermissen muß. Das tut mir zusätzlich ziemlich zusetzen, denn das hat er wirklich nicht verdient. Wenn ich lese und höre was manche für dappige Partner haben.... ich hab so ein Glück und der Arme muß derart viel mitmachen. Das alles ist sehr unfair, muß ich schon sagen.

    Ich war ja Feuer und Flamme, aber da war ich noch in einer nicht metastasierten Situation.

    Natürlich verstehe ich den Hintergrund, daß man auch in so einer Situation ja einen Umgang damit finden muß, aber wenn man selbst gefühlt dem Tod ins Auge schaut, da fehlen selbst mir die Worte etwas mutmachendes zu finden außer "mach halt weiter so bis es nicht mehr geht". Mehr fällt mir derzeit nicht mehr ein.


    Wenn ich sonstwie im Projekt unterstützen kann bin ich dabei, das hab ich Dir ja schon gesagt, aber einen Schriftbeitrag schaffe ich nicht zu leisten, zumindest nicht in dem Sinn wie erhofft.

    So, es wird mal wieder Zeit die weiteren negativen Nachrichten von mir zu berichten... ob es jemals mal wieder was positives gibt steht in den Sternen.


    Mittlerweile steht auch fest, daß die Therapie mit Olaparib für'n Allerwertesten ist, mein Krebs ist sehr viel stärker als gedacht und scheinbar resistent gegen alles was auf ihn schießt. Progress überall im Körper, neu hinzugekommen sind sogar von außen tastbare Metas in der Schilddrüse HURRA!! Noch was neues. Ja, so allmählich geht selbst mir Optimist das optimistisch sein aus, da es schlichteweg nichts bringt.


    Gestern haben wir nun mit der neuen Therapie gestartet: Chemo Carboplatin und Gemcitabin alle drei Wochen. D.h. nun wieder drei Monate ängstliches Abwarten um dann wieder eine miese Nachricht zu bekommen. An was anderes kann ich derzeit nicht glauben, redet mir das bitte auch nicht ein. Ich bin ein grundoptmistischer Mensch, aber nach drei gescheiterten Therapien (ich zähle die Pacli dazu) ist das alles nicht mehr so easy going wie es mal war. Die Haare werden wohl auch wieder gehen... schön. Tut schon weh, geb ich ehrlich zu. Trotz dass ich es schonmal erlebt habe sind es alles andere als "nur" Haare, zumal nächsten Monat die Hochzeit meiner Tochter ansteht. Da will man das einfach nicht. Punkt.


    Ich hab das große Glück eine wirklich tolle Onkologin zu haben, die mich gestern sogar herzlich und lange umarmt hat und das in der heutigen Zeit!! Klar, ich hätte lieber schlechte Ärzte und bessere Aussichten, aber das tut schon unfassbar gut. Sie hat mir auch eine Zweitmeinung von Heidelberg wärmstens ans Herz gelegt und mir gestern alle dafür nötigen Unterlagen zusammengestellt. Das tut einfach gut, so jemand im Hintergrund zu haben.


    Witzigerweise sind meine Organe trotz Metabefall völlig in Ordnung und die Blutwerte nahezu perfekt. Man würde nicht auf diesen Wahnsinnskrieg kommen, der in mir tobt, hätte man nur diese Werte zur Verfügung. Schon sehr skurril.

    Busenwunder  Trine  Fraubaer und allen, die an mich denken, ich momentan einfach ein wenig müde vom Forum, von all dem hier und kann mich gar nicht mehr so austauschen. Ich werde mich nicht abmelden, dafür ist es mir dann doch zu wichtig, aber es frißt viel Zeit wenn man sich intensiv beschäfitgt. Und meine Krankheit beschäftigt mich genug.


    War jetzt im Januar noch zwei mal auf Palliativ, weil es daheim immer schlimmer wurde mir nix essen, Schmerzen, Erbrechen. Seit vorgestern bin ich nun wieder zuhause und hoffe daß diese Versuch klappt und ich einfach mal "nur" krank sein kann ohne große Abweichungen von der Norm.


    Wenn alles läuft wie ich es mir vorstelle, werde ich am 15.02. dann operiert, die gesunde BRust wird verkleinert aber die Brustdrüse nicht entfernt, das ist meine persönliche Entscheidung. Ob sie sinnvoll ist wird sich dann wohl rausstellen. Aber ich bin der Meinung, der Krebs macht eh was er will und der findet seinen Weg. Sieht man ja an mir, von ehemals sehr gut heilbar zu unheilbar in wenigen Monaten. Naja. Daher glaub ich an keinerlei Prognose, will es auch gar nicht wissen sondern lebe jeden Tag so wie ich es kann. Mal mehr mal weniger schön, allerdings hoffe ich, daß nun die schöneren Tage wieder zunehmen.

    Hallo Zusammen,


    eine kurze Meldung von mir, heute bin ich aus dem KH entlassen worden. Schmerzen sind gut eingestellt mit entsprechenden Medis, für Schlaf ist auch gesorgt mit entsprechenden Medis, also alles in allem ganz gut. Ein ambulantes Palliativteam wird mich die nächsten Wochen betreuen. Ich hoffe sehr, daß ich aus dieser Medikamenten-Situation wieder rauskomme, ich möchte so nicht den Rest meines Lebens verbringen. Aber für den Moment ist das gut. Drei Wochen Palliativ waren dann auch genug, ich genieße jetzt noch die restliche Vorweihnachtszeit mit meinen Liebsten :-)

    Hallo Zusammen, die Schmerzen in der Seite wurden und wurden nicht besser. Ich hab nachts auf der Couch „geschlafen“. Habe vor Schmerzen geweint und war echt am Rande eines Zusammenbruchs.


    Donnerstag hatte ich Besprechung wegen der Bestrahlung und die Ärztin, Chefin der Radiologie, erklärte mir dass Montag Planungs-CT erfolgt und dann den Montag drauf vier Wochen Bestrahlung folgen. Ich bin in Tränen ausgebrochen…. Noch soooo lang…. Diese weinende Häufchen Elend bin nicht ich, aber grad kommt das einfach unaufhaltsam.


    Nun, sie erklärte mir, dass ich mir auch vom HA Morphinpflaster geben lassen kann. Sagfe aber dass sie versteht, dass man gar nicht mehr weiss wo man hingehen soll, BZ, FA, HA…. Ein durcheinander


    Daher meinte sie, dass es ja im Haus eine Palliativstation gibt, die meine Schmerzen einstellen können mit entsprechend Medikamenten und ja dies auch wàhrend den Bestrahlungen begleitet sofern nötig. Allerdings könne corona einen Strich durch die Rechnung machen, da auch die Betten hergeben mussten. Da nahm sie das Telefon in die Hand und organisierte mir einen Platz. Sagte dann zu mir, ich solle jetzt heimfahren und für eine Woche packen und wieder herkommen.


    Nun bin ich seit Donnerstag auf der Palliativstation, hänge derzeit an der Morphiumpumpe, bekomme zusätzlich noch Schmerzmittel und die Schmerzen sind fast weg. Hab jetzt noch das Problem dass ich seit einigen Tagen nicht auf Toilette war. Nix hilft im Moment, nicht mal ein Einlauf. Aber da gibt es noch Möglichkeiten.


    Ich fühle mich hier bestens aufgehoben, die sind alle supernett. Als ich gestern morgen aufgewacht bin und festgestellt habe, dass ich 6 Stunden durchgeschlafen habe war ich das erste mal seit langer Zeit einfach nur glücklich.


    Marie Louise : Ich hab dich nicht vergessen, ich antworte dir noch 😊

    Ihr lieben Alle, vielen Dank an jede einzelne für die lieben Worte, es tut gut. Und ja, es ist schwer, was dazu zu sagen, weil es einfach ein riesengroßer Mist ist. Aber, wie die meisten ja wissen, bin ich ja schon recht hart im Nehmen und nach dem Gespräch heute sehe ich wieder nach vorne. Zwar sitzt da das Teufelchen auf meiner Schulter, das mich nicht mehr ganz so optimistisch alles nehmen läßt wie die ganze Zeit, aber ich versuche es weitestgehend zu ignorieren. Dabei helft Ihr mir und meine Cancer Sisters, die wie eine Eins hinter mir stehen, das gibt unglaublich viel Kraft. Und auch mein Mann, den das ganze ja selbst mit am meisten betrifft, ist einfach klasse.


    Nun zum Gespräch bevor ich mich ins Heulen schreibe: Es war eine sehr gutes Gespräch und ich werde ab sofort mit Olaparib behandelt. mein Gefühl sagt mir, das passt irgendwie viel besser zu meinem Krebs. Ich hab ja nur so laschi hormonsensibel, was aber eigentlich erstmal egal war, weil sobald ein Rezeptor positiv ist macht man ja auch AHT und das Abemaciclib wirkt im Zusammenspiel... normalerweise mit sehr gutem Erfolg nur halt leider bei mir nicht.


    Das Gute ist, ab sofort keine AHT mehr (kein Anastrozol, keine GnRH-Analoga), was mich hoffen läßt mal wieder ein normales Temperaturempfinden zu bekommen. Ich weiß ja derzeit gar nicht mehr wie ich die Heizung zuhause einstellen soll, mal schwitz ich, Fenster auf, mal frier ich, Decke dazu. Von nachts ganz zu schweigen, aber Ihr kennt das ja...


    Die Stelle in der Niere so O-Ton meine Onkologin: Was soll es sonst sein als eine Meta?

    Die wird nicht weiter analysiert, da man jetzt zu viel Zeit verlieren würde für etwas das eigentlich schon klar ist, wenn man biopsiert und untersucht. Wenn Olaparib wirkt, so wirkt es auch da.


    Sie hat mir ein Schmerzmittel aufgeschrieben, davon erhoffe ich mir Linderung. Das kann (soll) ich zusammen mit IBU nehmen, da die Kombination wohl sehr gut ist. Allerdings lass ich IBU grad mal weg, da ich letzte Nacht starke Krämpfe hatte und davon ausgehe, daß es von den Schmerzmitteln kommt.


    DIe Zwerchfellmeta, die die Schmerzen verursacht, wird bestrahlt. Dazu hab ich bereits nächsten Donnerstag Besprechungstermin (in der Strahlentherapie waren sie ganz entsetzt, daß ich schon wieder da bin) und hoffe, daß es recht bald los geht und dann sollten die Schmerzen ja auch Geschichte sein. Sie war sehr optimistisch, daß das gut wirksam ist.


    Desweiteren wurde mein Rehaantrag, die AHB konnte ich ja nicht antreten, verlängert und Scheidegg hat mich angerufen heute und nach meinen Wünschen gefragt und so Gott oder wer auch immer will, werde ich am 20.4. dann endlich zu Reha fahren. Bis dahin weiß ich auch ob das Medikament wirkt, am 3.3. hab ich hierzu Termin. Es heißt halt wieder warten... aber das wissen wir ja leider alle, es ist zermürbend.


    Nächste Woche habe ich noch Beratungsgespräch in der Genetik. Eigentlich will ich mir am 8.12. die Brust angleichen lassen, je nachdem wie die Beratung ausfällt wird daraus eine Nipple Sparing Mastektomie der gesunden Brust, wo direkt die Brust wieder aufgebaut wird mit Silikon. Wollte ich nie, aber ich werde tun was mir geraten wird. Ich hoffe sehr, daß dadurch daß ich nun so behandelt werde, die Beratung hier eher Richtung Angleichung erfolgt, was ein wesentlich einfacherer Eingriff wäre. Aber ob die OP stattfinden kann liegt nun an der Bestrahlung, die Vorrang hat logischerweise und natürlich an Corona...


    Also alles in allem war das heute ein gutes Gespräch, die Ärztin sagte zu mir, daß sie das quasi am Computer die letzten Tage mitverfolgt hat und der Meinung ist, daß ich jetzt endlich mal gute Nachrichten bekommen müsse. Da mußte ich direkt weinen, und ich bin weiß Gott nicht nah am Wasser gebaut.

    So, es gibt mal wieder neues beschissenes zu berichten... letzten Mittwoch habe ich abends Blut gehustet und dachte, das sollte ich dann doch mal prüfen lassen. Donnerstag hatte ich ohnehin einen Termin im KH wegen der Brustangleichungs-OP (die evtl. zur Mastektomie wird) und bin danach in die NA, dachte mir das ist der beste und direkteste Weg. Da ich ja seit Juni auch die bisher ungeklärten Schmerzen in der Seite habe dachte ich, dann kann ich das gleich mitschauen lassen, da die Schmerzen tatsächlich schlimmer werden und ich mittlerweile mind. 1 IBU am Tag nehme, was ja auf die Dauer auch nicht besonders gut ist. Aber ich wollte tapfer sein und bis zur ersten Kontrolle mit einem weiteren Vorgehen warten.


    Nun wurde Ultraschall, EKG, CT gemacht und ich wurde direkt dabehalten, damit Freitag eine neue Bronchoskopie gemacht werden kann. Schön. mal so spontan ins KH zu müssen. Mein Mann hat mir dann an der Pforte die nötigsten Sachen vorbeigebracht. Naja, Freitag Bronchoskpie, da hatte ich keine Angst vor, war beim letzten Mal inklusive Gewebeprobe wirklich easy trotz Vollnarkose. Aber, wie sich ja im letzten Jahr herauskristallisiert hat, je lockerer ich bin desto schlimmer wirds. Am Freitag hat mein Mann mir dann noch ein paar Sachen, die er in seiner Aufregung vergessen hat, vorbeigebracht und ich dachte schon, irgendwie fällt mir das Laufen schwer (mußten uns ja wieder corona sei dank vor der Tür treffen).


    Nunja, die nächsten beiden Tagen waren dann die absolute Hölle, ich konnte mich nicht bzw. nur unter Schmerzen bewegen. Unvorstellbar, ein Ganzkörpermuskelkater, der seinesgleichen sucht. Ich konnte mich nicht mal (einfach so) am Kopf kratzen, da ich den Arm nicht hochbekommen habe. Mit etlicher Medikation und Zeit ging es dann ab Montag besser. Da sollte eigentlich aufgrund der ungeklärten Schmerzen noch Magen- und Darmspiegelung gemacht werden, aber an eine Abführaktion war unter diesen Umständen am Sonntag nicht zu denken. Montag war es noch sehr schmerzvoll, aber zumindest konnte ich einigermaßen hochkommen, also haben wir dann die Spiegelungen am Dienstag durchgeführt, die ohne Befund waren. Zum Glück, aber natürlich hab ich dann bei der Visite gesagt, daß ich ja nun immer noch keine Erklärung (und Lösung) für die Schmerzen habe. Die Herren Ärzte haben dann nochmal gebrainstormt und sind sich sehr sehr sicher, daß die Schmerzen von meiner Zwerchfellmetastase kommen!


    by the way, was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, das hochgelobte Abemaciclib wirkt bei mir nicht, die Metas haben einen Progress (im Nachhinein lassen die Schmerzen ja auch drauf schließen) und es wurde mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Meta in der linken Niere entdeckt, hurra!!


    Seit gestern bin ich endlich wieder daheim nach gefühlten Tagen in unberechtigter Haft, so kam es mir vor. Morgen haben wir Termin im BZ wegen der weiteren Therapie, eine Therapielinie ist ja nun weggefallen, was schon ziemlich heftig ist. Und bei allem Optimismus, den ich habe, fällt auch mir es langsam schwer. Ich habe in dem letzten Jahr nicht eine positive bzw. langanhaltend positive Nachricht bekommen. Da fällt es allmählich schwer, noch an was Gutes zu glauben. In erster Linie wäre mir wichtig, daß die Schmerzen verschwinden, das kostet so viel Schlaf und Lebensqualität mittlerweile. Nunja, morgen weiß ich dann mehr.

    Hallo Busenwunder und Alphabet, lieb daß Ihr fragt. Naja, an die Tabletten hab ich mich einigermaßen gewöhnt. Der Urschmerz an der Seite ist immer noch da und mittlerweile nehme ich auch Schmerzmittel, da hoffe ich einfach, daß das planmäßige Kontroll-CT Ende November was ergibt. Ansonsten treibt mich die Frage um, ob ich Brustangleichung mache oder doch evtl. gleich ab mit dem Kram. Möchte ich nicht, dazu hab ich noch eine genetische Beratung Ende November, leider hab ich früher keinen Termin bekommen und mein BZ hat versäumt mir zu sagen daß sie mich diesbezüglich nicht beraten... ich hoffe, daß ich hierzu eine klare Aussage erhalte, was in meiner Situation sinnvoll ist. Eierstöcke werde ich in jedem Fall machen damit bin ich fein,

    Papillon8: Ich habe bereits Metastasen, die ja medikamentös behandelt werden. Da stellt sich die Frage, ob eine Mastektomie wirklich Sinn macht, da ich ja jetzt bis es irgendwann fertig ist mit Leben diese nehmen muß. Das muß ich geklärt haben. Die Entfernung der Eierstöcke macht auf jeden Fall Sinn, da ich hier ja (noch) keinen Krebs habe. Na mal schauen, was das Gespräch bringt.


    Danke liebe Bluemli69