Beiträge von Haeschen

    Liebe Pinoline,


    ich hatte auch ETC dd. Ach Mensch... nicht viele Frauen bekommen dieses Schema. Trotzdem hat es Gründe, die deine Onkologen sicher gut abgewogen hatten und diese Hammerchemo hat wirklich ihre Vorteile.


    Ja, den Hammer... den kenne ich auch. Ich hab immer gesagt, dass ich mich fühle, als wäre ein LKW mit 100 km/h über mich drüber gefahren.


    Ich habe mich ab Tag 4 sechs Tage lang jeden Tag mit Filgrastim 30 Mio Einheiten gespritzt. Das musst du bestimmt auch. Die 24 Stunden-Neulasterspritzen reichen bei einer dosisintensiven Therapie nicht aus. Man darf nicht vergessen: die einzelnen Medikamente sind um das 2 bis 4,5-fache höher dosiert als bei anderen Chemoschemata. Und trotzdem war es bei mir wie bei dir: jeden Tag gespritzt und nach 8 Tagen waren meine Leukos bei 0,75. Beim zweiten "E" waren sie dann aber bei 2,7 ;) Das Knochenmark reagiert mit der Zeit immer besser auf die Spritzen!


    Mein Tip: Isoliere dich nicht. Triff dich mit wirklich gesunden!!! Menschen so viel du kannst und möchtest. Aber wer schnupft und hustet oder so, der muss erst mal auf deine Gesellschaft verzichten. Du hast eine dosisdichte Therapie und die Gefahr, dass man dann mal aussetzen muss, ist sonst hoch. Die dosisdichte ist sehr anstrengend, aber lässt dem Krebs null Luft zum atmen. Ich habe das einfach allen gesagt: Bitte, gebt mir vorher bescheid, wenn ihr erkältet seid. Das haben alle auch gut verstanden. In der Tasche hatte ich immer einen Mundschutz (den ich aber eigentlich echt nicht tragen wollte) und ein Händedesinfektionsmittel. Das kann schon viel helfen!


    Bei ETC geht das mit den Haaren ganz fix. 10 Tage nach der Chemo war ich kahl. Das hat genau gleich angefangen: die Haare fühlten sich an wie tot.


    Noch 2 mal, dann hast du das E schon geschafft. Durchhalten, liebe Ponoline! Es wird manchmal hart werden, aber denk immer daran: wenn es dir schlecht geht, geht es dem Krebs umso schlechter.
    Fühl dich umarmt :hug:


    Falls du irgendwelche Fragen zur ETC hast, dann schreib mir gerne. Ich habe mich mit dem Schema immer so ein bisschen alleine gefühlt. Bei mir in der Chemoambulanz war ich die einzige, die es bekommen hat.


    Liebe Grüße,
    Häschen

    Vielen Dank für all eure Antworten!


    Ich denke auch nicht, dass ein Arzt sagen wird "Ach, das können Sie auch weglassen."
    Mein Progesteron lag bei 12 und das Östrogen bei 9. Also macht die Therapie an sich schon Sinn...


    Heute habe ich nochmal beim Gyn angerufen. Ich wusste ja, dass er nicht in der Praxis ist, aber die Sprechstundenhilfe ist da. Sie meinte jetzt, dass er Montag in der Mittagspause anrufen wird. Das ist wenigstens mal eine Aussage und nicht nur "irgendwann ruft jemand an".


    Ich werde heute das Medikament zumindest aus der Apotheke abholen. Das wäre Schritt Nummer 1.


    Ich würde einfach gerne vorher den Arzt fragen, was man gegen Nebenwirkungen tun kann?
    Wann die Nebenwirkungen (falls sie kommen) ungefähr auftreten? Nach 2 Tagen oder 2 Monaten eher?
    Und wie lange es dauert, bis die weggehen, falls ich es absetzte?


    Weil ein richtiges Gespräch über die Antihormontherapie gab es bis jetzt nicht. In der Chemomabulanz habe ich das Rezept bekommen von der Schwester und das wars. Als ich dann gefragt habe, wann und wie hieß es nur: Ab Bestrahlung einmal täglich.
    Da besteht zumindest von meiner Seite mehr Gesprächsbedarf, bevor ich sowas nehme

    Hallo ihr Lieben.


    Heute ist nicht wirklich der beste Tag während der Therapie.... Ich hatte die erste Bestrahlung, was eigentlich gut lief.
    Jetzt sollte ich mit dem Tamoxifen anfangen. Ich hab aber eine riesige innere Sperre gegen das Medikament.
    Die Nebenwirkungen lesen sich für mich einfach unerträglich: Haarausfall, Wassereinlagerungen, Knochenschmerzen... die Hitzewallungen bin ich ja schon irgendwie gewohnt. Klar, das sind alles nur mögliche Nebenwirkungen und ich muss das nicht unbedingt bekommen. Ich will es aber erst gar nicht probieren! Ich bin 22 Jahre alt und mir reicht das ganze inzwischen sowas von.... immer diese sch*** Nebenwirkungen! Und das dann über 5 Jahre? Ich möchte einfach wieder das Leben einer normalen Frau Anfang 20 haben, ohne Haarausfall und so und mich jetzt nicht mit irgendwelchen Wechseljahrsbeschwerden rumärgern.


    Endlich bin ich wieder auf dem aufsteigenden Ast: die Chemo macht sich langsam vom Acker und es geht mir immer besser. Jetzt wieder mit Medikamenten anfangen, die die Lebensqualität einschränken können? Alles in mir schreit ganz laut NEIN NEIN NEIN.


    Das Rezept habe ich vor einer Woche in die Apotheke gebracht und ich schaffe es noch nicht einmal, das Tamoxifen abzuholen.


    Vorhin habe ich bei meinem Gyn angerufen. Morgen ist er im OP, Freitag gäbs auch keinen Termin mehr. Dann hieß es, er würde mich anrufen. Pustekuchen -keiner hat sich gemeldet. Jetzt kann ich frühestens Freitag wieder jemanden erreichen. Ich würde einfach gerne fragen, wie hoch das Risiko ist, wenn ich das Tam weglassen bzw wie viel mir das Tam nützt. Und ob ich vielleicht nach der AHB damit anfangen könnte. Dann hätte ich noch etwas Zeit, mich zu erholen. Ich denke, dass es mir dann leichter fallen würde, damit zu beginnen.
    Bevor ich mit meinem Gyn nicht geredet habe, fange ich mit dem Zeugs ganz sicher nicht an. Die paar Tage müssen jetzt einfach drin sein.


    Jetzt sitze ich hier und will zum ersten Mal etwas von der Therapie wirklich nicht machen. Ich will es einfach nicht.
    Und gefrustet bin ich auch, weil sich der Gyn nicht mehr gemeldet hat...


    Wie gesagt, es gab schon bessere Tage.

    Hallo liebes Stehaufmännchen,


    ich hatte den Eingriff mit örtlicher Betäubung. Ich fand es wirklich nicht sehr schlimm :) Wenn ich doch etwas gespürt (wirklich nur gespürt, kein richtiger Schmerz) habe, dann habe ich es gesagt und es wurde nochmal gespritzt. Man liegt dabei auf dem Rücken und sieht nicht, was man da macht.
    10 Tage später sollten dann die Fäden wieder gezogen werden. Der Port funktioniert sofort, muss nicht erst "verheilen". Komplikationen hatte ich über die komplette Zeit gar nicht und inzwischen ist er schon wieder draußen und das einzige, was noch übrig ist, ist eine ganz kleine und feine Narbe :)

    Hallo ihr Lieben :)


    erst einmal wünsche ich allen viel Kraft und Sonne im Herzen für das Jahr 2015 :hug:


    Ich hätte eine Frage: In meiner Tumorformel steht L1.
    Das bedeutet ja, dass die Lymphgefäße befallen sind.


    Aber was bedeutet das denn? Ich kann mir darunter wirklich nichts vorstellen. Hat das irgendwelche Konsequenzen?


    In meinem Brustzentrum hieß es auf meine Frage hin, dass sei für die Bestrahlung wichtig. Ich habe dann gefragt, wieso? Dann hieß es, weil ich sonst sehr wahrscheinlich bald ein Lokalrezidiv hätte.... Aber wirklich verstanden habe ich das ehrlich gesagt doch nicht. Während der Chemo habe ich das verdrängt. Jetzt ist die vorbei ( :D ) und ich beschäftige mich mit der Bestrahlung, weil das ja als nächstes ansteht. Da fiel es mir dann wieder ein.


    Danke schonmal für eure Antworten

    Hallo liebe Lulu :)


    was genau verunsichert dich? Diese Aussagen, oder weißt du nicht, wie du mit solchen Menschen umgehen sollst?


    Es ist schon merkwürdig, dass auf einmal jeder Mensch zum Onkologen wird. Vor allem denken Menschen, die einem nicht wirklich nahe stehen, sie müssten ihren Senf zu unserer Krankheit oder unserer Therapieentscheidung abgeben. Und genau das ist das Stichwort: ENTSCHEIDUNG.
    DU bist eine erwachsene Frau, die sich ganz sicher vor keinem Mensch auf der Welt außer dir selbst für ihre Therapie rechtfertigen muss.


    Solche Aussagen sind uninformiert und dumm. Und ganz ehrlich: wenn jemand so dreist zu dir ist, darfst du auch dem entsprechend reagieren. Anfangs habe ich immer noch versucht, mit solchen Leuten zu diskutieren. Ihnen zu erklären, dass eine Chemo eben kein Todesurteil sondern der einzig erwiesene Freifahrschein in eine gesunde Zukunft ist. Aber das trifft auf taube Ohren. Wieso sagen sie denn sowas? Weil sie wollen, dass es dir besser geht? Ganz offensichtlich nicht. Da vergeudest du so viel Kraft, die du gerade für dich und für die Menschen bräuchtest, die dir wirklich wichtig sind.


    Wie wäre es, wenn du das nächste mal versuchst, das ganze gleich abzutun? "Ich wusste gar nicht, dass du inzwischen Onkologe geworden bist." Das ist der Satz, der bei mir Wunder bewirkt hat. Damit rechnen die Leute nicht und dann sind sie ruhig. Und was viel wichtiger war: Ich habe das Gespräch dann nicht 3 Tage mit mir rumgeschleppt, sondern ich konnte die Sache dann geich abhaken. Ein entschiedenes "Das ist meine Therapie. Ich habe um keine Tips oder Meinungen dazu gebeten und das bitte ich zu akzeptieren", ist auch gut. Das ist vielleicht nicht ganz so trotzig.


    Liebe Lulu. Du bist stark genug, dich dieser Therapie zu stellen. Da musst dich von keinem verunsichern lassen. :thumbup:

    Liebe Bree,


    ach Mensch... bei mir dachte man am Anfang auch es sei "nur" DCIS und am Ende stand dann die Diagnose: Krebs.
    Dieser Schock ist unvorstellbar. Fühl dich gedrückt.
    Ich bin 22 Jahre alt und habe noch keine Kinder.
    Die innere Stimme hat mich damals auch dazu bewegt, eine Sono machen zu lassen.


    Ich habe hier noch einen Link, der vielleicht auch einige Fragen beantwortet: :)
    http://www.fertiprotekt.de


    Vor der Menopause auf Probe graut es mir auch schon ein bisschen. Mir wurde gesagt, dass ich "nur" die Nebenwirkungen hätte, die ich auch während der normalen Menopause sowieso gehabt hätte. Na dann? :D


    Es ist super, dass dein Krebs trotz der "Kalkmauer" davor gefunden wurde! Und hey, keine Lymphknoten befallen. Das sind doch eigentlich gute Nachrichten in diesem ganzen Wahnsinn. Wenigstens ist der Chemokrug an dir vorbei gegangen :)


    Ich wünsche dir alles Gute :)

    Hallo ihr Lieben,


    ich mische mich hier jetzt mal als junge Patientin (22) ein :)


    Ich bin die jüngste Brustkrebspatientin, die mein Brustzentrum jemals erlebt hat. (leider gibt es dafür keinen Preis :D )


    Ich weiß nicht, ob es Gründe dafür gibt, dass ich an diesem Krebs erkrankt bin. Ich bin Nichtraucherin, gesunde und ausgewogene Ernährung sind für mich schon immer sehr wichtig (ich koche jeden Tag selber und verwende keine Fertigprodukte, nicht einmal für Pudding) und so wurde ich auch erzogen. Sport gehörte für mich einfach zum Alltag. Ein Jahr vor meiner Diagnose war ich beim Arzt zum "Check-up", da wir einen unerwarteten Trauerfall in der Familie hatten und beschlossen haben, uns alle Untersuchen zu lassen. Meine Hausärztin meine damals, mein Körper sei so gesund wie aus dem Bilderbuch, jeder Wert entsprach total der Norm. Alluminiumdeos habe ich nie benutzt. Meine Eltern haben immer viel Wert auf eine ökologische Lebensweise gelegt -ich bin in einem "Bio-Haus" ohne chemische Bausubstanzen aufgewachsen.


    Diese Frage: woher hast du das in deinem Alter? Die habe ich ganz oft gehört in letzter Zeit. Das ging dann soweit, dass ich mir irgendwann Vorwürfe gemacht habe. Was habe ich falsch gemacht? Ich habe mich einer Ärztin mit diesem Gedanken anvertraut. Sie meinte dann, wenn ich mit meinem Lebenswandel etwas falsch gemacht haben sollte, dann müssten die unzähligen anderen Menschen in meinem Alter, die nicht ganz so nachhaltig Leben, Krebs im Endstadion haben (was ja zum Glück nicht der Fall ist).


    Krebs kann uns leider alle treffen. Und es gibt in den seltensten Fällen eine Erklärung dafür, auch wenn wir gerne eine hätten. Auch um andere vor Krebs zu schützen. Aber ihr schreibt es ja selbst: es gibt auch positive Momente durch die Krankheit. Wir lernen nette, starke, bewundernswerte Menschen kennen :)


    Vielleicht hilft es, den Krebs nicht als Strafe, sondern als Herausforderung zu sehen und zu versuchen, aus diesem ganzen Mist etwas mitzunehmen: Lebensfreude, Lebensmut, neue Lebensziele,Stärke, uns auf neue Sichtweisen einzulassen, neue Bekanntschaften... Das wird uns keiner mehr nehmen! :)

    Hallo Aurora


    mir wurde damals vom KH Ringelblumensalbe empfohlen. Der Klassiker :)


    Ich war damit total zufrieden! Die Narbe wurde schön weich und das "Heiljucken" ging ganz weg. Die kriegst du auch in jeder Apotheke.
    Inzwischen reibe ich damit alles ein: die Portnarbe, die Brustnarbe und die Narben von den Drainagen.


    Einziges Minus: wenn man weiße Kleidung trägt sollte man es vor dem Anziehen einziehen lassen, sonst bekommt man gelbe Flecken (die gehen beim Waschen aber wieder raus)

    Liebes Seepferdchen,


    wir alle kennen ihn: den Schock nach der Diagnose. Nie würde man denken, dass es einen mal selbst trifft. Und dann?
    Dann sitzt man auf einmal in einem Besprechungszimmer und der Arzt spricht das Undenkbare aus.


    Ich bin jetzt schon einige Kapitel weiter in der Brustkrebsgeschichte. Wenn ich so zurückblicke, dann finde ich die
    Phase, in der du leider gerade Steckst, am schwersten. Deshalb fühl dich bitte erst einmal Mental von mir gedrückt.
    Vielleicht tröstet ich das: es wird leichter werden. Irgendwann beginnt man zu"funktionieren". Auch eine Chemotherapie
    kann Alltag werden (was ich nie gedacht hätte). Man lernt noch einmal neu zu Laufen. Und die mentale Gehhilfe,
    die bekommst du sicherlich hier ;).


    Also liebes Seepferdchen, ich wünsche dir alles Gute (für deine weiteren Untersuchungen, für die Therapie,
    liebe nette und verständnisvolle Mitmenschen die dich auffangen können)!
    Du schaffst das, das verspreche ich dir

    Ein liebes Hallo an alle :)


    ich bins's, Häschen. Ich bin 22 Jahre alt und bis Juni war ich Studentin.
    Jetzt liegt das Studium wegen dem blöden Brustkrebs auf Eis.


    Kurz meine "Eckdaten": die radikale Mastektomie habe ich bereits hinter mir (der Tumor war bereits stark in den
    Brustmuskel verwachsen), genau so wie die Entfernung der Lymphknoten. Jetzt bin ich gerade bei der Hälfte meiner
    Chemotherapie angelangt. Ich bekomme ETC dosisdicht und dosisintensiviert. Danach dann noch Bestrahlung usw.


    Leider bin ich mit meinem Alter doch der "Exot" unter den Patientinnen. Dabei würde mir der Austausch mit ungefähr
    gleichaltrigen bestimmt so gut tun. Die Sorgen sind eben doch ganz andere. (Versteht mich nicht falsch, auch
    mit den älteren Patientinnen führe ich so nette Gespräche, die ich nicht vermissen möchte. Aber es ist doch noch etwas
    anderes)


    Also, scheut euch bitte nicht, mir zu schreiben. Ich freue mich auf Antworten :)


    Liebe Grüße, Häschen :hug: