Beiträge von Lexa67

    Alphabet

    Auch ich gehöre zu den Menschen, die Kummerkasten auf ihrer Stirn stehen haben und mein Mann ist immer wieder fasziniert, dass mir z.B. auf Feiern fremde Menschen ihr ganzes Leben erzählen oder ihr Herz ausschütten, aber in der Reha ging es mir wie Dir.

    Ich wollte nur für mich da sein!

    Anfangs hab ich nur zwei ältere Herrschaften kennen gelernt, die halt an meinem Tisch ist saßen, habe aber schnell gemerkt, dass das nicht passt und mich zurück gezogen, allerdings nicht ganz ohne schlechtes Gewissen, das übe ich noch.


    Nach ein paar Tagen hab ich zwei Frauen in meinem Alter kennen gelernt, das passte besser.

    Ich möchte jetzt mal in die Bresche springen für die Menschen, die nicht so emphatisch reagieren.

    Manche sind es vielleicht tatsächlich nicht, die kann man getrost aussortieren, aber manche Menschen sind einfach nur schlichtweg völlig überfordert und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen. Was ist richtig oder falsch zu sagen. Woher sollen sie es auch wissen 🤷‍♀️

    Es ist schwer sich in andere Menschen zu versetzen, wenn man selbst gerade am Boden liegt, aber vielleicht gibt man dem ein oder anderen noch eine Chance, wenn es einem besser geht.

    Ich habe vier Freundinnen noch aus meiner Schulzeit, wir kennen uns seit 42 Jahren und eine davon hat mir geschrieben als wäre ich eine entfernte Nachbarin.

    Ich weiß aber sie meint es nicht so.


    Wenn die Menschen mit ihren Floskeln kommen wie „ach das wird schon wieder“ „du musst nur kämpfen“ und was da alles noch so kommt, lasse ich das heute einfach so stehen und weiß, sie wissen es nicht besser, meinen es aber oft wirklich nicht böse und sind nicht oberflächlich.


    Ich denke jeder von uns Betroffenen weiß was eine Krebsdiagnose mit uns macht. In erster Linie Angst! Egal wie „schlimm“ jemand betroffen ist, da kann man nichts vergleichen oder sagen der hat das Recht ins Bodenlose zu fallen und der hat ja noch mal ordentlich Glück gehabt.

    Das wissen wir, aber Außenstehende nehmen es anders wahr und sind vermutlich froh, wenn jemand eine gute Heilungschance hat und sagen deshalb so lapidare Sachen.

    Chaoslady

    Es freut mich, dass sich bei dir schon ganz viel verbessert hat.

    15 min mehr Zeit zu essen, mehr Menschen am Tisch, offene Eingänge und vor allem 5-6 Therapien am Tag, ich glaube dann wäre ich auch viel glücklicher dort gewesen.

    Genieße noch deine restliche Zeit :)

    Larimar

    Ich kann Dich gut verstehen. Mein Weg zur Klinik war 54 km einfacher Weg in die nächste Großstadt mitten durch eine Baustelle, wo es jeden Tag Stau gab.

    Wir sind dann entsprechend eher los gefahren, so kam kein Stress auf.


    Bei uns gibt es Unternehmen die sich auf Krankenfahrten spezialisiert haben und da die Bestrahlung ja immer nur kurz ist, haben sie vor der Tür gewartet.


    Ich mag es gerne, wenn die einzelnen Ärzte gut miteinander vernetzt sind und würde vermutlich den Weg in Kauf nehmen.


    Noch wichtiger finde ich aber moderne Geräte, deswegen hab ich mich für die Uniklinik entschieden. Allerdings sind hier alle Kliniken in etwa gleich weit entfernt.

    Ich habe mich in den ganz schlimmen Zeiten der Chemo im Schlafzimmer separiert. Die Gefahr an Corona zu erkranken oder an sämtlichen anderen Krankheiten war mir einfach zu gefährlich. Unsere Kinder sind 7&10, da konnte man das gut erklären.

    Allerdings ging es mir und meinen Blutwerten wirklich extrem schlecht und der Onkologe hat mir dazu geraten keinen Körperkontakt zu haben und sich möglichst auch nicht in einem Raum aufzuhalten.

    Es war hart für uns alle, aber so hat der Papa plötzlich ganz viel Schmuseeinheiten bekommen :)

    Sunshine Live

    Das hört sich himmlisch an! So hätte ich mir meine Reha auch gewünscht.


    In Schönhagen gab es nicht einen einzigen Raum wo sich hätten mehrere Personen aufhalten können, alles hermetisch abgeriegelt. Gemeinschaft wurde eher verhindert, denn gefördert, von so viel Anwendungen konnte ich auch nur träumen.

    Psychologie gab es nur vereinzelt.

    Essenszeit war auf 30 min begrenzt, da konnte man froh sein, wenn man es in der Zeit geschafft hat sein Essen zu holen und zu essen, für einen 2. Kaffee in Ruhe morgens war schon keine Zeit mehr.


    Alle Eingänge waren verschlossen und man musste, wenn man seine Tasse mal mit nach draußen genommen hat einmal von hinten durch die ganze Klinik marschieren oder im Zimmer abstellen bis zur nächsten Mahlzeit.


    Es gibt dort eine wunderschöne Sonnenterrasse die direkt am Essenssaal lag, die aber auch abgesperrt war.

    Mir hat es die Lust auf eine Reha gründlich verhagelt!

    kathi0919

    Es wird heute schon vieles trotz Erkältung gemacht, sogar OPs, was früher undenkbar war.


    Bei Schüttelfrost, Husten oder Niesen könnte ich mir aber vorstellen, dass sie nicht bestrahlen, weil du ja ganz ruhig liegen musst.

    Liebe Zaza ,


    du kannst dir, glaube ich, nicht vorstellen was für eine Panik man schiebt, da hilft kein Beruhigungsmittel so richtig.

    Ich musste schon oft ins MRT und hab trotz doppelter Dosierung unfassbar gelitten. Leider dürfen sie kein Dormicum oder Ähnliches geben, dass man wirklich fast schläft.


    Ich muss demnächst ja wieder operiert werden und mehr Angst als vor der OP selbst habe ich vor den Voruntersuchungen wie CT, evt MRT und den Fahrstühlen.

    Das ist völlig absurd, aber gegen solch massive Ängste kommt man mit gutem Willen nicht an, leider…

    Liebe Amanda68,


    meine Leberwerte sind seit meiner Chemo 2004 erhöht, haben sich also nie regeneriert.


    Ich bin auch sehr skeptisch an das Letrozol ran gegangen, weil ich hier schon so viel negatives gelesen habe. Meine Gynäkologin sagte mir dann ich hätte schon so viel „Chemie“ bekommen, das wären für meinen Körper eher Bonbons, aber welche die verhindern können, dass es ein Rezidiv gibt.

    Sie hat ganz vereinzelt mal Frauen mit stärkeren Nebenwirkungen, der Rest verträgt es ohne nennenswerte Probleme.

    Sie meinte auch die Einstellung zum Medikament kann dazu beitragen , ob man es gut oder schlecht verträgt.


    Ich habe leichte Nebenwirkungen, bei denen ich noch hoffe, dass sie wieder verschwinden und nehme sie nun relativ unbedarft wie auch meine Tablette gegen den Bluthochdruck.


    Ich habe für mich beschlossen, dass sie mir mehr nutzen als schaden.


    Wie es sich bei Diabetes verhält weiß ich nicht, aber wenn das eine Kontraindikation wäre, hätte man es dir doch sicher nicht verordnet, hoffe ich zumindest mal.

    Hattest du eigentlich Symptome oder Beschwerden gehabt?


    Ich wünsche dir alles Gute

    Ja, die hatte ich und hab sie auch in der Reha bereits angesprochen beim Arzt. Aber weder der Arzt, noch die Stomathearapeuten fanden es außergewöhnlich und haben es immer auf die Chemo geschoben.

    Selbst der Gastroenterologe sagte im Vorgespräch, dass die verhärtete Stelle, blutiger Schleim der abgeht, Schmerzen davon kommen wird.


    Taima  ninchen0807  Larimar

    Danke 🙏

    SaDe  Claudi209  Dalya 67  Bluemli69  Khalila  18-09-Sonnenschein


    Danke für eure Worte, es ist schön dass ihr da seid und so hilfreich ❤️


    Für Darmkrebs liegt bei mir eine genetische Disposition vor, aber ich habe jetzt mit nichts mehr gerechnet. Seit 2004 war nichts Mehrung ich war bisher immer jährlich zur Spiegelung. Da bei den letzten Spiegelungen keine Polypen mehr waren sind wir nun auf 2 jährigen Rhythmus gegangen. Ich vermute aber das hat damit nichts zu tun.


    Der Gastroenterologo vermutet das Wachstum durch das fehlende Immunsystem während der Chemo, was für mich dann übersetzt heißt, so riesig kann es noch nicht sein(das Gedankenkarussel rattert ohne Ende), allerdings hatte ich diese harte Stelle schon vor der Reha und mein Onkologe hat nach dem Ultraschall auf eine Darmschlinge getippt, die nicht da ist wo sie sein soll, aber Sicherheit bringt er die Spiegelung und die ist ja nun da 😢.


    Ich hoffe inständig, dass am Freitag das Ergebnis da ist und ich nicht noch bis Montag warten muss….

    Mir hat es gerade den Boden unter den Füßen weg gerissen.


    Ich war zur Darmspiegelung und nun hat sich ein Tumor gebildet, der vermutlich bösartig ist 😢.

    Ich bin gerade mit allen Akutbehandlungen vom Mamma CA durch und nun diese Hiobsbotschaft!


    Am Freitag bekomme ich vermutlich das Ergebnis, evt auch erst am Montag, aber der Gastroenterologo hat mir keine großen Hoffnungen gemacht, dass es gutartig sein könnte. Er ist sich nach Sichtbefund sicher, dass es bösartig ist.


    Ich bin einfach nur fix und fertig. Ich musste die letzte Chemo abbrechen, weil mein Körper nicht mehr mit gespielt hat und hab eine solche Angst, dass nun wieder eine Chemo statt finden muss, von den anderen Ängsten die unweigerlich kommen, wenn so kurz hintereinander zwei Krebsdiagnosen da sind ganz zu schweigen. Am 06.09. hatte ich einen Termin zum Port entfernen, das kann ich wohl vergessen…


    Ich war so froh das Schlimmste hinter mir zu haben und nun beginnt wieder alles von vorn. ich weiß nicht wie ich und auch meine Familie das schaffen sollen.