Beiträge von phönix

    Guten Morgen ihr lieben


    heute bitte ich einmal für mich um eure guten Wünsche. Ich habe seit wenigen Wochen einen Wirbel der langsam steigend Probleme verursacht. Zudem manchmal abends beim einschlafen kurzes heftiges zucken des rechten Beines. Nicht das übliche, es ist schon speziell. Daher habe ich für Montag einen Termin zum Röntgen der BWS, und danach ein Knochenszintigramm. Dies möchte ich erst nach dem 5. Juni terminieren, da ich vom 1. bis 5 endlich einmal wegfahren möchte. Das brauche ich jetzt.
    Ihr kennt mich, ich bin phönix, die immer wieder aufblüht, die aktiv den Weg nach vorne geht. ABER seit einigen Tagen habe ich morgens nach dem Wachwerden die Angst im Bauch sitzen.
    Sie geht zwar wieder weg, aber dieser Moment nach dem Wachwerden, die Konfrontation mit der Ohnmacht, die kostet mich im Moment viel Kraft.
    Deshalb meine Bitte, denkt an mich und sagt dem lieben Gott, er möge es bei kleinen Problemen belassen. Das wäre schön.
    Schon jetzt sage ich Danke, denn auch gestern im Chat hatte ich sofort das Gefühl, ich werde getragen. Ich werde emotional entlastet, und die Angst darf da sein.
    Schön, dass es uns alle gibt.
    Ich wünsche euch eine gute Zeit und melde mich nach der Untersuchung mit dem ersten Ergebnis wieder hier.


    Kraft und Freude
    phönix

    liebe Gartenfee,


    deine Beobachtung berührt mich sehr. Du schreibst, da ist ein Lebewesen eingesperrt, weil die Menschen es nicht verstanden haben, eine gute Beziehung dazu aufzubauen. Das würde bedeuten, der Zwinger war zwar nicht vorgesehen, ist dann aber nötig geworden? Der Vater schickte das Kind zum gassi gehen und es kam zu einer Verletzung des Kindes. Hatte der Vater das nicht im Blick? Oder war es ihm bis dahin egal? Seine Lösung ist offensichtlich das entfernen aus dem Lebensumfeld der Familie, der Zwinger.
    Was würde ich tun, wenn ich so etwas beobachte...Zunächst würde ich ein Gespräch suchen, um herauszufinden, wie die Familie derzeit mit der Situation klar kommt, zufrieden ist. Wenn alle mit dem Zwingerdasein des Tieres kein Problem haben, was bleibt dir dann?
    Ich würde den Tierschutz informieren um die Sache von dort beobachten zu lassen. Aber auch diesen Leuten sind die Hände oft gebunden. Ein Umzug des Tieres in ein liebevolles Heim ist nicht sicher zu erwarten, da bleibt nur die Hoffnung dass es so werden könnte.
    Ich weiss nicht was du tun kannst, aber ich möchte dir sagen: Ich verstehe deine Gefühle sehr gut. So etwas zu sehen ist traurig und entmutigend. Ich wünsche dir Kraft eine Lösung für dich zu finden.
    liebe Grüße von
    phönix

    Neues aus Hessen - geplante Gründung einer Selbsthilfegruppe in Lich


    Einladung , spät, aber von Herzen


    Herzlich möchten wir Sie zu einem ersten Info-Treffen zur Gründung einer
    Selbsthilfegruppe in Lich unter dem Dach der Frauenselbsthilfe nach
    Krebs einladen.


    Wann: Mittwoch, den 26.03.2014 um 18:00 Uhr


    Wo: Gasthaus Calabria, Lich, Giessener Strasse 26 ( neben dem Bürgerhaus )


    Wer: Alle von Krebs betroffenen Menschen und ihre Angehörigen.



    An diesem ersten Info-Treffen werden wir das Interesse an einer Gruppe in Lich ausloten und die Organisation der gewünschten Anliegen besprechen. Ein Reha-Sport Angebot wird an diesem Abend von einer Übungsleiterin vorgestellt.


    Wer das noch einrichten kann, bitte schickt mir eine pn wegen der Planung der Sitzplätze.


    Nächste Einladungen erfolgen dann ebenfalls über pn


    Wir freuen uns auf Ihr Kommen.



    phönix

    hallo mädels,


    ja, heute war mein Tag. Und ich habe ihn schön und in Ruhe gestaltet. Wenig, aber dafür schönes getan. Habt vielen Dank für all eure guten Wünsche. Ich werde diese tüchtig ausnutzen. Jeden Wunsch, versprochen ;)
    liebe Grüße von
    phönix :hug:

    :hug:
    guten Morgen,
    ich sage jetzt schon einmal vielen Dank an alle, die heute an mich denken. Ich gönne mir einen Frei-Tag und gehe gleich mit meinen Töchtern in eine schöne kleine Stadt zu einem schönen Frühstücksbufett. Dann bummeln, ausruhen, und abends mit dem Schatz alleine Essen gehen. Ihr seht, das wird MEIN Tag :D .
    Ich lasse euch eine :cake: hier und bin sicher, ihr könnt auch ohne mich feiern. :thumbsup: Ich denke an euch und ich sage noch einmal DANKE.


    ganz liebe Grüße von
    phönix

    hallo,


    unzensiert sollten die Geschichten, Gedanken und Erfahrungen schon sein, wie Paula schreibt. Denn es sind ja ganz persönliche Gefühle, die wir hier heraus-lassen.


    @ Paula: ich denke, wir sollten das auch so stehen lassen wie du es in deinem ersten Beitrag benannt hast. Eine Richtigstellung einer persönlichen Bemerkung halte ich für nicht angebracht.



    Die Worte von Julimond sind sehr stark. Es ist ein Ausdruck ihres Erlebten und ich kann sagen, gerade ihre Schlussworte erinnern mich an mein Leben vor dem Stopp durch Krebs.


    Ich freue mich, dass Julimond hier mal so richtig geschrieben hat, was in den letzten Monaten so los war in ihr und um sie herum. Und eine Betrachtung dieser Zeit kann hilfreich sein. Mir ging es so, als ich endlich mal stehen geblieben bin. Ich hoffe, auch Julimond kann diese Erfahrung machen. Ich wünsche es uns allen hier, den Weg zu uns selbst wieder zu finden.


    Mit Angst, mit Zweifeln, mit dem Mut, sich auch mal als undankbar zu empfinden. Alles ist ja meist kein Dauerzustand. Aber wer denkt schon über sich nach wenn er glücklich ist??


    In der Not und im Leid lernen wir vieles, was uns in glücklichen Zeiten nicht die Bohne interessiert.


    Und Leid kennen wir hier alle, und gelernt haben wir doch alle etwas, glaube ich.


    Ich habe heute abend ein Telefonat mit meiner liebsten Freundin gehabt. Ihr geht es seit 2 Wochen richtig schlecht. Und sie geht in keine Klinik mehr. Ich habe diese Nacht Angst, dass sie morgen nicht mehr lebt. Und diese Angst ist leider realistisch. Und da gibt es auch nix dagegen. Sie ist da, sie ist berechtigt, und sie wird auch wieder weg gehen. Aber bis dahin, bis diese Angst vorbei ist, diese schreckliche Zeit, ....


    Ich halte sie aus. Das macht mich nicht zu einer besonderen Person. Genau wie die Krebserkrankung mich nicht besonders gemacht hat. Das für mich besondere an der Zeit nach Krebs ist eine neue WACHHEIT. Ich achte mehr auf Dinge, ich achte vor allem mehr auf mich. Auf meine Gedanken, Worte und Taten. Das ist es, was jetzt eine besondere Qualität in meinem Leben ausmacht. Und ich glaube, ohne die Krankheit wäre ich noch nicht so nah bei mir.


    Das hat mich bewegt, und das musste jetzt raus.
    Im Moment bin ich ängstlich, und später am Tag bin ich wieder phönix. Und beides ist echt.


    eure phönix wünscht euch allen einen schönen Samstag

    hallo an alle mit dieser Fragestellung,


    bei mir wurde bei Erstellung des Antrages auch gleich alles andere an gesundheitlichen Einschränkungen benannt. Diese sind dauerhaft und die Beachtung im Ausweis ist auch dauerhaft geregelt. Wenn die Heilungsbewährung um ist kann nur nach den Regeln reduziert werden. Jedoch... bedenkt, ob ihr in diesen 5 Jahren evtl. weitere Einschränkungen und Folgewirkungen der Behandlung erlitten habt. Diese könnt ihr angeben und damit den Grad der Einschränkung angemessen bewerten lassen.
    Bei mir wurde nach der ersten Laufzeit auch reduziert. Ich habe die (dank Therapie) erworbenen Dauerschäden ( ich habe eine Lattisimus-Transplantation mit dauerhafter muskulärer Dysbalace u.a. ) in der Neubewertung und damit eine entsprechende Erhaltung der Prozente.
    Ich hoffe, diese Info hilft euch weiter. Auf jeden Fall würde ich die behandelnden Ärzte zu Rate ziehen.


    liebe Grüße von
    phönix

    hallo Leonie, :hug:


    auch von meiner Seite ein herzliches willkommen. Dein Bericht erinnert mich. Und die Gefühle sind wieder da. 8| Und die Hoffnung auch. :S Mein erstes Erlebnis mit BK war 2002, nach 9 Jahren ein befallener LK und die Frage: was jetzt?? OP war recht gefährlich, weshalb wir uns zunächst für Medis entschieden haben. Aromatasehemmer. Und das unglaubliche ist geschehen. Der 2 cm große Tumor der nachweisbar war ist geschrumpft und verschwunden. Kleinere Ziele wurden dabei gleich mitbesiegt. :thumbsup: Und ich bin seither ohne weitere Befunde in dieser Sache.


    Du fragst dich, ob der Kampf einen Sinn ergibt. Diese Frage hat mich auch beschäftigt damals. Der Sinn? :S Ich dachte mir, ein Versuch ist es allemal wert. Wenn es nicht wirkt, dann gibt es bestimmt noch einen Plan B. Und ich habe mir Ziele gesucht. Ein nahes: Mit einer Freundin frühstücken und in einem Buchladen stöbern gehen. :read: :read: Das konnte ich auch trotz meiner wackeligen seelischen Verfassung. Und ein Fernziel: Ich möchte 87,5 Jahre alt werden. :cake: Okay, dafür erschien es mir sinnvoll, aktiv zu werden.


    Was denkst du dazu? Welche Ziele hast du so in nächster und weiter Zukunft? Vielleicht hilft es dir, bei dir zu suchen was du wirklich gerne mal/noch/wieder unternehmen möchtest. Und aus Erfahrung weiß ich: das gibt einen enormen Energieschub. :thumbsup:
    Ach ja, und wütend war ich. X( Mann/Frau war ich sauer, dass der ganze Kram schon wieder anfing. X( Und die Wut habe ich auch in Kraft wandeln können. Wieder mal.
    Also schau, was dich bewegt, und ob und wo du den Sinn findest. Ich glaube fest daran, dass wer ein Ziel hat auch seinen Weg geht.
    Und mir ist völlig klar, das Wege mit Umleitungen etc. verlaufen. Also: was ist das Ziel? Dann ist auch ein Umweg okay, wenn das Ziel sich lohnt.


    in diesem Sinne herzlich willkommen hier und :hug: alles gute wünscht dir
    phönix

    Hallo ihr lieben, :)


    das Thema ist wirklich spannend. Und meiner Meinung nach auch hilfreich da jeder ja seine eigenen Wege gesucht und gefunden hat. Ich habe mich damals nicht gleich so austauschen können. Ich war allein auf weiter Flur mit meinem BK.( 2002 ) Durch die Klinik habe ich eine neue Freundin gefunden, mit der ich immer noch in Kontakt bin. Wir verstehen uns ohne viele Worte ;( und jede ist für die andere da, wenn´s mal klemmt. :thumbup:


    Wir haben alle NachsorgeTermine zusammen gelegt und die Untersuchungen mit einem schönen Frühstück abgeschlossen. Dann noch ein Gang durch einen Bücherladen und einen Blumenladen. Das hat uns echt viel bedeutet. Auch heute treffen wir uns noch, wenn auch die Nachsorge-Termine auseinander gerückt sind. :hug:


    Positive Auswirkung dieser Herausforderung: Krebs- aha, und jetzt???? Wie weiter??? ist folgende:


    Ich habe mir mehr Raum verschafft in meinem eigenen Leben. Fürsorglich bin ich immer noch, achte aber jetzt auch mehr darauf, ob es bei mir auch wirklich passt. :hot: Oder ob es
    nur das alt hergebrachte Brav sein ist. ;( Bloß keinen kränken, lieber nicht absagen, dass auch noch machen usw. 8|


    Jetzt, wenn ich sage: ich kann derzeit nicht dies oder das für dich….., da haben die Menschen endlich Verständnis und bohren nicht mehr bis zu meinem Knochenmark. Ich werde früher verstandenund gehört. Die Alles-Macherin von früher macht jetzt nicht mehr alles. ( Der Depp vom Dienst ist mit meiner Krebstherapie austherapiert worden )
    Das ist sehrkräfteschonend, das kann ich euch sagen. :D




    Und das tollste überhaupt sind meine Zusatz-Frauen. :hug: :hug: Ich habe so viele neue Frauen aller Altersstufen kennen gelernt in diesen Jahren. Alte, junge, fixe, erschöpfte. Welche die sich genau wie ich damals gaaaaanz schnell wieder ihrem alten Leben widmen wollten. Und die mit mir erkennen mussten, dass dies nicht möglich ist. Und es ist auch kein Verlust. :!:
    Diese Frauen-Power, ist ein unglaubliches Potential in meinem Leben geworden. :hug:


    Und das schwach sein ebenso. Wenn ich was nicht schaffe, dann warte ich bis es wieder geht. Dafür war früher einfach keine Zeit. Dachte ich. :huh:
    Fakt ist: Ich habe mir diese Zeit einfach nicht genommen. Aber jetzt. Endlich. Und auch dafür haben mir die Frauen die Augen geöffnet. DANKE.


    Dankbarkeit ist mir schon als Kind wichtig gewesen, ich habe viel Zeit mit den Großeltern verbracht und mir das abschauen dürfen. Aber nach der Diagnose hat die Dankbarkeit eine
    neue Qualität gewonnen. Ich nehme mir jetzt mehr Zeit für diese Momente. Die kleinen sind´s die sofort wirken. ^^


    Ich habe ein neues Leben. Eins nach Krebs. Und ich bin jetzt stärker als ich je von mir vermutet hätte.


    Das sind nur einige Aspekte der positiven Veränderungen, die mit und nach Krebs bei mir eingetreten sind. Es sind mir im Moment die wichtigsten.


    Ich hoffe, diese Erfahrung ermutigt alle, die noch am Anfang der Behandlungen stehen. Und erinnert andere an gleiches erleben.


    Ich wünsche allen hier die Kraft die nötig ist, diese Erfahrung zu erleben,


    liebe Grüße von
    phönix

    Hallo Sonja,


    ich gehe auch ganz gerne mal in den Chat. Dann schaue ich wer online ist und denke so bei mir: wenn sie/er jetzt Zeit hätte könnten wir direkt mal quatschen. Locker, ernsthaft, das ergibt sich dann ja beim kennen lernen. ;)


    Ich stolpere jedoch immer wieder über den Begriff: zum chatten - auffordern. :!: Das klingt so - fordernd, ....und ich möchte lieber - einladen. :hug: Vielleicht kann ein Admin das Wort mal überdenken. Und wenn es noch ein kleines Signal gäbe, wenn bei mir so eine Einladung eingeht, dann sehe ich das auch gleich. Manchmal sind die Leutchens schon wieder offline, bis ich die Forumsbeiträge alle gelesen habe.
    Also, ich lade immer wieder mal ein, würde mich über ein hörbares Signal freuen. Ob das wohl geht? :rolleyes:


    liebe Grüße an alle von
    phönix

    hallo ihr Lieben,


    tja, Wölfin hat die die Idee, dass ich hier esse, statt in die Küche zu rennen. Oh Frau wäre das toll, wenn das möglich wäre. Die Schnibbelei aller Zutaten, der Einkauf vorher, und dann feststellen, dass das Öl nicht mehr reicht.... Und für den Nachtisch hab ich alles da, nur die Hauptzutat wurde ( klammheimlich ) von einem meiner Liebsten vernascht....
    Ja, so eine Küche hat schon Verzweiflungspotential. Aber nur manchmal.
    Wenn ich dann hierherkommen könnte um all die liebevoll angebotenen Dinge einfach zu genießen. Aber ich habe ja Phantasie und stelle mir dann vor, hmmmmmm... Lasagne....
    Am besten gefällt mir das mit dem Kalorien sparen.
    Und was soll ich sagen, es ist Mittagszeit, und ich denke an---- Lasagne. Und der Körper denkt mit, das Wasser läuft mir im Mund zusammen.... ich esse nun mal sehr gerne und freue mich über all die viele Anregungen, die ich hier immer finde. DANKE
    liebe Grüße von
    phönix

    liebe Miami,


    ich kenne das mit den Gedächtnisstörungen auch. Und es hat sich wieder gebessert. Das mit den Ohrgeräuschen ist mir nicht bekannt im Zusammenhang mit Chemotherapie. Ich hatte das durch einen Hörsturz, dass plötzlich alles - dumpfer - war und ich nicht mehr viel mitbekam.
    Hast du das schon von einem Facharzt untersuchen lassen?
    Ich wünsche dir alles gute und dass dir Hilfe zuteil wird,
    liebe Grüße von
    phönix

    hallo ihr lieben,


    zunächst mal allen hier ein frohes, gesundes und achtsames neues Jahr. :hug:
    Ich lese immer mal hier vom Sonnendeck. All die schönen und leckeren Angebote bringen mich jedoch alsbald dazu, die Küche zu besuchen und mir - in Echt - etwas leckeres zu braten, kochen oder zu backen. Die Anregungen über Resteverwertung von Raclettekäse ist mir eine willkommene Idee. Ich hab ihn über die restlichen Kartoffeln und Schinkenwürfeln mit Mais geschmolzen. Aber auf einer Pizza, super Idee. :D
    Das mit der Kärtchendose hat bei uns in der Gruppe eine Frau eingeführt. Wir sind jedes mal begeistert, wenn wir eins bekommen. Eins liegt grad hier auf dem Schreibtisch, weil ich im Moment auch wieder mal Gedankenkreisel habe.


    Das passt grad super gut und hilft mir wirklich weiter. Altes und schmerzliches loslassen ist blöderweise nicht leicht. Erst hinterher.....


    Ich habe noch 2 Tafeln geschöpfte Schokolade und einige Weihnachtstrüffel, :thumbsup: die lasse ich jetzt mal hier. Wäre schön, wenn wir auch die Kalorien teilen :whistling:


    liebe Grüße von
    phönix

    liebe Emilie


    diese Frage hat uns in der Gruppe auch schon einmal sehr beschäftigt. Wir haben dann überlegt, wie frau das zur Sprache bringt und wie das mehr Menschen erreicht.
    In unserem Rahmen haben wir beschlossen, bei Öffentlichkeitsarbeit die Männer gezielt auf diese Aufmerksamkeit anzusprechen. 8| Erst war das etwas komisch, ganz ehrlich. Aber nachdem sich der Knoten gelöste hatte, sind wir auch bei einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Lucia-Tages mit Flyern bzgl. Brustkrebs auf Männer und Frauen zugegangen. :rolleyes: Und ich habe hier und da mal schelmisch angebracht: ;) Sie haben doch die Brüste ihrer Partnerin gelegentlich in der Hand. :whistling: Wenns anders ist als vorher, sprechen sie sie an.
    Breites Grinsen auf beiden Seiten. Bei mir wurde es auch durch meinen Mann entdeckt. BINGO, das Argument ist kraftvoll. Ich denke, allein es ausgesprochen zu haben hat die Aufmerksamkeit geweckt. Und darum ging und geht es uns. Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Damit erhöhen wir viele Chancen, die wir sonst ungenutzt und unbemerkt verpassen.
    Ich hoffe, hier gibt es noch ganz viele andere Gedanken dazu. Das Thema ist spannend und wichtig.


    Ich wünsche dir für die Behandlung Kraft und viel Erfolg, und deinem Mann das gleiche. Solche Männer braucht das Land :rolleyes:
    liebe Grüße von
    phönix

    hallo Inebine,
    auch von mir ein herzliches Willkommen. Du fragst wie wir uns motivieren. Bei mir ist es schon 12 Jahre her seit der ersten Diagnose. Aber die Erinnerung hat mich gelehrt und mir viel Kraft gegeben. Mein Zauberwort war: Phase..... das ist jetzt eine Phase in meinem Leben. Und die geht auch vorbei. Danach kommt eine andere Phase. So wie Kinder langsam wachsen und alle möglichen Phasen in ihrer Entwicklung durchmachen, musste auch mein Körper durch verschiedene Phasen, um in die Zeit - danach - zu kommen. Und die Seele hatte den gleichen Weg vor sich.
    Meine Schwiegerma sagte mir damals: das geht vorbei, und du wirst wieder gesund. Ich werde älter, und da gibt es keinen Ausweg..... Älter, kränker und so weiter.
    Naja, erstmal hat mir das damals irgendwie weh getan. Ich habe jedoch das tröstliche in den Worten gefunden. Ich habe die Phasen der Behandlung so genommen, wie sie kamen, und ich habe es geschafft.
    Zudem habe ich mir positive Zeiten eingeplant. Von Beginn an wurde jeder Termin mit einer kleinen Überraschung getoppt. Ein Besuch im Buchladen, eine Blume, ein Spaziergang mit einer Freundin oder ab ins Bett und Barbara Streisand und Il Divo gehört und geweint. Alles Phasen die mir geholfen haben.
    Ich wünsche dir deinen Weg in deinen Phasen, es ist zu schaffen


    liebe Grüße von
    phönix

    Hallo ihr Lieben,
    ;)
    ich hoffe, ihr habt die Weihnachtsfeiertage gut und gestärkt erleben dürfen. Ich möchte euch erzählen, was mein schönstes Geschenk in diesem Jahr gewesen ist.


    Seit Monaten leben wir in unserem Haus auf einer Teil-Baustelle. Wir nutzen die Gelegenheit, Kabelkanäle optimaler unter Putz zu legen, Heizungsnischen wärmetechnisch aufzuwerten und haben das Schlafzimmer vom Teppichboden befreit. Dabei haben wir auch einen Schrank abbauen müssen, der supergut, aber sehr aufwendig verarbeitet ist. 8 Stunden hat der Abbau gedauert. Egal, wir haben es geschafft, und dabei auch gleich die Wände neu tapeziert. :thumbsup:
    Bis zum 20. Dezember waren jedoch auch Esszimmer und Wohnzimmer ein Ort für Baumaterial und Zubehör. Da in unserer Küche für zwei ausreichend Platz ist, hat uns das nicht gestört.
    Aber Weihnachten in der Küche, mit 9 Leuten, da wurde mir doch mulmig. :wacko: Wir haben also tatkräftig das Esszimmer freigeräumt, die Wände abgeschliffen, verputzt, wieder abgeschliffen, uffff dieser Staub.... Dann ging die Haustüre nicht mehr auf. :?: Nicht schließen, nicht öffnen. Die Tür war fest. Das aushebeln, die Strategie, wie schaffen wir das mit welchen Mitteln, wo sind die Schrauben hingerutscht im Rahmen, 8| wie kriegen wir die wieder zu packen???? Ein Tag der offenen ( ausgehebelten ) Tür, was war ich froh dass wir es nicht so winterlich kalt hatten draußen. Ach ja, und weil die Heizung nicht eingeschaltet werden konnte, die Heizkörper hingen ja nicht alle da wo sie hingehören..... waren wir dankbar für den Kachelofen.
    Wir haben am 24. Dezember das Esszimmer so weit fertig bekommen, dass alle Wände tapezierfertig und sauber sind. Den Boden habe ich gründlich von allen Farbklecksen befreit, die wir im Laufe der letzten Tage ungünstigerweise verteilt hatten. Das Wohnzimmer( Baumaterial-Zimmer ) wurde soweit machbar geordnet und staubgesaugt. Der Kachelofen gewischt und zum strahlen gebracht. Und dann..... dann konnten wir den Esstisch aus dem Keller holen. Die verteilten Stühle drum herum plazieren. WOW. Wir haben ein Esszimmer. Mit Platz für 10 Leute. Sauber, zwar ohne Tapete an der Wand, aber alle können sitzen. :thumbsup:
    Die Tischdecke drauf, ein schönes Weihnachtsgesteck, und ich war glücklich.
    Weihnachten in unserem Esszimmer, Platz für alle an einemTisch, es war wundervoll.
    Gegessen haben wir auswärts, das war vorsichtshalber so geplant. Aber danach, da kamen wir heim und konnten uns zusammen setzen. Der Kuchen, den ich morgens noch gebacken hatte und die 24.Dezember Plätchen von 2013 waren der Hit. Ich hatte doch tatsächlich noch 3 Sorten gebacken am 24.12.....


    Sooooo schön. Und der Blick ins Wohnzimmer hat keinen gestört. Wir waren alle glücklich und miteinander und aufeinander konzentriert. Das erste Weihnachten in unserem Haus, an unserem Tisch. Und die Gelassenheit, dass Baustellen in meinem Leben ihren Platz haben, aber nicht meine Kraft überfordern dürfen. Nicht mehr.
    Dafür bin ich dankbar. Das möchte ich gerne mit euch teilen.


    In diesem Sinne wünsche ich auch euch die Kraft, eure Baustellen zu sehen, und ihnen nicht die Macht zu geben. Achtet auf eure Kraft und geht es langsam an. :hug:


    Ganz liebe Wünsche für die nächsten Tage und ganz besonders für den Start in das Neue Jahr, mit all seinen Möglichkeiten. :hug:


    phönix

    Guten Morgen Chaos,


    Ich habe jetzt mal deine ganzen Beiträge auf mich wirken lassen. Und ich möchte dir meine Gedanken dazu hier schreiben.
    Deine Freundin ist erkrankt und braucht Unterstützung. Soweit - so gut.
    Du schreibst, sie habe sich noch keine Gedanken über Tücher etc. gemacht. Was denkst du, könnte ein Grund dafür sein?
    Was sind überhaupt die Gedanken und Wünsche deiner Freundin? Was braucht sie im Moment. Was evtl. später?
    Du schreibst, sie habe schon abgenommen. Und sorgst dich um ihr Wohlergehen, wenn das so weiter geht. Verständlich.


    Mir kommt es so vor dass du sie begleiten und unterstützen magst nach besten Möglichkeiten. Eine Frage möchte ich dir dazu stellen:


    Ist es auch das beste für deine Freundin? Hat sie die Kraft, sich den ganzen Ideen und Angeboten zu stellen? Oder braucht sie vielleicht etwas mehr - Pausen - ?


    Ich möchte deine Anteilnahme nicht in Frage stellen, und die Motive sehe ich in den Gefühlen für deine Freundin. Aber ich möchte dich bitten, auch an dich selbst zu denken.
    Auf mich wirkt deine Anteilnahme so aktiv, dass mir das Bild eines Regisseurs vor Augen kommt. Und ich möchte dir sagen, das erschreckt mich.


    Wenn deine Freundin womöglich im Moment gar nicht die Kraft hat, sich so aktiv zu beteiligen, so ist sie doch die Hauptperson.
    Achte auf Überforderung, denn eins aus Erfahrung:
    Meine Freundinnen haben sich um mich gekümmert, haben mich zum spazieren gehen abgeholt, mal zum bummeln, zu irgend etwas, dass nichts mit Krebs zu tun hatte.
    Und wenn ich mal nicht konnte oder wollte, haben sie das gut vertragen.


    Gekümmert habe ich mich nach der Kraft, die ich grad hatte. Alles andere hätte mich vermutlich überfordert, denn ohne Kraft sind auch tolle Ideen nicht wirklich hilfreich.
    Deine Ideen sind sicher hilfreich, ich wünsche mir für euch beide jedoch dass du genügend Abstand findest, deine Freundin da sein zu lassen, wo sie grad mit ihrer Kraft ist.


    Als Angehörige/r ist man immer in einer schwierigen Situation. Ich kenne beides. Erst war ich betrofffen. Das war schlimm. Als meine Schwester einige Jahre später erkrankte, dachte ich: das pack ich nicht. Nicht sie auch noch. Dieses Leid - und es geht. Sie hat es auch geschafft. Anders als ich. Aber geschafft.


    Ich wünsche dir die Achtsamkeit, die Kraft und - nicht Kraft - Zeiten deiner Freundin zu sehen und zu fühlen. Dann wird es auch dir gut gehen.
    Menschen wie du sind wichtig für uns betroffene. Aber - nicht zu schnell, - nicht zu viel - nicht ein Thema, dass derzeit bei der betroffenen noch keins ist.


    liebe Grüße von
    phönix

    guten Morgen


    Ich gebe Jo Recht, dass es mehrere Sichtweisen gibt. S 3 Leitlinien besagen die Vorgehensweise für die Behandlung. Und die behandelnden Ärzte sollten sie kennen.
    Wenn ein Patient zum ersten Mal mit der Diagsnose Krebs konfrontiert wird ist er/sie meist ahnungslos. Und erschüttert. Hier wünsche ich mir, dass die Fachleute den Überblick haben und bewahren.
    Allen, die diesen Weg gehen müssen möchte ich den Tipp geben, nehmt euch jemanden mit zu den Gesprächen. Am liebsten jemand, der schon etwas Ahnung hat. Ich hätte gar nicht gewusst, welche Fragen zu stellen sind.
    Die - unnötigen - Kommentare sind ein Thema für sich. Ich würde es genau diesen Ärzten auf jeden Fall sagen, damit sie so einen Blödsinn nicht weiterhin an Menschen rauslassen, die in einer doch sehr speziellen Situation sind.
    phönix

    hallo,


    auch in bin platt von dem was du schreibst. Ich schicke dir mal eine meiner Bratpfannen, damit du die diesem - sensiblen - Menschen mal.... Nein, im Ernst. Viele können nicht spontan auf solche Ungeheuerlichkeiten reagieren. Ich habe aus diesem Grund in der Gruppe mal nachgefragt, was da so angebracht wurde bei Befundübermittlung und dergleichen. Deine Erfahrung ist auch bei anderen Frauen ähnlich gelagert gewesen. Und im nachhinein, das sagten alle, hätten sie gerne noch einmal - auf den Tisch gehauen.
    Wir haben also in dieser Gruppenstunde mal beleuchtet, was denn eine Antwort sein könnte, die zu unserem Gefühl passt.
    Diese lustigen - Feedbacks - haben wir notiert, und manche haben es regelrecht geübt. Nach dem nächsten Arztbesuch haben einige ganz stolz erzählt, dass sie sich gewehrt haben gegen soviel Unsensibiltät, Frechheit, Arroganz oder was auch immer da grad rausgeplatzt ist.


    Probiert es mal aus. Ich würde jetzt z.B. die Mail ausdrucken, mal tüchtig überlegen was ich am liebsten darauf antworten würde, und dann käme ich mal so richtig in Fahrt und könnte wieder lachen.
    Dein Beispiel:: Gestern die Oberärztin erwähnte, dass ich ja auch vom LKW überfahren werden könnte oder vom Blitz getroffen werden kann.
    Da würde ich doch mal sagen, wer solche Ärzte hat wie sie eine/r sind, braucht weder LKW noch Blitz :D


    Ich denke, das ist böse, passt aber auf solche dreisten Anmachen.


    in diesem Sinne, lasst euren Gedanken freien Lauf.


    liebe Grüße von
    phönix

    Guten Morgen,


    meine Ersterkrankung war im Januar 2002, BK links, Ablatio mit Latissimus dorsi Transplantation. Ich habe damals Chemotherapie und Strahlentherapie bekommen und war Ende September 2002 mit allen Behandlungen fertig. Schon in der Klinik habe ich Krankengymnastik erhalten wegen dem Rücken und der Armbeweglichkeit links. Und Lymphdrainagen habe ich nach der Klinig gestartet. Alles ist sehr gut verheilt ( Wundwasser wurde mehrmals abgezogen, war aber okay ) und ich habe mich mit einigen Zusatzmitteln gestärkt. Mistel, Selen, Vitamin C und Zink war damals eine Empfehlung, die ich durch Heilpilze ergänzt habe. Meine Gefühle dabei: ich kann auch etwas zusätzliches tun, na prima.
    Hätte ich nicht kurz vorher eine kleine Summe geerbt, hätte ich mir das nicht leisten können. Da dachte ich so bei mir: also dafür kann ich das Geld doch prima gebrauchen.


    Die Lymphdrainagen habe ich monatelang mal ausgesetzt, weil kein Bedarf war, und damit ging es mir auch gut. Als ich merkte: hoppla, ich glaube.... habe ich wieder angefangen. Alles ist gut.


    Nach 9 Jahren ohne Krebsfolgen hatte ich eine Metastase am Schlüsselbein. Diese wurde nicht operativ entfernt, da sie an einer supergute Stelle war um eine weitere Ausbreitung zu beobachten.
    Die Therapie wurde mit Femara gestartet, und war ebenfalls erfolgreich. Der Tumor hat sich komplett zurückgebildet. Ich bin seither alle 3 Monate wieder kontrolliert worden, ohne auffälligen Befund.
    Einmal jährlich habe ich Mammographie, CT Lunge und Sono vom Oberbauch. Tumormarker wurden nicht bestimmt, da diese oft unzutreffende Wertungen möglich machen können, die nicht mit dem tatsächlichen - Inneren - übereinstimmen. Femara werde ich weiterhin nehmen.
    In all den Jahren habe ich viele Menschen kennen gelernt, die allein durch erhöhte Tumormarker ohne jegliche körperlichen Beschwerden seelisch dermaßen angefressen waren, dass ich dem Rat meiner Ärztin gefolgt bin. Sobald etwas weh tut - Knochen - genau untersuchen lassen. Wenn der Bauch echte Probleme macht- genau untersuchen lassen.


    Ich gehe davon aus, ich bin geheilt. Klar habe ich hier und da kleine Auffälligkeiten. Die beobachte ich ganz achtsam, aber nicht mehr so furchtsam wie anfangs.
    Ich wünsche euch allen hier Mut und Kraft zur Heilung, Menschen die euch hören, wenn ihr etwas zu sagen habt und die Kraft: Stopp! zu sagen wenn ihr das Gefühl habt, da ist jemand nicht angemessen aufmerksam mit eurer Gesundheit. Fordert, wenn es nötig ist. Freut euch, wenn es nicht nötig ist, und lebt jeden Tag in dankbarer Freude, schon so viel geschafft zu haben.


    Wir definieren uns nicht nur über das Erleben mit und nach Krebs. Obwohl es mir in dieser Zeit genau so vorkam. Wir haben die Schule geschafft, womöglich einen Führerschein, eine Ausbildung gemacht, Kinder? eine schöne Wohnung oder ein Haus erschaffen. Ist das NICHTS? Doch, wir haben schon so vieles geschafft. Schauen wir hin. Wir sind tolle Menschen.


    liebe Grüße und eine gute Woche wünscht euch allen
    phönix