Beiträge von Bree

    Liebe Frauen


    Zuerst einmal vielen vielen herzlichen Dank! Es ist schrecklich traurig, aber es hilft unglaublich eure Diagnosen, Erfahrungen und Infos zu lesen. Es hilft, weil ich mich dadurch nicht alleine fühle. Bis vor kurzem hatte ich das Gefühl ich bin die einzige 30-jährige, die so eine sch*** Diagnose erhalten hat (bitte entschuldigt den Ausdruck! Aber meine Emotionen gehen mit mir durch. Zuerst war ich total traurig, verzweifelt, ängstlich und jetzt bin ich nur noch wütend!).



    Trotz meinen vielen Emotionen fühle ich mich in eurer Runde gut aufgehoben, auch tut es wirklich gut zu lesen, dass es euch trotz dieser Diagnose gut geht und krebsfrei seid!!! Von Herzen wünsche ich euch weiterhin viel Gesundheit. Ich bewundere eure positive und motivierende Art... es klingt als hättet ihr euch mit dem BK angefreundet.


    Gerne nutze ich euer Angebot "Fragen zu stellen" und bedanke mich jetzt schon für euren Support!


    Ich hatte vorgestern mein Gespräch mit dem Onkologen. Nun verarbeite ich die vielen Infos und werde mich kommenden Montag noch mit einem zweiten Onkologen unterhalten (Zweitmeinung). Das Gespräch mit dem ersten Onkologen war sehr aufschlussreich. Ich habe unter anderem folgende Infos erhalten:
    - Grundsätzlich habe ich eine gute Prognose erhalten (sie wollen mir zwar meine Prognose nicht in % angeben, aber gut ist es auf jeden Fall!). Das heisst: 6 Wochen Bestrahlung "der erkrankten Brust" und 10 Jahre Tamoxifen. Chemo ist nicht nötig, da die Wächter-Lymphknoten nicht betroffen sind. Ich hatte Glück im Unglück. Dies deshalb, weil ich mit 30 Jahren das Bedürfnis hatte nebst einer Sonographie auch eine Mammographie zu machen (nach Sono wäre ich "noch" gesund - obwohl ich einen Tumordurchmesser von 1cm habe, war dieser weder spürbar noch mittels Sono ersichtlich).


    - Tamoxifen muss ich 10 Jahre "lang" einnehmen, weil ich zum einen noch so jung bin und zum anderen Ende Jahr eine neue Studie raus kommt, die aufzeigt, dass BK auch noch nach 5 Jahren "häufig" auftritt und Tamoxifen durch eine längere Einnahme das Rückfallrisiko weiter reduziert.
    --> Hat jemand von euch mit dieser Erkenntnis von 10 J. schon Erfahrungen gesammelt (persönlich erlebte oder auch gelesen)?


    - die Nebenwirkungen seien gerade für mein Alter nicht so gravierend. ?(


    Thrombosen und Lungenembolie ist eher ein Risiko für ältere Frauen. Mit Sport und gesunder Ernährung kann ich dies positiv beeinflussen. Gebärmutterkrebs ist eher selten und wird mittels Vorsorgeuntersuchung überwacht.
    Häufige Nebenwirkungen sind typische Menopausen-Symptome wie Gewichtszunahme, Depressionen, Schlafstörungen, Haarbrüche/-ausfall und Hitzewallungen.
    --> Gerade die Menopausen-Symptome machen mir grosse Angst. Was wird mich erwarten? Wie gehe ich damit um? Wie bewältige ich damit den Alltag und mein Job (stark repräsentativ)? Was kann ich präventiv nebst Sport und Bewegung tun?


    - Genau liebe Sonja, du hast recht!
    Kinderwunsch ist noch möglich. Ich kann nach 1.5 Jahren Tamoxifen-Einnahme für 2 Jahre unterbrechen, Schwanger werden und dann wieder mit Tamoxifen weiter machen. Hierfür gibt es leider keine Studien. Aber "man" weiss angeblich, dass eine Schwangerschaft während resp. mit Unterbruch von Tamoxifen kein höheres Risiko für BK sei.
    --> Diese Aussage kann ich nicht ganz nachvollziehen. Gerade während einer Schwangerschaft steigt ja mein Östrogen-Spiegel, der ist ja angeblich auch für mein BK verantwortlich, daher muss ich ja Tamoxifen einnehmen, um diesen zu reduzieren. Oder? ?(


    Auch kommt hinzu, dass ich während der Schwangerschaft keine Mammographie machen darf, sondern nur Sonographien (Sonographien sind in meiner Situation unzuverlässig, wegen dichtem Drüsengewebe).
    --> Liebe Frauen habt ihr hiermit schon Erfahrungen gemacht? Das heisst: Schwangerschaft während Tamoxifen-Pause usw.? Oder evtl. habt ihr euch ja bewusst gegen eine Schwangerschaft entschieden.


    Ich danke euch tausendmal!
    Bree

    Liebe Alle


    Ich habe vor ein paar Wochen die Diagnose erhalten, dass ich DCIS habe. Nach einem Standardprozess kam dann die erste OP. Nach dieser OP hat sich dann herausgestellt, dass ich nun trotzdem ein invasiv-duktales Mammakarzinom (Nottingham Grad 2: Score 6: 2, 3, 1) habe. Tumordurchmesser 0.5cm. Meine Östrogen- und Progesteron-Rezeptoren sind positiv (Rekationsprodukt in 95% der neoplastischen Zellen). Her2 = Score 1+ (negativ nach FDA).


    Letzten Mittwoch hatte ich die zweite OP, nach der Narkose wurde mir gesagt, dass die Wächter-Lymphknoten nicht befallen sind. Zum Glück!!! Morgen erhalte ich dann noch die definitive Bestätigung (nach der feinmikro. Untersuchung), dass sie nicht befallen sind.


    Ich habe so viele Fragen: Wie z.B. ist die Art, wie ich therapiert werde Standard? Was heisst so eine Diagnose BK für mich mit 30 J. alt? Werde ich je Kinder kriegen? Muss ich nun ein Lebenlang Angst haben usw.


    Eigentlich waren wir mitten in der Kinderplanung. Einerseits will ich alles dafür machen, dass ich wieder krebsfrei bin - d.h. krebshemmende Medikamente über die nächsten 5 Jahre einnehmen und Bestrahlung machen. Andererseits machen mir die Nebenwirkungen von krebshemmenden Med. wie z.B. Lungenembolie, Thrombosen, Krebs in der Schleimhaut oder der Muskelwand der Gebärmutter, Übelkeit, Depressionen usw. grosse Sorgen. Ich habe irgendwo gelesen, dass ich damit um 50% meine Erfolgsaussichten verbessere! Aber irgendwie klingt das für mich nicht nach einem Erfolg.


    Bis anhin wurde ich von einer Oberärztin (eines Brust- und Tumorzentrums) informiert und operiert. Eine Beratung, worin mir die Vor- und Nachteile, Alternativen, Erfolgsaussichten sowie Rückfallrisiken erklärte wurden, hatte ich bis anhin noch nicht. Auch hatte ich bis heute noch keinen Kontakt mit einem Onkologen.


    Ich bringe zwar immer eine Frageliste ans Gespräch mit und versuche Antworten auf diese Fragen zu erhalten. Aber sie lässt sich nicht auf eine weiterführende oder optionale Beratung ein, sondern geht immer wieder zurück zu den nächstliegenden Massnahmen. Ganz im Gegenteil ich habe den Eindruck erhalten, dass das Programm fix gegeben ist - denn es ist heute schon klar, sofern die Wächter def. nicht befallen sind, dass ich krebshemmende Medis und Bestrahlung brauche.


    Was auch immer noch auf mich zukommt, feststeht, ich bin nun mitten drin. Ich hoffe nur, dass mir ein Gespräch mit dem Onkologen Klarheit & Sicherheit schenkt.


    Ich danke euch sehr für's Lesen und Antworten.
    Bree