Beiträge von Hannah

    Liebe Mamimagnolia , was genau bedeutet es für dich, „stark zu sterben“ bzw. „schwach zu leben“? Wir wollen das sicher alle nicht: jahrelange Therapien, Arztbesuche, gute oder nicht so gute Ratschläge hören usw. Aber bin ich schwach, weil ich darauf höre? Bin ich stark, weil ich meine Krankheit ignoriere oder Therapievorschläge ignoriere?

    Wenn dem so ist, dann bin ich gerne schwach, denn immerhin hat mir diese Haltung bisher sechseinhalb Jahre mit metastasiertem Brustkrebs beschert.
    Ja, ich fühle mich auch oft fremdbestimmt, schwach, will am liebsten nichts mehr wissen von meiner Erkrankung und will in Ruhe gelassen werden. Aber letztendlich schaue ich dann doch wieder den Tatsachen ins Gesicht und mache weiter. Leicht ist es nicht immer, aber ich halte mich an den schönen Momenten fest und das hilft mir. Ob das Stärke oder Schwäche ist, ist Ansichtssache, spielt für mich aber auch keine Rolle.


    Alles Liebe


    Hannah

    Nein, Gitti1939 , ich brauche keinen extra Sauerstoff. Im Ruhezustand habe ich gar keine Luftnot und sonst zu Hause auch nur bei Anstrengungen wie Treppensteigen.
    In der Pausenwoche, wie jetzt gerade, kann ich alles und auch gut essen. Das genieße ich total. In den beiden Therapiewochen ist es mit dem Appetit nicht immer so toll.

    Danke fürs Daumendrücken, dir einen guten Chemostart und alles Gute für das Legen der Drainage.


    Tolle Nachrichten, liebe paetzi , weiter so!

    LG Hannah

    Liebe Aenneken , vielleicht würde dir eine Therapiepause guttun. Sprich deinen Onkologen doch mal darauf an. Ich habe vor sechs Jahren auch Paclitaxel bekommen. Zunächst 6, dann zwei Wochen Pause, dann nochmal 6. Während der ersten sechs Zyklen hatte ich auch Probleme mit den Beinen, nicht ganz so schlimm wie du, aber mir sind die Beine manchmal auch regelrecht weggeknickt, waren extrem zittrig und ich habe mich nicht getraut, Auto zu fahren, weil ich Angst hatte, im Notfall nicht schnell und kräftig genug bremsen zu können. In der Therapiepause haben sich die Beschwerden gelegt und sind in den restlichen sechs Zyklen auch nicht wiedergekommen.

    Alles Gute und liebe Grüße

    Hannah

    Liebe Pschureika , wie schön, dass die Leberwerte besser geworden sind. Das kann dir wirklich Mut machen. Und vielleicht hilft es dir, die Strapazen der Therapie besser zu ertragen.

    Ich bekomme zwar eine andere Chemotherapie als du, aber ich genieße auch immer die Pausenwoche, so wie jetzt gerade. Da spüre ich, wie es mir jeden Tag ein bisschen besser geht.


    Liebe Grüße und alles Gute


    Hannah

    Liebe Gitti1939 , danke, dass du nachfragst. Im Moment befinde ich mich in der Pausenwoche, da geht es mir deutlich besser. Nächsten Mittwoch ist der nächste Chemotermin. Die Kurzatmigkeit macht mir auch zu schaffen, wobei ich manchmal nicht weiß, ob sie vom Erguss, von der Chemotherapie oder von den schlechten Blutwerten kommt. Im Liegen merke ich jedoch nichts, nur bei körperlicher Belastung wie Treppensteigen oder zügigem Gehen.
    Es ist gut, dass du eine Drainage bekommst. Damit bist du unabhängiger und du kannst auch Flüssigkeit ablassen, bevor es richtig viel wird. Das ist weniger anstrengend.

    Für deinen Chemostart drücke ich dir ganz fest die Daumen und wünsche dir, dass sie mit möglichst wenig Nebenwirkungen gut anschlägt.


    Liebe Grüße und alles Gute


    Hannah

    Liebe Charly 57 , ich kann sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlst, und es tut mir so leid, dass du diesen Befund bekommen hast. Ich habe im April einen ähnlichen Befund erhalten. Drei kleine Hirnmetastasen. Sie wurden erfolgreich stereotaktisch bestrahlt. Die Bestrahlung habe ich gut verkraftet. Da deine Metastasen klein sind, ist das bestimmt eine Option für dich. Ich drücke dir ganz fest die Daumen.

    LG Hannah

    Liebe Gitti1939 , ich kann dich auch gut verstehen und ich finde es gut, dass du die Hoffnung nicht verlierst, dass dir die Chemotherapie hilft, und dass du die Tage genießt. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die Therapie gut verträgst und dass sie den gewünschten Erfolg bringt.

    Ich darf mich bisher eigentlich nicht beklagen. Ich lebe seit nunmehr sechseinhalb Jahren (Diagnose April 2014) mit metastasiertem Brustkrebs und erlebe jetzt zum ersten Mal, dass mir eine Therapie so zusetzt. Vorher habe ich mit meinen Therapien keine wirklich nennenswerten oder dauerhaften Nebenwirkungen gehabt und konnte ein nahezu normales Leben führen. Natürlich frage ich mich auch manchmal, ob mein Körper nach jahrelanger Dauertherapie noch Kraft hat. Wirklich zu schaffen macht mir momentan halt diese Abgeschlagenheit und bei relativ geringer Belastung die Kurzatmigkeit, die leider laut Ärztin durch die Chemotherapie verstärkt wird. Nicht ganz unschuldig an allem dürfte auch mein schlechter Hb-Wert (aktuell 9,2) sein. An meinen guten Tagen habe ich zum Glück recht guten Appetit, auch wenn mir manches gar nicht mehr schmeckt. Dennoch habe ich das Gefühl, dass mein Körper mehr Energie verbraucht, als ich ihm zuführen kann.
    Ich hatte übrigens heute wieder Chemotherapie, aber an dem Tag selbst geht es mir meist gut, nur kann ich, wie man an der Uhrzeit sieht, kortisonbedingt, in der Nacht dann nicht ganz so gut schlafen.

    Dir und allen anderen alles Liebe und Gute und eine gute Nacht

    Hannah

    Liebe Gitti1939 , du belastest mich überhaupt nicht. 😊

    1,5 cm ist ja erstmal nicht so viel. Da lohnt sich eine Punktion vielleicht noch nicht. Dass du die Kur absagen musstest, tut mir leid. Echt blöd.

    Die Drainage habe ich vorne, etwas seitlich. Da ist sie gut und ohne Hilfe zu handhaben. Einen Pflegedienst brauche ich zum Glück nicht. Schlafen auf der Seite, wo die Drainage liegt, ist meist etwas unangenehm, ist aber auch nicht meine bevorzugte Schlafseite.
    Leistungsfähig bin ich auch nicht mehr. Dazu trägt aber auch meine Chemotherapie (Gemcitabin/ Carboplatin) bei, die mich jedesmal für ein paar Tage ziemlich umhaut.


    Alles Gute und liebe Grüße


    Hannah

    Liebe Gitti1939 , ich nehme an, dass es sich um einen Pleuraerguss handelt. Ich habe auch einen, bereits seit zwei Jahren, zunächst ohne Beschwerden. Im Laufe des Sommers hat er sich massiv vergrößert, sodass ich sehr kurzatmig wurde. Er wurde zweimal punktiert, was keinen nachhaltigen Erfolg brachte. Mittlerweile habe ich eine Pleuradrainage, mit deren Hilfe ich zu Hause nach Bedarf Flüssigkeit ablassen kann. Außerdem wurde das Punktat untersucht und es stellte sich heraus, dass es Tumorzellen enthält, die eine andere Tumorbiologie haben als die bisher bekannten in Leber und Knochen. Deshalb hilft mir eine Antihormontherapie nicht mehr, stattdessen bekomme ich eine Chemotherapie.
    Dass ein Erguss ein Zeichen für eine fortgeschrittene Erkrankung ist, ist klar. Dass man aber nichts weiter machen kann, sehe ich nicht so. Ständig Punktieren ist auch nicht gut wegen Infektionsgefahr. Aber vielleicht hast du ja auch Glück und es läuft nichts mehr nach.


    LG Hannah

    Liebe Quietsche , ich bewundere dich, wie abgeklärt du mit der Erkrankung umgehen kannst. Ich kann das nicht, vor allem nicht mit dem Blick auf meine Angehörigen, ganz besonders meine Tochter. Auch wenn sie fast 19 ist, tut sie mir nicht einfach nur leid, sondern ich mache mir schreckliche Sorgen um sie, denn ich sehe, wie sehr sie unter meiner Erkrankung leidet, und ich weiß, dass sie große Angst um mich hat. Das kann ich nicht einfach so abtun.

    Ganz abgesehen davon, dass man sich als Mutter einfach wünscht, sein Kind, auch wenn es - zumindest dem Alter nach - erwachsen ist, möglichst lange zu begleiten.

    LG Hannah

    Liebe AnnaElsa ,

    ich habe auf eigenen Wunsch hin nach einer Komplettremission in der Leber gut drei Jahre lang nur alle drei Monate einen Ultraschall vom Oberbauch bekommen. Mein Onkologe und ich haben uns damals darauf geeinigt, dass erst dann ein CT gemacht wird, wenn es Unklarheiten gibt. Das war dann nach gut drei Jahren der Fall. Da hat mein Onkologe ein PET-CT angeordnet, das einen kleinen Progress in der Leber und in den Knochen zeigte.

    Ich bin kein Mediziner, aber ich denke, solange der US-Befund und die Blutwerte inkl. Tumormarker stabil sind, solltest du dir keine Sorgen machen.


    LG Hannah

    Hallo zusammen,

    ich muss einfach mal meinen Frust loswerden. Ich bekomme ja zurzeit Carboplatin/Gemcitabin, am vergangenen Mittwoch die 3. Gabe nach einer Woche Pause. Die ersten beiden Male haben mir schon ziemlich zugesetzt, aber diesmal hat es mich komplett umgehauen. Donnerstagabend fing es an mit schrecklicher Müdigkeit, die von einer zur anderen Sekunde einsetzte, und dann von Freitag bis Sonntag habe ich praktisch nur auf dem Sofa oder im Bett verbracht. Ich wusste nicht, dass man so schlapp und müde sein kann. Ich war zu nichts in der Lage. Dazu habe ich ständig gefroren, bin bei den sommerlichen Temperaturen mit dicken Socken und Strickjacke rumgelaufen. Gestern im Laufe des Tages wurde es besser und heute geht es mir eigentlich wieder gut. Morgen ist die 4. Gabe fällig. Mir graut davor.
    Das Paclitaxel, das ich vor sechs Jahren bekommen habe, war eine echte Wellnessbehandlung im Vergleich dazu.

    Sorry, fürs Jammern, aber ich musste das mal loswerden.

    Jetzt versuche ich den heutigen Tag zu genießen, obwohl mir die Hitze zu schaffen macht.

    LG Hannah

    Hallo Miss Ellie , meine Erstdiagnose war im April 2014, gleich mit multiplen Knochen- und Lebermetastasen. Zunächst Chemotherapie (Paclitaxel) , Avastin und Xgeva, dann bis vor wenigen Wochen AHT, u.a. auch Letrozol haben mir lange Zeit Ruhe verschafft. Im April Zufallsbefund von drei kleinen Hirnmetastasen, die erfolgreich bestrahlt wurden. Nun Umstellung auf Chemotherapie, da die Tumorzellen im Erguss keine Hormonrezeptoren haben.

    LG und alles Gute

    Hannah