Beiträge von laupalua

    Hey Leute!


    Ich glaube, das ist grundsätzlich das Problem, dass unsere Situationen einfach so überfordernd sind, dass keiner weiß, wie er damit umgehen soll. Weder Bertroffene noch Angehörige. Ich kann überhaupt nicht mit dem Satz leben: "Aber das willst du sicher nicht hören in deiner Situation." Ich finde diese falsche Rücksicht verletzend. Meine Situation ist schlimm genug und ich schlag mich oft genug mit meiner Einsamkeit und meinen Gedanken rum . Das muss ich nicht auch noch aus dem Leben der Anderen ausgeschlossen werden.
    Aber viel Schlimmer war ein Arzt im Krankenhaus. Als ich eingewiesen wurde hatte ich Wasser zwischen Lungen-und Rippenfell und diese Pleurapunktion, um das Wasser abzuziehen war für mich persönlich das Schlimmste, was jeh an oder in mir gemacht wurde. Bei meinem letzten Ultraschall vor der Entlassung wurde festgestellt, dass so gut wie alles Wasser weg war und der Arzt meinte tatsächlich zu mir: "Das ist aber Schade. Ich hätte schon gern nochmal eine Pleurapunktion durchgeführt!"
    HALLO!?!?? Ich bin darüber immer noch so entrüstet :cursing: . Vor allem, weil er diese Punktion nie gemacht hat, sondern andere Ärzte. Das heißt, die müssen sich auch noch über meine Reaktion (Jaaa.....ich habe vor Aufregung und weil es so unangenehm war geweint) ausgetauscht haben. :evil:

    Ich muss sagen, dass ich im Großen und Ganzen sehr gute Erfahrung gemacht habe. Ich war vorher noch nie in einem Krankenhaus, aber in den zwei Wochen, in denen mein Zustand unklar war und es um meine Gesundheit immer mal nicht gut stand, habe ich mich immer gut aufgehoben und kompetent behandelt gefühlt. Sicher gab es eine Ausnahme. Die Ärzte, die in dieser Zeit Dienst hatten sind meistens sehr junge Assistenzärzte gewesen. Sie waren immer bemüht herauszufinden, was genau mir fehlt. Im Endeffekt hatten alle schon lange einen Verdacht und der Name Lymphom fiel ab und zu ausversehen. Somit konnte ich mich selbst langsam auf die Nachricht vorbereiten und hatte schon vor meinem Krankenhausaufenthalt schon ein wenig über mögliche Varianten außer einem Lymphom gelesen, aber je mehr Test sie mit und an mir gemacht haben umso sicherer war ich mir selbst schon. Bei der Aufklärung über die Krankheit und die Chemo hatte ich zwei verschiedene Varianten. Einen Arzt, der sich mir und meiner ganzen anwesenden Familie zu einem Verhör stellte und wirklich ALLE Fragen in Ruhe und geduldig beantwortet hatte. Und einen Arzt, der sich teilweise glaube ich sehr lustig findet und mich mit seinem Humor echt angegriffen hat. :cursing: Ich weiß nicht, ob es an meinem Alter liegt (24Jahre) und er vor einem älteren Patienten mehr Respekt hat oder er einfach immer so saulustig ist! Aber Ausnahmen gibt es überall! ;)


    Ich war in meiner Situation echt sehr zufrieden mit den Ärzten und der Behandlung bis jetzt!!

    Hey ihr Lieben!


    Mich hat's dann also mit 24 Jahren getroffen und was mich zum Beispiel sehr stark beschäftigt hat, ist die Frage, ob ich nach der Chemotherapie noch Kinder bekommen kann oder nicht. Ich meine...ihr kennt das sicher alle, diese Risiken und Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Ich denke, dass die Krebsart da nicht so sehr große Unterschiede macht, wenn man sich das Risiko für den Körper anschaut.
    Da ja alle sich schnell teilenden Zellen im Körper angegriffen werden, hatte ich mir Gedanken gemacht, ob ich danach überhaupt in der Lage bin, noch Kinder zu bekommen. Die Ärzte sind sich da einig (die im Krankenhaus, die die Diagnose gestellt haben und meine Frauenärztin), dass meine Chancen sehr gut stehen. Gerade wegen meinem Alter. Aber was ist, wenn sie sich irren? Viele in meinem Umfeld verstehen diese Sorge nicht richtig, denn ihnen geht es darum, dass ich wieder gesund werde, aber ich mache mir darüber weniger Gedanken. Also in Hinsicht auf meine Zukunnft habe ich überhaupt keine Zweifel, dass ich wieder gesund werde. Über etwas anderes will ich auch nicht nachdenken, auch wenn die Angst unterschwellig natürlich immer vorhanden ist.


    Es gibt Varianten, bei denen ich meine Eizellen hätte einfrieren lassen können und so weiter, aber für mich gab es keine Zeit mehr, mich solch einer längeren Prozedur zu unterziehen. Die Ärzte mussten bei mir sofort mit der Chemo anfangen nachdem die Diagnose sicher war. Jetzt kann ich nur darauf hoffen, dass meine Jugend und Vitalität ihr übriges tun und ich noch fruchtbar bin, wenn die Therapie fertig ist. ;(

    Einen wunderschönen guten Tag!


    Ich habe Anfang Dezember meine Diagnose hochmalignes Non-Hodgkin Lymphom bekommen. Ich stecke also gerade mitten in der Chemotherapie und suche mir jetzt neue Möglichkeiten der Kommunikation. Es gibt so viele Dinge, die ich so schwer aussprechen kann oder in meinem persönlichen Umfeld schon gefühlt zu oft gesagt habe, aber mich immer noch damit herum schlage.


    Ich habe Angst, bin oft traurig, trotzdem stark und natürlich voller Hoffnung. Ich denke, ihr versteht, was ich meine! :D


    Ich würde mich freuen über regen Kontakt und werde mich jetzt noch ein wenig hier einfummeln! :rolleyes: