Beiträge von Maca

    Liebe Kratzekatz,


    ich bin sonst kein großartiger Gedichtefan, allerdings muss ich zugeben, dass mir deine Zeilen sehr nahe gegangen sind. Denn besonders die letzten Zeilen sind für mich ein großes Problem. Ich bin so sauer, dass ich meinem Körper nicht mehr vertrauen kann und der Gedanke "Mich wird das nicht treffen, ich habe immer so ein Glück." in meinem Kopf nicht mehr gedacht bzw. ausgesprochen wird. Ich bin so neidisch auf die Menschen, die diese Naivität nicht beraubt wurden. Ich habe jetzt auch viel mehr Angst um meine Kinder und meinen Mann. Ich hoffe, dieses Problem noch einmal besser in den Griff zu bekommen. Deine Zeilen zeigen mir allerdings mal wieder, dass ich mit diesem Gefühlen nicht alleine bin.


    Liebe Grüße Maca

    Liebe Pealine,


    auch von mir noch ein verspätetest herzliches Willkommen. Ich habe meine Diagnose im Februar bekommen und bei US bei der Frauenärztin hieß es auch zunächst, dass es zu 90% ein Fibroadenom sei. Gott sei Dank sagte sie, dass sie jede Patientin trotzdem zum Stanzen schicken und da kam dann ja auch der Hammer ans Tageslicht. Bei mir wurden im März dann Tumor, Wächter (3 Stk.) und Port gleichzeitig entfernt bzw. eingesetzt. Die Wächterwunde habe ich so gut wie gar nicht gespürt und die Brustwunde war eigentlich auch nicht der Rede wert. Bei mir hat der Port am meisten weh getan, allerdings wurde das von Tag zu Tag besser und heute spüre und sehe ich ihn nicht mehr. Ich habe einen ganz kleinen Port bekommen, die Chemoärzte und -Schwestern sind immer ganz verwundert, aber ich finde ihn toll, weil er überhaupt nicht zu sehen ist.


    Liebe Susa69, dir auch ein herzliches Willkommen. Du fragtest, inwiefern man seinen Alltag umorganisieren müsse. Ich habe auch zwei kleine Kinder (2 und 3) und habe mir im Vorfeld auch ganz viele Gedanken gemacht. Meine beiden Jungs gehen morgens in den Kindergarten bzw. zur Tagesmutter und um 15:00 Uhr gehe ich eine große Runde mit dem Hund und hole sie wieder ab. Für den Notfall hab ich mit der Tagesmutter einen Vertrag geschlossen, dass sie den Großen aus der KITA holt und ggf. bei sich behält, bis mein Mann nach Hause kommt. Ich musste das allerdings noch nicht wirklich in Anspruch nehmen (hab 4EC und 6Pacli durch). Es gibt immer wieder Tage, an denen man nicht viel schafft und auch die Nerven blank liegen, aber deine Mäuse sind ja schon etwas größer und haben vielleicht schon etwas Verständnis. Eine Freundin von mir hat Darmkrebs und auch 4-Jährige Zwillingsmädchen und die bekommen das auch sehr gut hin. Den Haushalt zu machen fällt mir teilweise echt schwer, allerdings war das vor der Chemo nicht großartig anders ;( , ich hasse Putzen!!! Aber wenn man alles etwas ruhiger angehen lässt, bekommt man eigentlich alles hin. Ich kann nur jedem empfehlen auch mal Hilfe anzunehmen und sei es nur, dass jemand für ne Stunde mit den Kindern spielt und man so in Ruhe das Bad putzen kann.


    Ich wünsche euch beiden alles Gute und dass die Chemo bei euch ähnlich positiv verläuft. Lasst mal von euch hören...


    Alles Liebe Maca

    Hallo Rapunzel und alle anderen,


    auch ich finde es schön zu hören, dass es hier noch andere gibt die sich was gönnen. Und damit meine ich nicht Dinkelkekse und grünen Tee :) . Das soll nicht heißen, dass ich mir nicht auch Gedanken über mein Leben und meine Ernährung mache, aber ich denke das Wichtigste ist es, sein Immunsystem stark zu machen. Dazu gehört aber auch ein gesunder Geist. Und wenn ich mir alles verkneifen muss, was mir früher Freude bereitet hat, und dazu gehört nun mal ein, zwei, drei... Bier zum Grillen und auch eine Zigarette, dann frustriert mich das. Alkohol unter Chemo ist nochmal was anderes, aber ich freue mich jetzt schon wahnsinnig darauf, wenn die Chemo um ist, mit meiner besten Freundin essen zu gehen und richtig viel Wein zu trinken :D . Ansonsten versuche ich mehr Sport zu machen und meinen Körper gaaanz viel Sauerstoff zukommen zu lassen. Wir müssen alle versuchen diesen sch... Krebs aus dem Kopf zu bekommen und da muss jeder seinen eigenen Weg finden und herausfinden, was einem wichtig ist, um seine Lebensqualität zu erhalten.


    In diesem Sinne geht es jetzt in den Strandkorb 8)


    Alles Liebe Maca

    Hallo Ihr Lieben,


    auch ich möchte mich mal wieder melden. Mir ging es eben ähnlich wie Toscha, ich bin leider im Moment nicht in der Lage direkt auf Beiträge von euch einzugehen, da ich mir die Namen und das, was ich schreiben möchte, nicht bis zum Antwort-Button merken kann :D . Und das wird immer schlimmer... Meine Notizfunktion im Handy ist mein ständiger Begleiter. Nützt bloß nicht viel, wie Samstag gemerkt: Ich mit meinem kleinen Sohn in der Supermarkt, um für das Wochenende mit Besuch von der Schwiegermutter einzukaufen. In der Gemüseabteilung harke ich noch die Tomaten ab und steck mir das Handy in die Hosentasche. Einen Gang weiter hole ich es wieder raus und stelle fest, dass mein sch... Hintern die Liste gelöscht hat. Ich hatte fast zwei Tage dafür gebraucht alles einzutippen. Bin dann völlig verpeilt mit meinem nörgelnden Kind durch den Supermarkt. Wie nicht anders zu erwarten, hab ich dann auch wieder einiges vergessen.


    Ansonsten fühle ich mich nach der 5. Pacli immer mehr wie eine alte Frau, der allerdings wieder die Haare wachsen :thumbsup:. Hab am Freitag nochmal alles wieder auf eine Länge gebracht und fühlte mich mit dem Rasierer meines Mannes wie Demmi Moore in Akte Jane vor dem Spiegel. Ich bin auch am Wochenende, trotz Besuch meiner Schwiegermutter, in Haus und Garten ohne Mütze rumgelaufen. Schön ist zwar anders, aber man könnte es theoretisch schon als Frisur bezeichnen.


    Gegen die Gelenkbeschwerden hat mir meine Onkopsychologin Enzyme empfohlen, die ich nun fleißig nehme. Ich hab das Gefühl, es ist schon etwas besser geworden und werde euch gerne weiter berichten.


    Euch noch eine schöne Woche, alles Liebe Maca

    Liebe Bubu,


    auch von mir noch ein herzliches Wíllkommen und alles alles Gute für deine heutige OP. Auch ich wurde im Februar brusterhaltend operiert und befinde mich gerade in der Chemo. Deine Gedanken und Ängste kann ich total verstehen, denn auch auf mich warteten zuhause zwei kleine Kinder 2 und 3 Jahre, die ich unbedingt aufwachsen sehen möchte. Meine Beiden gehen mit der Krankheit allerdings total toll um bzw. merken gar nicht so richtig, dass ich krank bin. Der Große weiß lediglich, dass ich eine scharfe Medizin bekomme, von der mir die Haare ausgefallen sind und ich manchmal etwas platt bin. Ansonsten muss ich sagen, dass man die Chemo auch mit kleinen Kindern gut überstehen kann. Ich kann nur jedem raten, sich für die kritschen Tage etwas Hilfe zu organisieren und die Zeit, die man jetzt ja zu genüge hat, zu genießen. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und du wirst sehen, dass die Zeit auf einmal so schnell vergeht und man sehr schnell aus dieser Anfangsphase von Panik, Angst und Traurigkeit wieder herauskommt.


    Alles liebe Maca

    Danke an alle, die mich so herzlich willkommen geheißen haben. Ich fühle mich bei euch sehr gut aufgehoben und finde es schön zu wissen, hier eine Anlaufstelle für Fragen und Probleme zu haben.


    Liebe Grüße Maca

    Liebe Toscha,
    dieser Thread ist so schön, weil man sich auch vor Augen führen kann, was man alles Schönes gemacht hat. Ich z.B. gehe jetzt immer zur Fußpflege und genieße es immer schicke Füße mit bunten Nägeln zu haben. Meine Fingernägel lackiere ich mir regelmäßig passend zu meinen Outfits, was bei meiner Chemoärztin immer völlige Verzückung auslöst :). Abends versuche ich regelmäßig walken zu gehen, dafür habe ich mir aus der Bücherei spannende Hörspiele ausgeliehen, dabei dann ich dann richtig gut abschalten. Um für meine Kinder eine tolle Sommererinnerung zu schaffen versuche ich schöne Sachen mit ihnen zu machen. So habe ich gestern z.B. Eis selber bemacht und ein riesige Schwimmbecken aufgeblasen, mit dem Mund :hot: , wäre fast gestorben :D. Wenn ich dann in meinem neuen Strandkorb sitze, den hat mein Mann mir zum Geburtstag geschenkt, damit ich während der Chemo den Garten besser genießen kann, und den Kindern zuschaue, merke ich kaum, dass ich krank bin. Gestern habe ich mir dann noch einen Kaffeevollautomaten und einen Milchschäumer bestellt, damit ich nachmittags in meinem Strandkorb einen leckeren Cappuccino genießen kann. Oh man, ich glaub ich muss aufpassen, dass die Chemo uns nicht arm macht :D. Ganz zu Beginn meiner Krankheit sagte meine Schwiegermutter, dass ich jetzt immer sagen muss, wie ich Dinge haben will und wie es für mich am besten ist. Und ich muss sagen, dass klappt und vereinfacht auch Vieles.


    Ein Phänomen habe ich gestern auch mit meiner Psychoonkologin besprochen: Mir war aufgefallen, dass ich bestimmte Dinge zurzeit nicht machen möchte. So gehe z.B. nicht zum Grillen vor den Sommerferien zu meinen Kollegen, obwohl ich mich da sonst immer sehr darauf gefreut habe und ich fahre auch nicht mehr zu Besuch zu meiner Schwiegermutter, obwohl ich das immer sehr genossen habe. Irgendwie möchte ich diese Anlässe nicht mit meiner Krankheit beschmutzen. Meine Psychologin hat dies schmunzelnd mit dem Tipp verglichen, dass manche Leute empfehlen unter Chemo nicht seine Lieblingsessen zu essen, da man diese dann später nicht mehr mag. Und ich muss sagen, dass trifft es sehr gut. Ich möchte nächstes Jahr nicht mit meinen Kollegen grillen und hören: "Weißte du noch letztes Jahr um die Zeit..." Kennt das jemand von euch auch. So, jetzt schnapp ich mir den Hund, geh ne Runde spazieren und setzt mich danach mit einem Krimi in den Garten und genieß den Sommer. Denn ich hab frei und das noch bis zum nächsten Jahr:thumbsup:.


    Genießt das schöne Wetter


    Macca

    Liebe Laly81,
    ersteinmal ein herzliches Willkommen, wenn der Anlass auch kein schöner ist. Auch ich habe mich erst vor kurzem hier angemeldet. Als ich deine Vorstellung gelesen habe kamen bei mir die ganzen alten Gefühle wieder hoch, die mich im Februar ereilten. Man bekommt ein Befund nach dem nächsten, weiß diese zunächst gar nicht einzuordnen, bekommt ständig Ratschläge und Geschichten von anderen zu hören und jeden Morgen wacht man auf und realisiert, dass Leben, was man hatte so vorbei ist. Auch ich bin erst 36 Jahre alt und habe zwei kleine Jungs (2 und 3) und kann die beruhigen, dass man seinen Alltag auch trotz Chemo schafft. Sicherlich geht es nicht jedem gleich, aber ich Sitz seit vier Wochen wöchentlich bei der Chemo und sehe somit sehr viele Frauen und da war bisher keine richtig fertig. Wichtig ist, dass man lernt Hilfe anzunehmen und Auszeiten für sich zu nutzen. Was die Haare angeht, kann ich dich auch beruhigen. Ich hatte sehr lange, gesunde dicke Haare und hab sie mir bei der Perückentante abrasieren lassen. Dabei hab ich auch den Spiegel vedecken lassen und ein paar Tränen verdrückt. Aber schon abends vor dem Spiegel habe ich festgestellt, dass ich immer noch ich bin. Die Perücke kam bisher auch kaum zum Einsatz, ich fühl mich damit wie eine Transe. Mit Beanies und Tüchern fühle ich mich nicht so verkleidet. Zu meinem Dreijährigen habe ich gesagt, dass Mama bald eine scharfe Medizin bekommt, um wieder ganz gesund zu werden und diese Medizin macht Mama manchmal schlapp und dass ihr die Haare ausfallen. Das hat er verstanden und als die Haare dann weg waren rannte er durch den ganzen Kindergarten und schrie: "Mama sieht jetzt aus wie Papa." Ihn hat das nie gestört und der Kleine hat es nicht einmal gemerkt. So, lange Rede kurzer Sinn: Es sind seit der Diagnose vier Monate vergangen und das Leben geht weiter und das sogar mit sehr vielen schönen Momenten. Ruf dir immer wieder vor Augen, dass der Wächter frei war, denn das ist soooo eine tolle und vielversprechende Voraussetzung. Würde mich freuen mal wieder von dir zu hören und wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
    Liebe Grüße Maca

    Danke für das herzliche Willkommen! Ich hatte heute Morgen Chemo und bin danach erstmal zu meinen Eltern gefahren, um etwas Unterstützung mit den Kindern zu haben. Leider liegt mein Vater gerade in den letzten Zügen seines Bauchspeicheldrüsenkrebses, sodass es für mich sehr bedrückend ist zu sehen, wie Krebs enden kann. Und besonders meine Mutter tut mir unendlich leid, dass zwei geliebte Menschen in Ihrer Umgebung so krank sind. Aber eigentlich bin ich ja schon fast wieder gesund

    Hallo liebe Mitstreiter,


    wie ihr seht bin ich neu hier und würde mich gerne in euren Thread einklinken. Auch ich komme zurzeit in den Genuss der ECP-Chemo und habe EC erfolgreich hinter mich gebracht. Morgen bekomme ich dann die 4. Pacli verabreicht. Auch ich lasse mir seit Pacli die Füße und Hände frosten, da ich den Gedanken, dass mir die Nägel abfallen könnten derartig abartig finde... Ob es hilft, wird sich zeigen. Auch ich vertrage, wie die meißten von euch Pacli wesentlich besser, allerdings merke ich auch jetzt schon, dass man doch mit der Zeit schwächer wird und eine Woche doch rasend schnell vorbei geht. Wie geht es da denjenigen von euch, die schon weiter sind? Ich habe auch das Gefühl, dass ich meinen Kindern gegenüber zunehmend ungeduldiger werde, dass die beiden sich nahezu im Minutentakt eins auf die Omme hauen, ist da auch nicht gerade zuträglich. So, dass war jetzt also mein erster Beitrag in einem Forum.


    Liebe Grüße Maca

    Lange habe ich überlegt, ob ich mich in einem Forum anmelden soll und wie ihr seht, habe ich mich dafür entschieden. Kurz zu mir: Ich bin 36 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern (2 und 3 Jahre). Im Februar habe ich die Diagnose Brustkrebs erhalten. Ich habe einen hormonabhängigen G3 Tumor, der 2,2 cm groß war. Leider hatte dieser einen KI67 von 80 %, was mir weiterhin große Angst macht. Zum Glück waren keine Lymphknoten befallen und ich konnte brusterhaltend operiert werden. Seit März bekomme ich nun Chemo (ECP). EC habe ich nun zum Glück hinter mir und bekomme morgen meine 4. Pacli. In zwei Wochen habe ich einen Termin bei den Humangenetikern und überlege einen Gentest machen zu lassen, obwohl es in meiner Familie nur einen Brustkrebsfall urgroßmütterlicherseits gibt. Nach der Chemo steht bei mir dann noch Bestrahlung an und danach 10 Jahre Tamoxifen. Besonders freue ich mich auf meine Mutter-Kind-Reha im November. So und jetzt freue ich mich erst einmal auf einen regen Austausch mit euch!!!