Beiträge von Chrigele

    Guten Abend zusammen


    Nachdem ich gestern nach dem Rat von Knuffel noch einen halben Liter Tee getrunken habe, bin ich ins Bett gegangen und habe tief und fest geschlafen, wie schon lange nicht mehr. Ich musste nur mehrmals zum Pinkeln aufstehen, was man ja auch verstehen kann.
    Heute geht es mir besser, ich bekomme zwar immer noch diese Sensilibilitätsstörungen zwischendurch und ein Zeh tut mir weh und natürlich leide ich unter den trockenen Schleimhäute, aber das gehört wohl einfach dazu. Ich bin aber sehr froh, dass es mir nicht mehr so schwindelig ist. Ich gehe jetzt auch wieder ins Bett, ich bin sehr müde.
    Vielen Dank nochmals für Eure Hilfe und die nette Nachfrage, wünsche Euch allen auch einen gesunden und tiefen Schlaf
    L.G.
    Chrigele

    Schwindel und anderes!


    Guten Morgen liebe Mitstreiter(Innen)
    Ich hatte am Dienstag meine 7 Chemo mit Taxol, und habe gestern morgen leichtes kribbeln an den Füssen gehabt. Gegend Abend hat sich das ausgedehnt auf die Hände Füsse und Beine. Zudem hatte ich den Eindruck, auszutrocknen. Jetzt ist es noch schlimmer, es ist mir auch schwindelig, so dass ich mich fast nicht getraut habe aufzustehen. Ich angle mich den Wänden entlang und habe mir als erstes Nasensalbe in die Nase geschmiert und einen Kaugummi in den Mund gesteckt, damit wenigstens etwas feucht wird.
    Jetzt sitze ich hier am PC und irgendwie fühle ich mich nicht wie es sein sollte. Ich hatte das bis jetzt noch nie, habe immer alles gut vertragen.
    Könnt Ihr mir da vielleicht einen Tip geben?
    L.G.
    Chrigee

    Guten Morgen allerseits


    Ich möchte meine inzwischen gemachten Erfahrungen zum grünen und zum Smoothie allgemein zum Besten geben, vielleicht hilft es anderen Chemogeplagten auch.
    Da ich ja weiss, dass ich viel zu wenig Gemüse esse und das mischen mit frischem Obst zusammen mir da sehr entgegen kommt, habe ich also mit den grünen und auch den reinen Obstsmoothies angefangen. Es hat total lecker geschmeckt und ich habe munter zusammengemischt, was mir geschmeckt hat. Ich habe mich auch informiert und Rezepte gesammelt und täglich frisch eingekauft.
    Nur leider habe ich die Rechnung ohne meine Verdauung gemacht. Ich habe auch gelesen, dass man den Körper zuerst an die Rohkost gewöhnen muss und man nicht sofort nur noch Smoothies essen, trinken, oder sonst wie zu sich nehmen sollte. Nun denn, wenn ich was mache dann doch gleich richtig, also sofort radikal umgesetzt und die Ernährung umgestellt. Meine anfänglichen Blähungen und Bauchschmerzen habe ich hingenommen, ich wusste ja warum. Dafür habe ich die Abführtropfen angepasst und erhöhrt, damit da überhaupt was ging. Allerdings ging nach 2 Wochen immer noch nichts, ausser dass ich dauernd auf die Toilette zum pinkeln musste, auch nachts, auf dem Höhepunkt bis zu 7mal. Auf den Hundespaziergängen ging es nur am Waldrand entlang, damit ich schnell hinter einem Busch oder Baum oder einem sonstigen geeigneten Material Deckung finden konnte. Ich habe dann meine Ernährungsumstellung meiner Onkologin erzählt, nur im Hinblick auf diese leidige Pinklerei, da ich vielleicht auch viel mehr Flüssigkeit aufnehme mit meiner neuen Kost, so meine Erklärung dazu. Eigentlich war ich ziemlich stolz, dass ich so viel gesundes Gemüse und Obst esse und meinem Körper etwas richtig gutes tun würde. Meine Ärztin hat gefragt, wie lange ich das denn schon so mache und gesagt, dass das gar nicht gehen würde. Meine Verdauung hätte keine Chance während der Chemo Rohkost zu verdauen und fand das so bedenklich, dass sie mir gleich eine Ernährungsberaterin vorbeischicken musste. Ich konnte ja auch nicht weg, war ja an die Infusion gefesselt.
    Diese wollte dann wissen, wie ich mich ernähre und konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. Fazit, ich würde in einen absoluten Proteinmangel kommen, mein Körper würde Muskulatur abbauen, meine Verdauung, eh schon geplagt und reduziert, könne gar nicht funktionieren und auch später wäre diese Kost nicht als Dauerkost geeignet, sondern man könnt gut 1 Mahlzeit damit ersetzen und gut ist.
    Mein Kostplan, ganz sicher überhaupt nichts rohes, viel Milchprodukte in jeglicher Form ausser beim Käse, nur Hartkäse. Wöchentlich 3 Fleisch oder Fischmahlzeiten obligatorisch, nichts blähendes, also sicher kein Kohl o.ä., keine Vollkornprodukte oder Nüsse, eben nur leicht und schnell verdauliches. Diese Kost sei nicht ausgewogen über längere Zeit, aber während der Chemo gelten andere Gesetze und danach sollte man sicher wieder faserreicher ernähren, so die Ansage der Dame!
    Morgen habe ich die nächste Dosis und dann kommt sie wieder vorbei und erkundigt sich. Hört sich an wie eine Drohung und ich habe vor der mehr Bamel als vor der Chemo!


    Also, Leute aufgepasst vor den Ernährungsfachleuten, die vermiesen alles! ;)


    L.G.
    Chrigele

    Liebe Bettina
    Ich musste 1 Tablette am Vorabend und 1 Tablette Cortison am Morgen der Chemo nehmen. Die Vorlaufzeit dauert inkl. Spülung mit NACL und Cortison etwa 1/2 Stunde, danach läuft das Taxol.
    Als Medikamtent für die nächsten Tage muss ich heute 1/2 Tabl. und dann noch 2x 1/4 Tabl. nehmen und dann keine mehr. Am Abend vor der Chemo dann nur noch 1/2 und am Morgen 1 Tabl. Cortison. Die Onkologin hat gesagt, dass man das relativ schnell weglassen kann, wenn ich alles gut vertrage.
    Seit sie das Cortison so verordnen, gibt es praktisch keine allergischen Reaktonen mehr. Ich weiss von anderern Spitäler, die das Cortison nur als Vorlauf geben, immer mal wieder jemdand umkippt und die Chemo unterbrochen werden muss.
    Übrigens habe ich auch beschlossen, dass das so bleibt mit den NW. Das einzige was ich mir erlaube, dass ich mich jetzt für1 Stündchen hinlegen.


    L.G.
    Chrigele

    Habe also die Erste Runde Taxol hinter mir.


    Nebenwirkungen bis jetzt:
    nicht geschlafen, lecht müde nicht zu vergeichen mit der Erschöpfung bei der EC.
    gestern abend ganz leichtes Kribbeln in den Händen und als wären sie eingeschlafen, durch reiben schnell wieder weg.


    Das ist schon alles! Also bis jetzt super zu ertragen!


    L.G.
    Chrigele

    Hallo Ihr Lieben


    Morgen nun also geht es in die nächste Runde mit meiner ersten Dosis Taxol. Ich muss heute und morgen vorbeugend je eine Cortisontablette nehmen, musstet Ihr das auch? Es soll allergischen Reaktionen vorbeugen, die dadurch kaum noch auftreten.
    Bin mal gespannt auf die Nebenwirkungen!


    L.G.
    Chrigele

    Hallo Munneypenny,


    Das geht auch so, erst Chemo und dann Op. Bei mir z.B. wurde zuerst die Chemo gemacht, resp. bin immer noch dran, und erst danach folgt die Op. Der Grund ist einfach, der Tumor soll verkleinert werden damit nicht so radikal operiert werden muss. Es hat auch einen anderen Vorteil, du siehst, wie die Chemo wirkt und im besten Fall der Tumor schrumpft oder sogar ganz verschwindet. Wenn nicht, kann man die Chemo anpassen.
    Wenn der Tumor schon wegoperiert wurde, hast Du diese Möglichkeit nicht mehr.


    L.G.
    Chrigele

    Hallo Ihr Lieben


    Ihr habt mich so glustig gemacht, dass ich mir gerade so ein passendes Gerät für die Herstellung der Smoothies bestellt habe. Ich esse viel zu wenig Gemüse, das weiss ich auch, aber so in halbflüssiger und cremiger Form wird das was ganz anderes, vor allem weil man nach Belieben noch mit Früchten mischen kann. Ich bin schon sehr gespannt, was da alles dabei rauskommt und was mir auch gut schmecken wird! :D
    Danke für die Idee und die Tips!
    L.G.
    Chrigele

    Hoi Hoffnungsschimmer


    Ich habe 3 Hundis und auch 4x EC und 12x Taxol, und mir hat auch niemand ein Buch mit solchen Ernährungstipps in die Hand gedrückt. Ganz im Gegenteil, mir hat man gesagt, dass man während der Chemo essen soll, auf was man Lust hat und man soll auf sein Bauchgefühl hören. :)


    Wünsche Dir weiterhin viel Spass mit Deinem Vierbeiner und schaue was Dir schmeckt! ;)


    L.G.
    Chrigele

    Guten Morgen alle zusammen


    So, heute habe ich meine 4. und letzte EC. Meine Freundin begleitet mich und mein Mann kommt später auch noch kurz dazu. Das stellt mich richtig auf! Nächste Woche gibt es einen Ultraschall als Bestandsaufnahme, um zu sehen, wie die Behandlung bis jetzt angeschlagen hat. Der Tumor ist immer noch da, aber irgendwie anders, kleiner und mir kommt es so vor, als hätte er die Form verändert, was sicher nicht stimmt!
    Ja, ich bin sicher, dass es meinem Untermieter zunehmend ungemütlich wird in seinem Zuhause.


    Machts alle gut und haltet die Ohren steif!


    L.G.
    Chrigele

    Hallo zusammen


    Vielen Dank für Eure Antworten, ich habe mich entschieden, mein Auto zu Hause zu lassen. Mein privater Taxidienst funktioniert ausgezeichnet dank ganz lieben Kollegen und Kolleginnen aus dem Rettungshundewesen. ^^ :thumbsup:
    Ich bin dafür sehr dankbar!


    L.G.
    Chrigele

    Guten Tag alle zusammen


    Ich nehme auch den Aroniasaft, jeden Tag ein Glas, ob es was hilft weiss ich nicht, meine Onkologin fand es gut. Was mir aber sicher gut tut, ist Akupunktur. Ich habe den Unterschied gespürt, weil ich die 3. Chemo am 23.12. hatte und daher die Behanlung ausfiel. Ich hatte ganz eindeutig länger an den NW zu knabbern als mit.


    L.G.
    Chrigele

    Guten Morgen alle zusammen


    Vielleicht ist das eine doofe Frage, aber ich frage trotzdem. Kann, oder besser darf man nach der Behandlung mit Taxol mit dem Auto fahren oder sollte man am Behandlungstag aussetzen? Ich sollte es für die Planung meiner lieben Freunde, die mich jeweils von zu Hause abholen und wieder dahin zurückfahren, wissen. Denn vielleicht kann ich das ja selber machen.
    Ich habe am 6.01. meine letzte EC und 2 Wochen später kommt die erste Dosis Taxol.
    L.G.
    Chrigele

    Hallo liebe Sprotte
    Ich bekomme auch 4x EC, habe am 6.01. meine 4. Schon nach der ersten Dosis hat sich mein Darm verabschiedet und die Arbeit verweigert. Das äussert sich aber nicht mit Durchfall, sondern mit Verstopfung. Mir wurde auch zu Beginn schon ein Abführmittel mitgegeben, da diese Nebenwirkungen bekannt sind. Ist aber damit kein Problem und sehr gut inden Griff zu bekommen. Irgendwann stellt die Verdauung wieder auf Normalbetrieb! ;) :)
    L.G.
    Chrigele

    Guten Morgen alle zusammen


    Ich danke Euch für die vielen Antoworten und ja, es tut gut verstanden zu werden. Ich muss mich hier auch nicht zusammennehmen oder so tun als ob! Ich muss keine Angst haben, jemanden vor den Kopf zu stossen und vollig zu überfordern.
    Ja, mit meiner Mutter könnte ich auch aufwarten, ich gehe dann jede Woche hin um bei ihr die Blase zu spülen, sie hat seit über 10 Jahren einen sogenannten suprapubischen Katheter,das heiss, der Blasenausgang ist beim Bauchnabel und muss natürlich gut gepflegt werden. Die dauernden Blasenentzündungen haben wir am besten unter Kontrolle, wenn wir zusätzlich zurm regelmässigen Katheterwechsel beim Doc noch 2x wöchentl. spülen, 1x ich und 1x meine Schwester. Seit Monaten spricht sie nur noch Exit und wir haben auch schon mal die Betreuerin zu Besuch, die meine Mutter begleiten würde, und sie hat uns alles sehr gut erklärt. Wir wissen also genau, was auf uns zu kommen wird, wenn meine Mutter denn den Schritt tatsächlich machen möchte. Trotzdem ist es nicht lustig und auch belastend, über den Selbstmord der eigenen Mutter zu reden. Aber ja, das ist nicht mein dringendes Problem, bin gespannt, was da alles auf den Tisch kommt!
    Gestern hatten wir einen schönen und lustigen Geburi mit meiner Tochter und ihren Betreuer und Kollegen und mit dem allerliebsten Bruder, so sagt sie es immer, meiner Schwester und mir. Sie hat gestrahlt wie ein Honigkuchen und fand es zum wiederholten Mal so schade dass sie nicht jeden Tag Geburtstag hat.
    So sollte es sein! ^^ :thumbsup: :hug:
    L.G.
    Chrigele

    Hallo alle zusammen


    Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe jetzt sogar noch am 24.12. einen Termin bei einer Psychoonkologin bekommen, das finde ich total nett!Sie hat gefragt, ob der Termin noch vor Weihnachten sein soll, ich sagte, dass ich das nicht so recht wüsste. Dann hat sie nachgefragt, genau die selbe Frage wiederholt. Dann musste ich mich entscheiden und habe tatsächlich ja gesagt, bin selber etwas überrascht.


    Mir fehlt der Boden unter den Füssen, komisch, da ich mich immer als sehr taff und eben mit beiden Füssen auf dem Boden stehend gesehen habe und jetzt ist er einfach weg. Ich hab nur noch hoch und tiefs, die Mitte ist nicht mehr vorhanden, ich kann mich sozusagen nicht mehr orientieren. Hätte nie für möglich gehalten, dass das mir passieren kann.


    Ich habe eine schwer behinderte Tochter, wir feiern morgen ihren 29 Geburtstag. Ich habe soeben ihren Wunschdessert, eine Quarkmousse gemacht, sie wird sich freuen. Sie war eine Frühgeburt und kam in der 28. Woche zur Welt mit 1100g. Das sie eine Hirnschädigung davongetragen hatte, bemerkte man etwa ab dem 4. Monat und wurde dann mit einem Schädel- CT bestätigt. Sie hat dann sämtliche Kinderkrankheiten durchgemacht, von 3 Monatskolliken über Pseudokrupp usw. Wir haben alles überstanden und ich behaupte mal gut überstanden. Gianna kann weder laufen noch frei sitzen und muss im Rollstuhl festgebunden werden trotz Titanstange im Rücken zur Stabilisierung der Wirbelsäule, aber was Gianna dafür sehr gut kann ist reden, sogar wie ein Wasserfall. Sie kann sagen was sich möchte oder was ihr nicht passt, sie kann sagen wie sich sie fühlt oder wenn sie wütend ist. Sie kann schimpfen und fluchen über mich, wenn ich nicht mit ihr einverstanden bin und sie kann mich umarmen, etwas schwierig zwar, aber es geht mit etwas Hife und sie sagt mir ganz oft, wie lieb sie mich doch hat. Alles habe ich irgendwie gemeistert und ich dachte, dass ich alles durch habe und mich nichts mehr erschüttern kann, und jetzt das!


    Wie Ihr merkt, bin ich gerade am Herz ausschütten, ich kenne mich selber nicht mehr! ;( 8| :(


    L.G.
    Chrigele

    Hallo Ihr zwei


    Herzlichen Dank für Eure Antworten. Ja, bei uns gibt es auch Psychoonkologen, aber ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass ich das nicht brauche. ?(
    Das ist vielleicht ein Trugschluss, werde es mir noch einmal überlegen. Vielleicht entlastet es auch ein wenig meinen Ehemann, der kriegt natürlich das meiste ab.


    Vielen Dank und bis demnächst
    L.G.
    Chrigele

    Guten morgen alle miteinander
    Seit meiner zweiten Chemo und vor allem seit ich in den Spiegel schaue und mich ein kahlköpfiges Gesicht anguckt, schiebe ich total die Krise. Ich bin dünnhäutig geworden und kann überhaupt nichts mehr vertragen. Es langt schon eine Frage, wie es mir denn heute geht oder irgendetwas harmloses und ich kann die Tränenflut nicht mehr aufhalten. Es tut mir für die Leute leid, die dann meine volle Ladung abkriegen und manche wissen ja gar nicht was los ist. Ich entschuldige mich dann immer, es ist mir so peinlich, und verziehe mich wenn möglich schnellstens.
    Meine Schwester hat mir vor 3 Tagen die letzten kümmerlichen Reste von Haarbüschel abrasiert und wir haben gelacht und geheult gleichzeitig, auch das geht. Ich verstehe micht gar nicht mehr. Ich bin ein sehr aufgeschlossener, politiver und fröhlicher Mensch und dieses Wechselbad der Emotionen, diese Hochs und Tiefs fast gleichzeitig und wie aus dem nichts, kann ich nicht einordnen. Ich kann auch losplärren und weiss nicht einmal warum.
    Kennt Ihr das auch und wie seid Ihr damit umgegangen?


    L.G.
    Chrigele