Beiträge von Hoffnungschimmer

    Liebe Lissie,


    ich kann sehr gut nachempfinden, wie es Dir geht!! Ich hatte meine Diagnose im Dez.2015. Brustkrebs mit Sentinelbefall. OP, 4x EC, 12x Pacli, 32x Bestrahlung. Während all der Zeit ging es mir hundeelend und es hat mich die Panik immer wieder heimgesucht- und ich habe in den letzten 40 Jahren eine Psychoanalyse und 2 Gesprächstherapien gemacht! Auch meine ganzen Versuche mit Desensibilisierung/ Verhaltenstherapie haben nicht genutzt!!


    Während der ersten Reha/ AHB konnte ich keine 50 Meter über freie Wege gehen ohne Todesängste! Dann habe ich angefangen, mit mir zu reden. Ich fragte mich, was eigentlich schlimmer sein kann als die Diagnose Krebs. Was ich seither alles erreicht habe aus eigener Kraft?! Ich sagte mir im Spiegel, dass ich eine starke Frau bin! Das machte ich jeden Tag, die ganzen 5 Wochen lang. Und es wurde tatsächlich besser!

    Heute hadere ich nach 2 Jahren Tamoxifen und 6 Monaten Anstrozol mit der Therapie. Ich arbeite wieder in meinem Beruf und ich will mich nicht mehr vor irgendwem oder irgendwas ducken. Die Attacken grüße ich, wenn sie doch mal wieder kommen und sage ihnen, dass ich sie nicht mehr brauche! Sie gehen tatsächlich vorbei.


    Lissie und alle anderen Betroffene, glaubt an Euch! Wir sind stark! Wir schaffen das!

    Habt den Mut und holt Euch auch Hilfe beim Psychoonkologen oder anderen Therapeuten!! Ihr seid es wert, ein Gutes Leben zu führen!,


    Sorry für den Roman, aber ich will Euch Mut machen! Das hat mir hier im Forum auch immer geholfen!!


    Lieben Gruß Petra

    Hallo,


    Ihr habt mir hier alle aus dem Herzen gesprochen!! Dieses Wechselbad der Gefühle, die ständige Frage bei neuen Zipperlein - ist da wieder was? Kommt das von der Tam?? Sind das späte Nebenwirkungen???


    Leider sind die Ärzte, bei denen wir unsere Nachsorge machen, ja meist nicht auf die Erkrankung spezialisiert. Da kommen dann schon mal Aussagen wie - "das kann so lange nach der akuten Therapie eigentlich gar nicht sein, dass da noch was neu dazu kommt" oder " Hm, da haben Sie wohl inzwschen mehr Ahnung davon als ich".....


    Ich bin sofort dabei, wenn es um einen Thread für "alte Hasen" geht!! Wie bereits schon gesagt- die akute Phase hat andere Prioritäten als unsere Situation nach 1 oder 2 oder 3..... Jahren.


    Und wenn die Ärzte uns nicht weiterhelfen, wir nicht ständig zu Untersuchungen rennen wollen aber Fragen sich aufdrängen, da sind wir hier doch am richtigen Platz!! Gemeinsam geht es doch viel leichter!!!


    Wäre schön, wenn der Thread zustande käme.


    Liebe Güße


    Hoffnungschimmer

    Ich grüße Euch, liebe Foris,


    ich habe seit 15 Monaten das erste Mal wieder mein Gehalt bekommen !!!!!!! :D :thumbsup: :thumbsup: 8o


    Das war ein wunderschöner Moment für mich. Wieder arbeiten können, Vollzeit den ganzen Monat geschafft und wieder eigenes Geld verdient. Vor einem Jahr hätte ich mir das nicht zu Träumen gewagt.


    Allerdings merke ich schon, dass meine Leistungsgrenze ein ganzes Stück enger geworden ist. Ich muss sehr bewusst arbeiten, damit ich mich nicht übernehme. Wie Du, Sylvi, sagst - ich wollte auch immer 150%. Und jetzt lerne ich so ganz langsam - 100% reichen auch völlig - 100% von jetzt, nicht von früher.


    Ich freue mich jeden Tag, den ich zur Arbeit gehen kann und ich genieße aber auch ohne schlechtes Gewissen den vielen Resturlaub, den ich mir schön verteilt habe, damit die Strecken an "Dienstzeit" nicht zu lange werden.


    Nochmal danke, dass Ihr hier seid und mich begleitet. Ich hoffe, meine Erfahrung kann auch der einen oder anderen Mitstreiterin hier etwas helfen!!


    Ich wünsche euch allen noch einen schönen ersten Mai. Wir haben schon so viel geschafft, wir werden auch weiter unseren Weg gehen!!!


    Liebe Grüße


    Hoffnungschimmer

    Liebe Foris,


    nun ist schon wieder einige Zeit ins Land gegangen, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Habe aber zwischendurch immer mal wieder reingeschaut.


    Jetzt ist es tatsächlich soweit - ab morgen geht mein Start ins Berufsleben wieder richtig los. :thumbsup: :thumbsup:


    Die Wiedereingliederung funktionierte echt gut. Ich konnte langsam üben und merkte sehr schnell, wie leicht ich wieder in den "alten Trott" zu rutschen Gefahr lief!!! :hot:
    Ich habe mich dann ganz schnell "an die Kandarre" genommen und mich zurückgefahren. Meine Kollegen und der Vorgesetzte halfen mir aber auch wirklich dabei, mich nicht zu überfordern. Und jetzt zum Schluss habe ich eigentlich schon ganz normal mitgearbeitet, halt nur zwei Stunden weniger als die anderen.:thumbup:


    Ehrlich gesagt, so sehr ich mich darauf freue, endlich wieder ins Berufsleben einzusteigen - ein bisschen Bammel hab ich schon. Schaff ichs auch wirklich Vollzeit? Kann ich mich genug abgrenzen und mich nicht überfahren lassen von der Arbeit? ?(


    Aber es wird nicht gegrübelt. Ich hab das letzte Jahr überstanden, da werd ich das doch wohl auch schaffen!! Ich kann das und ich mach das, fertig....... :rolleyes:


    Ich wünsche Euch ebenfalls viele Erfolgserlebnisse und wunderschöne Frühlingstage!!


    Liebe Grüße
    Hoffnungschimmer

    Liebe B-Hörnchen,


    herzlich willkommen in unserem Kreis, wenn du auch sicher lieber aus anderen Gründen mit Menschen in Kontakt treten wolltest.


    Du hast ja schon gemerkt, dass hier viele Frauen sind, die ihre Erlebnisse mit anderen teilen und von denen wir alle lernen können und Mut und Zuversicht finden!!!


    Mir hat dieses Forum sehr viel geholfen, gerade in der Anfangszeit, als alles so neu und verwirrend war. ?( :thumbup:


    Schau Dich um, lies hier und da und stelle Deine Fragen. Es ist immer jemand erreichbar, der Dir antwortet!!


    Deinen ersten wichtigen Termin hast Du ja schon bekommen! Dafür drücke ich Dir ganz fest die Daumen!!!!


    Lieben Gruß


    Hoffnungschimmer

    Vielen Dank für Eure lieben Wünsche!!!



    Und nun ist tatsächlich schon die erste Woche um!!!!


    Es war eine sehr anstrengende, aber auch eine sehr erfüllende Woche!!! :D


    Ich habe in den 3 Stunden täglich ganz schnell wieder in den Arbeitsalltag zurückgefunden. Natürlich muss ich vieles erfragen, in über einem Jahr Abstinenz verändert sich ja doch einiges. Aber so der ganze Ablauf, der Kontakt zu den Bewohnern, für die wir zuständig sind, das baut auf.


    Und ich bekam ganz viele positive Rückmeldungen von Kollegen und Bewohnern. Sie scheinen sich wirklich zu freuen, dass ich wieder da bin und sie machen Komplimente für meine neue Kurzhaarfrisur!!!!! :thumbsup: :thumbsup:


    Allerdings habe ich in den letzten beiden Tagen schon gemerkt, dass dieser Einstieg auch ganz schnell verführt, sich zu verausgaben!!! :S Da muss ich auf mich aufpassen. Habe aber ganz liebe Kolleginnen, die mir versprochen haben, mich zu bremsen, wenns zu heftig werden sollte!!! :thumbup:


    Ich freue mich nun auf ein ruhiges Wochenende und einen neuen Start am Montag.


    Euch allen liebe Grüße und Mut zum Weitermachen und Durchhalten !!!!!!


    Hoffnungschimmer

    Hallo, kleiner Vogel,


    ich kann sehr gut nachempfinden, wie Du Dich fühlst. Ständig ist was Anderes, weswegen wir gezwungen sind, den Arzt aufzusuchen! Und immer versucht man erst mal, ob es nicht doch irgendwie geht. Aber das solltest Du auf keinen Fall weiterhin tun!!!!!


    Ich hatte letztes Jahr während meiner Chemo auch viele Probleme. Immer wieder leichtes Fieber. Ich habe es leider auch zu oft hinausgezögert, zum Arzt zu gehen. Und dann hat es mich richtig erwischt. Musste am Wochenende dann in die Notaufnahme und wurde erst mal isoliert.
    So, da hatte ich den Mist....
    Also, ich habe mich dann ernsthaft an mich selbst gewandt und mir klar gemacht: Ich kann es nicht ändern. Ich bin lädiert, mein Immunsystem ist erst mal hin und nun muss ich gesund werden. Ich habe es akzeptiert und versucht, die Zeit für mich im KH zu genießen. Bekam auch Infusionen ohne Ende, jeden Tag 2x. Und die nächste Chemo wurde um 2 Wochen verschoben.


    So habe ich diese Krise dann gemeistert. Und von dem Moment an habe ich alle Pläne erst mal auf Eis gelegt und jeden Tag genommen, wie er kam. Damit bin ich gut gefahren. Und wenn ich was bemerkt habe, ab zum Arzt. > ich hatte auch mal den Eindruck, dass mein Hausarzt genervt sei von meiner ständigen Kommerei. Da hab ich mal zu Beginn meines Besuches scherzhaft gesagt: "Sie werden sicher denken, nicht schon wieder die! Aber so ists, ich brauche ihren Rat." Die Reaktion? Er hat gelacht, mir auf die Schulter geklopft und gemeint, das sei völlig ok. Ich sei schließlich in einer Ausnahmesituation! Na, da war ich aber geplättet! So viel Emotion habe ich bei ihm selten erlebt!


    Lieber keiner Vogel, habe Mut und trau Dich!


    Lieben Gruß, Ruhe und Gelassenheit und gute Besserung!!


    Hoffnungschimmer

    Liebe Foris,


    möchte mich auch mal wieder melden - und zwar positiv!


    Nachdem ich Ende 2016 meine Reha nach 5 Wochen beendet hatte, gings daran, das Gelernte irgendwie in das alltägliche Leben einzubauen. Ist gar nicht so einfach - und ich kämpfe immer wieder gegen die innere Lustlosigkeit an manchen Tagen an. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.


    Gerade jetzt bin ich durch eine fiebrige Erkältung in der letzten Woche wieder etwas zurückgeworfen worden. Brauche halt doch viel länger, um wieder auf die Beine zu kommen. Aber, ich komme immer wieder auf die Beine!!! Und das ist das Wichtigste!!! 8o


    Und kommende Woche nun steht der nächste Schritt in Richtung einer neuen Normalität an. Ich beginne am Montag mit meiner stufenweisen Wiedereingliederung. Die ersten 2 Wochen erst mal nur 3 Stunden täglich. Ich bin richtig neugierig darauf, wie es mir ergehen wird! Aber ich bin jetzt bereit dazu. Hat seine Zeit gebraucht, aber es ist soweit. :thumbsup:


    Die Diagnose ist nun seit 01.12.15 ein Teil meines Lebens. Ich habe viel durchgemacht - wie alle, die hier im Forum sind. Ich habe immer wieder die Mutmachgeschichten gelesen, die mir geholfen haben, Tiefs durchzustehen und den Mut nicht zu verlieren. Und ich möchte heute Mut weitergeben!! Wann immer ich geglaubt habe, es geht nicht weiter - es ging weiter! Und jetzt fange ich wieder an zu arbeiten, es wird langsam "normal". Wenn die Normalität auch anders aussieht als vor der Diagnose. Aber eigentlich ist das auch gut so. Neues muss nicht schlecht sein!!!!


    Machen wir das Beste draus!!! :P


    Ich grüße Euch und wünsch euch alles Gute weiterhin!!!


    :hug: Hoffnungschimmer

    Liebe Morgana,


    ich nehme Tamoxifen nun seit Ende Juli 2016. Die Nebenwirkungen, die ich auf die Tablette zurückführe, sind neben gelegentlichen Hitzewallungen - meist ca. 2-3 Stunden nach der Einnahme - schwere, lahme Glieder und irgendwie Schmerzen überall. An manchen Tagen helfen mir auch nur IBU, sonst kann ich gar nicht richtig in die Gänge kommen.


    Bewegung hilft, ist aber durch die schweren Glieder sehr anstrengend1 Da braucht es viel Überwindung gegen den inneren Schw...hund. :cursing:


    Das Kribbeln in den Beinen kenne ich auch. Ich denke aber, das sind die Nebenwirkungen der Paclitaxel!! Wenn ich längere Zeit stehe, dann hab ich auch das Gefühl, mir schläft der rechte Oberschenkel ein. Wird dann so taub. Ich habe ja ausgeprägte Polyneuropatie durch die Chemo und es wird nicht wirklich besser, dass mit dem Bein ist sogar dazu gekommen.


    Ich habe mir angewöhnt, mir keine großen Gedanken über die Schmerzmittel zu machen. Ich will ja schließlich auch noch ein bisschen Lebensquaität. Und irgendwann wird es schon besser werden. Glaub ich fest dran. :rolleyes:


    Da Du mit den Bandscheiben aber schon mal Probleme hattest, solltest Du das vielleicht doch mal beim Arzt ansprechen. Nicht, dass was abgeklemmt ist und ein einfaches Einrenken kann es beheben!!


    Wünsche Dir alles Gute weiterhin.


    Hoffnungschimmer

    Liebe YYulia,


    das Problem mit den Leukozyten kenne ich auch sehr gut. Hatte während der Chemo trotz Spritzen immer nur um die 1000. Und dazu kamen noch zu wenige rote Blutkörperchen - auch trotz Spritzen.
    Die Leukos sind danach wieder gestiegen, bei den roten bin ich bis heute nur auf dem untersten Level der "Normalität" (letzte Chemo Anfang Juli 2016!!).


    Nach der Chemo braucht der Körper sehr lang, bis er sich wieder erholt, so hat es mir mein Onkologe erklärt. Und er meinte, dass wird wieder. Also bin ich zuversichtlich.Nimmst Du evtl. Tamoxifen? Das soll bei manchen Frauen auch die Leukozahl beeinflussen!?


    Wenn Du nun aber Bedenken hast und auch eine Reise geplant - bist Du denn noch bei Deinem Onkologen zu den Nachuntersuchungen? Dann kannst Du ihn jederzeit anrufen und um Rat fragen! Er kennt Dich am Besten und weiß sicher Rat.


    Ich kenne inzwischen einige Frauen, die diese ganzen Strapazen schon mehrere Jahre hinter sich haben. Und sie berichten immer wieder, dass es zu Rückschlägen kommen kann, dass immer wieder mal was auftauchen kann, von dem man dachte, es sei endlich vorbei. Damit werden wir leben müssen.


    Ich wünsche Dir einen entgegenkommenden Arzt und trotz Allem eine schöne Vorfreude auf Deine Reise!!!


    Liebe Grüße


    Hoffnungschimmer

    Hallo, Ihr Lieben,


    da ich mit diesem Thema auch gerade kämpfe, möchte ich meine Erfahrungen kurz mitteilen:


    Vor der Reha habe ich mit der Genehmigung der AHB auch alle Unterlagen von der RV bekommen. Da ich bereits seit Ende 2015 im Krankengeldbezug bin, musste ich auch nur das entsprechende Formular an die KK schicken, damit die das dann gleich an die RV weiterleitet. Hab ich noch vor dem 10.11. gemacht.....


    Nun war ich 5 Wochen in Bad Nauheim, eine Klinik der Rentenversicherung Bund - die für mein Übergangsgeld zuständig ist. Am 15.12. bin ich wieder nach Hause gekommen. Und gestern rief ich mal bei der RV an, wann ich denn mit dem Übergangsgeld rechnen könne......


    Die Dame meinte, es sei ja von der KK noch nichts eingegangen, also könne auch nichts berechnet werden. Außerdem gäbe es auch aus der Klinik noch keine Mitteilung, dass die AHB beendet sei.....


    Also, Telefonate geführt. Die persönliche Sachbearbeiterin der KK, auf die ich mich bisher immer verlassen konnte, erklärte, die Bescheinigung sei Mitte November an die RV gegangen. Ich gab ihr gleich eine Faxnummer, die ich mir von der RV zur Vorsorge habe geben lassen und bat die Sachbearbeiterin, sie möge es nochmal faxen.
    Dann rief ich bei der Klinik an. Und dort wurde mir mitgeteilt, dass sie direkt mit der RV Bund verbunden seien. Und wenn sie im Computer am 15. eingegeben haben, dass ich gegangen bin, dann taucht das bei der RV gleich danach im Computer auf.......


    Heute also wieder bei der RV angerufen. Nun sei das Fax von der KK angekommen, hieß es. Aber von der Klinik gäbe es noch keine Benachrichtigung. Ich wurde echt wütend und fragte, was das solle. Wie kann so etwas verschusselt werden. Da suchte der Mitarbeiter dann noch mal woanders - und siehe da, es war doch die Benachrichtigung der Klinik da. Und es stünde auch da, dass es berechnet werde. Also sollte ich, wenn jetzt alles gutgehe - das hat er wörtlich gesagt!!!- nächste Woche mein Geld kriegen.


    Ich bin auch auf das Geld angewiesen und es wird sehr knapp für den Januar!!!!! Das macht mich echt wütend, dass man allem hinterherrennen muss. Und überall heißt es dann auch noch "ja, die RV Bund, da ists nicht so einfach". Toll


    Mädels, seid also hellwach und erkundigt Euch lieber einmal mehr als zu wenig an allen möglichen Stellen! Schließlich steht uns das Geld zu!!!


    Ich wünsche allen ein gesegnetes, ruhiges und nebenwirkungsfreies Weihnachtsfest.


    Lieben Gruß


    Hoffnungschimmer

    Hallo, liebe Wegbegleiterinnen,


    nun habe ich die Hälfte der 5 Wochen schon wieder hinter mir!!!


    Ich bin noch immer happy, dass mir die Anwendungen so gut tun und ich es jeden Tag auch schaffe, selbst noch Übungen selbst zu machen!!!


    Letzten Donnerstag hatte ich das 4.Zellenbad für die Füße - bisher standen mir dabei lediglich an den Schienbeinen die Haare zu Berge und es kribbelte da und an den Knöcheln. Sonst tote Hose. Aber am Do: Kribbeln in beiden Fußsohlen :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: !!!!!! Da kullerten die FREUDENTRÄNEN aber!!! Es tut sich noch was in Richtung Besserung. Motivationsschub pur.


    Ab dieser Woche geht dann auch das Gedächtnistraining los. Bin gespannt, wie ich mich da anstelle. Bei den Koordinationsübungen während der Gymnastik ist immer Chaos angesagt. Wir lachen uns gesund in dem Kreis, weil nicht wirklich was klappt.


    Ich gehe weiter sehr viel Spazieren, was bei dem herrlichen Wetter natürlich leicht fällt. Und Treppensteigen wird auch besser, die Dampflok ist nicht mehr gar so laut....


    Und was hier immer in Gesprächen oder Vorträgen Thema ist : Wir Müssen Auf Uns Achten!!!! Dinge, Die Uns Nicht Guttun, Müssen Wir VERMEIDEN!!!!! Also, arbeiten wir dran!!!


    So,das waren die Neuigkeiten. Gehe jetzt wieder zum Zellenbad und hoffe.....


    Liebe Grüße an Euch und haltet durch, bei allem,was Ihr vor Euch habt.



    Hoffnungschimmer

    Grüßt Euch, liebe Foris,


    nun bin ich tatsächlich in Reha, Meine Wunschklinik ist es nicht geworden, aber hier in Bad Nauheim bin ich, denke ich, auch gut aufgehoben.


    Das ging nach dem Drama mit der RV dann doch ganz flott und nun bin ich schon über eine Woche da. Die Ärztinnen und TherapeutInnen sind durchweg nett, kompetent und einfühlsam. Sie gehen auf meine Bedürfnisse ein und aufgrund meiner körperlichen Defizite habe ich auch erst einmal einen sehr moderaten Pflicht-Behandlungsplan. Da bleibt viel Zeit für"s Üben!!


    Wenn ich bedenke, dass ich daheim noch Probleme hatte, die 14 Stufen in den Keller zu gehen, so schaffe ich es jetzt schon 3x täglich 65 Stufen zu meinem Zimmer hoch!!! Zwar prustend, schnaufend und japsend, aber ich komme jetzt an, ohne zwischendurch in den Aufzug auszuweichen!!! :thumbsup:
    Bin auch viel draußen spazieren (trotz Sauwetter), ganz gemütlich, ganz nach meinem Können. Wenn ich möchte, dann mit Frauen/Gleichgesinnten, wenn ich allein sein will, allein.


    Diese Freiheit weg vom Alltag zu Hause tut guuut. :D :D


    Jetzt bin ich zum Schwimmen verabredet. Hätte mir nicht träumen lassen, dass ich das mal freiwillig mache!!


    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und denen, die noch "mitten drin im Loch" stecken, viel Kraft und Geduld. Es wird, ich erfahre es gerade am eigenen Körper!!


    Es grüßt Euch


    Hoffnungschimmer

    Hallo, liebe Foris,


    heute endlich kam der "Bescheid im EILVERFAHREN" von der Rentenversicherung!!!! Ich lach mich gesund!!!! 8o


    Leider haben sie mir meine Wunschklinik nicht genehmigt. Soll keine Klinik der RV Bund sein und eine Genehmigung wäre nur dann möglich, wenn keine Klinik der RV die nötigen Fortschritte bringen würde.


    Jetzt soll ich nach Bad Nauheim. Da bin ich mal gespannt.


    Dort weiß man schon von mir, auch, dass ich als "vorrangig" aufgenommen werden soll. Allerdings fehlen ihnen noch die medizinischen Unterlagen, damit sie die Station und damit den Beginn der AHB bekannt geben können. Es werde noch im November sein, aber eben noch kein Tag festgelegt. Mal gespannt, wie lange die RV braucht, die Unterlagen dorhin zu schicken. Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust, über Weihnachten dort zu sein.


    Während der Feiertage wird ja eh nichts gemacht an Anwendungen. Und im Winter soll Bad Nauheim auch nicht gerade ein Vergnügen sein, da viele geschichtliche Gebäude/Therme usw. im Kurbereich geschossen - sagen mir Bekannte, die zu der Jahreszeit schon in Nauheim in der Klinik waren.



    Jedenfalls bin ich froh, dass es endlich weitergeht.


    Wünsche Euch mehr Glück bei der Wahl Eurer Wunschklinik. :thumbup:


    Gruß Hoffnungschimmer

    Danke Euch für die Antworten!!


    Eigentlich weiß ich ja, dass nicht ich die bin, die das Unglück verfolgt. Doch es tut immer gut zu hören, dass ich nicht allein bin. Macht das Ganze etwas weniger persönlich und gibt Kraft zum Durchhalten.


    Wenn ich Neues weiß, sag ich Bescheid!!


    Euch allen weiterhin Erfolg bei den bevorstehenden Vorhaben und schnellstmöglche positive Rückmeldungen der Behörden!!!


    Liebe Grüße
    Hoffnungschimmer :hug:

    Herrjeh, bin ich genervt, traurig, wütend, alles auf einmal.... :hot:


    Am 30.09.hatte ich meine letzte Bestrahlung. Der Antrag auf AHB wurde fertig gemacht und weitergeleitet.
    Da ich in eine Klinik in Bad Kissingen möchte, konnte keine Direkteinweisung gemacht werden, die Klinik will aufgrund schlechter Erfahrungen mit der Rentenversicherung vorab einen Kostenbescheid.


    Also, der Antrag ging an die Rentenversicherung Bund. Ich bekam am 10.10. ein Schreiben (vom 06.10.), dass mein Antrag auf medizinische Rehabilitation vom 05.10.16 am 05.10.16 bei ihnen eingegangen sei. Genau genommen war mein Antrag ja vom 30.09., ich dachte mir aber, ok, Schreibfehler. ?(


    Heute: 22Tage nach Eingang meines Antrages bekomme ich ein Briefumschlag der Rentenversicherung, in dem leere Antragsformulare für eine Teilhabe am Arbeitsleben- Rehabilitation steckten. Keine Erläuterung, nur, dass er innerhalb von 2 Wochen zurückgesandt werden muss. X( X(


    Ich dachte, ich werd irre. Was war denn nun schon wieder schief gelaufen????


    Ich rief dort an, da1. der Antrag vorliegt und 2. ich keine Teilhabe am Arbeitsleben machen will sondern AHB. Mir wurde erklärt, dass ich ja keinen Antrag gestellt hätte sondern nur medizinische Unterlagen eingegangen seien. Auf meinen Einwand, ich hätte doch den Eingang des ANTRAGES bestätigt bekommen, wollte sie mich abwimmeln. Ich wurde richtig wütend und bestand darauf, dass meine Unterlagen angeschaut werden. Sie tat es. X( X( ?( ?( X( X(


    Und, ach nee, es war ja doch ein Antrag dabei. Das sei wohl bei den vielen Unterlagen übersehen worden. Sie werde das sofort weiterleiten, damit es bearbeitet werden kann. Ich fragte, wie lange das nun wieder dauern würde (schleißlich haben sie 3 Wochen gebraucht, um festzustellen, dass angeblich kein Antrag vorliegt und mir neue Formulare zuzusenden). Sie meinte, das werde sicher schnell bearbeitet. Sie leite es sofort weiter. Damit musste ich mich nun zufrieden geben. :hot: ?( X( ;(


    Wie immer in solchen SItuationen, ist nun heute Donnerstag, Freitag wird nur bis Mittag gearbeitet, Montag ist ein Brückentag und Dienstag erst mal ein Feiertag.


    Ich bin echt mit den Nerven am Ende. Muss man denn um alles kämpfen???? Mit welcher Kraft denn bitteschön??? Ich brauche die Reha, um wieder fit zu werden, nicht um vorher noch kaputter gemacht zu werden.


    Ist irgendwem von Euch das auch schon passiert??


    Sorry, aber das musste ich loswerden.


    Grüße Euch und wünsche Euch erfreulichere Erebnisse! :)


    Hoffnungschimmer

    Liebe Mitstreiterinnen, Mitfühlende und Unterstützerinnen,


    es ist kaum zu glauben, aber ich bin nun tatsächlich schon seit 11 Monaten im Therapiedschungel!!!


    Am 01.12.15 bekam ich die Diagnose, am 04.12. war die OP und das Ding war gottlob draußen! Ein Lympfknoten befallen, keine Metastasen aber ein hohes Rezidivrisiko. Also wurde Chemo angesagt. Panik überkam mich damals!! Und der Gedanke, mindestens ein Jahr lang außer Gefecht gesetzt zu sein - unvorstellbar.


    Am 05.01.16 Port-OP. Schmerzen und das Gefühl, das Ding muss so schnell wie möglich wieder raus, geht gar nicht.....


    Am 18.01. Beginn 4xEC und 12x Pacli. Panik allein schon wegen meiner bereits bestehenden Polyneuropatie. Und dann: Leukozyten verabschieden sich, HB-Wert immer schlechter, Spritzen und und und. Nach der 5.Pacli musste ich mit Fieber und schlechtem Allgemeinzustand in die Klinik. Aufpäppeln mit B-Vitaminen und Gluccose. Nach ner Woche Entassung aber noch ne Woche Chemopause. Wechsel auf NAB-Pacli für die letzten 7 Ladungen. Aber keine Änderung. Ich dachte echt, das schaff ich nicht mehr, das geht nicht mehr.....


    Und am 05.07.war die letzte Chemo tatsächlich drin. Zwar war ich körperlich am Ende, aber eine große Last ist abgefallen - überlebt. Und - ich war dankbar, dass ich den Port hatte und ich spüre ihn nur noch ganz selten. Heute weiß ich, der bleibt drin.


    Die Tamoxifen hält sich momentan noch zurück mit Nebenwirkungen. Die, die da sind, sind erträglich. Die Bestrahlung war soweit auch zu ertragen, nur wenig Hautschäden haben sich gebildet. Aber es war ermüdend und die körperlich schlechte Verfassung hält an.


    Am 30.09. war nun die letzte Bestrahlung, Antrag auf Reha ist gestellt - Rentenversicherung ziehrt sich noch mit dem Bescheid.


    Ab dem letzten Bestrahlungstag habe ich erst mal 3 Tage lang fast nur geheult. Das berühmte, oft erwähnte Loch war da. Boah, hab gedacht, da komm ich nicht mehr raus....


    Und jetzt stehe ich heute da und kann auf eine lange, schwere Zeit mit vielen Tiefs zurück blicken. Aber ich kann auch die vielen schönen Erfahrungen jetzt erkennen! Menschen, die mich begleitet haben - auch hier im Forum -, Reaktionen von Menschen, die ich nie erwartet hätte. Und: ICH habe es geschafft!!! ICH habe es durchgestanden!!! ICH lebe noch!!!!


    Die vergangenen 11 Monate kommen mir vor wie im Flug vergangen. Und ich kann heute akzeptieren, dass ich in diesem Jahr sicher nicht mehr in den Dienst zurück gehen kann. Aber das ist ok. Das gestehe ich mir zu.


    Von der Reha erwarte ich mir Hilfen, um meinen geschundenen Körper wieder auf Vordermann zu kriegen und die heftigen neuropatischen Probleme in den Griff zu bekommen. Ich freue mich auf die Zeit für mich.


    Ich möchte mit diesem langen Roman
    allen Mut machen, die gerade am Beginn ihres Genesungsweges sind oder mittendrin stecken und denken, es geht nicht mehr weiter!! Es geht weiter und es geht gut weiter. Wir werden unser neues Leben akzeptieren lernen und wieder Freude empfinden!!!



    Gebt den Mut und die Hoffnung nie auf!!!! :hug:


    Ganz liebe Grüße


    Hoffnungschimmer

    Ich darf nach Freiburg in den Schwarzwald. War hier schon mal jemand?


    Liebe Bako,


    schau doch mal hier unter Rehabilitation in den Thread "eine Rheinländerin im Schwarzwald".


    Die Bruehlerin hat da ganz prima Berichte über ihre gerade laufende Reha dort eingestellt!! :thumbsup:



    Ich hoffe auch, dass meine Wunschklinik akzeptiert wird. Leider muss die Kostenzusage vorher da sein, bevor ich in der Klinik aufgenommen werden kann. Direkteinweisung geht nicht. Die Klinik hatte wohl schon Probleme mit Rentenversicherungen, die im Nachhinein nicht zahlen wollten. Mal gespannt. Der Antrag wird laut RV gerade bearbeitet.


    Wünsche Euch allen einen schönen Tag.


    Gruß Hoffnungschimmer

    Liebe Shorty,


    das mit den Tiefs während der Behandlungen ist scheinbar gar nicht so unüblich!!!


    Ich war nach der Chemo erst total euphorisch, dass ich es endlich hinter mich gebracht habe. Doch nach ein paar Tagen hing ich total durch. Körperlich ein Wrack und antriebslos ohne Ende.


    Ich habe dann von meiner Psychotherapeutin angeboten bekommen, ein paar kostenlose Einheiten auf dem Hometrainer, dem Beindrücker und einigen Gleichgewichtsübungsgeräten zu machen. Das tat echt gut, wenn ich auch nicht viel machen konnte. Aber allein das Hingehen und einen Termin einhalten müssen tat gut.


    Bis zur Bestrahlung 6 Wochen später ging es mir wieder besser - dabei hatte ich inzwischen sogar mit der Tamoxifen angefangen und die Gelenkschmerzen sind nicht ohne!! Und nach der ersten Woche Bestrahlung war ich plötzlicher noch antriebsloser als nach der Chemo. Ich konnte auch nichts körperlich Anstrengendes machen und in die herrliche Sonne durfte ich ja auch nur bedingt!!


    In der letzten Woche der Bestrahlung dann hatte wohl irgendwer einen Stöpsel bei mir gezogen. Alle noch vorhandenen letzten Kraftstückchen verschwanden und ich bin schier verrückt geworden. Ich habe nur geheult, meine Haut wurde in den Tagen sehr mitgenommen und platzte auf und brannte. Das war eigentlich wie in der Hölle - im wahrsten Sinn des Wortes.


    Heute nun ist die letzte Bestrahlung 1 Woche her und es geht spürbar aufwärts. Ich bin noch immer ein körperliches Wrack, geht nicht viel - aber der Wille ist wieder da. und kleine Übungen kann man auch mit wenig Kraft schaffen. Und trotz trübem Wetter und Kälte bin ich wieder optimistisch und freue mich auf die Reha. Hab zwar noch keine Genehmigung von der RV, aber die kommt bestimmt noch.


    Ich möchte damit allen Mut machen, die im Tief hängen und denken, es geht nicht mehr weiter!!! Es geht weiter, wir sind stark, wir schaffen das und werden unser neues Leben genießen können!!!


    Wünsche allen einen schönen Abend


    Hoffnungschimmer

    Auch ich kann sehr gut nachempfinden, welche Gefühle solche Erlebnisse auslösen.
    Im letzten Jahr fühlte auch ich mich sehr schlecht - meine Hausärztin hat auch eine Reha wegen psychischem Überlastungssyndrom beantragt, die aber abgelehnt wurde.
    Im August hatte ich dann eine Ausschabung wegen eines Polypen, im Oktober schon wieder eine, diesmal wegen eines Myoms - beide schnell gewachsen. Und doch wurde es nicht besser mit meiner körperlichen Verfassung.
    Als dann im November nach der Mammographie die Einladung zur Nachkontrolle kam, da wusste ich - das ist Krebs. Und mir fiel plötzlich ein, dass ich im Sommer davon geträumt hatte, dass mir alle Haare ausfallen. Dieser Traum hatte mich einige Tage im Griff, ich konnte ihn aber nicht deuten. Nun wusste ich, was er mir sagen wollte.


    Ich bin mir ganz sicher, dass der Krebs mir etwas sagen wollte! Ich habe mir in meinem Leben - vor allem in den letzten Jahren - zu viel gefallen lassen. Sowohl beruflich, als auch in meiner Ehe. Und ich habe die ersten Zeichen meines Körpers nicht erkannt - oder nicht erkennen wollen??? Jetzt ist es an mir, daran zu arbeiten, dass ich solche Hammerhinweise nicht mehr benötige!!


    Wir sollen mehr auf unseren Körper hören! Er weiss am Besten, was gut für uns ist!! Das habe ich auch während der Chemo oft gemerkt. - Und als vor 2 Monaten unser Hund eigeschläfert werden musste, er war völlig verkrebs, da sagte die Tierärztin zu mir : Sehen sie es als gutes Zeichen! Ihr Hund nimmt alles auf sich und nimmt nun alles Schlechte mit sich, Sie werden wieder gesund werden, ganz gesund!


    Und daran glaube ich - wie bei der Orchidee von Lulu.


    Liebe Grüße


    Hoffnungschimmer