Beiträge von KielerSprotte

    Liebe Moni,
    ich drücke Dich ganz fest.


    Die Worte, die der Arzt von sich gegeben habt, wirken auch für mich sehr seltsam. Aber hat der den Histobefund schon gehabt? Kann doch irgendwie nicht angehen, wenn Du noch warten musst.
    Vielleicht wäre es gut, wenn Du mit dem Arzt, den Du als Nachsorgearzt genannt hast (17.Mai) noch einmal redest?
    Es muss doch einen Arzt geben, dem Du mit wenigen Worten erklären kannst, welche Begriffe, die Du gehört hast, Dich ängstigen und der bereit ist sich 5 Minuten zu nehmen und Dir den momentanen Stand zu erläutern.
    Eventuell hat Du auch noch in Deinem Brustzentrum oder in Deiner Chemo-Station jemanden, den Du fragen kannst? Arzt oder eine empathische Krankenschwester, die eine gute Idee hat, an wen Du Dich wenden könntest?
    Deine Ängste und Deine Verzweifelung sind berechtigt. Die Wartezeit ist noch lang. Nicht jeder Arzt wird Dir deswegen eine Hysterie anhängen.


    Entschuldige bitte von ganzem Herzen, wenn das jetzt so lehrerhaft herüberkommt:
    Ängste formulieren.
    Arzt zu verstehen geben: Ich will nicht den Blick in die Glaskugel, sondern den momentanen Stand bzw. die momentane Unsicherheit mit den (grob umrissenen) Konsequenzen.


    Ich wünsche Dir alle Kraft und Energie, dass Dir einfällt, an wen Du Dich wenden kannst! Es ist wirklich schwer, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird.


    Alles, alles Liebe
    KielerSprotte

    Liebe yyulia,
    ich habe die EC schon hinter mir.
    Die erste ging bei mir auch ganz gut, wenn auch nicht so toll wie bei Dir. Die Standardmedikamente gegen Übelkeit für die drei Tage haben mich immer ziemlich breit gemacht.
    Ab der zweiten EC musste ich Leukozyten-bildende Spritzen nehmen. Vielleicht waren die aber auch gar nicht schuld, auf jeden Fall waren die sechs Tage nach EC ab dann sehr grippig-unangenehm. Aber es kamen ja noch 14 Tage, an denen ich Nebenwirkungsfrei war. Ich habe diese Tage immer sehr genossen und mich bei der nächsten EC schon wieder auf die nächsten schönen 14 Tage gefreut.
    Keine Ahnung, ob Dir das hilft. Aber sobald Du diesesmal mit den Nebenwirkungen durch bist, hast Du die Hälfte hinter Dir!!!
    Ich bin übrigens auch so ein Hungerhaken. 1,73 und 54 kg. Mir wurde das leider nie angeboten, aber Chemo-Kolleginnen haben hochkalorische Zusatznahrung bekommen. Sie hatten von Energieschüben nach Einnahme berichtet. Die eine Kollegin meinte, sie würde fast süchtig auf das Zeug. Geschmack Cappuccino kam besonders gut an. Soll wohl gut gekühlt getrunken werden.
    Liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebe Moni,
    auch ich schicke Dir einen festen Drücker.
    Folgender Satz von Dir ist mir quasi ins Auge gesprungen: "Ebenso haben mich die Ärzte im KH verunsichert, weil auf einmal von zweiter Chemo geredet wurde, falls die Lymphknoten befallen sind (was sie ja schon vorher waren)."
    Haben das wirklich mehrere Ärzte zu Dir gesagt? Viele von uns haben wahrscheinlich schon die Erfahrung gemacht, dass man etwas von einem Arzt hört und das spontan gleich mit allen Ärzten in dem jeweiligen Krankenhaus verbindet. Das ist aber so nicht ganz richtig. Es kann auch mal sein, dass ein Arzt etwas unbedacht sagt, oder unter Stress oder mit dem Kopf noch beim letzten Fall ist, und sich nicht wirklich "belastbar" äußert. Auch Ärzte sind Menschen und unsere Krebsärzte haben einen harten Job.
    Vielleicht hast Du unter den Ärzten in Deinem Krankenhaus noch jemanden, zu dem Du besonderes Vertrauen hast? Wenn ja, dann frage dort noch einmal nach.
    Ganz liebe Grüße von
    KielerSprotte

    Liebe Puchel,
    auch ich würde den Onko um Rat fragen.
    Aber zwei Dinge musst Du unterscheiden:
    Hast Du Bauchweh, weil Du viel verfangene Luft im Gedärm hast? Ich kann Dir bestätigen, dass das Schmerzen sind, die an Geburtswehen grenzen, aber sich leider nicht zyklisch in Wohlgefallen auflösen. Dann hilft mir aufs Klo gehen, dabei warm (! mit Wärmflasche, Körnerkissen) halten, Bauch durchkneten, was lustiges lesen. Nach 30-40 Minuten Entspannung auf der Schüssel ist die Luft draußen.
    Hast Du Transportschwierigkeiten, weil die Darmschleimhaut angegriffen ist und es schlicht nicht so flutscht? Bei mir hilft eine ordentliche Ladung starker Kaffee auf nüchternem Magen. Der macht bei mir den Darm aktiv, muss nicht bei jedem so sein.
    Drück Dir die Daumen
    KielerSprotte

    Liebe Gül,
    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem schönen Forum.
    Du bist ja schon weit gekommen, wenn Du die Chemos hinter Dir hast. Ich habe gerade gesehen, dass Du ja auch schon im Forum kommunizierst. :thumbsup:
    Bei mir war es auch so, dass ich weit vor dem tastbaren Krebs (Frühjahr 2014??) in die Depression (ab 2010 ????) geschlittert bin. Ich bin wirklich erst nach einer harten Diskussion im Herbst 2015 mit meinem Mann zum Brustzentrum gegangen. Um diese Diskussion anzustoßen, hat mein Mann wahrscheinlich alle seine verfügbaren Kräfte zusammengesammelt.
    Meine größte Angst vor den diversen Diagnoseterminen war eigentlich, dass mir irgendein Arzt sagt: "Geschieht Ihnen recht." Das ist Gottseidank nie passiert. Es gab zwar Nachfragen, aber sobald ich von Depressionen geredet habe, kamen keine üblen Äußerungen mehr. Was die Ärzte sich gedacht haben, weiß ich natürlich nicht ...
    Wie bist Du damit umgegangen bzw. gehst Du damit um, wenn die Vorgeschichte Thema wird???
    Leider habe ich gar keine Ahnung, ob wir zwei eigentlich die einzigen in dem Forum mit der Diagonose "Vor dem Tumor hatte ich schon Depressionen und habe deshalb nichts gegen den Tumor unternehmen können" sind. Evt. kann uns eine der Moderatorinnen Informationen geben?
    Vorerst ganz liebe Grüße :hug:
    von KielerSprotte

    Liebe Kolleginnen,
    entschuldigung, aber ich blicke gerade nicht durch.
    Habe wegen Brustkrebs einen Port knapp unterhalb des Schlüsselbeines.
    Während der ersten Chemo mit EC habe ich für 20 Tage Thrombosespritzen nehmen müssen.
    Jetzt wird währen der Chemo alle drei Wochen der Port gespült.
    Die Aussage meines BK-Zentrums war: "Nach der Chemo muss man den Port alles halbe Jahr spülen, wenn man das nicht schon auf Grund von Therapiemaßnahmen vorher gemacht hat."
    Mein Port gibt übrigens bei Blutabnahmen auch nichts her, der ist nur etwas für Eingabe.
    Meine Fragen:
    1. Warum täglich Blutverdünner nehmen? Wird das nach einer diagnostizierten?/vermuteten? Thrombose im Portbereich echt so gemacht???
    2. Warum macht der Port Schmerzen bei der Mammografie? Liegt der Port so tief, dass er eingequetscht wird ? Kann mir das sonst kaum vorstellen.
    Fragende Grüße
    KielerSprotte

    Liebe alesigmai52,
    bin auch eine Nachteule ;) !
    Einige angeheiratete Verwandte von mir, die bei der bekannten bayerischen Autobaufirma arbeiten, haben mir immer wieder geschildert, dass sie den Schichtwechsel (früh, spät, evt. Geisterschicht) als extrem anstrengend empfinden. Die sog. Freischichten helfen auch nur begrenzt. Wenn man etwas als sehr anstrengend empfindet, denke ich, dass die Abwehrkräfte auch in den Keller gehen. Abwehrkräfte muss sich nicht nur auf die Leukozyten beschränken.
    Es ist bekannt, dass es im Körper ständig bei der Zellreproduktion zu Entartungen kommt. In der Regel repariert das der Körper mit Abwehkräften selber. Ist eh ein Wunder, dass das so gut funktioniert.
    Manchmal schlägt der Reparaturmechanismus fehl, dann entsteht Krebs oder anderes Übles.
    Wenn Dir der Nachdienst am besten gefällt/bekommt: Warum arbeitest Du nicht nur nachts? Vielleicht wären Deine Kollegen, die ansonsten nachts arbeiten müssten, sogar dankbar?
    Nur weil es Schichtarbeit in Deinem Betrieb gibt, muss ja nicht jeder Mitarbeiter alle Schichten fahren?
    Liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebes Trinchen,
    danke für Deine Nachricht. Was "dosisdicht" im Detail bedeuten kann, war mir vorher nicht so klar. Da bin ich ja für "4 x EC und 12 x Pacli" plus "einmal Neulasta im Zyklus" regelrecht dankbar^^. Novalgin-Tropfen kenne ich nämlich nur von meinem Papa mit 81 Jahren im Palliativstadium. Da hatte ich ihm immer gut zureden müssen, dass er wenigstens diese nimmt. Denn Beipackzettel habe ich noch gut im Kopf ...
    Neulasta werde ich jetzt noch exakt einmal, am 7. März, zu meiner 4. EC ertragen müssen. Entschuldigung an alle Leser, aber "Sch... was drauf". Montag Chemo, ab Freitag sind die massiven Nebenwirkungen weg, ab Sonntag nebenwirkungsfrei. In der massiven Nebenwirkungsphase war bislang übrigens eine kleine Alkoholdosis ( Heiße Schokolade mit einem kleinen Schuß Rum oder ein kleines Glas (0,1 l?) wirklich guter Rotwein) für mich effektiver als Ibuprofen, das ja auf den Magen geht. Unwohlgefühl war weg und der Schlaf war erholsam. Das hatte ich beim ersten EC-Zyklus mit Neulasta herausgefunden. Habe das bei einem zweiten EC-Zyklus mit Neulasta versäumt. Werde das beim dritten EC-Zyklus mit Neulasta nochmal testen.
    Liebe lala63,
    weil's nur noch einmal ist, ziehe ich das mit der Neulasta zur 4.EC durch. Eigentlich klingen aber ein paar Tage Isolierung auch nicht so schlimm.
    Die Pacli lässt mich hoffen. :D
    Hast Du denn überhaupt noch einen Leukozytenbildner während der Pacli bekommen?
    Liebe Grüße an alle
    KielerSprotte

    Liebe utilus,


    als erstes: bitte nimm !!!!telefonischen!!!! Kontakt zu Krebsinformationsdienst auf.
    Hintergrund: Meine Nachbarin zwei Häuser bzw. drei Grundstücke weiter hat eine Schwester, die beim KID Heidelberg arbeitet. Meine Nachbarinund ich hatten vor wenigen Tagen ein Gespräch über die Arbeit des Krebsinformationsdienstes. Die recherchieren für Dich ohne Ende. Falls Du den entsprechenden Zugang zum Krebsinformationsdienst nicht findest, sende mir eine persönliche Nachricht. Ich frage dann bei meiner Nachbarin nach.


    als zweites:
    1. Vergiß die Ernährung. Irgendwo beim KID habe ich schon gelesen, dass es eine spezielle Krebsdiät schlicht nicht gibt.
    2. Zuckerreduktion: hast Du richtig Übergewicht? Ansonsten quälst Du Dich nur. Wenn Du Zucker magst. Ich liebe ihn :-)
    3. Bewegung an der frischen Luft: Hast Du, prima. Produziert im Körper Vitamin-D. Macht besseres Befinden.
    4. Soziales Netz: "Mein Mann steht zu 110% hinter mir." Da kann ich Dir nur gratulieren. Ich habe es eben so schön.


    Nur Mut! Ich bekomme keinen Link zusammen, aber im Forum kursiert so ein Logo/Spruch für deutlich jüngere Frauen, als wir beide das sind. Ich fass es jetzt mal so zusammen:
    "Was macht die Prinzessin, wenn sie beim Laufen fällt?"
    "Aufstehen, Krone richten, weiterlaufen!".


    Richte Deine Krone, laufe weiter. Wenn es mit dem Richten nicht klappt: Du hast uns alle hinter Dir :thumbsup: . Wir sind eine wirklich starke Gemeinschaft! (Habe gerade gesehen, dass von Pea1961 schon eine Nachricht gekommen ist :) )


    Liebe Grüße
    Kieler Sprotte

    Liebe mama63/lala63,


    bei meiner 3. EC bekam ich einen leichten Schock.
    Wie vorher erwähnt, hatte meine Chemoärztin mir die Neulasta-Spritze freigestellt. Inzwischen weiß ich, dass die Leukozyten am Tag der 2.Chemo bei 1.62 bzw 1620 lagen, und die Neutrophile bei 1.62 . Also offenbar im unteren Feld des jeweiligen akzeptablen Referenzbereiches.
    Allerdings zu einer Jahreszeit, wo die kursierenden Viren/Bakterien einem schnell mal die Abwehrkräfte rauben können. Insofern kann ich die Bedenken meiner Chemoärztin (2.EC) nachvollziehen.


    Zur dritten EC lagen die Leukozyten bei 7.0 bzw 7000. Wäre eigentlich gut gewesen und ich wäre nicht auf die Idee gekommen, noch einmal Neulasta zu benötigen.
    In meinem Brustzentrum gilt allerdings: Einmal Neulasta während EC, immer Neulasta während EC. Nach Aussagen der Chemoärztin (3.EC) gibt es dafür keine biologische Indikation, aber hausintern hat man mit Unterbrechungen von Neulasta während der EC wohl statistisch schlechte Erfahrungen gemacht. Ab Pacli wird "neu verhandelt".


    Ich habe mich der Statistik dann gefügt. Letztendlich haben wir nichts anderes als Statistiken.
    Da mich Neulasta wieder sehr geschlaucht hat - hätte kaum meinen Namen buchstabieren können - kommt die Rückmeldung erst jetzt. Der Vollständigkeit halber wollte ich die Rückmeldung aber gerne geben.


    Was mich schon neugierig macht lala63:
    Du hast geschrieben, dass Du mehrfach in der Isolierung gelandet bist. Wie lange geht eigentlich so eine Isolierung? Sind das die ganzen drei Wochen bis zur nächsten EC? Oder nur ein paar Tage?


    Liebe Grüße an alle
    KielerSprotte

    Liebe Kolleginnen,


    am 4.1. (Mo) hatte ich meine erste EC ohne Neulasta. War vergleichsweise NW frei. Matt, schläfrig, aber seit dem Freitag war ich NW frei.


    Am 25.1. hatte ich meine zweite EC. Bei uns ist es so, dass in der Früh Blutproben aus einer Fingerkuppe genommen werden. Ich dachte mir schon gleich: na, das sieht aber komisch hellrot aus. Erst im Nachbluten wurde es dunkelrot.
    Nachdem die Werte aus der Fingerkuppe nicht so prall waren, wurde nocheinmal Blut aus der Armvene genommen. Ich bekam die Freigabe zur Chemo.
    Dann kam die Visite (ist bei uns während der Chemo). Die Ärztin sgate mir, dass die Vorwerte ja soweit immer gut waren. Wenn es den Fingerwert nicht gäbe, hätte sie auch keine Bedenken. Naja, man kann eine Chemo auch einmal verschiedben.... Ich könnte auch eine Neulasta-Spritze nehmen. Die hat Nebenwirkungen. Knochenschmerzen, etc. Dagegen gibt es Ibuprofen.
    Sie hat es mir freigestellt Neulasta zu nehmen oder nicht. Das nehme ich ihr auch nicht übel. Sie hat nur die Blutwerte und undifferenzierte Bedenken. Hat mit Kompetenz nix zu tun.
    Ich hatte mich für Neulasta entschieden, denn ich möchte der Chemo sowenig Sommer wie möglich opfern.


    Allerdings fand ich die NWs verglichen mit der ersten EC heftig. War wie ein heftiger grippaler Infekt. Überlebbar, aber heftiger und um zwei Tage länger. Vielleicht war es auch nicht sondern nur EC Nr.2.?
    Kann mich noch irgendwie an ein paar Kandidaten erinnern, bei denen die Leukozyten ins Bodenlose abgesunken waren. U.a. Toscha.
    Wie würdet Ihr bei so einer unklaren Lage entscheiden? Lieber Neulasta? Oder es draufankommen lassen? Mit der Konsequenz eines stationären Aufenthaltes?


    Vielen Dank für Eure Einschätzungen
    LG
    Kieler Sprotte

    Liebe Mama63,


    ich bin zwar schon in einem parallelen Thread "Erfahrungen : Positives durch Krebs" unterwegs, aber ich muss Dir allein wegen des tollen Themas "Nein zur Angst - Ja zum Leben" schon antworten.
    Meine Mutter war schon ohne konkreten Anlass schon voll mit Sorgen um uns . Wir waren drei Personen, meine Mutter selbst, mein Vater und ich. Zu einem Zeitpunkt, als es wirklich keinen konkreten Anlass gab, hat sie sich einmal darüber geäußert, dass sie quasi dauern fast am Sterben ist, dass irgendeinem von uns Dreien etwas passiert.
    Zu diesem Zeitpunkt war ich durch rein persönliche Kontakte zu Hospizmitarbeitern/Krankenhausseelsorgern schon mit dem Thema "Ende" befasst, ohne dass es mich persönlich betroffen hatte.
    Mir fiel irgendwann nichts anderes ein, als zu sagen: "Die Ängste bist Du erst los, wenn Du in der Kiste liegst." Vielleicht habe ich das zu dem damaligen Zeitpunkt auch charmanter ausgedrückt. Meine Mutter muste dann auch irgendwie lachen.


    Was mir noch einfällt ist ein Spruch aus meiner Jugend/mittleren Jugend: "Glückwunsch. Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens!"
    Gilt ja für uns alle, egal ob gesund oder nicht.


    Dann kommt mir noch der Spruch, der aber auch für Agnostiker passend sein kann:
    "Gott, gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."


    Die letzten acht Zeilen Deiner Message kann ich nur kopieren. (inklusive "Wieso habe ich das nicht schon viel früher gemacht?")


    Vielen Dank & liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebe Rosi,
    ganz eine schöne Idee.
    Im Gegensatz zu Dir bin ich eher der Sportmuffel. Mag flottes Spazierengehen, Schlittschuhlaufen, Inlinern in der Ebene an der Donau, Einkaufen mit Rucksack, Tanzen oder Betätigung mit Musik. Aber nichts, bei dem ich gegen mich ankämpfen muss. Joggen ist schon vor Jahren beim Vorsatz geendet.
    Mit dem Weihnachtsurlaub zwischen Diagnose und erster Chemo (4xEC + 12 Pacli) haben mein Mann und ich - auf Anregegung meines Mannes - das wieder aufgenommen, was wir vor den Kindern jeden Samstag und Sonntag gemacht hatten: Mit guten Wanderschuhen und entsprechender Oberbekleidung querfeldein Spaziergänge machen. Nicht immer, aber oft. Als Standard hat sich dabei die sog. "Schweinerunde" etabliert. Sind über die Felder ca. 5 km, bergauf, bergab. Je nach Tempo 50 bis 65 Minuten. "Schweinerunde" heisst es deshalb, weil es an einer Gastwirtschaft vorbeiführt, die "Zum Schweins..." heißt. Dass danach die Stiefel schweinemäßig ausschauen, stimmt aber auch.
    Seit der ersten Chemo (4.1.) bin ich bisher jeden Tag meine Runde gegangen. (Stolz! Soll so bleiben!) Wenn's kälter ist, mit Mickeymaus-Ohrschützern, langem Mantel, .... Bei üblem Wind habe ich eine Ausweichrunde in Waldnähe und erledige im Zwischenstop gleich Einkäufe (die aber nicht auf die Zeit zählen, dienen nur zum Aufwärmen und zum Erhellen des Gemütes). Für absolutes Sauwetter (noch nicht passiert) habe ich auch schon einen Plan: Beim Spazierengehen MP3-Player mit Tanzmusik/Gute-Laune-Musik aufsetzen.
    Ich habe entdeckt, dass ich auch ganz gerne alleine gehe. Nach ca. 30-40 Minuten wird beim Alleingehen das Hirn so frei, das es die Leichtigkeit pur ist. Danach habe ich Frische und Energie.
    @dieBrühlerin: Bin ganz froh, dass ich keinen Hund habe. Der würde mich zwar motivieren, aber auch mein Tempo und meine Gedanken bestimmen. Ist da irgendwo ein Hase/ein Reh?
    Für die drei Tage nach den Chemos verabrede ich mich vorab mit Nachbarinnen, die für den jeweiligen Tag eine Patenschaft machen. Sie begleiten mich beim Spazierengehen. Da sind auch Hundebesitzerinnen gefragt. Auch wenn ich nach der zweiten EC mit Neulasta-Spritze eigentlich verbrettert mit NWs war: der Spaziergang und die Gespräche waren super.
    Montag ist meine dritte EC. Mit/ohne Neulasta? Gebe im Laufe der nächsten Woche gerne meinen Nicht-Sport-Bericht durch!
    Liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebe Meggie,
    auch von mir ein ganz liebes Willkommen. Es ist sicherlich doppelt schwer, neben den körperlichen Folgen der Operation wie Wundheilung und Narkosefolgen auch noch die Diagnose psychisch zu verarbeiten.
    Meine Vorrednerinnen haben aber schon so viele kluge Tipps gegeben, dass ich gar nichts mehr hinzuzufügen weiß.
    Möchte Dir aber sagen: Ich drücke Dich ganz herzlich. :hug:
    Liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebe Libelle,
    ein ganz herzliches Willkommen in unserer Gemeinschaft!
    Auch wenn Du jetzt zunächst verständlicherweise scheu bist: Erzähl bitte ein bißchen etwas von Dir.
    Deine Diagnose ist ja ganz knapp her und Du bist schon in Chemo. ( Ich musste Wochen auf meinen ersten Chemotermin warten, weil ich in die Feiertagsschleife Weihnachten/Neujahr gerutscht war.)
    Vielleicht fängst Du erst einmal mit dem Diagnose-Kram an. Das ist oft einfacher als mit Ängsten zu starten. Fängst Du wirklich mit EC an?
    Es gibt hier so eine Vorstellungsrunde, wenn ich das richtig kopiert habe: https://forum.frauenselbsthilfe.de/index.php?page=Board&boardID=1
    Wenn Du darüber postest, sieht es jeder in unserer Gemeinschaft, innerhalb weniger Stunden hast Du ganz, ganz viel Unterstützung. Da wirst Du Dich wundern. An dieser Stelle wird es bestens wahrgenommen. Auch der Austausch zu den Nebenwirkungen, die wir wohl alle bei EC mal in einer mal in der anderen Form haben, funktioniert dann ganz toll.
    Übrgens: Ganz lieben Glückwunsch zu Deinem selbstgewählten Namen, Libelle. Libellen sind überirdisch schön, saphirblau. Ganz anders als Sprotten. ;)
    Liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebe Pferdefrau,


    ich wollte meine zweite Bemerkung nicht gleich in die erste verpacken. Daher hier die zweite Antwort:
    Mit der Wirkung von oder Sicherheit durch Ernährungsumstellung wäre ich sehr vorsichtig. In diesem Forum wirst Du viele Infos finden.
    Heute kam ich allein über den Suchbegriff "Aprikosenkerne" auf sehr viele aufschlussreiche Einträge. Stöber Dich durch!


    Nochmals liebe Grüße
    KielerSprotte

    Liebe Pferdefrau,


    zunächst frage ich mich, wer ist der Krankenhaus Prof., wer die Ärztin?
    Bist Du in Behandlung bei einem zertifizierten Brustkrebszentrum?
    Falls nicht, dann hole Dir unbedingt von dort eine Zweitmeinung.
    Wenn der Prof. zu einem zertifizierten Brustkrebszentrum gehört, benötigst Du das nicht. Da ist das Wissen unserer Zeit versammelt.
    Frag einfach zurück, wenn Dir "zertifiziertes Brustkrebszentrum" nichts sagt. Unsere Moderatorinnen können sicherlich bei der Suche weiterhelfen.


    Liebe Grüße
    Kieler Sprotte

    Liebe Sushi,


    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: Glückwunsch! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Beinhaare habe ich keine mehr. Auch keine in der Bikinizone. Die habe ich mir am 12. Tag nach der ersten Chemo wegrasiert. Und sie sind in den letzten drei Wochen nicht nachgewachsen.
    Meine Töchter sind neidisch. :P Am Kopf sind die Stoppeln dem Fühlen nach immer noch vollständig da.


    Liebe Grüße
    KielerSprotte