Beiträge von Pea1961

    Liebe Viviane!


    Erst einmal : HERZLICHEN GÜCKWUNSCH NACHTRÄGLICH ZUM HALBEN JAHRHUNDERT!


    Ausserdem begrüße ich dich herzlich hier in unserem schönen Forum. Ich gehöre auch zu den Brustkrebs und Sarkom Kandidaten. Mein BK ist 2010 gewesen und hält bis heute brav die Füße still. Mein Leiomyosarkom wurde 2013 in der Lunge entdeckt und ich lebe immer noch! Ehrlicher weise muss ich aber auch sagen, dass ich mit diesem unangenehmen Untermieter heftige Kämpfe austragen muss. Ich möchte dir nicht noch mehr Angst machen, aber ich kann dir sagen, dass man auch mit einem Sarkom den Kampf gewinnen kann. Es ist gut, dass bei dir alles entfernt wird, das war bei mir leider nicht der Fall. Bei mir wusste man erst NACH der OP was es für eine Krebsart ist und wo es den Ursprung hat, konnte man auch nicht sagen. Mit dem BK hat das Leiomyosarkom nämlich nichts zu tun. Seit dem tauchen bei mir immer wieder neue Metastasen auf, überwiegend in den Knochen. Bis 2015 wurde nur engmaschig kontrolliert , seit 2015 erhalte ich regelmäßig Chemo und wenn eine Knochenmetastase anfängt Schmerzen zu bereiten, wird bestrahlt. Es ist sicher alles nicht einfach und Ängste kommen auch bei mir mal auf, aber es gibt keine Option! Sterben ist ganz gewiss keine!! Gehe mit deiner Krankheit offen um, lerne Hilfe anzunehmen und Ruhe zu bewahren. Warten auf Ergebnisse, ist doof, aber sie ändern sich nicht, wenn du dich schon vorher verrückt machst. Es reicht, drüber nachzudenken, wenn man den genauen Befund hat. Lass es am 01 Juli ordentlich krachen und feiere deinen Geburtstag wie geplant, es ist ein ganz besonderer und der kommt nie wieder. Es liegt ein steiniger Weg vor dir, aber auf diesem Weg wirst du auch viele positive und schöne Dinge entdecken. Hab keine Angst ihn zu gehen, du bist nicht allein!


    Ich sende dir ein ganz großes Paket voll Zuversicht, Kraft und Hoffnung!

    Liebe Katzi,


    ich kann auf Grund meiner Schmerzen im rechten Arm ja leider hier im Forum nicht mehr so viel schreiben. Aber diese Zeilen mach ich doch jetzt glatt mit Links :P!

    Ich freue mich sehr für dich, das sind doch großartige Nachrichten! Ich wünsche dir und deiner Familie ein rauschendes Abifest! Ich bewundere deine Zielsetzungen, die ja ganz schön In die Zukunft gehen. Aber du hast ja auch einige Kleinigkeiten auf dem Zettelchen, wie z.B. deine Reisen. Du bist eine starke Persönlichkeit mit großem Willen und darum wirst du deine Ziele auch erreichen ;)

    Fühl dich :hug:und ganz liebe Grüße sende ich dir!

    Liebe Janat84!


    Ich begrüße dich in unserem schönen Forum und kann dir versichern, dass du hier viel Hilfe, Unterstützung und Zuspruch bekommen wirst.

    Du bist auch noch so eine junge Mutter! Ich finde es erschreckend, dass sich bald täglich Frauen hier anmelden, die im gleichen Alter oder sogar noch jünger sind. Was ist bloß los auf unserer Welt?


    Das du Angst hast, ist verständlich! Das du nicht allein bist und einen lieben Mann an deiner Seite hast,ist schon einmal eine sehr gute Voraussetzung. Für ihn wird es auch kein Spaziergang, darum ist es wichtig jetzt zusammen zu halten. Vielleicht gibt es auch noch Eltern und Schwiegereltern, die euch unterstützen?! Ihr könnt jetzt jede helfende Hand gebrauchen und ihr solltet auch nicht zu stolz sein, sie anzunehmen. Deine Genesung hat jetzt höchste Priorität und das wird nur was, wenn du die Möglichkeit hast, dich nach der Chemotherapie auch mal zu schonen. Auch deine Kinder solltest du einweihen, die beiden Ältesten können auch schon einen teil dazu beitragen. Und sei es nur, dass ab sofort kein Geschwister Stress gemacht wird, jeder in seinem Zimmer mal selbstständig Ordnung schafft, seine pubertären Bedürfnisse zurück steckt und sich mal mit dem kleinen Geschwisterchen beschäftigt. Sie sollten den ernst deiner Krankheit schon erfahren, aber auch, dass du wieder gesund wirst und zwar schneller, wenn sie dich bzw. auch deinen Mann unterstützen. Geh offen mit deiner Krankheit um! Es ist viel zu anstrengend, sich jetzt auch noch Ausreden ausdenken zu müssen nur um andere Angehörige zu schonen.


    Ich sende dir ein großes Kraftpaket mit viel Zuversicht.


    Hallo Ihr Lieben!


    Meine HP-Therapie war Mitte April zu Ende und es wurde nochmal, anhand eines Tropfen Blutes, die Dunkelfeldmikroskopie gemacht. Alle Stellen die sich vor der Therapie gezeigt haben, wurden nochmal angeschaut. Die Schilddrüse zeigte z.B. nichts mehr außer fließende rote Blutkörperchen, als ob sie gesund wäre, die Übersäuerung war stark zurück gegangen, an manchen Stellen wie Leber, Herz und Kopf war das Blut ebenfalls besser im Fluss. Am interessantesten waren meine Hüften! Im Januar war zeigte die Linke eine große graue Wolke und bei der Rechten waren die runden roten Blutkörperchen dicht an dicht aneinander gereiht und füllten so das ganze Foto (hoffe ihr könnt es euch bildlich vorstellen, ist ja etwas schwierig zu beschreiben!). Im April war die Wolke weg und die roten Blutkörperchen wurden sichtbar. Zwar nicht so fließend wie es sein sollte, aber dafür kamen jetzt orange blinkende Punkte zum Vorschein. Diese wurde von der HP als Krebszellen gedeutet. Durch die vorher große Wolke, konnte man sie nicht sehen, erst jetzt wo diese sich aufgelöst hat. Und rechts genau das Selbe. Die Blutkörperchen Ketten hatten sich aufgelöst und man erkannte die Krebszellen. Zu Beginn der Therapie konnte die HP an meiner Schulterkugel, komischerweise nichts feststellen obwohl dort eine Meta sitz, die bereits letztes Jahr bestrahlt wurde. Jetzt bei der Abschlußuntersuchung blinkten an der Stelle orange blinkende Punkte. War auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Zwar teuer, aber für mich persönlich die richtige Entscheidung es gemacht zu haben.

    Bei meiner Nachsorge am 16 März zeigte sich ja, obwohl ich mich sehr gut fühlte, doch wieder eine Verschlechterung. Meta am Kreuzbein war gewachsen, zwei Stellen in der Lunge auch minimal, die von mir ertastete Beule im Rippenbereich war eine Neubildung und man staune, die Meta in der Schulterkugel war wieder aktiv geworden! Kreuzbein, Rippe und Schulter wurden dann auch bestrahlt. Leider bekam ich in Arm und Hüfte immer stärkere Schmerzen und nehme bis heute immer noch starke Schmerzmittel. Die Bestrahlung ist seit 09.05. beendet und eine Linderung lässt leider noch auf sich warten. Ich fühle mich, ehrlich gesagt z.Zt. nicht so toll! Ich kann kaum gehen oder stehen, bereits nach 2-3 Min. fangen meine Hüften an zu brennen, mein Anlaufschmerz ist wieder da und ich muss mich die Treppe wieder hoch ziehen! Also, während der HP-Therapie ging es mir eindeutig besser!!!! Aber alle 10 Wochen mal eben 2000 EUR berappen um die Therapie fortzufahren, ist leider nicht drin! Die verschriebenen Schmerztropfen der HP helfen bei diesem jetzigen Schmerz leider auch nicht mehr, so dass ich leider zu den härteren Medis greifen muss!:( Am Donnerstag gehe ich mal wieder zu meinem Osteophaten und hoffe sehr, dass er mir ein bisschen Linderung verschafft! Letztes Jahr hat es geklappt, allerdings war da der Schmerz nicht so doll! Aber ich bin guter Hoffnung! :) (Im Punkt Schmerzlinderung, was anderes geht bei mir nicht mehr :D!!!)

    Liebe Luzine,


    das ist auch noch mein Beisatz: Es könnte schlechter sein! Das ist aber auch nicht nur so ein Spruch von mir, das denke ich, auch für mich, oft so! Es gibt so viele, auch hier im Forum, die mit Ihrer Krankheit alleine da stehen ohne familiären Beistand, die sich um ihre kleinen Kinder kümmern müssen und gar keine Zeit haben sich ruhig auszukurieren, die ständig von einer OP in die Nächste geschoben werden und, und, und! Da bin ich, wenn doch auch nicht in einer so glücklichen körperlichen Verfassung, doch recht zufrieden!

    Liebe Catchme,


    es geht mir genauso wie dir! Jeder der mich sieht sagt: Man was siehst du gut aus. Wie geht es dir?

    Meine Antwort ist dann immer: Wenn man sich sch... fühlt, muss man nicht noch sch... aussehen! Dann ist großes Gelächter und es kommen keine weiteren Fragen. Bei den Menschen, die mir sehr nahe stehen und die mich öfter sehen, ist es anders. Sie möchten wirklich wissen, was ich durch mache und da erzähle ich dann auch wie ich mich wirklich fühle, manchmal dann auch unter Tränen! Aber es tut gut, darüber zu reden und ich muss es nicht mit mir alleine ausmachen. Danach werde ich in den Arm genommen, es wird ein Moment geschwiegen und dann ist auch alles gut! Was andere Leute über mich denken, ist mir nicht mehr wichtig! Ich und auch du, wir müssen uns nicht rechtfertigen, für Dinge die wir heute anders machen als früher! Es ist ja auch ein ganz anderes Leben geworden! Man hat mir auch schon gesagt und das sogar mit vorwurfsvollem Blick: Du hast dich aber in der letzten Zeit auch verändert?! Ja und das mit gutem Grund und ich darf mich auch verändern bzw. ich muss es sogar! Wenn ich mir nämlich die Rückzugsmomente nicht gönne, weiter in Stress lebe, nicht auf meinen Körper höre, dann wird es mir schlechter gehen und das würde man mir auch ansehen! Aber muss ich es soweit kommen lassen? NEIN!

    2008: Gebärmutterentfernung wegen Myom (war lt. Arzt gutartig)

    2010: 2 Herde in re. Brust (9 + 13 mm), invasiv duktale Karzinome G2, L0, V0, Pn1, Her2-neu negativ (für die, die etwas damit anfangen können;)), brusterhaltend operiert, Bestrahlung, bis heute Tamoxifen

    2013: Metastase eines Leiomyosarkoms in der re. Lunge (hat nichts mit dem BK zu tun, eher mit dem Myom aus 2008), operativ entfernt, engmaschige Kontrollen.

    2015: Januar Metastase des Leiomyosarkoms re. Hüftpfanne, Bestrahlung, Mai mehrere mm-große in beiden Lungenflügeln, Juni eine in der lk. Flanke (diese wurde ambulant entfernt), von Juli-Okt. folgte Chemo mit Doxorobicin

    2016: Chemotherapie in Tabelettenform mit Votrient, engmaschige Kontrollen o.B.

    2017: Januar Metastase des Leiomyosarkoms im Kreuzbein re., Vergrößerung der Lungenmetas. Es erfolgte eine Chemo mit Ifosfamid 3 Zyklen in 3 Wochen Abstand. Im Mai neue Meta im LWK 1, neue Meta in der Schulterkugel (Bestrahlung), sehr starke Vergrößerung einer Meta in der Lunge (Bestrahlung mit Cyberknife auf eigene Kosten), Beginn der Chemo mit Caelyx alle 14 Tage, August Kontrolle endlich mal ein Wachstumsstillstand!!!!!!! November wieder Wachstum der Meta im LWK 1, die Meta näherte sich dem Spinalkanal, es musste wieder bestrahlt werden, parallel dazu lief die Chemo alle 14 Tage weiter.

    2018: März erneute Aktivität der Meta in der Schulterkugel, Vergrößerung im Kreuzbein, Neubildung einer Meta im linke Rippenbereich (von April - Mai Bestrahlung an 3 Stellen gleichzeitig, Chemo parallel dazu im 4 Wochen Rhytmus). Hab ich noch was vergessen?:/


    Ich kann keine Bäume mehr ausreißen, bin mobil sehr eingeschränkt und viel auf Hilfe angewiesen! Aber ich gehöre zu den Krebsüberlebenden, trotz sehr schlechter Prognose beim Leiomyosarkom. Ich habe am Freitag meinen 58igsten Geburtstag feiern dürfen und lebe nunmehr seit 10 Jahren mit dieser Mietnomade Hr Krebs zusammen (wenn die Diagnose der Ärzte stimmt, dass dieses Leiomyosarkom den Ursprung aus meiner Gebärmutter hat. Ansonsten gibt es nämlich keinen Primär.) Ich wünsche mir natürlich, dass es mir manchmal besser geht (zur Zeit warte ich noch darauf, dass die Bestrahlung mal anschlägt und meine Schmerzen reduziert), aber ich genieße mein Leben mit jedem neuen Tag und werde auch nächstes Jahr hier noch schreiben können, hoffe ich ! :*

    Liebe Mecki,


    ich bin heute 57 Jahre geworden und du hast völlig Recht, man freut sich darüber, dass man wieder ein Jahr älter geworden ist! Ich war 49 Jahre als ich das erste mal an Krebs erkrankt bin. Es ist ganz egal wie alt man ist, diese Krankheit kommt zu keinem Zeitpunkt gut an. Es lohnt sich mit 65 genauso wie mit 35 oder 85 noch zu kämpfen! Mein größter Wunsch ist auch noch Oma zu werden und wenn dieser Wunsch auch in sehr weiter Ferne liegt, da mein Sohn eine Freundin hat, die erst anfängt zu studieren, ist es ein Ziel von mir. Und wenn Herr Krebs mir auch ständig in die Quere kommt, ich nehme den Kampf immer wieder mit ihm auf! Was die Wartezeit angeht, kann ich als alter Hase dir nur sagen, genieße die zeit mit deinen Lieben und denk nicht drüber nach. Erst wenn du das genaue Ergebniss kennst, lohnt es sich Gedanken zu machen. Erst dann kann man über Therapien sprechen und den weiteren Ablauf. Malst du dir schon vorher das schlimmste aus und es ist dann gar nicht so, hast du dich eine Woche umsonst verrückt gemacht, denkst du nur positiv und es kommt schlimmer, dann fällst du tiefer. Egal was passiert, am Ergebnis kannst du eh nichts ändern,du musst es annehmen, ob du willst oder nicht. Du bist nicht allein und deine Familie und dieses Forum wird dir Kraft und Zuversicht geben, auch diesmal dieser verdammten Krankheit die Stirn zu bieten!

    Danke für eure lieben Glückwünsche zum heutigen Geburtstag! Leider ist es mir nicht mehr möglich, wie früher, die ganze Familie einzuladen und zu bekochen. Wir sind im engsten Kreis immer 20 Personen, dass schaffe ich nicht mehr. Bin mit Mann und Eltern zum Spargel satt essen gewesen, das war sehr schön und lecker. Ich wünsche allen Geburtstagskindern auch noch alles Gute und viel Gesundheit!

    Liebe Winterfee,


    das ist ja der absolute Hammer, deine Geschichte!!

    Ich habe das Gefühl, dass wir beide gerne immer wieder in die falsche Lostrommel greifen! Ich gehöre auch zu den "Krebsprofis" seit 2010, als bei mir Brustkrebs diagnostiziert wurde. Hier nehme ich ebenfalls bis heute Tamoxifen und vertrage es ganz gut. Mein größeres Problem ist 2013 aufgetreten, ein Leiomyosarkom. Hiervon habe ich Metastasen in Lunge, Hüftpfanne, Schulterkugel, Lendenwirbel, Kreuzbein und seit Neusten an der rechten Rippenseite. Ich habe alle 3 Monate meine Kontrolluntersuchungen und jedes Mal ist wieder irgendwo etwas gewachsen. Habe jetzt gerade meine Bestrahlung hinter mir. Schulter, Kreuzbein und das Teil an der Rippe wurden gleichzeitig behandelt. Chemo bekomme ich seit 2015 durchgängig und regelmäßig. Z.Zt. Caelyx und auch alle 4 Wochen die Bauchspritze zum Knochenaufbau. Mir geht es, trotz allem ebenfalls ganz gut, außer dass ich nicht mehr so mobil bin. Ich war heute bei einem Palliativ Zentrum um mich einfach mal beraten zu lassen, wann ist richtige Moment die Hilfe dieses Netzwerkes in Anspruch zu nehmen? Mir ist eigentlich bis heute bewusst gewesen, dass ich unheilbar krank bin und die Therapien, die ich erhalte, nur noch palliativ sind. Deine Geschichte gibt mir wirklich neue Hoffnung, dass diese miesen, kleinen Untermieter in mir, doch noch mal verschwinden!

    Danke für deine großartige Mutmachgeschichte! Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich weiterhin so gut fühlst und das dieses große Wunder bei dir noch ganz lange anhält! Genieße die Zeit mit deinen Kindern. Noch mal Oma zu werden, ist auch noch so ein Traum von mir! ;)

    Liebe Libelle129!


    Genau das ist auch immer meine Einstellung und die Richtige! Du schaffst es auch dieses Mal, die Krankheit zu bekämpfen und dein Leben neu zu meistern. Es ist eine harte Herausforderung, aber mit deinem starken Willen wird es klappen. Wir drücken hier alle die Daumen und wünschen dir weiterhin viel Kraft und Energie!:thumbup::hug:

    Ich werde ganz rot von so viel Lob und positiven Rückmeldungen und danke euch herzlich dafür und für´s Daumedrücken :*


    Aber irgendwie finde ich es völlig normal, so mit der Krankheit umzugehen! Ich war 49 Jahre als ich den BK bekam und ich fand, dass ich eindeutig zu jung war zum Sterben und das ist heute mit fast 57 auch immer noch nicht anders! ;) Es gibt keine andere Option für mich, als zu kämpfen! Ich habe nun einmal nicht grade das beste Los aus der Trommel gezogen! Es ist kein Hauptgewinn, kein Trostpreis, aber auch keine Niete, sondern ein Zwischending von allen Dreien! ;)


    Der Hauptgewinnanteil ist, dass ich jetzt mit meinem 19 Jahre älteren Mann gemeinsam die Rente erleben darf und wir, dank meiner Erwerbsunfähigkeit, nun die Zweisamkeit genießen können, wenn auch nicht so aktiv wie gewünscht. Hätte ich bis 66 1/2 arbeiten müssen, dann wäre er bereits 85 Jahre oder vielleicht auch gar nicht mehr da und da wäre es wahrscheinlich auch nicht mehr so aktiv bei uns zugegangen 8o.

    Der Trostpreisanteil ist, ich kann trotz vieler Behandlungen, Therapien und körperlicher Einschränkungen noch viel alleine machen. Wenn auch langsam, im Kurschritt und vielen Pausen :hot:

    Der Nietenanteil ist, dass ich leider nie mehr ohne Untermieter leben werde :(.


    Auch wenn es manchmal anstrengend ist, immer dieses Auf- und Ab (ich brauche wirklich keine Achterbahn mehr fahren^^), es lohnt sich allemal den Kampf immer wieder aufzunehmen! Das Leben ist kein Wunschkonzert und leider kann man sich den unangenehmen Situationen im Leben nicht einfach entziehen. Man muss sie dann anpacken und das Beste draus machen, wenn sie auf einem herunter geprasselt sind.


    Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich, ob gesund oder krank! Man kann sich Hilfe und Unterstützung holen, aber einem die Last ganz abnehmen, kann keiner! Nur weil ich eine lebensbedrohliche Krankheit habe, ist es doch nicht so, dass man kein schönes Leben mehr hat!? Ich hole mir meine Energie aus meinem eigenen, persönlichen Leben! Mein Leben, dass ich mir selbst gestalte, damit es mir gefällt, mir gut tut und ich es in Harmonie und Ausgeglichenheit genießen kann. Humor und Lachen ist ein ganz wichtiger Beitrag. Kopf in den Sand stecken und darauf warten, dass jemand kommt und mich wieder raus zieht, ist absolut keine Alternative!:thumbdown:


    @Liebe Sylvi, deine Bemerkung über mein Aussehen nehme ich als Kompliment auf. Da scheint sich ja die tägliche Gesichtsrestauration zu lohnen! Hierzu ist ja meine Devise: Wer sich beschissen fühlt, der muss nicht noch beschissen aussehen! Da sind wir Frauen doch klar im Vorteil, Dank der ganzen Kosmetika! 8o


    @Liebes Sonnenblümchen, bzgl. Käffchen habe ich dir gestern ja schon geschrieben. Das kriegen wir auf jeden Fall hin und ich freu mich drauf!

    Hallo liebe Katzi,


    was sag ich immer? Macht euch nicht schon vorher verrückt, es kommt immer anders als man denkt! Oder aussitzen, dass ist auch gut! Vieles erledigt sich manchmal von alleine ^^.


    Ich freue mich natürlich für dich, dass dein Urlaub doch klappt. Obwohl bis September ist noch eine lange Zeit! Ich bin ja jetzt eher der Typ, der nur noch im Jetzt und gleich lebt, lange im voraus planen, fällt mir sehr schwer!:(


    Sehr froh bin ich von dem Ergebnis deiner Hirnmetas!! Die sollten so lange wie möglich in Schach gehalten werden, das wäre sehr schön! Das mit der Lungenmeta ist zwar nicht so doll, aber kein Weltuntergang. Ich habe in jeder Lunge 4 und habe erst eine davon stärker behandeln lassen, weil sie zu schnell gewachsen ist und die allererste hat man raus operiert. Vielleicht geht das bei dir auch? Was weg ist, ist weg und kann keinen Schaden mehr anrichten!


    Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe und das du deine Zuversicht und Optimismus behältst! :hug:

    Ich freu mich für dich, liebe Connie! Jetzt pass aber bitte weiterhin auf dich auf! Übertreibe nicht gleich mit Bewegung und Arbeit! Das ist leider immer die Gefahr, man ist nicht grün im Gesicht, hat keine blauen Ohren und fühlt sich gut! Warst bzw. bist du also nicht krank und kannst alles machen! Falsch!!! Gönne dir Ruhe und lass dich verwöhnen! Lass alles langsam angehen! Ich kenne deine familiären Verhältnisse nicht, manchmal ist es natürlich auch nicht so leicht, wenn z.B. noch kleine Kinder da sind. Aber dann versuche die Arbeit zu delegieren. Spanne alle ein, die du kannst und nehme die Hilfe, wenn sie dir angeboten wird, auch an. Du hast keinen Schnupfen und du bist nach der gut verlaufene OP noch nicht gesund! Aber wir möchten alle, sicher auch deine Familie, dass du es wirst!


    Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und schnelle Genesung! :hug:

    Liebe Veni,


    ich muss ich doch erstmal genauer nachfragen! Kennst du deine Diagnose schon oder steht die noch aus? Wenn ja, was hast du genau?


    Ich kann vielleicht jetzt gut reden, gehöre zu den alten Hasen die in Dauertherapie sind und weiß was auf mich zukommt! Darum kann ich dir auch nur raten, mach dich nicht vorher so verrückt! Zweitmeinung einholen, dass ist genau richtig, aber dafür musst du erstmal wissen was du hast und 14 Tage auf den Termin warten ist normal, denke ich. Danach sucht man sich das Zentrum aus. Ich habe es hier schon öfter geschrieben! Das Ergebnis was auf dich zukommt, kannst du nicht ändern! Du musst daraus das Beste, nein alles Mögliche tun und gegen Herrn Krebs kämpfen! Aber damit kannst du erst anfangen, wenn du Genaues weißt und die Therapie steht. Egal wie das Ergebnis ausfällt, sich vorher darüber einen Kopf zu machen, macht keinen Sinn! Du denkst jetzt ständig darüber nach, was ist wenn es negativ ist? Dann zeigt der Befund es ist positiv! Dann hast du dich Tagelang umsonst verrückt gemacht! Wenn du nur positiv denkst und das Ergebnis ist später negativ, dann fällst du noch tiefer in ein Loch! Also warte ab!! Perückenfachgeschäft raussuchen! Vielleicht fallen deine Haar gar nicht aus! Ich bekomme seit 2015 unterschiedliche Chemos, mal fielen sie aus, mal verfärbten sie mein Haar weiß und jetzt wachsen sie wieder dunkel und dick wie früher (allerdings mit Locken!! X().

    Zur biologischen Krebsabwehr könnte ich auch was schreiben, aber das erst, wenn deine klare Diagnose steht!


    Jetzt genieße die Sonne, bei uns scheint sie 8o und Zeit mit deiner Familie und lenk dich ab mit schönen Dingen!

    Danke, ihr Lieben für eure Unterstützung! Ihr seit alle taffe und mutige Kämpferinnen.

    Dir iiebe CrapCrab wünsche ich besonders viel Kraft und Zuversicht mit deinem Leiomyosarkom. Wir sind hier im Forum mit dieser Diagnose klar in der Minderheit, darum freue ich mich sehr, dass wir neue Möglichkeiten zum Austausch bekommen. Wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne immer an mich wenden.


    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und drück euch ganz fest :hug:

    Hallo ihr Lieben!


    Einige von euch kennen meine Krebsgeschichte, sie ist auch sehr lang und will leider nicht enden! Ich habe wirklich immer so gelebt, wie man leben soll, um kein Krebs zu bekommen! Ich bin schlank, ernähre mich gesund, hab Sport gemacht, Yoga, bin ausgeglichen, geduldig und bis ich mich aufrege, dass dauert. Dann knallt es allerdings richtig! !!:cursing:

    Mich hat also Herr Krebs trotzdem besucht und ist ungefragt bei mir eingezogen. Von einem Tag auf den anderen hatte ich plötzlich diesen ungebetenen Untermieter der keine Miete zahlt!;) Er wohnt jetzt seit 2010 als Brustkrebs bei mir und 2013 ist dann noch ein Leiomyosarkom dazu gekommen. Der BK ist ein recht ruhiger Vertreter, er lebt irgendwo tief im Keller ernährt sich von Tamoxifen und lässt sich nicht blicken. DIes Leiomyosarkom ist dagegen ein etwas unangenehmer und sehr hartnäckiger Untermieter! Kommt regelmäßig hoch ins Penthouse und lungert bei mir rum. Dann beginnt mein Kampf mit ihm. Ich hab ihm eine Lungen OP verpasst, er mir dann im März 2015 eine Metastase in der Hüftpfanne, die ich mit Bestrahlung deaktiviert habe, im Mai 2015 neue Lungenmetastasen, die ich mit einer Doxorobicin Chemo beschossen habe, dann neuer Knoten in der linken Flanke, die wiederum mit OP entfernt wurde. Chemotherapie lief bis Oktober, danach ging es erstmal zur Reha, in der Hoffnung man macht mich dort bisschen mobiler, denn mittlerweile konnte ich nur noch mit Gehhilfen laufen, weil die Meta ganz schön an meiner Hüfte geknabbert hatte. Ab Januar 2016 bekam ich die Chemotablette Votrient. Lebensqualität ging etwas abwärts, denn sie hatte heftige Nebenwirkungen. Von 7 Tagen hatte ich 4 Tage Durchfall so dass ich kaum vom Klo kam, Bluthochdruck mit Herzrasen, Schilddrüse spielte verrückt und meine Haare wurden binnen 4 Wochen weiß und ich sah nicht nur 10 Jahre älter aus, ich fühlte mich auch soX/. Aber Herr Krebs ist in seinem Kellerloch bei Frau Brustkrebs geblieben:thumbup:bis Januar 2017, da kam er wieder langsam in mein Penthouse gekrappelt und verpasste mir eine Metastase im Kreuzbein und ließ meine kleinen Lungenmetastasen wieder wachsen, besonders eine hatte sehr viel Energie. Also ging es wieder in den Ring! Eine neue Chemo mit ifosfamid sollte Herrn Krebs wieder in den Keller jagen. Das ich diese Mietnomade nie wieder los werde, war mir bewusst und wenn er unten im Keller bleibt und die Klappe hält, kann ich mit ihm leben. Leider ist dieses Leiomyosarkom sehr stark und gegen die meisten Chemotherapien resistent. Das zeigte sich nach 3 Monaten mit ifosfamid. Lungenmetastase breitete sich bis zum Zwerchfell aus, es gab Nachwuchs im Lendenwirbel und in der Schulterkugel. Jetzt war ich wieder dran! Gegen die Lungenmetastase legte ich nun ein richtig großes Geschützt an, sie wurde mit der Cyberknife Bestrahlung drei Tage jeweils fast 1 1/2 Stunden gegrillt, mit großem Erfolg, sie ist etwas geschrumpft und schlummert vor sich hin. Gleich danach kam die Schulter dran. 15 Bestrahlungen und zusätzlich alle 14 Tage wieder Chemo mit cylix, ein Abklatsch vom Doxorobicin. Ich stellte meine Ernährung um auf basisch, es gab nichts mehr an Fertigprodukten, Zucker wurde stark reduziert, Marmelade, Müsliriegel, Smoothie, alles wurde nur noch aus frischen Zutaten selbst gemacht. Als Ergänzung Vitamin D und Selen, wenn die Blutwerte einen Mangel zeigten. Nach der Chemo gönne ich mir immer ganz viel Ruhe und schlafe viel und nach 3 Tagen bin ich wieder so fit, dass ich zu meinem Rehasport gehen kann. Meine Mobilität ist weiterhin sehr eingeschränkt, aber ich bin erfinderisch. Habe mir einen kleinen Elektro scooter Rolle mit sitz zugelegt, mit dem ich, bei Spaziergängen mit unserem Hund, langsam neben meinem Mann,

    rollern kann. Durch meine Schwerbehinderung von mittlerweile 100% und G, habe ich die Möglichkeit mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos zu fahren. Kann ich mal nicht mehr laufen, fahr ich eben 1 Station mit dem Bus. Ich bin früher selbst gerne mit meinem Cabrio gefahren und habe immer gedacht, wenn ich das nicht mehr kann wäre schlimm! Nö,ist es nicht, ich vermisse es überhaupt nicht. Das fahren in unserer Stadt ist sowas von nervig, überall Baustellen und Verrückte auf den Straßen, das brauche ich nicht mehr! Trotz allem kann ich sagen: "es geht mir gut!" ^^ Ich lebe!! Es ist ein anderes Leben geworden als früher, aber kein Schlechteres. Es gibt bei allen negativen Dingen auch etwas Positives. Manchmal dauert es eine Weile bis man es entdeckt . Man muss dafür mal die Sichtweise ändern, dann kommt sie zum Vorschein. Man lernt Hilfe anzunehmen, man lernt auch mal NEIN zu sagen, man fängt an auch mal nur an sich zu denken ohne schlechtes Gewissen, man sieht alles viel bewusster,man wird sensibler, man bekommt Liebe von Menschen wo man es nie erwartet hätte und man erkennt, dass ein guter Freund gar keiner ist. Ich kann allen Neubetroffenen auch nur den Rat geben, macht euch nicht verrückt! Warten auf Befunde, ist doof, aber das Ergebnis könnt ihr nicht ändern, wenn ihr ständig das Kopfkino einschaltet, euch verkriecht und das Selbstmitleid die Oberhalb gewinnt. Es kommt meistens eh immer anders als man denkt. Überbrückt die Wartezeit mit schönen Dingen, geht ins richtige Kino, lenkt euch ab, genießt viel ZeIT mit euren Lieben! Dieser blöde Herr Krebs kann unser Haus zum Einsturz bringen, es kann aber auch schon morgen ein Auto sein was uns überfährt oder ein kranker Terrorist, der meint sich in der nähe vom mir in die Luft sprengen zu müssen.

    Ich bin auch nicht immer nur stark! Manchmal bin auch ich nahe am Wasser gebaut. Dann lasse ich es raus, egal wo ich grade bin. Man muss und kann aus jeder Situation das Beste drauß machen, man muss es nur wollen!
    Z.Zt. fahre ich wieder Taxi auf Kosten der Krankenkasse und befinde mich schon wieder in Kampdstellung. Herr Krebs hat mich schon wieder besucht! Er hat die Meta in der Schulterkugel aktiviert, die im Kreuzbein und Lendenwirbel wachsen lassen und mir eine neue Mietnomade im Rippenbereich rein gesetzt. Also packen ich mich wieder auf den Grill! Drei Stellen werden gleichzeitig behandelt. Auch das ist wieder kein Spaziergang, aber ich habe ja Zeit und werde auch diese Runde mit Herrn Keys auskämpfen. Zum Arbeiten hab ich leider keine Zeit mehr, dafür hält mein Untermieter und seine Bekannten mich in Trab. Es ist nicht nur heute ein Tag des Glücks! Jeder Tag den wir leben dürfen ist ein Glückstag und wir sollten ihn wertschätzen und dankbar sein!:hug:


    Ich hoffe, ich konnte auch der Einen oder Anderen Mut machen! Es lohnt sich immer zu kämpfen! Ich drück euch! :love: