Beiträge von Mecki65

    Hallo liebe Mitkämpfer,
    seit April bekomme ich Herceptin. Die ersten 2 Tage nach der Spritze kämpfe ich regelmäßig mit Bauchkrämpfen, die ich erfolgreich mit Buscopan behandele und Durchfälle. Seit der vorletzten Spritze habe ich zunehmend auch an allen anderen Tagen Durchfälle, egal, was ich esse. Für mich ist das besonders schlimm, weil ich durch eine Geburtsverletzung bei meiner jüngsten Tochter seit ca. 10 Jahren an einer Stuhlinkontinenz leide. Das ist auch der Grund, dass ich vor 2 Jahren frühberentet wurde und auch ein Grund, warum ich mich - außer meines Lebensalters als Grund - gegen eine Chemo entschieden habe. Meine Lebensqualität wäre so weit in den Keller gegangen, dass es sich kaum noch gelohnt hätte. Meine Ärzte haben das auch verstanden, auch meine Krankenkasse hat ohne Probleme Herceptin als Monotherapie verschrieben. Ich nehme ja auch noch Levotrol als AHT, und mein Befund war ein Grenzbefund, was die Chemo anging, er war verhältnismäßig klein, hatte nicht gestreut, und alle Lymphknoten waren frei. Meine Frage heute, hat jemand durch das Herceptin ähnliche Probleme, und was macht Ihr dagegen?
    Für mich bedeuten Durchfälle leider, dass ich sehr zurückgezogen zu Haus bleiben muss und mich dadurch sozial zunehmend ausgrenze. Das ist bitter, denn ich bin eigentlich ein fröhlicher und gesellliger Mensch. Danke fürs Zuhören. Eure mecki63

    Wie schon bei H. Fitz war ich auch sehr niedergeschlagen nach den Todesnachrichten von jana thiel und mirjam pielhau, zumal ich auch ihre Bücher gelesen haben. Auch dieses Mal haben mir wieder die Mutmachgeschichten aus dem Forum geholfen. Danke nochmal dafür, und wie geht ihr mit solchen Nachrichten um?
    Liebe urlaubsgrüsse vom mecki63.

    Hallo ihr tapferen Mitstreiter, auch ich gehöre erst seit Januar dazu. Mir geht es im Moment körperlich sehr gut. Aber seit dem Tod von Henrikje Fitz haben mich die Ängste wieder eingeholt. Sie hatte den gleichen Tumor wie ich. Und an solchen Tagen lese ich eure Mutmachergeschichten. Danke an alle, die hier schreiben. Mecki.

    Hallo, an alle Enzym-Interessierten, ich bin ja hintereinander 3mal operiert worden, 2mal brusterhaltend und dann Ablatio. Ich war psychisch und auch körperlich ziemlich angeschlagen. Da hat mir mein Gyn. die Enzyme verschrieben, es ging mir tatsächlich schon am nächsten Tag besser, von da an ging es körperlich nur aufwärts. Bis auf die Ängste, die mich wie alle Krebskranken begleiten, geht es mir körperlich richtig gut. Ich bin leistungsfähiger als vor den OP's. Jetzt waren die Enzymtabletten alle. Da meine Narbe noch nicht vollständig geheilt ist, hat mir mein Gyn. empfohlen, noch eine Packung zu nehmen. Mache ich auch. Für mich wars ein Supertip und ein voller Erfolg.
    Ich denke auf keinen Fall, dass die schaden. Ich habe einige Studien darüber gelesen, und das Präparat wurde durchweg positiv bewertet.
    LG von mecki.
    ich meine natürlich, ....dass die nicht schaden...

    Liebe Lotty, bei mir wurde im Januar links BK entdeckt. Nachdem ich nach 2 brusterhaltenden OPs immer noch Restgewebe hatte, was nicht o.k. war, wurde dann die linke Brust komplett entfernt. Da ich einen HER 2-positiven Tumor hatte, soll ich jetzt mit Antikörpern und Hormonen behandelt werden. Gegen die Chemo habe ich mich aus den gleichen Gründen wie Du entschieden. Ich bin 63 Jahre alt, Lymphknoten waren nicht befallen, Lunge, Knochen und Leber frei von Metastasen. Es ist ja nun mal so, dass wir uns im letzten Lebensabschnitt befinden. Fakt ist, besser wirds nicht mit uns. Da werden sich rein altersgemäß noch einige Krankheiten dazu gesellen. Ich bin schon mit einigen "gesegnet". Darum wollte ich nicht auf die Dauer meine restliche Lebenszeit von der Qualität her verschlechtern, was eine Chemo - besonders in diesem Alter - auf jeden Fall bewirken würde. Ich versuche, mich sehr bewusst zu ernähren, mich jeden Tag zu bewegen und soviel positive Momente wie nur möglich bewusst zu genießen. Wann und ob der Krebs wieder kommt, weiß niemand, ob mit oder ohne Chemo, das haben mir auch alle Ärzte bestätigt. Die Chemo ist keine Garantie. Man muss aber auch wirklich bedenken, dass die Entscheidung auch altersabhängig ist. Eine junge Frau, die vielleicht noch Kinder zu erziehen hat, denkt darüber mit Sicherheit anders. Und das ist auch o.k. so. Ich wünsche Dir und mir und alle, die nicht den "vorgeschriebenen Weg" gehen trotzdem ein langes krebsfreies und glückliches Leben. Alles Gute für Dich, und mach, was Dir Dein Bauchgefühl rät.
    LG von mecki.

    Hallo an alle, die geantwortet haben und danke für eure antworten. Ich weiß leider aus meinem langjährigen Berufsleben manchmal besser Bescheid, als
    mir gut tut und ich lese dazu noch wahnsinnig viel. Vor der Rente habe ich übrigens in der Onkologie gearbeitet. Ich kenne alle Studien, eine hatte noch nicht mal mein Arzt gelesen.
    Ich habe mich in meinem Fall ganz bewusst gegen die Chemo entschieden, weil ich 63 Jahre alt bin, schon eine andere unliebsame Krankheit habe und mein Gesundheitszustand sich einfach durch die Chemo so verschlechtern würde, dass mir den Rest meines Lebens - wie lang der immer auch ist - einfach die Lebensqualität fehlen würde. Natürlich würde ich das in jüngerem Alter wahrscheinlich anders sehen, vor allem, wenn noch Kinder im Haus sind. Auch muss ich bei einem Rezidiv oder evtl. Metastasen wieder neue entscheiden. Da aber bei mir Leber, Lunge, Knochen und Lymphknoten frei sind und der Tumor ein G 2 war, unterstützt mich mein Arzt in meiner Entscheidung . Er unterstützt mein Immunsystem, und eine Misteltherapie ist auch im Gespräch. Genaueres erfahre ich nächsten Donnerstag. Herceptin wird seit 2013 in Deutschland auch als Monotherapie verabreicht bzw. in Kombination mit Hormonen oder Aromatasehemmern. Letzteres ist bei mir geplant. Die Frage habe ich einfach aus Interesse gestellt - und natürlich habe ich Angst - wie Ihr alle. Ich bin aber mit meiner Entscheidung ganz eins. Der letzte Histobefund nach der Mastektomie ist frei von Krebszellen gewesen, also darf ich erstmal hoffen und habe darum direkt im Mai 1 Woche Urlaub gebucht. Darauf freue ich mich jetzt. Die Studien haben übrigens durchaus Erfolge zu verzeichnen, was eine Kombi aus Chemo und Herceptin anbelangt, aber leider ist die Verlängerung der Gesamtlebenszeit sehr gering, wozu allerdings bemerkt werden muss, dass es ja mit Herceptin und Perjeta noch keine wirklichen Langzeitaussagen gibt. Und der Herr Krebs ist leider ohnehin unberechenbar, das wissen wir alle. Aber ich sage ihm jeden Tag: O.k. Du Mistkerl, entweder leben wir in friedlicher Koexistenz, oder Du blöder Affe stirbst auch, wenn ich sterbe. Punkt. Und liebe Grüße an alle. Mecki ;)

    Hallo snoopy, habe die gleiche Diagnose. Nach 2 Versuchen brusterhaltend zu operieren, erfolgte vorige Woche die Mastektomie. Ich werde weiter behandelt mit Herceptin und Aromatasehemmer. Heute Histo Befund: im Moment krebsfrei. Habe sofort Urlaub gebucht. Dir alles erdenklich Gute. Mecki

    Liebe amazone, ich bin am Donnerstag operiert worden. Nach 2 vergeblichen Versuchen, brusterhaltend zu operieren, ist die li. Brust nun weg, und ich hoffe sehnlichst, dass ich jetzt eine lange Zeit Ruhe habe vor schlechten Nachrichten. Dir drücke ich von Herzen die Daumen. Alles gute. Mecki.

    Hallo utilus, ich drücke auch ganz fest die Daumen für dich. Ich gehe am Dienstag zu den vorstationären Untersuchungen und am Donnerstag zur 3. Op. Ich frage mich, ob es sich bei den "Resten" um Reste handelt oder um neue Herde. Bin im Moment total down.
    Alles Liebe von mecki.

    Hallo Utilus, Du hattest also das gleiche Problem wie ich jetzt. Ich grübele auch schon seit gestern, was ich nun mache. Ich glaube, ich höre in diesem Fall auf den Rat meiner ältesten Tochter: Noch einen Versuch, und wenn dann immer noch was gefunden wird, ab mit der Brust. Ist nicht schön, aber dieser Nervenkrieg - immer noch eine OP, die Vorbereitungen, die Angst - darauf habe ich auf die Dauer auch keine Lust.
    Danke für Deinen Beitrag.
    Liebe Grüße von mecki.

    Hallo Sissi, auch ich bin ganz neu hier und habe einiges mit Dir gemeinsam. Ich bin schon 63 Jahre, habe 3 Töchter und bisher 5 süße Enkelkinder, von denen 2 Buben 2 1/2jährige Zwillinge sind. Mein Mann und ich sind seit 40 Jahren verheiratet. Du siehst, auch ich habe diesen Halt, von dem Du schreibst, und trotzdem hat mich die Diagnose "Brustkrebs" Mitte Januar voll erwischt. Ich habe mich sehr gründlich informiert über alle gängigen und auch die neuesten Studien, was für mich ziemlich einfach ist, denn habe fast das ganze Leben als Arztsekretärin gearbeitet. Ich habe ebenfalls einen schnellwachsenden Tumor, der auch nicht gestreut hat. Ich habe mich in der Summe meiner Erkenntnisse und nach GEsprächen mit den Ärzten gegen eine Chemo entschieden, mache aber Bestrahlung und Hormontherapie. Nur leider habe ich ein anderes großes Problem, was mir im Moment sehr zu schaffen macht. Schon bei der ersten OP wurde im Randgewebe noch ein R 1-Tumorrest gefunden, also zweite Operation. Die habe ich schon wesentlich schlechter weggesteckt und habe bis jetzt einen großen tiefen Bluterguss. Nun ist der neue Histo-Befund da, und wieder sind im Rand noch Tumorzellen gefunden worden, das heißt, nächste Woche die 3. OP. Nun bin ich am Überlegen, darauf zu bestehen, dass die Brust jetzt abgenommen wird. Ich bin im Moment ziemlich kraftlos und habe keine Lust mehr auf nix. Dir alles gute von mecki63.