Beiträge von Tschetan

    Hallo Tina73,

    Wenn du mal in meinen Beiträgen stöberst, dann wirst du einiges finden über die ETC Chemo. Bei weiteren Fragen einfach Fragen 👍

    Gruß Tschetan

    Hallo Paetzi,


    ich bin zwar auch von der BG-Fraktion, aber da im Bauchraum sehr viel Platz ist, dauert es wohl sehr lange bis irgendwelche Beschwerden auftreten. So etwas wie ein Mammographiescreenig gibts ja nicht dafür. Oft ist es wohl ein richtiger "Zufallsfund" im Verlauf von Untersuchungen wg. anderer Erkrankungen oder Beschwerden. Das oft angebotene US ist wohl auch nicht wirklich (und schon gar bei jedem Arzt) unbedingt aussagekräftig. Kommt mir mehr nach gern verkaufter IGEL-Leistung vor.....


    Gruß

    Tschetan

    Die Zellen im Knochenmark sind ja die "schlafenden" Zellen, die sich dort eingelagert haben. Da sie sich in diesem Zustand nicht teilen, sind sie für eine klassische Chemo nicht empfindlich. Ob und warum sie wieder "aufwachen" und sich wieder teilen, das weiss man leider nicht so genau bisher. Die Existenz zeigt ja nur, dass der Tumor in der Lage war, diese wandernden Zellen zu produzieren. Deshalb gilt das als ungünstiges Zeichen. Aus dem Wissen ob es diese Zellen gibt, folgt ja keine therapeutische Maßnahme wie eine Chemo. Die Bisphosphonate sollen diesen Ruheplatz so ungemütlich machen, dass erst gar keine Einnistung erfolgt oder bereits dort vorhandene Zellen behindert werden. Das Wohnklima im Knochenmark wird unkomfortabel.

    Vielleicht kann man die Zellen so im Zaun halten. Ich habe meinen Onkogyn mal nach diesem Test gefragt, aber außerhalb von Studien ist es wohl schwierig. Man muss halt einen Chirurgen finden, wenn es nicht im Rahmen der OP gleich mitgemacht wird. Das kann man mit einer Bruststanze überhaupt nicht vergleichen. In Hannover gibt es jedenfalls niemand, der das außerhalb einer eh zu machenden OP machen würde. Im Prinzip wird in jeden Beckenknochen ein Loch gebohrt bzw. Gestanzt und Knochenmark abgesaugt und untersucht. Es ist m.E. sinnvoller, sich einen Arzt zu suchen, der einem alle 6 Monate insgesamt 6mal eine Infusion zur Prophylaxe und zur Osteoporosevorbeugung gibt. Die immer wieder beschriebene Kiefernekrose ist nach Auskunft meines Onkogyn nur bei höheren Dosierungen zur Behandlung bei vorhandenen Knochenmetastasen ein Problem. Man muss vorher zum Zahnarzt, um größere Eingriffe in den nächsten Jahren möglichst auszuschließen. Er hat in seiner langjährigen Praxis einen einzigen Fall gehabt. Ich habe solange gequengelt, bis ich das bekommen habe. Nebenwirkung beim ersten Mal wie Grippe, einen Tag lang, danach absolut nix mehr. Die übrigen 5 Infusionen gar nichts. Kosten des Mittels je 60.-€. Dazu kommen noch die Kosten für die Tätigkeiten an sich. Wie das bei gesetzlich Versicherten ist, weiss ich leider nicht. Wenn der Arzt das für erforderlich hält, sollte das kein Problem sein und somit kostenlos.

    Hallo Torwart,

    Sport bzw. tägliche Bewegung ist wichtig. Auch wg. der Antihormontherapie, damit die Gelenke immer schön in Bwegung bleiben. Wer rastet, der rostet, stimmt tatsächlich in unserm Fall. Ich nehme für die Schleimhäute (sitzen ja auch auf den Gelenkflächen) EQ......m . Das ist leider nicht verschreibungspflichtig und wird von meiner KK und der Beihilfe als Nahrungsergänzungsmittel generell nicht erstattet, aber es hilft mir sehr. Außerdem lasse ich einmal im Jahr meinen Vitamin D Spiegel bestimmen. Ein ausreichender Spiegel ist ein guter Zellschutz und hilft bei der Reparatur der Zellen. Nehme ich täglich zusammen mit Calcium, sonst funktioniert es nicht. Während meiner Tamoxifenzeit habe ich mir angewöhnt, eine Schlafbrille zu benutzen. Für die Wirksamkeit des Tamoxifens wird Melatonin gebraucht, das Tamoxifen ist ja nur eine Substanz, die erst im Körper selbst verstoffwechselt bzw. In die Wirksubstanz umgebaut wird. Das Melatonin wird aber nur im Dunkeln vom Körper gebildet.

    Es hilft wohl den Reparaturmechanismen im Körper, sozusagen nachts wird aufgeräumt und repariert. Bei Mäusen hat das jedenfalls in Studien geklappt. Licht besonders mit hohem Blauanteil wie bei Smartphones, Tablets und Computerbildschirmen scheint die Bildung des Melatonin zu verhindern und damit die Reparaturmöglichkeiten einzuschränken. Böse Zungen behaupten, dass die Zunahme der Erkrankungen mit der Lichtverschmutzung unserer Umwelt zusammenhängt. Dem Körper fehlt einfach die Zeit zur Regeneration und zum "Ausmisten". Wer weiss ob es stimmt? Man sollte versuchen Normalgewicht zu erreichen, da in den Fettzellen ebenfalls Östrogen gebildet wird, und das ist ja bei hormonabhängigen Tumoren unerwünscht. Gegen Hitzewallungen unter TAM habe ich nicht wirklich was wirksames gefunden, aber ich habe es abends genommen und nachts konnte ich das besser handeln.

    Man erwartet, das normale Leben müsse sich wieder einstellen, aber das ist nicht so. Vor allem erwarten das oft die anderen, wenn man durch die akute Therapie durch ist. Es ist ein neues anderes Leben, das muss man gestalten, man muss sich neu erfinden. Ich habe mir irgendwann therapeutische Hilfe gesucht, um zu lernen damit umzugehen. Eine gewisse Angst wird immer bleiben. Wie ein Bildschirmschoner, aber die Abstände werden größer mit der Zeit. Man kann lernen, mit diesen Ängsten umzugehen, ich glaube das ist ganz wichtig. Das regiert wohl wirklich der Geist den Körper in gewissen Grenzen natürlich. Mir hilft die Therapie, aber man muss rechtzeitig mit der Suche beginnen, da die Wartelisten lang sind. Es gibt ein schönes Buch "Leben nach Krebs" heisst es glaub ich. Da haben viele Ärzte und andere gute Tipps gegeben. Bin im Urlaub, daher kann ich die Autoren nicht sagen. Falls du es bei Tante Google nicht findest PN an mich. Prof. Be... und Sh... Kü... sind glaub ich dabei. Sport, halbwegs gesund essen, wenig Alkohol (wirkt wie Östrogen, wusste ich auch nicht, leider mein Feierabend Bier ist Vergangenheit), Gewicht und Vitamin D nach Bedarf!. Denke vorwärts, wenn nicht jetzt WANN dann? Sagt sich leicht, schaff ich auch nicht immer. Aber versuchen lohnt sich. AHT durchhalten!!!

    Alles Gute für dich, komme auch aus der ETC Fraktion....

    Tschetan

    Keine Panik!

    Die Geräte können schonmal defekt oder in der Wartung sein... Wie Kajuscha schon sagt, entweder etwas höhere Dosis oder hintendran gehängt. Die Sa/So Termine gibt es nicht wegen der Wirkung, sondern weil die aufgelaufenen Terminverschiebungen sonst nicht mehr abgearbeitet werden können im KK! Die Teile laufen ja eh schon von morgens bis abends. Wenn dann mal ein Tag das Gerät ausfällt. dann müssen die das ja irgendwie wieder einarbeiten, da bleibt ja nur noch das Wochenende....

    Hallo zusammen,

    Heute möchte ich allen hier auch mal ein wenig mental unter die Arme greifen. Vier Jahre nach Diagnose und 2 Ops, luminal B mit 7 befallenen Lymphknoten und einem G3 Tumor habe ich mal wieder eine Nachsorge o. B. hinter mir. Auch die Tumormarker alle im persönlichen Referenzbereich. Die Nebenwirkungen der AHT sind erträglich, mit meiner Neuropathie muss ich mich arrangieren. Aber ich lebe und das gern, auch mit schlechter Prognose kann es doch (hoffentlich noch lange) weitergehen. Ich drücke allen hier die Daumen! Ohren steif halten und nicht aufgeben 👍

    Gruß Tschetan

    Hallo Grete,


    Das kommt mir alles ziemlich bekannt vor.... Aber hilft ja nichts, da müssen wir durch. Vor 4 Jahren habe ich eine ähnliche Situation erlebt, zuerst alle total optimistisch, danach wurde dann fast der Assistenzarzt vorgeschickt. Gute Nachrichten haben ja immer viele Väter, bei schlechten will es keiner gewesen sein. Aber nur Mut, du schaffst das! Meine Chemo hat allerdings erst nach den OPs stattgefunden.

    Alles Gute für dich, hier gibt es immer Gesprächspartner!

    Tschetan

    Hallo Lia,

    Ich habe diesen Artikel auch vor einigen Monaten gelesen.

    Kaninchen hat das gut beschrieben. Ich habe mir angewöhnt, eine Schlafmaske zu benutzen. War zum Anfang doof, aber mittlerweile habe ich mich echt dran gewöhnt.


    Kann ja nicht schaden.....

    Gruß Tschetan

    Hallo S.

    über die Wirkungsweise einer Chemo habe ich schon mal in irgendeinem Beitrag was geschrieben, den müsstest du finden können, wenn du meine Beiträge mal durchforstet.

    Ob die wirksam und empfehlenswert ist, hängt doch von der Teilungsfreudigkeit, dem KI Faktor ab. Alles ab15% gilt als schnellteilend und da wird m.W. nach dann auch immer eine Chemo empfohlen. Die Chemo wirkt ja nur während einer Zellteilung, das ist das Prinzip. Die Zellen bringen dann diesen Prozess nicht mehr zu Ende. Das betrifft alle Zellen, die sich oft und schnell teilen, nicht nur Krebszellen auch Schleimhaut, Haare usw. Alles was sich oft erneuert halt. Je höher dieser KI Wert, desto mehr befinden sich gerade in der Verdopplungsphase, Teilung. Je mehr werden durch die Chemo erwischt. Das hat doch aber mit der Hormonabhä gigkeit nichts zu tun! Die ist ja durch das Vorhandensein von entsprechenden Rezeptoren auf der Zelloberfläche charakterisiert. Durch die AHT werden entweder diese Rezeptoren durch den Wirkstoff Tamoxifen besetzt, sodass die Östrogene dort nicht mehr andocken können. Oder die Wirkstoffe z B. Letrozol verhindern, dass überhaupt Östrogen im Körper gebildet wird.

    Es sind ja zwei verschiedene Wege, um den Tumor an seiner Zellvermehrung zu hindern. Ich habe auch einen hohen KI Wert und höchstmögliche ER und PR Werte gehabt. Daher sowohl OP, Chemo nach Möbus (ETC oder Citronschema), Bestrahlung und jetzt seit 3 Jahren AHT.

    Informiere dich doch mal beim Krebsinformationsdienst. Die nehmen sich Zeit. Schreib dir deinen Befund auf und dein Fragen und Ruf an oder per Mail.

    Alles Gute für dich

    Tschetan

    Einfach mal nach Krebsinformationsdienst googeln, da kommt man auf die Startseite. Von dort geht's weiter. Man kann anrufen oder hinmailen. Ich habe damals eine Mail geschrieben mit meinen Infos von mir und meinen Fragen. Man kann auch einen Rückruf vereinbaren, auf der Seite steht eigentlich alles wie es geht.

    Grüße

    Tschetan

    Hallo Lian, warte doch erst einmal die weiteren Untersuchungen ab. In einem zertifizierten Brustzentrum werden die Ergebnisse ja in einer Konferenz von mehreren Ärzten diskutiert, daraus erfolgt dann die Therapieempfehlung. Wichtig ist, dass man dir die Ergebnisse und die Empfehlungen ausführlich erklärt. Nur was man verstanden hat, das kann auch mittragen. Die Ärzte sollten ihre Empfehlungen begründen können. Da scheint es öfter zu hapern, wenn man hier so mitliest. Wenn du dich nicht gut informiert oder bedrängt fühlst, dann kann eine zweite Meinung nicht schaden. Du musst nichts übers Knie brechen. Du musst den Ärzten vertrauen. Du kannst auch den Krebsinformationsdienst befragen, die sind sehr nett und rufen dich auch zurück. Google mal nach, wenn du dort deine künftigen Befunde hinmailst oder schickst, dann bekommst du von dort Erklärungen zu den vorgeschlagene Therapie. Dort Gibt es auch die "blauen" Ratgeberhefte zum Bestellen oder Downloaden. Kannst auch mal bei Mammazone googlen. Vielleicht schreibst du ja, wie es weitergeht, hier bekommst du immer einen Ansprechpartner! Wichtig ist noch,: lass dir Kopien von deinen Ergebnissen und Berichten geben,das steht dir zu! Mach dir eine Mappe und sammle das. Wenn du mal woanders hingehst, dann hast du alles dabei. In der Hektik von Kliniken geht die Hälfte verloren auf dem Weg zu dir, oder man muss mühsam hinter allem hinterherrennen. Besser man hat es in der Tasche, wenn man nach Hause geht. Das gilt auch für CDs mit Aufnahmen, alles haben wollen!

    Wenn ich nicht ständig hinterher wäre, hätte ich vom Krankenhaus nicht mal eine Krankschreibung bekommen damals, die haben das schon vergessen, wenn sie aus dem Zimmer sind, da herrscht halt Personalmangel und Stress.

    :thumbup:


    Informationen der Moderation zu den im Beitrag genannten Organisationen:


    Link zum Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/kontakt.php


    Die "Blauen Ratgeber" stehen über die Homepage der Deutschen Krebshilfe (das ist der Herausgeber) zur Bestellung bzw. zum Download zur Verfügung. Link zur Deutschen Krebshilfe https://www.krebshilfe.de/

    Hallo Lian,

    ja ein schönes Ziel! Hier lädt leider nichts zum Rausgehen ein, grau in grau und kalt....

    Morgen soll es ja wieder besser werden, aber da sitze ich ja wieder auf der Arbeit.

    Aber bei dir wird es ja auch weitergehen, ich hoffe doch, du bist in einem zertifizierten Brustzentrum? Je mehr Fälle dort behandelt werden, umso besser kennen die sich aus. Da macht wirklich die Übung den Meister. Hier sollte man auch ruhig ein etwas weiter entferntes in Kauf nehmen. Da ist die Nähe zu Berlin ein echter Vorteil. Schreib alle Fragen auf und wenn möglich, nimm dir jemand mit. Wenn man wieder draußen ist, fallen einem oft Dinge zu spät ein. Da ist eine Begleitung von Vorteil. Du hast auch ein Recht auf eine Zweitmeinung!

    Alles Gute für die kommende Woche, ich drück dir die Daumen!

    Tschetan

    Schlaf gut Lian, morgen ist ein neuer Tag. Nicht denken, ein bisschen ablenken, etwas tun. Die Warterei ist furchtbar, wir wissen das alle hier. Man fühlt sich so ausgeliefert, es wird besser wenn ein Therapieplan steht. Wie schön, jemand aus Potsdam, ich werde dort vielleicht Ende 2019 hinziehen...

    Die Feiertage sind ja nun vorbei, da geht es bei den Ärzten dann auch weiter. Bei mir hat es auch vor 4 Jahren von Anfang April bis Anfang Mai mit der Diagnose gedauert, es waren die schlimmsten Wochen meines Lebens, aber wenn die Behandlung beginnt, wird es besser glaub den anderen Schreiberinnen und mir hier. Die Vögel singen auch für dich morgen früh!

    Hallo kleiner Vogel,


    auch ich möchte dir alles Gute wünschen! Ich habe mir auch psychologische Hilfe geholt, nachdem ich mich recht lange allein damit herumgequält habe. Das hat mir mit dem Umgang mit meiner Erkrankung für mich selbst und auch in meinem Umfeld geholfen. An den Tatsachen kann man ja nichts ändern, aber man kann lernen, damit umzugehen.

    Ich habe mich sehr gefreut, wieder von dir zu lesen. Ich finde deinen Avatar einfach knuffig, als Kind hatte ich auch immer ein Wellengesicht. Lustige Gesellen sind das....


    Gruß

    Tschetan

    Hallo Sacha,


    bei einem Ki-Wert von 30 - 35% würde ich auf alle Fälle einer Chemoempfehlung folgen.

    Je geringer diese Teilungsrate, desto geringer der Chemonutzen, da die Chemo nur auf Tumorzellen während ihrer Verdopplung und Teilung wirkt. Bei dir sollte sie also großen Nutzen haben, da sich ja viele Zellen gleichzeitig teilen..

    Die Chemo ist ein Weg, der vielleicht nicht so einfach ist, aber doch ein absehbares Ende hat und auch ein Ziel, das wohl jeder von uns erreichen möchte: die Tumorzellen zu vernichten!


    Lass dir alles gut erklären, wenn du Fragen hast. Die Einstellung"ich will das nicht, ich mache das nicht" hilft hier leider nicht zu vernünftigen Entscheidungen. Hier gibt es ganz viele Berichte über dieses Thema, einfach mal kreuz und quer lesen.... Der Krebsinformationsdienst ist auch eine gute Adresse, die rufen auch zurück und erklären vieles.

    Du schaffst das...


    Alles Gute

    Tschetan

    Hallo Christina, ich kann dich gut verstehen. Nach 10 Minuten ist man da wieder draußen. Kannst du nicht eine Zusammenfassung vom Hausarzt schreiben lassen und die dann mitnehmen Oder am besten schon vorher hinschicken oder abgeben, mdB um Kenntnisnahme als Gesprächsgrundlage? Wenn er es dann nicht gelesen Hat, hat er vielleicht ein schlechtes Gewissen.Die Ärzte haben keine Zeit sich das alles durchzulesen, wenn man da schon sitzt, dann tickt die Uhr. Du solltest auch klar sagen, das es um eine Bewertung wg Schwerbehinderung geht. Das haben die einfach nicht auf dem Schirm.... Eine weitere Möglichkeit wäre noch, dass du vorher bei der Anmeldung sagst, du würdest dieses erste Gespräch ohne Behandlung ,nur zur Beratung! privat abrechnen, quasi als IGEL Leistung.

    Als Privatpatient kann er jede Tätigkeit einzeln abrechnen, für ein Gespräch gibt es eine Ziffer in der Gebührenordnung, damit kann er abrechnen (die Rechnung geht dann an dich). Als gesetzlich Versicherter gibt es pro Patient ja nur eine Pauschale pro Quartal, egal wie oft man dort ist. Wenn die ausgereizt ist, dann kriegt er nichts mehr von der Kasse. Deshalb wird man dann halt nicht so gern gesehen wenn es langwieriger wird.

    Klappt aber selbst als Privatpatient nicht immer...., meine Kasse zahlt exakt zwei Arztgespräche im Jahr.

    Gruß

    Tschetan

    Hallo Zebralily,


    ich bin zur Zeit meiner Akuterkrankung als Beamtin zu einer "Tochterfirma" beaurlaubt gewesen und habe daher während dieser Zeit nichts von meinem Dienstherren (toller Ausdruck!) gehört. Aber in der Tochterfirma läuft es generell so, dass ab einer gewissen Krankheitsdauer (ab 2 Wochen! oder mehrmals in kurzer Zeit) der Arbeitgeber zu einem Krankengespräch verpflichtet ist, das liegt nicht in seinem Ermessen. So soll wohl geklärt werden, wie sich die Sache weiterentwickelt, ob ggf. ein anderer Arbeitsplatz her muss, am bisherigen etwas geändert werden sollte usw. Oder evt. eine Ersatzkraft her muss, denn irgendwer muss ja die Arbeit erledigen. Mit Drückebergertum hat das nichts zu tun, und dem Chef ist das auch nicht unbedingt angenehm, der muss das nämlich dokumentieren und ggf. seinen Höchteren Herrshcaften mitteilen Jetzt bin ich wieder in den aktiven Beamtenstatus zurückgekehrt, da ich inzwischen in Altersteilzeit arbeite und das in einer Beurlaubung nicht möglich ist. Als Beamter muss man aber vielleicht damit rechnen, dass man bei wahrscheinlich nicht wieder dauerhafter Arbeitsfähigkeit dann in den Ruhestand versetzt wird (sozusagen zwangspensioniert, natürlich dann mit den entsprechenden Abschlägen, im Prinzpi Frühverrentung für Beamte). Ich könnte mir vorstellen, dass diese Untersuchung eben dieser Einschätzung dient. Kommt derjenige "irgendwann" arbeitsfähig zurück? Oder ist davon auszugehen, dass sich keine dauerhafte Arbeitsfähigkeit (innerhalb 6 Monaten ab Untersuchung) wieder herstellen lässt. In meiner Altersteilzeit ist z. B. so, dass bei Krankheit länger als 6 Monate die Altersteilzeit-vereinbarung hinfällig wird, und ich dann wieder normal in Vollzeit fallen würde und wahrscheinlich dann im Krankheitsfall auch so eine Einladung bekäme. Falls dann von einer langfristigen mehrmonatigen Abwesenheit ohne wahrscheinliche künftige Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird, dann würde man mich wohl zur Ruhe setzen/für dienstunfähig erklären. Von daher sollte man überlegen, wie man sich da verhalten soll/will Für "ältere" Semester, die ihre 35 Dienstjahre voll haben ist das etwas entspannter als für diejenigen, bei denen das nicht so ist. Ich z. B. kann diese 35 Jahre niemals schaffen, da ich erst als Handwerkerin gearbeitet habe, dann studiert und erst dann Beamtin geworden bin. Diese 12 Jahre vorher sind also weg für die Berechnung, dafür gibts dann Rente, die wird aber mit der Pension verrechnet....

    Also je nachdem was für dich besser ist: wenn du bleiben willst, dann würde ich betonen dass du auch wieder voll arbeitsfähig werden möchtest, falls nicht, dann eher Pessimismus verbreiten.... Ob es klappt, keine Ahnung. Lass dich doch von beraten : vielleicht gibt es bei euch einen Schwerbehindertenbeauftragten oder die Gewerkschaft? Oder frag doch mal ganz harmlos dort an, wozu das gut sein soll. Ich glaube nicht, dass die Jungs ein Problem mit der Frage...

    Vielleicht berichtest du hier mal, was dabei herausgekommen ist.

    Gruß und toi toi toi

    Tschetan


    Hallo Elli 82,


    Das ki.... ist ein Maß dafür ,wie hoch die Teilungsrate der Tumorzellen ist. Ki 15 bedeutet, dass sich 15% aller Zellen immer gerade in Teilung befinden, ki 40 z. B 40%. Je höher die Zahl,je schneller die Wachstumsrate, so kann man sich das vorstellen. Die Chemo wirkt nur während dieser Teilungzeit einer Zelle, das ist ihr Wirkprinzip. Die Chemo verhindert, das sich die Zellen ohne Probleme verdoppeln und teilen können. Daher wirkt sie umso besser, je schneller sich die Zellen vermehren wollen. Ab ki15 spricht man von einer hohen Zellteilungsrate und empfiehlt i.a. eine Chemo. Wenn der ki niedriger ist, dann sind nicht so viele gleichzeitig "in der Verdopplungsphase", das Wachstum ist langsamer und die Chemo hat nicht so viele Angriffsziele, da sie nur die gerade sich teilenden Zellen trifft. Deshalb ist die Chemo bei sehr niedrigen ki Wert einfach nicht so wirksam, man kann sie den Patienten ersparen, sie würde auch nicht so gut wirken. Vielleicht bittest du den KID um eine Auskunft, den Krebsinformationsdienst. Die bieten Super unterstützung und rufen auch zurück. Google mal!

    Gruß Tschetan

    Hallo Moni,

    Ich kann mich den anderen nur anschließen. Es gab bei mir keine größeren Schwierigkeiten nach der Mastektomie und Lymphknotenentfernung. Alles gut und problemlos abgeheilt, nach Anleitung habe ich die Narbe vorsichtig nach Abheilen massiert mit Öl. Das ist ganz wichtig, damit die Haut nicht mit dem Untergrund verklebt, das macht dann Probleme. Es wurde mir im Krankenhaus gezeigt, wie das geht. Nach der OP hat nur die Drainage geziept, sehr empfehlenswert ist ein Umhängebeutel für die Behälter. Bei uns im KKH gab es auch so herzförmige Kissen geschenkt, sehr angenehm zum unter die Achsel zu klemmen beim Schlafen. Drainage ziehen nach einigen Tagen war problemlos. Allerdings hatte ich über ein Jahr ein wenig Flüssigkeit an der Stelle des früheren Brustgewebes, aber es ist immer weniger geworden und jetzt nach fast 4 Jahren ganz weg. Nur Mut, falls man Schmerzen hat rechtzeitig

    melden! Dagegen gibt es genug Medis, keiner muss den Helden spielen. Bereits im KK gab es eine Watteprothese, danach stellt der Gyn o anderer Arzt ein Rezept für die endgültige Prothese aus. Kannst mir ja eine PN schicken, da hier keine Firmennamen genannt werden dprfen. Ich habe mittlerweile eine selbsthaftende Prothese und bin sehr zufrieden. Für die BHs gibt meine Kasse nur 2x10.- dazu und die Teile sind mir echt zu teuer, ich steh nicht auf sowas. Ich komme mit SportBHs oder Bustiers gut klar, deshalb habe ich mich für die Haftvariante entschieden. Ich glaube, dass möglichst zügige Bewegung des Armes ganz wichtig ist, nicht über die Schmerzgrenze hinaus aber täglich 10 Minuten Gymnastik, das wurde bereits 2 Tage nach der OP im KKH angeleiert. Die Übungen kann man dann zu Hause weitermachen. Ich habe keine Einschränkungen nur man darf nicht schwer tragen und nicht überanstrengen, dann wird der Arm durch die fehlenden Lymphknoten ein wenig dick. Ein bisschen Dekollte ist auch absichtlich geblieben, schön gemacht. Du schaffst das, ich drück dir die Daumen.

    Alles Gute

    Tschetan