Beiträge von Tschetan

    Hallo Ogurec ,


    Ich nehme das "Schwesterpräparat E......zym" und kann es empfehlen, besonders für Gelenkbeschwerden. Leider als Nahrungsergänzungsmittel nicht erstattungsfähig, da kein Medikament. Ich nehme es seit 6 Jahren, gerade auch wg. der NW unter der Antihormontherapie, allerdings aus Geiz 😁 nur die halbe Dosis. Während der Chemo habe es noch nicht genommen.

    Gruß Tschetan

    Hallo Ogurec,

    Ich habe während der Chemo die Linsen weiterhin getragen, warum auch nicht? Allerdings keine Tageslinsen o.ä., sondern harte (aus Silikon) sauerstoffdurchlässige. Die habe ich bis zum letzten Jahr über 30 Jahre benutzt, vorher hatte ich weiche. Leider sind meine Augen durch die AHT sehr trocken geworden, daher ging das nur noch mühsam und ich habe mir letztes Jahr die Augen Lasern lassen. Aber mit der Chemo gab es keinerlei Probleme. Gegen die Trockenheit gibt es Tropfen, falls es während der Chemo Probleme geben sollte.

    Gruß Tschetan

    Hallo @all,


    könnte es vielleicht kein Lymphödem in der Brust, sondern ein Serom sein? Das ist eine Flüssigkeitsansammlung zwischen den Operationsflächen. Ich hatte so etwas nach meiner Mastektomie fast 3 Jahre lang, es wird im Laufe der Zeit immer kleiner. Die Gewebeflächen wachsen ja nicht mehr zusammen, sie liegen aufeinander und dazwischen kann sich Flüssigkeit bilden. Ob da Lymphdrainage gut hilft keine Ahnung, es bildet sich ja neu. Bei mir war es nach körperlicher Anstrengung und bei Hitze immer mehr als sonst. Könnte man im Ultraschall auch gut sehen.

    Gruß Tschetan

    Ich habe das am rechten Ringfinger auch operieren lassen, ein kleiner Schnitt ist zu sehen. Seither kein Problem mehr. Das war keine große Sache. Die Sehne bleibt einfach im Ringband hängen und kann nicht zurückgleiten. Es bildet sich wohl ein Knubbel an der Sehne oder das Ringband verengt sich. Kann man aber googeln. Diese Engstelle wird beseitigt und dann flutscht es wieder🙄. Mit Übungen wird man da wenig erreichen, das Hindernis bleibt ja.

    Gruß Tschetan

    Sunshine1979 ,


    20%KI . Der Pathologe hat in der Gewebeprobe 100 Zellen betrachtet (als Beispiel zur Vorstellung!) Davon waren 20 in Teilung, die anderen gerade nicht. Die teilen sich zu einem anderen Zeitpunkt. 80 sitzen, 20 laufen. Aber immer andere, die 80 schlafen nicht, die sind gerade nicht dran.

    Mit Schläferzellen meine ich andere Zellen, die haben ihren Zellzyklus zur Teilung dauerhaft eingestellt. Die sind quasi in ihrem Zustand eingefroren. Was sie wieder zum Aufwachen bringt ist nicht geklärt. Ob und wann sie überhaupt wieder aufwachen weiß auch keiner. Ob man die hat, kann man nicht so einfach feststellen, höchstens durch eine Punktion von Knochenmark aus den Beckenknochen oder eine Blutuntersuchung , ob welche im Blut zirkulieren. Da sind sie wohl am ehesten zu finden. Knochenmarkspunktion macht man aber nur in einigen Zentren während der OP, ist ja keine Lapalie und schmerzhaft. In meiner Gegend hier gibt's das nicht.


    Vielleicht zur Vorstellung für die Zellteilung:

    So eine Teilung erfolgt in mehreren Phasen, kann man gut googeln 😀. Ganz einfach vorgestellt:

    Die Zelle bläht sich auf, in der Zelle wird die DNA abgelesen und eine Kopie erstellt für die künftige Tochterzelle. Die jetzt doppelte DNA zieht sich in jeweils Seite der aufgeblähten Zelle zurück, es erfolgt eine Abschnürung in der Zellmitte und zack : 2 Zellen mit jeweils ihrer DNA sind da! Während einer dieser Phasen wirkt die jeweilige Chemo. Sie verhindert z.B. das Ablesen der DNA, die Synthese der Kopie, das korrekte Auseinanderdriften in die Seiten vor der Abschnürung, die Zelle merkt "ich bin Schrott" und bringt sich um... So wirkt die Chemo, nur in dieser Phase der Teilung. Deshalb ist einer hoher KI ein Vorteil für die Wirksamkeit der Chemo. Was nur faul rumliegt während der Chemo, bleibt einfach liegen und wird nicht erwischt, wer nicht arbeitet, macht auch keine Fehler sozusagen. Auf die Frage wie lange so eine Verdopplung einer KrebsZelle dauert habe ich verschiedene Aussagen erhalten, mehrere Stunden bis knapp 1 Tag. Da die Chemo ja nur eine bestimmte Zeit im Körper bleibt, werden nicht alle während einer Teilung erwischt. Daher mehrere Chemos und ggf. kürzere Abstände.

    Ich hatte das ETC Schema, alle 2 Wochen jeweils nur eine Substanz und jeweils stärker dosiert.

    Eporubicin, Docetaxol und Cyclophosphamid nacheinander.

    Ich hoffe, ich habe nicht zu viel Unsinn erzählt 😁.

    Gruß Tschetan

    Liebe Sonnenglanz,


    Das ist ja interessant mit der Weiterentwicklung des Paclitaxol, ich bin davon ausgegangen, dass Schläferzellen sich eben nicht teilen und daher für eine Chemo nicht erreichbar sind, diese wirkt ja nur während des Teilungsvorgangs. Deshalb hocken die Dinger da und sind quasi immun. Hast du da Quellen?

    Eine Überlegung, die ich mal in einem Video des DKFZ (Trump hieß der Vortragende glaub ich) gehört habe, war die Dinger gezielt aufzuwecken und dann anzugreifen. Aber war noch Zukunftsmusik.

    Natürlich erleidet nicht jede einen Rückfall, das habe auch nicht behauptet. Ist vielleicht falsch rüber gekommen?

    Gruß Tschetan

    Sunshine1979

    Ich denke mal, das längere Überleben heute gilt für alle Typen. Die Therapien werden ja ständig überprüft und ggf. an neue Erkenntnisse angepasst. Eine Therapie heute ist ja schon anders als 2014 bei meiner ED. Da ist ein ständiger Wandel auch durch neue Wirkstoffe und Erkenntnisse über die Mechanismen. Eine Tumorbiologie wie heute mit der Bestimmung ER/PR und HER2, Ki% das gab es früher nicht. Und Prognosetests schon gar nicht. Luminal B heisst ja eine höhere Zellteilungsrate KI im Gegensatz zu Luminal A, daher gilt es als schneller wachsend und damit aggressiver und streufreudiger. Aber es gibt ja noch andere Faktoren z.B. der Lymphknotenbefall, oder den Entartungsgrad der Zellen G1 bis G3.

    Früher galt man nach 5 Jahren als geheilt und danach hat doch keiner mehr beobachtet. Das auch nach 10 oder 20 Jahren wieder etwas auftauchen kann , das hatten die gar nicht auf dem Radar. Erst jetzt, wo so viele die ersten Jahren gut überstehen, da fällt das auf in Langzeitstudien.

    Bei einigen Untertypen kommen die evt. Rückfälle früh, bei anderen spät. Bisher wird das nur festgestellt, man forscht nach den Erklärungen. Ich kann da leider auch nur vermuten, dass schlummernde Zellen irgendwann wieder gute Bedingungen vorfinden und wieder aktiv werden. Vielleicht nach Ende der Antihormontherapie, wenn wieder Wachstumsreize da sind?

    Oder alle hormonempfindlichen Zellen sind weg, aber es gab halt auch einige unempfindliche,

    Die jetzt in der Lage sind zu wachsen? So ein Tumor ist ja nicht homogen, er besteht aus vielen verschiedenen Sorten, ich habe mal eine Darstellung gesehen, sah aus wie ein Bällebad bei IKEA so bunt.

    Aber es gibt hier sicher einige mit Luminal B, die schon lange dabei sind! Das ist ja auch Statistik, da stehen keine Namen. Auf welcher Seite jede steht, das weiss niemand.

    Nur Mut, Schritt für Schritt!

    Gruß Tschetan

    Hallo Sunshine1979 ,

    Nein die liebe Tschetan 😁 ist erst im 6. Jahr nach Therapieende.....

    Bisher ohne besondere Vorkommnisse und hoffentlich ohne Metastasen , aber noch nehme ich ja Letrozol ein. Über die AHT ist hier ja schon lang und breit geschrieben worden, über die möglichen NW auch. Ich ertrage lieber die Einschränkungen bei meinem Rückfallrisiko. Wenn ich die Statistiken richtig deute, steigt das Risiko erst nach Ende oder Therapieresistenz wieder an. Und bleibt dann (zumindest bei meiner Tumorbiologie und meinem LK Befall) leider auf 2% jährlich lebenslänglich. Es sinkt halt nicht wie z.B. bei TN. Das ist früher keinem so richtig aufgefallen, da die Patienten gar keine 5 oder 10 Jahre überlebt haben und das Langzeitüberleben noch gar nicht im Fokus lag. Es gibt also keine Entwarnung, will aber keiner hören. Für die Ärzte ist nach 5 Jahren alles toll.... Also, immer schön wachsam bleiben! Bei mir steht im Juli eine außerplanmäßige Mammo der anderen Brust an, Mikrokalk, so hat es bei der entfernten Brust auch mal angefangen....

    Bei Fragen einfach Fragen 😊oder PN.

    Gruß Tschetan

    Zara,


    Kommt auf den Stoff an.....

    E Epirubicin, T Taxan (bei mir Docetaxel), C Cyclophosphamid

    Es ist wie beim Schnapsbrennen, Vorlauf, Hauptlauf, Nachlauf 😊

    Der Vorlauf waren Medis wie Fenistil, Cortison und Ringerlösung, geht schnell ca. 20min.

    Hauptlauf mit der Chemo ca. 2,5 bis 3h. Langsam angefangen, wg. evt. Reaktionen, dann ein bisschen mehr Tempo. Zu schnell ist wohl wg. vermehrter Nebenwirkungen nicht so gut.

    Danach Nachspülen mit Ringerlösung, ca. 10min. Am längsten liefen die Taxane durch. Zum Toilettengang wurde nur der Tropf abgedreht und man konnte den Cocktailständer mitnehmen. Es gab zu trinken, wer wollte auch Essen, bequeme Sessel und schlafende Mitpatienten. Alles zusammen war ich morgens ca 8.00 da, los ging's ca 8.30 und mittags dann durch. Dann kam die Mittagsschicht 😁. Ganz wichtig! Vorher etwas frühstücken. Danach so ein leichtes Gefühl wie angesoffen...., aber sonst ok. Autofahren sollte man nicht.

    Am nächsten Tag dann die selbst zu verabreichende Spritze, damit das Knochenmark auch schön neue Blutkörperchen produziert. Ging ganz easy, auch wenn es sich erstmal gruselig anhört! Vor Erfindung dieser Spritzen war eine solche Therapie nicht möglich, da sonst die Blutwerte zu schlecht werden. Durch den kürzeren Abstand zwischen den Chemos kann sich das Blutbild sonst nicht genug erholen.

    Du schaffst das! Bei Fragen einfach Fragen.

    Gruß Tschetan

    Hallo zusammen,

    gegen Übelkeit gibt es Medikamente, auch schon vor der Chemo. Rechtzeitig einnehmen, nicht warten, bis einem schlecht wird. Probleme mit der Mundschleimhaut hatte ich früh, geholfen hat letztlich eine in der Apotheke angemischte Gurgellösung. Besteht aus Komponenten gegen die Entzündung und auch zum Betäuben. Google könnte helfen (Lübecker Mischung). Bei den Onkoschwestern schon mal vorher fragen ,was die für Tipps haben... Die kennen sich meist sehr gut aus, da sie mit vielen Patienten zu tun haben. Kühlen der Hände und Füße während der Chemogabe! Wurde mir mit Kühlpads angeboten, wichtig gegen Neuropathien in den Finger und Zehenspitzen! Dadurch verengen sich die Blutgefäße dort und Schäden werden vermindert.

    Rotes Gesicht und Unruhe kommen vom Kortison, dass als Begleitmedi gegeben wird und nicht von der Chemo selbst. Sieht doof aus, vergeht aber nach einigen Tagen von allein. Geschmackssinn hat bei mir während der Chemo schwer gelitten (schmeckte alles nach Blechplatte), kommt aber wieder! Jeden Tag 20min leichte Bewegung, das hilft enorm! Nicht rum liegen, versuchen den Tagesablauf einzuhalten, langsam aber stetig....

    Nicht auf Nebenwirkungen lauern, bei wirklichen Problemen im Brustzentrum anrufen! Die Rufnummer habe ich mir geben lassen. Ich hatte bei jeder Chemo ein Arztgespräch, das sollte man nutzen um Fragen zu klären. Für uns ist das alles neu und einzigartig, für die Leute dort aber Tagesgeschäft.

    Nicht den Mut verlieren, die Zeit geht vorbei! Zum Schluss war es schon etwas mühsam, da es für den Körper doch anstrengend ist, aber das Ende der Therapie ist dann in Sicht!

    Die Therapie kann man googeln nach "Chemo nach Möbus", der hat das eingeführt.

    Ist schaffbar!

    Alles Gute für dich

    Tschetan

    Ich habe 2 Jahre Tamoxifen genommen und bin danach auf Letrozol Gewicht, das nehme ich jetzt seit gut 4 Jahren. Ich nehme die halbe Dosis EQ.... und seit ca 1 Jahr Hagebuttenpulver und auch ein Gemisch aus Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander. Ohne regelmäßige Bewegung merkt man aber sofort eine Verschlechterung. Je mehr man sich schont, umso schlimmer wird es. Ich mache täglichb25 Minuten entweder Gymnastik oder Crosstrainer. Nicht um mich auszupowern, sondern moderat. Es hilft! Leider sind die Fitnessstudios immer noch zu, das merke ich leider zunehmend. Regelmäßigkeit ist wohl das Geheimnis. Ich habe Beschwerden im Daumen, in den Schultern (Kalk und spröde Sehnen), sind jetzt beide operiert.

    Auch die Füße tun mir weh, sind wahrscheinlich die Sehnenplatten unter der Sohle. Ich denke durch den kompletten Östrogenentzug werden die Sehnen und Gelenkflächen nicht mehr gut geschmiert, das sind ja auch Schleimhäute und die vertrocknen. dazu kommt natürlich auch das Alter, bin jetzt 62 und in den letzten 5 Jahren ist es schlechter geworden. Durch Bewegung wird die Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt und die ernährt ja die Schleimhaut. Deswegen macht Passivität das Ganze nur schlimmer...

    Durchhalten!

    Gruß Tschetan

    Hallo Calimero1965,


    wie Taima schon sagte, die Bilder bewerten kann nur der Radiologe bzw. Nuklearmediziner. Die Aufnahmen werden ja von den anderen gemacht. Wann der Arzt zur Begutachtung und zum Verfassen des Befundes kommt, hängt vom Arbeitsanfall ab und ist gerade beim CT wie am Fließband. Es sind hunderte Bilder pro Patient, da lehnt sich meist kein Arzt ohne ausführliche Begutachtung aus dem Fenster.... Das kann schon mal länger dauern. Ich habe beim Scinti eine kurze Befundbesprechung bekommen, sind ja nicht so viele Aufnahmen wie beim CT, beim CT musste ich auf den Bericht auch einige Tage warten. Ich bitte immer um eine zusätzliche Kopie für mich, klappt meist auch. Für die Akte sozusagen. Von allein kommt da nichts. Die CD habe ich immer gleich mitbekommen.

    Alles Gute für dich

    Gruß Tschetan

    Pling,

    Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Man kann sich nicht umtauschen, man muss es schlucken und versuchen, das Beste daraus zu machen. Die Stimme im Hinterkopf bleibt, sie wird leiser und spricht seltener wenn es gut läuft. Aber verschwinden tut sie nicht.

    Das können sich andere nicht vorstellen. Die erwarten einfach, dass man wieder so wird wie vorher, aber man ist ein anderer Mensch danach. Damit kommen viele nicht klar.

    In der öffentlichen Wahrnehmung ist das doch überhaupt kein Problem mehr, super Chancen, alles wird besiegt! Sieht doch die Nachsorge genauso, wer nach 5 Jahren noch irgendwie lebt, klar der ist gesund. Die Langzeitüberlebenden gab es doch früher gar nicht, die haben die Zeit gar nicht geschafft. Das da jetzt oft wieder was nachkommt, die Tatsache wird jetzt erst sichtbar.

    Und da herrscht dann meist Schweigen, denn das zeigt ja auch irgendwie die Hilflosigkeit der Ärzte. Darüber reden sie nicht gern

    SaDe,

    du bist jetzt wichtig und die anderen müssen deine Wünsche und Verhaltensweisen einfach akzeptieren. Wir drücken hier allen die Daumen, Jeder hat seine eigene Art damit umzugehen.


    Gruß Tschetan

    Hallo zusammen,

    leider können auch kleine Tumore streuen, meine waren 3 und 4mm klein. Trotzdem hatte ich 7 befallene Lymphknoten. Auch innerhalb eines großen DCIS still und heimlich entstanden. Die Mammo hat nur ein wenig Mikrokalk gezeigt, gottseidank war mein Gyn damals wachsam.

    Zwischen zwei Mammographieterminen enstanden....

    Aber lass den Mut nicht sinken! Die Chemo wird schon gute Arbeit leisten!

    Gruß Tschetan