Beiträge von Tschetan

    Hallo zusammen,

    Da meine Nachsorge künftig nur noch alle 6Monate stattfindet, habe ich mich entschlossen, meine Tumormarker alle 3 Monate durch meine Hausärztin bestimmen zu lassen. Nach der ersten Bestimmung (natürlich ein anderes Labor als das bei meiner Gyn), musste ich leider feststellen, dass sich alle Werte stark erhöht haben (meine persönlichen Ausgangswerte CEA 2,8, CA15-3 10, CA125 15). Jetzt CEA 5,8, CA 15-3 15,2 und CA125 22,2. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen Gemacht? Meine Ärztin hat mich auch schon für morgen zum Gespräch gebeten. Ichhabe diese Woche auch nochmal Bestimmung durch meine Gyn, aber ich habe einfach Angst.

    Tschetan

    Hallo zusammen,

    danke für eure Rückmeldungen. Ich will auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Körperlich geht es ganz gut, bis auf die immer schlimmer werdende Polyneuropathie in den Fingerspitzen. Mental könnte besser sein. Ich habe heute die Todesanzeige einer Bekannten gelesen, die ich aus der FSH Gruppe kannte. Sie hatte schon länger nicht mehr geschrieben und ich wusste, dass sie große Hoffnung in Ibrance gesetzt hatte. Leider vergeblich. Vielleicht kennt sie jemand hier im Forum, ich glaube ihr Name hier war Mirablanca. Ja, die Angst kommt dann wieder an die Oberfläche gekrochen. Auch ist bald wieder Nachsorge, ich persönlich finde die Tumormarker wichtig (ist aber meine persönliche Meinung, die von meiner GYN nicht geteilt wird). Außerdem im Dezember ein CT von Lunge und Abdomen. Draußen haben die Vögel die zertretenen Nüsse entdeckt. Kleine Dinge können einen sehr berühren. Die Blätter fallen, aber die neuen Knospen sind schon fertig und warten. Wir wollen sie gern im Frühjahr austreiben sehen, nur Mut!

    Tschetan

    Hallo Heideblüte,


    Ich melde mich, bin heute und morgen nicht zu Hause. Aber ich bin Selbstzahler weil Beamtin. Ich bekomme immer eine Rechnung von der Apotheke die die Arztpraxis direkt beliefert. Ich weiss nur, dass meine Krankenkasse nur einen Festpreis zahlt, da mein Zometa aber teurer ist, bleibt ein Selbstbehalt über die Differenz

    wie eigentlich für fast alle Medikamente die mir verschrieben werden, beim Letrozol ist es genauso..... Für diesen Festpreis gibt es also ein Medikament, nur nicht das was mein Arzt verwendet. Ich schaue mal in meine Rechnungen..... Dazu kommt halt noch die Aztrechnung für die Tätigkeit der Infusion und die Laborrechnung für das Blutbild, aber bei mir geht es halt immer über Rechnung, das läuft ja bei der GKV anders.

    Ein großes Blutbild wird nicht verlangt, es wird immer bei der Infusion ein kleines gemacht. Bevor man anfangen darf mit den Bisphophonaten musste ich zum Zahnarzt und eine Bescheinigung mitbringen, dass keine größeren Sachen anstehen. Ich melde mich per PN (wenn ich das hinkriege😊)

    Gruß

    Tschetan

    Hallo ihr alle zusammen,

    In Hannover kann man nicht mal so einfach eine Knochenmarkstanze machen lassen. Ich habe mich vor einiger Zeit erkundigt. Das ist ein chirurgischer Eingriff, den man im Rahmen von Studien wohl ggf. angeboten bekommt und der dann unter Vollnarkose während der OP gleich mitgemacht wird. Falls man nicht in einer entsprechenden Studie ist, muss man erstmal einen Chirurgen im KKH finden, der das macht. Danach wird das ja erst von geeigneten Laboren untersucht, das macht ja nicht unbedingt das KKH, das die Entnahme durchgeführt hat. Das kann man mit einer Stanzbiopsie der Brust überhaupt nicht vergleichen. Mein Onkologe (und der kennt alle und jeden) hat das außerhalb von Studien nicht befürwortet, auch weil das Vorhandensein eben zu keiner eindeutigen Prognose bzw. Therapie führt. Es gibt Patienten, die ohne nachgewiesene Zellen Metastasen entwickeln oder umgekehrt. Mit den Ergebnissen muss man dann auch leben. Eine Kassenleistung ist das wohl nicht, sondern müsste privat bezahlt werden. D.h. Erst den chirurgischen Eingriff und dann die Laboruntersuchungen. Bisphophonate hat er schon befürwortet, auch wg. der Osteoporosegefahr unter Aromatasehemmern. Ich konnte ihn überreden, 6x insgesamt alle 6 Monate. Die Nebenwirkungen waren bis auf leichte grippeähnliche Symptome bei der ersten Infusion nicht vorhanden. Nix. Kosten pro Infusion ca. 60 Euro für das Mittel und die Rechnung fürs Einflößen🙄. Wenn man schon niedrige Knochendichte hat, dann sollte es wohl Kassenleistung sein, das kann man vorher mit seiner Kasse klären. Alles Gute für euch Tschetan




    Hallo Celia,

    Die Chemo hatte ich auch, sie heißt auch Schema nach Möbus (der hats erfunden). Allerdings nicht neoadjuvant, sondern nach OP. Wenn du nach Beiträgen von mir suchst, müsstest du was zu dem Thema finden. ETC Epirubicin, dann ein Taxol, dann Cyclophosphamid. Immer 14 tätig.

    Gruß

    Tschetan

    Hallo Chippendale,

    Ein DCIS kann man wohl nur sehen ,wenn bereits Mikrokalk da ist. Der Kalk sind abgestorbene Zellen. So hat mir das erklärt. Das DCIS kann viel größer sein, als das Areal mit dem Kalk. Bei mir war das so, kleines Kalkareal, DCIS 8 x 12cm, innen dann zwei kleine Tumore 3 und 4mm. Leider bildet es auch keine tastbaren Knoten, das war dann nur der kleine Tumor. Sagen kann das keiner, auch Kalk ist nicht gleich Kalk. Das schätzt der Arzt dann ab, ob das nur beobachtet wird oder biopsiert.


    Bei der Mammographie sieht man nur den Kalk. Das ist das doofe,dass diese Vorstufe, bei der man nicht weiss, ob sie so bleibt oder invasiv wird, oft viel großflächiger operiert werden muss als ein reiner Tumor Knoten, der eine klare Größe hat....

    Gruß

    Tschetan

    Hallo Xami69,

    meine Diagnose habe ich vor dreieinhalb Jahren erhalten. Im Rahmen der üblichen Früherkennungsuntersuchung hat mein Arzt einen Knoten ertastet. Ich selbst habe nichts bemerkt, da ich schon immer eine sehr "knotige" Brust hatte (fibrozystische Mastopathie heisst das wohl). Da seit der letzten Mammographie erst 11/2 Jahre vergangen waren, haben wir die nächste Mammographie dann vorgezogen, dort war dann Mikrokalk zu sehen, der sich recht schnell entwickelt haben muss. DCIS nennt man das, eine Vorstufe von Brustkrebs, Inmitten dieses DCIS (kann man nur in der Mammographie sehen) ein kleiner Tumor. Danach Vakuumbiopsie, kein Clip und eine Woche später per Telefon (das hatte ich so gewünscht), das Ergebnis des Pathologen, bösartig und sehr hohe Wachstumsrate.Die Wartezeit zwischen der Biospie und dem Anruf, naja ihr wisst ja wie das ist....

    Man funktioniert erstmal im Autopilotmodus und zwingt sich zur Ruhe. Dann Termin im Brustzentrum gemacht. Im Gespräch habe ich mir soweit möglich gemerkt, was alles auf dem Befundzettel an Abkürzungen usw. stand. Hätte ich aber wohl auch als Kopie haben können. Die Tumorgröße selbst war sehr klein, aber das umgebende DCIS sehr groß, deshalb brauchten die auch keinen Clip, um die Stelle wiederzufinden. Der Arzt sagte mir, dass bei einem derart großen DCIS die Chancen auf eine brusterhaltende OP gering seien. Was soll ich mit einer Viertelbrust anfangen? Also habe ich mich da schon verbindlich auf eine Mastektomie festgelegt, ohne Aufbau. Das tue ich mir nicht an um anderen etwas vorzugaukeln, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wäre nach den vielen durchtrennten Nerven und ohne Brustwarze eigentlich nur Hülle mit fremden Inhalt ohne Gefühl gewesen. Da war der Arzt noch ganz hoffnungsvoll...., nur Minitumor kein Problem, Lymphknoten im US völlig unauffällig. Ich bin einen Tag vorher ins KK, die Aufnahme hat sich lange hingezogen, aus Platzmangel bin ich dann in der Wöchnerinnenstation gelandet. Ich wollte ein Doppel- oder Einzelzimmer, scheißegal auf die Zuzahlung. Und in der normalen Station war alles voll. Es war ein wunderschöner Tag im Mai, die Sonne schien abends noch und eine Drossel hat herzzerreissend draußen gesungen. Ich hatte nur einen einzigen Gedanken im Kopf: Hoffentlich hat es nicht schon gestreut... , was muss ich alles regeln wenn doch.

    Die OP selbst war problemlos, ich sollte auch gleich aufstehen. Schmerzen hatte ich fast keine, nur die Drainagen haben bei manchen Bewegungen sehr gepiekt, dass war sehr hässlich... Es gibt auch genug Schmerzmittel, rechtzeitig melden! Bereits am nächsten Tag begann die Kranken-gymnastik. Ein Beutel zum Umhängen für die blöden Drainagebehälter das isses!) Dann geht das Warten wieder los, denn das herausoperierte Material (bei mir halt alles) wird ja wieder in der Pathologie untersucht. Bei mir war es leider so, dass die beiden Wächter (man kann auch mehrere haben) schon sichtbar befallen waren, da braucht man keinen Schnellschnitt während der OP mehr um zu entscheiden. Deshalb wurden gleich während der OP die Lymphknoten der nächsten Ebene (I und II) mit entnommen. Es waren insgesamt 15, davon waren 7 befallen. Die beiden Tumore waren sehr klein 3 und 4 mm und saßen innerhalb dieses großen DCIS-Areals. Danach war leider Schluss mit dem Riesenoptimismus. Die Pathologie hatte festgestellt, dass der erforderliche Sicherheitsabstand nicht erreicht war, also nach 5 Tagen nochmal operiert. Danach war alles weg, zumindestens im OP-Gebiet.

    Wg. der Lymphknoten nach der OP dann Skelettszinti und CT. Erklärt hat das keiner, aber heute weiß ich dass damit Fernmetastasten gesucht werden. Im Nachgang ist gar nicht so interessant was einem gesagt wird, sondern was nicht gesagt wird.

    Wundheilung war völlig problemlos, nach einigen Tage wurden die Drainageschläuche gezogen und ich konnte nach Hause. Zuvor habe ich ca. 8h auf ein kurzes Entlassungespräch gewartet (diensthabende Ärztin hatte leider 2 komplizierte Entbindungen vorher und war genauso fertig wie ich. Da kam leider nicht viel, nur ein Zettel mit Statistik und viel Glück für sie). Später in der Chemo waren prima Ärzte, die man auch mal in Ruhe sprechen konnte!

    Leider hat die psychoonkolologische Betreuung (die müssen sie dir in einem Brustzentrum anbieten) zu dem Zeitpunkt nichts bewirkt, das ist einfach zu früh wenn man da so im Bett liegt.... Ich hätte die Dame an die Wand klatschen können.

    Die Brust ist weg, aber die Operateure haben das sehr gut gemacht. Heute ist nur noch eine blasse waagerechte Narbe zu sehen, die sich vom Brustbein bis unter die Achsel zieht. Ich habe auf Anraten der Schwestern nach Abheilung sofort mit vorsichtiger Narbenmassage (zeigen lassen) begonnen, die ich bis heute einmal am Tag durchführe, damit das Gewebe nicht verklebt und alles schön locker bleibt. Hin und wieder massiere ich ein wenig Narbenöl ein.

    Da mein Tumor eine hohe Wachstumsrate hatte Ki40% und somit auf eine Chemo gut reagiert (nur sich gerade teilende Zellen werden ja mit der Chemo wärend ihrer Teilung erwischt, leider auch Haarwurzeln und Schleimhautzellen), kam dann eine Chemo nach ETC Citronschema nach Möbius. Keine Zeit zum Sportabzeichen machen aber auch kein Totalausfall....

    Danach Bestrahlung des Brustkorbes und der Lympfabflusswege, wg. der vielen befallenen Lymphknoten. Bei brusterhaltender OP gibt es meines Wissens nach immer Bestrahlung... Reden wir später drüber, wenn deine Op vorbei ist und alles verheilt ist :thumbup:

    Da mein Tumor auch noch hochgradig hormonabhängig war ER12/12 und PR12/12, jetzt Antihormontherapie. Erst 2 Jahre Tamoxifen, seit 1/2 Jahr jetzt Aromatasehemmer. Können wir auch später drüber reden, erstmal alles Gute für dich.

    Hör auf, im Internet zu googlen oder auf Nebenwirkungen zu warten! Frag deinen Arzt, der muss das erklären können. Wenn er das von sich aus tut, nerven!!! Mir haben die Leute von der Onkoambulanz (da habe ich Chemo gemacht) mit ganz vielen Tips geholfen. Die sehen den ganzen Tag nichts anderes und kennen sich gut aus... Wer nichts weiß muss was glauben, Information (seriöse) gibt es beim Krebsinformationsdienst oder bei mamazone und mammamia, die haben auch Broschüren zum Bestellen oder Downloaden. Außerdem kann beim KID anrufen, die rufen zurück und beraten ausführlich. Kann ich nur empfehlen. Viele Ärzte wissen überhaupt nicht, was sie mit einem hingeworfenen Satz alles anrichten. Da grübelt man dann tagelang und interpretiert da irgendetwas rein. kein Arzt kann uns sagen, das alles gut ist und wir den Krebs besiegt haben, das weiss der nicht..., der weiß auch nicht ob wir nächstes Jahr tot sind. Wer so etwas behauptet, ist unseriös. Wir können es nicht wissen, wir können nur hoffen und unseren Teil dazu beitragen. Statistik ist Statistik, da steht kein Name rechts oder links!

    Was man akzeptieren muss (auch ohne es zu wollen), das bisherige unbeschwerte Leben ist Vergangenheit. Das alte Leben gibt es nicht zurück, wir müssen uns neu erfinden und auch unsere Familie/Freunde mitnehmen. Die müssen sich auch neu positionieren, manche sind dann weg. Sag was dich bewegt, lass die anderen teilhaben. Sie sollen dir helfen und dich unterstützen. Schweigen bringt nichts, sprich aus was dich freut oder nervt. Niemand kann deine Gedanken lesen. Alle erwarten, dass du nach einiger Zeit wieder so bist wie vorher. Ich bin nicht wie vorher und ich sage das auch. Das müssen dann mal die anderen akzeptieren.

    Ich will nicht verhehlen, dass ich nach der Therapie in ein tiefes Loch gefallen bin, als ich erkannt habe, dass es nicht mehr so wird wie früher. Aber ich versuche mich neu zu postionieren und bin dadurch vielleicht freier als früher. Man übersieht so viel, wenn es einem einfach gutgeht. Was man hat, schätzt man selten (hat mir mal jemand gesagt in anderem Zusammenhang).

    Schritt für Schritt, jetzt erstmal die OP, dann gehts weiter (du und die Welt ihr seit auch Weihnachten noch da und noch viel länger)

    So, jetzt genug gequasselt

    Alles Gute für dich und alle anderen, bei genaueren Fragen, email

    Tschetan

    Hallo Xami69,

    ich bin zwar nicht vom Fach, aber vielleicht helfen dir meine Erklärungen etwas weiter. Meine Daten stehen in meinem Profil, sie sind ähnlich auf den ersten Blick.

    multifokal: mehrere Tumor Herde in einem Quadranten der Brust. Die Brust teilt man in vier Quadranten ein wie Tortenstücke ungefähr. D.h. sie liegen alle in einem der vier.

    N. Wahrscheinlich die Abkürzung für NST nonspecial Type, also nicht spezieller Typ.

    Invasivduktal: in die Milchgänge einwachsend, es gibt auch invasivlobulär, da wächst es in den Milchläppchen. Da sie dicht beieinander sind, markiert man die Stelle mit einem Drahtclip, damit der Operateur sie sicher wiederfindet und entfernen kann.

    SNB: Sentinentalbiopsie, das heisst es wird der Wächterlymphknoten bei der OP entfernt und untersucht. Ist er frei von Tumorzellen, dann bleiben die anderen Lymphknoten drin. Wenn nicht, Dann wird während der OP die Axillaresektion gemacht, d.h. es werden noch mehr Lymphknoten mit herausgenommen. Um den Wächter Knoten (der erste durch den die Lymphe im OP Gebiet abfließt) finden zu können, bekommt man eine gering radioaktive Marker Flüssigkeit injiziert. Die markiert dann den Weg der abfließenden Lymphe und so kann dann mit einem Detektor während der OP der Wächterknoten gefunden werden. Dazu muss man halt in die Nuklearanteilung. Diese Marker Flüssigkeit baut sich innerhalb weniger Stunden wieder ab und ist nicht gefährlich, hier wird keiner verstrahlt.

    Therapeutische MammaPlastie weiss ich nicht, aber da du ja brusterhaltend operiert werden sollst, heisst das evt. einfach man versucht es optisch gut hinzugekommen.

    G3 ist eine Eigenschaft des Tumors die aussagt, wie verändert die Zellen im Vergleich zu gesunden sind, also ein Maß für die "Entartung". ER und PR sind auch Eigenschaften, die Tumorzellen haben Östrogen (ER) und Progesteron (PR) Rezeptoren auf der Oberfläche.

    Das bedeutet, dass man ihnen durch eine Antihormontherapie im Anschluss das Leben richtig schwer machen kann, da man ihnen quasi die Wachstumsanreize entzieht, die durch die Hormone im Körper sonst vorhanden wären.

    Vor der OP kommt ja noch ein Aufklärungsgespräch. Schreib dir deine Fragen auf, und lass dir alles erklären, bis du es verstanden hast. Das ist dein Gutes Recht und Informationen sind wichtig, um die Behandlung zu verstehen und zu unterstützen. Ggf. Nimm jemand mit, der dich unterstützt, man ist ja aufgeregt und denkt nicht an alle Fragen! Ich hoffe, du bist in einem zertifizierten Brustzentrum, je mehr Patienten behandelt werden, desto besser. Da sind alle in Übung und haben Erfahrung. WENN du Zweifel bezüglich der Behandlung und der weiteren Therapie hast, hole dir eine Zweitmeinung, auch das ist dein gutes Recht. So viel Zeit hast du.

    Ich drücke dir die Daumen, du schaffst das. Wir sitzen alle im gleichen Boot, wenn es los geht kann es nur besser werden. Hier findest du immer Unterstützung, das Warten ist mit das Schlimmste.....

    Gruß

    Tschetan

    Hallo Mata,


    deine Frage kann ich nicht wirklich beantworten, aber vielleicht kann man es sich so vorstellen: Ein Tumor besteht nicht aus homogenen Zellen, sondern enthält verschiedene "Sorten" mit verschiedenen Eigenschaften. Duch die Chemo sind wohl die sich besonders schnell teilenden (mit dem hohen Ki Wert) erwischt worden, übrig geblieben sind die mit Ki-67 5%. Die haben nicht so gelitten, da sie sich ja nur selten teilen und daher mit Chemotherapie nicht so erwischt werden. Und diese Sorte hat halt auch die anderen Hormonrezeptoreigenschafrten. Was jetzt noch da ist/war zur OP , hatte die Chomo "überlebt". Aber frag doch mal deine Ärzte im BZ danach, die sollten das doch wissen...

    ich habe mal in einer Zeitschrift einen Artikel darüber gelesen, die verschiedenen Arten und Eigenschaften erklären vielleicht auch, warum ein Rezidiv dann ganz andere Eigenschaften als der ursprüngliche Tumor. Die sind vielleicht einfach übergeblieben nach der Behandlung, deren Eigenschaften wurde vielleicht überdeckt durch die Mehrzahl der ursprünglichen Tumorzellen und deren Eigenschaften.


    Gruß

    Tschetan

    Hallo zusammen,


    soweit mir bekannt ist, richtet sich der als zumutbar angesehene Prozentsatz (1 bei chronischen Krankheiten,2, 3, 4% usw. geht wohl bis 7) nach dem Bruttojahreseinkommen, dabei wird auch das Einkommens des Ehegatten/gattin mit eingerechnet und ich glaube auch die Zahl der Kinder. D.H. es gibt jeweils eine Bruttoeinkommensgrenze bis zu der ein bestimmter Prozentsatz gilt, wer mehr verdient rutscht in die nächsthöhere Stufe . https://www.verbraucherzentrale.de/zuzahlung-befreiung Da kann man sich schlaumachen, es gibt auch einen Beispielrechner! Verlinken habe ich leider nicht geschafft.....

    Grüß an alle

    Tschetan

    Hallo Christina,


    was bei der Nachsorge gemacht wird, das steht ausführlich in Leitlinien z. B in der Broschüre der AGO Mamma, musst du mal googlen unter Brustkrebs Nachsorge. Was sonst noch gemacht wird, das muss man mit dem Arzt leider selbst verhandeln. Die Leitlinien sehen halt nur bei einem Verdacht auf Rückfall oder Metastasierung weitergehende Untersuchungen vor. Ansonsten kommt da bildgebend außer Mammographie, ggf Ultraschall nichts extra. Blutbild und Tumormarker gehören nicht zur Nachsorge, das musst du selbst mit dem Arzt verhandeln. Das ganze heisst ironischerweise symptomorientierte Nachsorge, d.h. Erst bei Beschwerden gründelt man da genauer nach. Aber vielen reicht das nicht, deshalb herrscht da eigentlich echter Wildwuchs.

    Alles Gute für dich

    Tschetan

    Hallo Tiggy,

    Mir wurde gesagt, dass der Port nicht (mehr)gespült wird. Das habe man früher gemacht, sei nicht mehr Stand der Dinge. Entweder funktioniert er noch, wenn er wieder gebraucht wird oder nicht. Das könne auch durch regelmäßiges Spülen nicht sichergestellt werden. Ich habe meinen jetzt seit 2014 und er wurde im letzten Jahr nur einmal benutzt, kein Problem...

    Wer sollte den auch regelmäßig Spülen? Der Hausarzt und der Gynäkologe können das nicht, da man spezielle Nadeln zum Anstechen braucht und auch eine spezielle Schulung, auch aus Hygienegründen. Da ist manchmal der Schaden größer als der Nutzen.

    Allein der Gedanke scheint für die Angestellten gruselig zu sein🤐. Wenn er gebraucht wird, dann muss man halt versuchen. Zuerst wollte ich das nicht so ganz glauben, aber die Aussage habe ich von verschiedenen Ärzten und Angestellten bekommen.

    Grüße

    Tschetan

    Hallo zusammen,

    Wie hoch der Zuschuss für die BHS und den Badeanzug ist, das ist je nach Kasse scheinbar verschieden. Meine (ich bin Beamtin und bei der Postbeamtenkrankenkasse) zahlt pro BH 10.- dazu. Da die Teile im Sanitätshaus aber 70 - 80 Euro kosten, verzichte ich auf den großzügigen Zuschuss, das ist mir echt zu teuer....

    Der Badeanzug wurde mit ca. 40 Euro bezuschusst. Für die Prothese (nicht die Erstversorgung) musste ich vorher ein Angebot zur Genehmigung einreichen, fragt eure Kasse vorher wie das bei Ihnen läuft, sonst könnte es hinterher Probleme geben. Angebot wurde ohne Probleme genehmigt, so groß ist die Zahl der Anbieter ja auch nicht🙄

    Alles Gute

    Tschetan

    Hallo Consi,

    In eine Kunstoffbox Reis, Erbsen, feinen Kies o. ä. Schütten und mit den Händen kneten. Durch den Reiz kann sich das taube Gefühl bessern. Vielleicht etwas anwärmen vorher. Vorm Fernseher kann man das nebenbei machen. Das gab's bei mir in der Reha und vielen hats geholfen, mir leider nicht.....

    Gruß

    Tschetan

    Hallo zusammen,

    mir wurde vor der OP gesagt, dass sie keine Schnellschnitte mehr durchführen. Die Wächter wurden entnommen (bei mir war einer bereits sichtbar befallen, der andere nach Pathologie) und dann sofort die anderen hinterher rausgenommenn. Wären sie optisch okay gewesen, dann wären sie trotzdem erst in Ruhe in der Pathologie untersucht worden. Bei Befall hätten sie nochmal operiert. Ich habe die Ärzte gefragt, und man sagte mir, dass man das Risiko, beim Schnellschnitt etwas zu übersehen, nicht (mehr) eingehen würde. Aber scheinbar wird das verschieden gehandhabt.

    Gruß

    Tschetan

    Hallo Christina,

    Mir hat man geraten bei Problemen ein Seidentuch auf mögliche Scheuerstellen zu legen. Das ist ja sehr glatt und leicht, vielleicht besser als ein Tempo? Ich habe nicht gebraucht, aber ein Versuch kann nicht schaden. Wann immer möglich, Luft dranlassen, vielleicht ein Loch in den BH schneiden? Gute Besserung

    Tschetan

    Hallo an alle,


    ich weiß nicht, ob das hier erlaubt ist, aber recht hilfreich finde ich die Seite von http://www.mamazone.de. Ich will hier auch keine Werbung machen, aber dort gibt es unendlich viele Videos und auch hilfreiche Infoseiten. Allerdings muss man für die Videos Mitglied werden und auch einen Jahresbeitrag zahlen. Es gibt jedes Jahr einen "Patientenkongress" in Augsburg, auf dem renomierte Ärzte und auch Forscher ihre aktuellen Erkenntnisse vorstellen (für Patienten, also nach Einarbeitungsphase für alle verständlich). Diese werden dann als Videos später dort veröffentlicht. Es gibt auch einige "freigegebene" Videos für Nichtmitglieder. Einfach mal stöbern....


    Grüße an alle

    Hallo zusammen,


    vielleicht kann ich ein wenig von meinem (angelesenem) Wissen dazu beitragen. Soweit ich weiß, besteht die Wirkung einer Chemotherapie darin, dass sie auf Zellen während deren Teilungsphase (und nur dann) einwirkt. Die Zellteilung kann dann nicht erfolgen oder gelingt nicht korrekt, und die entsprechenden Zellen sterben ab (Apoptose). Verschiedene Chemowirkstoffe wirken auf verschiedene Mechanismen während der Teilung ein, das Ergebnis sollte aber immer letztlich der Tod der sich gerade teilenden Zellen sein, weil sie das nicht hingekriegt haben. Da das nicht nur Tumorzellen, sondern alle sich oft teilenden Zellen (Haarwurzeln, Schleimhäute usw.) betrifft, gibt es die bekannnten Nebenwirkungen. Leider durchlaufen alle Zellen (nicht nur Tumorzellen) verschiedene Phasen. Vom Verdoppeln der Erbsubstanz über Volumenvergrößerung vor der Teilung, bis zur Auseinanderziehung der verdoppelten Erbinformation und wirkliche Teilung der zwei Hälften in zwei neue Zellen. Die meiste Zeit verbringt die Zelle halt in anderen Vorstadien und nicht in der wirklichen Aufteilung. Je höher die Teilungsfreudigkeit (Ki-Faktor) ist, desto mehr Zellen befinden sich gleichzeitig (während eine Chemo wirkt, die wird ja wieder ausgeschieden) in der Teilung, und desto "besser" wirkt i.a. die Chemo, da die Zellen in den anderen Stadien nicht angegriffen werden können. Deshalb verzichtet man wohl bei sehr niedrigen Zellteilungsraten auch auf eine Chemo, da dort nur wenige Zellen gleichzeitig in Teilung begriffen sind und auch nur wenige vernichtet werden. Ob die Zelle noch am Ort des Tumors ist oder nicht mehr ist wohl nicht entscheidend, sondern ob sich gerade teilt und damit angreifbar ist. Leider haben scheinbar einige Tumorzellen die Eigenschaft sich sozusagen "schlafenzulegen". Sie wechseln in einen Zustand, in der keine Teilung und auch keine Vorstadien mehr stattfinden, sozusagen ein Standby-Modus. Vorzugsweise lagern sie sich dort ein, wohin sie mit dem Blut oder der Lymphe transportiert worden sind, z. B, ins Knochenmark. Warum und wodurch sie wieder aktiv werden (und dann auch zu Metastasen heranwachsen können), das weiß man leider (noch) nicht.

    Das Wiederaufwachen ist scheinbar auch der Grund, warum Patienten nach vielen Jahren wieder erkranken. An diese schlafenden Zellen kommt man durch eine Chemo nicht ran, da sie nichts machen wärend ihres Ruhezustandes, kann man sie auch nicht stören. Leider haben sie wohl auch oft ganz andere Eigenschaften als ihre Vorfahren, deshalb werden vormals wirksame Medikamente vielleicht nicht mehr so wirken. Deshalb versucht man wohl auch durch eine Biospie die neuen Eigenschaften zu bestimmen und dann entsprechend zu behandeln.


    Grüße an alle

    Tschetan

    Hallo Tiggy,

    Ich muss gestehen, ich habe so gut wie keine Gelenkschmerzen. Weder unter TAM, noch jetzt unter Letrozol.Ich mache allerdings 3xmal in der Woche 25min leichten Sport und 3xmal Fitnessstudio Kraft-und Ausdauertrainig. Bewegung ist ganz wichtig. Dadurch werden die Schleimhäute auf den Gelenkoberflächen geschmiert und ernährt. Beschwerden gibt's nur, wenn ich nichts mache (im Urlaub z. B.). Außerdem nehme ich täglich 2 Equi* . Ist zwar ziemlich teuer, aber scheint bei mir zu helfen. Was geblieben ist, sind Wechsel zwischen Hitze und Fröstelattacken, besonders nach der Einnahme. Außerdem ausgesprochen trockene Schleimhäute, besonders im Vaginalbereich und auch Gewebsrückbildung durch den Hormonentzug. Auch meine Augen sind trockener geworden, aber ob das nun an diesen Medikamenten liegt, das kann man nur vermuten. Ich werde ja auch nicht jünger, andere haben auch Beschwerden. Ich kann durch den Wechsel keine großen Änderungen feststellen, meine Knochendichte ist bisher super, das muss man beobachten, die könnte abnehmen...

    Dagegen nehme ich täglich 600i.E. Vitamin D und eine Calzimtablette. Bisher sind die Werte gut, das lasse ich einmal jährlich überprüfen, kostet ja nicht die Welt. Vielleicht bringt ja der Wechsel des Herstellers eine Verbesserung, oft kommen ja die Nebenwirkungen gar nicht vom Wirkstoff selbst, sondern von den Füllstoffen, die Tabletten bestehen ja nicht nur aus dem Wirkstoff. Oder mal von Letrozol auf eine andere Sorte wechseln? Sprich doch mal mit dem Arzt, da gibt es sicher Möglichkeiten.


    Alles Gute

    Tschetan