Beiträge von Tschetan

    Ich habe mir dieses Dilemma 8 Wochen angesehen und mich dann operieren lassen. Das war keine große Sache. Von allein geht das wohl nicht wieder weg, das war mir echt zu lästig.

    Gruß Tschetan

    Zara,


    Kommt auf den Stoff an.....

    E Epirubicin, T Taxan (bei mir Docetaxel), C Cyclophosphamid

    Es ist wie beim Schnapsbrennen, Vorlauf, Hauptlauf, Nachlauf 😊

    Der Vorlauf waren Medis wie Fenistil, Cortison und Ringerlösung, geht schnell ca. 20min.

    Hauptlauf mit der Chemo ca. 2,5 bis 3h. Langsam angefangen, wg. evt. Reaktionen, dann ein bisschen mehr Tempo. Zu schnell ist wohl wg. vermehrter Nebenwirkungen nicht so gut.

    Danach Nachspülen mit Ringerlösung, ca. 10min. Am längsten liefen die Taxane durch. Zum Toilettengang wurde nur der Tropf abgedreht und man konnte den Cocktailständer mitnehmen. Es gab zu trinken, wer wollte auch Essen, bequeme Sessel und schlafende Mitpatienten. Alles zusammen war ich morgens ca 8.00 da, los ging's ca 8.30 und mittags dann durch. Dann kam die Mittagsschicht 😁. Ganz wichtig! Vorher etwas frühstücken. Danach so ein leichtes Gefühl wie angesoffen...., aber sonst ok. Autofahren sollte man nicht.

    Am nächsten Tag dann die selbst zu verabreichende Spritze, damit das Knochenmark auch schön neue Blutkörperchen produziert. Ging ganz easy, auch wenn es sich erstmal gruselig anhört! Vor Erfindung dieser Spritzen war eine solche Therapie nicht möglich, da sonst die Blutwerte zu schlecht werden. Durch den kürzeren Abstand zwischen den Chemos kann sich das Blutbild sonst nicht genug erholen.

    Du schaffst das! Bei Fragen einfach Fragen.

    Gruß Tschetan

    Hallo zusammen,

    gegen Übelkeit gibt es Medikamente, auch schon vor der Chemo. Rechtzeitig einnehmen, nicht warten, bis einem schlecht wird. Probleme mit der Mundschleimhaut hatte ich früh, geholfen hat letztlich eine in der Apotheke angemischte Gurgellösung. Besteht aus Komponenten gegen die Entzündung und auch zum Betäuben. Google könnte helfen (Lübecker Mischung). Bei den Onkoschwestern schon mal vorher fragen ,was die für Tipps haben... Die kennen sich meist sehr gut aus, da sie mit vielen Patienten zu tun haben. Kühlen der Hände und Füße während der Chemogabe! Wurde mir mit Kühlpads angeboten, wichtig gegen Neuropathien in den Finger und Zehenspitzen! Dadurch verengen sich die Blutgefäße dort und Schäden werden vermindert.

    Rotes Gesicht und Unruhe kommen vom Kortison, dass als Begleitmedi gegeben wird und nicht von der Chemo selbst. Sieht doof aus, vergeht aber nach einigen Tagen von allein. Geschmackssinn hat bei mir während der Chemo schwer gelitten (schmeckte alles nach Blechplatte), kommt aber wieder! Jeden Tag 20min leichte Bewegung, das hilft enorm! Nicht rum liegen, versuchen den Tagesablauf einzuhalten, langsam aber stetig....

    Nicht auf Nebenwirkungen lauern, bei wirklichen Problemen im Brustzentrum anrufen! Die Rufnummer habe ich mir geben lassen. Ich hatte bei jeder Chemo ein Arztgespräch, das sollte man nutzen um Fragen zu klären. Für uns ist das alles neu und einzigartig, für die Leute dort aber Tagesgeschäft.

    Nicht den Mut verlieren, die Zeit geht vorbei! Zum Schluss war es schon etwas mühsam, da es für den Körper doch anstrengend ist, aber das Ende der Therapie ist dann in Sicht!

    Die Therapie kann man googeln nach "Chemo nach Möbus", der hat das eingeführt.

    Ist schaffbar!

    Alles Gute für dich

    Tschetan

    Ich habe 2 Jahre Tamoxifen genommen und bin danach auf Letrozol Gewicht, das nehme ich jetzt seit gut 4 Jahren. Ich nehme die halbe Dosis EQ.... und seit ca 1 Jahr Hagebuttenpulver und auch ein Gemisch aus Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander. Ohne regelmäßige Bewegung merkt man aber sofort eine Verschlechterung. Je mehr man sich schont, umso schlimmer wird es. Ich mache täglichb25 Minuten entweder Gymnastik oder Crosstrainer. Nicht um mich auszupowern, sondern moderat. Es hilft! Leider sind die Fitnessstudios immer noch zu, das merke ich leider zunehmend. Regelmäßigkeit ist wohl das Geheimnis. Ich habe Beschwerden im Daumen, in den Schultern (Kalk und spröde Sehnen), sind jetzt beide operiert.

    Auch die Füße tun mir weh, sind wahrscheinlich die Sehnenplatten unter der Sohle. Ich denke durch den kompletten Östrogenentzug werden die Sehnen und Gelenkflächen nicht mehr gut geschmiert, das sind ja auch Schleimhäute und die vertrocknen. dazu kommt natürlich auch das Alter, bin jetzt 62 und in den letzten 5 Jahren ist es schlechter geworden. Durch Bewegung wird die Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt und die ernährt ja die Schleimhaut. Deswegen macht Passivität das Ganze nur schlimmer...

    Durchhalten!

    Gruß Tschetan

    Hallo Calimero1965,


    wie Taima schon sagte, die Bilder bewerten kann nur der Radiologe bzw. Nuklearmediziner. Die Aufnahmen werden ja von den anderen gemacht. Wann der Arzt zur Begutachtung und zum Verfassen des Befundes kommt, hängt vom Arbeitsanfall ab und ist gerade beim CT wie am Fließband. Es sind hunderte Bilder pro Patient, da lehnt sich meist kein Arzt ohne ausführliche Begutachtung aus dem Fenster.... Das kann schon mal länger dauern. Ich habe beim Scinti eine kurze Befundbesprechung bekommen, sind ja nicht so viele Aufnahmen wie beim CT, beim CT musste ich auf den Bericht auch einige Tage warten. Ich bitte immer um eine zusätzliche Kopie für mich, klappt meist auch. Für die Akte sozusagen. Von allein kommt da nichts. Die CD habe ich immer gleich mitbekommen.

    Alles Gute für dich

    Gruß Tschetan

    Pling,

    Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Man kann sich nicht umtauschen, man muss es schlucken und versuchen, das Beste daraus zu machen. Die Stimme im Hinterkopf bleibt, sie wird leiser und spricht seltener wenn es gut läuft. Aber verschwinden tut sie nicht.

    Das können sich andere nicht vorstellen. Die erwarten einfach, dass man wieder so wird wie vorher, aber man ist ein anderer Mensch danach. Damit kommen viele nicht klar.

    In der öffentlichen Wahrnehmung ist das doch überhaupt kein Problem mehr, super Chancen, alles wird besiegt! Sieht doch die Nachsorge genauso, wer nach 5 Jahren noch irgendwie lebt, klar der ist gesund. Die Langzeitüberlebenden gab es doch früher gar nicht, die haben die Zeit gar nicht geschafft. Das da jetzt oft wieder was nachkommt, die Tatsache wird jetzt erst sichtbar.

    Und da herrscht dann meist Schweigen, denn das zeigt ja auch irgendwie die Hilflosigkeit der Ärzte. Darüber reden sie nicht gern

    SaDe,

    du bist jetzt wichtig und die anderen müssen deine Wünsche und Verhaltensweisen einfach akzeptieren. Wir drücken hier allen die Daumen, Jeder hat seine eigene Art damit umzugehen.


    Gruß Tschetan

    Hallo zusammen,

    leider können auch kleine Tumore streuen, meine waren 3 und 4mm klein. Trotzdem hatte ich 7 befallene Lymphknoten. Auch innerhalb eines großen DCIS still und heimlich entstanden. Die Mammo hat nur ein wenig Mikrokalk gezeigt, gottseidank war mein Gyn damals wachsam.

    Zwischen zwei Mammographieterminen enstanden....

    Aber lass den Mut nicht sinken! Die Chemo wird schon gute Arbeit leisten!

    Gruß Tschetan

    Hallo Franka2,


    Wenn du auf den Grünen Namen unter dem Avatarbild klickst, dem du eine Nachricht senden möchtest, dann klappen die persönlichen Daten des gewünschten auf. Dort gibt es zwei grüne Reiter. Benutzer und Beiträge von....

    Wenn du den Benutzerreiter anklickst, dann gibt es ein Auswahlmenü. Dort Konversation starten auswählen. Dann kommt eine Seite, dort kannst du alles ausfüllen und schreiben. Wenn du das absendest, dann sieht der Angeschriebene im Forum oben rechts bei seinem kleinen Avatar einen roten Punkt. Wenn er dann seinen kleinen Avatar anklickt, dann sieht er eine Benachrichtigung bzw. die Konversation. Da kann man dann auch Antworten...

    Vielleicht kann das ein Mod besser beschreiben 😁.

    Ich bin in dieser Studie, leider im Vergleichsarm :(( Ich hätte es gern bekommen. Aufhören kann man jederzeit, bei Fragen gern Fragen...

    Ich schicke mal eine Testnachricht, dann kannst es ja ausprobieren.

    Gruß Tschetan

    Hallo MamaMelone,


    Ich habe das Gefühl, die meisten merken noch nicht mal, dass mir (mit Klamotten) eine Brust fehlt. Ich habe noch nie schiefe Blicke oder eine Frage dazu gehört, obwohl ich in die Sauna, zum Schwimmen und ins Fitnessstudio gehe (momentan ja leider nicht).

    Und mein Busen ist nicht gerade klein. Das wird registriert und dann ist gut....

    Ich fühle mich mit meiner Entscheidung richtig und hatte keine Lust auf Einbauteile oder zusätzliche Ops mit Dellen an anderer Stelle. Schon gar nicht, um damit andere mental zu entlasten von meinem Anblick. Meine Brustwarze ist allerdings auch entfernt worden. Die Narbe ist kaum zu sehen, ich trage zeitweise eine selbsthaftende Prothese, aber nicht immer.

    Du kannst doch sicher auch noch später einen Aufbau machen lassen? Während der Bestrahlung kann man natürlich keine selbsthaftende tragen, das geht erst wenn alles komplett verheilt ist und die Narbe ok ist. Bis dahin hatte ich eine Einlegeprothese, fand ich aber total doof, weil die BHs schweineteuer sind und das Teil beim Vorbeugen immer ein wenig abklappte.... Es wurde bei mir so ein ganz kleines Stück vom Brustansatz stehen gelassen, damit sieht man beim Ansatz des Ausschnittes nichts von der Prothese.

    Halt dir doch die Option für später offen und lass dich nicht unter Druck setzen! Nachdem ich einen Aufbau abgelehnt habe, war ich übrigens für den Chefarzt "Luft"! Die brauchen auch genug Stückzahlen für ihre Zertifizierungen....

    Gruß Tschetan

    Es muss für dich richtig sein, nicht für andere 😉

    Gelenkschmerzen besser, Muskelschmerzen hatte ich keine. Schleimhäute besser, aber nicht gut. Ohne geht's mir bewegungstechnisch erheblich schlechter. Leider ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Medi , wird generell nicht von der KK gezahlt, auch nicht auf Rezept!

    Nehme die halbe Dosis, reicht mir.. .

    Gruß Tschetan

    Hallo ika-ulm,

    vielen Dank für die Glückwünsche! Momentan scheint alles im grünen Bereich zu sein. Nachsorge, Restaging mit Scinti, CT und Tumormarker (alles wg. Teilnahme an Adapt Late Studie, leider im Vergleichsarm ohne CDK4/6 Hemmer) war unauffällig bis auf Kleinigkeiten.

    Vielleicht bringt das dem einen oder anderen ein wenig Mut und Hoffnung!

    Gruß auch allen anderen

    Tschetan

    Liebe charlotte2020,


    Die schreiben hier meistens nicht😉..... Versuchs doch erstmal, aufhören kannst du doch immer noch. Ich bin zwar inzwischen auf Aromatasehemmer geswitcht , aber lieber NW (die ja bei jedem anders sind), als Zettel am Zeh.

    Gruß Tschetan

    Hallo Judche lo,


    Prognosen sind halt nur Prognosen, die Ärzte wissen nicht, wie sich die Sachen entwickeln. Die Lymphknotenmetastasen sind ein Zeichen, dass die Tumorzellen dort aufgehalten wurde. Ob es irgendwo noch andere gibt, die Frage bleibt unbeantwortet. Mit der Ungewissheit müssen wir leben, eine Antwort gibt es nicht. Ich habe mir psychologische Hilfe gesucht, um mit meinen Ängsten umzugehen. Das würde ich dir empfehlen, denn sonst kommt man aus der Spirale nicht mehr raus.

    Ich möchte dir aber Mut machen, ich lebe noch und hatte auch befallene Lymphknoten, Näheres kannst du in meinem Profil sehen. Wichtig ist die Antihormontherapie, da deine Tumordaten ja eine größtmögliche Empfindlichkeit zeigen!

    Alles Gute für dich

    Gruß Tschetan

    Liebe erda,

    Ich kann mich Frusti und Bueno2019 nur anschließen. War natürlich doof solange auf dem Bauch und auf dem Tisch still zu liegen, es war maximalerweise unangenehm, aber nicht schmerzhaft.

    Es wird ja unter Betäubung eine dünne Hohlnadel gesetzt, in dieser Nadel läuft die eigentliche Nadel mit den Probenkammern, die dann die Proben ansaugt. So kann man mit einer Nadelbiopsie viele Proben nehmen. Bei mir gab es ein großes DCIS-gebiet mit Verkalkungen, da nimmt man mehrere Proben um ggf. einzelne Herde zu finden. Es ist gut aushaltbar. Ich wurde danach fest in eine Art elastische Kreppbandage gewickelt, die musste 2 Tage dranbleiben, dadurch habe ich nur einen kleinen blauen Fleck gehabt. Am nächsten Tag wurde ich angerufen, ob alles ok sei.

    Keine Bange, die Stunde geht vorbei.... Alles Gute für dich!

    Gruß Tschetan

    Hanka,

    einfach mal nach S3-Leitlinie Nachsorge Mammakarzinom googeln! Die gibt es😏 Es gibt halt Unterschiede je nach Tumorbiologie, daher unterscheiden sich z.T die Empfehlungen.

    Der Nachsorgepass ist ja eigentlich auch nur eine Zettelsammlung, da steht auch nix besonderes drin. Ich wohne in Niedersachsen, meinen hat mir 2014 das BZ gegeben, aber heute gibt es das nicht mehr hier. Bei mir stehen die

    Punkte drin , was nach Leitlinie empfohlen wird, es gibt ein Beiblatt, dort kommt der Haken rein wenn der Punkt gemacht wurde und Stempel und Datum der Nachsorge. Mehr ist das nicht....

    Da hast du mit deiner Sammlung die besseren Unterlagen 👍

    Gruß Tschetan