Beiträge von AufGehts

    ubuntu777 , das Reha Team könnte in den Entlassungsbrief schreiben, dass du nur 3-6 Stunden arbeiten kannst. Das ist dann so ein Mittelding zwischen voll arbeitsfähig und erwerbsunfähig. Vielleicht wäre das gut, da es dir mehr Optionen gibt?


    Du kannst schwer beeinflussen, was die Ärzte tatsächlich in den Entlassungsbrief schreiben. Aber zumindest darum bitten und sagen, wie du dich fühlst .

    Es gibt in der Reha normalerweise eine Sozialberatung, frage da auf jedem Fall nach einem Termin


    Ein paar Gedanken von mir:

    Bekommst du derzeit Arbeitslosengeld? Rente ist normalerweise um einiges niedriger als Arbeitslosengeld. Oftmals schockierend niedrig. Dann käme evtl Wohngeld usw dazu.


    Wer auch immer für die Zahlung des Arbeitslosengeldes zuständig ist, im Zweifel sind sie froh, wenn sie dich an die Rentenversicherung "abschieben" können.

    Wenn du zu 100% erwerbsunfähig geschrieben bist, könnte es in deinem Fall sein, dass du keine andere Möglichkeit hast, als die Rente zu beantragen. Wohlgemerkt "könnte" - da kann die Sozialberatung dir Infos zu geben.


    Wenn jemand arbeitet, ist die Situation anders. Man kann selbst entscheiden, ob man einen Antrag auf Rente stellt. Möchtest du das von dir aus irgendwann tun, hättest du bei einem Reha Bericht, der aussagt, dass du 8 Std am Tag arbeiten kannst, schwierige Karten. Deshalb mein Vorschlag mit den 3-6 Std.


    Wenn man die Rente beantragt und genehmigt bekommt, und derzeit arbeitet, kann man immer noch entscheiden, ob man tatsächlich in Rente gehen möchte oder nicht. Das ist in deinen Fall aber komplizierter, wegen der Arbeitssuche.


    Der Arzt wird sich mit diesen ganzen finanziellen Sachen nicht auskennen. Evtl möchte er dir etwas gutes tun, führt aber für dich zu Nachteilen. Deshalb kann die Sozialberatung helfen. Am besten hast du bald einen Termin, damit du am Ende noch einen zweiten Termin mit deinen Rückfragen machen kannst.


    Viel Erfolg in der Reha, lass es dir gut gehen!


    Hanka - ich wäre in deinem Fall etwas vorsichtig. Deine Versicherung würde sich freuen, wenn du in Rente gehst. Du bist sicherlich noch länger krankgeschrieben. In dem Fall muss die Versicherung Krankengeld zahlen. Wenn du nun plötzlich berentet wirst, sparen sie sich das Geld. Das ist nicht unbedingt uneigennützig mit deren Schreiben.

    sehr schwierige Situation, in der du bist, da möchte sicherlich niemand mit tauschen.


    Meine Gedanken: 4 Kinder sind schon da, die brauchen dich. Deine Aufgabe als Mutter ist es, dich so gut es geht um die Kinder zu kümmern, die du schon hast. Sie brauchen alle Zeit und Liebe, die du hast.


    Was in der Schwangerschaft sicherlich nicht geht, ist eine Antihormon Therapie. Wenn das eine gute Möglichkeit für dich wäre, könnte dies wegfallen. Frage bitte deine Ärzte genau danach. Eine Schwangerschaft kann glaube ich schon einen Einfluss auf die möglichen Behandlungen haben.


    Wenn diese Schwangerschaft deine einzige Möglichkeit wäre, ein Kind zu bekommen, dann sollte man sie vielleicht nutzen. Aber es ist nicht deine einzige Möglichkeit, du hast ja schon eine Familie.


    Hast du mit dem Vater darüber gesprochen? Er hat vielleicht auch eine Meinung, die du bei deiner Entscheidung berücksichtigen kannst.

    In Großbritannien gibt es auch kein Avastin. Dort ist die Begründung aber ganz klar die hohen Kosten.

    Ich wäre daher nicht ganz sicher, was denn in den USA die wirklichen Hintergründe sind.


    Soweit ich weiß, ist die offizielle Begründung in den USA, dass bei Brustkrebs (nicht bei anderen Krebsarten, da ist es auch in USA weiter zugelassen) zwar die Dauer, bis es zum Progress kommt, verlängert wurde - aber dennoch die Überlebenszeit nicht verlängert wird.

    Ich habe für mich entschieden, dass ich dieser Schlussfolgerung nicht traue. Es macht für mich einfach keinen Sinn. Zudem laufen die Studien ja zumeist nur 5 Jahre. In dem Zeitpunkt werden nicht alle Teilnehmer verstorben sein, wie wollen sie also wissen, wie lange jeder mit/ohne Avastin überlebt? Oder es sind so extreme Fälle, die an den Studien teilnehmen, das ist auch nicht auf jeden späteren Nutzer übertragbar. Das wird ja alles "nur" irgendwie vorhergesagt.


    Von meinem einen Onkologen, der mir Avastin verschreibt, halte ich sehr viel, und vertraue ihm bei der Sache.

    Das es nur bei der ersten Chemo wirkt, wundert mich. Xeloda ist doch bei den meisten nicht die erste Chemo, oder?

    Ich hatte vor ein paar Jahren die erste Chemo, und dann bei der zweiten ein paar Jahre später Avastin dazu (erste Chemo mit Metastasen). Vielleicht ist die Frage nicht, wann es wirkt, sondern wie es zugelassen/ von den Krankenkassen bezahlt wird.


    Molly 62 - so ein Mist. Aber die Tablettenchemo wirkt bestimmt auch ohne Avastin, sonst wäre sie ja nicht zugelassen worden.

    Quizas , auch ich denke, man merkt meistens schon im ersten Gespräch, ob ein BZ zu einem passt.

    Bei meinem ersten BZ war ich schon im ersten Gespräch nicht ganz glücklich mit der Ärztin. Ich hatte mich aber nicht getraut, ein weiteres aufzusuchen, da es ja wieder gedauert hätte, einen Termin zu bekommen.

    Nun ja. Das BZ war sehr gut. Aber mit der Ärztin würde ich nicht warm.

    Bei erneuter Krankheit bin ich in ein anderes BZ gegangen, wo mir der Arzt gleich besser gefiel.

    Dazu muss ich sagen, in beiden BZs würden bei mir Mal Sachen vergessen und man muss sich um wahnsinnig viel selbst kümmern.

    Vom ersten BZ hatte ich an sich besseres gehört von anderen Patienten. Aber die hatten auch alle nicht meine (eher unerfahrene) Ärztin.

    Also ich denke, wie schon gesagt wurde, es kommt viel auf das Gefühl an. Etwa so, sie wenn man eine Wohnung sucht - da sagt einem auch schnell das Gefühl, ob man sich dort wohlfühlen kann oder nicht.

    Eirene , für alle Ärzte überraschend hätte meine Krankenkasse das Fett Einspritzen übernommen. Arzt im KH und Frauenärztin gingen eigentlich davon aus, dass es einmal abgelehnt wird, und ich dann Einspruch erheben muss.

    Allerdings hatte die Ärztin auch extra nichts von Eigenfett auf den Antrag geschrieben, sondern etwas von Angleichung gesunde Brust und Korrektur operierte Seite.

    Zur Angleichung: Ich war noch am Überlegen, ob ich ein ganz kleines Implantat in die gesunde Seite tun lasse, damit die Seiten ähnlicher aussehen (die gesunde Seite ist halt etwas platter also die mit dem Implantat. Sieht beides gut aus, aber leicht anders). Die Ärztin hatte dann ein Foto beigelegt, das wirklich unvorteilhaft aussah. In Wirklichkeit sieht es viel besser aus als auf diesem Foto.

    Ich war mir sowohl bei Implantat als auch Fett Einspritzung nicht sicher, ob ich es wirklich machen möchte, da ich noch kein Gespräch zu den Risiken und den Details der OP hatte. Das wollten die im KH erst machen, wenn die Genehmigung da ist (sie gehen also schon davon aus, dass es häufig nicht genehmigt wird)

    Mila

    Meine Werte sind 162cm/ 52kg. Implantat auf dem Brustmuskel. Ich finde es etwas unschön, dass man mittig/oben Wellen sieht. Insbesondere ist das der Fall, wenn ich nicht ganz gerade stehe. Beim geradestehen streckt sich irgendwie die Haut und es sieht gut aus.

    Oben und mittig kann man die Ränder des Implantats sehen/ fühlen. Allerdings macht hier jedes Kilo einen Unterschied. Nach der Behandlung war ich bei 48kg und fand das mit den Rändern sehr unschön

    Ca ein Jahr später ging ich zurück zur Klinik um zu fragen, ob man da was machen kann. Und erst da fiel mir auf, dass sich die Ränder viel schwächer abzeichnen (dann mit 52kg).

    Im KH wurde mir empfohlen, Fett anzusaugen und um das Implantat einzubauen. Das ist keine Garantie, dass man nichts spürt von den Rändern, da es nur wenige Millimeter Fett sein werden (der Brustmuskel ist ja auch nur wenige mm dick, weswegen sich wohl auch darunter Ränder abzeichnen können).

    Hab das mit dem Fett noch nicht gemacht wegen erneuter Krankheit. Aber vielleicht fragst du Mal nach? Mir wurde am Anfang leider nichts von der Option erzählt.

    Ansonsten hatte es ca 6-9 Monate gedauert, bis ich mich an die unechte Brust gewöhnt hatte. Sieht an sich ziemlich gut aus. Hab halt leider kein Gefühl dadrinnen.

    Hanka ,

    ich werde dir nichts neues sagen - auch, wenn es viele nicht wahrhaben wollen, natürlich ist erwiesen, dass Krebszellen mehr Zucker verbrennen als andere Zellen.

    Was vermutlich nicht möglich ist, ist es, den Krebs auszuhungern. Der Krebs holt sich seinen Zucker halt auch aus anderen Sachen, Obst, Kohlehydrate, im Notfall aus den Muskeln. Weswegen vermutlich selbst die ketogene Ernährung es nicht schafft, den Krebs auszuhungern. Aber das versuchst du ja auch gar nicht, du willst ja nur vernünftigerweise Zucker weglassen.


    Dass man gegen Gewichtsverlust Süßigkeiten empfiehlt, habe ich auch erlebt - und finde es unmöglich. Unabhängig davon, ob Krebs sich nun von Zucker ernährt oder nicht, und ob man ihn mit Zucker "anfüttern" kann, Zucker ist einfach nicht gesund und sollte einem Krebspatienten nicht empfohlen werden.

    Bei mir hat gegen Gewichtsverlust geholfen, mehr Käse und Joghurt zu essen (Calcium und Nicht-abnehmen gleichen für mich die negativen Sachen wie tierische Fette und Hormone aus). Auch mehr gesundes Öl ins Essen tun und häufiger Nüsse und Mandeln essen. Und ich esse relativ viel Eier, das hilft glaube ich auch.


    Danka - oh je, was eine heftige Geschichte. Aber toll, dass am Ende deiner Nachricht die guten Neuigkeiten stehen!! Wahnsinn, weiter so!

    Anne79 , bei mir waren die Leberwerte ganz leicht erhöht (2 dieser Werte). Vorher während der normalen Nachsorge wurde leider nie Blut kontrolliert. Ob das dann aufgefallen wäre, weiß ich nicht. Mein Onkologe schaut sich während der Behandlung der Metastase jetzt immer die Leberwerte an (auch wenn er meint, bei mir waren die nicht so ganz aussagekräftig). Jetzt wo die Metastase kleiner geworden ist, sind auch die Leberwerte o.k.

    Bei mir ist es keine Metastase in der Leber, sondern etwas unüblicher ein Lymphknoten direkt an der Leber, aber auch im Ultraschall zu sehen.


    Wobei, was hier auch gesagt werden muss, trotz der Metastase, und auch, wenn sie sicherlich schon 3 Monate vorher entdeckt hätte werden können, generell bin ich guter Dinge. Auch jetzt ist das alles noch gut unter Kontrolle zu halten für eine hoffentlich lange Zeit (wenn ich negativ eingestellt bin, gehe ich von 6 Jahren aus, ansonsten von durchaus 30 Jahren). Bevor die Metastase entdeckt wurde, hatte ich vor soetwas natürlich panische Angst - aber es gibt noch viele Behandlungsmöglichkeiten, die einem als "Neupatient" gar nicht so bewusst sind. Das wollte ich noch gesagt haben, damit nicht alle in Panik verfallen wegen der nicht so tollen Nachsorge

    Ich finde es auch schade, dass keine Untersuchungen zu Metastasen gemacht werden. Zumindest die einfachen, die keine Nachteile für den Körper haben. Bei einem Leber Ultraschall gibt es ja keinerlei Nachteile, bloß die Kosten.

    Ich war letztens bei einer Info Veranstaltung zu Krebs, da wurde schon wieder diese Aussage gemacht, dass ein frühes Entdecken der Metastasen keinen Vorteil hätte. Andererseits findet man aber, wenn man etwas googelt, viele Infos zu Oligometastasierung - die Aussage dort ist, dass nur einige wenige Metastasen sehr wohl besser zu behandeln sind.

    Frage wäre natürlich, wie oft man so einen Leber-Ultraschall macht. Als meine Metastase gefunden worden war, hat der Onkologe basierend auf KI67 Wert und Größe (etwas größer als bei Pschureika ) geschätzt, dass sie 6 Monate gewachsen sein müsste. Um die Metastase vor den Beschwerden zu finden, hätte man wahrscheinlich alle 3 Monate einen Ultraschall der Leber machen müssen.


    Leider hatte ich mich selbst auch darauf verlassen, was man offiziell als Nachsorgeprogramm genannt bekommt - und da ich mir zudem einreden wollte, dass ich bestimmt gesund bleibe, wollte ich mich auch nicht von mir aus darum kümmern, zusätzliche Untersuchungen zu bekommen.

    Als Zusatzkommentar - am besten ist ein Ultraschall sicherlich bei den extra ausgebildeten Ärzten (Radiologen?). Der Arzt in der Notaufnahme sah im Ultraschall nichts, sein dafür ausgebildeter Kollege am nächsten Morgen war ganz geschockt, wie sein Kollege den Tumor nicht gesehen haben konnte.

    Ilse68 , deinen Spruch finde ich sehr hilfreich - und kannte ihn noch nicht. Er macht mir auch wieder bewusst, dass es schwierig ist, bei dem Thema Kommentare abzugeben, wenn man selbst nicht auf dem gleichen Stand ist. Bzw auch wenn man auf dem gleichen Stand ist, kann man natürlich keine wirklichen Vorschläge machen - aber versteht die Probleme vielleicht mehr. Insofern hoffe ich, Elenear , dass mein Kommentar von "du erscheinst mir nicht 'lebensmüde' " nicht unangebracht war.

    Liebe Elenear ,

    ich habe vielleicht keine neuen Denkansätze, aber einfach nur den Kommentar, dass du für mich nicht "lebensmüde" erscheinst, sondern du möchtest leben. Natürlich ist es der Wunsch, besser zu leben als jetzt, was verständlich ist. Aber ich lese dennoch aus deiner Nachricht raus, dass du am Leben sein möchtest.

    Ich bilde mir ein, dass man irgendwann, wenn man genug von den Behandlungen hat, durchaus weiß, dass es nun genug ist. Zumindest hatte ich bisher in Gesprächen und bei Bekannten/ Verwandten, die irgendwann mit den Behandlungen aufgehört hatten, das Gefühl, sie wussten, jetzt reicht es. Sofern du noch nicht in diesem Stand bist, und die Ärzte noch etwas in petto haben, scheint es mir nicht der richtige Moment, mit den Behandlungen aufzuhören. Da würde ich einfach nochmal in dich reinhören - und versuchen, dich nicht davon beeinflussen zu lassen, was für Erfahrungen andere machen mussten.

    krone ,


    hier stehen auch sehr interessante Sachen zum Thema Alternativmedizin https://www.unddannamlebenblei…-die-komplementarmedizin/

    Mir gefällt der Ton dieser Diskussion nicht mehr, deshalb würde ich mich eigentlich gerne raushalten.

    Dennoch hier ein Kommentar, da ich mir den Link von AnnaMaus84 durchgelesen hatte. Insbesondere diesen Kommentar im Artikel fand ich interessant "Mittlerweile gibt es allerdings immer mehr Hinweise, dass durch die ketogene Ernährung Tumorzellen Resistenzen entwickeln und diese Ernährungsform somit sogar kontraproduktiv sein könnte, und die Tumorzellen infolge dessen sogar noch schneller wachsen könnten. "


    Ich bin nicht begeistert von der ketogenen Diät, hatte mir damals ein Buch gekauft und die Mäusetests und wenige Erfahrungen an Menschen hatten mich nicht überzeugt. Aber dass der Krebs gegen diese Ernährungsform resistent wird, höre ich zum ersten Mal. Also habe ich auf den Link hierzu geklickt.


    Hier findet man dann den Text "Nach dieser ersten Phase entwickeln die Tumoren sich mit höherer Wachstumsrate weiter (Zhou 20074, Freedland 20085, Otto 20086)."

    Da es Quellenangaben gibt, habe ich mir den ganzen Text von Zhou durchgelesen (die anderen 2 nicht, ganz so viel Zeit möchte ich nicht darauf aufwenden). Hier steht mit keinem Wort, dass es nach der ersten Phase einen negativ Effekt gibt. In der Mäuse Studie hatte eine Ernährung, die speziell für Kinder mit Epilepsie entwickelt wurde, einen positiven Effekt bei Gehirntumoren. Langfristig wurde dies in der zitierten Studie gar nicht untersucht.


    Das soll jetzt nicht als Tip verstanden werden, es nur mit Ernährung zu probieren. Aber solche Fehlinformationen in offiziell und vertrauenswürdig erscheinenden Quellen machen mich sehr ärgerlich.

    TanjaJ1972 ,

    Nur zur Info, als ich einige Tage Schwerzen im Oberkörper hatte, wollte ich morgens ohne Termin zum Hausarzt (ist bei meinem kein Problem ohne Termin). Dann hatte ich allerdings nachts nochmal Schmerzen und bin dann in die Notaufnahme im Krankenhaus. Ich hatte damals Sorgen, dass die Bestrahlung aufs Herz geschlagen haben könnte und hatte das den Ärzten dann auch so gesagt.


    Mein Fall ist anders als deiner, da bei dir ja die Behandlung gerade erst vorbei war - daher möchte ich dir auch keine Angst machen, sondern einfach nur die Option aufzeigen, dass man auch ins Krankenhaus gehen kann. Die Ärzte hatten mir damals zu keiner Zeit das Gefühl gegeben, dass ich nicht hätte kommen sollen. Ich erzählte sofort im ersten Gespräch mit dem Arzt was von Bestrahlung und er sagte dann nach der ersten Untersuchung, ich hätte nichts mit dem Herz, aber da ich mal Krebs hatte würde er mich gerne dabehalten zu weiteren Untersuchungen.

    Wichtig bei jeder Krebs Behandlung ist, dass man hinter der Behandlung stehen kann. Ich habe eine Dame in der Reha kennengelernt, die damals vom Arzt aus dem Krankenhaus geschmissen worden war, weil sie seine Behandlung nicht mitmachen wollte. Er sagte, sie wäre dann wohl in einem Jahr tod. Im Endeffekt hatte es bei ihr dann 20 Jahre bis zum Rezidiv gedauert und sie lebt immer noch. Sie sagte mir aber auch, dass alle ihre Bekannte, die sie als Vorbild genommen hatten und dachten, sie können ihren Krebs ebenso wie sie bekämpfen, jetzt nicht mehr am Leben sind.

    Dies nur um die Aussage von krone zu bestätigen, niemand weiß, was richtig ist.


    Ich selbst gehe den Weg der Chemo - obwohl ich über diese nur 5-10% Nutzen auch schockiert war, als ich das (nach der Beendigung der Chemo, hatte damals kein Arzt so gesagt) das erste Mal hörte. Genau traue ich diesen Prozenten aber auch nicht, insbesondere, wenn es in die langfristige Zukunft geht, die meisten Studien dauern ja nur 5 Jahre. Und ein Prozentsatz sagt dir nicht, ob du vielleicht genau die Person bis, bei der die Behandlung perfekt anschlägt.


    Ich werde ehrlich gesagt immer leicht wahnsinnig, wenn ich diese Theorien gegen Chemo/ gegen die Pharmaindustrie, die sich das alles nur ausgedacht hat, um Geld zu verdienen usw, höre. Bevor es Chemo gab, war Krebs eine richtig erschreckende Krankheit. Da hatte nur niemand drüber gesprochen und man weiß gar nicht, woran damals alle gestorben sind (Aussage meines Vaters, als ich für den Gentest erfragen musste, ob es schonmal Brust oder Eierstock Krebs in der Familie gab).


    Bei den Antihormonen hatten für mich die durchaus hohen 30% Nutzen die Nebenwirkungen nicht aufheben können und ich entschied, den Kram nicht langfristig weiterzunehmen. Jetzt bin ich wieder krank (hatte nichts mit Absetzen der Antihormone zu tun, das war schon vorher gewachsen laut Arzt) und nehme mir erstmal vor, zu machen, was die Ärzte vorschlagen.

    Wichtig ist aber auch, Ärzte zu haben, denen man vertraut und die Entscheidungen akzeptieren. Wenn ihr Ärzte haben solltet, die sagen "warum haben sie damals bloß....", solltet ihr euch andere suchen. Von meinen derzeitigen Ärzten hörte ich gottseidank kein einziges Mal einen Vorwurf, dass ich die Antihormone abgesetzt hatte.


    Vermutlich eine Nachricht von mir mit vielen sich widersprechenden Aussagen - aber so ist es bei mir und vermutlich vielen anderen - es ist einfach nicht klar, was der beste Weg ist, und Entscheidungen können sich auch ändern.


    Euch alles gute

    bella777 , meine zweite Erkrankung bzw Metastasen hatte ich nicht erwähnt, weil jeder Fall anders ist und mein eher negativer Verlauf nichts mit deiner eigenen Erkrankung zu tun hat.


    Aber zur Info:

    Lymphknoten waren nicht frei.

    Ich hatte keine Komplettremission.

    Hatte beim ersten Mal 2 unterschiedliche Chemos. Die erste hatte den Tumor kleiner gemacht, die zweite hatte nicht geholfen.

    Danach beim Rezidiv/ Metastase habe ich eine andere Chemo bekommen, die etwas geholfen hat. Und danach nochmal Bestrahlung, diesmal aber nicht prophylaktisch, sondern um einen sichtbaren Tumor zu zerstören. Die Ergebnisse davon habe ich noch nicht, gehe aber davon aus, dass es erfolgreich war.


    Deine Mutter hat in ihrem Leben vielleicht schon viele Leute an Krebs sterben sehen. Aber es gab wahnsinnige medizinische Fortschritte in den letzten Jahrzehnten, deshalb hat sich viel geändert. Früher mochte auch niemand sagen, dass er Krebs hat, auch das hat sich geändert. Das Leben genießen ist wichtig! Besonders wenn man einmal so einen Schock wie eine Krebsdiagnose bekommen hat, weiß man das.

    Schwierige Situation mit deiner Mutter. Auch wenn du sagst, die Psychonkologin hat immer nur wenig Zeit, vielleicht kann sie dir Tips geben, wie du damit umgehen kannst.

    Hi, ich habe dieses Thema jetzt erst gesehen und wollte nur kurz sagen, dass ich auch Chemo mit Avastin hatte. Allerdings nicht nab Paclitacel, sondern was anderes. Aber die Wirkung sollte ähnlich sein.


    Jetzt bekomme ich weiter alle 3 Wochen Avastin, solange es keinen weiteren Tumorwachstum gibt. Finde es ganz gut, dass es somit eine langfristige Behandlungsmethode gibt, auch wenn es natürlich immer die Frage gibt, wie es mit Nebenwirkungen ist.

    An sich geht es gut - hatte jetzt nach Chemo 1x Avastin allein. Fühlte mich 2 Tage etwas schlapp, ansonsten okay.


    Ach so - und zur Wirkung, mein Tumor/Metastasen wurden kleiner. Nicht ganz weg, aber die Strahlenärztin (hatte danach noch Bestrahlung) war ganz begeistert.

    Bestrahlung bei Brustkrebs ohne Metastasen ist durchaus prophylaktisch.

    Nach Chemo/OP sind normalerweise keine Krebszellen mehr bildlich darstellbar. Es gibt die durchaus realistische Hoffnung, dass alle Krebszellen weg sind. Aber leider kann es ganz kleine Krebszellen geben, die man bildlich nicht darstellen kann. Die Bestrahlung soll dann sicherstellen, dass auch solche Restzellen, die zu klein sind um gesehen zu werden, zerstört werden.

    Aber ob es solche klitzekleinen Krebszellen bei einer Person gibt, weiß niemand.


    Im Endeffekt hat eigentlich jeder Mensch im Laufe des Lebens Krebszellen, die häufig nicht zu Tumoren ausarten. Also selbst wenn es kleine Rest-Krebszellen geben sollte und man nicht bestrahlt wird, heißt das nicht, dass man erneut Krebs bekommt.

    So richtig versteht ja niemand, warum es so viele unterschiedliche Verläufe gibt


    Zur Lunge, die kann bei einer Bestrahlung ganz leicht was abbekommen. Bei mir sind einige Teile durch die Bestrahlung abgestorben (ist aber ein so kleiner Teil, dass ich es nicht merke). Aber da die Lunge was abbekommt kann ich schon verstehen, dass der Arzt eine Entzündung erst abklären muss.


    Zu Schmerzen, meine Bestrahlung der Brust hatte überhaupt nicht wehgetan. Da braucht man niemandem Angst zu machen.


    bella777 , ich hoffe, ich habe deinen Fall richtig verstanden. Ich kann verstehen, dass du Sorgen hast, dass du auf den Start der Bestrahlung warten musst. Aber vertraue da ruhig deinem Arzt, wenn er sagt, du kannst warten, dann ist das auch so. Konzentriere dich in der Zwischenzeit auf Sachen, die du tun kannst. Bewegung, Entspannung, dir Gutes tun, Zeit mit Freunden und Familie verbringen, gesunde Ernährung.

    roxygen67 , schau doch Mal, ob du es finanziell hinbekommst, die Arbeitszeit zu reduzieren. Das kann man mit dem Arbeitgeber auch erstmal für 1 oder 2 Jahre vereinbaren. Danach möchte man die Reduzierung wahrscheinlich nicht mehr missen wollen.

    Wie Sonnenglanz auch schon sagte, am Anfang wirst du viel Resturlaub haben und kannst damit die Arbeitszeit etwas reduzieren.


    Ich versuche zusätzlich, mir öfters Zeit zu nehmen für Pausen mit netten Kollegen und auch öfters als vor der Erkrankung einfach Mal Kollegen anzusprechen, ob sie Lust auf einen Kaffee hätten o.ä.

    Hängt natürlich auch alles von der Art der Arbeit ab.


    Und meinem Chef habe ich letztens gesagt, dass es momentan gut passt mit dem Stresslevel - aber dass ich mich, wenn es stressiger sein würde, vermutlich krank schreiben lassen würde (erstmal würde ich natürlich Bescheid sagen, dass es zu viel wird). Da muss man auf sich selbst achten, das nimmt einem niemand ab.

    Bebu , zu deiner Frage, ob denn ein Rezidiv schlimmer ist als der Ursprungskrebs - ja, leider ist das oft so.

    - du könntest Metastasen bekommen, was dann chronisch ist

    - auch ohne Metastasen ist es scheinbar häufig so, dass der Krebs mutiert und dann z.B. nicht mehr oder zumindest weniger hormonabhängig ist und somit schwerer zu behandeln.


    Persönlich fand ich den Gedanken einer Bestrahlung nicht erschreckend. Auf alle potentiellen Nebenwirkungen wird im ersten Gespräch bei der Strahlenpraxis eingegangen, danach kannst du immer noch überlegen, ob du eine Bestrahlung möchtest oder nicht. Das würde ich mir erstmal anhören, bevor du eine Entscheidung triffst.

    Vollmondalarm , es tut mir leid, dass du dich nicht nur mit einer Krankheit rumschlagen musst.


    Ich habe ein paar Gedanken zu deinen akuten Themen.

    Es ist immer blöd, wenn Prognosen gegeben werden. Das kannst du jetzt leider nicht mehr rückgängig machen. Allerdings basieren alle Prognosen von Ärzten auf deren Erfahrungen der Vergangenheit. Was in den nächsten 12 Jahren alles an neuen Medikamenten auf den Markt kommt, kann dieser Arzt noch gar nicht wissen und damit gar nicht einrechnen. Ibrace gibt es wie ich meine erst seit 2016 - allein hierzu kann es schon keine Langzeiterfahrungen geben. Momentan scheint viel geforscht zu werden, es kommen immer neue Medikamente auf den Markt.


    Zur Mastektomie, hier ist erstmal keine schnelle Entscheidung nötig, du hast genug Zeit, alle Fragen zu stellen, die du hast. Aber du solltest es nicht nur negativ sehen. Vielen Frauen mit Metastasen wird gesagt, dass nicht mehr operiert wird, weil es keine Vorteile hat. Sie müssen sich dann damit abfinden, ihre Tumore noch im Körper zu haben, was sicherlich nicht leicht ist. Wenn dir jetzt eine Operation angeboten wird, heißt es erstmal, dass die Ärzte deine gesundheitliche Situation als gut ansehen.